[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine brennstoffbeheizte Wärmequelle gemäß
dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
[0002] Die Steuerarmatur einer solchen Wärmequelle ist bekanntgeworden durch die DE-OS 3000
669. Die zugehörige Wärmequelle arbeitet mit natürlicher Zufuhr von Verbrennungsluft
und Abfuhr des Abgases aufgrund des thermischen Auftriebs der Verbrennungsgase.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Steuerarmatur
einzurichten für den Betrieb mit einer Wärmequelle, die eine geschlossene Brennkammer
aufweist und die über ein Lufteinlaß- und einen Verbrennungsgasauslaß, in dem ein
Gebläse angeordnet ist, mit der Atmosphäre in Verbindung steht. Zur Erzielung eines
hohen Wirkungsgrades kommt es hierbei darauf an, eine Verhältnisregelung zu schaffen,
um parallel zu der angeforderten Brennstoffmenge in der Zeiteinheit den entsprechenden
Luftdurchsatz zur Erzielung einer optimalen Verbrennung bereitzustellen.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe liegt in den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs.
[0005] Weitere Ausgestaltungen und besonders vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der nebengeordneten Ansprüche sowie der Unteransprüche beziehungsweise
gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Figuren eins und zwei näher erläutert.
[0006] Die Figuren zeigen Prinzipdarstellungen der brennstoffbeheizten Wärmequelle und der
Steuerarmatur.
[0007] Die Steuerarmatur 1 gemäß Figur 1 weist ein Gehäuse eines Gasdruckreglers auf, das
eine Gaseinlaßöffnung 3 und eine Gasauslaßöffnung 4 besitzt, die zu einem Brenner
5 einer brennstoffbeheizten Wärmequelle 6, wie eines Umlaufwasserheizers, Durchlaufwasserheizers
oder Kessels beziehungsweise Ofens, führt. Die brennstoffbeheizte Wärmequelle besteht
im wesentlichen aus einem gasdichten Gehäuse, das an seiner einen Seite einen Lufteinlaß
7 und an der anderen Seite einen Verbrennungsgasauslaß 8 aufweist, wobei in letzterem
ein Gebläse 9 angeordnet ist, dessen nicht weiter dargestellter Motor über eine Leitung
mit elektrischer Energie beaufschlagt werden kann. Der Brenner 5 beheizt im Innenraum
11 der brennstoffbeheizten Wärmequelle einen Wärmetauscher 12, der an eine Vorlaufleitung
13 und eine Rücklaufleitung 14, in der eine Umwälzpumpe 15 angeordnet ist, angeschlossen
ist. Vor- und Rücklaufleitung sind mit einem Verbraucher 16 verbunden, der aus einer
Vielzahl parallel und/oder in Serie zueinander liegender Radiatoren, gegebenenfalls
auch einem Brauchwasserbereiter, bestehen kann. Es kann auch vorkommen, daß der Brauchwasserbereiter
in einem Parallelzweig zu Radiatoren angeordnet ist und einen Durchlaufwasser-Wärmetauscher
darstellt. In diesem Fall ist eine Kaltwasser-Zapfleitung 17 vorhanden, die durch
den Brauchwasser-Wärmetauscher durchgeschleift ist und mit einem Wasserschalter 18
versehen ist, bevor sie zu einem Zapfventil 19 führt.
[0008] Im Bereich des Gehäuses 2 ist, dem Einlaß 3 nachgeschaltet, eine Kammer 20 gebildet,
in der ein Ventil 21 einer thermoelektrischen Zündsicherung angeordnet ist. An die
Kammer schließt sich hinter dem Ventil der thermoelektrischen Zündsicherung eine weitere
Zwischenkammer 22 an, von der eine Zündgasleitung 23 abzweigt. In der Zwischenkammer
22 ist ein Ventilsitz 24 vorgesehen, der von einem von einer Stange 25 angelenkten
Ventilkörper 26, der unter der Rückstellkraft einer Druckfeder 27 steht, im Ruhezustand
verschließbar ist, wobei die Stange mit einem Membranteller 28 einer Membran 29 verbunden
ist, die in einer weiteren Kammer 30 druckdicht an ihrem Rand eingespannt ist.
