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EP 0 099 941 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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08.02.1984 Patentblatt 1984/06 |
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Anmeldetag: 29.07.1982 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Anmelder: Vickers Systems GmbH |
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D-61294 Bad Homburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Voigt, Heinz-Helmut
D-3014 Laatzen 1 (DE)
- Gröpl, Adolf, Dipl.-Ing.
D-6000 Frankfurt 50 (DE)
- Lindbeck, Ingward J.
D-3000 Hannover 51 (DE)
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Vertreter: Blumbach Weser Bergen Kramer
Zwirner Hoffmann
Patentanwälte |
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Sonnenberger Strasse 100 65193 Wiesbaden 65193 Wiesbaden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Schaltungsanordnung zum Ansteuern eines Elektromagneten eines Wegeventils |
(57) Der Elektromagnet (3) eines Wegeventils wird über einen Power-MOSFET-Transistor (4)
angesteuert, dessen Steuerelektrode durch ein RC-Glied (6, 7) rampenartig ansteigende
Spannung erhält. Die Magnetkraft setzt praktisch ruckfrei ein. Die Schaltung hat in
einem Würfelstecker Platz.
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[0001] Wenn der Elektromagnet eines Wegeventils eingeschaltet wird, setzt die magnetische
Kraft ruckweise ein, was nicht immer erwünscht ist. Wenn man den Ruck vermeiden will,
kann man eine sogenannte Rampensteuerung anwenden, mit der sich eine linear ansteigende
Spannung zur Versorgung des Magneten erzeugen läßt, der dann normalerweise als Proportionalmagnet
ausgebildet war. Diese Lösung des Problems zur Erzielung von Ruckfreiheit ist relativ
kostspielig und raumaufwendig, da die Bauteile wegen ihrer größeren Anzahl auf Schaltkarten
untergebracht werden mußten.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zum Ansteuern
eines Elektromagneten eines Wegeventils zu schaffen, die das weiche Zu- und Abschalten
dieses Wegeventils ermöglicht, ein geringes Bauvolumen einnimmt sowie wirtschaftlich
herstellbar ist.
[0003] Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht darin, daß der eine Pol der Stromzuführungsleitung
über einen Transistor des Typs "Power MOSFET" mit dem Elektromagneten verbunden ist,
daß die Steuerleitung des Transistors einen ersten Widerstand enthält, der mit dem
anderen Pol der Stromzuführungsleitung verbindbar ist, und daß die Steuerleitung über
einen Kondensator mit dem ersten Pol der Stromzuführungsleitung verbunden ist.
[0004] Je nach Wahl der Größe des ersten Widerstandes und des Kondensators läßt sich die
Schaltzeit bis zum Erreichen der Nennspannung auf einen gewünschten Wert einstellen,
der zwischen 100 ms und 500 ms liegt, jedoch auch Sekunden betragen kann. Die Steuerspannung
steigt zwar nicht linear an, sondern angenähert nach einer e-Funktion mit negativen
Exponenten, jedoch genügt dies für viele Anwendungsfälle. Wegen des geringen Bauvolumens
können die Komponenten in einem Würfelstecker Platz finden, so daß bestehende Anlagen
problemlos nachgerüstet werden können.
[0005] Die Unteransprüche beziehen sich auf Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung beschrieben:
Stromzuführungsleitungen 1 und 2 dienen zur Speisung eines Elektromagneten 3, der
Teil eines nicht weiter dargestellten hydraulischen Wegeventils ist. In der Leitung
1 liegt ein Transistor 4 des Typs "Power MOSFET" mit einem Innenwiderstand von 0,15
Ohm und praktisch keiner Restspannung. Zur Steuerelektrode des Transistors 4 führt
eine Steuerleitung 5, und zwar über einen ersten Widerstand 6. Die Steuerleitung 5
ist.zur Leitung 1 durch die Reihenschaltung eines Kondensators 7 und eines zweiten
Widerstandes 8 überbrückt, gegebenenfalls auch noch durch eine parallelgeschaltete
Zenerdiode 9. Der Widerstand 6 hat einen Wert von 1 Kiloohm bis 1 Megohm, gegebenenfalls
handelt es sich um einen einstellbaren Widerstand. Die Größe des Kondensators 7 liegt
zwischen 10 nF und 5000 uF. Die Größe des Widerstands 8 beträgt ungefähr 1/6 der des
Widerstandes 6. Der Anschlußpol der Steuerleitung 5 ist mit dem Bezugszeichen 10,
der der Leitung 1 mit 11 und der der Leitung 2 mit 12 belegt.
[0007] Die Funktion der Schaltung ist wie folgt: Der Pol 11 liegt auf 0 V, der Pol 12 auf
24 V und der Pol 10 wird - zum Einschalten des Ventils - in der nicht dargestellten
Steuerschaltung ebenfalls auf 24 V gelegt. Infolge des RC-Gliedes 6, 7 steigt die
Spannung an der Steuerelektrode rampenartig - angenähert einer e-Funktion mit negativen
Exponenten - an, und der Widerstandswert des Transistors 4 nimmt demgemäß ab. Der
in den Leitungen 1, 2 fließende Strom nimmt entsprechend zu und demgemäß auch die
Magnetkraft des Magneten 3. Der Anstieg der Magnetkraft ist zwar nur annähernd linear,
jedoch genügt dies für die meisten Anwendungsfälle, bei denen es auf ein weiches Zu-
und Abschalten des Hydraulikverbrauchers ankommt, der am Ventil angeschlossen ist.
[0008] Wenn der Pol 10 auf 0 V gelegt wird, nimmt die Spannung der Steuerelektrode analog
einer einstellbaren Rampe ab, und der Widerstand des Transistors 4 nimmt zu. Demgemäß
erfolgt der Stromabfall des Magneten 3 und damit auch der Magnetkraft.
[0009] Mit dem Zuschalten der Spannung am Pol 10 wird sogleich ein Spannungsabfall am Widerstand
8 wirksam, wodurch Totzeiten bei der Einschaltung des Transistors 4 vermieden werden.
Dieser Spannungsabfall kann auch durch eine Zenerdiode oder mehrere hintereinander
geschaltete Dioden erzeugt werden. Die Zenerdiode 9 hat lediglich Schutzfunktion.
1. Schaltungsanordnung zum Ansteuern eines Elektromagneten eines Wegeventils,
dadurch gekennzeichnet,
daß der eine Pol (11) einer Stromzuführungsleitung (1) über einen Transistor (4) des
Typs "Power MOSFET" mit dem Elektromagneten (3) verbunden ist,
daß die Steuerleitung (5) des Transistors (4) einen ersten Widerstand (6) enthält
und mit dem anderen Pol (12) der Stromzuführungsleitung (2) verbindbar ist und
daß die Steuerleitung (5) über einen Kondensator (7) mit dem ersten Pol (11) der Stromzuführungsleitung
(1) verbunden ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Widerstand
(8) in Reihe zum Kondensator (7) liegt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1
oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Zenerdiode (9) parallel zum Kondensator (7) geschaltet
ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2
oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Widerstand (8) einen Wert von etwa 1/6 des
ersten Widerstands (6) besitzt.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Komponenten (4, 6, 7,
8, 9) der Schaltung in einem Würfelstecker untergebracht sind.
