[0001] Die Erfindung betrifft ein Linienprofilstück für Tennisplätze in Form eines geschlossenen
Hohlprofiles, mit einem Boden, seitlichen, mit Wasserdurchlaßöffnungen versehenen
Wandungen und einer mit ihrer Oberseite die Linie bildenden oberen Abdeckung. Bei
einem bekannten Linienprofilstück der gattungsgemäßen Art (US-A-4 218 059) wird die
obere Abdeckung durch ein mit seiner Oberfläche die Linie bildendes Polsterprofilstück
gebildet. Das Linienprofilstück wird mit sich nach ober zur Bodenoberfläche hin verjüngenden
seitlichen Wandungen in der Oberschicht des Platzes verlegt.
[0002] Ein derart ausgebildetes Linienprofilstück ist für eine schnelle Restwasserbeseitigung
im Linienbereich von Tennisplätzen, insbesondere im Grundlinienbereich, nur wenig
geeignet, da infolge der oberen Abdeckung unter anderem durch das vorgespannte Polsterprofilstück
eine Restwasserbeseitigung durch diese Abdeckung hindurch selbst nicht möglich ist,
während die in ihrem unteren Bereich mit Wasserdurchlaßöffnungen versehenen seitlichen
Wandungen des Hohlprofiles durch die meist erhebliche Verdichtung des Deckschichtenmateriales
gerade im Grundlinienbereich in Verbindung mit einem sehr hohen Anteil an durch Verschleiß
entstandenen Feinbestandteilen oft nur noch einen geringen Dränageeffekt ausüben können.
Zwar wäre das Polsterprofilstück aus seinem Aufnahmeraum wieder herausnehmbar, doch
wäre hierdurch eine anzustrebende Öffnung des Hohlprofiles selbst nach oben zwecks
Zugänglichkeit des Innenraumes zur Reinigung nicht gegeben. Tennisplätze werden üblicherweise
mit all ihren Materialschichten maschinell hergestellt. Durch den trapezförmigen Querschnitt
des bekannten Linienprofilstückes mit Hinterschneidung nach oben ist jedoch hier ein
einfaches Einbringen in einen fertig liegenden Tennisplatz oder ein nachträgliches
Anbringen eines derartigen Linienprofilstückes in einen Tennisplatz nicht ohne weiteres
möglich. Es müssen Aufgrabe- und Hinterfüllarbeiten im Linienbereich am Deckschichtmaterial
des Tennisplatzes vorgenommen werden. Das gleiche gilt für den Fall eines Hochfrierens
eines derartigen Linienprofilstückes im Winter oder bei größeren Niveauausgleichsarbeiten
bei der Beseitigung von Deckmaterialverlusten, da aufgrund der genannten Formgestaltung
ein einfaches Einwalzen des Linienprofilstückes in den Platz nicht möglich ist.
[0003] Es sind andererseits Linienprofilstücke bestehend aus oberen Deckleisten mit darunter
befindlichen seitlichen Steckstegen bekannt, die jedoch weder ein Hohlprofil bilden
noch im Deckleistenbereich Wasserdurchlanöffnungen haben. Diese Linienprofilstücke
sind zwar einfach und schnell, auch nachträglich, zu verlegen, bieten jedoch keinerlei
Möglichkeit der Schnellen Restwasserbeseitigung im Linienbereich von Tennisplätzen.
Soweit solche Linienprofilstücke in ihren seitlichen Steckstegen Öffnungen haben (BE-A-386
883), dienen diese Öffnungen der besseren Verankerung der Steckstege in einem Beton-oder
Mörtelbett.
[0004] Es ist schließlich bei gattungsgemäß andersartigen großvolumigen Dränagerohren für
die Gesamtentwässerung von Tennisplätzen bekannt, derartige großvolumige Dränagerohre
an ihrem oberen Ende so schmal werden zu lassen, daß darauf eine mit Wasserdurchlaßöffnungen
versehene Deckleiste, die oberseitig die Linie bildet, lösbar aufgesetzt werden kann.
