[0001] Die Erfindung betrifft ein Widerstandsthermometer mit einem von der Temperatur nichtlinear
abhängigen Meßwiderstand, der im Rückkopplungszweig eines ersten Operationsverstärkers
liegt, dessen invertierender Eingang über einen Widerstand an eine konstante Referenzspannung
gelegt ist, und mit einer einen Differenzverstärker enthaltenden Meßschaltung zur
Messung des Spannungsabfalls am Meßwiderstand, der durch einen über den Meßwiderstand
fließenden Strom erzeugt wird.
[0002] Ein Widerstandsthermometer dieser Art ist aus der DE-A-2460648 bekannt. Zur Erzielung
eines linearen Zusammenhangs zwischen der Temperatur und dem Spannungsabfall am Meßwiderstand
ist an den Ausgang des Operationsverstärkers, in dessen Rückkopplungszweig der Meßwiderstand
liegt, ein Spannungsteiler angeschlossen, dessen Abgriff mit dem nichtinvertierenden
Eingang des Operationsverstärkers verbunden ist. Dem Operationsverstärker kann ein
geeignet dimensionierter Differenzverstärker nachgeschaltet sein, der mit dem Meßwiderstand
in Zweileiterschaltung verbunden ist und die daran abfallende Spannung verstärkt.
Durch Zuführung einer Hilfsspannung zu dem Differenzverstärker kann eine Nullpunktkompensation
erzielt werden. Maßnahmen zur Empfindlichkeitseinstellung sind nicht beschrieben.
[0003] In der FR-A-2 295 402 ist ein Widerstandsthermometer beschrieben, bei welchem der
Meßwiderstand in Vierleiterschaltung mit den beiden Eingängen eines Differenzverstärkers
verbunden ist. In diesem Fall liegt der Meßwiderstand nicht im Rückkopplungszweig
eines Operationsverstärkers, sondern im Emitterkreis eines als Spannungsfolger geschalteten
Transistors, der den über den Meßwiderstand fließenden Strom liefert und an der Basis
durch die Ausgangsspannung eines Operationsverstärkers gesteuert wird, dessen invertierender
Eingang über einen Widerstand an eine konstante Referenzspannung gelegt ist. Zur Linearisierung
des Zusammenhangs zwischen der Temperatur und dem Spannungsabfall am Meßwiderstand
ist an den Ausgang einer dem Differenzverstärker nachgeschalteten Verstärkerstufe
ein Spannungsteiler mit vorgegebenem Spannungsteilerverhältnis angeschlossen, dessen
Abgriff mit dem nichtinvertierenden Eingang des Operationsverstärkers verbunden ist.
Durch geeignete Bemessung der mit dem nichtinvertierenden Eingang des Differenzverstärkers
verbundenen Widerstände wird eine Nullpunktkompensation erzielt. Es sind keine Maßnahmen
zur Empfindlichkeitseinstellung angegeben.
[0004] Bei diesen bekannten Widerstandsthermometern, bei denen die Messung des temperaturabhängigen
Widerstands auf dem Prinzip der Strom-Spannungs-Messung beruht, besteht das Problem,
daß sich die verschiedenen Maßnahmen zur Linearisierung, Nullpunktkompensation und
Empfindlichkeitseinstellung, soweit vorhanden, gegenseitig beeinflussen, so daß ein
genauer Abgleich nur für eine bestimmte Einstellung besteht.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist demgegenüber die Schaffung eines mit Strom-Spannungs-Messung
in Vierleiterschaltung betriebenen Widerstandsthermometers, bei welchem mit geringem
Schaltungsaufwand eine sehr gute Linearisierung in einem großen Temperaturbereich
sowie eine präzise Empfindlichkeitseinstellung und eine Nullpunktkompensation ohne
gegenseitige Beeinträchtigung erzielt werden.
[0006] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Differenzverstärkerschaltung
einen zweiten und einen dritten Operationsverstärker enthält, deren nichtinvertierende
Eingänge in Vierleiterschaltung mit Spannungsabgriffklemmen des Meßwiderstands verbunden
sind und deren invertierende Eingänge miteinander über einen einstellbaren Abgleichwiderstand
verbunden sind, daß die Ausgänge des zweiten und des dritten Operationsverstärkers
über gleichgroße Widerstände mit den beiden Eingängen eines vierten Operationsverstärkers
