[0001] Die Erfindung betrifft eine Rolladenverriegelungsvorrichtung mit einem durch eine
Feder vorgespannten und an einem Rückholseil angelenkten Sperrbolzen.
[0002] Eine Rolladenverriegelungsvorrichtung dieser Art ist in dem DE-GM 75 00 915 beschrieben.
Eine Grundplatte der Rolladenverriegelungsvorrichtung ist an der untersten Profilleiste
des Rolladenpanzers angebracht. Das Rückholseil ist an einer oberen Profilleiste befestigt.
Infolgedessen befindet sich das Rückholseil bei gelüftetem Rolladen unter Zugspannung
und zieht den Sperrbolzen entgegen der Wirkung der Spannfeder zurück, so daß der Rolladen
frei hochgezogen werden kann. Wenn.beim Herablassen des Rolladens die Profilleisten
aufeinander aufstehen, wird das Rückholseil schlaff, so daß die Feder den Sperrbolzen
in Verriegelungsstellung vorschiebt, in der der Sperrbolzen in eine Verriegelungsnase
einrastet. Nachteilig bei dieser Anordnung ist, daß die Bewegungsabläufe von der Bewegung
des Rolladenpanzers abhängen, so daß nicht auszuschließen ist, daß das Rückholseil
nicht immer eine ausreichende Spannung hat und somit der Sperrbolzen vorgeschoben
wird und in der Führungsschiene Reibung bewirkt. Dadurch wird einerseits die Bewegung
des Rolladenpanzers behindert und andererseits besteht die Möglichkeit von Beschädigungen.
[0003] Eine ähnliche Rolladenverriegelungsvorrichtung ist in dem DE-GM 74 60 259 beschrieben,
bei der der Sperrbolzen über einen Kniehebel betätigt wird, dessen Kniegelenk an ein
Rückholseil angelenkt ist. Auch hier gelten die genannten Schwierigkeiten.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist eine solche Ausbildung der Rolladerverriegelungsvorrichtung,
daß die Auslösung des Sperrbo3zens unabhängig von dem Rückholseil erst dann erfolgt,
wenn der Rolladenpanzer seine Endstellung erreicht. Die Auslösung des Sperrbolzens
soll also lageabhängig erfolgen.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Neuerung dadurch gelost, daß der Sperrbolzen eine Rastausnehmung
aufweist, daß ein Rastschenkel eines durch eine Rastfeder vorgespannten Rasthebels
in die Rastausnehmung eingreift und daß ein Anschlagstift einen Auslöseschenkel des
Rasthehels beaufschlagt.
[0006] Dadurch, daß der Sperrbolzen im Wartezustand verrastet ist, hat der Spannungszustand
des Rückholseils keinen Einfluß auf die Verschiebung des Sperrbolzens. Erst wenn der
Rolladenpanzer seine Endstellung erreicht und der Anschlagstift auf der Fußleiste
des Fensterrahmens bzw. auf der Fensterbrüstung aufsteht, wird der Rasthebel zurückgeschwenkt,
so daß dadurch der Sperrbolzer freigegeben wird. Der Sperrbolzen wird unter der Wirkung
der Spannfeder schlagartig vorgeschoben und kann in die Verriegelungsausnehmung eintreten.
Die Auslösung des Sperrbolzen erfolgt also allein lageabhängig durch den Anschlagstift
und ist von der Bewegung des Rolladenpanzers unabhängig, so daß sich hierauf keine
Rückwirkungen ergeben.
[0007] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß ein Gehäusekasten Führungen
für den Sperrbolzen und für den Anschlagstift sowie eine Lagerung für den Rasthebel
und mit Befestigungselementen versehen ist. Dadurch erhält der Gehäusekasten eine
sehr flache und niedrige Ausbildung, so daß er an der untersten Profilleiste des Rolladenpanzers
befestigt werden kann.
[0008] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Rückholseil durch einen
Längskanal des Sperrbolzens und innerhalb einer Führungshülse durch die Spannfeder
zu einen Umlenkführung verläuft. Das Rückholseil wirkt also unmittelbar auf den Sprerbolzen.