Mit einem derartigen Dränagerohr ist unter anderem auch die Entwässerung im Grundlinienbereich
möglich und man gelangt durch Abnehmen der Deckleiste auch in das Innere des Dränagerohres,
um dieses gegebenenfalls freispülen zu können. In jedem Fall erforderlich ist aber
der seitliche Anschluß derartiger Dränagerohre an das Gesamtentwässerungssystem des
Tennisplatzes. Eine einfache und insbesondere auch nachträgliche Verlegung sind nicht
möglich, da derartige, in ihrem Querschnitt wiederum trapezförmige großvolumige Dränagerohre
das Aufgraben des Tennisplatzes bis tief in seine Tragschicht hinein erfordern. Kommt
es einmal zu Verlagerungen eines derartigen Dränagerohres, muß der Platz wieder im
Linienbereich aufgegraben werden, da ein einfaches Eintreiben oder Einwalzen unmöglich
sind. Einfache Linienniveauangleichungen unter Berücksichtigung des Deckmaterialschwundes
durch Überwalzen sind unmöglich. Es ist hierzu vielmehr ein durch die Verschmutzungsgefahr
störanfälliges mechanisches Stellsystem erforderlich.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Linienprofilstück der
gattungsgemäßen Art zu schaffen, das eine zuverlässige und schnelle Restwasserbeseitigung
im Linienbereich bei denkbar einfacher Handhabung bezüglich Einbringung oder nachträglicher
Verlegung, bezüglich der üblichen Platzwartungsarbeiten und bezüglich seiner Reinigung
gewährleistet.
[0006] Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß die seitlichen Wandungen Steckstege
sind, die obere Abdeckung eine mit Wasserdurchlaßschlitzen versehene Deckleiste ist,
die lösbar mit dem oberen Kantenbereich der seitlichen Steckstege verbunden ist und
der Boden keilförmig nach unten zulaufend ausgebildet ist.
[0007] Insbesondere auch mit Hilfe der auch in der Deckleiste vorgesehenen Wasserdurchlaßschlitze
ermöglicht dieses Linienprofilstück eine rasche zuverlässige Restwasserbeseitigung
im Linienbereich von Tennisplätzen selbst dann, wenn hier das Deckschichtmaterial
infolge des Spielbetriebes erheblich verdichtet ist und schon viele Feinanteile aufweist.
Der Spielbetrieb kann somit sehr frühzeitig wieder aufgenommen werden. Die anfallenden
Reinigungsarbeiten im Hinblick auf die in das Hohlprofil gelangenden Partikel des
Deckschichtenmateriales können problemlos ohne Herausnahme des Linienprofilstückes
aus dem Platz durchgeführt werden, da die oberseitige Deckleiste abgenommen werden
kann. Aufgrund der Ausbildung der seitlichen Wandungen als Steckstege in Verbindung
mit der keilförmigen Ausbildung des Bodens läßt sich dieses Linienprofilstück denkbar
einfach in einen maschinell bezüglich der Materialschichten vollständig fertiggestellten
Tennisplatz einbringen, indem man es einfach in die Deckschicht eindrückt. Genau so
einfach kann ein derartiges Linienprofilstück nachträglich in bestehende Tennisplätze
eingebracht werden. Auch bei Verlagerungen des Linienprofilstückes, beispielsweise
durch Frost, ist die Wiederherstellung in denkbar einfacher Weise beispielsweise durch
das dann sowieso erforderliche Walzen des Tennisplatzes zu bewerkstelligen. Auch bei
erforderlichen Niveauausgleichsarbeiten infolge Deckmaterialschwundes bringt das sowieso
erforderliche Walzen dieses Linienprofilstück in die richtige Lage.
[0008] Der Unteranspruch kennzeichnet eine zweckmäßige weitere Ausgestaltung eines derartigen
Linienprofilstückes bezüglich einer konstruktiv einfachen und leicht durchzuführenden
Abnahmemöglichkeit der Deckleiste.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel eines derartigen Linienprofilstückes wird nachstehend unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.
[0010] Die Zeichnung zeigt eine perspektivische, teilweise geschnittene Darstellung eines
Linienprofilstückes gemäß der Erfindung.
[0011] Das dargestellte Linienprofilstück für Tennisplätze ist als geschlossenes Hohlprofil
ausgebildet und weist zwei seitliche Steckstege 2 auf, die zumindest in ihren unteren
Bereichen außenseitig mit Verankerungsrippen 3 versehen sind. Die obere, mit ihrer
Oberseite die Linie bildende Abdeckung des Hohlprofiles geschieht durch eine Deckleiste
1, die lösbar mit dem oberen Kantenbereich der seitlichen Steckstege 2 verbunden ist.
