| (19) |
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(11) |
EP 0 103 104 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.05.1988 Patentblatt 1988/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.07.1983 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B65H 29/00 |
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Vorrichtung zum Fördern von Bogen oder Bogenpaketen
Device for advancing sheets or batches of sheets
Dispositif de transport de feuilles ou de paquets de feuilles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
19.08.1982 DE 3230846
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.03.1984 Patentblatt 1984/12 |
| (73) |
Patentinhaber: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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63012 Offenbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Köbler, Ingo
D-8901 Anhausen (DE)
- Petersen, Godber
D-8900 Augsburg 1 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CH-A- 517 633 DE-B- 1 586 347
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DE-A- 3 100 866 US-A- 3 366 221
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern von Bogen oder Bogenpaketen nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 3100866
bekannt. Nachteilig ist es, dass hier lediglich der obere Teller beim Vorbeilaufen
an einer Steuerschiene um einen von der Schrägstellung derselben abhängigen Betrag
gedreht werden kann. Eine Nachregelung des Drehwinkels ist nicht möglich, was erforderlich
sein kann, wenn z.B. die Bogen schräg angeliefert werden. Eine derartige Vorrichtung
ist auch im Prinzip aus der CH-PS 546 197 bekannt. Eine ähnliche Vorrichtung ist aus
der DE-AS 1 586 347 bekannt. Mit dieser können flache Gegenstände, wie Schläuche,
zur Herstellung von Säcken oder Beuteln aus der Längslage in die Querlage gedreht
werden. Dabei wird der Antrieb für die Drehvorrichtungsteile von dem Fortbewegungsantrieb
über Drehzapfen abgeleitet und mittels einer von einer ortsfesten Kurvenbahn gesteuerten
Kurbel gesteuert. Diese Vorrichtung baut ebenfalls voluminös und ist dementsprechend
teuer. Nachteilig ist es hier auch, dass eine exakte Einstellung und insbesondere
eine Nachregelung des Drehwinkels nicht möglich ist, der sich z. B. durch Abnutzungserscheinungen
an der Kurve im Laufe der Zeit verändert.
[0002] Bekanntlich wird bei Bahnen bedruckenden Rotationsdruckmaschinen nach dem letzten
Druckwerk die Druckträgerbahn zwecks Erzeugung des ersten Längsfalzes über Falztrichter
gezogen und anschliessend quergeschnitten. Der erste Querfalz wird dann in dem Falzapparat
üblicherweise unter Zuhilfenahme eines Falzklappenzylinders erzeugt, wonach bedarfsweise
der dritte Falz mittels eines sog. Schwertfalzwerkes erzeugt wird. Für diesen dritten
Falz ist es erforderlich, zu falzende Exemplare abzubremsen, was besonders bei mit
hohen Durchsatzgeschwindigkeiten arbeitenden Maschinen problematisch ist und Grenzen
für die maximale Bearbeitungsgeschwindigkeit setzt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine kompaktbauende Fördervorrichtung zum Transportieren
von Bogen oder Bogenpaketen vorzugsweise von gefalzten bzw. zu falzenden Exemplaren
aufzuzeigen, mit der eine gezielte individuelle Drehung der Bogen bei voller Transportgeschwindigkeit
möglich ist, so dass auch der dritte Falz bzw. der zweite Längsfalz mit rotierenden
Mitteln, wie beispielsweise einem weiteren Falzklappenzylinder, bei voller Geschwindigkeit
erzeugt werden kann, wobei eine zeitgerechte Erfassung und Freigabe der Bogen oder
Bogenpakete und automatisch, d.h. ohne die Betätigung von Steuermitteln, erfolgen
soll und ausserdem eine exakte Einstellung und Nachregelung des Drehwinkels möglich
ist. Diese Aufgabe wird durch die Anwendung der im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen
Merkmale gelöst. Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen.
