[0001] Die Erfindung betrifft eine Bürste nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Herkömmliche Bürsten zur Haarpflege weisen in der Regel eine Vielzahl von Natur-oder
Kunststoffborsten auf, die meistens büschelweise in Löchern des Bürstengrunds befestigt
sind. Neben diesen herkömmlichen Bürsten gibt es jedoch auch seit einiger Zeit solche
Bürsten, die zwar weniger, dafür aber exakt plazierte Borsten aufweisen. Die Borsten
bestehen hierbei zumeist aus elastischem Kunststoff und sind in den Schnittpunkten
von senkrecht aufeinanderstehenden Linien angeordnet. An ihren nach außen gerichteten
Spitzen sind oft kugelförmige Gebilde vorgesehen, damit die Kopfhaut bei der Haarpflege
geschont wird.
[0003] Es ist bereits eine Haarbürste bekannt, die einen Träger mit Löchern aufweist, in
die Borsten als Büschel eingesetzt sind (CH-PS 630 248). Die Borsten treten hierbei
in zwei verschiedenen Typen auf, nämlich in einer langen und in einer etwas kürzeren
Form. Die freien Enden der langen Borsten sind sphärisch oder kugelförmig ausgebildet.
Der Durchmesser der großen Borstenbeträgt zwischen 0,45 und 0,70 mm, während ihre
Länge zwischen 15 und 30 mm beträgt. Jedes Bündel besteht aus zwei bis sechs Borsten,
und zwar derart, daß etwa 8 bis 30 Borsten auf einen Quadratzentimeter des Trägers
entfallen. Die sphärischen Verdickungen an den Enden der Borsten weisen einen Durchmesser
auf, der das 1,2 bis 2,5-fache des Durchmessers der Borsten beträgt. Außerdem sind
die längeren Borsten zwischen 1 und 10 mm länger als die kürzeren Borsten.
[0004] Nachteilig ist bei dieser bekannten Bürste indessen, daß die Haare nicht optimal
ausgekämmt werden, weil die Borsten-Büschel in den Schnittpunkten eines Gitters vorgesehen
sind und die Spitzen der Borsten mehr oder weniger unregelmäßig zueinander stehen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bürste zu schaffen, welche haarschonend
ist und die Haare beim Auskämmen sehr gut führt.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß dem Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Der mit der Erfindung erzielt Vorteil besteht insbesondere darin, daß durch den Borstenversatz
die Haare mittels leicht schrägstehender Borsten geführt werden. Außerdem erfassen
gegeneinander versetzte Borsten mehr Haare als nicht gegeneinander versetzte Borsten,
weil ihre Endpunkte eine Fläche aufspannen, während die nicht versetzten Borsten mit
ihren Endpunkten auf einer Geraden liegen. Aufgrund der alternierenden Anordnung der
Borsten werden die Haare gewissermaßen wellenförmig geführt. Vorteilhaft ist es auch,
die gegeneinander versetzten Borsten abwechselnd groß und klein auszubilden. Hierdurch
werden die Haare in verschiedenen Tiefen erfaßt.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenen näher beschrieben.
[0009] Es zeigen:
Fig.l eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Bürste;
Fig.2 eine vergrößerte Darstellung eines Stegs, der mehrere Löcher für die Aufnahme
von Borsten aufweist;
Fig.3 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Bürste von der breiten Seite her;
Fig.4 eine Ansicht der Bürste von der schmalen Seite her;
Fig.5 einen Schnitt durch die schmale Seite der erfindungsgemäßen Bürste;
Fig.6 die erfindungsgemäße Bürste beim Aufstecken auf einen Haartrockner.
