[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aneinanderreihen
von auf einer Spinnmaschine bewickelten Kreuzspulen auf ein Hilfstransportband, welches
mit einem, dem Wegführen der Spulen dienenden, sich längs der Spinnmaschine erstreckenden
Haupttransportband in einer Flucht liegt und der Anfang des vom Hilfstransportband
gebildeten Transportweges an das Ende des vom Haupttransportband gebildeten Transportweges
angrenzt, wobei beim Transport der Spulen auf den Transportbändern die Spulenachsen
der Spulen parallel zu ihrer Bewegungsrichtung liegen.
[0002] Durch die deutsche Auslegeschrift Nr. 28 42 432 ist eine Vorrichtung zum Ablegen
von Kreuzspulen bekannt geworden, gemäss welcher die Kreuzspulen von einem sich über
die Länge der Spinnmaschine erstreckenden Transportband auf ein zweites Transportband
gelangen und anschliessend von dem letzteren in einen Transportbehälter fallen.
[0003] Gemäss der britischen Patentschrift Nr. 1 103 066 werden von der Spinnmaschine entnommene,
volle Spulen auf ein Band aufgereiht, bis eine vorgegebene Zahl von Spulen vorhanden
ist. Daraufhin wird durch eine Photozelle-Lichtstrahl-Kombination ein Stössel betätigt,
welcher die Spulen gleichzeitig in einen Behälter hineinstösst.
[0004] Es ist ein Nachteil dieser bekannten Massnahmen, dass die Kreuzspulen fallen gelassen
werden, weil dadurch deren äussere Fadenwindungen beschädigt werden können. Als besonders
nachteilig erweist sich aber, wie in der britischen Patentschrift gezeigt, das Verwenden
eines Transportbandes, welches im Betrieb für längere Zeitabschnitte unter den vollen
Spulen durchgleitet; denn dadurch werden die Fadenlagen bei Kreuzspulen miteinander
verwickelt und es können dabei Fäden zerreissen. Insbesondere können dabei Fäden über
den Spulenrand hinweg gleiten oder rutschen, wodurch sie, statt auf der Seitenfläche
der Kreuzspule aufzuliegen, auf deren eine Stirnfläche zu liegen kommen. Dadurch wird
beim Weiterverarbeiten des Spulengarns ein Abspulen der Kreuzspulen auf den entsprechenden
Textilmaschinen schwer behindert oder gar verunmöglicht. Man ist heute bestrebt, bei
der Weiterverarbeitung der Fäden, z.B. beim Weben oder Stricken, die Fäden unmittelbar
von den von den Spinnmaschinen gelieferten Kreuzspulen zu entnehmen, d.h. kein Umspulen
mehr vorzunehmen. Deshalb sind einwandfrei gewickelte Kreuzspulen von grosser Wichtigkeit.
[0005] Solche sollen durch die vorliegende Erfindung unter Vermeidung der erwähnten Nachteile
erhalten werden. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zum Steuern der Bewegungen
des Hilfstransportbandes ein Detektor vorgesehen ist, der durch die von den Transportbändern
bewegten Spulen betätigbar ist, der sich in dem Bereich befindet, in welchem die beiden
Transportwege aneinandergrenzen und der beim Vorbeibewegen einer Spule das Inbewegungsetzen
des Hilfstransportbandes bewirkt, und dass ein Mittel vorgesehen ist zum Anhalten
des Hilfstransportbandes nach einer Bewegung desselben um eine Strecke, welche mindestens
ungefähr der Hülsenlänge der Spulen gleich ist.
[0006] Im folgenden sei die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Zeichnung
näher erläutert. In der letzteren ist
Fig. l eine perspektivische Darstellung, in welcher eine erfindungsgemässe Vorrichtung
gezeigt ist,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform, als schematischer Querschnitt
entlang der Linie 2...2 der Fig. 3, dargestellt und
Fig. 3 ein Grundriss der Ausführungsform gemäss Fig. 2.
