(19)
(11) EP 0 099 959 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.02.1984  Patentblatt  1984/06

(21) Anmeldenummer: 83103262.8

(22) Anmeldetag:  02.04.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B65H 67/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 20.07.1982 CH 4409/82

(71) Anmelder: MASCHINENFABRIK RIETER AG
CH-8406 Winterthur (CH)

(72) Erfinder:
  • Lattion, André
    CH-8472 Seuzach (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung zum Aneinanderreihen von Kreuzspulen


    (57) Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aneinanderreihen von auf einer Spinnmaschine 11 bewickelten Kreuzspulen 14 auf einem Hilfstransportband 16, weiches mit einem dem Wegführen der Spulen 14 dienenden, sich längs der Spinnmaschine 11 erstreckenden Haupttransportband 13 in einer Flucht liegt und mit einem Ende an das eine Ende des Haupttransportbandes 13 angrenzt.
    Gemäß der Erfindung ist ein Detektor 23 vorgesehen, der durch die auf den Transportbändern 13, 16 bewegten Spulen 14 betätigbar ist und mit dem Eintreffen einer Spule 14 am Hilfstransportband 16 das Inbewegungsetzen desselben bewirkt. Ebenso ist ein Mittel zum Anhalten des Hilfstransportbandes 16 vorhanden, durch welches dieses angehalten wird, nachdem es sich um eine mindestens ungefähr der Hülsenlänge gleiche Strecke bewegt hat.
    Erfindungsgemäß wird das heute bekannte, anhaltende Durchgleiten des Transportbandes unter den vollen Spulen vermieden. Ebenso wird vermieden, daß die Fadenlage der Kreuzspulen sich verwickeln oder auf eine Stirnfläche der Kreuzspule zu liegen kommen und dadurch das Abwickeln derselben schwer behindert oder gar verunmöglicht wird.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aneinanderreihen von auf einer Spinnmaschine bewickelten Kreuzspulen auf ein Hilfstransportband, welches mit einem, dem Wegführen der Spulen dienenden, sich längs der Spinnmaschine erstreckenden Haupttransportband in einer Flucht liegt und der Anfang des vom Hilfstransportband gebildeten Transportweges an das Ende des vom Haupttransportband gebildeten Transportweges angrenzt, wobei beim Transport der Spulen auf den Transportbändern die Spulenachsen der Spulen parallel zu ihrer Bewegungsrichtung liegen.

    [0002] Durch die deutsche Auslegeschrift Nr. 28 42 432 ist eine Vorrichtung zum Ablegen von Kreuzspulen bekannt geworden, gemäss welcher die Kreuzspulen von einem sich über die Länge der Spinnmaschine erstreckenden Transportband auf ein zweites Transportband gelangen und anschliessend von dem letzteren in einen Transportbehälter fallen.

    [0003] Gemäss der britischen Patentschrift Nr. 1 103 066 werden von der Spinnmaschine entnommene, volle Spulen auf ein Band aufgereiht, bis eine vorgegebene Zahl von Spulen vorhanden ist. Daraufhin wird durch eine Photozelle-Lichtstrahl-Kombination ein Stössel betätigt, welcher die Spulen gleichzeitig in einen Behälter hineinstösst.

    [0004] Es ist ein Nachteil dieser bekannten Massnahmen, dass die Kreuzspulen fallen gelassen werden, weil dadurch deren äussere Fadenwindungen beschädigt werden können. Als besonders nachteilig erweist sich aber, wie in der britischen Patentschrift gezeigt, das Verwenden eines Transportbandes, welches im Betrieb für längere Zeitabschnitte unter den vollen Spulen durchgleitet; denn dadurch werden die Fadenlagen bei Kreuzspulen miteinander verwickelt und es können dabei Fäden zerreissen. Insbesondere können dabei Fäden über den Spulenrand hinweg gleiten oder rutschen, wodurch sie, statt auf der Seitenfläche der Kreuzspule aufzuliegen, auf deren eine Stirnfläche zu liegen kommen. Dadurch wird beim Weiterverarbeiten des Spulengarns ein Abspulen der Kreuzspulen auf den entsprechenden Textilmaschinen schwer behindert oder gar verunmöglicht. Man ist heute bestrebt, bei der Weiterverarbeitung der Fäden, z.B. beim Weben oder Stricken, die Fäden unmittelbar von den von den Spinnmaschinen gelieferten Kreuzspulen zu entnehmen, d.h. kein Umspulen mehr vorzunehmen. Deshalb sind einwandfrei gewickelte Kreuzspulen von grosser Wichtigkeit.