[0010] In der Fig.l ist eine erfindungsgemäße Bürste 1, etwa im Maßstab 1:1, in der Draufsicht
gezeigt, d.h. die Enden der Borsten 2 sind auf den Betrachter gerichtet. Diese Enden
sind mit kugelförmigen Gebilden 3 versehen. Die Borsten 2 entspringen Löchern 4, die
sich in Querstegen 5 befinden, welche ihrerseits mit einem Rahmen 6 verbunden sind,
der zwei seitliche Schienen 7, 8 aufweist. Zwischen den beiden Schienen 7, 8 verläuft
ein Längssteg 9, der mit den Querstegen 5 und den Schmalseiten des Rahmens 6 verbunden
ist. Wie man aus der Fig. 1 erkennt, sind die Borsten 2 unterschiedlich lang und gegeneinander
versetzt.
[0011] In der Fig.2 ist ein Quersteg 5 mit den Löchern 10-16 in vergrößertem Maßstab dargestellt.
Man erkennt hierbei., daß die Löcher 10-16 Langlöcher sind, deren Hauptachsen 17-23
gegeneinander versetzt sind, und zwar derart, daß die Hauptachsen zweier benachbarten
Langlöcher, z. B. 10, 11, einen Winkele einschließen. In jedem der Langlöcher 10-16
sind zwei Borsten untergebracht, von denen in der Fig. 2 die Querschnitte 24, 25;
26, 27; 28, 29; 30, 31; 32, 33; 34, 35; 36, 37 zu erkennen sind. Die die beiden Borsten
jeweils verbindenden unteren Bögen sind mit 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44 bezeichnet.
[0012] In der Fig. 3 ist die Bürste 1 von ihrer Längsseite her gezeigt. Man erkennt hierbei
die Schienen 7 sowie die Stege 5 und die Borsten 2.
[0013] Die Fig. 4 zeigt die Schmalseite der Bürste 1. Dabei sind deutlich die Reihen mit
größeren Borsten 45-51 und die Reihen mit kleineren Borsten 52-58 zu erkennen; ebenso
die kugelförmigen Gebilde 59-65 bzw. 66-72 an den Enden der Borsten. Innerhalb jeder
solchen Reihe liegen entsprechende, auf den verschiedenen Querstegen 5 (Fig. 1) verankerte
Borsten genau hintereinander; sie sind also in dieser Richtung nicht gegeneinander
versetzt, so daß jeweils nur die erste dem Betrachter zugewandte Borste einer Reihe
sichtbar ist. Die Befestigungslöcher der Borsten liegen auf einer gekrümmten Linie
73, die den Verlauf der parallelen Stege 5 wiedergibt. Die seitlichen Schienen 7,
8 weisen Klauen 74, 75 auf, mit denen die Bürste 1 über einen Haartrockner, einen
Holzgriff oder dergleichen geschoben werden kann.
[0014] In der Fig. 5 ist noch einmal ein Schnitt durch die in der Fig. 4 gezeigte Bürste
1 dargestellt. Hierbei ist die Lagerung der Borsten 45-47, 52-54 sowie ihre Verbindung
über die Bögen 76, 77, 78 zu erkennen. Diese Bögen 76-78 entsprechen den Bögen 38-44
der Fig. 2. Auf jedem Bogen und zwischen zwei zugeordneten Borsten 45, 52; 46, 53;
47, 54 befindet sich ein metallisches Klemmstück 79, 80, 81, das die beiden Borsten
an die Innenwand eines Langlochs anpreßt. Die Verbindung der Borsten 2 mit dem Bürstengrund
kann per Hand oder maschinell erfolgen. Hierzu werden beispielsweise zylindrische
Kunststoffstäbchen mit jeweils einer Kugel am Ende des Stäbchens an einer Stelle neben
der Mitte geknickt und in ein Langloch des Bürstengrunds geschoben. Anschließend wird
ein Klemmstück zwischen die beiden durch das Knicken entstandenen Borsten geschoben,
das hier wie ein Keil wirkt und die beiden Borsten gegen die Wände des Langlochs drückt.
[0015] In der Fig.6 ist eine erfindungsgemäße Bürste gezeigt, wie sie gerade auf einen Haartrockner
100 geschoben wird, der zwei Führungsnuten für die Klauen 75, 76 aufweist. Von diesen
beiden Führungsnuten ist nur die Nut 101 erkennbar. Das Ansaugen der Luft durch den
Haartrockner 100 erfolgt über einen Ansauggrill 102, während das Ausblasen der kalten
oder erwärmten Luft auf der gegenüberliegenden Seite 103 erfolgt. Für die Bedienung
des Haartrockners 100, der mit einen elektrischen Anschlag 104 verbunden ist, ist
ein Schalter 105 vorgesehen.
