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EP 0 101 573 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.01.1986 Patentblatt 1986/02 |
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Anmeldetag: 27.07.1983 |
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Antriebseinrichtung für Handhabungsgeräte
Driving element for handling devices
Mécanisme de commande pour dispositifs de manipulation
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH FR GB LI |
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Priorität: |
21.08.1982 DE 3231209
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.02.1984 Patentblatt 1984/09 |
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Anmelder: WAGNER INTERNATIONAL AG |
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9450 Altstätten (CH) |
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Erfinder: |
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- Nutt, Josef
CH-9469 Haag (CH)
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| (74) |
Vertreter: Engelhardt, Guido, Dipl.-Ing. |
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Patentanwalt
Postfach 13 50 88003 Friedrichshafen 88003 Friedrichshafen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebseinrichtung für ein einachsiges Handhabungsgerät
mit einem beidseitig von Druckluft beaufschlagbaren, in einem Druckzylinder verschiebbar
eingesetzten Verstellkolben, mittels dem unmittelbar oder über Zwischenglieder ein
höhenverstellbar angeordnetes Werkzeug, beispielsweise eine Spritzpistole, trieblich
verbunden ist.
[0002] Antriebseinrichtungen dieser Art sind in zahlreichen unterschiedlichen Ausgestaltungen
bekannt und haben sich in der Praxis auch bewährt. Den beiden Druckräumen des Zylinders
wird hierbei aber, um eine Verstellbewegung vorzunehmen, Druckluft gleichen Druckes
wechselweise zugeführt und durch Entlüftung des nicht an die Druckmittelleitung angeschlossenen
Druckraumes wird die Verstellgeschwindigkeit des Verstellkolbens geregelt. Da somit
die auf den Verstellkolben einwirkende Gewichtskraft des Werkzeuges nicht ausgeglichen
wird, sind die Verstellgeschwindigkeiten beim Absenken mituntererheblich höher als
beim Anheben des Werkstückes. Vor allem ist von Nachteil, dass der Verstellkolben
im unteren Umkehrpunkt eine verhältnismässig lange Zeitspanne in Ruhe verharrt und
eine wesentlich grössere Beschleunigungsstrecke zu durchfahren ist als im oberen Umkehrpunkt.
Die Verzögerungs- und Beschleunigungscharakteristiken sind daher in den Umkehrpunkten
sehr unterschiedlich. Ausserdem ist die Hubgeschwindigkeit nicht oder nur mit grossem
Aufwand für einen anderen Einsatzzweck veränderbar. In automatischen Fertigungsanlagen
sind daher die bekannten Antriebseinrichtungen nicht oder nur unter Schwierigkeiten
einzusetzen.
[0003] Es ist demnach Aufgabe der Erfindung, die Antriebseinrichtung der vorgenannten Gattung
in der Weise zu verbessern, das nicht nur die Verstellgeschwindigkeit des Verstellkolbens
in beiden Verstellrichtungen auf einfache Weise veränderbar und damit einstellbar
ist, sondern dass auch gleiche Beschleunigungen beim Anheben und Absenken des Werkstückes
gegeben sind, so dass die Verstellgeschwindigkeiten in beiden Verstellrichtungen in
den Bereichen, in denen das Werkstück in Funktion ist, ebenfalls gleich sind. Die
durch die Masse des Werkzeuges bedingte lotrecht gerichtete Kraft soll ohne Einfluss
auf die Verstellbewegungen und somit ausgeglichen sein.
[0004] Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass in der Ruhestellung des Handhabungsgerätes
die beiden dem Verstellkolben zugeordneten Druckräume zum Ausgleich der auf diesen
einwirkenden Gewichtskraft ständig mit Druckluft unterschiedlichen Druckes beaufschlagt
sind, dass zum Betrieb des Handhabungsgerätes die beiden Druckräume wechselweise ebenfalls
mit Druckluft unterschiedlichen Druckes beaufschlagbar und über mittels Steuerventilen
anschliessbare, vorzugsweise verstellbare Drosseln wechselweise entlüftbar sind, und
dass zum beschleunigten Abströmen der Druckluft aus dem beim Anheben des Werkzeuges
entlüfteten Druckraum an diesen ein Entlüftungsventil angeschlossen ist, das für eine
einstellbare Zeitdauer geöffnet ist.
