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EP 0 102 915 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.1987 Patentblatt 1987/20 |
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Anmeldetag: 31.08.1983 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F03C 1/04 |
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Hydraulischer Radialkolbenmotor
Radial-piston hydraulic engine
Moteur hydraulique à piston radial
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB IT LU NL |
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Priorität: |
08.09.1982 SE 8205097
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.03.1984 Patentblatt 1984/11 |
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Anmelder: AB Hägglund & Söner |
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S-891 01 Örnsköldsvik (SE) |
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Erfinder: |
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- Samuelsson, Einar
S-89100 Örnsköldsvik (SE)
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| (74) |
Vertreter: Boecker, Joachim, Dr.-Ing. |
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Adelonstrasse 58 65929 Frankfurt am Main 65929 Frankfurt am Main (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen hydraulischen Radialkolbenmotor gemäss dem
Oberbegriff des Anspruches 1. Ein solcher Radialkolbenmotor ist bekannt aus der GB-A
864767.
[0002] Motoren der vorgenannten Art enthalten mehrere Rollen, die an einer inwandigen Nockenkurve
in einem Motorgehäuse entlanglaufen und in radialer Richtung von zugeordneten Kolben
beeinflusst werden, die in Zylindern gleiten, die in einem in dem Motorgehäuse angeordneten
Zylinderblockvorhanden sind. Bei einerAusführung eines Motors für schweren Betrieb
sind die Kolben dadurch vollständig von tangentialen Kräften entlastet, dass an den
axialen Enden der Rollen Zapfen mit Lagern vorhanden sind, die in radial gerichteten
Schlitzen in Führungseinheiten laufen, die auf jeder Seite des Zylinderblocks in fester
Verbindung mit diesem angeordnet sind. Es kann entweder das Gehäuse stationär und
derZylinderblock drehbar ausgebildet sein oder umgekehrt der Zylinderblock stationär
und das Gehäuse drehbar. Bei der erstgenannten Alternative ist der Motor mit einer
Antriebswelle verbunden. Bei der zweitgenannten Alternative ist der Motor mit einem
Rad oder einer Seiltrommel für eine Winde oder dergleichen verbunden.
[0003] Bei einer bekannten Ausführungsform von Motoren der vorgenannten Art wird die Kolbenkraft
über eine pleuelstangenähnliche Kolbenstange auf die Rolle übertragen. Die Rolle ist
in ihrer Mitte in einem Lager, das am äusseren Ende der Kolbenstange angeordnet ist,
gelagert und mit Rollbahnen auf jeder Seite der Lagerung versehen. Die Kolbenstange
ist an ihrem inneren Ende im Kolben gelagert. Die Länge der Rolle nimmt mit der Breite
der Lagerung in der Stange zu. Die Breite der Rollbahn im Motorgehäuse wird um ein
entsprechendes Mass breiter, während ihr mittlererTeil unausgenutzt bleibt.
[0004] Bei dem aus der GB-A 864767 bekannten Radialkolbenmotor ist am radial äusseren Ende
des Kolbens ein Kreuzkopf befestigt, und an jedem Ende des Kreuzkopfes sind je zwei
Lagerstellen vorhanden, von denen die weiter innen gelegene eine gegen eine Nockenkurve
anliegende Rolle trägt und die äussere mittels eines Rollenlagers in einem radialen
Schlitz geführt wird. Die Befestigung zwischen dem Kreuzkopf (Rollenhalter) und dem
Kolben erfolgt über sphärische Flächen, die eine Winkelbewegung des Rollenhalters
relativ zum Kolben erlauben. Nachteilig bei dieser bekannten Konstruktion ist neben
der relativ grossen axialen Erstreckung die Durchbiegung des Rollenhalters in seiner
Längsrichtung. Der Rollenhalter ist wie ein an beiden Enden eingespannter Träger angeordnet,
auf den in der Mitte die Kraft vom Kolben wirkt. Hierdurch wird eine Durchbiegung
verursacht, die zu einer wechselnden Belastung von Rollen und Rollenhalter führt,
was einen vorzeitigen Verschleiss zur Folge hat.
