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EP 0 101 776 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.10.1985 Patentblatt 1985/40 |
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Anmeldetag: 15.11.1982 |
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Elastisch nachgiebige Sicherheitsbelagplatte
Resilient safety surfacing slab
Dalle de revêtement de sécurité élastiquement résiliente
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
26.08.1982 DE 3231779
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.03.1984 Patentblatt 1984/10 |
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Anmelder: WEGU Gummi- und Kunststoffwerke
Walter Dräbing KG |
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D-34123 Kassel (DE) |
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Erfinder: |
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- Höhn, Werner
D-3501 Ahnatal/OT Weimar (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Rehberg + Hüppe |
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Postfach 31 62 37021 Göttingen 37021 Göttingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine elastisch nachgiebige Sicherheitsbelagsplatte,
insbesondere für Böden, aus einem starren Trägerkörper und einem auf dessen Oberseite
vorgesehenen Belagskörper aus elastisch nachgiebigem Material, der eine im Abstand
von dem Trägerkörper gehaltene Deckplatte aufweist, die auf ihrer Unterseite lediglich
eine Vielzahl von noppenartigen Abstandshaltern besitzt, die im wesentlichen gleichmäßig
verteilt auf der Oberfläche des Trägerkörpers lose aufsitzen, wobei die Deckplatte
einen umlaufenden Rand mit einer nach innen gerichteten Umbiegung aufweist, mit der
sie am Trägerkörper verankert ist, wobei der Trägerkörper eine umlaufende, gestufte
Kante mit einer auf der der Deckplatte abgekehrten Seite angeordneten umlaufenden
Ausnehmung aufweist, der umlaufende, außerhalb des Umrisses des Trägerkörpers angeordnete
Rand der Deckplatte mit einer Umbiegung in die Aussparung des Trägerkörpers eingreift
und unter der Umbiegung des umlaufenden Randes der Deckplatte ein Freiraum vorgesehen
ist. Solche Sicherheitsbelagsplatten werden als Fertigbodenteile bevorzugt für Kleinspielfelder,
als Fallschutzböden auf Kinderspielplätzen und unter Spiel- und Sportgeräten, aber
auch bei sonstigen Freizeitanlagen verwendet. Sie können auf beliebigem Untergrund
aufgelegt werden, beispielsweise in ein Sandbett, aber auch auf eine Rohbetondecke
o. dgl. unter Zwischenschaltung vom Dämmaterial.
[0002] Die Erfindung geht von einer Sicherheitsbelagsplatte mit den genannten Merkmalen
aus, wie sie aus einer nicht vorveröffentlichten älteren Anmeldung EP-A-0 058 825
der Anmelderin beschrieben ist. Dieses Dokument fällt unter Artikel 54(3) EPÜ. Damit
wird eine Sicherheitsbelagsplatte geschaffen, bei der ein gleichmäßiger Kraftabbau
über die gesamte Platte und über deren Grenzen im Verbund hinweg erreicht wird. Die
Sicherheitsbelagsplatte weist in allen ihren Bereichen gleiche oder zumindest etwa
gleiche Nachgiebigkeit auf. Es ist keinerlei Verankerung zwischen der Innenseite der
Deckplatte bzw. den Abstandshaltern und der Oberfläche des Trägerkörpers vorgesehen.
Die Verankerung wird einerseits mit Hilfe des umlaufenden Randes und der nach innen
gerichteten Umbiegung an der gestuften Kante gehalten und die noppenartigen Abstandshalter
werden klar funktionell getrennt. Damit behindert die Verankerung die federnde Nachgiebigkeit
der Deckplatte nicht mehr. Der umlaufende Rand des Belagskörpers besitzt der jeweils
benachbarten Platte zugekehrt, eine senkrechte Begrenzungsfläche, die vom Bereich
der Abstandshalter bis über einen Großteil der Höhe des Trägerkörpers reicht, so daß
bei der Verlegung dieser Sicherheitsbelagsplatten im Verbund die einzelnen Platten
mit diesen vertikalen Flächen aneinanderstoßend zu liegen kommen. Durch die Beweglichkeit
der Belagskörper relativ zu den Trägerkörpern tritt bei Temperaturänderungen infolge
unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten des Belagskörpers einerseits und des Trägerkörpers
andererseits eine unschöne Wellenbildung der Oberflächen der Deckplatten auf. Insbesondere
bei starker Sonneneinstrahlung auf im Verbund eng aneinanderstoßend verlegte Sicherheitsbelagsplatten
beobachtet man eine beulenartige Aufwölbung der einzelnen Belagskörper, so daß die
Oberfläche insgesamt uneben wird.
