[0001] Die Erfindung betrifft ein Steuerventil zur Flüssigkeitssteuerung zwischen einer
Pumpe, einem Sammelbehälter und einem doppelwirkenden Flüssigkeitsmotor, wobei das
Steuerventil ein Gehäuse aufweist mit einer Ventilbohrung, mit zwei je einen Abschnitt
der Ventilbohrung mit der Pumpe verbindenden Einlässen , mit zwei die Ventilbohrung
mit den entsprechenden Anschlüssen des Flüssigkeitsmotors verbindenden Auslässen sowie
mit einem die Ventilbohrung mit dem Sammelbehälter verbindenden Sammelbehälteranschluß.
[0002] übliche Druckausgleichsventile zur Flüssigkeitssteuerung (siehe z.B. US-Patent 3,587,630)
weisen ein Schieber-Wegeventil auf, das die Messung des Rücklaufstromes stromab des
Last-Sperrventiles ermöglicht. In einigen Fällen, z.B. unter dem Einfluß einer überlaufenden
Last, führt die Messung stromab vom Last-Sperrventil zu einer Reduzierung des Druckabfalls
am Rücklauf-Last-Sperrventil, so daß unmittelbar stromab von diesem Ventil der Druck
hoch genug ist, damit die pilotgesteuerten Rücklaufventilelemente ein Schließen des
Rücklauf-Lastventiles ermöglichen. Ein derartiges Ventil tritt dann in eine unerwünschte
schwankende Arbeitsweise ein. Diese bekannten Ventile weisen ferner keine Einrichtung
dafür auf, den Rücklaufstrom in beiden Richtungen unabhängig variieren zu können.
Erreicht die Anzahl dieser Funktionen eine bestimmte Zahl, wird eine Steuerung der
Funktionen durch elektrohydraulische Ventile praktisch.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zur Steuerung überlaufender Lasten ein
Steuerventil der eingangs erläuterten Bauart zu entwickeln, das unter einer überlaufenden
Last nicht in "Schwingungen" gerät.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch folgende Merkmale gelöst:
a) Je ein Einlaßventil ist in den beiden Einlässen angeordnet;
b) je ein Sperrventil ist zwischen den genannten Abschnitten der Ventilbohrung und
dem zugeordneten Auslaß vorgesehen;
c) je ein federelastisches Glied drückt das Sperrventil in seine Schließstellung;
und
d) ein pilotgesteuertes Rücklaufventil ist innerhalb der Ventilbohrung zwischen den
beiden Sperrventilen angeordnet, steuert den Rücklaufstrom von einem der Sperrventile
zum Sammelbehälteranschluß und weist zwei druckgesteuerte Ventilteile auf, die jeweils
verschiebbar angeordnet sind und bei Verschiebung das eine der beiden Sperrventile
für den genannten Rücklaufstrom öffnen, wenn durch das andere Sperrventil Versorgungsflüssigkeit
zum Flüssigkeitsmotor strömt.
[0005] Die beiden Einlaßventile können solenoidgesteuert sein. Ferner ist es zweckmäßig,
wenn jedes Sperrventil zur Veränderung seiner Drosselung gegenüber dem Rücklaufstrom
individuell justierbar 3 Das neue Ventil gerät bei überlast nicht in "Schwingungen",
es läßt sich elektrisch betätigen und weist unabhängig steuerbare Strömungsgeschwindigkeiten
in beiden Richtungen auf. Das Ventil ist ferner dazu geeignet, eine hydraulische Last
zu steuern und zu verriegeln. Außerdem ist das neue Ventil einfach im Aufbau anpassungsfähig
und preiswert in der Herstellung; außerdem ver- braucht das neue Ventil während des
Betriebs nur wenig oder gar keine Energie. !
[0006] Die beiden Auslässe sind an den sich gegenüberliegenden Enden der Ventilbohrung vorgesehen.
Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Ventilbohrung mit ihren beiden Enden in je eine
in das Gehäuse eingeschraubte hohlzylindrische Abschlußschraube mündet, die an ihrem
inneren Ende einen kreisringförmigen Ventilsitz aufweist, gegen den eine innerhalb
der Abschlußschraube angeordnete Sperrkugel von dem federelastischen Glied gedrückt
wird, das innerhalb eines in der Abschlußschraube festgelegten hohlen Führungsteils
angeordnet ist.
