[0001] Die Erfindung betrifft ein Schwingtor, insbesondere für Garagen, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Diese Gattung von Schwingtoren zeichnet sicht vornehmlich dadurch aus, daß die Unterkante
des Torblatts praktisch kaum aus der durch den geschlossenen Zustand des Torblattes
festgelegten Ebene herausschwingt beim öffnen, was in manchen Ländern Vorschrift ist.
Das hierbei auftretende Problem besteht darin, daß normale Torblätter nicht ausreichend
verwendungssteif sind, so daß bei Betätigung des Torblatts Probleme auftreten können.
[0003] Zur Versteifung solcher Torblätter ist deshalb ein gattungsgemäßes Schwingtor gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt geworden (DE-GM 72 38 251), bei dem die Führungsrollen
an den Enden einer gemeinsamen, sich über die gesamte Breite des Torblatts erstreckenden
Achse angebracht sind. Infolgedessen hat das Torblatt eine bessere Verwindungssteifigkeit.
Diese bekannten Torblätter haben sich bewährt, wenn beim öffnen oder Schließen des
Torblatts dieses etwa in der Mitte seiner Breite angefaßt und betätigt wird. Sobald
aber ein Benutzer außermittig an diesem gattungsgemäßen Torblatt angreift, verkantet
es sich sofort und sperrt infolgedessen, weil der Parallellauf der Führungsrollen
an den Führungsflächen nicht mehr sichergestellt ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Schwingtor insbesondere
für Garagen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in einfacher Weise so auszubilden,
daß eine zuverlässige Funktion beim öffnen und Schließen des Torblattes sichergestellt
ist, ohne daß es verkantet und infolgedessen sperrt.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Schwingtor gemäß dem Oberbegriff des
Hauptanspruchs erfindungsgemäß durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst.
[0006] Durch die beiden Seile, die im Bereich jeder Führungsrolle, vorzugsweise an deren
Achsen angreifen und in vier Teilstücken um den lichten Öffnungsquerschnitt des Torblattes
nach der erfindungsgemäßen Lehre herumgeführt sind, ist sichergestellt, daß die Unterkante
des Torblatts bzw. die Verbindungslinie zwischen den beiden Anwendpunkten jedes Endes
des Seils auf verschiedenen Seiten des Torblatts immer parallel zu sich selbst in
Folge der Zwangsführung der Seile beim öffnen oder Schließen bewegt wird. Hierdurch
bedingt,kann selbst ein außermittiges Angreifen und Betätigen des Torblatts zum öffnen
oder Schließen im Gegensatz zum Stand der Technik nicht zu einem Verkanten oder Sperren
führen. Infolge der einfachen Ausbildung mittels eines Seils und mehreren Rollen können
auch schon montierte Schwingtore schnell und unkompliziert mit der Erfindung nachgerüstet
werden. In jedem Falle wird erfindungsgemäß in einfacher Weise bei gattungsgemäßen
Toren erreicht, daß diese ohne besondere Aufmerksamkeit immer störungs-und problemfrei
und damit hinreichend zuverlässig betätigt werden können, ohne daß ein Verkanten oder
Sperren beim öffnen oder Schließen auftritt.
[0007] Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0008] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung
näher erläutert.
[0009] Es zeigt:
Figur 1 ein Schwingtor in halb geöffneter Stellung im schematischen Querschnitt;
Figur 2 eine Ansicht II-II gemäß Figur 1;
Figur 3 die Einzelheit III gemäß Figur 2, in teilweise abgebrochener Ansicht und größerem
Maßstab und
Figur 4 den Verlauf der Seile gemäß Figur 2.
[0010] Das insgesamt mit 5 bezeichnete Schwingtor ist im Bereich der öffnung eines schematisch
mit 6 bezeichneten Gebäudes angebracht und weist einen Zargenrahmen 7, bestehend aus
zwei mit Abstand voneinander angeordneten lotrechten Teilen 8 und aus einem diese
beiden verbindenden horizontalen Teil 9, und ein durch einen Hebel 10 federbelastet
gehaltenes Torblatt 11 auf, welches im teilweise geöffneten Zustand dargestellt ist.
Die Hebel 10 greifen einerseits etwa im mittle ren Bereich des Torblattes an jeder
Seite, andererseits in der Nähe der oberen Enden der senkrechten Teile 8 des Zargenrahmens
an.