[0003] Sicherheitsbelagsplatten mit einem Teil der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen
Merkmale sind aus der GB-PS 1 229 516 oder auch aus der DE-PS 2 329 542 bekannt. Dort
wird die vorhandene Deckplatte des Belagskörpers über Ankerkörper mit der Oberfläche
des Trägerkörpers verbunden, wobei die Ankerkörper in Abständen zwischen den Abstandshaltern
angeordnet sind und in dem ausgehärteten Material des Trägerkörpers verankert sind.
Außerdem besitzen diese bekannten Sicherheitsbelagsplatten einen umlaufenden Rand,
der sich auf die Oberseite der Trägerkörper aufsetzt und damit eine Randabstützung
bildet. Bei diesen bekannten Sicherheitsbelagsplatten ist die vertikale Seitenfläche
jeder Platte an dem Belagskörper und dem Trägerkörper durchgehend vorgesehen. Werden
diese Platten, wie üblich, ohne Spiel im Verband verlegt, dann führt eine Temperaturänderung
zu einer vergleichsweise verstärkten Wellen- und Beulenbildung, weil zusätzlich noch
das zwischen Belagskörper und Trägerkörper eingespannte Luftpolster durch den auf
dem Trägerkörper aufliegenden Rand etwa abgedichtet gehalten wird.
[0004] Das DB-GM 7 013 835 zeigt eine Belagsplatte, bei der der Belagskörper über Hinterschneidungen
mit dem Trägerkörper verbunden ist. Dabei ist ein Luftpolster zwischen Belagskörper
und Trägerkörper nicht vorgesehen, sondern es sind die Verankerungsstellen und der
mit einer Umbiegung versehene umlaufende Rand in der ausgehärteten Masse des Trägerkörpers
verankert. Auch hierbei sind die Platten an den vier Seiten durch vertikal durchgehende
Flächen begrenzt. Das DB-GM 7 609 345 zeigt eine ähnlich ausgebildete Bodenplatte,
bei der jedoch die Deckplatte umlaufend seitlich mit angeformten Randstreifen verbreitert
ist, die dem Zweck dienen, den Belagskörper nach seiner Herstellung maßhaltig zu stanzen
bzw. die Randstreifen entsprechend der geforderten Maßhaltigkeit zu beschneiden. Auch
hier erfolgt die Einformung der Verankerungsglieder und des umlaufenden Randes in
das Material des Trägerkörpers bei dessen Aushärtung. Das DB-GM 7 724 504 zeigt insofern
eine Weiterbildung, als hier auf der Unterseite der Deckplatte Abstandshalter vorgesehen
sind, zwischen denen sich ein Luftpolster ausbilden kann. Der mit der Umbiegung versehene
umlaufende Rand ist auch hier formschlüssig im Material des Trägerkörpers verankert.
Der Belagskörper weist in Höhe der Deckplatte eine umlaufende Randverbreiterung auf,
die gegenüber der ansonsten senkrechten Begrenzungsfläche übersteht. Eine solche Ausbildung
ist für die Verlegung der Platten im Verbund insofern hinderlich, als die Platten
mit diesen Randverbreiterungen aneinanderstoßend so verlegt werden müssen, daß die
Platten wenigstens bei der Verlegungstemperatur eine ebene Oberfläche aufweisen. Auch
hier besteht jedoch die Gefahr, daß die Belagskörper insbesondere bei starker Sonneneinstrahlung
die schon beschriebene Wellen-und Beulenbildung zeigen, weil sie sich im Bereich der
Deckplatte aneinander abstützen und durch die Einformung der Umbiegung des Randes
zusätzlich noch das Luftpolster abgedichtet eingeschlossen ist, welches sich bei Wärmeeinwirkung
entsprechend ausdehnt.
[0005] Man kann der beschriebene Wellen- und Beulenbildung, jedenfalls bei der Belagsplatte
der eingangs beschriebenen Art dadurch entgegenwirken, daß die einzelnen Platten mit
gegenseitigem Abstand verlegt werden, also unter Einhaltung einer durchgehenden Fuge.
Um diese Fugen gleichmäßig zu gestalten, muß erhebliche Sorgfalt angewandt werden.
Auch einzusetzende Hilfsvorrichtungen, wie Fugenabstandshalter, können hier notwendig
werden. Trotz dieser, die Verlegearbeit erschwerenden Maßnahmen kann es beim Gebrauch
des Bodenbelages dazu kommen, daß einzelne Platten ihre relative Lage zu den Nachbarplatten
verändern und dabei im Bereich der Fuge aneinander stoßen, so daß auch hier - wenn
auch in geringerem Maße - die Wellen- und Beulenbildung auftreten kann.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheitsbelagsplatte der eingangs
beschriebenen Art zu schaffen, die sich einerseits leicht und ohne zusätzliche Hilfsmittel
verlegen läßt und bei der andererseits die Wellen- und Beulenbildung beseitigt ist,
so daß Temperatureinwirkungen nicht zu einer Deformation der freien Oberfläche der
Belagskörper führen können.
[0007] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß an dem umlaufenden Rand der Deckplatte
in Höhe der Stufe des Trägerkörpers ein oder mehrere Vorsprünge über den Umfang des
Belagskörpers verteilt vorgesehen sind, daß der umlaufende Rand in Höhe der Abstandshalter
und der Deckplatte eine fugenbildende Aussparung äufweist, und daß der umlaufende
Rand in Höhe der Abstandshalter einen seitliche Bewegungen gestattenden verminderten
Querschnitt aufweist. Mit dieser Ausbildung wird eine Doppelfunktion erreicht. Die
Sicherheitsbelagsplatten stützen sich direkt aneinander ab, so daß ihre Verlegung
vergleichsweise einfach ist. Die Platten können direkt aneinander stoßend verlegt
werden. Abstandshalter o. dgl. Hilfsmittel entfallen bei der Verlegung. Trotzdem behindert
diese Abstützung nicht die Ausdehnung der Deckplatte bei Temperaturänderungen. Die
gegenseitige Abstützung der Platten aneinander ist nämlich in einen Bereich verlegt,
der einen beträchtlichen Abstand von der Oberfläche der Deckplatte aufweist. In Verbindung
damit ist der Querschnitt des Randes in Höhe der Übergangsstelle zwischen dem Trägerkörper
und den Abstandshaltern des Belagskörpers gleichsam mit einer Schwachstelle versehen,
die das seitliche Wegbiegen bzw. Auffedern oder Zusammenfedern des Belagskörpers in
der Ebene der Deckplatte gestattet, und zwar ohne, daß die frei sichtbare Oberfläche
der Deckplatte dabei aus ihrer Ebene heraus beulen- oder wellenartig deformiert würde.
Zwischen den einzelnen Belagskörpern in Höhe der Deckplatte und zumindest im wesentlichen
über die Höhe der Abstandshalter bildet sich somit eine Fuge, die nicht nur ein dekoratives
Aussehen hat, sondern auch die beschriebene technische Wirkung der Ausdehnung des
Belagskörpers in diesem Bereich bei Temperaturerhöhung zuläßt. Ein weiterer Vorteil
dieser erfindungsgemäßen Ausbildung ist darin zu sehen, daß die Schwachstelle im Bereich
des umlaufenden Randes auch das Aufknöpfen des Belagskörpers auf den Trägerkörper
nach dessen Aushärtung und ggf. unmittelbar vor der Verlegung auf der Baustelle erleichtert
und vereinfacht.
[0008] Der Vorsprung kann mit halber Fugenbreite umlaufend um den umlaufenden Rand vorgesehen
sein, so daß der Vorsprung an allen vier seitlichen Begrenzungsflächen gleiches Aussehen
aufweist. Die beiden Vorsprünge je zweier benachbarter Sicherheitsbelagsplatten bilden
damit die Fuge aus. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß die einzelnen Platten in
beliebiger Relativlage, also bei insgesamt vier Möglichkeiten bei quadratischer Ausbildung
aneinander angelegt werden können. Es ist aber auch möglich, daß mehrere Vorsprünge
mit ganzer Fugenbreite über den Umfang verteilt und einander ergänzend angeordnet
sind. Dies bringt vorteilhaft eine gewisse gegenseitige Verzahnung im Bereich der
Vorsprünge. Allerdings ist es hierbei erforderlich, jede Platte ausgerichtet zur anderen
an diese anzulegen, wobei es nur eine einzige Anschlußmöglichkeit gibt.
[0009] In allen Fällen ist es nicht erforderlich, daß der oder die Vorsprünge lückenlos
über den Umfang durchgehen. Es ist vielmehr möglich, daß die Vorsprünge an den Freiraum
anschließende Durchbrechungen aufweisen, durch die hindurch eine beschleunigte Wasserabfuhr
erfolgt und über die auch das Luftpolster unter den Abstandshaltern an die Atmosphäre
angeschlossen ist.
[0010] Wesentlich ist, daß die Vorsprünge jedenfalls in Höhe der Stufe des Trägerkörpers
vorgesehen sind. Wenn der oder die Vorsprünge bis in den Bereich der Umbiegung reichend
vorgesehen sind, so stört dies nicht, bringt im Gegenteil eine Entformungshilfe für
die Belagskörper, weil sich diese leichter entformen lassen.
[0011] Zwischen der umlaufenden Stufe des Trägerkörpers und dem die Vorsprünge tragenden
Teil des Randes des Belagskörpers kann ein Spalt vorgesehen sein. Es handelt sich
hierbei um einen eng begrenzten Spalt, also um Spiel, welches bei der Herstellung
eingehalten wird. Dieses Spiel dient dem erleichterten Aufknüpfen der Belagskörper
auf die Trägerkörper einerseits und dem Anschluß des Luftpolsters unter der Deckplatte
an die Atmosphäre, und zwar über den Freiraum und ggf. die Durchbrechungen im Bereich
der Vorsprünge.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch Teile von zwei benachbarten, im Verband verlegten
Sicherheitsbelagsplatten,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Belagskörper in verkleinerter Darstellung mit einer
zweiten Ausführungsform der Vorsprünge und
Fig. 3 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 2 mit einer weiteren Ausführungsmöglichkeit
der Vorsprünge.
[0013] Jede Sicherheitsbelagsplatte 1 besteht im wesentlichen aus zwei Teilen, nämlich einem
Trägerkörper 2 und je einem Belagskörper 3. Die Trägerkörper 2 können aus Beton, Holz,
Kunststoff o. dgl. bestehen, während die Belagskörper 3 in der Regel aus Gummi hergestellt
sind. Jeder Belagskörper 3 weist eine Deckplatte 4 auf, die auf ihrer Oberseite 5
die nutzbare Oberfläche abgibt, während auf ihrer Unterseite 6 noppenförmige Abstandshalter
7 in großer Vielzahl und regelmäßiger Anordnung vorgesehen sind, die zweckmäßig aus
Entformungsgründen konisch zulaufen und auf der Oberfläche 8 des Trägerkörpers 2 lose
aufliegen. Auf diese Art und Weise wird die Deckplatte 4 im Abstand von der Oberfläche
8 des Trägerkörpers 2 gehalten, wobei zwischen den Abstandshaltern 7 ein Luftpolster
9 gebildet ist, welches, wie noch später ausgeführt wird, mit der Atmosphäre in Verbindung
steht. Die Abstandshalter 7 sind in ihrer Höhe, Ausbildung und Anordnung auf die gewünschten
Federungseigenschaften und den Kraftabbau der Sicherheitsbelagsplatte 1 abgestimmt
bzw. abgestellt. Die Abstandshalter 7 erstrecken sich dabei in regelmäßiger Anordnung
über die gesamte Unterseite der Deckplatte 4.
[0014] An die Deckplatte 4, also mit Abstand zum Trägerkörper 2, schließt sich ein umlaufender,
im wesentlichen vertikal sich erstreckender Rand 10 an, der außerhalb der Umrißlinie
des Trägerkörpers 2 vorgesehen ist. Dieser Rand 10 reicht nicht nur bis zur Oberfläche
8 des Trägerkörpers 2, die er selbst vermeidet, sondern noch weiter nach unten bis
zu einem Teil der Höhe des Belagskörpers 3. Dabei ist an seinem unteren Ende eine
Umbiegung 11 vorgesehen, die auf den Trägerkörper 2 zu gerichtet ist. Unterhalb der
Umbiegung 11 bzw. im Bereich einer gestuften Kante des Trägerkörpers 2 ist ein Freiraum
12 gebildet bzw. angeordnet. Der Trägerkörper 2 besitzt in diesem Bereich eine gestufte
Kante 13, die sich von der Oberfläche 8 bis auf eine Unterlage, eine Rohbetondecke
o. dgl. 14 erstreckt. Die gestufte Kante 13 besitzt im Anschluß an die Oberfläche
8 zunächst eine Stufe 15 und verläuft dann schräg etwa in 45° zurückspringend, so
daß der Trägerkörper hier eine Ausnehmung 16 aufweist. Diese Ausnehmung 16 geht in
den Freiraum 12 über. Der schräge Verlauf in 45° der gestuften Kante 13 dient zum
erleichterten Entformen des in der Regel aus Beton bestehenden Trägerkörpers 2 aus
einer Form. Zwischen der Stufe 15 und der Innenseite des Randes 10 kann ein Spalt
17 vorgesehen sein, der eng begrenzt ist und nur ein positives Spiel aus herstellungstechnischen
Gründen darstellt. Der umlaufende Rand 10 weist zumindest im Bereich bzw. in Höhe
der Stufe 15 der gestuften Kante 13 des Trägerkörpers 2 nach außen vorspringend einen
Vorsprung 18 auf. Dieser Vorsprung 18 reicht bis in den Bereich der Umbiegung 11 hinab
und ist umlaufend auf allen vier Seiten einer Sicherheitsbelagsplatte 1 mit beipielsweise
quadratischem Umriß vorgesehen. Oberhalb des Vorsprungs 18 weist der Rand 10 eine
umlaufende Aussparung 19 auf. Die beiden Aussparungen zweier benachbarter Sicherheitsbelagsplatten
1 bilden zusammen und entsprechend den Vorsprüngen 18 eine Fuge 20, die im wesentlichen
die Höhe der Deckplatte 4 und der Abstandshalter 7 abdeckt. Durch diese besondere
Querschnittsgestaltung des Randes 10 besitzt dieser eine Schwachstelle 21 mit vermindertem
Querschnitt 22, so daß bei Temperaturänderungen sich die Deckplatte 4 zwar ausdehnen
oder zusammenziehen kann, dabei aber eine Bewegung um die Schwachstelle 21 herum zugelassen
wird, so daß jedenfalls die Oberseite 5 der Deckplatte 4 immer waagerecht verbleibt
und eine Wellen- bzw. Beulenbildung vermieden wird.
[0015] Fig. zeigt eine Abwandlung des Belagskörpers 3 insofern, als hier mehrere Vorsprünge
23 anstelle eines einzigen umlaufenden Vorsprunges 18 verteilt über den Umfang der
Sicherheitsbelagsplatte 1 vorgesehen sind. Die Vorsprünge 23 ergänzen einander, wenn
die Sicherheitsbelagsplatten 1 im Verband verlegt sind. Die Vorsprünge 23 bestimmen
hier die gesamte Breite der Fuge 20. Die Sicherheitsbelagsplatten 1 müssen hier richtungsorientiert
aneinander angelegt werden, wobei jedoch durch die schrägenden Vorsprünge 23 eine
gewisse Selbstzentrierwirkung während des Verlegens eintritt. Hierdurch wird nicht
nur der Verlegevorgang selbst vereinfacht und begünstigt, sondern auch ein seitliches
Auswandern der Belagskörper 3 verhindert. Die Ausbildung des Vorsprunges 18 nach Fig.
1 bzw. der Vorsprünge 23 nach Fig. 2 kann umlaufend vorgesehen sein. Es ist jedoch
auch möglich, Durchbrechungen anzuordnen, um auf diese Weise einerseits einen Wasserabfluß
von oben und andererseits einen unmittelbaren Anschluß des Luftpolsters 9 an die Atmosphäre
zu erzielen.
[0016] Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist dies verwirklicht. Dort sind Vorsprünge 24
und 25 mit Abstand zueinander und relativ zueinander positioniert vorgesehen, wobei
im Verband immer ein Vorsprung 24 zwischen zwei Vorsprüngen 25 eingreift. Zwischen
den Vorsprüngen 24 bzw. 25 bleiben damit Durchbrechungen 26 frei.
[0017] Bei allen Ausführungsformen sind der Vorsprung 18 bzw. die Vorsprünge 23 bzw. 24
und 25 jedenfalls so angeordnet, daß sie sich in Höhe der Stufe 15 befinden, dagegen
der Raum darüber durch eine Aussparung 19 freigehalten ist und sich somit die Fuge
20 bildet.
Bezugszeichenliste
[0018]

1. Elastisch nachgiebige Sicherheitsbelagsplatte, insbesondere für Böden, aus einem
starren Trägerkörper (2) und einem auf dessen Oberseite vorgesehenen Belagskörper
aus elastisch nachgiebigem Material, der eine im Abstand von dem Trägerkörper (2)
gehaltene Deckplatte (4) aufweist, die auf ihrer Unterseite lediglich eine Vielzahl
von noppenartigen Abstandshaltern (7) besitzt, die im wesentlichen gleichmäßig verteilt
auf der Oberfläche des Trägerkörpers (2) lose aufliegen, wobei die Deckplatte (4)
einen umlaufenden Rand mit einer nach innen gerichteten Umbiegung (11) aufweist, mit
der sie am Trägerkörper (2) verankert ist, wobei der Trägerkörper (2) eine umlaufende
gestufte Kante (13) mit einer auf der der Deckplatte abgekehrten Seite angeordneten
umlaufenden Ausnehmung (16) aufweist, der umlaufende, außerhalb des Umrisses des Trägerkörpers
angeordnete Rand (10) der Deckplatte mit seiner Umbiegung (11) in die Aussparung des
Trägerkörpers eingreift und unter der Umbiegung (11) des umlaufenden Randes (10) der
Deckplatte (4) ein Freiraum vorgesehen ist, wobei des weitern an dem umlaufenden Rand
(10) der Deckplatte (4) in Höhe der Stufe (15) des Trägerkörpers (2) ein oder mehrere
Vorsprünge (18; 23; 24, 25) über den Umfang des Belagskörpers (3) verteilt vorgesehen
sind, und der umlaufende Rand (10) in Höhe der Abstandshalter (7) und der Deckplatte
(4) eine fugenbildende Aussparung (19) und in Höhe der Abstandshalter (7) einen eine
seitliche Bewegungen gestattenden verminderten Querschnitt (22) aufweist.
2. Sicherheitsbelagsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung
(18) mit halber Fugenbreite umlaufend um den umlaufenden Rand (10) vorgesehen ist.
3. Sicherheitsbelagsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Vorsprünge
(23; 24, 25) mit ganzer Fugenbreite über den Umfang verteilt und einander ergänzend
angeordnet sind.
4. Sicherheitsbelagsplatte nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorsprünge (18; 23; 24, 25) an den Freiraum (12) anschließende Durchbrechungen (26)
aufweisen.
5. Sicherheitsbelagsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die
Vorsprünge (18; 23; 24, 25) bis in den Bereich der Umbiegung (11) reichend vorgesehen
sind.
6. Sicherheitsbelagsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
umlaufenden Stufe (15) des Trägerkörpers (2) und dem die Vorsprünge (18; 23; 24, 25)
tragenden Teil des Randes (10) ein Spalt (17) vorgesehen ist.
1. Elastically flexible safety covering tile, especially for floors, consisting of
a rigid support body (2) and of a covering body which is provided on the top side
of the latter and is composed of elastically flexible material and which has a cover
tile (4) retained at a distance from the carrier body (2) and having on its underside
a plurality of knob-like spacers (7) which, distributed substantially uniformly, rest
loosely on the surface of the support body (2), the cover tile (4) having a continuous
edge with an inward-directed bent portion (11) by means of which it is anchored to
the support body (2), the support body (2) having a continuous stepped edge (13) with
a continuous recess (16) located on the side facing away from the cover tile, the
continuous cover- tile edge (10) located outside the outline of the support body engaging
by means of its bent portion (11) into the recess of the support body, a free space
being provided under the bent portion (11) of the continuous edge (10) of the cover
tile (4), and furthermore one or more projections (18; 23, 24; 25) being distributed
over the periphery of the covering body (3) on the continuous edge (10) of the cover
tile (4), at the height of the step (15) of the support body (2), and the conti- nous
edge (10) having, at the height of the spacers (7) and of the cover tile (4), a gap-forming
recess (19) and, at the height of the spacers (7) a reduced cross-section (22) allowing
lateral movements.
2. Safety covering tile according to claim 1, characterised in that the projection
(18) of half the gap width extends continuously round the continuous edge (10).
3. Safety covering tile according to claim 1, characterised in that several projections
(23; 24, 25) of the full gap width are distributed over the periphery and complement
one another.
4. Safety covering tile according to claim 2 or 3, characterised in that the projections
(18; 23; 24, 25) have perforations (26) adjacent to the free space (12).
5. Safety covering tile according to claim 1, characterised in that the projection
or projections (18; 23; 24, 25) extend into the region of the bent portion (11).
6. Safety covering tile according to claim 1, characterised in that a slit (17) is
provided between the continuous step (15) of the support body (2) and the part of
the edge (10) carrying the projections (18; 23; 24, 25).
1. Dalle de revêtement de sécurité élastiquement résiliente, en particulier pour des
sols, constituée par un corps porteur rigide (2) et un corps de revêtement (3) en
matière élastique, prévu sur le dessus de celui-ci, qui présente une plaque de couverture
(4), maintenue à une certaine distance du corps porteur (2) et possédant seulement
sur sa face inférieure un grand nombre de doigts d'espacement (7) répartis pour l'essentiel
régulièrement et reposant librement sur la surface du corps porteur (2), cependant
que la plaque de couverture (4) présente un bord périphérique (10) avec un repli intérieur
(11), avec lequel elle est ancrée au corps porteur (2), que le corps porteur (2) présente
un bord étagé périphérique (13), avec un évidement périphérique (16) placé sur le
côté opposé à la plaque de couverture, que le bord périphérique (10) de la plaque
de couverture, placé à l'extérieur du profil du corps porteur, pénètre, avec son repli
(11), dans l'évidement du corps porteur et qu'il est prévu, sous le repli (11) du
bord périphérique (10) de la plaque de couverture (4), un espace libre, cependant
que, par ailleurs, sur le bord périphérique (10) de la plaque de couverture (4) et
à hauteur de l'étagement (15) du corps porteur (2), une ou plusieurs saillies (18;
23; 24, 25) sont réparties sur le pourtour du corps de revêtement (3) et que le bord
périphérique (10) présente, à hauteur des doigts d'espacement (7) et de la plaque
de couverture (4), un évidement (19) formant joint et, à hauteur des doigts d'espacement
(7), une section transversale réduite (22) permettant un mouvement latéral.
2. Dalle de revêtement de sécurité suivant la revendication 1, caractérisée en ce
que la saillie (18) est prévue, avec une demi-largeur de joint, périphériquement autour
du bord périphérique (10).
3. Dalle de revêtement de sécurité suivant la revendication 1, caractérisée en ce
que plusieurs saillies (23; 24, 25) sont disposées, avec toute la largeur de joint,
sur le pourtour et qu'elles se complètent les unes les autres.
4. Dalle de revêtement de sécurité suivant la revendication 2 ou 3, caractérisée en
ce que les saillies (18; 23, 24, 25) présentent des perforations (26) se raccordant
à l'espace libre (12).
5. Dalle de revêtement de sécurité suivant la revendication 1, caractérisée en ce
que la ou les saillies (18; 23; 24, 25) sont prévues pour aller jusque dans la zone
du repli (11 ).
6. Dalle de revêtement de sécurité suivant la revendication 1, caractérisée en ce
qu'entre l'étagement périphérique (15) du corps porteur (2) et la partie du bord (10)
qui porte les saillies (18; 23; 24,25) on prévoit une fente (17).
