(19)
(11) EP 0 098 553 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.01.1984  Patentblatt  1984/03

(21) Anmeldenummer: 83106447.2

(22) Anmeldetag:  01.07.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3G08B 26/00, G08B 25/00, G08B 17/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 05.07.1982 DE 3225032
05.07.1982 DE 3225044

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Moser, Otto-Walter, Dipl.-Ing.
    D-8000 München 70 (DE)
  • Thilo, Peer, Dr.-Ing.
    D-8000 München 71 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren und Einrichtung zur automatischen Abfrage des Meldermesswerts und/oder der Melderkennung in einer Gefahrenmeldeanlage


    (57) 57 Eine Zentrale weist mindestens eine Meldeleitung (ML) auf, an die kettenförmig ein oder mehrere Melder (M) angeschlossen sind. Bei der zyklischen Abfrage der Melder (M) wird ein vom Meldermeßwert beeinflußbares Zeitglied (T1) zu einem für die Melderadresse charakteristischen Zeitpunkt in Gang gesetzt. Während der Laufzeit des zugehörigen Zeitgliedes (T1) können Steuerbefehle für einen bestimmten Melder (M) auf der Leitung (ML) erzeugt und von dem betreffenden Melder (M) empfangen werden. Der Steuerbefehl dient als Schaltbefehl und wird im Melder ausgewertet. Dabei wird das Zeitglied (T1) vom Meßwandler (MW) auf einen im jeweiligen Melder angeordneten Kennungsgeber (R3/R4) umgeschaltet oder mit dem Kennungsgeber (R3/R4) der Meldermeßwert um einen vorgegebenen Wert verändert. Mit dem oder den nachfolgenden Abfragezyklus bzw. -zyklen wird die Melderkennung, die das Zeitglied direkt oder indirekt beeinflußt, zur Zentrale übertragen. Die Anschaltzeit für die Melderkennung wird mit einem zweiten Zeitglied (T2) eingestellt, das einen Umschalter (US) oder eine Schalteinrichtung (SE) ansteuert. Der Kennungsgeber ist von einem Spannungsteiler (R3/R4) gebildet, dessen Teilungsverhältnis für den betreffenden Melder als Melderkennung eingestellt wird.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur automatischen Abfrage des Meldermeßwerts und/oder der Melderkennung.in einer Gefahrenmeldeanlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

    [0002] Gefahrenmeldeanlagen sind häufig mit unterschiedlichen Meldertypen ausgerüstet. Als Beispiel sei eine Brandmeldeanlage erwähnt, an die Rauch-, Wärme-, Flammen- und Druckknopfmelder angeschlossen sind. Die gemessene physikalische Brandkenngröße wird im Melder nach einem geeigneten Algorithmus ausgewertet. Zur Zentrale wird nur ein normiertes,. im allgemeinen digitales Signal übertragen. Unterschiedliche Kenngrößen werden dabei im Melder oft nach unterschiedlichen Algorithmen ausgewertet. Es sind auch Meldeanlagen bekannt, die die Brandkenngröße nicht mehr im Melder auswerten, sondern in einem geeigneten Übertragungsverfahren.analog an die Meldezentrale übergeben, in der eine-Auswerteeinrichtung, vorzugsweise ein Mikrorechner, die Meßwerte aller Melder bearbeitet. Derartige Meldeanlagen werden auch für den Intrusionsschutz angewandt.

    [0003] Eine solche Meldeanlage ist beispielsweise in der DE-PS 25 33 330 beschrieben. Dort wird bei der Abfrage jedes Melders einer Linie nach einer für ihn charakteristischen Vorlaufzeit der Melder zur Abgabe eines Stromimpulses mit einer seinem Meßwert proportionalen Impulsdauer veranlaßt. In der Zentrale wird mit einer Auswerteeinrichtung durch Messung der Vorlaufzeit jeweils die Adresse des einzelnen Melders und durch Messung der Impulsbreite dessen analoger Meldermeßwert ermittelt.