[0005] Aus der FR-A 2033554 ist ein Radialkolbenmotor bekannt, bei dem die Rollen unmittelbar
in zylinderschalenförmigen Vertiefungen an den radial äusseren Stirnflächen der Kolben
liegen. Ein zusätzlicher Rollenhalter ist hier also nicht vorhanden. Die Schmierung
der genannten Lagerung erfolgt durch eine Bohrung durch den Kolben, wodurch gleichzeitig
ein gewisses hydrostatisches Tragen der Rolle stattfindet. Dieses Ausführungsform
hat den Nachteil, dass die unmittelbar am Zylinder ausgebildeten Lager auch die Tangentialkräfte
aufnehmen müssen. Aus diesem Grunde muss der Kolben ein relativ grosses Spiel im Zylinder
haben und darf nur mit einem einzigen Zylinderring gegenüber der Zylinderwand abdichten.
Die Konstruktion hat eine relativ starke seitliche Belastung des Lagers und der Kolben-Zylinderführung
zur Folge.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen hydraulischen Radialkolbenmotor der
eingangs genannten Art zu entwickeln, bei dem die Lagerung, die Kolben-Zylinderführung
und der Rollenhalter relativ geringen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt sind,
insbesondere schädliche Beanspruchungen in oder zwischen Kolben und Rollenhalter sowie
zwischen Rollenhalter und Rolle vermieden werden. Gleichzeitig soll der Radialkolbenmotor
sehr kompakt sein und möglichst kleine radiale und axiale Abmessungen haben.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein hydraulischer Radialkolbenmotor gemäss dem Oberbegriff
des Anspruches 1 vorgeschlagen, der erfindungsgemäss die im kennzeichnenden Teil des
Anspruches 1 genannten Merkmale hat.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen genannt.
[0009] Gemäss der Erfindung können die in den Zylindern im Zylinderblock gleitenden Kolben
an ihren äusseren Enden mit einer sphärischen Lagerfläche versehen sein, die mit einer
entsprechenden Lagerfläche eines Rollenhalters zusammenwirkt, ohne dass hierdurch
Biegemomente im Rollenhalter entstehen können. Dies wird dadurch erreicht, dass die
an der Nockenkurve entlanglaufenden Rollen unmittelbar mit einer zylindrischen Lagersitzfläche
in den Rollenhaltern gelagert sind, wobei dieses Lager als hydrostatisches Lager ausgebildet
ist. Dank der sphärischen Lagerung des Rollenhalters auf der Stirnseite des Kolbens
ist der Rollenhalter in allen Richtungen um das Zentrum des sphärischen Lagers kippbar,
so dass eine Beanspruchung des Kolbens durch Kippmomente vermieden wird.
[0010] Die Kolben des Motors haben eine durchgehende axiale Bohrung, die zweckmässigerweise
im äusseren Teil einen grösseren Durchmesser als im inneren Teil hat. Die Rollenhalter,
welche die Rollen tragen, haben einen Führungszapfen, der in den äusseren Teil der
Bohrung mit dem grösseren Durchmesser hineinragt. Um zu verhindern, dass die Rollenhalter
und die Kolben beim Betrieb des Motors voneinander getrennt werden, können Rollenhalter
und Kolben durch eine kräftige Feder zusammengehalten werden, die in dem genannten
Führungszapfen und am inneren Teil des Kolbens befestigt ist. Der Rollenhalter kann
so ausgebildet sein, dass er die Rolle um mehr als 180° umfasst, wodurch die Rolle
im Halter fixiert wird. Der Rollenhalter kann jedoch auch mit einem kleineren Umschliessungswinkel
als 180°C ausgeführt sein, wobei der Rollenhalter oder der Motor mit anderen Vorrichtungen
zur Fixierung einer Rolle im Rollenhalter oder zur Führung der Rolle versehen wird.
Die zylindrische Lagersitzfläche für die Rolle wird mit einer abgegrenzten hydrostatischen
Tragfläche versehen, so dass eine geeignete Ausbalancierung der auf die Rolle wirkenden
Kraft erreicht wird. Die Tragfläche kann durch Nuten abgegrenzt sein, die eine Spaltdichtung
bewirken. Die auf den Rollenhalter und den Kolben wirkenden radialen Druckkräfte werden
hydrostatisch zu mehr als 80%, vorzugsweise zu 85 bis 90%, ausbalanciert.