[0009] Die Kammer 30 wird somit von der Membran 29 in zwei Druckräume 31 und 32 unterteilt,
von denen der letztgenannte an die Auslaßleitung 4 angeschlossen ist. Das Ventil 24/26
ist im Ruhezustand geschlossen, das heißt, die Kammern 22 und 32 sind voneinander
getrennt. Der Druckraum 30 steht über einen Kanal 33 mit einem Ventilmittelraum 34
in Verbindung, der von zwei Ventilsitzen 35 und 36 und einer Abströmöffnung 37 begrenzt
ist. Vom Ventilsitz 36 führt ein Kanal 38 zu einer Verzweigungsstelle 39, von der
ein Kanal 40 zur Auslaßleitung 4 führt. Ein weiterer Kanal 41 führt zu einer Membrankammer
42, die über eine Leitung 43, in der ein Ventilsitz 44 vorgesehen ist, mit der Abströmöffnung
37 verbunden ist. Mit dem Ventilsitz 44 korrespondiert ein Ventilkörper 45, der von
einer sich gegenüber dem Gehäuse 2 abstützenden Druckfeder 46 in öffnungsstellung
bewegbar ist. Der Ventilkörper 45 ist an einer Membran 47 befestigt, die unter der
Wirkung einer Druckfeder 48 steht, die von einer Stellschraube 49 justierbar ist,
die ihrerseits in einem Gewinde im Gehäuse 2 geführt ist. Auf der der Membrankammer
abgewandten Seite der Membran ist eine weitere Membrankammer 50 gebildet, die über
eine öffnung 110 mit einer weiteren Membrankammer 51 in Verbindung steht. Diese Membrankammer
wird außer von dem Gehäuse 2 von einer Membran 52 begrenzt, die auf der der Membrankammer
51 abgewandten Seite eine weitere Membrankammer 53 bildet, in welcher eine Druckfeder
54 gelagert ist, die von einer Einstellschraube 55 justierbar ist, die in einem Innengewinde
des Gehäuses verstellbar, von außen zugänglich gelagert ist.
[0010] Die Membrankammer 53 ist über eine Drosselbohrung 56 mit der Atmosphäre verbunden.
Mit der Membran 52 ist ein Ventilkörper 57 verbunden, der mit einem im Gehäuse angeordneten
Ventilsitz 58 korrespondiert. Der Ventilsitz steht über eine Leitung mit der Membrankammer
51 in Verbindung. Der Ventilkörper 57 steht unter der Wirkung einer Druckfeder 60,
die sich gegenüber dem Gehäuse 2 abstützt und das Bestreben hat, den Ventilkörper
57 vom Ventilsitz 58 abzuheben. Auf der anderen Seite der Leitung 59 schließt sich
an den Ventilsitz 58 eine Kammer 61 an, die über eine Bohrung 62 relativ kleinen Querschnitts
mit der Membrankammer 51 und über eine Zuluftbohrung 63 über einen Luftfilter 64 mit
der Atmosphäre verbunden ist. Ober eine Ansaugleitung 65 ist die Kammer 61 mit dem
Saugstutzen einer Membranpumpe 66 verbunden, die von einem nicht dargestellten Motor
angetrieben wird, der über eine Leitung 67 mit Energie versorgt wird. Die Membranpumpe
weist eine Druckleitung 68 auf, in der ein Luftfilter 69 angeordnet ist und die über
eine Drosselbohrung 70 mit der Membrankammer 51 in Verbindung steht.
[0011] Der Ventilsitz 35 wird von einem Ventilkörper 71 beherrscht, der an einem Hebel 72
befestigt ist und sich in einem Raum 73 befindet, der von dem Ventilsitz 35 beherrscht
wird. Im Raum 73 ist ein Elektromagnet 74 angeordnet, der an eine Speiseleitung 75
angeschlossen ist und der den Hebel 72 anziehen kann. Zur Rückstellung des Hebels
ist eine Zugfeder 76 vorgesehen, die den Hebel um den Drehpunkt 77 in die in der Zeichnung
dargestellte Ruhelage schwingt. Der Raum 73 steht über eine Drosselbohrung 78 mit
der Zwischenkammer 22 in Verbindung.