[0007] Die Strömungsregulierung erfolgt durch Justierung der Abschlußschrauben der Sperrventile.
Die Solenoid-Ventile sind alternierend erregbar, um drei Ventilstellungen zu erhalten.
[0008] Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche und werden anhand
eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0009] In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Figur 1 in vereinfachter schematischer Darstellung einen hydraulischen Kreislauf einschließlich
eines Steuerventils im Längsschnitt;
Figur 2 in vergrößertem Maßstab eine Pilotventil-Buchse in Seitenansicht;
Figur 3 die Darstellung gemäß Figur 2 in Stirnansicht und
Figur 4 in vergrößertem Maßstab ein Detail der Figur 3.
[0010] Figur 1 zeigt ein elektrohydraulisches Ventil 10 zur Flüssigkeitssteuerung zwischen
einer Pumpe 12, einem Sammelbehälter 14 und einem Flüssigkeitsmotor 16. Das Ventil
10 weist ein Gehäuse 18 auf, durch das sich eineVentilbohrung 20 erstreckt. Die Ventilbohrung
20 weist einen mittleren Abschnitt 21 mit einer Ringnut 23 auf, die einen Abschnitt
einer Rücklaufbahn bildet, die mit dem Sammelbehälter 14 in Verbindung steht. Zwei
Einlaßbohrungen 22,24 münden über Einlaßkammern 26,28 in die Ventilbohrung 20 und
verbinden die Einlaßkammern mit der Pumpe 12 via entsprechende Einlässe 30,32. Eine
Ein-Aus-Flüssigkeitssteuerung wird erzielt durch Einlaßventile 34,36,die durch übliche
Ein-Aus-Solenoide 38,40 gesteuert werden.
[0011] An den sich gegenüberliegenden Enden der Ventilbohrung 20 sind Sperrventile 42,44
vorgesehen, die jeweils eine hohlzylindrische Abschlußschraube 46 aufweisen, die jeweils
mit einem ringförmigen, nach innen weisenden Ventilsitz 48 für eine Sperrkugel 50
versehen sind. In den Sperrventilen sind ferner jeweils eine Federführung 52 und eine
Feder 54 vorgesehen, die die Sperrkugel 50 zur Anlage gegen den Ventilsitz 48 drückt.
Die Federführungen 52 sind durch Spreizringe 56 gehalten. Durch die Schraubverbindung
zwischen Abschlußschraube 46 und Gehäuse 18 ist es möglich, die Abschlußschrauben
46 unterschiedlich tief in die Ventilbohrung 20 einzuschrauben und so eine veränderbare
Meßsteuerung des Rücklaufstromes zu erzielen. Die Abschlußschrauben 46 werden in der
jeweils gewünschten Position durch jeweils eine Klemmutter 58 und einen Federring
60 gesichert.
[0012] Im mittigen Abschnitt 21 der Ventilbohrung 20 ist ein Pilotven- til 62 angeordnet,
das eine hohlzylindrische Buchse 64 aufweist, die verschiebbar und weitgehend abdichtend
in dem Bohrungsabschnitt 21 geführt ist. Diese Buchse 64 weist zwei ringförmige Gleitflächen
66,68 auf, die voneinander durch einen mittleren Abschnitt voneinander getrennt sind,
der drei Anflächungen 70 aufweist (siehe Figuren 2 und 3). Diese Anflächungen 70 bilden
eine Rücklaufbahn zwischen den Einlaßkammern 26,28 und der Nut 23, wenn die Buchse
aus ihrer in Figur 1 dargestellten Mittelposition ausreichend weit verschoben wird.