[0011] Anhand der Figuren soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen
Fig. 1 schematisch in einem Radialschnitt einen bekannten hydraulischen Motor der
hier behandelten Art,
Fig. 2 einen Axialschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines Motors gemäss der Erfindung,
Fig. 3 die wesentlichen Teile des Ausführungsbeispiels gemäss Fig. 2 in Explosionsdarstellung,
Fig. 4 einen Schnitt durch ein Rollenlager senkrecht zur Lagerwelle,
Fig. 5 einen Schnitt durch einen Rollenhalter längs der Linie A-A in Fig. 4,
Fig. 6 eine Ansicht in Richtung B-B in Fig. 2 des Flachschiebers zur Steuerung des
Druckmittelflusses zum Motor hin und vom Motor weg,
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie C-C in Fig. 6.
[0012] In Fig. 1 bezeichnet 1 eine Scheibe, deren innere Umfangswand als Nockenkurve 2 augebildet
ist. Diese inwandige Nockenkurve ist in einem nicht dargestellten, drehbaren Gehäuse
angeordnet, welches ein Rad oder eine Winde antreiben kann. Ein Zylinderblock 3 mit
mehreren Zylindern 4 ist stationär angeordnet. Auf jeder Seite des Zylinderblockes
3 befinden sich als Scheiben ausgebildete Führungsglieder 5 mit Schlitzen 6 zur Führung
der Rollen 7 und zur Aufnahme von Tangentialkräften, die auftreten, wenn die Rollen
7 gegen die Nockenkurve 2 gepresst werden. Die Führungsglieder 5 sind fest mit dem
Zylinderblock 3 verbunden und somit ebenfalls stationär. In den Zylindern gleiten
Kolben 8. Diese sind mit den Rollen 7 über pleuelstangenähnliche Stangen 10 verbunden.
Die Rollen sind mit ihrem mittleren Teil drehbar in einem nicht gezeigten Lager am
äusseren Ende der Stangen gelagert. In dem Zylinderblock 3 ist ein umlaufender Schieber
11 zur Verteilung von Druckmittel auf die Zylinder 4 angeordnet. Die voll dargestellten
Druckleitungen und die daran gerade angeschlossenen Zylinder sind mit Druckmittel
von hohem Druck gefüllt, während die übrigen nicht gefüllt sind, bzw. das in ihnen
befindliche Druckmittel nicht unter Druck steht.
[0013] In den übrigen Figuren bezeichnet 20 das Motorgehäuse eines hydraulischen Motors
gemäss der Erfindung, wobei es sich um ein nicht rotierendes Motorgehäuse handelt.
Dieses hat zwei Stirnwände 21 und 22 und eine zwischen diesen angebrachte Nockenscheibe
23 mit einer inwandigen Nockenkurve 24 (Fig. 3). Die Stirnwände 21 und 22 sowie die
Nockenscheibe 23 werden von Bolzen 27 zusammengehalten. Ein Zylinderblock 25 mit einem
Wellenzapfen 26 ist mittels Lagern 28, 30 und 31 rotierbar in den Stirnwänden 21 und
22 des Motorgehäuses 20 gelagert. Das Teil 32 des Zylinderblockes wird mit einer Kegelkupplung
33 an eine nicht gezeigte Welle angeschlossen.
[0014] Im Zylinderblock 25 befinden sich mehrere radial gerichtete Zylinder 34, in welchen
Kolben 35 gleiten. Diese Kolben haben durchgehende Bohrungen 36, deren radial äusserer
Teil 36a einen grösseren Durchmesser als der übrige Teil der Bohrung 36 hat. Die Kolben
sind an ihren radial äusseren Enden mit einer sphärischen, kugelzonenförmigen Lagersitzfläche
37 versehen. Antriebsrollen 38 laufen längs der Nockenkurve 24. Diese Antriebsrollen
38 sind in Rollenhaltern 40 gelagert, die wie hydrostatische Lager ausgebildet sind.