[0012] Die brennstoffbeheizte Wärmequelle 6 steht mit einem Regler 79 in Verbindung, an
dem über eine Meßleitung 80 ein Außentemperaturfühler 81 angeschlossen ist. Weiterhin
ist über eine Meßleitung 82 ein Temperaturfühler 83 angeschlossen, der den Istwert
der in der Vorlaufleitung 13 herrschenden Temperatur des Heizmediums abfühlt. An den
Regler ist eine Leitung 84 angeschlossen, die über den Regler zu einem Thermoelement
führt, das dem an die Leitung 23 angeschlossenen Zündbrenner zugeordnet ist. Eine
Ausgangsleitung 85 führt zu einem Schalter 86, der im Ruhezustand geöffnet ist und
einer Membrankammer 87 zugeordnet ist. An die andere Seite des Schalters ist die Leitung
75 angeschlossen, die zu dem Elektromagneten 74 führt. Von der Membran 88 der Membrankammer
87 werden zwei Druckräume 89 und 90 voneinander getrennt, die mit Druckleitungen 91
und 92 verbunden sind. Mit der Membran 88 ist ein Schaltstift 93 verbunden, der zur
Betätigung des Schalters 86 dient.
[0013] Im Zuge der Lufteinlaßleitung 7 ist eine Staustelle 94 vorgesehen, an die stromauf
und stromab zwei Leitungen 95 und 96 angeschlossen sind. Die Leitung 95 ist mit der
Leitung 91, die Leitung 96 mit der Leitung 92 verbunden, beide Leitungen führen zu
Druckräumen 97 und 98 eines Solldruckgebers 99, der auf die Membrankammer 53 aufgesetzt
und baulich mit ihr vereinigt ist. Der Druckraum 97 ist zwischen einer Membran 100
bis zu der Membran 101 gebildet. Beide Membranen sind druckdicht längs ihres Randes
im Gehäuse eingespannt, die Membran ist druckdicht mit einem Stift 102 verbunden,
dessen eines Ende ein Stützteller 103 für die Druckfeder 54 und dessen anderes Ende
von einem Membranteller 104 gebildet ist, der sich an der einen Seite der Membran
100 abstützt. Der Membranteller 104 beziehungsweise die Membran 100 ist mit der Einstellschraube
55 verbunden.
[0014] Eine weitere Ausgangsleitung 105 des Reglers 79 ist mit einer Parallelschaltung von
zwei Justierwiderständen 106 und 107 versehen, die beide an die beiden Pole eines
Umschalters 108 des Wasserschalters 18 angeschlossen sind. Vom Wasserschalter führt
eine Leitung 109 zu der Verzweigung der beiden Leitungen 10 und 67, in die je ein
Verstärker eingebaut ist, wobei die Verstärkungszahlen der beiden Verstärker voneinander
abweichen.
[0015] Die eben geschilderte Wärmequelle beziehungsweise Steuerarmatur weist folgende Funktion
auf:
Ausgehend von dem in der Zeichnung dargestellten Ruhezustand sind die Ventile 21,
24/26, 19, 57/58 und 35/71 geschlossen, während das Ventil 36/71 sowie 44/45 geöffnet
ist. Die Membranpumpe 66 ist stromlos, Druck- und Saugstutzen weisen zueinander keine
Druckdifferenz auf. Der Elektromagnet 74 ist stromlos. Die Gaszufuhr zum Brenner ist
unterbrochen. Durch Betätigen der Thermoelektrikdrucktasten wird das Ventil 21 geöffnet,
damit steht der Gaseinlaß 3 mit der Zwischenkammer 22 und über die Bohrung 78 mit
der Kammer 73 in Verbindung, so daß über die Leitung 23 Zündgas am Zündbrenner ansteht,
wie es über nicht dargestellte Mittel entzündet werden kann und ein Thermoelement
beheizt, das über die Leitung 84 den Elektromagneten der thermoelektrischen Zündsicherung
erregt. Damit bleibt das Ventil 21 geöffnet.