verbunden sind, dessen Ausgang den Ausgang der Meßschaltung bildet, daß an den nichtinvertierenden
Eingang des vierten Operationsverstärkers eine von der Referenzspannung abgeleitete
Spannung zur Nullpunktkompensation angelegt ist, und daß an den Ausgang des vierten
Operationsverstärkers ein Spannungsteiler mit vorgegebenem Spannungsteilerverhältnis
angeschlossen ist, dessen Abgriff mit dem nichtinvertierenden Eingang des ersten Operationsverstärkers
verbunden ist.
[0007] Bei dem Widerstandsthermometer nach der Erfindung erfolgt die Linearisierung durch
positive Rückkopplung des durch das Spannungsteilerverhältnis bestimmten Teils der
temperaturabhängigen Ausgangsspannung der Differenzverstärkerschaltung zum Eingang
des den Meßstrom liefernden Operationsverstärkers, so daß der Meßstrom in Abhängigkeit
von der Temperatur verändert wird. Das zur Unterdrückung des nichtlinearen Terms der
Ausgangsspannung einzustellende Spannungsteilerverhältnis läßt sich in Abhängigkeit
von den Kenngrößen des Meßwiderstands und der Meßschaltung in jedem Fall leicht berechnen.
Die auf diese Weise erzielte Linearisierung bleibt in einem großen Temperaturbereich
in engen Toleranzgrenzen. Durch die besondere Ausbildung der Differenzverstärkerschaltung
aus mehreren Operationsverstärkern wird erreicht, daß sich die Linearisierung, die
mit Hilfe des einstellbaren Abgleichwiderstands zwischen den invertierenden Eingängen
des zweiten und des dritten Operationsverstärkers bewirkte Empfindlichkeitseinstellung
und die am nichtinvertierenden Eingang des vierten Operationsverstärkers erfolgende
Nullpunktkompensation gegenseitig nicht beeinflussen. Da die Eingänge der Differenzverstärkerschaltung
in Vierleiterschaltung mit Spannungsabgriffklemmen des Meßwiderstands verbunden sind,
wird das Meßergebnis nicht durch Spannungsabfälle an Leiter- und Übergangswiderständen
verfälscht.
[0008] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. In der Zeichnung
zeigt :
Fig. 1 das Schaltbild eines Widerstandsthermometers nach der Erfindung und
Fig. das Schaltbild einer abgeänderten Ausführungsform des Widerstandsthermometers
von Fig. 1.
[0009] Das in Fig. dargestellte Widerstandsthermometer besteht aus einem Meßwiderstand 10
mit dem temperaturabhängigen Widerstandswert R
T und aus einer Meßschaltung 11, die am Ausgang 12 eine Spannung U
T abgibt, die der Temperatur des Meßwiderstands 10 proportional ist.
[0010] Der Meßwiderstand 10 ist beispielsweise ein Platinwiderstand des Typs Pt 100 mit
dem genormten Widerstandswert von 100 f2 bei 0 °C, der als Drahtwiderstand oder vorzugsweise
in Dünnfilmtechnik auf einem Substrat gebildet sein kann.
[0011] Die Meßschaltung 11 ist so ausgebildet, daß sie die Messung des Spannungsabfalls
am Meßwiderstand 10 in Vierleiterschaltung ermöglicht. Der Meßwiderstand ist zu diesem
Zweck mit zwei Stromklemmen 13, 14 und mit zwei Spannungsklemmen 15, 16 ausgestattet.
An die Stromklemmen 13, 14 sind zwei Leiter 17, 18 angeschlossen, über die ein Strom
I durch den Meßwiderstand 10 geschickt wird. An die Spannungsklemmen 15, 16 sind zwei
weitere Leiter 19, 20 angeschlossen, über die der vom Strom I verursachte Spannungsabfall
am Meßwiderstand 10 abgegriffen wird. Diese Vierleitermessung ergibt bekanntlich den
Vorteil, daß die Widerstände der Stromleiter 17, 18 und die Übergangswiderstände an
den Stromklemmen 13, 14 nicht in die Spannungsmessung eingehen.
[0012] Der Meßwiderstand 10 liegt über die Leiter 17, 18 im Rückkopplungskreis zwischen
dem Ausgang und dem invertierenden Eingang eines ersten Operationsverstärkers A1.
Der invertierende Eingang des Operationsverstärkers A1 ist über einen Eingangswiderstand
21 mit einer Referenzspannungsquelle 22 verbunden, die eine konstante Referenzspannung
E liefert. Der Eingangswiderstand 21 hat den Widerstandswert R
