[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auswalzen von metallischen Werkstoffen,
insbesondere Bandmaterial, mittels mindestens je einer oberen und einer unteren Arbeitswalze,
bei welchem die Walzgutgeschwindigkeit von außerhalb des Gerüstes oder der Gerüste
geführt bzw. bestimmt wird.
[0002] Ein solches Verfahren ist bereits bekannt durch die US-A-3 823 593.
[0003] Bei diesem bekannten Verfahren wird die Walzgutgeschwindigkeit an der Einlaufseite
des Gerüstes durch die Umfangsgeschwindigkeit der einen Arbeitswalze und die Walzgutgeschwindigkeit
an der Auslaufseite des Gerüstes durch die andere Arbeitswalze des Arbeitswalzenpaares
geführt bzw. bestimmt, und zwar in einem Verhältnis, das entsprechend der gewünschten
Reduktion des Walzgutes fest vorgegeben ist.
[0004] Bei den in der Praxis am weitesten verbreiteten Verfahren zum Auswalzen von metallischen
Werkstoffen, insbesondere Bandmaterial, werden die beiden auf das Walzgut einwirkenden
Arbeitswalzen so angetrieben, daß sie übereinstimmende Walzenumfangsgeschwindigkeiten
aufweisen, also in einem Geschwindigkeitsverhältnis 1 : 1 zueinander stehen.
[0005] Diese bekannte Walzverfahren werden dabei so ausgeübt, daß die sogenannten Fließscheiden
innerhalb des Walzspaltes liegen, der einlaufseitig durch eine vom Walzguteintritt
und auslaufseitig durch eine vom Walzlaufaustritt bestimmte Normalebene zum Walzgutdurchlauf
begrenzt wird.
[0006] Durch diese Fließscheiden wird dabei im Walzspalt ein Synchronpunkt bestimmt, an
welchem eine Relativgeschwindigkeit zwischen dem Walzgut und dem Umfang der Arbeitswalze
auftritt. Die Lage der Fließscheide im Walzspalt stellt sich entsprechend den auf
das Walzgut wirkenden Kräften, bspw. dem Vor- und Rückwärtszug, der Horizontalkomponente
der Walzkräfte und den Reibkräften zwischen Walzgut und Arbeitswalze ein. Solange
sich eine Fließscheide im Bereich des Walzspaltes einstellt, ist das Gerüst in der
Lage, mit Hilfe der Arbeitswalzen das Walzgut zu führen, tritt jedoch keine Fließscheide
im Walz- .spalt auf, so ist die Führung des Walzgutes durch die Arbeitswalzen nicht
mehr möglich, weil die Durchziehreserve des Walzgerüstes erschöpft ist. Bei einem
solchen Betriebszustand wird die Walzgutgeschwindigkeit nicht mehr von den Arbeitswalzen
bestimmt, weil an keiner Stelle des Walzspaltes Walzenumfangsgeschwindigkeit und Walzgutgeschwindigkeit
übereinstimmen.
[0007] Auch ist ein Walzen mit einer Lage der Fließscheiden in der-Nähe von Walzguteintritt
oder Walzgutaustritt problematisch, weil sich schon bei geringen Änderungen der Walzbedingungen,
bspw. der Bandzüge, leicht ein instabiler Zustand einstellen kann, der Schwingungserscheinungen,
insbesondere Rotationsschwingungen der Arbeitswalzen, und hieraus resultierende Rutscher
am Walzgut zur Folge hat.
[0008] Beim Kaltwalzen von metallischen Werkstoffen, insbesondere Bandmaterial, ist man
heute bestrebt, mit einem möglichst geringen Kraft- und Leistungsbedarf zu arbeiten.
Man erreicht dies durch die Verbesserung der Schmierung und die damit erzielte Verringerung
der Reibung. Hieraus ergibt sich jedoch als Nachteil zugleich eine Verringerung der
Durchziehreserve der Gerüste, d. h. eine Fließscheidenlage nahe am Walzgutaustritt,
bei sonst gleichen Walzbedingungen hinsichtlich Arbeitswalzendurchmesser, Abnahme
und Bandzug.
[0009] Da auch beim Warmwalzen von metallischen Werkstoffen, insbesondere Bandmaterial,
und in den nachgeschalteten Beizanlagen besonderer Wert auf Energieeinsparungen gelegt
wird, ergibt sich die Forderung, für Kaltwalzwerke größere Warmbanddicken einzusetzen
und diese, besonders in den ersten Gerüsten, mit höheren Stichabnahmen zu betreiben.
Eine Erhöhung der Stichabnahmen bei sonst gleichen Walzbedingungen verringern aber
ebenfalls die Durchziehreserve der Gerüste.
[0010] Zur Vermeidung dieser Nachteile ist durch die US-A-3 823 593 ein Walzverfahren der
eingangs angegebenen Gattung, das sogenannte Schubwalzverfahren, bekanntgeworden,
welches sich dadurch auszeichnet, daß die jeweils paarweise zusammenwirkenden Arbeitswalzen
zueinander in einem Umfangsgeschwindigkeitsverhältnis stehen, das von 1 abweicht.