[0016] Wird nunmehr Gas am Brenner verlangt, beispielsweise weil der Temperaturfühler 83
angesprochen hat, so gibt der Regler über die Leitung 105 ein Ausgangssignal. Bedingt
durch die Stellung des Wasserschalters 18, ist der Wert des Widerstandes 106 in den
Stromkreis eingeschleift, so daß über die Verstärker auf den Leitungen 10 und 67 ein
bestimmtes Spannungssignal am Gebläse 9 beziehungsweise an der Membranpumpe 66 ansteht.
Das Gebläse 9 läuft an, an der Staustelle 94 wird im Lufteinlaß 7 ein bestimmtes Differenzdrucksignal
erzeugt und über die Leitung 95 und 96 einmal auf den Membranschalter 87 und zum anderen
an die Druckräume 98 und 97 gegeben. Wird eine bestimmte Mindestdruckdifferenz erzeugt,
was einem bestimmten Mindestdurchsatz gleichsteht, so wird der Schalter 86 geschlossen,
so daß Regelausgangsspannung über die Leitung 85 beziehungsweise 75 am Elektromagneten
74 ansteht. Der Elektromagnet zieht den Hebel 72 gegen die Rückstellkraft der Feder
76 an, so daß der Ventilkörper 71 vom Ventilsitz 35 abhebt und den Ventilsitz 36 verschließt.
Als Folge davon steht der Gasvordruck über die Zwischenkammer 22 und den Raum 73 auch
im Ventil-Mittelraum 34 an. Von dort steht der Druck über den Kanal 33 auch in der
Kammer 30 an, worauf sich die Membran 29 gegen die Rückstellkraft der Feder 27 aus
der Ruhestellung bewegt und damit den Ventilkörper 26 vom Ventilsitz 24 fortbewegt.
Damit steht der Gasdruck über die Auslaßleitung 4 am Brenner 5 an, und zwar, bedingt
durch die Druckregelung der Regler 44, 46, 48 und 49, in einem solchen Ausmaß, daß
sich ein Gasstrom ergibt, der gerade ein überzünden des gesamten Hauptbrenners 5 ergibt.
Läuft nun die Membranpumpe 66 an, so wird verzögert infolge der Drosselbohrung 70
in der Membrankammer 51 ein Druck aufgebaut, der über die Drosselbohrung 110 auch
in der Membrankammer 50 ansteht und dort das Bestreben hat, die Membran 47 so zu bewegen,
daß der Ventilkörper 45 sich in Schließrichtung auf den Ventilsitz 44 zubewegt. Das
bedeutet, daß der Druck im Ventilmittelraum 34 ansteigt, damit steigt auch der Druck
in der Kammer 30 an, was ein weiteres öffnen des Hauptgasventils 24/26 zur Folge hat.
Die Folge davon ist ein Brennen des Brenners mit größerer Wärmeleistung. Somit steuert
der Regler 79 über einen mehr oder weniger größeren Förderdruck eine mehr oder weniger
größere Heizleistung der Wärmequelle. Da die Signale für den Antrieb der Membranpumpe
und für den Motor des Gebläses parallel liegen wird die Gebläsefördermenge in der
Zeiteinheit passend zum größeren Brennstoffdurchsatz nachgeführt.
[0017] Da der Differenzdruck an der Staustelle 94 auch an den Druckräumen 97 und 98 ansteht,
bewirkt eine größer werdende Druckdifferenz ein Steigen des Druckes in dem Druckraum
97 mit der Folge, daß sich der Stift 102 mit der Membran 100 nach unten bewegt, und
zwar gegen die Rückstellkraft der Feder 54. Die Membran 101 bewegt sich hierbei mit.
Somit wird die Vorspannung der Feder 54 erhöht, was ein verstärktes Schließen oder
Geschlossenhalten des Ventils 57/58 zur Folge hat. öffnet dieses Ventil nämlich, so
werden Saug- und Druckstutzen der Membranpumpe kurzgeschlossen. Mit dieser Einrichtung
kann der maximale Druck in der Membrankammer 50 begrenzt werden und damit auch die
Maximalleistung der Wärmequelle. Durch Variationen des Vordrucks auf die Membran 52
kann man somit die Leistung der Wärmequelle steuern, und zwar unter direkter Nachführung
des Luftdurchsatzes durch das Gebläse 9. Somit ist es möglich, sowohl in Voll- als
auch in Teillastbereichen eine Verhältnisregelung von Brennstoff zu Luft zu ermöglichen,
so daß der Wirkungsgrad der Wärmequelle nicht nur im Vollast-, sondern auch im Teillastbereich
gleich hoch bleibt.