[0005] Um auf einfache Weise die auf den Verstellkolben einwirkende Gewichtskraft des Werkzeuges
durch eine Druckreduzierung ausgleichen zu können, ist es angebracht, zumindest in
die in den beim Anheben des Werkzeuges entlüfteten Druckraumführende Druckmittelzuführungsleitung
einen Druckregler einzusetzen. Selbstverständlich können aber auch beide Druckmittelzuführungsleitungen
mit einem Druckregler versehen sein bzw. die zu dem Druckraum höheren Druckes führende
Druckleitung kann zwischen zwei Druckreglern abgezweigt werden, damit die jeweils
erforderlichen Drücke exakt einzustellen sind.
[0006] Zweckmässig ist es ferner, an die Druckmittelzuführungsleitung niederen Druckes mittels
Zweigleitungen zwei Ventile anzuschliessen, die von durch den Verstellkolben unmittelbar
oder über Zwischenglieder betätigbare Endschalter verstellbar sind, derart, dass über
das mit dem der unteren Betriebsstellung des Werkzeuges zugeordneten Endschalter zusammenwirkende
Ventil das dem Druckraum niederen Druckes zugeordnete Entlüftungsventil und über das
mit dem der oberen Betriebsstellung des Werkstückes zugeordneten Endschalters zusammenwirkende
Ventil ein Umschaltventil über die Zweigleitungen an die Druckmittelzuführungsleitung
niederen Druckes anschliessbar bzw. durch den in dieser herrschenden Druck umschaltbar
sind.
[0007] Des weiteren ist es vorteilhaft, an die Druckleitung niederen Druckes ein Schaltventil
anzuschliessen, das über Steuerleitungen mit dem Umschaltventil und einem Oder-Ventil
verbunden ist, dass das Umschaltventil über Steuerleitungen mit den den Druckräumen
des Druckzylinders zugeordneten Steuerventilen in Verbindung steht und durch über
das Oder-Ventil und dem dem Druckraum niederen Druckes zugeordneten Endschalter zusammenwirkenden
Ventil zugeführten Steuerimpulsen umschaltbar ist. Auf diese Weise ist gewährleistet,
dass bei Inbetriebnahme der Antriebseinrichtung stets ein Aufwärtshub ausgeführt wird.
[0008] Die Öffnungszeit des Entlüftungsventils kann in einfacher Weise mittels eines mit
dem Verstellkolben zusammenwirkenden Steuernockens, mittels eines Zeitschaltrelais
oder dgl. eingestellt werden, auch ist es angebracht, zur Einstellung des Verstellweges
des Verstellkolbens die Endschalter höhenverstellbar anzuordnen.
[0009] Die gemäss der Erfindung ausgebildete Antriebseinrichtung ist nicht nur ohne grossen
Bauaufwand in wirtschaftlicher Weise, da dazu weitgehend handelsübliche Bauteile verwendet
werden können, herzustellen, sondern diese ermöglicht es auch, die Funktion eines
Werkzeuges, dessen Höhenlage mittels eines Verstellkolbens zu verändern ist, sehr
günstig zu beeinflussen. Werden nämlich die beiden Druckräume des Druckzylinders ständig
mit Druckmittel unterschiedlichen Druckes beaufschlagt, so ist die auf den Verstellkolben
einwirkende Gewichtskraft ausgeglichen und die Verstellbewegungen werden lediglich
durch Entlüften des einen oder anderen Druckraumes ausgeführt. Und ist an den beim
Anheben des Werkstückes entlüfteten Druckraum des weiteren ein für eine bestimmte
Zeitdauer zu öffnendes Entlüftungsventil angeschlossen, so kann das Abströmen der
Druckluft aus diesem Druckraum rasch erfolgen. Der Verstellkolben kann somit, da bei
offenem Entlüftungsventil die Gegenkraft gering ist, in kurzer Zeit auf die vorgewählte
Verstellgeschwindigkeit beschleunigt werden. Durch das zusätzliche Abströmen der Luft
wird somit erreicht, dass die zur Beschleunigung der Masse und zur Überwindung der
Erdanziehung erforderliche Kraft aufgrund der Druckdifferenz in den beiden Druckräumen
in kurzer Zeit erreicht wird. Die Verzögerungs- und Beschleunigungscharakteristiken
sind daher für den oberen und den unteren Umkehrpunkt nahezu gleich, so dass das Werkzeug
über einen grossen Verstellbereich des Verstellkolbens unter gleichbleibenden Bedingungen
eingesetzt werden kann. Auch sind die Verstellgeschwindigkeiten, um z. B. eine Lackschicht
unterschiedlicher Stärke auf ein Werkstück aufzubringen, ohne Schwierigkeiten an die
jeweiligen Bedingungen anpassbar.