[0009] Ferner sieht die Erfindung vor, daß ein Ende eines Schenkels eines Kniehebels mit
einer Anlenkung an der Sperrbolzen und mit dem Ende des anderen Schenkels an einer
gehäusefesten Lagerung befestigt ist und daß das Rückholseil in dem Kniegelenk befestigt
ist. Nach dieser Ausbildung kann man das Rückholseil in unmittelbarer Nahe einer Seitenkante
des Rolladenpanzers anordnen, so daß es praktisch innerhalb der Führungsschiene verlauft
und nicht störend sichtbar ist.
[0010] In Weiterbildung sieht die Erfindung vor, daß für den Sperrbolzen ein Anschlag in
solcher Lage vorgesehen ist, daß beim Arliegen des Sperrbolzens an diesem Anschlag
der Kniehebel seine gestreckte Stellung noch nicht erreicht hat. Hierdurch wird verhindert,
daß der Kniehebel in Totpunktlage gelangt. Infolgedessen kann die Anordnung nicht
blockiert werden.
[0011] Damit ein möglichst geringer Betätigungsweg für den Anschlagstift ausreicht, sieht
die Erfindung vor, daß der Anschlagstift über die Fußwandung des Gehäusekastens vorsteht
und somit senkrecht zur Längsachse des Sperrbolzens ausgerichtet ist.
[0012] Damit die Rolladenverriegelungsvorrichtung auch unabhängig von einem Rückholseil
verwendbar ist, sieht die Neuerung vor, daß in der Deckwand des Gehäusekastens ein
sich über den Verschiebungsweg des Sperrbolzens erstreckender Schlitz vorgesehen ist,
durch den der Querdurchgang zugänglich ist.
[0013] Eine Ausführungsform der Neuerung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die anliegende
Zeichnung erläutert, in der darstellen:
Fig. 1 cine Ansicht der Rolladenverriegelungsvorrichtung im Einbauzustand bei geöffnetem
Gehäusekasten und in Verriegelungsstellung,
Fig. 2 eine entsprechende Ansicht des Gehäusekastens in der Wartestellung des Sperrbolzens,
Fig. 3 eine Draufsicht zu Fig. 2,
Fig. 4 eine Ansicht einer abgewandelten Ausführungsform,
Fig. 5 eine entsprechende Ansicht in der Wartestellung und
Fig. 6 eine Draufsicht zu Fig. 2.
[0014] Fig. 1 zeigt eine-Fußleiste 1 eines Fensterrahmens sowie eine seitliche Führungsleiste
2 des Fensterrahmens. In der Führungsleiste ist eine Verriegelungsausnehmung 3 vorgesehen.
Ein Rolladenpanzer weist zahlreiche Profilleisten 4, von denen nur eine dargestellt
ist, sowie eine unterste Abschlußprofilleiste 5 auf. Die Profilleisten 4 und die Abschlußprofilleiste
5 sind in üblicher Weise beweglich zusammengehängt, wobei im Überlappungsbereich Lüftungsschlitze
vorgesehen sein können. Durch leichtes Anheben des Rolladen kann man denselben in
bekannter Weise auf Lüftung stellen.
[0015] Eine Rolladenverriegelungsvorrichtung nach der Erfindung umfaßt einen rechtkantigen
Gehäusekasten 6, der vergleichsweise schmal und niedrig aufgebaut ist. Die Fußwandung
24 des Gehäusehastens 6 steht mit einem Steg über die Breite des Cehäusekastens vor.
Dieser Steg der Fußwandung 24 bildet einen Anschlag für die Montage, so daß er in
der dargestellten Weise an der Abschlußprofilleiste 5 befestigt werden kann. Zur Befestigung
sind in der Fußwand 24 und der Deckwand 26 Befestigungselemente 7 in Form von Durchgänger,
vorgesehen, in die eine Schraube oder ein anderes Verbindungselement eingesetzt werden
kann. Innerhalb des Gehäusekastens 6 befindet sich eine Führung 8 für einen Sperrbolzen
9, der eine Rastausnehmung 10 und außerdem einen Querdurchgang 11 umfaßt, an den ein
Längskanal 16 anschließt. Durch den Längskanal 16 ist ein Rückholseil 25 geführt und
innerhalb des Querdurchgangs 11 befestigt. Zwischen der Stirmfläche des Sperrbolzens
9 und der Abschlußwand 12 der Führung 8 ist eine schraubenförmige Spannfeder 13 eingelegt,
die den Sperrbolzen °in Sperrstellung gmäß Fig. 1 vorspannt. Das Rückholseil 25 ist
innerhalb einer Führungshälse 28 durch die Spannfeder 13 hindurchgeführt und um eine
Umlenkführung 14 nach außen geleitet. Die Führungshülse 28 verhindert ein Einklemmen
des Rückholseils 25 in den Windungen der Spannfeder 13. Das Rückholseil 25 verläuft
über den Rolladenpanzer nach oben und ist in üblicherweise an einer oberen, nichtdargestellten
Profilleiste 4 befestigt.