Die Gleitflächen 66,68 sind mit kleinen Druckausgleichsnuten 67,69 (siehe Figur 4)
versehen, die axial innerhalb der Oberfläche der entsprechenden Gleitfläche verlaufen
und eine Rückzentrierung der Buchse 64 ermöglichen, wenn beide Sperrventile 42,44
wieder geschlossen sind. Die Buchse 64 umfaßt ferner vier Balance-Ringnuten 71 zwischen
den Gleitflächen 66,68. i
[0013] Das Pilotventil 62 umfaßt ferner zwei identisch ausgebildete Ventilteile 72, die
jeweils mit einem hohlzylindrischen Stößel 74 verschiebbar in den sich gegenüberliegenden
Enden der Buchse 64 geführt sind. Die inneren Enden der Stößel 74 bilden jeweils einen
Ventilsitz 76 zur abdichtenden Anlage einer Ventilkugel 78, die innerhalb der Buchse
64 zwischen den beiden Stößeln 74 angeordnet ist. Jedes Ventilteil 72 weist einen
! Flansch 80 auf, der sich an eine Stirnfläche der Buchse 64 anlegen kann. Jeder Flansch
80 ist mit einem Durchgangskanal 82 versehen, der den Innenraum des hohlen Stößels
74 mit den Einlaßkammern 26,28 verbindet. Der den Kopf des Ventilteils 72 bildende
Flansch 80 weist ferner einen zentrischen, sich axial erstreckenden Zapfen 84 auf,
dessen freies Ende die Sperrkugel 50 der Sperrventile 42,44 beaufschlagen kann. Zur
Begrenzung der Längsverschiebung der Ventilteile 72 weg von dem mittleren Bohrungsabschnitt
21 sind Spreizringe 86 vorgesehen, die in Nuten der Innenwandung der Ventilbohrung
20 eingreifen. Zwischen Sperrkugel 50 und dem zugeordneten Ventilteil 72 ist jeweils
eine Feder 88 vorgesehen, die die Sperrkugel 50 und das Ventilteil 72 auseinanderdrücken.
In jedem Stößel 74 ist eine Feder 90 vorgesehen, die die Ventilkugel 78 in eine mittige
Stellung zwischen den Stößeln 74 drückt.
[0014] Das dargestellte Steuerventil arbeitet wie folgt: Soll der Flüs- ,sigkeitsmotor 16
ausgefahren werden, wird das Solenoid 38 erregt, um das Einlaßventil 34 hochzuziehen
(bezogen auf die Darstellung gemäß Figur 1) und so die Einlaßbohrung 22 und die Einlaßkammer
26 zu öffnen und Flüssigkeit durch den Einlaß 30 zu pumpen. Diese Druckflüssigkeit
fließt von der Einlaßkammer 26 durch das Sperrventil 42 zum Kopfende des Flüssigkeitsmotors
16. Die Druckflüssigkeit beaufschlagt in der Einlaßkammer 26 die Buchse 64 und durch
den Durchgangskanal 82 des linken Ventilteils 72 hindurch auch das rechte Ventilteil
72 über die Ventilkugel 78, so daß Buchse 64, Ventilkugel 78 und rechtes Ventilteil
72 nach rechts verschoben werden (bezogen auf Figur 1), bis der Flansch 80 des rechten
Ventilteiles 72 gegen den Spreizring 86 anschlägt. Der Zapfen 84 des rechten Ventilteiles
72 beaufschlagt die rechte Sperrkugel 50 und hebt sie von ihrem Sitz 48 ab. Aufgrund
dieser Verschiebung der Buchse 64 bewegt sich die Gleitfläche 68 nach rechts und öffnet
eine Verbindung zwischen Einlaßkammer 28 und Sammelbehälter 14 via Anflächungen 70
und Ringnut 23. Dadurch kann ein Rückstrom vom Stangenende des Flüssigkeitsmotors
16 zum Sammelbehälter 14 fließen und zwar via offenes rechtes Sperrventil 44, Einlaßkammer
28, Anflächungen 70 und Ringnut 23.
[0015] Dieser Rückstrom wird zugemessen durch den veränderbaren und steuerbaren Zwischenraum
zwischen Sperrkugel 50 und Sitz 48. Diese gesteuerte Zumessung erzeugt einen Druckabfall
im Rücklauf strom entlang der Sperrkugel 50, wodurch der Druck in der Kammer 28 abgesenkt
wird auf einen Druck, der niedriger ist als es der Fall wäre, wenn der Zwischenraum
zwischen Sperrkugel 50 und Sitz 48 nicht so begrenzt wäre. Dieser reduzierte Druck
in der Kammer 28 verhindert, daß der Rücklaufstrom das Pilotventil 62 nach links verschiebt
und das Sperrventil 44 schließt unter Wirkung einer überlast.