[0010] Des weiteren wird mittels des Schalventils und des Oder-Ventils erreicht, dass nach
einem Ausschaltten der Antriebseinrichtung stets mit einer Aufwärtsbewegung des Verstellkolbens
begonnen wird. Über das durch diese beeinflussbare Umsteuerventil wird nämlich beim
Ausschalten das dem Druckraum höheren Druckes zugeordnete Ventil betätigt, so dass
dieser an die Druckmittelzuführungsleitung angeschlossen ist, der Druckraum niederen
Druckes ist aber über das diesem zugeordnete, von einem Steuersignal beaufschlagten
Ventil entlüftet. Dadurch ist zuverlässig ein selbsthaltender Steuerimpuls vermieden,
die Betriebsaufnahme ist somit, ohne dass die Gefahr von Störungen oder gar Unfällen
besteht, ohne Schwierigkeiten jederzeit möglich.
[0011] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der gemäss der Erfindung ausgebildeten
Antriebseinrichtung für ein einachsiges Handhabungsgerät dargestellt und nachfolgend
im einzelnen erläutert. Hierbei zeigen:
Fig. 1 die einem mit einem Druckluftzylinder ausgestatteten Handhabungsgerät zugeordnete,
aus pneumatischen Schaltgliedern gebildete Antriebseinrichtung in einem statischen
Betriebszustand, und
Fig. 2 die Antriebseinrichtung nach Fig.1 zu Beginn einer Aufwärtsbewegung des Werkzeuges.
[0012] Die in den Fig.1 und 2 dargestellte und mit 11 bezeichnete Antriebseinrichtung ist
einem Handhabungsgerät 1 zugeordnet, das einen Druckzylinder 2, einen in diesen verschiebbar
eingesetzten Verstellkolben 3 sowie ein schematisch dargestelltes Werkzeug 4, z. B.
eine Farbspritzpistole, aufweist. Die Druckräume 5 und 6 des pneumatischen Druckzylinders
2 sind hierbei über Druckmittelzuführungsleitungen 13 und 14 an eine Druckmittelquelle
12 angeschlossen, so dass in diesen ein Druckmitteldruck aufgebaut werden kann.
[0013] Die Gewichtskraft des horizontal verstellbaren Werkstückes 4, die durch den Pfeil
8 angedeutet ist, ist bei der Antriebseinrichtung 11 ausgeglichen, der Verstellkolben
3 ist somit durch unterschiedliche in den Druckräumen 5 und 6 herrschende Drücke eingespannt
und dessen Verstellbewegung wird lediglich durch Entlüften der Druckräume 5 oder 6
bewerkstelligt.
[0014] Um den dem Anheben des Werkzeuges 4 zugeordneten Druckraum 5 mit Druckmittel höheren
Druckes zu beaufschlagen als den Druckraum 6 ist in die Druckmittelzuführungsleitung
14 nach der Abzweigung der Druckmittelzuführungsleitung 13 ein Druckregler 16 eingesetzt,
mittels dem der Druck abgesenkt werden kann. Der vorgeschaltete Druckregler 15 dient
nur dazu, Druckschwankungen des von der Druckquelle 12 zuströmenden Druckmittels zu
eliminieren.
[0015] In die Druckmittelzuführungsleitungen 13 und 14 sind Ventile 18 bzw. 20 eingesetzt,
über die die Druckräume und 6 über verstellbare Drosseln 19 bzw. 21 mit der Atmosphäre
zu verbinden sind. Des weiteren ist an die Druckmittelzuführungsleitung 14 ein Schaltventil
17 angeschlossen, das über Steuerleitungen 29 und 30 mit einem Oder- . Ventil 28 und
einem auch von diesem beeinflussbaren Umschaltventil 27 in Verbindung steht.