[0004] Aus den DE-PS 830 344 und 919711 sind zwar bereits Umlenkeinrichtungen für bogenförmige
Falzprodukte bekannt, bei denen unter Einsatz von schräggestellten Transportmitteln,
wie Förderbändern, eine Richtungsänderung der zu transportierenden Produkte möglich
ist, jedoch ist mit einer derartigen Umlenkung stets eine Abbremsung verbunden und
ausserdem ist eine Drehung der Produkte in der Weise nicht möglich, dass die vorauslaufenden
Kanten der Produkte wahlweise verändert werden können.
[0005] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles im einzelnen erläutert,
wobei Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen genommen wird. In diesen zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Förder- und Drehvorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäss Fig. 1 und
Fig. 3 einen Schnitt durch die Linie 111-111 der Fig. 1.
[0006] Die in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Fördervorrichtung eignet sich vorzugsweise
in einer einer Rotationsdruckmaschine nachgeordneten Falzeinrichtung. Dabei kann die
Fördervorrichtung an einen allgemein bekannten Falzklappenzylinder 1 angebaut werden,
in dem in üblicher Weise der erste Querfalz erzeugt wurde. Wie bereits erwähnt, wird
bekanntlich zuvor der erste Längsfalz durch dem Falzklappenzylinder 1 vorgeschaltete
(nicht gezeigte) Falztrichter erzeugt. Um den Falzklappenzylinder 1 geführte Bandleitungen
2 übernehmen die zu transportierenden Falzprodukte, beispielsweise Bogenpakete oder
Bogen 3, mit voller Maschinengeschwindigkeit.
[0007] Wie Fig. 1 am besten erkennen lässt, gelangen die Bogen zwischen zwei Teile 4, 5,
von denen im Nachfolgenden der Teller 4 als oberer Teller und der Teller 5 als unterer
Teller bezeichnet wird. Beim Einlaufen der Bogen 3 zwischen die Teller 4, 5 weisen
diese einen bestimmten Abstand auf. Befindet sich der Bogen 3 in der gewünschten Lage
zwischen den Tellern 4, 5, so wird in einer noch zu beschreibenden Weise sichergestellt,
dass die Teller 4, 5 zusammenfahren und den Bogen 3 festklemmen. In Fig. 1 sind drei
derartige Tellerpaare entlang des Förderweges dargestellt, die mit 4, 5; 4', 5' und
4", 5" bezeichnet sind. Fig. 2 lässt erkennen, dass insgesamt sechs derartige Tellerpaare
eingesetzt werden können, von denen jeweils drei in Aktion entlang des Förderweges
sind und drei sich auf dem Rückweg einer ovalen Bahn befinden.
[0008] Mit Hilfe dieser Teller 4, 5 kann der Bogen um einen bestimmten Winkelbetrag, hier
um exakt 90° gedreht werden, so dass die vorauslaufende Kante des Bogens 3 geändert
wird. Durch die Drehung der Bogen um 90° ist es in vorteilhafter Weise möglich, auch
den zweiten Längsfalz bei voller Transportgeschwindigkeit der Bogen zu erzeugen. Wie
Fig. 1 am besten zeigt, wird der durch die Teller 4" und 5" freigegebene Bogen 3 über
eine Bandleitung 6 an einen Greiferzylinder 7 übergeben. An den Greiferzylinder 7
ist ein Falzklappen 9 tragender Falzklappenzylinder 10 angestellt. Durch die am Greiferzylinder
7 angeordneten Falzmesser kann somit am Falzklappenzylinder 10 in der gleichen Weise
der zweite Längsfalz erzeugt werden wie der erste Querfalz am Falzklappenzylinder
1.
[0009] Dem Falzklappenzylinder 10 angeordnet ist ein herkömmliches Schaufelrad 11 zur Aufnahme
der Falzexemplare, das diese an eine Auslage, beispielsweise eine Bandauslage 12,
weitergibt.