    [0005] Solche sollen durch die vorliegende Erfindung unter Vermeidung der erwähnten Nachteile erhalten werden. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zum Steuern der Bewegungen des Hilfstransportbandes ein Detektor vorgesehen ist, der durch die von den Transportbändern bewegten Spulen betätigbar ist, der sich in dem Bereich befindet, in welchem die beiden Transportwege aneinandergrenzen und der beim Vorbeibewegen einer Spule das Inbewegungsetzen des Hilfstransportbandes bewirkt, und dass ein Mittel vorgesehen ist zum Anhalten des Hilfstransportbandes nach einer Bewegung desselben um eine Strecke, welche mindestens ungefähr der Hülsenlänge der Spulen gleich ist.

    [0006] Im folgenden sei die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Zeichnung näher erläutert. In der letzteren ist

    Fig. l eine perspektivische Darstellung, in welcher eine erfindungsgemässe Vorrichtung gezeigt ist,

    Fig. 2 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform, als schematischer Querschnitt entlang der Linie 2...2 der Fig. 3, dargestellt und

    Fig. 3 ein Grundriss der Ausführungsform gemäss Fig. 2.



    [0007] Die Fig. 1 zeigt eine Spinnmaschine 11 mit einer Vielzahl von nicht gezeichneten Spinnstellen, an welche sich ein Antriebs- oder Endkopf 12 anschliesst. Ueber die gesamte Länge der Spinnmaschine 11 erstreckt sich ein Haupttransportband 13, auf welchem auf der Spinnmaschine 11 bewikkelte Kreuzspulen 14 in der Richtung gegen den Antriebs-oder Endkopf 12 hin transportiert werden. Anschliessend an den letzteren ist ein Spulenstapler 15 vorgesehen. Dieser weist ein Hilfstransportband 16 auf, welches zur Uebernahme der vom Band 13 herangeführten Kreuzspulen 14 dient und diese, gemäss Fig. 1, ebenfalls von rechts nach links, bewegt. Wie ersichtlich, grenzt das Ende des vom Haupttransportband 13 gebildeten Transportweges an den Anfang des vom Hilfstransportband 16 gebildeten Transportweges an. Längs einer Säule 17 ist ein von einem Arm 18 getragener, schwenkbar an diesem befestigter Spulengreifer 21 auf- und abwärts bewegbar, wobei der Arm 18 in einem Schlitz 22 geführt ist. Der Arm 18 ist ausserdem um die Achse 19 schwenkbar. Ausserdem ist ein Detektor 23 vorgesehen, welcher durch die sich an ihm vorbeibewegenden Spulen 14 beeinflusst wird. Zu diesem Zweck weist der Detektor 23 einen Kondensator auf, welcher durch die sich vorbeibewegenden Spulen 14 eine Kapazitätsänderung erfährt. Die letztere dient zum Erzeugen eines Signals. Zusätzlich ist noch ein Spulenwagen 24 vorhanden, dessen Boden, gemäss Fig. l, nach hinten etwas abfallend ist. Der abfallende Boden bewirkt, dass die in den Spulenwagen 24 eingefüllten Spulen nicht ins Rollen geraten, sofern mit dem Einfüllen an der niedrigsten Stelle des Bodens begonnen und dieses gegen dessen höchste Stelle hin fortgesetzt wird. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass an Stelle eines abfallenden Bodens ein Spulenwagen mit wellenförmig strukturiertem Boden verwendet werden kann, bei welchem die Kreuzspulen in die Wellentäler abgelegt werden. In einem solchen Fall wird das maschinelle Ablegen entsprechend der Bodenausbildung gesteuert.