[0016] Die Deckwand 26 des Gehäusekastens 6 weist über dem Sperrbolzen 9 einen Schlitz 15
auf, durch den der Querdurchgang 11 zugänglich ist. Man kann daher mit einem stiftartigen
Werkzeug in der Querdurchgang 11 eingreifen und so den Sperrbolzen verschieben.
[0017] Innerhalb des Gehäusekastens 6 ist auf einem Lagersteg 17 ein Rasthebel 18 schwenkbar
gelagert, der mit einem Rastschenkel 19 in die Rastausnehmung 10 des Sperrbolzens
9 eingreift und dessen Auslöseschenkel 20 einerseits durch eine Rastfeder 21 in Raststellung
vorgespannt und andererseits von einem Anschlagstift 22 beaufschlagt ist. Der Anschlagstift
22 ist innerhalb einer Fuhrung 27 senkrecht zur Achse der Sperrbolzens 9 ausgerichtet
und steht mit einem Anschlag 23 geringfügig über die Fußwandung 24 des Gehäusekastens
6 vor.
[0018] Fig. 2 zeigt die Rolladenverriegelungsvorrichtung im Wartezustand. Der Sperrbolzen
9 ist zurückgezogen, so daß die Spannfeder 13 zusammengedrückt ist und die Spannkraft
derselben gespeichert ist. Der Sperrbolzen 9 ist durch den Rasthebel 18 in dieser
Wartestellung verrastet, wobei der Rasthebel 18 durch die Rastfeder 21 in der Raststellung
gehalten ist. Das Rückholseil 25 ist in dieser Stellung unwirksam.
[0019] Wenn der Rolladenpanzer herabgelassen wird, stößt das Anschlagende 23 des Anschlagstiftes
22 in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise auf die Fußleiste 1 des Fensterrahmens auf
und drückt dadurch gegen den Auslösehebel 20, so daß der Rasthebel 18 in Gegenuhrzeigerrichtung
bezogen auf Fig. 2 verschwenkt wird. Der Rasthebel 18 kommt dadurch in die Lage gemäß
Fig. 1. Die Verrastung des Sperrbolzens 9 wird somit erst in dieser Endphase des Herablassens
freigegeben. Die Spannfeder 13 kann sich entspannen und schiebt den Sperrbolzen 9
in Verriegelungsstellung vor. Der Sperrbolzen 9 tritt in die Verriegelungsausnehmung
3 der Führungsschiene 2 ein. Der Sperrbolzen 9 ist also solange in der Raststellung
festgehalten, als sich der Rolladenpanzer bewegt. Es ist sichergestellt, daß der Sperrbolzen
9 während des Herablassens des Rolladenpanzers nicht seitlich vorsteht und das Herablassen
behindert.
[0020] Wenn der Rolladenpanzer ordnungsgemäß hochgezogen wird, werden die Profilleisten
in üblicher Weise auseinandergezogen, so daß das Rückholseil 25 angespannt wird. Das
Rückholseil 25 zieht den Sperrbolzen 9 entgegen der Wirkung der Spannfeder 13 zurück.
Dabei wird die Spannfeder 13 gespannt. Da außerdem die Abschlußprofilleiste 5 ebenfalls
angehoben wird, wird der Rasthehel 18 unter der Wirkung der Rastfeder 21 in Uhrzeigerrichtung
verschwenkt, so daß der Rastschenkel 19 in die Rastausnehmung 10 eintritt und den
Sperrbolzen 9 wiederum in Wartestellung gemäß Fig. 2 verrastet.
[0021] Bei unbefugter Betätigung durch Hochwuchten des Rolladenpanzers oder dergleichen,
bleibt der Sperrbolzen in Verriegelungsstellung und gewährleistet somit eine Einburchsicherung.