[0007] Die Fig. 1 zeigt eine Spinnmaschine 11 mit einer Vielzahl von nicht gezeichneten
Spinnstellen, an welche sich ein Antriebs- oder Endkopf 12 anschliesst. Ueber die
gesamte Länge der Spinnmaschine 11 erstreckt sich ein Haupttransportband 13, auf welchem
auf der Spinnmaschine 11 bewikkelte Kreuzspulen 14 in der Richtung gegen den Antriebs-oder
Endkopf 12 hin transportiert werden. Anschliessend an den letzteren ist ein Spulenstapler
15 vorgesehen. Dieser weist ein Hilfstransportband 16 auf, welches zur Uebernahme
der vom Band 13 herangeführten Kreuzspulen 14 dient und diese, gemäss Fig. 1, ebenfalls
von rechts nach links, bewegt. Wie ersichtlich, grenzt das Ende des vom Haupttransportband
13 gebildeten Transportweges an den Anfang des vom Hilfstransportband 16 gebildeten
Transportweges an. Längs einer Säule 17 ist ein von einem Arm 18 getragener, schwenkbar
an diesem befestigter Spulengreifer 21 auf- und abwärts bewegbar, wobei der Arm 18
in einem Schlitz 22 geführt ist. Der Arm 18 ist ausserdem um die Achse 19 schwenkbar.
Ausserdem ist ein Detektor 23 vorgesehen, welcher durch die sich an ihm vorbeibewegenden
Spulen 14 beeinflusst wird. Zu diesem Zweck weist der Detektor 23 einen Kondensator
auf, welcher durch die sich vorbeibewegenden Spulen 14 eine Kapazitätsänderung erfährt.
Die letztere dient zum Erzeugen eines Signals. Zusätzlich ist noch ein Spulenwagen
24 vorhanden, dessen Boden, gemäss Fig. l, nach hinten etwas abfallend ist. Der abfallende
Boden bewirkt, dass die in den Spulenwagen 24 eingefüllten Spulen nicht ins Rollen
geraten, sofern mit dem Einfüllen an der niedrigsten Stelle des Bodens begonnen und
dieses gegen dessen höchste Stelle hin fortgesetzt wird. Der Vollständigkeit halber
sei erwähnt, dass an Stelle eines abfallenden Bodens ein Spulenwagen mit wellenförmig
strukturiertem Boden verwendet werden kann, bei welchem die Kreuzspulen in die Wellentäler
abgelegt werden. In einem solchen Fall wird das maschinelle Ablegen entsprechend der
Bodenausbildung gesteuert.
[0008] Im Betrieb der in Fig. 1 gezeigten Anordnung gelangen die voll bewickelten Kreuzspulen
14 zeitlich beliebig verteilt auf das Haupttransportband 13, welches sich im allgemeinen
dauernd in Bewegung befindet. Dabei liegen die Achsen der sich auf dem Band 13 befindlichen
Kreuzspulen 14 parallel zu ihrer Bewegungsrichtung, d.h. zur Bewegungsrichtung des
Bandes 13. Sobald eine Spule 14 zum Detektor 23 hin gelangt, wird dieser durch die
Spule 14 beeinflusst. Dadurch wird ein Startsignal erzeugt, durch welches das Hilfstransportband
16, welches bis dahin stillgestanden war, in dem Zeitmoment in Bewegung gesetzt wird,
in welchem diese eintreffende Kreuzspule 14 durch das Band 13 auf das Band 16 geschoben
wird. Sowie sich die Spule 14 am Detektor 23 vorbei bewegt hat, tritt an dessen Kondensator
wieder eine Kapazitätsänderung ein. Durch diese wird ein Stoppsignal erzeugt, durch
welches das Band 16 wiederum stillgesetzt wird. Das Inbewegungsetzen und das Anhalten
des Bandes 16 wird somit durch denselben Detektor 23 gesteuert. Beim Eintreffen der
nächstfolgenden Spule wiederholt sich der beschriebene Vorgang, wodurch die zweite
Kreuzspule auf das Hilfstransportband 16 aufgesetzt wird. Durch eine geeignete Einstellung
des Detektors 23 wird erreicht, dass die zweite Spule unmittelbar neben die erste
Spule 14 gereiht wird.