    [0004] In der DE-PS 25 33 382 ist für derartige Meldeanlagen ein Verfahren beschrieben, das zu Beginn eines jeden Ab-, fragezyklus alle Melder von der Meldelinie elektrisch abtrennt und dann. die Melder in vorgegebener Reihenfolge in der Weise anschaltet, daß jeder Melder nach einer seinem Meßwert entsprechenden Zeitverzögerung den jeweils nachfolgenden Melder zusätzlich an die Linienspannung anschaltet. In der Zentrale befindet sich eine Auswerteeinrichtung, die die jeweilige Melderadresse aus der Zahl der vorhergehenden Erhöhungen des Linienstroms undden Meßwert aus der Länge der betreffenden Schaltverzögerungen ermittelt.. Dort werden die analogen Meldermeßwerte zur Gewinnung differenzierter Störungs- bzw. Alarmmeldungen verknüpft.

    [0005] Es ist aber nicht immer möglich oder sinnvoll, die Meßwerte von verschiedenen Meldertypen nach einem einheitlichen Verfahren, auszuwerten und weiter zu verarbeiten. Beispielsweise ist für automatische Rauchmelder ein integrierendes Verhalten erwünscht, um kurzzeitige Störungsgrößen auszuschalten. Eine Alarmierung soll erst erfolgen, wenn das Signal eine definierte Zeit lang ansteht. Bei manuellen Meldern dagegen ist eine sofortige Meldungsgabe nach Betätigung eines Druckknopfmelders erforderlich.

    [0006] Andererseits dürfen Melder, die zu Prüfzwecken, wie Revision, ausgelöst werden, keinen Alarm verursachen. Sie sollen lediglich in der Zentrale das Ansprechen anzeigen. Für solche Fälle ist es notwendig, verschiedene Melderarten oder Betriebszustände zu kennzeichnen und der Zentrale mitzuteilen.

    [0007] Bei den obengenannten Meldeanlagen kann eine Melderkennung, nämlich die Melderart oder der Melderzustand, in der Zentrale für den betreffenden Melder im allgemeinen manuell eingegeben werden. Für jeden in der Anlage vorhandenen Melder können melderspezifische Kennzeichen (Melderart, Melder in Revision, Melder nicht angeschlossen usw.) in der Zentrale gespeichert werden. Diese im allgemeinen manuell durchgeführte Eingabe einer Melderkennung wird über Schalter oder über eine Tastatur entsprechend eingespeichert. Dabei müssen die eingegebenen Daten exakt mit dem Istzustand der Anlage übereinstimmen. Bei der Eingabe verursachte Fehler oder bei Austausch eines Melders entstehende Fehler können von der Anlage nicht mit Sicherheit erkannt werden und im Alarmfall schwerwiegende Folgen haben. Wird bei derartigen Anlagen eine Änderung vorgenommen, z.B.. ein Meldertyp gegen einen anderen ausgetauscht,- weil der Raum anderweitig genutzt wird, ist dies auch in der Zentrale entsprechend einzugeben.

    [0008] Aus der DE-PS 25 33 354 ist eine Einrichtung zur Übertragung von Steuerbefehlen in einem Brandschutzsystem bekannt.. In der dort beschriebenen Einrichtung weisen die einzelnen Melder Zeitglieder auf, wie sie in den oben erwähnten Patentschriften beschrieben sind. Diese werden zur Übertragung von Steuerbefehlen-auf der Meldelinie zu den einzelnen Meldern benützt, wobei nur während der Laufzeit des Zeitgliedes der Melder empfangsbereit ist, und mit im Melder vorgesehenen Steuereinrichtungen innerhalb eines Steuerzyklus auf der Meldelinie jeweils nur ein Zeitglied anschaltbar ist, und wobei der Startzeitpunkt der einzelnen Zeitglieder jeweils in der Zentrale als Adresse des dem betreffenden Zeitglied zugeordneten Steuerorgans auswertbar ist.