Hierbei wird das Umfangsgeschwindigkeitsverhältnis zwischen den paarweise zusammenwirkenden
Arbeitswalzen so eingestellt, daß sich immer innerhalb des Walzspaltes zwei verschiedene
Lagen der Fließscheiden für die schnellere und die langsamere Arbeitswalze ergeben.
[0011] Bedingt durch die unterschiedlichen Walzenumfangsgeschwindigkeiten der beiden zusammenarbeitenden
Arbeitswalzen ist es bei diesem Schubwalzverfahren jedoch notwendig, die Walzgutgeschwindigkeit
von außerhalb des Gerüstes zu führen bzw. zu bestimmen. Zu diesem Zweck wirken nach
dem Stand der Technik an der Einlaufseite und der Auslaufseite des Gerüstes jeweils
Treiber oder Haspel auf das Walzgut ein, wobei die Antriebsgeschwindigkeit für den
einlaufseitigen Walzguttreiber bzw. Walzguthaspel in einem festen Abhängigkeitsverhältnis
zur einen Arbeitswalze und die Antriebsgeschwindigkeit des auslaufseitigen Walzguttreibers
bzw. Walzguthaspels in einem festen Abhängigkeitsverhältnis von der anderen Arbeitswalze
des Arbeitswalzenpaares steht, um dadurch die Aufrechterhaltung der beiden Fließscheiden
innerhalb des Walzspaltes sicherzustellen.
[0012] Ein durch die US-A-3 823 593 bekanntes Walzwerk zur Ausübung des eingangs angegebenen
Verfahrens arbeitet mit mindestens einem Arbeitswalzenpaar sowie diesem zugeordneten
Vorrichtungen zur Variation der Walzgutgeschwindigkeit relativ zur Walzenumfangsgeschwindigkeit
des Arbeitswalzenpaares, wobei die Antriebsdrehzahlen der beiden Arbeitswalzen des
Arbeitswalzenpaares relativ zueinander variierbar, aber während des Walzbetriebes
fest vorgegeben sind, und wobei diesem Arbeitswalzenpaar ein Walzguttreiber bzw. ein
Walzguthaspel vorgeordnet sind. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Auswalzen
von metallischen Werkstoffen, insbesondere Bandmaterial, der gattungsgemäßen Art sowie
ein Walzwerk zur Ausübung desselben anzugeben, welches unter Nutzung der aus einer
besseren Schmierung und der höheren Stichabnahme beim Kaltwalzen resultierenden Vorteile
jederzeit eine ausreichende Stabilität des Walzprozesses gewährleistet.
[0013] Die Lösung dieser Aufgabe wird dabei in verfahrenstechnischer Hinsicht durch die
Kennzeichnungsmerkmale des Anspruchs 1 erreicht.
[0014] Hierbei erweist es sich als vorteilhaft, daß auch bei Schwankungen der Walzparameter,
nämlich der Walzgutdicke, der Züge, der Reibung oder dergleichen, innerhalb des Walzspaltes
keine Fließscheide auftritt, weil sich dort nämlich nirgendwo ein Synchronpunkt zwischen
der Walzgutgeschwindigkeit und der Walzenumfangsgeschwindigkeit einstellt und deshalb
mit negativer Durchziehreserve gewalzt wird.
[0015] Erfindungsgemäß ist es im einfachsten Falle möglich, das Verfahren entweder nach
den Merkmalen des Anspruchs 2 oder aber nach den Merkmalen des Anspruchs 3 durchzuführen.
[0016] Besonders bewährt hat sich jedoch eine Verfahrensart mit den Erfindungsmerkmalen
nach Anspruch 4 oder 5. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, das Verfahren
nach Anspruch 6 zu betreiben, weil hierdurch das Arbeiten des Schubwalzverfahrens
besonders begünstigt wird.
[0017] In verfahrenstechnischer Hinsicht ist es nach der Erfindung besonders empfehlenswert,
einen Sicherheitsabstand zwischen der jeweiligen Walzenumfangsgeschwindigkeit und
der Walzgutgeschwindigkeit einzuhalten, der auch bei kleinen Rotationsschwingungen
der Arbeitswalzen eine Fließscheidenbildung im Bereich des Walzspaltes unterbindet.
Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang die Verfahrensmerkmale des Anspruchs 7.
Wie praktische Versuche ergeben haben, ist dieses Ziel schon erreichbar, wenn die
Walzgutgeschwindigkeit etwa um 5 % von der jeweiligen Walzenumfangsgeschwindigkeit
abweichend größer und/oder kleiner eingestellt wird.
[0018] Wenn eine konstante Stichabnahme am Walzgut erzielt werden soll, ist es erfindungsgemäß
von Vorteil, die Verfahrensmerkmale des Anspruchs 8 zu nutzen. Möglich ist es aber
auch, zum Zwecke einer veränderbaren Stichabnahme am Walzgut, die Verfahrensmaßnahmen
nach Anspruch 9 anzuwenden.