[0009] Wenn auf diese Weise eine bestimmte Zahl von Spulen, z.B. deren vier, auf dem Hilfsband
16 aneinander gereiht sind, was beispielsweise durch Verwendung eines den Weg des
bewegten Bandes 16 messenden Wegmessgerät, beispielsweise einen Schrittzähler festgestellt
wird, so wird der Spulengreifer 21 nach unten bewegt und die vier auf dem Hilfstransportband
16 aneinandergereihten Spulen werden vom Spulengreifer 21 erfasst. Daraufhin wird
im gezeigten Beispiel der Arm 18 um 180° um die Achse 19 geschwenkt, wobei der drehbar
befestigte Spulengreifer 21 in der gezeigten Lage nach unten gerichtet bleibt. Nach
dem Absenken des Greifers 21 werden die vier von ihm getragenen Spulen in den Spulenwagen
24- eingelegt.
[0010] Anstelle des um die Achse 19 schwenkbaren Spulengreifers 21 kann ein fester Greifer
vorgesehen sein und es kann das Hilfstransportband 16 dafür, z.B. nach unten, wegklappbar
ausgeführt sein.
[0011] Um zu vermeiden, dass bei der gezeigten Ausführungsform die Kreuzspulen 14 bei ihrer
Freigabe durch den Greifer 21 fallen gelassen werden müssen, ist die Seitenwand 25
des Spulenwagens 24 niedriger als die übrigen drei Seitenwände. Dadurch ist ein genügendes
Absenken des Armes 18 und des Greifers 21 möglich. Falls es erwünscht ist, dass am
Wagen 24 alle vier Wände gleich hoch sind, wird eine höhere Säule 17 vorgesehen und
der Spulengreifer 21 an einem sich nach unten erstreckenden Arm befestigt, welcher
in den durch die vier Wagenwände gegebenen Raum eintauchbar ist und an dessen unterem
Ende der Spulengreifer 21 um eine horizontale Achse schwenkbar getragen ist.
[0012] Im in den Fig. 2 und 3 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Teile, welche mit im
ersten Beispiel vorkommenden Teilen identisch sind, mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Es sind wiederum ein Haupt- und ein Hilfstransportband 13 bzw. 16, sowie eine Spule
14 gezeigt. Im weitern sind ein Antriebs- oder Endkopf 12 und eine Säule 17 vorhanden.
Der Schlitz 22 bildet wiederum eine Führung, um einen Spulengreifer 21 auf- und abwärts
zu bewegen. Zusätzlich ist ein Spulenwagen 24 vorgesehen.
[0013] Eine Mulde 31 dient zur Aufnahme der vom Hilfstransportband 16 wegbeförderten Spulen.
Die Mulde 31 ist mittels der Welle 32 nach unten in eine senkrechte Lage schwenkbar,
um ein beliebiges Auf- und Abwärtsbewegen des Spulengreifers 21 längs der Säule 17
zu ermöglichen. Ein Spulenschieber umfasst eine um eine Welle 34 schwenkbare und von
Bügeln getragene Stossstange 33. In einem Gehäuse 39 sind Fotozellen 35, 36, 37 und
38 vorhanden. Die den Fotozellen 35, 36, 37, 38 zugeteilten Lichtquellen sind in den
Fig. 2 und 3 nicht gezeichnet. Deren Lichtstrahlen fallen, gemäss den Fig. 2 und 3
von links her, in bekannter Weise auf die Zellen 35, 36, 37 und 38 auf. Dabei befindet
sich die Fotozelle 35 senkrecht unterhalb der Fotozelle 37 und auf gleicher Höhe wie
die Fotozellen 36 und 38. Am einen Ende des Hilfstransportbandes 16 befindet sich
ein Anschlag 41 für die Kreuzspulen 14. In Fig. 3 sind der besseren Klarheit wegen
der Spulengreifer 21, die Spulen 14 und die im folgenden erwähnten Spulen 14' nicht
gezeichnet.