1. Bürste zur Haarpflege, mit einem Bürstengrund, auf dem mehrere Borsten hervorstehen,
wobei in einer ersten Richtung des Bürstengrunds auf mehreren parallelen Linien jeweils
eine bestimmte Anzahl der Borsten angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spitzen der Borsten (2) in einer zweiten Richtung, die senkrecht zur ersten Richtung
verläuft, innerhalb eines bestimmten Bereichs, z.B. eines Stegs (5), alternierend
auf zwei verschiedenen Linien angeordnet sind.
2. Bürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß entlang der zweiten Richtung
und innerhalb des bestimmten Bereichs die Borsten(2) eine V-förmige Anordnung bilden.
3. Bürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitzen der Borsten (2)
entlang der zweiten Richtung und innerhalb des bestimmten Bereichs derart angeordnet
sind, daß sich die Spitze der ersten Borste (24) auf der ersten Linie, die Spitze
der zweiten Borste (25) auf der zweiten Linie, die Spitze der dritten Borste (27)
auf der zweiten Linie, die Spitze der vierten Borste (26) auf der ersten Linie, die
Spitze der fünften Borste (28) auf der ersten Linie, die Spitze der sechsten Borste
(29) auf der zweiten Linie usw. befinden.
4. Bürste nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß nicht nur die
Spitzen der Borsten (2), sondern die ganzen Borsten alternierend angeordnet sind.
5. Bürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Borsten (2) gleich lang
sind.
6. Bürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Arten von Borsten (45-51,
52-58) vorgesehen sind, von denen die eine Art (45-51) größer als die andere Art (52-58)
ist.
7. Bürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Borsten (45, 52;
46, 53; 47, 54) aus einem Stück bestehen.
8. Bürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach außen gerichteten
Spitzen der Borsten (45-51; 52-58) mit einer Kugel (59-65; 66-72) versehen sind.
9. Bürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Bürstengrund (5) in
der zweiten Richtung Langlöcher (10-16) vorgesehen sind, deren Hauptachsen (17-23)
abwechselnd gegeneinander geneigt sind, so daß zwei benachbarte Hauptachsen einen
Minkel α einschließen.
10. Bürste nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Stück, welches
zwei Borsten (z.B. 45, 52) bildet, an einer bestimmten Stelle (z.B. 76) umgebogen
ist und die beiden Borsten (45, 52) nahezu parallel verlaufen oder einen kleinen Winkel
einschließen.
11. Bürste nach den Ansprüchen 1, 7, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
aus einem Stück bestehenden Borsten (45, 52) derart in ein Langloch (10) eingeführt
sind, daß die durch die beiden Borsten aufgespannte Ebene entlang der Hauptachse (17)
des Langlochs (10) verläuft.
12. Bürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bürstengrund (5) einen
langlochförmigen Rahmen (6, 7, 8) aufweist, der durch mehrere Stege (5) überbrückt
ist, welche senkrecht zu den geraden Seitenteilen (7, 8) des Rahmens (6, 7, 8) verlaufen.
13. Bürste nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Seitenteilen
(7, 8) des Rahmens (6, 7, 8) ein Steg (9) verläuft, der mit den senkrecht hierzu verlaufenden
Stegen (5) verbunden ist.
14. Bürste nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Borsten
(45, 52) ein Klemmstück (79), vorzugsweise aus Metall, vorgesehen ist.
15. Bürste nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rahmen Schienen (7,
8) und nach innen greifende Klauen (74, 75) vorgesehen sind.
16. Bürste nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Klauen (74, 75) in Führungsrillen
eines Bürstengriffs einführbar sind.
17. Bürste nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Klauen in Führungsrillen
(101) eines Haartrockners (100) einführbar sind.