    [0008] Im Betrieb der in Fig. 1 gezeigten Anordnung gelangen die voll bewickelten Kreuzspulen 14 zeitlich beliebig verteilt auf das Haupttransportband 13, welches sich im allgemeinen dauernd in Bewegung befindet. Dabei liegen die Achsen der sich auf dem Band 13 befindlichen Kreuzspulen 14 parallel zu ihrer Bewegungsrichtung, d.h. zur Bewegungsrichtung des Bandes 13. Sobald eine Spule 14 zum Detektor 23 hin gelangt, wird dieser durch die Spule 14 beeinflusst. Dadurch wird ein Startsignal erzeugt, durch welches das Hilfstransportband 16, welches bis dahin stillgestanden war, in dem Zeitmoment in Bewegung gesetzt wird, in welchem diese eintreffende Kreuzspule 14 durch das Band 13 auf das Band 16 geschoben wird. Sowie sich die Spule 14 am Detektor 23 vorbei bewegt hat, tritt an dessen Kondensator wieder eine Kapazitätsänderung ein. Durch diese wird ein Stoppsignal erzeugt, durch welches das Band 16 wiederum stillgesetzt wird. Das Inbewegungsetzen und das Anhalten des Bandes 16 wird somit durch denselben Detektor 23 gesteuert. Beim Eintreffen der nächstfolgenden Spule wiederholt sich der beschriebene Vorgang, wodurch die zweite Kreuzspule auf das Hilfstransportband 16 aufgesetzt wird. Durch eine geeignete Einstellung des Detektors 23 wird erreicht, dass die zweite Spule unmittelbar neben die erste Spule 14 gereiht wird.

    [0009] Wenn auf diese Weise eine bestimmte Zahl von Spulen, z.B. deren vier, auf dem Hilfsband 16 aneinander gereiht sind, was beispielsweise durch Verwendung eines den Weg des bewegten Bandes 16 messenden Wegmessgerät, beispielsweise einen Schrittzähler festgestellt wird, so wird der Spulengreifer 21 nach unten bewegt und die vier auf dem Hilfstransportband 16 aneinandergereihten Spulen werden vom Spulengreifer 21 erfasst. Daraufhin wird im gezeigten Beispiel der Arm 18 um 180° um die Achse 19 geschwenkt, wobei der drehbar befestigte Spulengreifer 21 in der gezeigten Lage nach unten gerichtet bleibt. Nach dem Absenken des Greifers 21 werden die vier von ihm getragenen Spulen in den Spulenwagen 24- eingelegt.

    [0010] Anstelle des um die Achse 19 schwenkbaren Spulengreifers 21 kann ein fester Greifer vorgesehen sein und es kann das Hilfstransportband 16 dafür, z.B. nach unten, wegklappbar ausgeführt sein.

    [0011] Um zu vermeiden, dass bei der gezeigten Ausführungsform die Kreuzspulen 14 bei ihrer Freigabe durch den Greifer 21 fallen gelassen werden müssen, ist die Seitenwand 25 des Spulenwagens 24 niedriger als die übrigen drei Seitenwände. Dadurch ist ein genügendes Absenken des Armes 18 und des Greifers 21 möglich. Falls es erwünscht ist, dass am Wagen 24 alle vier Wände gleich hoch sind, wird eine höhere Säule 17 vorgesehen und der Spulengreifer 21 an einem sich nach unten erstreckenden Arm befestigt, welcher in den durch die vier Wagenwände gegebenen Raum eintauchbar ist und an dessen unterem Ende der Spulengreifer 21 um eine horizontale Achse schwenkbar getragen ist.

    [0012] Im in den Fig. 2 und 3 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Teile, welche mit im ersten Beispiel vorkommenden Teilen identisch sind, mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Es sind wiederum ein Haupt- und ein Hilfstransportband 13 bzw. 16, sowie eine Spule 14 gezeigt. Im weitern sind ein Antriebs- oder Endkopf 12 und eine Säule 17 vorhanden. Der Schlitz 22 bildet wiederum eine Führung, um einen Spulengreifer 21 auf- und abwärts zu bewegen. Zusätzlich ist ein Spulenwagen 24 vorgesehen.