[0016] Soll das Ausfahren des Motors 16 beendet werden, wird das Einlaßventil 34 durch Abschalten
des Solenoids 38 geschlossen; der Strömungsfluß von der Pumpe 12 zum Flüssigkeitsmotor
16 wird unterbrochen. Bei fehlendem Flüssigkeitsstrom schließt das Sperrventil 46
und verhindert einen Rückfluß; die Drücke in den Einlaßkammern 26,28 beginnen sich
anzugleichen. Dieser Druckausgleich erlaubt es der Buchse 64, der Ventilkugel 78 und
dem rechten Ventilelement 72 in ihre Ausgangsstellung (gemäß Fig. 1) zurückzukehren
und zwar unter dem Einfluß der Federn 50,88, wodurch die Sperrkugel 50 des Sperrventils
44 sich wieder an ihren Sitz anlegen kann. Der geringe Flüssigkeitsausgleich von den
Einlaßkammern 26,28 zum Sammelbehälter 14 durch die Druckausgleichsnuten 67,69 hindurch
erlaubt es den verschiedenen Teilen des Pilotventils 62, vollständig in ihre ursprüngliche
zentrische Ausgangsstellung zurückzukehren, in der beide Sperrventile 42,44 geschlossen
sind; eine weitere Verschiebung des Flüssigkeits- motors 16 ist dadurch unterbunden.
[0017] Das Ventil 10 arbeitet in gleicher Weise, wenn der Flüssigkeitsmotor 16 durch Erregung
des Solenoids 40 wieder eingezogen werden soll. Jedoch kann durch Veränderung der
Einschraubtiefe der Abschlußschraube 46 der Sperrventile 42,44 das Maß der Drosselung
des Rücklaufstromes unabhängig voneinander geändert werden. So kann z.B. gemäß Figur
1 die Abschlußschraube 46 des Sperrventils 44 tiefer in die Vertilbohrung 20 eingeschraubt
sein als die Abschlußschraube 46 des Sperrventils 42. Daher kann das linke Ventilteil
72 die Sperrkugel 50 des Sperrventils 42 nicht so weit von ihrem Sitz abneben wie
es durch das rechte Ventilteil 72 hinsichtlich der Sperrkugel 50 des Sperrventils
44 möglich ist. Daher übt das Sperrventil 42 bei dem Einziehen des Motors 16 auf den
Rückstrom eine höhere Drosselung aus als das Sperrventil 44 beim Ausfahren des Motors
16.
1. Steuerventil (10) zur Flüssigkeitssteuerung zwischen einer Pumpe (12), einem Sammelbehälter
(14) und einem doppelwirkenden Flüssigkeitsmotor (16), wobei das Steuerventil (10)
ein Gehäuse (18) aufweist mit einer Ventilbohrung (20), mit zwei je einen Abschnitt
(26,28) der Ventilbohrung (20) mit der Pumpe (12) verbindenden Einlässen (30,22;32,24)
, mit zwei die Ventilbohrung (20) mit den entsprechenden Anschlüssen des Flüssigkeitsmotors
(16) verbindenden Auslässen sowie mit einem die Ventilbohrung (20) mit dem Sammelbehälter
(14) verbindenden Sammelbehälteranschluß, gekennzeichnet t durch folgende Merkmale:
a) Je ein Einlaßventil (34,36,38,40) ist in den beiden Einlässen (30,22; 32,24) angeordnet;
b) je ein Sperrventil (42,44) ist zwischen den genannten Abschnitten (26,28) der Ventilbohrung
(20) und dem zugeordneten Auslaß vorgesehen;
c) je ein federelastisches Glied (54) drückt das Sperrventil (42,44) in seine Schließstellung;
und
d) ein pilotgesteuertes Rücklaufventil (62) ist innerhalb der Ventilbohrung (20) zwischen
den beiden Sperrventilen (42, 44) angeordnet, steuert den Rücklaufstrom von einem
der Sperrventile (42,44) zum Sammelbehälteranschluß und weist ! zwei druckgesteuerte
Ventilteile (72) auf, die jeweils verschiebbar angeordnet sind und bei Verschiebung
das eine der beiden Sperrventile (42,44) für den genannten Rücklaufstrom öffnen, wenn
durch das andere Sperrventil (44,42) Versorgungsflüssigkeit zum Flüssigkeitsmotor
(16) strömt.