[0018] Beim öffnen des Zapfventils 19 wird der Wasserschalter 18 betätigt, der den Umschalter
108 umschaltet, so daß nicht mehr der Widerstand 106, sondern nunmehr der Widerstand
107 in die Leitung 105 eingeschleift ist. Das bedeutet, daß das Gebläse beziehungsweise
die Membranpumpe auf einen anderen Sollwert umgeschaltet werden, der der Brauchwasserlieferung
entspricht.
[0019] Erreicht die Vorlauftemperatur in der Leitung 13 die Höhe des Sollwertes, so verringert
der Regler 79 die Leistung der Wärmequelle stufenlos, bis die Membranpumpe 66 ihre
Förderung einstellt. Ist die Oberzundleistung des Brenners immer noch zu groß, so
wird die Wärmequelle durch Stromloswerden des Elektromagneten 74 ganz stillgelegt.
[0020] Hiervon unabhängig ist ein mögliches Ausschalten der Wärmequelle durch Betätigen
der Ausschalttaste der thermoelektrischen Zündsicherung.
[0021] Beim zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 weist der Umlaufwasserheizer 201 ein
äußeres Gehäuse 202 auf, in dem unter Belassung eines allseitigen Luftspaltes 203
eine Brennkammer 204 angeordnet ist. Der Wärmetauscher 205 ist an eine mit einem Temperaturfühler
206 versehene Vorlaufleitung 207 angeschlossen, die über eine Vielzahl nicht dargestellter
Radiatoren mit einer Rücklaufleitung 208 verbunden ist, in der eine Umwälzpumpe 209
eingefügt ist und die zurück zum Wärmetauscher führt.
[0022] Der Temperaturfühler 206 ist über eine Meßleitung 210 an eine Regel- und Steuereinrichtung
211 angeschlossen. Das Gehäuse 202 ist an eine aus zwei koaxialen Rohren bestehende
Verbrennungsluft-Abgasleitung 212 angeschlossen, die aus einem innenliegenden Abgasrohr
213 und einem dazu mit einem Abstand 214 konzentrisch liegenden Außenrohr 215 besteht.
Der Innenraum des Innenrohres 213 dient als Abgasweg, seinem Anfang 216 ist ein von
einem Motor 217 angetriebenes Gebläse 218 vorgeschaltet, der seine Antriebsleistung
über eine Leitung 219 von der Steuer- und Regeleinrichtung bezieht. Der Saugstutzen
des Gebläses 218 ist mit dem Innenraum 220 der Brennkammer 204 verbunden. In den Zwischenraum
214 ragt ein Hitzdrahtanemometer 221, dessen Draht über ein Leitungspaar 222 mit der
Steuer-und Regeleinrichtung 211 verbunden ist. Dieses Hitzdrahtanemometer ist imstande,
aufgrund der Vorheizung seines Fühlers durch einen vorgegebenen elektrischen Strom
ein Signal für den Luftdurchsatz durch den Ringraum 214 und die Abkühlung des Fühlers
durch den vorbeistreifenden Luftstrom zu bilden und dieser Luftdurchsatz als Signal
der Steuer- und Regeleinheit 211 mitzuteilen. Dem Hitzdrahtanemometer 221 nachgeschaltet
ist eine einstellbare Blende 223, die an dem Innenmantel des Außenrohres 215 befestigt
ist und die den freien Querschnitt des Ringspaltes 214 mehr oder weniger einzuengen
imstande ist. Diese Blende wirkt als verstellbarer Staudruckwiderstand. Zwischen dem
Hitzdrahtanemometer 221 und der Blende 223 ist eine Druckmeßleitung 224 vom Rohr 215
abgezweigt und führt zu einem pneumatischen Stellungsgeber 225, der über eine Stellstange
226 ein Gasventil 227 beherrscht, das proportionales Stellverhalten aufweist, d. h.,
der von ihm freigegebene Gasdurchsatz ist streng proportional der Auslenkung des pneumatischen
Stellmotors 225. Das Gasventil liegt im Zuge einer einen Brenner 228 speisenden Gasleitung