[0022] Durch dem Schlitz 15 ist der Querdurchgang 11 zugänglich, so daß man mit einem Schraubendreher
in den Querdurchgang eingreifen und so den Sperrbolzen in Entriegelungsstellung und
Raststellung verschieben kann. Dieses ist in manchen Fällen erwünscht, damit man für
die Betätigung der Verriegelungsvorrichtung von dem Lüftungszustand des Rolladenpanzers
und der Stellung des Rückholseils 25 unabhängig.
[0023] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung nach den Fig. 4 bis 6 sieht für die Entriegelung
des Sperrbolzens einen Kniehebel vor, an dessen Kniegelenk 34 das Rückholseil 25 angesetzt
ist. Ein Schenkel 31 des Kniehebels ist in einer Anlenkung 35 des Sperrbolzens 9 gelagert.
Der andere Schenkel 32 ist in einer Lagerung 33 des Gehäusekastenss 6 gehalten. Für
den Sperrbolzen 9 ist in der Führung 8 ein Anschlag 36 vorgesehen, der den Weg des
Sperrbolzens derart begrenzt, daß der Kniehebl seine gestreckte Stellung nie erreichen
kann, vergleiche Fig. 5.
[0024] Das Rückholseil 25 ist durch eine Austrittsschlitz 37 des Gehäuseskastens 6 nach
außen geführt und verläuft l

ngs des Rolladenpanzers nach oben. Bei dieser Ausführungsform liegt das Rückholseil
in der Nähe einer Seitenkante des Polladenpanzers und verläuft damit nahezu oder vollständig
innerhalb der Führungsschiene, so daß das Rückholseil einer Sicht weitgehend entzogen
ist. Reim Hochziehen des Rolladenpanzers streckt das Rückholseil den Kniehebel so
daß der Sperrbolzen 9 in seine Raststellung kommt. Der Anschlag 36 begrenzt die Bewegung
des Sperrbolzens 9, so daß die gestreckte Stellung des Kniehebels nicht erreicht wird
und der Kniehebel nie in seine Totpunktlage kommt. Wenn die Rastung des Sperrbolzens
9 aufgehoben wird, schnellt die Spannfeder 13 den Sperrbolzen 9 vor und knickt gleichzeitig
den Kniehebel ein.
1. Rolladenverriegelungsvorrichtung mit einem durch eine Feder vorgespannten und an
einem Rückholseil angelenkten Sperrbolzen, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrbolzen
(9) eine Rastausnehmung (10) aufweist, daß ein Rastschenkel (19) eines durch eine
Rastfeder (21) vorgespannten Rasthebels (18) in die Rastausnehmung (10) eingreift
und daß ein Anschlagstift (22) einen Auslöseschenkel (20) des Rasthebels (18) beaufschlagt.
2. Rolladenverriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Gehäusekasten (6) Führungen (8, 27) für den Sperrbolzen (9) und für den Anschlagsstift
(22) sowie eine Lagerung (17) für den Rasthebel (18) und mit Befestigungselementen
(7) versehen ist.
3. Rolladenverriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückholseil (25) durch einen Längskanal (16) des Sperrbolzens (9) und innerhalb
einer Führungshülse (28) durch die Spannfeder (13) zu einen Umlenkführung (14) verläuft.
4. Rolladenverriegelungsvorrichtung mach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ende eines Schenkels (31) eines Kniehebels mit einer Anlenkung (35) an dem
Sperrbolzen (9) und mit dem Ende des anderen Schenkels (32) an einer gehäusefesten
Lagerung (33) befestigt ist und daß das Rükholseil (25) in dem Kniegelenk (34) befestigt
ist.
5. Rolladenverriegelungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß für
den Sperrbolzen (9) ein Anschlag (36) in solcher Lage vorgesehen ist, daß beim Anliegen
des Sperrbolzens an diesem Anschlag der Kniehebel seine gestreckte Stellung noch nicht
erreicht hat.
6. Rolladenverriegelungsvorrichtung nach einen der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlagstift (22) über die Fußwandung (24) des Gehäusekastens (6) vorsteht
und somit senkrecht zur Längsachse des Sperrbolzens (9) ausgerichtet ist.
7. Rolladenverriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Deckwand (26) des Gehäusekastens (6) ein sich über den Verschiebungsweg
des Sperrbolzens (9) erstreckender Schlitz (15) vorgesehen ist, durch den der Querdurchgang
(11) zugänglich ist.