2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Sperrventil (42,44)
zur Veränderung seiner Drosselung gegenüber dem Rücklaufstrom individuell justierbar
ist.
3. Steuerventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilbohrung (20)
mit ihren beiden Enden in je eine in das Gehäuse (18) eingeschraubte hohlzylindrische
Abschlußschraube (46) mündet, die an ihrem inneren Ende einen kreisringförmigen Ventilsitz
(48) aufweist, gegen den eine innerhalb der Abschlußschraube (46) angeordnete Sperrkugel
(50) von dem federelastischen Glied (54) gedrückt wird, das innerhalb eines in der
Abschlußschraube (46) festgelegten hohlen Führungsteils (52) angeordnet ist.
4. Steuerventil nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rücklaufventil
(62) eine hohlzylindrische Buchse (64) aufweist, die in der Ventilbohrung (20) gegenüber
dem Gehäuse (18) und den Sperrventilen (42,44) verschiebbar ist und zusammen mit der
Wandung der Ventilbohrung (20) eine durch die Verschiebung öffen- oder schließbare
Rücklaufbahn bildet, und daß die beiden genannten Ventilteile (72) mit je einem Stößel
(74) verschiebbar in der Buchse (64) geführt sind und mit je einem Zapfen (84) das
zugeordnete Sperrventil (42,44) beaufschlagen, wobei die Verschiebung der Buchse (64)
zusammen mit einem der beiden Ventilteile (72) durch den durch eines der beiden Sperrventile
(42,44) zum Flüssigkeitsmotor (16) fließenden Flüssigkeitsstrom erfolgt.
5. Steuerventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwandung der
Buchse (64) zwei zylindrische Gleitflächen (66,68) aufweist, die abdichtend gegen
die Innenwandung der Ventilbohrung (20) anliegen und zwischen sich eine Eindrehung
einschließen, in deren Bereich die Ventilbohrung (20) eine mittige, mit dem Sammelbehälteranschluß
in Verbindung stehende Ringnut (23) aufweist, wobei durch Verschiebung der Buchse
(64) aufgrund des Flüssigkeitsdrucks in dem einen Einlaß (30,22; 32,24) die eine der
beiden Gleitflächen (66,68) die Verbindung zwischen dem anderen Einlaß (32,24; 30,22)
und dem Sammelbehälteranschluß via Eindrehung und Ringnut (23) freigibt.
6. Steuerventil nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Jedes Ventilteil (72) weist einen zwischen Stößel (74) und Zapfen (84) angeordneten
Flansch (80) auf, der dem Flüssigkeitsdruck des zugeordneten Einlasses (30,22; 32,24)
ausgesetzt ist, sich gegen die zugeordnete Stirnseite der Buchse (64) anlegen kann
und einen sich durch Flansch (80) und Stößel (74) erstreckenden Durchgangskanal (82)
aufweist, der den entsprechenden Einlaß (30,22; 32,24) mit dem Innenraum der Buchse
(64) verbindet; und
b) in der Buchse (64) ist zwischen den beiden Stößeln (74) eine Ventilkugel (78) angeordnet,
die mit entsprechend ausgebildeten ringförmigen Ventilsitzen (76) am inneren Ende
der beiden Stößel (74) zusammenwirkt und vom Flüssigkeitsdruck im entsprechenden Einlaß
(30,22; 32,24) so beaufschlagt wird, daß sie am Ventilsitz (76) des Ventilteils (72)
anliegt, der der Flüssigkeit von dem anderen Auslaß ausgesetzt ist und dadurch die
Flüssigkeitsverbin- dung zwischen dem einen Einlaß (30,22; 32,24) und dem Sammelbehälteranschluß
via Durchgangskanal (82) in den Ventilteilen (72) unterbricht.