    [0013] Eine Mulde 31 dient zur Aufnahme der vom Hilfstransportband 16 wegbeförderten Spulen. Die Mulde 31 ist mittels der Welle 32 nach unten in eine senkrechte Lage schwenkbar, um ein beliebiges Auf- und Abwärtsbewegen des Spulengreifers 21 längs der Säule 17 zu ermöglichen. Ein Spulenschieber umfasst eine um eine Welle 34 schwenkbare und von Bügeln getragene Stossstange 33. In einem Gehäuse 39 sind Fotozellen 35, 36, 37 und 38 vorhanden. Die den Fotozellen 35, 36, 37, 38 zugeteilten Lichtquellen sind in den Fig. 2 und 3 nicht gezeichnet. Deren Lichtstrahlen fallen, gemäss den Fig. 2 und 3 von links her, in bekannter Weise auf die Zellen 35, 36, 37 und 38 auf. Dabei befindet sich die Fotozelle 35 senkrecht unterhalb der Fotozelle 37 und auf gleicher Höhe wie die Fotozellen 36 und 38. Am einen Ende des Hilfstransportbandes 16 befindet sich ein Anschlag 41 für die Kreuzspulen 14. In Fig. 3 sind der besseren Klarheit wegen der Spulengreifer 21, die Spulen 14 und die im folgenden erwähnten Spulen 14' nicht gezeichnet.

    [0014] Im Betrieb der in den Fig. 2 und 3 gezeigten Anordnung werden wiederum Kreuzspulen 14 vom Haupttransportband 13 zum Hilfstransportband 16 transportiert. Dabei liegen die beiden Transportbänder in einer Flucht und die Achsen der Kreuzspulen 14 parallel zu ihrer Bewegungsrichtung, d.h. zur Bewegungsrichtung dieser Bänder. Mit dem Eintreffen einer ersten Spule 14 am Ort der benachbarten Enden der durch diese Transportbänder gebildeten Transportwege wird die Fotozelle 35 betätigt. Dadurch wird das Band 16 in Bewegung gesetzt und die erste, vom Haupttransportband heran geführte Kreuzspule vom Band 16 mitgenommen. Sobald diese erste Spule 14 den Lichtstrahl zur Fotozelle 35 wieder frei gibt, wird das Band 16 wieder stillgesetzt.

    [0015] Mit dem Eintreffen einer zweiten Spule 14 wird wiederum die Fotozelle 35 betätigt, dadurch das Band 16 wieder in Bewegung gesetzt, die zweite Spule an die erste Spule gereiht und mit der Freigabe der Fotozelle 35 durch die zweite Spule das Band 16 wieder stillgesetzt, wie dies bereits auch anhand der Fig. 1 ausgeführt wurde. Dies wiederholt sich, bis die erste Spule so weit gegen den Anschlag 41 hin bewegt wurde, dass sie die Fotozelle 36 betätigt. Die Betätigung derselben bewirkt ein Abstellen des Haupttransportbandes und nach erfolgtem Stillstehen des Hilfstransportbandes 16, eine Betätigung der Stossstange 33. Dabei stösst diese die sich auf dem Band 16 befindlichen Spulen 14 seitlich weg, wodurch diese auf der Mulde 31 in die durch die Spule 14' gezeigte Lage zu liegen kommen. Nach erfolgter Rückbewegung der Stossstange 33 wird das Haupttransportband wieder in Bewegung gesetzt und es können wieder Kreuzspulen 14 auf das Hilfsband 16 aufgereiht werden. Zusätzlich wird der längs des Schlitzes 22 der Säule 17 auf und ab bewegbare Spulengreifer 21 betätigt, welcher die Spulen 14' erfasst und anhebt. Daraufhin wird die Mulde 31 um die Welle 12, z.B. nach unten geklappt, der Spulengreifer 21 nach unten bewegt und werden die von ihm erfassten Kreuzspulen im Spulenwagen 24 abgelegt.

    [0016] Es bestehen eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten der erfindungsgemässen Vorrichtung, von denen die folgenden erwähnt seien:

    Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Fig. 2 und 3 wird wiederum durch den Detektor 25 nur eine einzige Art eines Steuervorganges erzeugt, nämlich das Inbewegungsetzen des Bandes beim Einlaufen der Spulen 14. Dabei sind Vorkehrungen getroffen, durch welche sich das Band 16 bei jedem Inbewegungsetzen um eine Distanz bewegt, welche der Hülsenlänge der Spulen 14 gleich ist und durch welche daraufhin das Band 16 wieder automatisch stillgesetzt wird. Eine solche Arbeitsweise kann unter Verwendung eines Wegmessgerätes erhalten werden.