[0016] Ferner sind durch den Verstellkolben 3 über einen an diesem angebrachten Steuernocken
7 betätigbare in der Höhe einstellbare Endschalter 23 und 25 vorhanden, durch die
Ventile 24 bzw. 26 somit in Abhängigkeit von der Betriebsstellung des Verstellkolbens
3 betätigbar sind. Die Ventile 24 und 26 stehen über Zweigleitungen 33 bzw. 34 mit
der Druckmittelzuführungsleitung 14 und über Steuerleitungen 35 bzw. 36 mit dem Entlüftungsventil
22 bzw. dem Umschaltventil 27 in Verbindung, so dass diesen in einer bestimmten Betriebsstellung
der Ventile 24 bzw. 26 Schaltimpulse zugeleitet werden können. Das Entlüftungsventil
22 ist unmittelbar an das Ventil 20 angeschlossen, so dass der Druckraum 6 in einer
der beiden Betriebsstellungen des Ventils 20 ausser über die Drossel 21 zusätzlich
auch über das Entlüftungsventil 22 rasch zu entlüften ist.
[0017] Die Ventile 18 und 20 erhalten die Schaltimpulse über Steuerleitungen 31 bzw. 32
von dem Umschaltventil 27, das ausserdem über eine Steuerleitung 37 mit dem Oder-Ventil
28 in Verbindung steht. Über eine weitere Steuerleitung 38 kann diesem auch ein Steuerimpuls
aus der Steuerleitung 35 zugeleitet werden.
[0018] In der in Fig. 1 dargestellten Betriebsstellung des Handhabungsgerätes 1 stehen beide
Druckräume 5 und 6 unter Druck. Der Druck in dem Druckraum 6 ist jedoch mittels des
Druckreglers 16 reduziert und somit geringer bemessen als der in dem Druckraum 5 herrschende
Druck, und zwar derart, dass der Gewichtskraft 8 des Werkzeuges 4 aufgrund des Differenzdruckes
das Gleichgewicht gehalten wird. In dieser Betriebsstellung kann, da diese Antriebseinrichtung
mit der Bedingung ausgestattet ist, dass bei Inbetriebnahme nur eine Aufwärtsbewegung
ausgeführt werden kann, der Verstellkolben 3 nur nach oben verstellt werden. Dazu
wird das Schaltventil17 in die in Fig. 2 dargestellte Lage gebracht. Da das Umsteuerventil
27, das Oder-Ventil 28 und auch das Ventil 18 die Betriebsstellungen beibehalten,
das Ventil 20 aber über die Steuerleitungen 30 und 32 einen Schaltimpuls erhält, wird
durch dieses die Druckmittelzuführungsleitung 14 abgesperrt und es wird der Druckraum
6 über einen Teil 14' der Druckmittelzuführungsleitung 14 mit der Drossel 21 verbunden.
Die in den Druckraum 6 eingesperrte Druckluft kann somit gedrosselt abströmen, so
dass der Verstellkolben 3 mit einer einstellbaren Geschwindigkeit bis zur Betätigung
des Endschalters 25 durch den Schaltnocken 7 vertikal verstellt wird.
[0019] Sobald der Endschalter 25 betätigt wird, wird das Ventil 26 verstellt, so dass über
die Zweigleitung 34 und die Steuerleitung 36 das Umsteuerventil 27 einen Steuerimpuls
erhält. Dadurch wird die Steuerleitung 31 mit der an die Druckmittelzuführungsleitung
14 angeschlossenen Steuerleitung 30 verbunden, das Ventil 18 wird infolge davon ebenfalls
verstellt, so dass somit der Druckraum 5 über die Drossel 19 entlüftet ist. Die Verstellbewegung
des Verstellkolbens 3 wird auf diese Weise selbsttätig umgekehrt. Die Absinkgeschwindigkeit
ist mittels der Drossel 1 9 einstellbar. Die Verstellbewegungen des Verstellkolbens
können durch Betätigen des Schaltventils, 17 jederzeit unterbrochen werden, bei erneuter
Inbetriebnahme wird aber stets wiederum eine Aufwärtsbewegung ausgeführt.
[0020] Sobald über den Steuernocken 7 der Endschalter 23 betätigt wird, ist die an die Druckmittelzuführungsleitung
14 angeschlossene Zweigleitung 33 über das Ventil 24 mit der steuerleitung 35 verbunden,
das Entlüftungsventil 23 erhält somit einen Steuerimpuls. Gleichzeitig wird über die
Steuerleitung 38 auch das Oder-Ventil 28 beeinflusst und umgeschaltet, so dass über
die Steuerleitung 37 auch das Umsteuerventil 27 betätigt wird. Dadurch wird die Steuerleitung
32 über die Steuerleitung 30 an die Druckmittefzuführungsleitung 14 angeschlossen,
das Ventil 20wwird umgeschaltet und somit der Druckraum 6 zusätzl ich entlüftet.
[0021] Da aber an das Ventif 20 nicht nur die Drossel 21, sondern auch das Entlüftungsventil
22 angeschlossen sind, erfolgt die Entlüftung sehr rasch, und zwar ist das Entlüftungsventil
22 so lange geöffnet, wie das Ventil 24 über den Endschalter 23 und durch den Steuernocken
7 oder einem äquivalenten Mittel betätigt bleibt. Nimmt der Endschalter 23 die in
Fig. 1 dargestellte Stellung ein, fällt das Ventil 24 und auch das mit diesem verbundene
Entlüftungsventil 22 sofort ab, das in dem Druckraum 6 befindliche Druckmittel kann
dann nur noch über die Drossel 21 verzögert abströmen, wobei mittels dieser die Verstellgeschwindigkeit
eingestellt werden kann.
[0022] Mit Hilfe des Entlüftungsventils 22 kann somit der Verstellkolben 3 über eine kurze
Wegstrecke rasch auf die vorgegebene Verstellgeschwindigkeit beschleunigt werden,
in dem der in dem Druckraum 6 herrschende Druck für eine einstellbare Zeitspanne zusätzlich
abgebaut wird. Die Beschleunigungs- und Verzögerungscharakteristiken können demnach
im oberen und unteren Umkehrpunkt gleich gestaltet werden, da durch das zusätzliche
Abströmen der Luft aus dem Druckraum 6 die zur Beschleunigung des Werkstückes 4 und
zur Überwindung der Erdanziehung notwendige Kraft aufgrund der grossen Druckdifferenz
in kurzer Zeit erreicht wird. Und da mittels des Oder-Ventils 28 das Umsteuerventil
27 stets in eine derartige Schaltstellung gebracht wird, dass bei einer erneuten Inbetriebnahme
nur eine Vertikalbewegung des Werkstückes 3 ausführbar ist, ist auch eine hohe Betriebssicherheit
gegeben.
1. Antriebseinrichtung (11) für ein einachsiges Handhabungsgerät (1) mit einem beidseitig
von Druckluft beaufschlagbaren, in einem Druckzylinder (2) verschiebbar eingesetzten
Verstellkolben (3), mittels dem unmittelbar oder über Zwi- schengl.ieder ein höhenverstellbar
angeordnetes Werkzeug (4), beispielsweise eine Spritzpistole trieblich verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Ruhestellung des Handhabungsgerätes (1) die beiden
dem Verstellkolben (3) zugeordneten Druckräume (5, 6) zum Ausgleich der auf diesen
einwirkenden Gewichtskraft (Pfeil 8) ständig mit Druckluft unterschiedlichen Druckes
beaufschlagt sind, dass zum Betrieb des Handhabungsgerätes (1) die beiden Druckräume
(5, 6) wechselweise ebenfalls mit Druckluft unterchiedlichen Druckes beaufchlagbar
und über mittels Steuerventilen (18, 20) anschliessbare, vorzugsweise verstellbare
Drosseln (19, 21) wechselweise entlüftbar sind, und dass zum beschleunigtenAbströmen
der Druckluft aus dem beim Anheben des Werkzeuges (4) entlüfteten Druckraum (6) an
diesen ein Entlüftungsventil (22) angeschlossen ist, das für eine einstellbare Zeitdauer
geöffnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in die in den
beim Anheben des Werkzeuges (4) entlüfteten Druckraum (6) führende Druckmittelzuführungsleitung
(14) ein Druckregler (15) eingesetzt ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an die Druckmittelzuführungsleitung
(14) niederen Druckes mittels Zweigleitungen (33,34) zwei Ventile (24,26) angeschlossen
sind, die mit durch den Verstellkolben (3) unmittelbar oder über Zwischenglieder (Steuernocken
7) betätigbare Endschalter (23, 25) verstellbar sind, derart, dass über das mit dem
der unteren Betriebsstellung des Werkzeuges (4) zugeordneten Endschalter (23) zusammenwirkende
Ventil (24) das dem Druckraum niederen Druckes zugeordnete Entlüftungsventil (22)
und über das mit dem der oberen Betriebsstellung des Werkstückes (4) zugeordneten
Endschalters (25) zusammenwirkende Ventil (26) ein Umschaltventil (27) über die Zweigleitungen
(33 bzw. 34) an die Druckmittelzuführungsleitung (14) niederen Druckes anschliessbar
bzw. durch den in dieser herrschenden Druck umschaltbar sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an die Druckleitung (14)
niederen Druckes ein Schaltventil (17) angeschlossen ist, das über Steuerleitungen
(30, 29) mit dem Umschaltventil (27) und einem Oderventil (28) verbunden ist, dass
das Umschaltventil (27) über Steuerleitungen (31, 32) mit den den Druckräumen (5,
6) des Druckzylinders (2) zugeordneten Steuerventilen (18, 20) in Verbindung steht
und durch über das Oderventil (28) und dem dem Druckraum (6) niederen Druckes zugeordneten
Endschalter (25) zusammenwirkenden Ventil (26) zugeführten Steuerimpulsen (Steuerleitungen
37, 36) umschaltbar ist.
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Öffnungszeit des Entlüftungsventils (22) mittels eines mit dem Verstellkolben
(3) zusammenwirkenden Steuernockens (7), mittels eines Zeitschaltrelais oder dgl.
einstellbar ist.
6. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass zur Einstellung des Verstellweges des Verstellkolbens (3) die Endschalter (23,
25) höhenverstellbar angeordnet sind.
1. Driving device for an one axle manipulator with an adjustment piston shiftable
in a pressure cylinder by compressed air in both directions, by means of which piston
directly or via intermediate parts a tool adjustable in height, for example a spray
gun, is gearably connected, characterised in that both of the pressure chambers (5,
6) adjoined to the adjustment piston (3) in order to equalize the weight power (arrow
8) acting against the adjustment piston are permanently applied to compressed air
of different pressure, that both of the pressure chambers (5, 6) via preferably adjustable
throttles (19, 21) connectable via control valves (18, 20) are mutually vented and
that in order to accelerate leading out the compressed air from the vented pressure
chamber (6) when lifting the tool (4), to the pressure chamber a vent valve (22) is
connected opened during an adjustable time.
2. Device of Claim 1, characterised in that a pressure control (15) is inserted at
least into the line (14) leading pressure fluid and being connected to the pressure
chamber (6) vented when lifting the tool (4).
3. Device of one of the Claims 1 or 2, characterised in that two valves (24, 26) are
connected by means of branch lines (33, 34) to the line (14) leading low pressure
fluid, which valves are controllable by means of limit switches (23, 25) directly
acted by the adjustment piston (3) or by means of intermediate parts (control cams
7) in that way that the valve (24) co-operating with the limit switch (23) adjoined
to the lower operative condition of the tool (4), the vent valve (22) adjoined to
the low pressure chamber and via the valve (26) co-operating with the higher operative
condition limit switch (25) adjoined to the tool (4) a change over valve (27) is connectable
via branch lines (33 or 34 respectively) to the low pressure fluid line (14) or may
be switched over by the pressure in said line respectively.
4. Device of one or more of the Claims 1 through 3, characterised in that a switch
valve (17) is connected to the low pressure line (14), which switch valve is connected
to the switch valve (27) and an OR-valve (28) via control lines (30, 29), that the
switch valve (27) via control lines (31,32) is connected to control valves (18,20)
adjoined to the pressure chambers (5,6) of the pressure cylinder (2) and that the
switch valve is switchable by means of control pulses (control lines 37, 36) led via
the OR-valve (28) and the limit switch (25) adjoined to the low pressure chamber (6).
5. Device of one or more of the Claims 1 through 4, characterised in that the time
durations when the vent valve (22) is open is adjustable by means of a control cam
(7) co-operating with the control piston (3), by means of a time switch relais or
the like.
6. Device of one or more of the Claims 1 through 5, characterised in that the limit
switches (23,25) are adjustable in height in order to adjust the control piston's
(3) distance of adjustment.
1. Equipement d'entraînement pour un appareil aisé à manier à un axe, avec un piston
à cylindrée variable inséré dans un cylindre pneumatique soumis à l'air comprimé sur
les deux faces soit directement soit relié à l'aide de l'élément intermédiaire, est
un outil à déplacement vertical, par exemple un pistolet pulvérisateur, ainsi désigné,
de sorte que les deux chambres de pression (5, 6) affectées au piston à cylindrée
variable (3) soient soumises continuellement à une pression différente d'air comprimé
pour la compensation du poids (flèche 8) agissant sur celui-ci, de sorte que les deux
chambres de pression (5, 6) soient désaérables alternativement au moyen des valves
de commande (18, 20) et des étrangleurs de préférence réglables adaptables (19, 21
) et de façon qu'il est raccordé une valve de désaérage (22) pour les écoulements
accélérés de l'air comprimé de la chambre de pression désaérée (6), qui est ouverte
pour une durée réglable, lors du soulèvement de l'outil (4).
2. Equipement selon le droit 1, ainsi désigné, de façon qu'au moins un régulateur
de pression (15) soit monté dans la conduite d'arrivée d'air comprimé (14) arrivant
à la chambre de pression désaérée (6), lors du soulèvement de l'outil (4).
3. Equipement selon le droit 1 ou 2, ainsi désigné, de façon que deux valves (24,
26) soient raccordées à la conduite d'arrivée d'air comprimé (14) à basse pression
à l'aide des conduites de déviation (33,34) qui, à l'aide du piston à cylin- dréevariable
(3) sont réglables à l'aide des contacteurs de fin de course (23, 25) soit directement
ou à l'aide de l'élément intermédiaire (came de commande 7), de telle manière que
la valve (24) agissant avec le contacteur de fin de course (23) en position de service
inférieure de la pièce (4), la valve de désaérage (22) de la chambre basse pression
et à l'aide de fa valve (26) agissant avec le contacteur de fin de course (25) placé
à la position de service supérieure de la pièce (4), et une valve de commutation (27),
sont raccordables, à l'aide des conduites de dérivation (33 ou 34), à la conduite
d'arrivée d'air comprimé basse pression (14) ou commutables par la pression régnant
dans celle-ci.
4. Equipement selon un ou plusieurs droits 1 à 3, ainsi désigné, de sorte qu'il soit
raccordé une valve de commande (14) à la conduite basse pression (17) qui est reliée
aux conduites de distribution (30, 29) avec la valve de commande (17) et une valve
demélange (28) de façon que la valve de commutation (27) soit reliée par l'intermédiaire
des conduites de distribution (31,32) avec les valves de distribution (18, 20) dirigées
aux chambres de pression (5, 6) du cylindre de pression (2) et soit commutable à l'aide
des impulsions de commande (conduites de distribution 37, 36) dirigées à la valve
(26) agissant à travers la valve (28) et le contacteur de fin de course (25) disposé
à la chambre basse pression (6).
5. Equipement selon un ou plusieurs des droits 1 à 4, ainsi désigné, de sorte que
le temps d'ouverture de la valve de désaérage (22) soit réglable au moyen d'un relais
temporisé ou similaire avec la came de distribution (7) agissant avec le piston à
cylindrée variable (3).
6. Equipement selon un ou plusieurs des droits 1 à 5, ainsi désigné, de sorte que
les contacteurs de fin de course (23, 25) à déplacement vertical sont montés pour
le réglage de la course de réglage du piston à cylindrée variable (3).