[0014] Im Betrieb der in den Fig. 2 und 3 gezeigten Anordnung werden wiederum Kreuzspulen
14 vom Haupttransportband 13 zum Hilfstransportband 16 transportiert. Dabei liegen
die beiden Transportbänder in einer Flucht und die Achsen der Kreuzspulen 14 parallel
zu ihrer Bewegungsrichtung, d.h. zur Bewegungsrichtung dieser Bänder. Mit dem Eintreffen
einer ersten Spule 14 am Ort der benachbarten Enden der durch diese Transportbänder
gebildeten Transportwege wird die Fotozelle 35 betätigt. Dadurch wird das Band 16
in Bewegung gesetzt und die erste, vom Haupttransportband heran geführte Kreuzspule
vom Band 16 mitgenommen. Sobald diese erste Spule 14 den Lichtstrahl zur Fotozelle
35 wieder frei gibt, wird das Band 16 wieder stillgesetzt.
[0015] Mit dem Eintreffen einer zweiten Spule 14 wird wiederum die Fotozelle 35 betätigt,
dadurch das Band 16 wieder in Bewegung gesetzt, die zweite Spule an die erste Spule
gereiht und mit der Freigabe der Fotozelle 35 durch die zweite Spule das Band 16 wieder
stillgesetzt, wie dies bereits auch anhand der Fig. 1 ausgeführt wurde. Dies wiederholt
sich, bis die erste Spule so weit gegen den Anschlag 41 hin bewegt wurde, dass sie
die Fotozelle 36 betätigt. Die Betätigung derselben bewirkt ein Abstellen des Haupttransportbandes
und nach erfolgtem Stillstehen des Hilfstransportbandes 16, eine Betätigung der Stossstange
33. Dabei stösst diese die sich auf dem Band 16 befindlichen Spulen 14 seitlich weg,
wodurch diese auf der Mulde 31 in die durch die Spule 14' gezeigte Lage zu liegen
kommen. Nach erfolgter Rückbewegung der Stossstange 33 wird das Haupttransportband
wieder in Bewegung gesetzt und es können wieder Kreuzspulen 14 auf das Hilfsband 16
aufgereiht werden. Zusätzlich wird der längs des Schlitzes 22 der Säule 17 auf und
ab bewegbare Spulengreifer 21 betätigt, welcher die Spulen 14' erfasst und anhebt.
Daraufhin wird die Mulde 31 um die Welle 12, z.B. nach unten geklappt, der Spulengreifer
21 nach unten bewegt und werden die von ihm erfassten Kreuzspulen im Spulenwagen 24
abgelegt.
[0016] Es bestehen eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten der erfindungsgemässen Vorrichtung,
von denen die folgenden erwähnt seien:
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Fig. 2 und 3 wird wiederum durch den Detektor
25 nur eine einzige Art eines Steuervorganges erzeugt, nämlich das Inbewegungsetzen
des Bandes beim Einlaufen der Spulen 14. Dabei sind Vorkehrungen getroffen, durch
welche sich das Band 16 bei jedem Inbewegungsetzen um eine Distanz bewegt, welche
der Hülsenlänge der Spulen 14 gleich ist und durch welche daraufhin das Band 16 wieder
automatisch stillgesetzt wird. Eine solche Arbeitsweise kann unter Verwendung eines
Wegmessgerätes erhalten werden.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform wird, wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, das Band 16
durch ein von der Fotozelle 35 geliefertes Startsignal in Bewegung gesetzt. Das Anhalten
des Bandes 16 erfolgt in dieser Ausführungsform nicht durch die Fotozelle 35, sondern
durch ein von einer Fotozelle 38 geliefertes Stoppsignal, welches beim Unterbrechen
des auf die Zelle 38 auffallenden Lichtstrahls gebildet wird. Dabei ist die Entfernung
des Detektors 38 vom Detektor 35 in der Weise gewählt, dass der vom Hilfstransportband
16 zwischen einem Startsignal und dem unmittelbar darauffolgenden Stoppsignal zurückgelegte
Weg der Hülsenlänge der Kreuzspulen 14 gleich ist. Bei einer solchen Anordnung lässt
sich, insbesondere bei einer in der Längsrichtung des Gehäuses 39 veränderbaren Einstellung
der Fotozelle 38, die Weglänge der einzelnen Bewegungen des Bandes 16 genau festlegen.