[0010] Fig. 3 zeigt im Schnitt die Steuerung und Führung der Teller 4 und 5 entlang der
Linie 111-111 in der Darstellung gemäss Fig. 1. Dabei bildet der untere Teller 5 ein
Widerlager für den oberen Teller 4. Der Teller 5 ist fest mit einer Achse 13 verbunden,
die leicht drehbar, aber axial fixiert in einem Wälzlagerpaar 14 angeordnet ist. Auf
den Wälzlagern 14 sitzt eine Büchse 15, die an einem Zahnriemen 16 befestigt, beispielsweise
an diesen einvulkanisiert ist. Der Zahnriemen 16 bewegt sich mit der Geschwindigkeit
der von dem Falzklappenzylinder 1 zu der Bandleitung 6 zu transportierenden Bogen
3. Die Büchse 15 ist über ein Lager 17 in einer Stützrolle 18 angeordnet, die sich
wiederum auf einer entlang des Bogenförderweges angeordneten Kurvenbahn 19 abstützt.
Der Zahnriemen 16 wird um ein Antriebszahnrad 20 geführt und durch dieses mit Maschinengeschwindigkeit
angetrieben.
[0011] Der obere Teller 4 ist ebenfalls drehfest mit einer Achse 21 verbunden. Eine auf
der Achse 21 drehbare, aber axial nicht verschiebliche Stützrolle 22 wird über ein
die Achse 21 umfassendes Axiallager 23 durch eine Druckfeder 24 gegen eine Kurvenbahn
25 gedrückt. Die Stützrolle 22 sitzt dabei auf einem Lager 26. Die Kurvenbahn 25 ist,
wie gestrichelt angedeutet, so geformt, dass während des Bogentransportweges der obere
Teller 4 bei der Übernahme des Bogens 3 von der Bandleitung 2 eine obere, d.h. eine
von dem unteren Teller abgehobene Position einnimmt und, wie in Fig. 3 dargestellt,
zwecks Erfassung des zu transportierenden Bogens 3 abgesenkt, d. h. gegen den unteren
Teller 5 gepresst wird. Der obere Teller 4" wird zwecks Übergabe des Bogens 3 an die
Bandleitung 6 wieder durch die Kurvenbahn 25 angehoben. Die Kurvenbahn 25 bewirkt
also, dass die oberen Teller 4, 4' und 4" zur rechten Zeit Auf-und Abwärtsbewegungen
durchführen, während sich diese zusammen mit den unteren Tellern 5, 5' und 5" mit
Bogengeschwindigkeit bewegen.
[0012] Wie Fig. 3 weiterhin erkennen lässt, ist auch die Achse 21 über ein Wälzlagerpaar
27 leicht drehbar, jedoch axial verschieblich in einer Büchse 28 gelagert. Die Büchse
28 ist in einem oberen Zahnriemen 29 einvulkanisiert, der durch ein Antriebszahnrad
30 ebenfalls mit Bogengeschwindigkeit angetrieben wird. Die Büchse 28 stützt sich
gegen die Druckfeder 24 über einem Wälzlager 31 ab, auf dem eine Stützrolle 32 angeordnet
ist. Letztere wird entlang einer Kurvenbahn 33 geführt, die die gleiche Funktion wie
die Kurvenbahn 19 für den unteren Teller 5 ausübt. Ein Zahnriemenrad 34 ist fest mit
der Achse 21 verbunden und wird durch einen Zahnriemen 35 angetrieben. Letzterer ist
um ein Zahnriemenrad 36 geführt, das von einem Schrittschaltgetriebe 37, beispielsweise
einem Schrittschaltmotor, über Kegelräder 38, 39 sowie Stirnräder 40, 41 und eine
Hohlachse 42 angetrieben wird. Dadurch kann die Achse 21 und somit der obere Teller
4 und der untere Teller 5 um einen definierten Winkelbetrag gedreht werden, um den
auch der zwischen den Tellern 4, 5 befindliche Bogen 3 mitgedreht wird.
[0013] Aus Fig. 1 in Verbindung mit Fig. 2 geht hervor, dass die erfindungsgemässe Bogendrehvorrichtung
sechs Tellerpaare hier umfasst. Entlang des Bogentransportweges sind die Tellerpaare
4, 5; 4', 5' und 4" und 5" gezeigt, während auf der gegenüberliegenden Seite (Fig.