Ferner sind diese Rollenhalter 40 mit einer der Lagersitzfläche 37 der Kolben 35 angepassten,
sphärischen, kugelzonenförmigen Lagersitzfläche 41 versehen. Die Rollenhalter 40 können
somit in allen Richtungen im Verhältnis zu den Kolben 35 gekippt werden. Auf die Kolben
wirken folglich weder Kippmomente noch Seitenkräfte. Die Rollenhalter 40 haben einen
Führungszapfen 42, der in die Ausbohrung 36a hineinragt. Die Kolben 35 und die Rollenhalter
40 werden von einer Feder 43 zusammengehalten, die mit Stiften 44 und 45 in dem Führungszapfen
42 bzw. im Kolben 35 befestigt ist. Der Rollenhalter 40 umfasst die Rolle 38 um mehr
als 180°, wodurch die Rolle 38 in dem Halter 40 radial fixiert wird. Wegen dieser
Umfassung besteht der Halter 40 aus zwei Teilen 40a und 40b, die mit Bolzen 46 zusammengehalten
werden (Fig. 4).
[0015] Die Rollen 38 sind mit Flanschen 47 zu ihrer Führung in axialer Richtung im Verhältnis
zur Nockenscheibe 23 versehen. Ferner sind an den axialen Enden der Rollen Zapfen
48 vorhanden, welche Rollenlager tragen, deren Aussenring eine Führungsrolle 50 bildet.
Die Lager sind mittels Unterlegscheiben 51 und Sicherungsringen 52 auf den Zapfen
48 fixiert. Zwei scheibenförmige Führungseinheiten 53 mit radial gerichteten Schlitzen
54 sind durch Bolzen 55 fest mit dem Zylinderblock 25 verbunden. Durch die Führungsrollen
50 werden auf die Rollen 38 wirkende Tangentialkräfte über die Führungseinheiten 53
auf den Zylinderblock 25 übertragen.
[0016] Druckmittel wird über einen Flachschieber mit zwei Schieberingen 56 und 57 zu den
Zylindern 34 des Zylinderblocks 25 hin und von diesem weg geleitet. Der Ring 56 ist
derart mit dem Zylinderblock verbunden, dass er mit diesem rotiert. Der Ring 57 ist
mit der Stirnwand 22 derart verbunden, dass er nicht rotiert, jedoch axial im Verhältnis
zum Ring 56 verschiebbar ist. Der Ring 56 hat durchgehende Löcher 58, die mitten vor
Kanälen 60 im Zylinderblock 25 münden, welche Kanäle 60 zu den Zylindern führen. Der
Ring 57 hat durchgehende Löcher 61, die mitten vor Kanälen 62 in der Stirnwand 22
für die Zufuhr bzw. Fortleitung von Druckmittel dienen. Das nach innen gerichtete
Ende des Kanals 62 ist im Durchmesser weiter aufgebohrt, und in der so geschaffenen
Ausbohrung 63 ist eine Hülse 64 angeordnet, die von einer Feder 65 und dem auf die
innere Stirnfläche der Hülse wirkenden Druckmitel gegen den Schieberring 57 gepresst
wird. Im Schieberring 57 sind durchgehende Bohrungen 66 vorhanden mit einer im Durchmesser
kleineren Öffnung 67 auf der dem Ring 56 zugewendeten Seite. In diesen Bohrlöchern
66 sind Kolben 68 angeordnet, die an der Stirnwand 22 anliegen. Diese Kolben haben
die Aufgabe, einen Ausgleich von Kräften zu schaffen, die bei dem Wechsel zwischen
Zufuhr und Fortleitung von Druckmittel zu bzw. von den Zylindern 34 auftreten.
[0017] Die Kräfte zwischen den Kolben 35 und den Rollenhaltern 40 sowie die Kräfte zwischen
den Rollen 38 und den Rollenhaltern 40 sind zum grössten Teil hydrostatisch ausbalanciert.
Die Lagerdrücke auf die aneinander liegenden Lagerflächen 37 und 41 des Kolbens 35
bzw. Rollenhalters 40 sowie zwischen den Lagerflächen 69 des Rollenhalters und der
Oberfläche der Rolle 38 sind klein. Das Druckmittel im Zylinder 34 hat durch die Bohrung
36 einen freien Zugang durch den Kolben 35 zum Raum 78 zwischen dem Kolben 35 und
dem Halter 40. Im Rollenhalter 40 ist ein Kanal 70 angebracht, durch den das Druckmittel
im Raum 78 Zugang zu der Vertiefung 71 in der Lagerfläche 69 des Rollenhalters 40
hat. Wie es am besten in den Figuren 4 und 5 gezeigt ist, wird diese Vertiefung von
mindestens einer, vorzugsweise zwei ringförmigen Nuten 72 und 73 umgeben. Die Nut
72 steht über einen flachen Kanal 74 mit der Vertiefung 71 in Verbindung. Die Nut
73 und die an ihr angeschlossene, zur Seitenkante des Rollenhalters führende Nut 75
sind Dränierungsnuten, die Druckmittel ableiten, das zwischen der Rolle 38 und der
zwischen den Nuten 72 und 73 vom Rollenhalter 40 gebildeten, ringförmigen Dichtungsfläche
76 hindurchdringt. Die Grösse und die Breite der von den Nuten 72 und 73 begrenzten
Dichtungsfläche 76 werden so gross gewählt, dass man die gewünschte hydrostatische
Ausbalancierung der auf die Rolle 38 wirkenden Kräfte und einen niedrigen Flächendruck
auf die Dichtungsfläche 76 erhält. Bei gut ausgewogenem Flächendruck ist der Verlust
an schmierendem Druckmittel, das die Dichtungsfläche 76 passiert, klein. Ferner verhindert
die Dränierungsnut 73, dass das Druckmittel zu den äusseren Abschnitten des Rollenhalters
gelangt und diesen in störender Weise deformiert. Dadurch, dass man den Bereich innerhalb
der inneren Nut 72 ganz oder teilweise mit einer Vertiefung versieht, erhält man eine
wohldefinierte Dichtungsfläche, die durch Verformungen des zentralen Bereichs des
Rollenhalters aufgrund der Kolbenkraft nur unerheblich beeinflusst wird. Auch der
Durchmesser der sphärischen, kugelzonenförmigen Lagerfläche 37 am Ende des Kolbens
35 und die mit dieser Lagerfläche 37 zusammenwirkende Lagerfläche 41 des Rollenhalters
40 werden mit Rücksicht auf die gewünschte hydrostatische Ausbalancierung bemessen.
[0018] Der Aufbau des Schieberringes 56 geht am besten aus den Figuren 6 und 7 hervor. Das
Loch 61 ändert seine Form an der Seite, die an den Schieberring 57 gleitet, und hat
hier eine langgestreckte, ovale Form.
[0019] Unter gewissen Betriebsbedingungen kann es vorkommen, dass bei dem Radialkolbenmotor
gemäss der Erfindung der Rollenhalter (40) vom Kolben (35) abhebt. Um bei einem solchen
Abheben einen grösseren Druckmittelverlust zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung
ein Teil des Zapfens (42) mit einem solchen Durchmesser versehen, dass zwischen diesem
Teil des Zapfens und der ihn umgebenden Bohrung im Kolben (35) ein Drosselspalt gebildet
wird. Hierdurch wird erreicht, dass beim Auftreten eines Abhebens der Druckmittelverlust
sehr klein gehalten wird.
1. Hydraulischer Radialkolbenmotor mit einem Gehäuse (20), das eine Nockenscheibe
(23) mit einer inwandigen Nockenkurve (24) enthält, mit einem Zylinderblock (25),
der mehrere radial gerichtete Zylinder (34) hat, mit in diesen Zylindern (34) gleitenden
Kolben (35), mit Rollenhaltern (40), die eine zylindrische Lagerfläche haben, mit
an der Nockenkurve (24) laufenden Rollen (38), mit Führungseinheiten (53), die mit
dem Zylinderblock (25) des Motors fest verbunden sind und axial gerichtete Steuerschlitze
(54) haben, und mit Wellenzapfen (48) an den Rollen (38), die Führungslager (50) tragen,
die in den Schlitzen (54) in den Führungseinheiten (53) laufen und auf die Rollen
(38) wirkende Tangentialkräfte auf die Führungseinheiten (53) und damit auf den Zylinderblock
(23) übertragen, wobei die Rollenhalter (40) und die Kolben (35) separate Bauteile
sind, die derart miteinander verbunden sind, dass Winkelbewegungen zwischen den Rollenhaltern
(40) und den Kolben (35) in allen Richtungen möglich sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rollen (38) mit ihrem in Längsrichtung zentralen Teil an der Nockenkurve
(24) anliegen und dass die Rollen (38) in ihrem zugehörigen Rollenhalter (40) hydrostatisch
gelagert sind.
2. Hydraulischer Radialkolbenmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kolben (35) und die Rollenhalter (40) mit zur gegenseitigen Anlage bestimmten sphärischen,
kugelzonenförmigen Lagerflächen (37, 41) versehen sind.
3. Hydraulischer Radialkolbenmotor nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kolben (35) des Motors eine durchgehende axiale Bohrung (36) aufweisen und
dass die Rollenhalter (40) einen Führungszapfen (42) aufweisen, der in die Bohrung
(36) in den Kolben (35) hineinragt.
4. Hydraulischer Radialkolbenmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die hydrostatischen Lager über einen Kanal (70) in den Rollenhaltern
(40) mit der Bohrung (36) in dem Kolben in Verbindung stehen und dass über diese Verbindung
Schmiermittel zuführbar ist.
5. Hydraulischer Radialkolbenmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die vom Rollenhalter (40) auf den Kolben (38) wirkenden Kräfte
hydrostatisch zumindest zum grössten Teil ausbalanciert sind.
6. Hydraulischer Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rollenhalter (40) mit mindestens einer ringförmigen Nut (72, 73) versehen
sind und dass der von dieser Nut eingeschlossene Bereich der Lagerfläche (69) des
Rollenhalters mit einer Vertiefung (71) versehen ist.
7. Hydraulischer Motor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rollenhalter (40) mit einer ersten ringförmigen inneren Nut (72) und einer zweiten
ringförmigen äusseren Dränierungsnut (73) versehen sind, dass die von den beiden ringförmigen
Nuten (72, 73) eingeschlossene ringförmige Fläche eine Dichtungsfläche (76) bildet
und dass der von der ersten Nut (72) eingeschlossene Bereich der Lagerfläche (69)
des Rollenhalters mit einer Vertiefung (71) versehen ist.
8. Hydraulischer Motor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rollenhalter (40) in ihrem zentralen Bereich mit einer Vertiefung (71) und mit
einer diese Vertiefung umgebenden Dränierungsnut (73) versehen sind und dass die von
der Vertiefung (71) und der Dränierungsnut (73) begrenzte Fläche der Rollenhalter
eine zur Anlage für die Rolle (38) bestimmte ringförmige Dichtungsfläche (76) bildet.
9. Hydraulischer Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kolben (35) einerseits und die Rollenhalter (40) andererseits von einer in
den Kolben (35) angeordneten Feder (43) zusammengehalten werden.
10. Hydraulischer Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rollenhalter (40) mit dem hydrostatischen Lager (69) die an der Nockenkurve
(24) entlanglaufende Fläche der Rolle (38) um mehr als 180° umschliessen.
11. Hydraulischer Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die auf eine Rolle (38) wirkenden Kräfte in dem tragenden Lager (69) zu mindestens
80% hydrostatisch ausbalanciert sind.
12. Hydraulischer Motor nach einem der Anprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Teil des Führungszapfens (42) einen solchen Durchmesser hat, dass zwischen
diesem Teil des Führungszapfens und der ihn umgebenden Bohrung (36a) des Kolbens (35)
ein Drosselspalt gebildet wird, der einen grösseren Druckmittelverlust beim Abheben
des Kolbens (35) vom Rollenhalter (40) verhindert.
1. Radial-piston hydraulic motor with a housing (20) comprising a cam disc (23) with
an internal cam surface (24), with a cylinder block (25) comprising a plurality of
radially extending cylinders (34), with pistons (35) slidably arranged in said cylinders
(34), with roller holders (40) having a cylindrical bearing surface, with rollers
(38) running along said cam surface (24), with guide units (53) being fixedly joined
to said cylinder block (25) of the motor and being provided with axially extending
guide slots (54), and with shaft pins (48) on the rollers (38) which shaft pins support
guide bearings (50) running in the slots (54) in the guide units (53) and transmitting
tangential forces, acting on the rollers (38), to said guide units (53) and thereby
to the cylinder block (25), the roller holders (40) and the pistons (35) being separate
components which are connected in such way that angular motions between the roller
holders (40) and the pistons (35) are possible in all directions, characterized in
that the rollers (38), with there central portion of there axial extension bear against
the cam surface (24) and that the rollers (38) are hydrostatically journalled in there
respective roller holders (40).
2. Radial-piston hydraulic motor according to claim 1, characterized in that the piston
(35) and the roller holders (40) are provided with spherical-zone-shaped bearing surfaces
(37, 41) destined for mutual abutment.
3. Radial-piston hydraulic motor according to any of claims 1 or 2, characterized
in that the pistons (35) of the motor are provided with a through-going axial bore
(36) and that the roller holders (40) are provided with a guide pivot (42) extending
into said bore (36) in the respective piston (35).
4. Radial-piston hydraulic motor according to any of the preceding claims, characterized
in that the hydrostatic bearings communicate with the bore (36) in the piston via
a channel (70) in the respective roller holder (40) and that lubricant can be supplied
via this connection.
5. Radial-piston hydraulic motor according to any of the preceding claims, characterized
in that the forces exerted from the roller holder (40) on the respective piston (38)
are hydrostatically balanced at least for the most part.
6. Radial-piston hydraulic motor according to any of the preceding claims, characterized
in that the roller holders (40) are provided with at least one annular groove (72,
73) and that the area of the bearing surface (69) of the roller holder surrounded
by said groove is provided with a recess (71).
7. Radial-piston hydraulic motor according to any of claims 1 to 5, characterized
in that the roller holders (40) are provided with a first annular inner groove (72)
and a second annular outer draining groove (73), that the annular surface confined
by said two annular grooves (72, 73) forms a sealing surface (76), and that the area
of the bearing surface (69) of the roller holder which is surrounded by said first
groove (72) is provided with a recess (71).
8. Radial-piston hydraulic motor according to any of claims 1 to 5, characterized
in that the roller holders (40), in there central region, are provided with a recess
(71) and with a draining groove (73) surrounding said recess and that the area of
the roller holder confined by said recess (71) and said draining groove (73) forms
an annular sealing surface (76) destined for the abutment of the roller (38).
9. Radial-piston hydraulic motor according to any of the preceding claims, characterized
in that the piston (35) on the one hand and the roller holders (40) on the other hand
are held together by a spring (36) arranged in the piston (35).
10. Radial-piston hydraulic motor according to any of the preceding claims, characterized
in that the roller holders (40) with the hydrostatic bearing (69) surrounds the surface
of the roller (38) which runs along the cam surface (24) by more than 180 degree.
11. Radial-piston hydraulic motor according to any of the preceding claims, characterized
in that the forces exerted on a roller (38) in the respective bearing (69) are hydrostatically
counterbalanced to at least 80 per cent.
12. Radial-piston hydraulic motor according to any of claims 3 to 11, characterized
in that a part of the guide pivot (42) has such a diameter that a throttling gap is
formed between this part of the guiding pivot and the surrounding bore (36a) the piston,
which throttling gap prevents any greater loss of pressure medium on occurrence of
a lifting of the piston (35) from the roller holder (40).
1. Moteur hydraulique à piston radiaux avec un carter (20) qui comporte un disque
à came (23) à came intérieure (24), avec un bloc-cylindres (25) posédant plusieurs
cylindres (34) dirigés radialement, avec des pistons (35) coulissant dans ces cylindres
(34), avec des supports de rouleaux (40) possédant une surface d'appui cylindrique,
avec des rouleaux (38) roulant sur la came (24), avec des unités de guidage (53) qui
sont solidarisées avec le bloc-cylindres (25) du moteur et qui possèdent des fentes
de commande (54) dirigées axialement, et avec des bouts d'arbre (48) sur les rouleaux
(38) qui portent des paliers de guidage (50) roulant dans les unités de guidage (53)
et qui transmettent les forces tangentielles qui agissent sur les rouleaux (38), aux
unités de guidage (53) et par voie de conséquence, sur le bloc-cylindres (25), le
support des rouleaux (40) et les pistons (35) étant des éléments de construction séparés,
qui sont reliés entre eux de telle façon que sont possibles dans toutes les directions,
des déplacements angulaires entre les supports de rouleaux (40) et les pistons (35),
caractérisé par le fait que les rouleaux (38) portent, avec leur partie centrale,
dans le sens longitudinal, contre la came (24) et que les rouleaux (38) sont montés
hydrostatiquement dans les supports des rouleaux associés (40).
2. Moteur hydraulique à pistons radiaux selon la revendication 1, caractérisé par
le fait que les pistons (35) et les supports de rouleaux (40) sont pourvus de surfaces
d'appui (37, 41) en forme de zones sphériques, destinées à leur appui mutuel.
3. Moteur hydraulique à pistons radiaux selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé
par le fait que les pistons (35) du moteur comportent un perçage axial traversant
(36), et que les supports de rouleaux (40) comportent un tourillon de guidage (42)
qui pénètre dans le perçage (36) ménagé dans les pistons (35).
4. Moteur hydraulique à pistons radiaux selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que les paliers hydrostatiques sont reliés par l'intermédiaire
d'un canal (70) ménagé dans des supports de rouleaux (40), avec le perçage (36) ménagé
dans le piston, et que par l'intermédiaire de cette liaison, un lubrifiant est susceptible
d'être amené.
5. Moteur hydraulique à pistons radiaux selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que les forces qui agissent du support de rouleaux (40) sur
les pistons (38), sont au moins en grande partie compensés par voie hydrostatique.
6. Moteur hydraulique à pistons radiaux selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que les supports de rouleaux (40) sont pourvus d'au moins
une gorge annulaire (72, 73) et que la partie de la surface d'appui (69) du support
de rouleaux, concernée par cette gorge, est pourvue d'une cavité (71).
7. Moteur hydraulique selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait
que les supports de boulons (40) sont pourvus d'une première gorge annulaire intérieure
(72) et d'une seconde gorge annulaire extérieure de drainage (73), que la surface
annulaire qui est délimitée par les deux gorges annulaires (72, 73) constitue une
surface d'étanchéité (76), et que la zone de la surface d'appui (69) du support de
rouleaux entourée par la première gorge (72), est pourvue d'une cavité (71).
8. Moteur hydraulique selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait
que les supports de rouleaux (40) sont pourvus, dans leur partie centrale, d'une cavité
(71) et d'une gorge de drainage (73) qui entoure cette cavité, et que la surface des
supports de rouleaux , qui est délimitée par la cavité (71) et par la gorge de drainage
(73), constitue une surface d'étanchéité annulaire qui sert à l'appui des rouleaux
(38).
9. Moteur hydraulique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par
le fait que les pistons (35), d'une part, et les supports de rouleaux (40), d'autre
part, sont maintenus assemblés par un ressort (43) disposé dans les pistons (35).
10. Moteur hydraulique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par
le fait que les supports de rouleaux (40) entourent avec le palier hydrostatique (69),
sur plus de 180°, la surface du rouleau (38) qui se déplace le long de la came (24).
11. Moteur hydraulique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par
le fait que les forces qui agissent sur un rouleau (38) sont compensées hydrostatiquement
au moins pour 80% dans le palier-porteur (69).
12. Moteur hydraulique selon l'une des revendications 3 à 11, caractérisé par le fait
qu'une partie du tourillon de guidage (42) possède un diamètre tel qu'entre cette
partie du tourillon de guidage et le perçage (36a) du piston (35) qui l'entoure, forme
une fente d'étranglement qui empêche une perte importante du milieu sous pression,
au décollement du piston (35) du support de rouleaux (40).