    [0017] In einer weiteren Ausführungsform wird, wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, das Band 16 durch ein von der Fotozelle 35 geliefertes Startsignal in Bewegung gesetzt. Das Anhalten des Bandes 16 erfolgt in dieser Ausführungsform nicht durch die Fotozelle 35, sondern durch ein von einer Fotozelle 38 geliefertes Stoppsignal, welches beim Unterbrechen des auf die Zelle 38 auffallenden Lichtstrahls gebildet wird. Dabei ist die Entfernung des Detektors 38 vom Detektor 35 in der Weise gewählt, dass der vom Hilfstransportband 16 zwischen einem Startsignal und dem unmittelbar darauffolgenden Stoppsignal zurückgelegte Weg der Hülsenlänge der Kreuzspulen 14 gleich ist. Bei einer solchen Anordnung lässt sich, insbesondere bei einer in der Längsrichtung des Gehäuses 39 veränderbaren Einstellung der Fotozelle 38, die Weglänge der einzelnen Bewegungen des Bandes 16 genau festlegen. Zusätzlich können die Beschleunigungen beim Anfahren und beim Anhalten des Bandes 16 beliebig berücksichtigt und damit auch beliebig gewählt werden.

    [0018] Andererseits kann im Beispiel der Fig. 2 und 3 das Signal der Fotozelle 36 bewirken, dass das Anhalten des Hilfstransportbandes mit einer bestimmten Verzögerung erfolgt. Man erreicht damit, dass die vorderste Spule 14 am Anschlag 41 anstösst und die nachfolgenden Spulen gegen die vorderste Spule geschoben werden, so dass eventuell vorhandene Zwischenräume zwischen den aneinandergereihten Kreuzspulen 14 eliminiert werden. Das dabei auftretende Gleiten des Bandes 16 vor allem an der vordersten Spule ist natürlich möglichst klein zu halten und so zu bemessen, dass dabei das durch die Erfindung zu vermeidende Rutschen der Fäden über den Spulenrand der Spulen hinweg. nicht stattfindet.

    [0019] Falls es erwünscht ist, die Kosten für die Automatisierung niedrig zu halten, ist eine Ausführungsform von Vorteil, welche nur die Detektoren 35 und 36 aufweist und bei welcher die Mulde 31 und der Spulengreifer 21 samt der Säule 17 weggelassen sind. Gemäss dieser Ausführungsform steuert der Detektor 35 das Aneinanderreihen der Kreuzspulen 14 auf dem Hilfsband 16. Als Folge der Betätigung des Detektors 36 wird ein Signal erzeugt und werden die Bänder 13 und 16 stillgesetzt. Das Signal zeigt dem Bedienungspersonal an, dass die Spulen 14 manuell vom Hilfstransportband 16 wegzunehmen sind. Nachdem dies ausgeführt ist, werden die Bänder 13 und 16 wieder in Betrieb gesetzt. Es ist ersichtlich, dass bei einer solchen Ausführungsform das Hilftstransportband 16 mit Vorteil möglichst lang ausgeführt ist. Es kann sich in diesem Fall beispielsweise sowohl über den in Fig. 1 gezeigten Spulenstapler 15 als auch über den Antriebs- bzw. Endkopf 12 erstrecken, wobei das Haupttransportband 13 sich unter diesen Umständen nur bis zum Kopf 12 erstreckt.

    [0020] Wie bereits erwähnt, ist über der Fotozelle 35 eine zweite Fotozelle137 angebracht. Die letztere dient in einer weiteren Ausführungsform zum Ueberwachen der Position der am Hilfstransportband 16 eintreffenden Kreuzspulen 14. Falls beispielsweise bei diesen Spulen, wie dies normalerweise üblich ist, die Hülsenlänge kleiner ist als der Spulendurchmesser, so wird bei einer umgefallenen Spule bei deren Vorbeibewegen an der Zelle 37 in dieser kein Signal erzeugt. Dies kann zum Bilden einer Anzeige für das Vorliegen einer unerwünschten Lage einer Kreuzspule benützt werden. Es ist ersichtlich, dass durch eine geeignete Positionierung einer solchen Fotozelle 37 oder durch das Vorsehen einer Mehrzahl von solchen, verschiedene Ueberwachungsmöglichkeiten für die Kreuzspulen geschaffen werden können.