    [0009] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine manuelle Eingabe der Melderkennung in der Zentrale zu vermeiden und dafür ein Verfahren und eine Einrichtung zur automatischen Abfrage der.Melderkennung und/oder des Meldermeßwerts anzugeben.'Dabei soll mit Hilfe eines bekannten Übertragungsverfahrens von Steuerbefehlen eine melderspezifische Kennzeichnung selbsttätig erfaßt und ggf. mit dem Meldermeßwert in der Zentrale ausgewertet werden.

    [0010] Diese Aufgabe wird mit dem erfindungsgemäßen. Verfahren nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.- Mit den von der Zentrale zu den Meldern übertragenen Steuerbefehlen werden im einzelnen Melder gezielt Schaltenrichtungen angesteuert, die von Meldermeßwerts- Übertragung auf Melderkennungsübertragung umschalten oder dem Meldermeßwert um einen definierten Wert verändern. Dabei ist in jedem Melder eine Einrichtung vorgesehen mit der die Melderkennung, z.B. Melderart oder Melderzustand, im Melder eingestellt wird. Mit der Melderkennung kann ein im Melder befindliches Zeitglied auf eine charakteristische oder der Veränderungswert für jeden Melder unterschiedlich eingestellt werden. Mit demnachfolgenden Abfragezyklus wird dann die jeweilige Melderkennung zur Zentrale übertragen, wo sie gespeichert und weiter verarbeitet wird.

    [0011] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden im Melder die Steuerbefehle als Umschaltbefehle ausgewertet. Dadurch wird das Zeitglied vom Meßwandler.auf den Kennungsgeber umgeschaltet, der das Zeitglied auf eine charakteristische Zeit einstellt. Diese Zeit entspricht beispielsweise der Kennung für die Melderart. Je nach Meldertyp wird eine entsprechende Melderkennung eingestellt. Mit dem nächsten Abfragezyklus wird die Laufzeit des Zeitgliedes für den betreffenden Melder als dessen Kennung z.B. Melderart,ausgewertet.

    [0012] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es also möglich, Steuerbefehle von der Melderzentrale an die einzelnen Melder zu übertragen. Diese Melderansteuerung wird dazu benützt den Melder zur Übergabe seiner Kennung zu veranlassen. Der Melder,dessen Kennung abgefragt werden soll, wird also zunächst angesteuert. Mit dem Schaltbefehl kann im einzelnen Melder anstelle der Umschaltung auf Melderkennung eine definierte Veränderung des Meldermeßwertes bewirkt werden.. Aus dem Maß der Veränderung,z.B. prozentuale Vergrößerung oder Verkleinerung des ursprünglichen Meldermeßwerts, kann die im allgemeinen mikrorechnergesteuerte Zentrale die Melderkennung ermitteln und gleichzeitig aber auch den ursprünglichen Meßwert errechnen- Bei diesem Verfaren gehen also keine Meldermeßwerte verloren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß nicht eine absolute, sondern lediglich eine relative Genauigkeit der Meßeinrichtung in der Zentrale erforderlich ist.

    [0013] Zweckmäßigerweise wird für die Dauer der Umschaltung auf Melderkennung bzw. für die Dauer der definierten Beeinflussung des Meldermeßwerts in Abhängigkeit der Melderkennung von einem weiteren im Melder angeordneten Zeitglied bestimmte Dieses zweite Zeitglied wird dabei vom Schaltbefehl angesteuert. Dabei kann die Dauer der Umschaltung bzw. der vorgegebenen Meßwertveränderung für einenAbfragezyklus oder für mehrere Abfragezyklen mit diesem zweiten Zeitglied eingestellt werden. Es kann somit die Melderkennung bei mehreren aufeinanderfolgenden Abfragen, was zur Übertragungssicherheit beträgt, erfaßt und zur Zentrale übertragen werden.

    [0014] Bezüglich der Einrichtung wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 4/des Anspruchs 6 gelöst. In den bekannten Meldern, die nach dem eingangs beschriebenen Verfahren Steuerbefehle empfangen können, sind für das erfindungsgemäße Verfahren zusätzlich eine Schalteinrichtung, ein weiteres Zeitglied und ein Kennungsgeber angeordnet.

    [0015] In der Anordnung gemäß dem Anspruch 4 gelangt der analoge Meßwert vom Meßwandler über die Schalteinrichtung, die von einem Umschalter gebildet ist, zum ersten Zeitglied. Das zweite Zeitglied, daß vom ersten Zeitglied und von einem Schwellwertschalter über ein Koinzidenzglied beaufschlagt wird, schaltet den Umschaltet in eine zweite Schaltstellung, an dessen zweiten Eingang die Melderkennung von einem einstellbaren Kennungsgeber ansteht.. Der Umschalter ist also zwischen Kennungsgeber, Meßwandler und dem ersten Zeitglied angeordnet und wird vom zweiten Zeitglied umgeschaltet. Über den Schwellwertschalter gelangt der Steuerbefehl bzw. Umschaltbefehl über ein Koinzidenzglied nur dann an das zweite Zeitglied,. wenn am. zweiten Eingang des Koinzidenzgliedes, das vom ersten Zeitglied beaufschlagt ist, ein Signal ansteht.

    [0016] Mit der Einrichtung gemäß dem Anspruch 6 zur vorgebbaren, definierten Veränderung des Meldermeßwerts ist in jedem Melder eine Schalteinrichtung, die den Kennungsgeber zugeordnet ist, vorgesehen. Zum gezielten Empfang der Steuerbefehle weist bekannter Maßen jeder Melder einen Schwellwertschalter auf, der mit einem Koinzidenzglied verbunden ist. Dieses erhält von seinem zweiten Eingang nur während der Laufdauer eines ersten Zeitgliedes ein Signal, so daß das Koinzidenzglied nur während dieser Zeit einen auf der Meldeleitung anstehenden Schaltbefehl an ein dem Koinzidenzglied nachgeschaltetes zweites Zeitglied ab-gibt. Für die mit dem zweiten Zeitglied bestimmte Zeitdauer steuert dieses die Schalteinrichtung an, die dem Kennungsgeber zugeordnet ist. Der Kennungsgeber ist einem Meßwertwandler parallel geschaltet, so daß der Melder- meßwert über den Kennungsgeber an den Eingang des ersten Zeitgliedes geführt ist. Ist die Schalteinrichtung nicht angesteuert, so gelangt der unbeeinflußte Meldermeßwert an das erste Zeitglied. Hat ein bestimmter Melder einen Schaltbefehl erhalten, so wird aufgrund des Kennungsgebers der Meldermeßwert um einen an den Kennungsgeber einstellbaren definierten Wert verändert.

    [0017] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Anhand der Zeichnung wird das erfindungsgemäße Verfahren und Einrichtungen hierfür an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei zeigen

    Fig. 1 einen prinzipiellen Aufbau eines Melders für die - wahlweise Abfrage der Melderkennung oder des Meldermeßwerts,

    Fig.- 2 und 3 verschiedene Schaltungsanordnungen eines einzelnen Melders für die erfindungsgemäße Umschaltung auf Melderkennung und

    Fig. 4 und 5 jeweils ein Prinzipschaltbild eines Melders für eine vorgebbare , definierte Meldermeßwertveränderung.