[0019] Ein Walzwerk zur Ausübung des Verfahrens zeichnet sich gegenüber dem auf die US-A-3
823 593 basierenden Stand der Technik durch die Kennzeichnungsmerkmale des Anspruchs
10 aus und kann nach den Merkmalen der Ansprüche 11 bis 13 weitergebildet werden.
[0020] Der DE-A-2345463 ist noch ein Walzwerk als bekannt zu entnehmen, welches außer drei
hintereinandergeschalteten Walzgerüsten noch je einen einlaufseitigen und einen auslaufseitigen
Walzguthaspel umfaßt. Hierbei können die beiden äußeren Walzgerüste jeweils mit Umfangsgeschwindigkeiten
ihrer Walzen betrieben werden, die von der durch die Umfangsgeschwindigkeit der Arbeitswalzen
des mittleren Walzgerüstes bestimmten Walzgutgeschwindigkeit abweicht.
[0021] Das vorbekannte Walzwerk ist jedoch nicht so ausgelegt, daß die Antriebsdrehzahlen
der beiden Arbeitswalzen des mittleren Walzgerüstes relativ zueinander variierbar,
aber während des Walzbetriebes fest vorgegeben sind.
[0022] Es ist daher beim bekannten Walzwerk nicht möglich, die Antriebsgeschwindigkeit am
vor-und/oder nachgeordneten Walzgerüst so einzustellen, daß die Relativgeschwindigkeit
des Walzbandes zu den beiden Arbeitswalzen des mittleren. Walzgerüstes jeweils unterschiedlich
ausfällt.
[0023] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
einer Zeichnung ausführlich erläutert.
[0024] Dabei zeigen die
Figuren 1 bis 5 in schematisch vereinfachter Darstellung verschiedene Verwirklichungsmöglichkeiten
für das erfindungsgemäße Walzverfahren,
Figur 6 in schematischer Darstellung ein Walzwerk zur Ausübung des Walzverfahrens
nach Fig. 1,
Figur 7 schematisch dargestellt, ein Walzwerk zur Ausübung des Walzverfahrens nach
Fig. 2, 3 und 5 und
Figur 8 in schematischer Darstellung ein Walzwerk zur Ausübung des Walzverfahrens
nach Fig. 4.
[0025] Im sämtlichen Figuren der Zeichnung sind die obere Arbeitswalze 1 und die untere
Arbeitswalze 2 eines Walzwerkes dargestellt, zwischen denen als Walzgut 3 beispielsweise
metallisches Bandmaterial hindurchgeführt wird. Die Länge des Walzspaltes 4 zwischen
den beiden Arbeitswalzen 1 und 2 wird bestimmt, einerseits von der normal zur Durchlaufrichtung
des Walzgutes 3 liegenden Eintrittsebene 5, andererseits von der'ebenfalls normal
zur Durchlaufrichtung des Walzgutes 3 liegenden Austrittsebene 6 desselben, wie das
aus den Fig. 1 bis 5 deutlich hervorgeht.
[0026] Ferner sind in den Fig. 1 bis 5 der Zeichnung die Zentrierwinkel α1 und a2 angedeutet,
welche durch die Eintrittsebene 5 und die Austrittsebene 6 des Walzgutes 3 zu den
Drehachsen der Arbeitswalzen 1 und 2 bestimmt werden, welche jeweils die Kontaktflächen
der Arbeitswalzen 1 und 2 mit dem Walzgut 3 über die Länge des Walzspaltes 4 bestimmen.
[0027] Die Zentrierwinkel a1 und a2 sind in den Fig. 1 bis 5 jeweils in gleicher Größe dargestellt.
[0028] Zu Fig. 1 gehören die Schaubilder nach Fig. 1a und 1b. In den Fig. 1a und 1b sind
die Geschwindigkeitsverhältnisse, die sich bei dem Walzverfahren nach Fig. 1 ergeben,
verdeutlicht. Über der Länge des Walzspaltes 4 sind zum einen die Walzenumfangsgeschwindigkeit
V
o bzw. V
u und zum anderen die Walzgutgeschwindigkeit V
w - am Eintritt 5 des Walzgutes 3 in den Walzspalt 4 mit V
E und am Austritt 6 des Walzgutes 3 aus dem Walzspalt 4 mit V
A bezeichnet - aufgetragen. Der jeweilige Senkrechtabstand zwischen V
o und V
w gibt die Relativgeschwindigkeit zwischen Arbeitswalze 1 bzw. 2 und Walzgut 3 wieder.
Die Fig. 1a und 1b veranschaulichen, daß über den gesamten Walzspalt 4 gesehen die
Umfangsgeschwindigkeiten V
o und V
u beider Arbeitswalzen 1 und 2 größer als die Walzgutgeschwindigkeit V
w sind und somit innerhalb des Walzspaltes sich keine Fließscheide einstellt.
[0029] Bei dem Walzverfahren nach Fig. 2 werden die Arbeitswalzen 1 und 2 mit Umfangsgeschwindigkeiten
V
o und V
u betrieben, die kleiner sind als die Walzgutgeschwindigkeit V
w. Die Kurven V
w und V
o bzw. V
u schneiden sich nicht (vgl. Fig. 2a und 2b), so daß auch hier keine Fließscheide auftritt.