    [0021] Die beschriebenen Detektoren, welche auf einer Veränderung der Kapazität eines Kondensators oder auf dem Verändern eines auf eine Fotozelle auffallenden Lichtstrahls beruhen, sind Beispiele von berührungslosen Detektoren. Die Verwendung anderer Fühler, wie beispielsweise solche mechanischer Art, liegt aber ebenfalls im Bereich vorliegender Erfindung.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Aneinanderreihen von auf einer Spinnmaschine bewickelten Kreuzspulen auf ein Hilfstransportband, welches mit einem, dem Wegführen der Spulen dienenden, sich längs der Spinnmaschine erstreckenden Haupttransportband in einer Flucht liegt und der Anfang des vom Hilfstransportband gebildeten Transportweges an das Ende des vom Haupttransportband gebildeten Transportweges angrenzt, wobei beim Transport der Spulen auf den Transportbändern die Spulenachsen der Spulen parallel zu ihrer Bewegungsrichtung liegen, dadurch gekennzeichnet, dass zum Steuern der Bewegungen des Hilfstransportbandes (16) ein Detektor (23, 35) vorgesehen ist, der durch die von den Transportbändern (13,16) bewegten Spulen (14) betätigbar ist, der sich in dem Bereich befindet, in welchem die beiden Transportwege aneinandergrenzen und der beim Vorbeibewegen einer Spule (14) das Inbewegungsetzen des Hilfstransportbandes (16) bewirkt, und dass ein Mittel vorgesehen ist zum Anhalten des Hilfstransportbandes (16) nach einer Bewegung desselben um eine Strecke, welche mindestens ungefähr der Hülsenlänge der Spulen (14) gleich ist.
     
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Anhalten des Hilfstransportbandes (16) einen Detektor (23, 38) umfasst, welcher durch auf dem Hilfstransportband (16) bewegte Spulen (14) betätigbar ist und als Folge seiner Betätigung ein Anhalten des Hilfstransportbandes (16) bewirkt.
     
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Anhalten des Hilfstransportbandes (16) ein Wegmessgerät umfasst.
     
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Inbewegungsetzen und zum Anhalten des Hilfstransportbandes (16) derselbe Detektor (23) vorgesehen ist.
     
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Anhalten des Hilfstransportbandes (16) vorgesehene Detektor (38) vom erstgenannten Detektor (35) verschieden ist und eine solche Entfernung aufweist, dass der in der Zeitspanne vom Inbewegungsetzen bis zum unmittelbar darauffolgenden Anhalten des Hilfstransportbandes (16) von diesem zurückgelegte Weg der Hülsenlänge der Spulen (14) mindestens ungefähr gleich ist.
     
    6. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Detektor (36) vorgesehen ist, welcher beim Vorhandensein einer vorgegebenen Zahl von Spulen (14) auf dem Hilfstransportband (16) zum Erzeugen eines durch die vorderste dieser Spulen (14) bewirkten Signales dient.
     
    7. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (17, 18, 21, 33, 34) zum gleichzeitigen Wegbefördern von auf dem Hilfstransportband (16) aneinandergereihten Spulen (14) vorhanden ist.
     
    8. Vorrichtung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spulengreifer (21) zum gleichzeitigen Erfassen einer Mehrzahl von aneinandergereihten Spulen (14) und zum Wegbefördern der erfassten Spulen (14) vorgesehen ist.
     
    9. Vorrichtung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine parallel zum Hilfstransportband (16) verlaufende und sich unmittelbar neben diesem befindliche Mulde (31) vorgesehen ist, welche zur Aufnahme von mittels des Hilfstransportbandes (16) herangebrachten Spulen (14) dient, und dass ein Spulenschieber (33, 34) zum Abrollen der Spulen (14) vom Hilfsband (16) zur Mulde (31) vorhanden ist.
     
    10. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Detektoren (35, 37) vorgesehen sind, welche durch die auf den Transportbändern (13, 16) bewegten Spulen (14) betätigbar sind und welche Anzeigesignale liefern, welche bei einer unerwünschten Lage einer Spule (14) verschieden sind von den bei einer ordnungsgemässen Lage der Spule durch die Detektoren (35, 37) gelieferten Signale.
     
    11. Vorrichtung nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich am Ende des vom Hilfstransportband (16) gebildeten Transportweges ein Anschlag (41) für die Spulen (14) und der weitere Detektor (36) befinden und das Signal des letzteren zum Abstellen des Hilfstransportbandes (16) dient.
     
    12. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Detektor (23, 35) als ein berührungsloser Fühler ausgebildet ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht