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EP 0 101 922 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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07.03.1984 Patentblatt 1984/10 |
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Anmeldetag: 25.07.1983 |
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(84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
27.07.1982 BG 57551/82
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Anmelder: ZENTRALEN MASCHINOSTROITELEN INSTITUT |
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BG-1156 Sofia (BG) |
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Erfinder: |
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- Makedonski, Boris Georgiev, Dipl.-Ing.
Sofia (BG)
- Blaskov, Janaki Rostislavov, Dipl.-Ing.
Sofia (BG)
- Alipiev, Ljubomir Pavlov, Dipl.-Ing.
Sofia (BG)
- Atanassov, Haralampi Angelov, Dipl.-Ing.
Block 134 A-B
Sofia (BG)
- Todorov, Nedeltscho Christov, Dipl.-Ing.
Sofia (BG)
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Vertreter: Ebbinghaus, Dieter, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte v. Füner, Ebbinghaus, Finck,
Postfach 95 01 60 81517 München 81517 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von ferromagnetischen Werkstoffen |
(57) Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Behandlung von ferromagnetischen
Werkstoffen zur Anwendung im Maschinenbau. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der ferromagnetische Werkstoff in einem bipolaren
Magnetfeld mit bestimmter Länge und Folgefrequenz der Impulse und Verhältnis zwischen
den Amplituden der positiven und negativen Impulse von 1,8 bis 0,2 behandelt. Die
Impulse der einen Polarität haben eine gleiche oder niedrigere Frequenz als die Impulse
der anderen Polarität. Zum Schluß der Behandlung lassen die bipolaren Magnetimpulse
allmählicb nach. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Behandlung von ferromagnetischen Werkstoffen
besteht aus einer Stromquelle (1), die an einen Steuerblock (4) angeschlossen ist,
sowie aus einem Generator (3), einem stabiliserten regelbaren Gleichrichter (2), einem
Kraftblock (5) mit Induktor und einem Trigger (10). Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist die Verbesserung der Verschleißfestigkeit der behandelten Werkstoffe.
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Behandlung von ferromagnetischen
Werkstoffen zur Anwendung im Maschinenbau.
[0002] Es ist ein Verfahren zur Behandlung von ferromagnetischen Werkstoffen mittels eines
Impulsmagnetfeldes mit einpoligen Magnetimpulsen mit bestimmter Impulsfolgefrequenz,
Amplitude und Länge bekannt. Der zu behandelnde ferromagnetische Werkstoff wird in
das Magnetfeld des Induktors eingeführt, worauf er einer vollständigen Entmagnetisierung
unterzogen wird.
[0003] Es ist weiter eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens bekannt, die aus einer
Reihenschaltung aus einer Stromspeisequelle, einem Generator für einpolige elektrische
Impulse, die nach Amplitude und Frequenz regelbar sind, sowie aus einem Kraftblock
mit Induktor besteht, in dessen Magnetfeld der zu behandelnde ferromagnetische Werkstoff
eingeführt wird; es ist auch ein Steuerblock vorhanden, der an die Stromspeisequelle
angeschlossen ist.
[0004] Ein Nachteil des Verfahrens und der Vorrichtung ist die niedrige Verschleißfestigkeit
der ferromagnetischen Werkstoffe.
[0005] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Behandlung von ferromagnetischen Werkstoffen mit erhöhter Verschleißfestigkeit
anzugeben.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein Verfahren gelöst, bei dem der ferromagnetische
Werkstoff in einem dipoligen Magnetfeld mit bestimmter Länge und Folgefrequenz der
Impulse und Verhältnis zwischen den Amplituden der positiven und negativen Impulse
von 1,8 bis 0,2 behandelt wird. Die Impulse von der einen Polarität haben eine gleichmäßige
oder niedrigere Frequenz im Vergleich mit der Folgefrequenz der Impulse der anderen
Polarität. Zum Schluß der Behandlung lassen die bipolaren Magnetimpulse allmählich
nach.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung enthält eine Stromspeisequelle, die an einen Steuerblock
und einen Generator angeschlossen ist. Ein stabilisierter regelbarer Gleichrichter
ist an die Stromspeisequelle und den Steuerblock angeschlossen. Der Kraftblock mit
einem Induktor besteht aus zwei Teilen, von denen jeder aus einer Reihenschaltung
aus Kondensator und Spule und einem dazu parallelgeschalteten Thyristor besteht. Die
Anoden der Thyristoren sind mit dem stabilisierten regelbaren Gleichrichter, ihre
Steuerelektroden sind mit dem Generator verbunden. Der Steuerblock ist an einen Trigger
angeschlossen.