[0011] Weiterhin weißt das Torblatt 11 zwei über dieses seitlich herausragende Führungsrollen
12 auf, deren Achsen 13 (Fig. 3 zueinander fluchtend angeordnet sind und an von den
lotrechten Teilen 8 des Zargenrahmens 7 gebildeten, in das Garageninnere weisenden
Führungsflächen 14 geführt sind, bzw. sich daran abstützend in der gestrichelt eingezeichneten
Lage gemäß Figur 1 sind die Lagen des Hebels 10 und des Torblattes 11 im geöffneten
Zustand dargestellt.
[0012] Figur 2 zeigt demgegenüber das Schwingtor 5 mit geschlossenem Torblatt 11 vom Innern
des Gebäudes 6 nach außen gesehen, wobei die Hebel 10 zur besseren zeichnerischen
Darstellung nicht voll ausgezeichnet, sondern abgebrochen dargestellt sind. Ferne
ist das Schloß 15 mit den beiden Schließstangen 16 und Riegeln 17 ersichtlich.
[0013] Die größer dargestellten Einzelheiten gemäß Figur 3 zeigen die im unteren Bereich
des Torblattes 11 angeordnete Fiihrungsrolle 12, deren Achse 13 an dem Führungsrollenlager
18 festgelegt ist und die seitlich über das Torblatt 11 heraussteht. Es ist ersichtlich,
daß die Achse 13 der Führungsrolle 12 waagrecht und in der Ebene des Torblattes 11
verläuft. An der Achse 13 sind die einen schlingenförmigen Enden 19, 20 von zwei Seilen
21, 22 gezeigt, deren Verläufe nachfolgend näher beschrieben werden (Figur 4).
[0014] Das erste Seil 22 ist in einem ersten Teilstück 23 parallel zur einen Führungsfläche
14 lotrecht nach oben und dort um 90° mittels einer oberen Umlenkrolle 28 umgelenkt,
die im Bereich der einen oberen Ecke 27 des Zargenrahmens 7 angeordnet ist. Von dort
aus verläuft das Seil 22 in einem zweiten Teilstück parallel zum horizontal verlaufenden
Teil 9 des Zargenrahmens 7 etwa horizontal bis zur anderen oberen Umlenkrolle 29,
die im Bereich der anderen oberen Ecke 27 des Zargenrahmens 7 angeordnet ist, und
wird von dieser um wiederum 90° umgelenkt, so daß es in einem dritten Teilstück 25
etwa parallel zu dem ersten Teilstück 23 und parallel zu der Ebene der Führungsfläche
14 bis zu einer mit 30 bezeichneten unteren Umlenkrolle geführt und dort etwa um einen
doppelten rechten Winkel umgelenkt, die im unteren Endbereich der anderen Führungsfläche
14 des lotrechten Teils 8 des Zargenrahmen 7 drehbar gelagert ist. Von dieser Rolle
30 ist das Seil 22 in einem vierten Teilstück 26 bis in den Bereich der anderen Umlenkrolle
12 geführt und vorzugsweise auch mittels einer Schlinge an der Achse 13 der Führungsrolle
12 festgelegt (vgl. Figur 3). Jedenfalls müssen das eine Ende 20 des Seils 22 und
dessen anderes Ende in etwa in derselben Höhe des Torblattes 11 festgelegt werden,
vorzugsweise direkt an der Achse 13 der Führungsrolle 12.
[0015] Das eine Ende 19 des zweiten Seils 21 ist, wie Figur 3 zeigt, in entgegengesetzter
Richtung wie das Seil 22, aber parallel zu diesen in einem vierten Teilstück 26 nach
unten zu einer Umlenkrolle 31 geführt, von dieser um einen etwa doppelten rechten
Winkel umgelenkt und in einem dritten Abschnitt 25 bis zu der einen oberen Umlenkrolle
28 geführt, dort um etwa einen rechten Winkel umgelenkt und in einem zweiten Teilstück
24 bis zur anderen oberen Umlenkrolle 29 verlaufend, von dieser um wiederum 90° in
einem ersten Teilstück 23 zu der anderen (Figur 2 rechten) Führungsrolle 12 geführt
und dort gleichermaßen festgelegt.
[0016] Die Achsen 32 (Figur 3) aller Umlenkrollen 28 - 31 sind parallel zueinander und senkrecht
zu der Ebene der Führungsfläche 14 und ebenso senkrecht zu der Achse 13 jeder Führungsrolle
12. Damit die beiden Seile 21, 22 problemlos umgelenkt werden können, sind die beiden
oberen Umlenkrollen 28, 29 als Doppelrollen mit gemeinsamer Drehachse ausgebildet.