2) drei «rücklaufende» Tellerpaare, die nicht näher bezeichnet sind, zu sehen sind.
Die sechs Tellerpaare werden auf einer ovalen Bahn innerhalb der Kurvenbahnen 19,25
und 33 geführt. Diese Bahn verläuft von dem Punkt 43 bis zum Punkt 44 in Richtung
des Pfeiles 45 in einer Geraden. Bevor beispielsweise das Tellerpaar 4, 5 den Punkt
43 erreicht, sind die Teller voneinander beabstandet, d.h. der obere Teller 4 ist
durch die Kurvenbahn 25 angehoben.
[0014] Der Kurvenhub der Kurvenbahn 25 ist so festgelegt, dass zwecks Erfassung des von
der Bandleitung 2 zu übernehmenden Bogens 3 der obere Teller 4 in Richtung zum unteren
Teller 5 eine schnelle Abwärtsbewegung ausführen kann. Der obere Teller 4 wird dann
durch die Kraft der Druckfeder 4 gegen den unteren Teller 5 gepresst, so dass der
zu transportierende und zu drehende Bogen 3 exakt festgehalten werden kann. Der Antrieb
des Schrittschaltgetriebes 37 war zunächst so geschaltet, dass der obere Teller 4
sich ohne Eigendrehung mit der Bogentransportgeschwindigkeit bewegte. Nachdem ein
Bogen 3 sicher erfasst wurde, erhält nunmehr der obere Teller 4 vom Getriebe 37 einen
definierten Drehimpuls, der so festgelegt ist, dass die Drehung kurz vor der Erreichung
des Punktes 44 genau 90° beträgt und dann zum Stillstand kommt. Im selben Moment,
in dem der um 90° gedrehte Bogen 3 von der Bandleitung 6 erfasst wird, wird, bedingt
durch den Verlauf der Steuerkurve der Kurvenbahn 25, der obere Teller 4 einer schnellen
Aufwärtsbewegung ausgesetzt, um den zu übergebenden Bogen 3 freizugeben. Bei dieser
schnellen Aufwärtsbewegung wird die Druckfeder 24 zusammengedrückt. Das sich in Fig.
1 in der linken Stellung befindliche Tellerpaar 4", 5" kehrt nach Abgabe des Bogens
3 an die Bandleitung 6 entlang der ovalen Bahn zum Punkt 43 zurück, wo der Vorgang
von neuem beginnt.
[0015] Wie Fig. 2 erkennen lässt, befinden sich zwischen den Punkten 43 und 44 mehrere Tellerpaare
4, 5; 4', 5' sowie 4", 5", die zur selben Zeit verschiedene Drehimpulse erhalten müssen.
Für einander unmittelbar nachfolgende Tellerpaare müssen verschiedene Getriebe zum
Drehen der Teller vorhanden sein, wenn sich zwischen der Bogenannahmestelle und der
Bogenabnahmestelle mehrere Tellerpaare gleichzeitig befinden. Bei dem hier beschriebenen
Ausführungsbeispiel können jeweils drei Tellerpaare durch eine Zahnriemen angetrieben
werden, während für die restlichen drei Tellerpaare ein zweiter Antrieb benötigt wird.
Gemäss Fig. 3 ist deshalb ein weiteres Getriebe, beispielsweise ein weiterer Schrittschaltmotor
46 vorgesehen, der über Kegelräder 47 und 48 Stirnräder 49 und 50 und von diesen die
Büchse 51 und ein Zahnriemenrad 52 antreibt, um das ein drei Tellerpaare antreibender
Zahnriemen 53 geführt ist. Mit dem Zahnriemen 53 stehen die drei zwecks Drehung der
oberen Teller benötigten Zahnriemenräder in Eingriff. So zeigt beispielsweise Fig.
3 das Zahnriemenrad 54 auf einer Achse 21', die dem oberen Teller 4' zugeordnet ist.
Aus Fig. 1 wird dabei deutlich, dass einander folgende Tellerpaare durch verschiedene
Getriebe getreht werden. So treibt das Schrittschaltgetriebe 37 über das Zahnriemenrad
34 die Achse 21 des oberen Tellers 4 und das Schrittschaltgetriebe 46 über das Zahnriemenrad
54 die Achse 21' des oberen Tellers 4' an.