Zusätzlich können die Beschleunigungen beim Anfahren und beim Anhalten des Bandes
16 beliebig berücksichtigt und damit auch beliebig gewählt werden.
[0018] Andererseits kann im Beispiel der Fig. 2 und 3 das Signal der Fotozelle 36 bewirken,
dass das Anhalten des Hilfstransportbandes mit einer bestimmten Verzögerung erfolgt.
Man erreicht damit, dass die vorderste Spule 14 am Anschlag 41 anstösst und die nachfolgenden
Spulen gegen die vorderste Spule geschoben werden, so dass eventuell vorhandene Zwischenräume
zwischen den aneinandergereihten Kreuzspulen 14 eliminiert werden. Das dabei auftretende
Gleiten des Bandes 16 vor allem an der vordersten Spule ist natürlich möglichst klein
zu halten und so zu bemessen, dass dabei das durch die Erfindung zu vermeidende Rutschen
der Fäden über den Spulenrand der Spulen hinweg. nicht stattfindet.
[0019] Falls es erwünscht ist, die Kosten für die Automatisierung niedrig zu halten, ist
eine Ausführungsform von Vorteil, welche nur die Detektoren 35 und 36 aufweist und
bei welcher die Mulde 31 und der Spulengreifer 21 samt der Säule 17 weggelassen sind.
Gemäss dieser Ausführungsform steuert der Detektor 35 das Aneinanderreihen der Kreuzspulen
14 auf dem Hilfsband 16. Als Folge der Betätigung des Detektors 36 wird ein Signal
erzeugt und werden die Bänder 13 und 16 stillgesetzt. Das Signal zeigt dem Bedienungspersonal
an, dass die Spulen 14 manuell vom Hilfstransportband 16 wegzunehmen sind. Nachdem
dies ausgeführt ist, werden die Bänder 13 und 16 wieder in Betrieb gesetzt. Es ist
ersichtlich, dass bei einer solchen Ausführungsform das Hilftstransportband 16 mit
Vorteil möglichst lang ausgeführt ist. Es kann sich in diesem Fall beispielsweise
sowohl über den in Fig. 1 gezeigten Spulenstapler 15 als auch über den Antriebs- bzw.
Endkopf 12 erstrecken, wobei das Haupttransportband 13 sich unter diesen Umständen
nur bis zum Kopf 12 erstreckt.
[0020] Wie bereits erwähnt, ist über der Fotozelle 35 eine zweite Fotozelle
137 angebracht. Die letztere dient in einer weiteren Ausführungsform zum Ueberwachen
der Position der am Hilfstransportband 16 eintreffenden Kreuzspulen 14. Falls beispielsweise
bei diesen Spulen, wie dies normalerweise üblich ist, die Hülsenlänge kleiner ist
als der Spulendurchmesser, so wird bei einer umgefallenen Spule bei deren Vorbeibewegen
an der Zelle 37 in dieser kein Signal erzeugt. Dies kann zum Bilden einer Anzeige
für das Vorliegen einer unerwünschten Lage einer Kreuzspule benützt werden. Es ist
ersichtlich, dass durch eine geeignete Positionierung einer solchen Fotozelle 37 oder
durch das Vorsehen einer Mehrzahl von solchen, verschiedene Ueberwachungsmöglichkeiten
für die Kreuzspulen geschaffen werden können.
[0021] Die beschriebenen Detektoren, welche auf einer Veränderung der Kapazität eines Kondensators
oder auf dem Verändern eines auf eine Fotozelle auffallenden Lichtstrahls beruhen,
sind Beispiele von berührungslosen Detektoren. Die Verwendung anderer Fühler, wie
beispielsweise solche mechanischer Art, liegt aber ebenfalls im Bereich vorliegender
Erfindung.