i. Die Referenzspannungsquelle 22 besteht bei dem dargestellten Beispiel aus einer
Zener-Diode 23, die in Reihe mit einem Widerstand 24 an die Speisespannung von beispielsweise
+ 15 V gelegt ist. Die durch die Zener-Diode 23 bestimmte Referenzspannung E erscheint
am Schaltungspunkt 25 zwischen der Zener-Diode und dem Widerstand 24.
[0013] Die Spannungsklemmen 15, 16 des Meßwiderstands 10 sind über die Leiter 19, 20 mit
den beiden Eingängen einer Differenzverstärkeranordnung 30 verbunden, die drei weitere
Operationsverstärker A2, A3 und A4 enthält. Der nichtinvertierende Eingang des zweiten
Operationsverstärkers A2 ist über den Leiter 19 mit der Spannungsklemme 15 verbunden,
und der nichtinvertierende Eingang des dritten Operationsverstärkers A3 ist über den
Leiter 20 mit der Spannungsklemme 16 verbunden. Die Rückkopplungswiderstände 31, 32
der beiden Operationsverstärker A2, A3 haben den gleichen Widerstandswert R
a. Die invertierenden Eingänge der beiden Operationsverstärker A2, A3 sind miteinander
über einen einstellbaren Abgleichwiderstand 33 des Widerstandswerts R
b verbunden.
[0014] Die Ausgänge der beiden Operationsverstärker A2 und A3 sind über Widerstände 35,
36, die den gleichen Widerstandswert R, haben, mit den beiden Eingängen des vierten
Operationsverstärkers A4 verbunden. Der Rückkopplungswiderstand 37 des Operationsverstärkers
A4 hat den Widerstandswert R
2. Ein Widerstand 38 mit dem gleichen Widerstandswert R
2 ist zwischen dem nichtinvertierenden Eingang und Masse angeschlossen. Zwischen dem
invertierenden Eingang und Masse liegt ein Widerstand 39 mit dem Widerstandswert R
3. Ein Widerstand 40 des gleichen Widerstandswerts R
3 verbindet den nichtinvertierenden Eingang mit dem Abgriff eines Potentiometers 41,
das zwischen dem Schaltungspunkt 25 und Masse angeschlossen ist und somit an der Referenzspannung
E liegt. Das Potentiometer 41 hat ein solches Spannungsteilerverhältnis, daß an seinem
Abgriff die Spannung γE besteht.
[0015] Der Ausgang des vierten Operationsverstärkers A4 bildet den Ausgang 12 der Meßschaltung
11, an welchem die Temperaturmeßspannung U
T zur Verfügung steht. An den Ausgang 12 ist ein Spannungsteiler 42 aus zwei Widerständen
43 und 44 angeschlossen. Der Widerstand 43 hat den Widerstandswert R
xg und der Widerstand 44 hat den Widerstandswert Ry. Der Abgriff 45 des Spannungsteilers
42 ist mit dem nichtinvertierenden Eingang des ersten Operationsverstärkers A1 verbunden.
Der Spannungsteiler 42 hat das Spannungsteilerverhältnis k, so daß am nichtinvertierenden
Eingang des Operationsverstärkers A1 die Spannung kU
T anliegt.
[0016] Die aus den drei Operationsverstärkern A2, A3, A4 gebildete Differenzverstärkeranordnung
30 hat einen hohen Eingangswiderstand, und sie weist den Vorteil auf, daß die Verstärkungseinstellung,
also die Einstellung der Meßempfindlichkeit, auf sehr einfache Weise mit Hilfe eines
einzigen Widerstands, nämlich des Abgleichwiderstands 33, erfolgen kann.
[0017] Die am Potentiometer 41 abgegriffene Spannung yE wird über den Operationsverstärker
A4 der Ausgangsspannung U
T zum Zweck der Nullpunktkompensation überlagert.
[0018] Der über den Spannungsteiler 42 zum ersten Operationsverstärker A1 rückgeführte Ausgangsspannungsanteil
kU
T wirkt sich auf den Strom I aus, der über den Meßwiderstand 10 geschickt wird. Wie
nachfolgend für verschiedene Fälle nachgewiesen wird, ist es durch geeignete Bemessung
des Spannungsteilers 42 unter Berücksichtigung der übrigen Kenngrößen der Meßschaltung
möglich, eine Linearisierung der Meßschaltung über einen großen Temperaturbereich
zu erzielen, so daß die Ausgangsspannung U
T der Temperatur des Meßwiderstands 10 proportional ist, obwohl sich bekanntlich der
Widerstandswert R
T des Meßwiderstands 10 in Abhängigkeit von der Temperatur T nach der folgenden Beziehung
nichtlinear ändert :