[0016] Fig. 1 zeigt noch eine weitere vorteilhafte Ausbildung der erfindungsgemässen Anordnung.
Durch die Verwendung eines Heftzylinders 55 ist in einfacher Weise eine Heftung im
zweiten Längsfalz (gemeint ist der sogenannte dritte Falz) möglich. Dieser Heftzylinder
55, eingebaut in einen austauschbaren Heftapparat, ist problemlos auch im ersten Querfalz
verwendbar. Desweiteren kann bei abgeschalteter zusätzlicher Drehung der Antriebe
37, 46 ein normaler Transport der Bogen erfolgen. In diesem Fall laufen die Riemen
35 und 54 mit Bogengeschwindigkeit. Dadurch lässt sich der Querfalzvorgang wiederholen,
ein sogenannter zweiter Querfalz mit Heftung ist in diesem Falle möglich. Setzt man
hingegen die Falzmesser 8 ausser Funktion und verwendet dafür Greifer 56 am Greiferzylinder
7 und 57 am Falzklappenzylinder 10, so ist eine normale Auslage der mit lediglich
einen ersten Querfalz versehenen Exemplare möglich, ohne dass dafür ein komplizierter
Umschaltvorgang erforderlich ist. Der in bekannter Weise im Falztrichter 1 und in
einem Falzklappenzylinder quergefalzte Bogen würde ohne Drehung von den Greifern 56
des Greiferzylinders 7 erfasst, von den Greifern 57 des Falzklappenzylinders 10 übernommen
und ohne weiteren Falz ausgelegt. Durch die erfindungsgemässe Anordnung ist somit
eine problemlose und einfache Umstellung auf verschiedene Falzarten möglich.
[0017] Bei der vorangehend beschriebenen Ausführungsform erfolgt die Umlenkung der verwendeten
Zahnriemen jeweils über Zahnriemenräder. In Fig. 2 ist lediglich die Umlenkung des
Zahnriemens 29 rechts um das Antriebszahnrad 30 und links um ein Zahnriemenrad 58
zu sehen. Der Antrieb für das Antriebszahnrad 30 erfolgt über einen nicht gezeigten
Hauptantrieb, der mit einem Hauptantriebszahnrad 59 verbunden ist, das drehfest auf
der Hauptantriebswelle 60 angeordnet ist. In der gleichen Weise erfolgt der Antrieb
des Antriebszahnrades 20 für den unteren Zahnriemen 16 über den gleichen Hauptantrieb,
und zwar wird dieser über ein Hauptantriebszahnrad 61 auf die untere Hauptantriebswelle
62 eingeleitet.
[0018] Da, wie beschrieben, bei der im Ausführungsbeispiel verwendeten Anzahl an Tellerpaaren
zwei Getriebe 37, 46 verwendet werden, erfolgt in vorteilhafter Weise die Einleitung
des Antriebes zur Drehung von drei Tellerpaaren über die auf der Hauptantriebswelle
60 gelagerte Büchse 42 zu dem Zahnriemen 35 und für weitere drei Tellerpaare über
die auf der Büchse 42 gelagerte Büchse 51 zu dem Zahnriemen 53. Das obere System ist
über ein Lager 63 in einem Gestelll 64 ortsfest angeordnet. Das untere System kann
über Lager 65 ebenfalls im Gestell 64 positioniert sein.