[0017] Durch diese Ausbildung und Geometrie und Führung der Teilstücke jeden Seils ist sichergestellt,
daß die auf der Geraden 33 (Figuren 3 und 4) liegenden Enden 19, 20 der beiden Seile
20, 21 ist sichergestellt, daß jede Führungsrolle 12 einer Zwangsführung dergestalt
unterliegt, daß ,iie stets längs der sich parallel verschiebenden Linie 33 beim öffnen
und Schließen des Torblatts 11 verlaufen, ein Verkanten und Sperren demgemäß nach
Lehre der Erfindung nicht möglich ist.
1. Schwingtor, insbesondere für Garagen, dessen durch Hebel federbelastet gehaltenes
Torblatt im, bei geschlossenem Zustand unteren Bereich gegebenenfalls über zwei seitlich,
außerhalb des Torblatts liegende Führungsrollen, die ständig an im wesentlichen lotrecht
verlaufenden Führungsflächen eines Zargenrahmens anliegen, geführt ist, wobei die
Hebel einerseits etwa im mittleren Bereich des Torblattes seitlich, andererseits in
der Nähe der oberen Enden der lotrecht verlaufenden Flächen angelenkt sind, dadurch
gekennzeichnet , daß im Bereich der einen Führungsrolle (12) das eine Ende (20) eines
ersten Seils (22) festgelegt ist, daß dieses erste Seil (22) in einem ersten Teilstück
(23) parallel zur Führungsfläche (14) nach oben, im Bereich der einen oberen Ecke
(27) des Zargenrahmens (7) etwa rechtwinklig umgelenkt und in einem zweiten Teilstück
(24) parallel zum horizontal verlaufenden Teil 9 des Zargenrahmens (7) bis zur anderen
oberen Ecke (27) des Zargenrahmens (7) geführt, dort wiederum etwa rechtwinklig umgelenkt
und in einem dritten Teilstück (25) etwa parallel zu dem ersten Teilstück (23) bis
in den unteren Endbereich der anderen Führungsfläche (14) geführt und dann nach einer
nochmaligen Umlenkung um einen etwa doppelten rechten Winkel in einem vierten Teilstück
(26) nach oben geführt und das andere Ende des ersten Seils (22) an der anderen Führungsrolle
(12) festgelegt ist, daß im Bereich dieser anderen Führungsrolle (12) das eine Ende
des zweiten Seils (21) festgelegt ist, daß dieses zweite Seil (21) in einem ersten
Teilstück (23) parallel zu der anderen Führungsfläche (14) nach oben, im Bereich der
anderen oberen Ecke (27) des Zargenrahmens (7) etwa rechtwinklig umgelenkt und in
einem zweiten Teilstück (24) parallel zum horizontal verlaufenden Teil (9) des Zargenrahmens
(7) bis zur einen oberen Ecke (27) des Zargenrahmens (7) geführt, dort wiederum etwa
rechtwinklig umgelenkt und in einem dritte Teilstück (25) etwa parallel zu dem ersten
Teilstück (23 bis in den unteren Endbereich der einen Führungsfläche (14) geführt
und dann nach einer nochmaligen Umlenkung um einen etwa doppelten rechten Winkel in
einem vierten Teilstück (26) nach oben geführt und das andere Ende (19) des zweiten
Seils (21) an der einen Führungsrolle (12) festgelegt ist.
2. Schwingtor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß im Bereich jeder oberen
Ecke (27) des Zargenrahmens (7) je eine obere Umlenkrolle (28, 29) zur Umlenkung des
Seils (21, 22) angeordnet ist.
3. Schwingtor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die oberen Umlenkrollen
(28, 29) um Achsen drehbar sind, welche senkrecht zur Ebene des Torblatts (11) im
geschlossenen Zustand verläuft.
4. Schwingtor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , daß jede obere Umlenkrolle
(28, 29) für die beiden Seile (21, 22) als Doppelrolle mit gemeinsamer Drehachse ausgebildet
ist.
5. Schwingtor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß im unteren Endbereich
jeder Führungsfläche (14) des Zargenrahmens (7) je eine untere Umlenkrolle (30, 31)
zur Umlenkung jedes Seils (21, 22) angeordnet ist.
6. Schwingtor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die unteren Umlenkrollen
um Achsen (32) drehbar sind, welche senkrecht zu der Ebene des Torblatts (11) im geschlossenen
Zustand verlaufen.
7. Schwingtor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Enden eines jeden Seiles (21, 22) in etwa derselben Höhe des Torblatts (11) festgelegt
sind.
8. Schwingtor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß das Ende (19, 20) jedes
Seils als Schlinge ausgebildet und an der Achse (13) jeder Führungsrolle (12) festgelegt
ist.