229. Der Brenner ist unterhalb der Brennkammer 204 angeordnet.
[0023] Die Steuer- und Regeleinrichtung besteht einmal aus einer Steuereinrichtung für das
Verhältnis von Luft und Gas und zum anderen aus einem Regler, beispielsweise einem
Vorlauftemperaturregler. Der Regler könnte gleichermaßen auch ein Leistungsregler,
ein Rücklauftemperaturregler oder ein anderweitiger Regler für die in Frage kommende
brennstoffbeheizte Wärmequelle sein. Steuerung und Regelung überlagern einander.
[0024] Die eben geschilderte Erfindung weist folgende Funktion auf:
Resultiert, gemessen durch den Temperaturfühler 206, eine Regelabweichung für den
Sollwert in der Vorlauftemperatur 207, so wird die Steuer- und Regeleinrichtung aktiviert.
Sie läßt zunächst über die Leitung 219 das Gebläse 218 anlaufen, wodurch ein Luftdurchsatz
von der Außenatmosphäre durch den Ringraum 214, den Zwischenraum 203, den Innenraum
220 der Brennkammer 204 und über das Gebläse 218 in das Innenrohr 213 hervorgerufen
wird. Aus der Größe der Regelabweichung kann der Regelteil der Steuer- und Regeleinrichtung
211 die Größe des Luftdurchsatzes ermitteln, die zu dem entsprechenden Gasdurchsatz
zur stöchiometrischen Verbrennung notwendig ist. Auf eine hierzu notwendige Drehzahl
wird der Motor 217 des Gebläses 218 verstellt. Der Luftdurchsatz-Istwert wird durch
das Hitzdrahtanemometer 221 erfaßt und mit der Sollgröße verglichen. Der Regler der
Steuer- und Regeleinrichtung regelt also somit den Luftdurchsatz nach einem durch
die Regelabweichung geführten Sollwert. Das Brennstoffventil wird nunmehr rein pneumatisch
in Abhängigkeit vom Ist-Luftdurchsatzwert verstellt. An der Blende 223 resultiert
aufgrund des Strömungswiderstandes der Blende ein Staudruckwert, der über die Leitung
224 dem pneumatischen Stellmotor 225 zugeführt wird, der seinerseits in Abhängigkeit
vom Luftdurchsatzwert gemessenen Stelldruckwert das Gasventil 227 proportional verstellt.
Somit resultiert unmittelbar ein zum Luftdurchsatz passender Brennstoffwert, der seinerseits
eine solche Größe aufweist, daß es zu einer gering überstöchiometrischen Verbrennung
kommt.
[0025] Somit ist der Regelung eine Steuerung für das Luftbrennstoffverhältnis überlagert.
[0026] Die Verstellbarkeit der Blende 223 dient dem Einstellen der Proportionalsteuerung.
[0027] Es ist auch möglich, dem pneumatischen Stellmotor 225 eine abweichende Steuerkurve
zu geben, um den Proportionalitätsfaktor zu ändern. Wesentlich ist für die Erfindung,
daß der pneumatische Stellmotor 225 für eine unverzögerte und hysteresefreie Anpassung
des Gasdurchsatzes an Änderungen des Luftdurchsatzes sorgt. Die quadratischen Abhängigkeiten
zwischen Druck und Durchsatz, jeweils auf der Luft- und Gasseite, heben sich auf,
so daß ein linearer Zusammenhang entsteht.