    [0018] In Fig. 1 ist im Prinzipschaltbild ein Melder mit Kennungsgeber zur Umschaltung auf Melderkennung dargestellt. Der Melder M ist über eine Meldeleitung ML mit der Zentrale, die hier nicht dargestellt ist, verbunden. Die Meldeleitung ML besteht aus den Leitern 1 und 2, zwischen denen eine Spannung U anliegt. Der Melder M enthält im wesentlichen ein Zeitglied T1, welches beim Anlegen der Spannung U in Gang gesetzt wird. Die Laufzeit des Zeitgliedes T1 wird durch den Meßwandler MW beeinflußt. Zu Beginn eines Abfragezyklus wird zur Synchronisation die Linienspannung U kurzzeitig abgeschaltet. Erst mit dem Anlegen der Spannung U wird das Zeitglied T1 angestoßen. Damit während der Abschaltung der Linienspannung U der Meßwandler MW mit Strom versorgt ist, ist ein Kondensator C1 vorgesehen, der in der kurzen Zeit der Abschaltung den Meßwandler MW versorgt. Eine Diode D1 verhindert dabei ein Rückspeisung. Im Melder M ist ein Schwellwertschalter SW angeordnet, der die Spannung an der Meldeleitung ML über den Spannungsteiler R1/R2 mit einem vorgegebenen Schwellwert sw vergleicht. Ändert sich in der Zeit, in der das Zeitglied T1'läuft, die Spannung auf der Meldeleitung ML derart, daß der Schwellwertschalter SW anspricht, so wird dieses zeitliche Zusammentreffen beider Signale über das Koinzidenzglied KO als Steuer- bzw. Umschaltbefehl gewertet. Mit dem Ausgangssignal des Koinzidenzgliedes KO wird ein zweites Zeitglied T2 für-eine vorbestimmbare Zeit in Gang gesetzte Diese Zeit ist einstellbar und ist mindestens so lang wie die Dauer des nächsten Abfragezyklus. Das zweite Zeitglied T2 steuert einen Umschalter US an. Dieser Umschalter US ist zwischen dem Meßwandler MW und dem ersten Zeitglied T1 angeordnet. Für die Meldermeßwertabfrage ist der Meßwandler MW mit dem ersten Eingang E1 des Umschalters US verbunden. Der Ausgang A des Umschalters US mit dem Eingang E des ersten Zeitgliedes T1 verbunden. Der Kennungsgeber (R3/R4) führt auf den zweiten Eingang E2 des Umschalters US.

    [0019] Für-alle beschriebenen Ausführungsbeispiele ist der Kennungsgeber (R3/R4) von einem Spannungsteiler R3/R4 gebildet. In den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 bis. 3 ist er- an den Leitern 1 und 2 angeschlossen. Der Mittelabgriff des Spannungsteilers R3/R4 führt auf den zweiten Eingang E2 des Umschalters US. Zur Einstellung der Melderart wird für die betreffende Melderart ein bestimmtes Teilerverhältnis eingestellt, so daß die am Eingang E2 des Umschalters US anstehende Spannung die Melderkennung (z.B. die Melderart) kennzeichnet. Diese

    [0020] Kennung wird beim nächsten Abfragezyklus anstelle des Meßwertes an die Zentrale übertragen. Da die Ansteuerung auch von der Zentrale erfolgt, wird das empfangene Signal ordnungsgemäß als Melderkennung interpretiert und weiter verarbeitet. In der Zentrale wird in einem dafür vorgesehenen Speicher die Melderart für den betreffenden Melder abgespeichert,um für die Melderauswertung auslesbar zu sein. Nach Ablauf der eingestellten Zeit des zweiten Zeitgliedes T2 wird der Umschalter US wieder in seine Ausgangsstellung zurückgeschaltet,. d.h. es gelangt wieder-das analoge Meldermeßwertsignal an. das erste Zeitglied T1, so daß bei der nächsten Abfrage wieder der Meßwert zur Zentrale übertragen werden kann.

    [0021] In Fig. Z ist ein Melder M dargestellt, in dem der Umschalter US von. einem Relais REL mit den Umschatkontakten E1, E2 und A gebildet ist. Das Zeitglied T2 ist von einem Monoflop MF gebildet, das von einem RC-Glied RT und CT beaufschlagt ist. Der Ausgang des Monoflops MF steuert das Relais REL an, das von Stellung El nach Stellung E2 umschaltet, so daß für den nächsten Abfragezyklus die Spannung des Spannungsteilers R3/R4 am Eingang E des ersten Zeitgliedes T1 anliegt.

    [0022] In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Melders M dargestellt, bei dem der Umschalter US von einem Analogumschalter AS gebildet ist. Das Zeitglied T2 besteht aus einem Kondensator C2 und einem Widerstand R5. Der Kondensator C2 wird über den Widerstand R5 langsam auf die Linienspannung aufgeladen.. Wird ein Umschaltebefehl empfangen, so steuert der Ausgang des Koinzidenzgliedes KO den Transistor TR2 an, der leitend wird und den Kondensator C2 entlädt. Die Spannung am Kondensator C2 steuert über den Steuereingang St den Analogumschalter AS. Das heißt, steht eine kleine Spannung am Steuereingang St des Analogumschalters AS an, so gelangt das Signal für Melderkennung von E2 nach A, steht am Steuereingang St eine hohe Spannung an, so fließt ein Signal (Meldermeßwert) von E1 nach A. Dabei kann die Zeitdauer für die Umschaltung mit dem Widerstand R5 und dem Kondensator C2 eingestellt werden.

    [0023] Fig. 4 zeigt das Schaltbild eines erfindungsgemäßen Melders M, der über eine Meldeleitung ML mit der Meldezentrale verbunden ist. Die Meldeleitung ML besteht aus den Leitern 1 und 2, zwischen denen die Spannung U liegt. Der Melder enthält im wesentlichen ein erstes Zeitglied T1, welches beim Anlegen der Spannung in Gang gesetzt wird.. Dabei wird die Laufzeit T1 des Zeitgliedes durch den Meßwertwandler MW beeinflußt. Da zur Synchronisation zu Beginn eines Abfragezyklus die Linienspannung U kurzzeitig abgeschaltet wird, ist ein Kondensator C1 vorgesehen, der in dieser-Zeit den Meßwertwandler mit Spannung versorgt. Eine Diode D1 verhindert dabei eine Rückspeisung.

    [0024] Ein Schwellwertschalter SW vergleicht die Spannung auf der Meldeleitung ML über den Spannungsteiler R1/R2 mit einem vorgegebenen Schwellwert sw. Ändert sich in der Zeit, in der das Zeitglied T1 läuft, die Spannung auf der Leitung derart, daß der Schwellwertschalter SW anspricht, so wird dieses zeitliche Zusammentreffen beider Signale über das Koinzidenzglied KO als Steuerbefehl gewertet. Dieser Steuerbefehl dient als Schaltbefehl für eine definierte Veränderung des Meldermeßwertes. Dabei wird der Steuerbefehl über ein zweites Zeitglied T2 geführt, mit dem die Zeitdauer der Meßwertveränderung eingestellt werden kann. Das zweite Zeitglied T2 ist hier von einem Monoflop MF gebildet. Mit dem Ausgangssignal des Koinzidenzgliedes KO wird die monostabile Kippstufe MF getriggert, die den Steuerbefehl mindestens für die Dauer der Abfrage speichert. Die Speicherzeit wird durch RT und CTbestimmt. Der Ausgang Q des Monoflops MF steuert die Schalteinrichtung SE an. Diese weist einen ersten Transistor TR4 auf, der hochohmig wird und über die Widerstände R6 und R7 den zweiten Transistor TR3 sperrt. Dadurch wird der Spannungsteiler, mit dem die Melderkennung eingestellt wird, bestehend aus den Widerständen R3 und R4,. wirksam und reduziert das Ausgangssignal des Meßwandlers MW entsprechend dem Teilerverhältnis R3/R4.

    [0025] Die Melderkennung wird durch den Spannungsteiler R3/R4 bestimmt. Nach Ablauf der durch RT und CT bestimmten Zeit fällt das Monoflop MF ab. Die Transistoren TR4 und TR3 werden niederohmig, so daß R3 kurzgeschlossen wird-Der Spannungsteiler R3/R4 ist unwirksam. Am Eingang des Zeitgliedes T1 liegt wieder die volle Ausgangsspannung des Meßwandlers MW an..