Hierzu sind im dargestellten Ausführungsbeispiel unter die Unterseite der Deckleiste
1 kleine, nach unten weisende Klemmstege 1a angeformt, die nach außen weisende Rastnasen
1 haben, für die im Innenrandbereich der seitliche. Stege 2 Aufnahmenuten 2a vorgesehen
sind. Nach der Montage liegen somit die Klemmstege 1a innerhalb der seitlichen Stege
2.
[0012] Der Boden 4' des Hohlprofiles ist als sich keilförmig nach unten verjüngender Boden
gebildet, so daß das Eindrücken des Linienprofilstückes in den Boden, also durch die
Deckmaterialschicht und die dynamische Schicht, besonders einfach möglich ist.
[0013] Die die obere Abdeckung und die Linie bildende Deckleiste 1 ist mit schmalen, länglichen
Wasserdurchlaßschlitzen 6 versehen, mit denen auch die seitlichen Steckstege 2 versehen
sind. Zweckmäßig weist auch noch der keilförmige Boden 4' derartige Wasserdurchlaßschlitze
6 auf, so daß das gesammelte Restwasser hier hindurch auch in die etwas tiefer liegenden
Bodenschichten des Platzes versickern kann.
1. Linienprofilstück für Tennisplätze in Form eines geschlossenen Hohlprofiles mit
einem Boden (4'), seitlichen, mit Wasserdurchlaßöffnungen (6) versehenen Wandungen
(2) und einer mit ihrer Oberseite die Linie bildenden oberen Abdeckung (1), dadurch
gekennzeichnet, daß die seitlichen Wandungen Steckstege (2) sind, daß die obere Abdeckung
eine mit Wasserdurchlaßschlitzen (6) versehene Deckleiste (1) ist, die lösbar mit
dem oberen Kantenbereich der seitlichen Steckstege (2) verbunden ist und daß der Boden
(4') keilförmig nach unten zulaufend ausgebildet ist.
2. Linienprofilstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter die Deckleiste
(1) zwei zueinander parallele Klemmstege (1a) geformt sind, die jeweils außenseitig
Rastleisten (1 b) aufweisen, für die an den einander zugewandt liegenden oberen Innenwandbereichen
der Steckstege (2) Aufnahmenuten (2a) vorgesehen sind.
1. A shaped line member for tennis courts in the form of a closed hollow member having
a bottom (4'), side walls (2) which are provided with water drain openings (6), and
a top cover (1) which with its top side forms the line, characterised in that the
side walls are connector web portions (2), that the top cover is a cover bar (1) which
is provided with water drain slots (6) and which is releasably connected to the upper
edge region of the side connector web portions (2) and that the bottom (4') is formed
with a taperingly downwardly converging configuration.
2. A shaped line member according to claim 1 characterised in that formed under the
cover bar (1) are two mutually parallel clamping web portions (1a) which each have
on their outward side retaining bar portions (1b) for which receiving grooves (2a)
are provided at the mutually facing upper inside wall regions of the connector web
portions (2).
1. Elément profilé pour les lignes de jeu de courts de tennis, sous la forme d'un
profilé creux avec un fond (4'), des parois latérales (2) munies d'ouvertures de passage
d'eau (6) et un revêtement supérieur (1) formant par son côté supérieur la ligne de
jeu, caractérisé en ce que les parois latérales sont des montants emboîtables (2),
en ce que le revêtement supérieur est une barrette de recouvrement (1) munie de fentes
de passage d'eau (6), qui est assemblée de manière amovible à la zone de bord supérieure
des montants emboîtables latéraux (2), et en ce que le fond (4') est configuré en
forme de coin s'étendant vers le bas.
2. Elément profilé pour lignes de jeu selon la revendication 1, caractérisé en ce
que deux montants de serrage parallèles entre eux (1a) sont formés sous la barrette
de recouvrement (1), lesquels présentent respectivement sur leur côté extérieur des
barrettes enclenchables (1b) pour lesquelles sont prévues des rainures réceptrices
(2a) sur les régions supérieures mutuellement en vis-à-vis de la paroi intérieure
des montants emboîtables (2).