1. Vorrichtung zum Aneinanderreihen von auf einer Spinnmaschine bewickelten Kreuzspulen
auf ein Hilfstransportband, welches mit einem, dem Wegführen der Spulen dienenden,
sich längs der Spinnmaschine erstreckenden Haupttransportband in einer Flucht liegt
und der Anfang des vom Hilfstransportband gebildeten Transportweges an das Ende des
vom Haupttransportband gebildeten Transportweges angrenzt, wobei beim Transport der
Spulen auf den Transportbändern die Spulenachsen der Spulen parallel zu ihrer Bewegungsrichtung
liegen, dadurch gekennzeichnet, dass zum Steuern der Bewegungen des Hilfstransportbandes
(16) ein Detektor (23, 35) vorgesehen ist, der durch die von den Transportbändern
(13,16) bewegten Spulen (14) betätigbar ist, der sich in dem Bereich befindet, in
welchem die beiden Transportwege aneinandergrenzen und der beim Vorbeibewegen einer
Spule (14) das Inbewegungsetzen des Hilfstransportbandes (16) bewirkt, und dass ein
Mittel vorgesehen ist zum Anhalten des Hilfstransportbandes (16) nach einer Bewegung
desselben um eine Strecke, welche mindestens ungefähr der Hülsenlänge der Spulen (14)
gleich ist.
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum
Anhalten des Hilfstransportbandes (16) einen Detektor (23, 38) umfasst, welcher durch
auf dem Hilfstransportband (16) bewegte Spulen (14) betätigbar ist und als Folge seiner
Betätigung ein Anhalten des Hilfstransportbandes (16) bewirkt.
3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum
Anhalten des Hilfstransportbandes (16) ein Wegmessgerät umfasst.
4. Vorrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Inbewegungsetzen
und zum Anhalten des Hilfstransportbandes (16) derselbe Detektor (23) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Anhalten
des Hilfstransportbandes (16) vorgesehene Detektor (38) vom erstgenannten Detektor
(35) verschieden ist und eine solche Entfernung aufweist, dass der in der Zeitspanne
vom Inbewegungsetzen bis zum unmittelbar darauffolgenden Anhalten des Hilfstransportbandes
(16) von diesem zurückgelegte Weg der Hülsenlänge der Spulen (14) mindestens ungefähr
gleich ist.
6. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Detektor
(36) vorgesehen ist, welcher beim Vorhandensein einer vorgegebenen Zahl von Spulen
(14) auf dem Hilfstransportband (16) zum Erzeugen eines durch die vorderste dieser
Spulen (14) bewirkten Signales dient.
7. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung
(17, 18, 21, 33, 34) zum gleichzeitigen Wegbefördern von auf dem Hilfstransportband
(16) aneinandergereihten Spulen (14) vorhanden ist.
8. Vorrichtung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spulengreifer
(21) zum gleichzeitigen Erfassen einer Mehrzahl von aneinandergereihten Spulen (14)
und zum Wegbefördern der erfassten Spulen (14) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine parallel zum
Hilfstransportband (16) verlaufende und sich unmittelbar neben diesem befindliche
Mulde (31) vorgesehen ist, welche zur Aufnahme von mittels des Hilfstransportbandes
(16) herangebrachten Spulen (14) dient, und dass ein Spulenschieber (33, 34) zum Abrollen
der Spulen (14) vom Hilfsband (16) zur Mulde (31) vorhanden ist.
10. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl
von Detektoren (35, 37) vorgesehen sind, welche durch die auf den Transportbändern
(13, 16) bewegten Spulen (14) betätigbar sind und welche Anzeigesignale liefern, welche
bei einer unerwünschten Lage einer Spule (14) verschieden sind von den bei einer ordnungsgemässen
Lage der Spule durch die Detektoren (35, 37) gelieferten Signale.
11. Vorrichtung nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich am Ende des
vom Hilfstransportband (16) gebildeten Transportweges ein Anschlag (41) für die Spulen
(14) und der weitere Detektor (36) befinden und das Signal des letzteren zum Abstellen
des Hilfstransportbandes (16) dient.
12. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Detektor (23,
35) als ein berührungsloser Fühler ausgebildet ist.