1. Brennstoffbeheizte Wärmequelle mit einer Brennkammer, die über einen Verbrennungsluftein-
und einen -abgasauslaß, in denen ein Gebläse angeordnet ist, mit der Atmosphäre verbunden
ist, und mit einer Steuerarmatur zum Steuern des Durchsatzes eines fluiden Brennstoffs
zu einem einen Wärmetauscher beheizenden Brenner, eine erste in einer Kammer eingespannte
Membran und eine zweite Membran aufweist, die in einer zweiten Kammer angeordnet ist,
wobei die eine Seite der ersten Membran ein in dem Brennstoffweg liegendes Ventil
beherrscht und mit ihrer einen Seite mit dem Brennstoffdruck stromab des Ventils,
mit der anderen Seite über ein weiteres Ventil mit dem Vordruck des Brennstoffs beaufschlagbar
ist und wobei die zweite Membran ein Ventil steuert, das den Druck begrenzt, der als
Maximum an der ersten Membran anstehen kann, dadurch gekennzeichnet, daß diese zweite
Membran (52) durch eine weitere in einer Membrankammer (99) angeordnete Membran (100)
vorgespannt ist, wobei Druckanschlüsse (95, 96) beiderseits der weiteren Membran (100)
zu beiden Seiten einer Staustelle (94) führen, die im Durchsatzweg für die Verbrennungsluft
angeordnet ist.
2. Brennstoffbeheizte Wärmequelle nach Anspruch eins, dadurch gekennzeichnet, daß
der eine Druckraum (98) der Membrankammer (99) einerseits vom Gehäuse, andererseits
von der weiteren Membran (100) und einer dritten Membran (101) gebildet und an die
Unterdruckseite der Staustelle (94) angeschlossen ist.
3. Brennstoffbeheizte Wärmequelle nach Anspruch eins oder zwei, dadurch gekennzeichnet,
daß der andere Druckraum (97) der Membrankammer (99) von der weiteren Membran (100)
und dem Gehäuse (2) gebildet ist und über die Leitung (96) mit der Druckseite der
Staustelle (94) verbunden ist.
4. Brennstoffbeheizte Wärmequelle nach einem der Ansprüche eins bis drei, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Druckräume (97, 98) parallel an einen Membranschalter
(87) angeschlossen sind, der einen Schalter (86) im Zuge einer Stromzuleitung von
einer Regeleinrichtung (79) zu einem Elektromagneten (74) für den Start der Wärmequelle
liegt.
5. Brennstoffbeheizte Wärmequelle nach einem der Ansprüche eins bis vier, dadurch
gekennzeichnet, daß die weitere Membran (100) mit einem Membranteller (104) versehen
ist, der einen Stift (102) trägt, der in der dritten Membran (101) geführt ist und
an seinem Ende ein Lager (103) für eine Druckfeder (54) für die Druckbegrenzungsmembran
(52) trägt.
6. Stetige Steuerung für das Brennstoff-Luftdurchsatzverhältnis einer brennstoffbeheizten
Wärmequelle mit einem ventilgesteuerten Brenner und einem motorbetriebenen Gebläse,
für die von einem Meßglied eine bestimmte Wärmeleistung durch Vergleich mit einem
Sollwert angefordert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellgröße der Steuerung
die Drehzahl des Gebläses (218) ist und daß für die öffnung des Gasventils (227) des
Brenners (228) ein an einer Staustelle (223) des Verbrennungsluftweges (212) abgenommenes
pneumatisches Signal unmittelbar herangezogen ist.
7. Steuerung nach Anspruch sechs, dadurch gekennzeichnet, daß sie einem Regler für
den Verbrennungsluftdurchsatz, dessen Führungsgröße die Leistung der Wärmequelle ist,
überlagert ist, wobei die Meßgröße, der Luftdurchsatz und die Stellgröße die Gebläsedrehzahl
ist.
8. Steuerung nach Anspruch sechs oder sieben, dadurch gekennzeichnet, daß im Zuluftkanalquerschnitt
(214) des Verbrennungsluftabgasweges (212) eine Blende (213) angeordnet ist, vor der
stromauf in Richtung des Luftdurchsatzes eine pneumatische Druckleitung (224) abzweigt,
die zu einem pneumatischen Stellmotor (225) für den Antrieb des Gasventils (227) führt.
9. Steuerung nach einem der Ansprüche sechs bis acht, dadurch gekennzeichnet, daß
stromauf der pneumatischen Stelleitung (224) im Zuluftweg (214) ein Hitzdrahtanemometer
(214) zur Bestimmung des Istwertes des Luftdurchsatzes angeordnet ist.