worin R
o der Meßwiderstandswert für die Temperatur T = 0 °C ist.
[0019] Für die Meßschaltung von Fig.1 gelten die folgenden Beziehungen :

(Verstärkungsfaktor der Differenzverstärkeranordnung 30)

[0020] Aufgrund der vorstehenden Gleichungen (1) bis (3) läßt sich die Ausgangsspannung
U
T als Funktion der Temperatur T folgendermaßen ausdrücken :

worin

(Ausgangsspannung U
T für T = 0 bzw. R
T = R
o)


[0021] Unter der Bedingung N = 0 ist U
T proportional zu T. Dafür muß nach der Gleichung (4c) gelten :

[0022] In diesem Fall ist nach der Gleichung (4b) :

[0023] Der Wert von k läßt sich somit aus der gewünschten Empfindlichkeit S berechnen.
Beispiel
[0025] Aufgrund des errechneten Wertes von k können die Widerstandswerte R
x und Ry des Spannungsteilers 42 festgelegt werden.
[0026] Aus dem errechneten Wert für kA R
0/R
i ergibt sich der Verstärkungsfaktor A der Differenzverstärkeranordnung 30, der mittels
des Widerstands 33 einzustellen ist.
[0027] Für die Nullpunktkompensation soll gelten

[0028] Aus der Gleichung (4a) folgt daraus :

[0029] Die Nullpunktkompensation ist also unabhängig von der Größe der Referenzspannung
E.
[0030] Wenn der Meßwiderstand 10 kurzgeschlossen wird (R
T = 0), ist nach der Gleichung (2) :

[0031] Ein Vergleich der Gleichungen (4a) und (4b) zeigt, daß ohne Kompensationsspannung
(γE = 0) die Ausgangsspannung U
T bei T = 0 den folgenden Wert hat:

[0032] Damit diese Spannung zu Null kompensiert wird, muß die Kompensationsspannung γE gemäß
den Gleichungen (7) und (4b) so eingestellt werden, daß gilt :

[0033] Nach der Gleichung (8) ist dieser Wert gleich der Ausgangsspannung U
T bei kurzgeschlossenem Meßwiderstand 10 (R
T = 0). Die Einstellung der Kompensationsspannung γE kann also bei beliebiger Temperatur
dadurch erfolgen, daß der Meßwiderstand 10 kurzgeschlossen wird und die Ausgangsspannung
U
T durch Verstellen des Potentiometers 41 auf den aus der Gleichung (10) errechneten
Wert eingestellt wird.
Beispiel
[0034] Mit den zuvor angegebenen Zahlenwerten ergibt sich nach der Gleichung (10) der Wert
:

[0035] Auf diesen Wert wird die Ausgangsspannung U
T bei kurzgeschlossenem Meßwiderstand 10 durch Verstellen des Potentiometers 41 eingestellt.
Der Em-pfindlichkeitsabgleich erfolgt mit Hilfe des Abgleichwiderstands 33 bei einem
vorgegebenen festen Wert des Meßwiderstands 10, beispielsweise bei R
T = R
0 = 100 Ω.
[0036] Die mit Hilfe des Spannungsteilers 42 erzielte Linearisierung wird durch die Überlagerung
der Kompensationsspannung nicht beeinträchtigt.
[0037] Die hohen Eingangswiderstände der Verstärker A2 und A3 verhindern einen Spannungsabfall
an den Spannungsleitungen 19 und 20. Die Differenzverstärkeranordnung 30 mißt daher
nur den reinen Spannungsabfall am Meßwiderstand 10, unabhängig von der Länge der Leiter
19 und 20.
[0038] Fig. zeigt eine abgeänderte Ausführungsform des Widerstandsthermometers. Sie unterscheidet
sich von der Ausführungsform von Fig. 1 dadurch, daß das Potentiometer 41 fehlt und
der nichtinvertierende Eingang des Verstärkers A4 über den Widerstand 38 des Widerstandswerts
R
2 direkt mit dem Schaltungspunkt 25, an dem die Referenzspannung E besteht, verbunden
ist. Die beiden Widerstände 39, 40 des Widerstandswerts R
3 können daher entfallen.
[0039] Für diese Schaltung ist in der Gleichung für U
T :

die Spannung U
o :

während für S und N die gleichen Formeln (4b) bzw. (4c) wie im Fall der Schaltung
von Fig. 1 gelten.
[0040] Die Werte von k und kA R
oIR
; lassen sich daher in gleicher Weise wie im Fall von Fig. 1 berechnen.
[0041] Zur Nullpunktkompensation wird die Ausgangsspannung U
T bei R
T = R
o mit Hilfe des Abgleichwiderstands 33 auf U
T = 0 eingestellt. Nach der Formel (4a') ist dann

[0042] Die Nullpunktkompensation ist also wieder unabhängig von der Größe der Referenzspannung
E.
[0043] Die Empfindlichkeit S ist dann nach der Formel (4b) :

[0044] Da k durch die Formel (5) festliegt, hängt die Empfindlichkeit S nur noch vom Wert
der Referenzspannung E ab.
Beispiel
[0047] Wenn man eine bestimmte Empfindlichkeit wünscht, kann diese genau erzielt werden,
wenn die Referenzspannung E nicht fest, sondern einstellbar ist. Man stellt dann die
Referenzspannung E auf den Wert

ein, wenn S die gewünschte Empfindlichkeit ist. Die Nullpunktkompensation erfolgt
wieder dadurch, daß mit dem Abgleichwiderstand 33 die Ausgangsspannung U
T bei R
T = R
o auf den Wert U
T = 0 eingestellt wird.
1. Widerstandsthermometer mit einem von der Temperatur nichtlinear abhängigen Meßwiderstand
(10), der im Rückkopplungszweig eines ersten Operationsverstärkers (A,) liegt, dessen
invertierender Eingang über einen Widerstand (21) an eine konstante Referenzspannung
(E) gelegt ist, und mit einer eine Differenzverstärkerschaltung (30) enthaltenden
Meßschaltung (11) zur Messung des Spannungsabfalls am Meßwiderstand (10), der durch
einen über den Meßwiderstand (10) fließenden Strom (I) erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Differenzverstärkerschaltung (30) einen zweiten und einen dritten Operationsverstärker
(A2, A3) enthält, deren nichtinvertierende Eingänge in Vierleiterschaltung mit Spannungsabgriffklemmen
(15, 16) des Meßwiderstands (10) verbunden sind und deren invertierende Eingänge miteinander
über einen einstellbaren Abgleichwiderstand (33) verbunden sind, daß die Ausgänge
des zweiten und des dritten Operationsverstärkers (A2, A3) über gleichgroße Widerstände (35, 36) mit den beiden Eingängen eines vierten Operationsverstärkers
(A4) verbunden sind, dessen Ausgang den Ausgang (12) der Meßschaltung (11) bildet, daß
an den nichtinvertierenden Eingang des vierten Operationsverstärkers (A4) eine von der Referenzspannung (E) abgeleitete Spannung zur Nullpunktkompensation
angelegt ist, und daß an den Ausgang (12) des vierten Operationsverstärkers (A4) ein Spannungsteiler (42) mit vorgegebenem Spannungsteilerverhältnis (k) angeschlossen
ist, dessen Abgriff (45) mit dem nichtinvertierenden Eingang des ersten Operationsverstärkers
(A,) verbunden ist.
2. Widerstandsthermometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nichtinvertierende
Eingang des vierten Operationsverstärkers (A4) über einen Widerstand (40) mit dem Abgriff eines Potentiometers (41) verbunden ist,
an das die Referenzspannung (E) gelegt ist.
3. Widerstandsthermometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nichtinvertierende
Eingang des vierten Operationsverstärkers (A4) über einen Widerstand (38) mit der Referenzspannungsquelle (22) verbunden ist.
1. Thermomètre à résistance comportant une résistance de mesure (10) qui est fonction
non linéaire de la température et qui se trouve dans le circuit de contre-réaction
d'un premier amplificateur opérationnel (A,) dont l'entrée soustractive est amenée,
par l'intermédiaire d'une résistance (21), à une tension de référence constante (E),
et comportant un circuit de mesure (11), contenant un circuit (30) à amplificateurs
différentiels, pour la mesure, à la résistance de mesure (10), de la chute de tension
produite par un courant (I) qui passe par la résistance de mesure (10), caractérisé
en ce que le circuit (30) à amplificateurs différentiels contient un second et un
troisième amplificateurs opérationnels (A2, A3) dont les entrées non soustractives sont reliées, dans un circuit à quatre conducteurs,
aux bornes (15, 16) de prise de tension de la résistance de mesure (10) et dont les
entrées soustractives sont reliées l'une à l'autre par l'intermédiaire d'une résistance
d'équilibrage réglable (33) ; en ce que les sorties du second et du troisième amplificateurs
opérationnels (A2, A3) sont reliées, par l'intermédiaire de résistances de même valeur (35, 36), aux deux
entrées d'un quatrième amplificateur opérationnel (A4) dont la sortie forme la sortie (12) du circuit de mesure (11) ; en ce qu'à l'entrée
non soustractive du quatrième amplificateur opérationnel (A4) existe une tension dérivée de la tension de référence (E) pour la compensation du
point zéro ; et en ce qu'à la sortie (12) du quatrième amplificateur opérationnel
(A4) est relié un diviseur de tension (42), à rapport de division de tension prescrit
(k), dont la prise (45) est reliée à l'entrée non soustractive du premier amplificateur
opérationnel (A,).
2. Thermomètre à résistance selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entrée
non soustractive du quatrième amplificateur opérationnel (A4) est reliée, par l'intermédiaire d'une résistance (40), à la prise d'un potentiomètre
(41) auquel est amenée la tension de référence (E).
3. Thermomètre à résistance selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entrée
non soustractive du quatrième amplificateur opérationnel (A4) est reliée, par l'intermédiaire d'une résistance (38), à la source de tension de
référence (22).