[0008] Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird die Verschleißfestigkeit der behandelten Werkstoffe erhöht.
[0009] Die Zeichnung zeigt das Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0010] Die Vorrichtung besteht aus einer Stromspeisequelle 1, die an einen stabilisierten
regelbaren Gleichrichter 2, einen Generator 3 und einen Steuerblock 4 angeschlossen
ist. Der Steuerblock 4 ist mit dem stabilisierten regelbaren Gleichrichter 2 und dem
Generator 3 verbunden. Die Speisespannung wird gleichzeitig der Stromspeisequelle
1 und dem stabiliserten regelbaren Gleichrichter 2 zugeführt. Der Kraftblock mit Induktor
5 besteht aus zwei Teilen, von denen jeder aus einer Reihenschaltung aus Kondensator
6 und Spule 7 und einem dazu parallelgeschalteten Thyristor 8 besteht. Die Anoden
der beiden Thyristoren 8 sind je mit einem Ausgang des stabilisierten regelbaren Gleichrichters
2 verbunden. Ihre Kathoden sind geerdet. Die Steuerelektroden der Thyristoren 8 sind
mit den beiden Ausgängen des Generators 3 verbunden. Der zu behandelnde ferromagnetische
Werkstoff 9 wird in das von den Spulen 7 erzeugte Feld eingeführt; vor den Spulen
7 ist ein Trigger 10 angeordnet, der an den Steuerblock 4 angeschlossen ist. Die Spulen
7 können auch einen nicht gezeigten Magnetleiter aufweisen.
[0011] Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist wie folgt: in Abhängigkeit von der Art des
zu behandelnden ferromagnetischen Werkstoffes wird ein bestimmtes Programm in den
Steuerblock 4 eingegeben. Mit der Einführung des zu behandelnden ferromagnetischen
Werkstoffs 9 in das von den Spulen 7 erzeugte Feld betätigt der Trigger 10 den Steuerblock
4, der dem stabilisierten regelbaren Gleichrichter 2 und dem Generator 3 Steuerimpulse
zuführt. Vom Generator 3 werden Steuerimpulse den beiden Teilen des Kraftblocks mit
Induktor 5 zugeführt. Beide Thyristoren 8 öffnen nacheinander, wobei das Feld der
Spulen 7 bipolar ist. Jede Polarität wird dadurch bestimmt, welche von den Spulen
7 durch den ihr entsprechenden Thyristor 8 betätigt worden ist. Die Amplitude wird
durch die vom stabiliserten regelbaren Stromgleichrichter 2 zugeführte Spannung verändert.
Nach dem Ablauf der im voraus durch das Programm eingegebenen Zeit werden Signale
erzeugt, und vom Steuerblock 4 dem stabilisierten regelbaren Gleichrichter 2 zugeführt,
der die Speisespannung der beiden Thyristoren 8 allmählich auf Null zu vermindern
beginnt.
1. Verfahren zur Behandlung von ferromagnetischen Werkstoffen, bei dem die Werkstoffe
(9) einem Impulsmagnetfeld mit bestimmter Impulsfolgefrequenz, Amplitude und Länge
ausgesetzt und zum Schluß der Behandlung entmagnetisiert werden, dadurch gekennzeichnet,
daß .das Impulsfeld.bipolar mit einem Verhältnis der positiven und negativen Amplituden
von 1,8 bis 0,2 ist, wobei die Impulse der einen Polarität die gleiche oder eine niedrigere
Folgefrequenz als die Impulse der anderen Polarität haben.
2. Vorrichtung zur Behandlung von ferromagnetischen Werkstoffen zur Durchführung des
Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, mit einer Stromspeisequelle
(1), die an einen Steuerblock (4) und einen Generator (3) angeschlossen ist, der mit
einem Kraftblock (5) mit Induktor verbunden ist, gekennzeichnet durch einen stabilisierten
regelbaren Gleichrichter (2), der an die Stromspeisequelle (1) und den Steuerblock
(4) angeschlossen ist, wobei der Kraftblock (5) mit Induktor aus zwei Teilen besteht,
die aus einer Reihenschaltung aus Kondensator (6) und Spule (7) und einem dazu parallelgeschalteten
Thyristor (8) bestehen, wobei die Anoden der Thyristoren (8) mit dem stabiliserten
regelbaren Gleichrichter (2), die Steuerelektroden mit dem Generator (3) verbunden
sind und an den Steuerblock (4) ein Trigger (10) angeschlossen ist.