    [0026] Fig.. 5 zeigt eine Schaltungsanordnung ähnlich der Fig. 4. Anstelle der Transistoren TR2 und TR3 ist ein Analogschalter AS eingesetzt. Anstelle des Monoflops MF ist ein Kondensator C2 und ein Widerstand R5 vorhanden. Der Kondensator C2 wird über den Widerstand R5 langsam auf die am Kondensator C1 anstehende Spannung aufgeladen. Bei Empfang eines Schaltbefehls steuert der Ausgang des Koinzidenzgliedes KO den Transistor TR2 an. Dieser wird leitend und entlädt den Kondensator C2. Die Spannung am Kondensator C2 steuert über den Steuereingang St den Analogschalter AS. Eine-kleine Spannung am Steuereingang St bewirkt, daß die Verbindung zwischen E und A des Analogschalters AS hochohmig wird. In diesem Fall wird der reduzierte Meldermeßwert, der die Kennung beinhaltet, zur Zentrale übergeben. Bei reiner Meßwert- übergabe ist die Verbindung von E nach A des Analogschalters AS niederohmig, d.h. der Transistor TR2 ist gesperrt und der Kondensator C2 aufgeladen.

    [0027] Die Zeitdauer des Zeitgliedes T2, d.h. die Speicherzeit der Elemente MF bzw. R5 und C2 kann so dimensioniert sein, daß die Kennung nur einmal oder aber bei mehreren aufeinanderfolgenden Abfragen zur Zentrale übergeben wird, um mögliche Übertragungsfehler zu erkennen.

    [0028] 13 Patentansprüche 5 Figuren


    Ansprüche

    1. Verfahren zur automatischen Abfrage des Meldermeßwerts und/oder der Melderkennung in einer Gefahrenmeldeanlgae mit einer Zentrale und mindestens einer Meldeleitung, an die ketteaförmig mehrere Melderaangeschlossen sind, wobei bei zyklischer Abfrage jeweils in jedem Melder ein vom Meldermeßwert über einen Meßwertwandler beeinflußbares Zeitglied zu einem für die Melderadresse charakteristischen Zeitpunkt in Gang gesetzt wird, und wobei jeweils während der Laufzeit des zugehörigen Zeitglieds Steuerbefehle für einen bestimmten Melder auf der Meldeleitung erzeugt und von dem betreffenden Melder empfangen werden können, dadurch ge- kennzeichnet, daß von den einzelnen Meldern (M) ein während der Laufzeit dieses zugehörigen Zeitgliedes (T1') ankommender Steuerbefehl als Schaltbefehl ausgewertet wird und dadurch zumindest für die Dauer des nachfolgenden Abfragezyklus das Zeitglied (T1) vom Meßwertwandler (MW) auf einen im jeweiligen Melder angeordneten Kennungsgeber (R3/R4) umgeschaltet (US) und für die Dauer der Umschaltung von dem Kennungsgeber (R3/ R4)auf eine charakteristische Zeit eingestellt wird, oder daß mit dem Kennungsgeber (R3/R4) der Meldermeßwert um einen vorgegebenen Wert für diese Zeitdauer verändert (SE) wird, und daß in der Zentrale die Kennung des jeweiligen Melders (M) aus der Laufzeit des umgeschalteten. (US) Zeitgliedes (T1) oder aus den Maß der Veränderung des ursprünglichen Meldermeßwertes ermittelt wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, daß der von dem betreffenden Melder (M) erkannte Schaltbefehl ein zweites Zeitglied (T2) ansteuert, mit dem die Dauer der Umschaltung (US) oder die Dauer der Einschaltung (SE) für die vorgegebene Meßwertveränderung eingestellt wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Dauer der Anschaltung (US bzw. SE) des Kennungsgebers (R3/R4) länger als die Dauer eines Abfragezyklus ist.
     