[0030] Bei dem Walzverfahren nach Fig. 3 liegen die Geschwindigkeitsverhältnisse für die
obere Arbeitswalze 1 wie im Zusammenhang mit Fig. 1 erläutert, d. h. die Umfangsgeschwindigkeit
V
o der Arbeitswalze 1 ist größer als die Walzgutgeschwindigkeit V
w (vgl. Fig. 3a). Die untere Arbeitswalze 2 wird dagegen entsprechend der Fig. 2 mit
einer unter der Walzgutgeschwindigkeit V
w liegenden Umfangsgeschwindigkeit V
u betrieben (vgl. Fig. 3b).
[0031] Das Walzverfahren nach Fig. 4 stimmt hinsichtlich der Geschwindigkeitsverhältnisse
zwischen oberer Arbeitswalze 1 und Walzgut 3 mit dem Walzverfahren nach Fig. 1 überein
(vgl. 4a). Wie Fig. 4b erkennen läßt, haben dagegen die untere Arbeitswalze 2 und
das Walzgut 3 im Fließscheidenpunkt F übereinstimmende Geschwindigkeiten, d. h. im
Fließscheidenpunkt F ist die Relativgeschwindigkeit 0, vor dem Punkt F in Richtung
auf die Eintrittsebene 5 ist die Walzgutgeschwindigkeit V
w kleiner, hinter dem Punkt F in Richtung auf die Austrittsebene 6 ist sie größer als
die Walzenumfangsgeschwindigkeit V
u der unteren Arbeitswalze 2.
[0032] Bei dem Walzverfahren nach Fig. 5 treten ähnliche Mischverhältnisse wie bei dem Verfahren
nach Fig. 4 auf. Die Geschwindigkeitsverhältnisse im Bereich der unteren Arbeitswalze
2 entsprechen denen nach Fig. 2, d. h. die Walzgutgeschwindigkeit V
w liegt immer höher als die Umfangsgeschwindigkeit V
u der Arbeitswalze 2. Die Geschwindigkeitsverhältnisse im Bereich der oberen Arbeitswalze
1 sind derart, daß sich hier wie bei Fig. 4b ein Fließscheidenpunkt F ausbildet.
[0033] Daß nach Fig. 4b der Fließscheidenpunkt F nahe der Eintrittsebene 5 und nach Fig.
5a der Fließscheidenpunkt F nahe der Austrittsebene 6 liegen, ist besonders vorteilhaft
und deshalb praxisnah. Denkbar ist jedoch eine Verlagerung der Fließscheidenpunkte
F innerhalb des Walzspaltes 4 in Richtung auf die Austrittsebene 6 bzw. die Eintrittsebene
5.
[0034] Es ist ohne weiteres klar, daß bei den in den Fig. 1 bis 3 wiedergegebenen Walzverfahren
die Arbeitswalzen 1, 2 des Walzgerüstes keine Führungseigenschaften mehr für das Walzgut
3 haben und daher die Walzgutgeschwindigkeit V
w jeweils von außerhalb des Gerüstes geführt bzw. bestimmt werden muß.
[0035] Soll beispielsweise die Auslaufgeschwindigkeit V
A des Walzgutes 3. in der Austrittsebene 6 des Walzspaltes kleiner sein als die Umfangsgeschwindigkeit
V
o, V
u der beiden Arbeitswalzen 1 und 2, wie das in Fig. 1 angedeutet ist, dann erweist
es sich als zweckmäßig, die Laufgeschwindigkeit des Walzgutes 3 gemäß Fig. 6 von der
Einlaufseite des Walzgerüstes aus zu führen, indem die Einlaufgeschwindigkeit V
E des Walzgutes 3 entweder durch einen Abwickelhaspel 7 oder aber einen zwischen diesem
und dem Walzgerüst angeordneten Treiber 8 in Form eines S-Rollenpaares bestimmt wird.
Der dem Walzgerüst nachgeordnete Aufwickelhaspel 9 läuft hingegen mit einer der Auslaufgeschwindigkeit
V
A des Walzgutes 3 angepaßten Drehzahl.
[0036] Sollen gemäß Fig. 2 die Umfangsgeschwindigkeiten V
o und V
u der Arbeitswalzen 1 und 2 kleiner als die Laufgeschwindigkeit des Walzgutes 3 in
der Eintrittsebene 5 des Walzspaltes 4 gehalten werden, dann ist es vorteilhaft, zur
Führung des Walzgutes 3 einer Anordnung gemäß Fig. 7 einzusetzen, bei der entweder
ein dem Walzgerüst nachgeordneter Aufwickelhaspel 11 oder aber ein zwischen diesem
und dem Walzgerüst angeordneter, als S-Rollenpaar ausgebildeter Treiber 12 die Auslaufgeschwindigkeit
V
A für das Walzgut 3 bestimmt. Der Abwickelhaspel 10 läuft hier dann entsprechend der
gegenüber der Umfangsgeschwindigkeit der Walzen erhöhten Walzguteinlaufgeschwindigkeit
V
E mit.
[0037] . Die Anordnung nach Fig. 7 wird auch bei Ausübung des Verfahrens nach Fig. 3 eingesetzt,
weil hier ebenfalls mit erhöhtem Vorwärtszug gearbeitet werden muß. Bei diesem Verfahren
heben sich die Reibkräfte auf, die horizontal wirkenden Komponenten der Walzkräfte
müssen jedoch durch Vorwärtszug kompensiert werden.
[0038] Anhand der Fig. 1, 2, 3, 6 und 7 wurde erläutert, wie konventionelle Bendwalzverfahren
unter Sicherstellung einer ausreichenden Stabilität des Walzprozesses durch Vermeidung
von Fließscheidenausbildungen innerhalb des Walzspaltes so verbessert werden können,
daß trotz optimaler Schmierung und damit verbundener Verringerung der Reibung ein
verringerter Kraft- und Leistungsbedarf eintritt sowie erhöhte Stichabnahmen bei sonst
gleichen Walzbedingungen erreichbar sind.
[0039] Zum Betreiben des Verfahrens nach Fig. 5, wo sich eine Fließscheide F (an der oberen
Arbeitswalze 1) ausbildet, wird zweckmäßigerweise ebenfalls eine Anordnung nach Fig.
7 eingesetzt.
[0040] Bei dem Verfahren nach Fig. 4 kann es passieren, daß Horizontalkräfte auftreten,
die nahezu den beim Verfahren gemäß Fig. 1 entsprechen. Aus diesem Grund empfiehlt
es sich, sowohl vor als auch hinter dem Walzgerüst Treiber 14 und 16 entsprechend
Fig. 8 vorzusehen.
[0041] Es wurde bereits erwähnt, daß bei den anhand der Fig. 1 bis 5 beschriebenen Walzverfahren
dem Arbeitswalzenpaar 1, 2 vor- und/oder nachgeo- - rdnete Walzguttreiber 8 ; 12;
14, 16 bzw. die Walzguthaspel 7, 9 ; 10, 11 ; 13, 15 auf eine von der Walzenumfangsgeschwindigkeit
abweichende Antriebsgeschwindigkeit eingestellt sind bzw. einstellbar sein müssen.
[0042] Das für den jeweiligen Walzvorgang erforderliche Geschwindigkeitsverhältnis zwischen
der Walzenumfangsgeschwindigkeit und der Antriebsgeschwindigkeit für die Treiber bzw.
Haspel kann dabei ausgehend von einer für die Arbeitswalzen 1 und 2 fest vorgegebenen
Drehzahl bestimmt werden. Durch eine zwischen dem Antrieb für die Arbeitswalzen 1
und 2- und dem Antrieb für die Treiber 8 ; 12 ; 14,16 und/oder den Antrieben für die
Haspel 7, 9 ; 10, 11 ; 13, 15 vorgesehene (elektronische) Steuer- und/oder Regelvorrichtungen
können dann die Walzguteinlauf- und die Walzgutauslaufgeschwindigkeiten in einem der
jeweiligen Stichabnahme entsprechenden Verhältnis zueinander fest voreingestellt werden.
Möglich ist es aber auch, die (elektronische) Steuer- und/oder Regelvorrichtung so
auszulegen, daß Walzguteinlauf- bzw. Auslaufgeschwindigkeit und Walzenumfangsgeschwindigkeit
in gegenseitiger Abhängigkeit gesteuert und/oder geregelt werden können.
[0043] Bewährt hat es sich, die Walzgut- (Einlauf- und Auslauf-) geschwindigkeit um bis
zu 20 % von der jeweiligen Walzenumfangsgeschwindigkeit abweichend - größer und/oder
kleiner - einzustellen, wenn eine optimale Stabilität des Walzprozesses gewährleistet
bleiben soll. Abweichungen von 5 bis 8 % gewährleisten jedoch schon eine ausreichende
Stabilität des Walzprozesses.
1. Verfahren zum Auswalzen von metallischen Werkstoffen, insbesondere Bandmaterial
(3) mittels mindestens je einer oberen und einer unteren Arbeitswalze (1 und 2), bei
welchem die Walzgutgeschwindigkeit von außerhalb des Gerüstes (1, 2) oder der Gerüste
(1, 2) geführt bzw. bestimmt wird (7, 8, 9 ; 10, 11, 12 ; 13, 14, 15, 16), dadurch
gekennzeichnet, daß die Walzenumfangsgeschwindigkeiten (Vo, Vu) mindestens einer Arbeitswalze (1, 2) auf Werte eingestellt werden, welche die Walzgutgeschwindigkeit
(VA) am Walzgutaustritt (6) überschreiten und/oder die Walzgutgeschwindigkeit (VE) am Walzguteintritt (5) unterschreiten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeiten
(Vo und Vu) beider Arbeitswalzen (1, 2) größer eingestellt werden als die Walzgutgeschwindigkeit
(VA) am Walzgutaustritt (6 ; Fig. 1).
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangeschwindigkeiten
(Vo und Vu) beider Arbeitwalzen (1, 2) kleiner eingestellt werden als die Walzgutgeschwindigkeit
(VE) am Walzguteintritt (5 ; Fig. 2).
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit
(Vo) der einen Arbeitswalze (1) größer als die Walzgutgeschwindigkeit (VA) am Walzgutaustritt (6) und die Umfangsgeschwindigkeit (Vu) an der anderen Arbeitswalze (2) kleiner als die Walzgutgeschwindigkeit (VE) am Walzguteintritt (5) eingestellt werden (Fig.3).
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit
(Vo) nur einer Arbeitswalze (1) größer als die Walzgutgeschwindigkeit (VA) am Walzgutaustritt (6) eingestellt wird, während die Umfangsgeschwindigkeit (Vu) der anderen Arbeitswalze (2) größer als die Walzgutgeschwindigkeit (VE) am Walzguteintritt (5) jedoch kleiner als die Walzgutgeschwindigkeit (VA) am Walzgutaustritt (6) gehalten wird (Fig.4).
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit
(Vu) nur einer Arbeitswalze (2) kleiner als die Walzgutgeschwindigkeit (VE) am Walzguteintritt (5) eingestellt wird, während die Umfangsgeschwindigkeit (Vo) der anderen Arbeitswalze (1) kleiner als die Walzgutgeschwindigkeit (VA) am Walzgutaustritt (6), jedoch größer als die Walzgutgeschwindigkeit (VE) am Walzguteintritt (5) gehalten wird (Fig. 5).
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzgutgeschwindigkeit
(VA bzw. VE) um bis zu 20 % von der jeweiligen Walzenunfangsgeschwindigkeit (Vo bzw. Vu) abweichend - kleiner und/oder größer - eingestellt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Walzguteinlaufgeschwindigkeit
(VE) und Walzgutauslaufgeschwindigkeit (VA) in einem der jeweiligen Stichabnahme entsprechenden Verhältnis zueinander fest voreingestellt
werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Walzgut-
(Einlauf-und -Auslauf-) geschwindigkeit und Walzenumfangsgeschwindigkeit in gegenseitiger
Abhängigkeit gesteuert und/oder geregelt werden.
10. Walzwerk zur Ausübung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9 mit mindestens
einem Arbeitswalzenpaar (1, 2), bei dem die Antriebsdrehzahlen der beiden Arbeitswalzen
(1 und 2) relativ zueinander variierbar, aber während des Walzbetriebes fest vorgegeben
sind (Fig. 1a und 1b bis Fig. 5a und 5b), und wobei diesem Arbeitswalzenpaar (1, 2)
als Vorrichtungen zur Variation der Walzgutgeschwindigkeit (Vw) relativ zur Walzenumfangsgeschwindigkeit (Vo und Vu) des Arbeitswalzenpaares (1, 2) ein Walzguttreiber (8 bzw. 12 bzw. 14, 16) bzw. ein
Walzguthaspel (7 bzw. 11 bzw. 13, 15) vor- und/oder nachgeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsgeschwindigkeit von zumindest einem der vor- und/ oder nachgeschalteten
Walzguttreiber (8 bzw. 12 bzw. 14, 16) bzw. Walzguthaspel (7 bzw. 11 bzw. 13, 15)
so eingestellt oder einstellbar ist, daß die entsprechende Umfangsgeschwindigkeit
außerhalb eines Bereichs liegt, der die zwei Walzenumfangsgeschwindigkeiten (Va und Vu) sowie alle dazwischenliegenden Umfangsgeschwindigkeiten umfaßt.
11. Walzwerk nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine mit dem Antrieb für das Arbeitswalzenpaar
(1, 2) in Verbindung stehende Steuer-und/oder Regelvorrichtung für die Antriebsgeschwindigkeit
des vorgeordneten Treibers (8 ; Fig. 6) oder nachgeordneten Treibers (12 ; Fig. 7).
12. Walzwerk nach dem Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- und/oder
Regelvorrichtung sowohl mit dem Arbeitswalzenpaar (1, 2) vorgeordneten Walzguttreiber
(14) bzw. Walzguthaspel (13) als auch mit dem diesem nachgeordneten Walzguttreiber
(16) bzw: Walzguthaspel (15) in Verbindung steht und für die Einstellung eines Verhältnisses
der Antriebsgeschwindigkeit jedes Treibers (14 und 16) bzw. jedes Walzguthaspels (13
und 15) zu den Walzenumfangsgeschwindigkeiten (Va und Vµ) größer oder kleiner als 1 ausgelegt ist.
13. Walzwerk nach dem Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- und/oder
Regelvorrichtung für den einlaufseitigen Walzguttreiber (14) bzw. Walzguthaspel (13)
mit der einen Arbeitswalze (1), aber für den auslaufseitigen Walzguttreiber (16) bzw.
Walzguthaspel (15) mit der anderen Arbeitswalze (2) in Verbindung steht.
1. Method for the rolling-down of metallic materials, in particular strip material
(3), by means of at least a respective upper and lower working roll (1 and 2), in
which the speed of the rolled stock is guided or determined (7, 8, 9 ; 10, 11, 12
; 13, 14, 15, 16) from outside the stand (1, 2) or the stands (1, 2), characterised
thereby, that the peripheral roll speeds (Vo, Vu) of at least one working roll (1, 2) are set to values which exceed the rolled stock
speed (VA) at the rolled stock exit (6) and/or fall below the rolled stock speed (VE) at the rolled stock entry (5).
2. Method according to claim 1, characterised thereby, that the peripheral roll speeds
(Vo and Vu) of both working rolls (1, 2) are set to be greater than the rolled stock speed (VA) at the rolled stock exit (6 ; Fig. 1).
3. Method according to claim 1, characterised thereby, that the peripheral roll speeds
(Vo and Vu) of both working rolls (1, 2) are set to be smaller than the rolled stock speed (VE) at the rolled stock entry (5 ; Fig. 2).
4. Method according to claim 1, characterised thereby, that the peripheral speed (Vo) of the one working roll (1) is set to be greater than the rolled stock speed (VA) at the rolled stock exit (6) and the peripheral speed (Vu) at the other working roll (2) is set to be smaller than the rolled stock speed (Ve) at the rolled stock entry (5) (Fig. 3).
5. Method according to claim 1, characterised thereby, that the peripheral speed (Vo) of only one working roll (1) is set to be greater than the rolled stock speed (VA) at the rolled stock exit (6), whilst the peripheral speed (Vu) of the other working roll (2) is kept greater than the rolled stock speed (VE) at the rolled stock entry (5), but smaller than the rolled stock speed (VA) at the rolled stock exit (6) (Fig. 4).
6. Method according to claim 1, characterised thereby, that the peripheral speed (Vu) of only one working roll (2) is set to be smaller than the rolled stock speed (VE) at the rolled stock entry (5), whilst the peripheral speed (Vo) of the other working roll (1) is kept smaller than the rolled stock speed (VA) at the rolled stock exit (6), but greater than the rolled stock speed (VE) at the rolled stock entry (5, Fig. 5).
7. Method according to one of the claims 1 to 6, characterised thereby, that the rolled
stock speed (VA or VE) is set to be deviating by up to 20 % - up or down - from the respective peripheral
roll speed (Vo or Vu).
8. Method according to one of the claims 1 to 7, characterised thereby, that rolled
stock entry speed (VE) and rolled stock exit speed (VA) are fixedly preset each relative to the other in a ratio corresponding to the respective
reduction per pass.
9. Method according to one of the claims 1 to 7, characterised thereby, that rolled
stock (entry and exit) speed and peripheral roll speed are controlled and/or regulated
in mutual dependence.
10. Rolling mill for the performance of the method according to one of the claims
1 to 9, with at least one working roll pair (1, 2), in which the rotational drive
speeds of both the working rolls (1 and 2) are variable each relative to the other,
but fixedly preset during the rolling operation (Figs. 1a and 1b to Figs. 5 and 5b)
and wherein a rolled stock reel (7 or 11 or 13, 15) is arranged upstream and/or downstream
of this working roll pair (1, 2) as devices for the variation of the rolled stock
speed (Vw) relative to the peripheral roll speed (Vo and Vu) of the working roll pair (1, 2), characterised thereby, that the driving speed of
at least one of the rolled stock drivers (8 or 12 or 14, 15) or the rolled stock reels
(7 or 11 or 13, 15), that are connected upstream and/or downstream ; are so set or
settable that the corresponding peripheral speed lies outside a range which comprises
the two peripheral rool speeds as well as all peripheral speeds lying therebetween.
11. Rolling mill according to claim 10, characterised by a control and/or regulating
device, which stands in connection with the drive for working roll pair (1, 2), for
the driving speed of the upstream driver (8 ; Fig. 6) or downstream driver (12 ; Fig.
7).
12: Rolling mill according to the claim 11, characterised thereby, that the control
and/or regulating device stands in connection with the rolled stock driver (14) or
rolled stock reel (13) arranged upstream of the working roll pair (1, 2) as well as
also with the rolled stock driver (16) or rolled stock reel (13) downstream thereof
and is designed for the setting of a ratio of the driven speed of each driver (14
and 16) or each rolled stock reel (13 and 15) to the peripheral roll speeds (Vo and
Vu ) greater or smaller than unity.
13. Rolling mill according to the claim 11, characterised thereby, that the control
and/or regulating device for the rolled stock driver (14) or rolled stock reel (13)
at the inlet side stands in connection with the one working roll (1), but for the
rolled stock driver (16) or rolled stock reel (13) stands in connection with the other
working roll (2).
1. Procédé de laminage de métaux, notamment d'une bande (3), au moyen d'un cylindre
de travail supérieur et d'un cylindre de travail inférieur (1 et 2) au moins, dans
lequel la vitesse de produit laminé est réglée ou déterminée (7, 8, 9, 10, 11, 12,
13, 14, 15, 16), de l'extérieur de la cage (1, 2) ou des cages (1, 2), caractérisé
en ce que les vitesses périphériques des cylindres (Vo et Vu) pour l'un au moins des cylindres de travail (1, 2), sont réglées à des valeurs
qui dépassent la vitesse (VA) du produit laminé à la sortie (6) du produit laminé et/ou sont inférieures de la
vitesse (VE) du produit laminé à l'entrée (5) du produit laminé.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les vitesses périphériques
(Vo et Vu) des deux cylindres de travail (1, 2) sont réglées de manière à être supérieures
à la vitesse (VA) du produit laminé à la sortie (6, Figure 1) du produit laminé.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les vitesses périphériques
(Vo et Vu) des deux cylindres de travail (1,2) sont réglées de manière à être inférieures
à la vitesse (VE) du produit laminé à la sortie (5, Figure 2) du produit laminé.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la vitesse périphérique
(Vo) de l'un des cylindres de travail (1) est réglée de manière à être inférieure à la
vitesse (VA) du produit laminé à la sortie (6) du produit laminé et que la vitesse périphérique
(Vu) de l'autre cylindre de travail (2) est réglée de manière à être inférieure à
la vitesse (VE) du produit laminé à l'entrée (5) (Figure 3).
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la vitesse périphérique
(Vo) de l'un seulement des cylindres de travail (1) est réglée de manière à être supérieure
à la vitesse (VA) du produit laminé à la sortie (6) du produit laminé tandis que la vitesse périphérique
(Vu) de l'autre cylindre de travail (2) est maintenue supérieure à la vitesse (VE) du produit laminé à l'entrée (5) du produit laminé, mais inférieure à la vitesse
(VA) du produit laminé à la sortie (6) du produit laminé (Figure 4).
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la vitesse périphérique
(Vu) d'un seul cylindre de travail (2) est réglée de manière à être inférieure à la
vitesse (VE) du produit laminé à l'entrée (5) du produit laminé tandis que la vitesse périphérique
(Vo) de l'autre cylindre de travail (1) est maintenue inférieure à la vitesse (VA) du produit laminé à la sortie (6) du produit laminé, mais supérieure à la vitesse
(VE) du produit laminé à l'entrée.(5) du produit laminé (Figure 5).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la vitesse
du produit laminé (VA ou VE) est réglée de manière à différer, dans chaque cas, de 20 %, en moins et/ou en plus,
de la vitesse périphérique (Vo ou Vu) des cylindres.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la vitesse
d'entrée (VE) du produit laminé et la vitesse de sortie (VA) du produit laminé sont réglées l'une par rapport à -l'autre de manière à être dans
un rapport fixe correspondant à la réduction aux différentes passes.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la vitesse
d'entrée et de sortie du produit laminé et la vitesse périphérique des cylindres sont
commandées et/ou réglées d'une manière réciproquement interdépendante.
10. Laminoir pour l'application du procédé selon l'une des revendications 1 à 9 qui
comprend au moins une paire de cylindres de travail (1, 2) dans laquelle les vitesses
angulaires d'entraînement des deux cylindres de travail (1 et 2) peuvent être modifiées
l'une par rapport à l'autre, mais conservent une valeur fixée à l'avance pendant l'opération
de laminage (Figures 1a et 1b à Figures 5 et 5b), et dans lequel la paire de cylindres
(1, 2) est précédée et/ou suivie de bobines (7 ou 11 ou 13, 15) de déroulement et
d'enroulement du produit laminé qui assurent la variation de la vitesse (Vw) du produit laminé par rapport à la vitesse périphérique (Vo et Vu) des cylindres de la paire de cylindres de travail (1, 2), caractérisé en ce que
la vitesse d'entraînement de l'un au moins des rouleaux entraîneurs (8 ou 12 ou 14,
16) ou des bobines (7 ou 11 ou 13, 15) situés en amont ou en aval est réglée ou réglable
de telle manière que la vitesse périphérique correspondante se situe en dehors du
domaine qui englobe les deux vitesses périphériques intermédiaires.
11. Laminoir selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'il comprend, relié au
dispositif d'entraînement de la paire de cylindres de travail (1, 2), un dispositif
de commande et/ou de réglage de la vitesse d'entraînement du rouleau entraîneur (8,
Figure 6) situé en amont ou du rouleau entraîneur (12, Figure 7) situé en aval.
12. Laminoir selon la revendication 11, caractérisé en ce que le dispositif de commande
et/ou de réglage est relié aussi bien au rouleau entraîneur (14) ou à la bobine (13)
situés en amont de la paire de cylindres de travail (1, 2) qu'au rouleau entraîneur
(16) ou à la bobine (15) situés en aval de cette paire de cylindres et est réglé de
manière que le rapport entre la vitesse d'entraînement de chaque rouleau d'entraînement
(14 et 16) ou de chaque bobine (13 et 15) et les vitesses périphériques (Vo et Vu) des cylindres soit supérieur ou inférieur à 1.
13. Laminoir selon la revendication 11, caractérisé en ce que le dispositif de commande
et/ou de réglage du rouleau entraîneur (14) ou de la bobine (13) situés du côté de
l'entrée du produit laminé est relié à l'un des cylindres de travail (1), mais que
le dispositif de commande et/ou de réglage du rouleau entraîneur (16) ou de la bobine
(15) situés du côté de la sortie est relié à l'autre cylindre de travail (2).