Bezugszeichenliste:
[0019]
1 Falzklappenzylinder
2 Bandleitung
3 Bogen
4 Ober-Teller
5 Unter-Teller
6 Bandleitung
7 Greiferzylinder
8 Falzmesser
9 Falzklappen
10 Falzklappenzylinder
11 Schaufelrad
12 Auslageband
13 Achse
14 Wälzlager
15 Buchse
16 Zahnriemen
17 Wälzlager
18 Stützrolle
19 Kurvenbahn
20 Antriebszahnrad
21 Achse
22 Stützrolle
23 Axiallager
24 Druckfeder
25 Kurvenbahn
26 Lager
27 Wälzlager
28 Büchse
29 Zahnriemen
30 Antriebszahnrad
31 Wälzlager
32 Stützrolle
33 Kurvenbahn
34 Zahnriemenrad
35 Zahnriemenrad
36 Zahnriemenrad
37 Getriebe
38 Kegelrad
39 Kegelrad
40 Stirnrad
41 Stirnrad
42 Büchse
43 Stelle
44 Stelle
45 Pfeil
46 Getriebe
47 Kegelrad
48 Kegelrad
49 Stirnrad
50 Stirnrad
51 Welle
52 Zahnriemenrad
53 Zahnriemen
54 Zahnriemenrad
55 Heftzylinder
56 Greifer
57 Greifer
58 Umlenkzahnrad
59 Hauptantriebszahnrad
60 Hauptwelle
61 Hauptantriebszahnrad
62 Hauptwelle
63 Lager
64 Gestell
1. Vorrichtung zum Fördern von Bogen oder Bogenpaketen zwischen einer ersten und einer
zweiten Bearbeitungsstation (1, 6), insbesondere für eine Rotationsdruckmaschine mit
einer ersten und zweiten Falzstation, mit entlang des Förderweges bewegbaren um mindestens
zwei Umlenkstationen (30, 20, 58) geführten angetriebenen Endlosfördermitteln (16,
29), an denen drehbare Tellerpaare (4, 5) als Mitnehmer zum kurvengesteuerten Erfassen
eines Bogens (3) befestigt sind, die während ihrer Bewegung mit dem Bogen (3) zwischen
der ersten und der zweiten Bearbeitungsstation (1, 6) um einen vorgegebenen Winkel
drehbar sind, wobei die Endlosfördermittel (16, 29) übereinanderliegend um die Umlenkstationen
(30, 20; 58) bildenden Antriebszahnräder geführt sind und zwischen den beiden übereinanderliegenden
Endlosfördermitteln (16, 29) die Tellerpaare (4, 5) zum Erfassen der Bogen (3) befestigt
sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils der untere Teller (5) an dem unteren Endlosfördermittel
(16) und der obere Teller (4) höhenverschiebbar an dem oberen Endlosfördermittel (29)
befestigt sind, dass durch eine sich entlang des Bogenführungsweges erstreckende Kurvenbahn
(25) eine den oberen Teller (4) drehfest tragende Achse (21) entgegen dem Druck einer
Druckfeder (24) zur Bogenübernahme und zur Bogenabgabe aufhebbar ist und dass der
obere Teller (4) durch ein auf der Achse (21) sitzendes Zahnriemenrad (34) um den
vorgegebenen Winkel drehbar ist, das in Eingriff mit einem Endloszahnriemen (35) steht,
der über ein Schrittschaltgetriebe (37) antreibbar ist, wobei ein den Endloszahnriemen
(35) antreibendes Zahnriemenrad (36) drehfest auf einer auf einer Hauptantriebswelle
(60) gelagerten Büchse (42) sitzt, die über einen Antriebszahnräderzug (41, 40, 39,
38) mit dem Schrittschaltgetriebe (37) verbunden ist und das eine Umlenkstation bildende
Antriebszahnrad (30) drehfest auf dieser Hauptantriebswelle (60) sitzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (21) in einer
an dem oberen Endlosfördermittel (29) befestigten Büchse (28) drehbar sowie axial
verschiebbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über der Büchse (42)
eine weitere Büchse (51) gelagert ist, die über einen Antriebszahnräderzug (50, 49,
47) durch ein weiteres Schrittschaltgetriebe (46) drehbar ist und dass durch ein auf
der weiteren Büchse (51) angeordnetes Zahnrad (52) ein mit diesem kämmenden, auf der
Achse (21') eines dem oberen Teller (4) benachbarten oberen Tellers (4') sitzendes
Antriebsrad (54) definiert drehbar ist, um das benachbarte Tellerpaar (4', 5') zwischen
der ersten und zweiten Bearbeitungsstation (1, 7) um einen bestimmten Winkelbetrag
zu drehen.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren
Teller (5, 5') auf Achsen (13, 13') angeordnet sind, die über Lager (14,17) in an
einer ovalen Kurvenbahn (19) geführten Stützrollen (18) positioniert sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der oberen Hauptantriebswelle
(60) fluchtende untere Hauptantriebswelle (62) das untere Endlosfördermittel (16)
über das untere Zahnrad (20) führt, an dem die die Achsen (13) über das Lager (14)
aufnehmenden Büchsen (15) befestigt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Hauptantriebswelle
(60) gestellfest in einem die weitere Büchse (51) umfassenden Lager (63) positioniert
ist.
1. Apparatus for conveying sheets or batches of sheets between a first and a second
work station (1, 6), particularly for a rotary printing machine with a first and a
second folding station, with driven endless conveying means (16, 29) which may be
moved along the conveying route, which are guided around at least two deflection stations
(30, 20, 58) and to which rotatable pairs of plates (4, 5) are secured as carriers
for the cam-controlled grip of a sheet (3), which plate pairs can be rotated with
the sheet (3) about a preset angle during their movement between the first and second
work stations (1, 6), the endless conveying means (16, 29) being guided, one lying
on top of the other, about toothed driving wheels forming the deflection stations
(30, 20; 58) and the plate pairs (4, 5) for gripping the sheets (3) being secured
between the two endless conveying means (16, 29) lying one on top of the other, characterised
in that each lower plate (5) is secured to the lower endless conveying means (16)
and each upper plate (4) is secured to the upper endless conveying means (29) in a
vertically displaceable manner, in that a shaft (21), which carries the upper plate
(4) in a manner secure against rotation, may be raised, through a track (26) extending
along the sheet guide route, against the pressure of a compression spring (24) for
the purpose of taking over and delivering the sheets, and in that the upper plate
(4) may be rotated about the preset angle by means of a toothed belt wheel (34) which
is located on the shaft (21) and which is engaged with an endless toothed belt (35)
which may be driven by way of a step-by-step drive (37), a toothed belt wheel (36)
driving the endless toothed belt (35) being located in a manner secure against rotation
on a bushing (42) which is mounted on a main drive shaft (60) and is connected with
the step-by-step drive (37) by way of a driving gear train (41, 40, 39, 38) and the
driving toothed wheel (30) which forms a deflection station being located in a manner
secure against rotation on this main drive shaft (60).
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the shaft (21) is rotatable
and axially displaceable in a bushing (28) secured to the upper endless conveying
means (29).
3. Apparatus according to claim 1, characterised in that mounted over the bushing
(42) there is a further bushing (51) which may be rotated by way of a driving gear
train (50, 49, 47) by means of a further step-by-step drive (46) and that by means
of a toothed wheel (52), which is arranged on the further bushing (51), a driving
wheel (54), which meshes with said toothed wheel (52) and sits on the shaft (21')
of an upper plate (4') adjacent to the upper plate (4), may be rotated in a defined
manner in order to rotate the adjacent plate pair (4', 5') between the first and second
work stations (1, 6) by a certain angular amount.
4. Apparatus according to claims 2 and 3, characterised in that the lower plates (5,
5') are arranged on shafts (13, 13') which are positioned by way of bearings (14,
17) in supporting rollers (18) guided on an oval track (19).
5. Apparatus according to claim 4, characterised in that the lower main drive shaft
(62), which is in alignment with the upper main drive shaft (60), guides the lower
endless conveying means (16) by way of the lower toothed wheel (20) to which the bushings
(15), which receive the shafts (13) by way of the bearing (14), are secured.
6. Apparatus according to claim 3, characterised in that the upper main drive shaft
(60) is positioned in a manner secure with respect to the frame in a bearing (63)
embracing the further bushing (51).
1. Appareil pour transporter des feuilles ou paquets de feuilles entre un premier
et un deuxième postes de travail (1, 6), notamment pour une presse d'impression rotative
comportant un premier et un deuxième postes de plage, cet appareil comprenant des
moyens transporteurs sans fin entraînés (15, 29) qui peuvent circuler le long d'un
trajet de transport, qui sont guidés autour d'au moins deux postes de renvoi (30,
20, 58), et auxquels sont fixées des paires de plateaux tournants (4, 5) servant d'entraîneurs
pour saisir une feuille (3) sous la commande d'une came, ces paires de plateaux pouvant
être tournées d'un angle prédéterminé, pendant le déplacement qu'elles effectuent
avec la feuille (3) entre le premier et le deuixième postes de travail (5, 6), les
moyens transporteurs sans fin (16, 29) étant guidés, l'un au-dessus de l'autre, autour
de roues dentées d'entraînement qui forment les postes de renvoi (30, 20; 58) et les
paires de plateaux (4, 5) destinées à saisir les feuilles (3) étant fixées entre les
deux moyens transporteurs sans fin (16, 29) disposés l'un au-dessus de l'autre, caractérisé
en ce que, dans chaque paire de plateaux, le plateau inférieur (5) est fixé au moyen
transporteur sans fin inférieur (16) et le plateau supérieur (4) est fixé mobile en
translation en hauteur au moyen transporteur sans fin supérieur (29), en ce qu'un
axe (21) qui porte le plateau supérieur (4) solidairement en rotation peut être soulevé
à l'encontre de la pression d'un ressort de compression (24) pour recevoir la feuille
et pour décharger la feuille, sous l'action d'un rail came (25) qui s'étend le long
du trajet de guidage des feuilles, et en ce que le plateau supérieur (4) peut être
tourné de l'angle prédéterminé par une roue à courroie crantée (34) montée sur l'axe
(21) et qui est en prise avec une courroie crantée sans fin (35), laquelle peut être
entraînée par l'intermédiaire d'un mécanisme à mouvement intermittent (37), cependant
qu'une roue à courroie crantée (36) qui entraîne la courroie crantée sans fin (35)
est montée solidairement en rotation sur une douille (42) montée sur un arbre d'entraînement
principal (60) et qui est reliée au mécanisme à mouvement intermittent (37) par l'intermédiaire
d'un train de roues dentées d'entraînement (41, 40, 39, 38), et que la roue dentée
d'entraînement (30) qui forme un poste de renvoi est montée solidairement en rotation
sur cet arbre d'entraînement principal (60).
2. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'axe (21) est monté solidairement
en rotation et mobile en translation axiale dans une douille (28) fixée au moyen transporteur
sans fin supérieur (29).
3. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que, sur la douille (42),
est montée rotative une autre douille (51) qui peut être entraînée en rotation par
un autre mécanisme à mouvement intermittent (46), par l'intermédiaire d'un train de
roues dentées d'entraînement (50, 49, 47), et en ce que, sous l'action d'une roue
dentée (52) montée sur cette autre douille (51), une roue dentée d'entraînement (54),
qui engrène avec cette roue dentée, et qui est montée sur l'axe (21') d'un plateau
supérieur (4') adjacent au plateau supérieur (4), peut être entraînée en rotation
de façon définie, pour faire tourner la paire de plateau adjacente (4', 5') d'un angle
déterminé entre le premier et le deuxième postes de travail (1, 7).
4. Appareil selon les revendications 2 et 3, caractérisé en ce que les plateaux inférieurs
(5, 5') sont montés sur des axes (13, 13') qui sont montés, par l'intermédiaire de
paliers (14,17), sur des rouleaux d'appui (18) guidés le long d'un rail came ovale
(19).
5. Appareil selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement
principal inférieur (62), qui est dans l'alignement de l'arbre d'entraînement principal
supérieur (60), guide le moyen transporteur sans fin inférieur (16) par l'intermédiaire
de la roue dentée inférieure (20), à laquelle sont fixées les douilles (15) qui reçoivent
les axes (13) par l'intermédiaire du palier (14).
6. Appareil selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement
supérieur (60) est monté, en position fixe par rapport à un châssis, dans un palier
(63) qui entoure ladite autre douille (51).