    4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, wobei'jeder Melder (M) zur Auswertung des Schaltbefehls einen Schwellwertschalter (SW) mit einem nachgeschalteten Koinzidenzglied (KO) aufweist, dessen zweiter(T1) Eingang mit dem Ausgang eines ersten Zeitgliedes/verbunden ist, dadurch gekennzeich-net , daß zur Einstellung der Umschaltdauer dem Koinzidenglied (KO) ein zweites Zeitglied (T2) nachgeschaltet ist, und daß jeder Melder zur Umschaltung des ersten Zeitgliedes (T1) vom Meßwertwandler (MW) auf den Kennungsgeber (R3/R4) einen vom zweiten Zeitglied (T2) ansteuerbareu Umschalter (US) aufweist, dessen erster Eingang (El') mit einem Meßwandler (MW) des zweiten Eingangs(E2) mit einem Kennungsgeber (R3/R4) und dessen Ausgang (A) mit dem Eingang (E) des ersten Zeitgliedes (T1) verbunden ist.
     
    5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Kennungsgeber von einem parallel zur Meldeleitung (ML) angeschlossenen Spannungsteiler (R3/R4) gebildet ist, dessen Mittelabgriff auf den zweiten Eingang(E2) des Umschalters (US) führt.
     
    6. Einrichtung zur Durchführung des Verfahren nach Anspruch 1, wobei jeder Melder zur Auswertung des Schaltbefehls einen Schwelwertschalt (SW) mit einem nachgeschalteten Koinzidenzglied (KO) aufweist, des- sen zweiter Eingang mit dem Ausgang eines ersten Zeitgliedes (T1) verbunden ist, dadurch gekenn-zeichnet, daß zur Einstellung der Schaltdauer der Meßwertveränderung dem Koinzidenzglied (KO) ein zweites Zeitglied (T2) nachgeschaltet ist, daß jeder Melder zur definierten Veränderung des Meldermeßwertes eine vom zweiten Zeitglied (T2) ansteuerbare Schalteinrichtung (SE) aufweist, die dem Kennungsgeber (R3/R4) zugeordnet ist,und daß der Ausgang des Meßwertwandlers (MW) mit dem Kennungsgeber (R3/R4) und dieser mit dem Eingang (E) des ersten Zeitgliedes (T1) verbunden ist.
     
    7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Kennungsgeber von. einem parallel zum Meßwertwandler (MW) angeschlossenen Spannungsteiler (R3/R4) gebildet ist, dessen Mittelabgriff auf den Eingang (E) des ersten Zeitgliedes (T1) führt, und daß. einen Widerstand (R3) des Spannungsteilers:(R3/R4) der Schalteinrichtung (SE) parallel geschaltet ist.
     
    8. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 6,. dadurch gekennzeichnet ,. daß das zweite Zeitglied (T2) von einem mit einem RC-Glied (RT und CT) beaufschlagten Monoflop (MF) gebildet ist, dessen Ausgang (Q)die Umschalteinrichtung (US) bzw. die Schalteinrichtung (SE) ansteuert.
     
    9. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet , daß das zweite Zeitglied (T2) von einem Kondensator (C2), einem Widerstand (R5) und einem Transistor (TR2) gebildet ist.
     
    10. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Umschalter (US) von einem Relais (REL) mit einem Umschaltkontakt (E1, E2 und A) gebildet ist.
     
    11. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß der Umschalter (US) von einem Analogumschalter (AS) mit einem Steuereingang (St) gebildet ist.
     
    12. Einrichtung nach Anspruch.6, dadurch ge- kennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (SE) von einem ersten Transistor (TR4) und einendiesem über Widerstände (R6 und R7) nachgeschalteten zweiten Transistor (TR3) gebildet ist.
     
    13. Einrichtung nach Anspruch 6 , dadurch ge-kennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (SE) von einem Analogschalter (AS) mit einem Steuereingang (St) gebildet ist
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht