[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Sichern und Schärfen
eines elektrisch zündbaren Munitionskörpers, mit einer in einem Zündpillenträger eingebauten
Zündpille, wobei der Zündpillenträger durch die Trägheitswirkung von Massen gesichert
und durch ein mechanisches Hemmwerk zeitverzögert in die Position der Scharfstellung
geführt ist.
[0002] Das Problem der Sicherung von Munitionskörpern in Geschossen, Granaten, Raketen etc.
gewinnt mit der Entwicklung von neuen Hochleistungssprengstoffen und Waffensystemen
mit gesteigerter ballistischer Leistung an besonderer Bedeutung. Dementsprechend sind
die Sicherheitsanforderungen gesteigert worden, so fordert beispielsweise die MIL-STD-
(Military Standard) 1316 B der NATO vom 15.02.1977, dass in einer Munition wenigstens
zwei voneinander (physikalisch) unabhängige Sicherungen angebracht sein müssen. Diese
Forderung war bisher, besonders bei drallarmen Geschossen, nur schwer zu erfüllen,
so dass in der Praxis auf eine zweite Sicherung meist verzichtet wurde.
[0003] Bekannt ist eine Initialzündersicherung (DE-OS 1 912 750) eines Zünders mit einem
Rotor mit radialen Bohrungen und einer Scheibe mit radialen Schlitzen (Federn, Zungen
mit Keilwirkung). Diese Sicherungskombination gewährleistet, dass kleinere Stösse
beim Transport kein ungewolltes Zünden verursachen und dass eine Entsicherung des
Zünders erst im Bereich von etwa 7 m bis 15 m von der Mündung des Geschützlaufes entfernt
erfolgt.
[0004] Diese bekannte Initialzündersicherung genügt den heutigen Sicherheitsanforderungen
nicht, insbesondere erfolgt die Armierung des Zünders in einem zu kurzen Sicherheitsabstand
zum Geschütz.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Sichern und
Schärfen eines elektrisch zündbaren Munitionskörpers zu schaffen, welche ein höheres
Mass an Sicherheit bewirkt und insbesondere auch bei drallarmen Munitionskörpern eingesetzt
werden kann.
[0006] Die vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass ein in einer Bohrung
längs- und partiell quer bewegbarer Bolzen wenigstens annähernd in der Linie der Richtung
der Hauptbeschleunigung des Munitionskörpers angeordnet ist, dass der Bolzen wenigstens
auf seiner einen Stirnseite in Richtung der Hauptbeschleunigung durch eine Feder belastet
ist und in eine in einem Teil des Umfangs des Zündpillenträgers befindliche Nut mit
einem an der zweiten Stirnseite vorgesehenen Vorsprungflansch eingreift. Diese Lösung
erlaubt ein zuverlässiges Kontrollieren des Beschleunigungsverhaltens des Munitionskörpers
und verhindert ein ungewolltes Scharfstellen. Durch den im Patentanspruch erwähnten
längs- und partiell quer beweglichen Bolzen lassen sich Querbeschleunigungen aufnehmen,
ohne dass dieser verklemmt und damit dessen Funktionsfähigkeit beeinträchtigt wird.
[0007] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes
charakterisiert.
[0008] Die Vorrichtung nach Anspruch 2 zeichnet sich durch ihre Einfachheit und Wirtschaftlichkeit
aus.
[0009] Die Ausgestaltung nach Anspruch 3 verhindert ein Blockieren des Bolzens selbst bei
Querbeschleunigungen, welche auf den Munitionskörper einwirken.
[0010] Die in Anspruch 4 aufgezeigte Lösung dient zur zusätzlichen Zentrierung und Führung
des Bolzens, was insbesondere bei einem instabilen Flug des Munitionskörpers von Vorteil
ist.
[0011] Die Vorrichtung nach Anspruch 5 sichert eine definierte Auflage des Bolzens und ist
daher von grosser mechanischer Stabilität.
[0012] Eine besonders vorteilhafte und raumsparende Lösung ist in Anspruch 6 aufgezeigt.
[0013] Die Ausführungsform nach Anspruch 7 dient insbesondere zur Ergänzung von bisherigen
schieberartigen Zündpillenträgern mit einer Retardationssperre.
[0014] Eine relativ lange Nut gemäss Anspruch 8 erlaubt ein entsprechend zeitlich langes
Überwachen des Drehweges des Rotors.
[0015] Die Lösung nach Anspruch 9 verhindert ein ruckartiges Losbrechen bei Beginn der Drehbewegung
des Rotors und bewirkt auch im Falle der notwendigen, vorzeitigen Arretierung ein
hohes Mass an Betriebssicherheit.
[0016] Eine nach Anspruch 10 ausgestaltete Nut verhindert ein Weiterdrehen des Rotors, selbst
bei hohen mechanischen Schockbelastungen. Als besonders einfach und betriebssicher
hat sich zur Bewegung des Zündpillenträgers in die Scharfstellung ein Federantrieb
erwiesen, siehe Anspruch 11.
[0017] Das in Anspruch 12 beschriebene Hemmwerk erlaubt ein einfaches, systemabhängiges
Einstellen der gewünschten Vorrohrsicherheit.
[0018] Die in Anspruch 13 beschriebene Doppelmassensperre dient primär der Transportsicherung
und gewährleistet ein sicheres Entriegeln bei in der Richtung ihrer Hauptbeschleunigung
abgeschossenen Munition; sie lässt sich zudem in bezug auf zur gesicherten Entriegelung
notwendige minimale Beschleunigungswerte abstimmen.
[0019] Eine nach Anspruch 14 ausgeführte Variante ist fabrikationstechnisch besonders einfach
herstellbar.
[0020] Die Ausführungsform gemäss Anspruch 15 ist in den Fällen vorteilhaft, in denen die
Retardationssperre bei einem Schieber über einen weiten Beschleunigungsbereich funktionieren
muss.
[0021] Die Weiterbildung gemäss Anspruch 16 ist bei beschränkten Platzverhältnissen zweckmässig.
[0022] Eine Ausgestaltung nach Anspruch 17 verbessert die Funktionssicherheit auch bei grossen
Änderungen der Querbeschleunigung.
[0023] Eine einfache Optimierung des Retardationsverhaltens der Vorrichtung ergibt sich
aus Anspruch 18.
[0024] In den nachfolgenden Zeichnungen sind vereinfachte Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
zum Teil in Schnittdarstellung wiedergegeben.
[0025] Es zeigt:
Fig. 1 eine bevorzugte, vereinfachte Ausführungsform der Erfindung in gesicherter
Position,
Fig. 1a eine Zuordnung der Fig. 1 zu einem Koordinatensystem mit der Richtung der
Hauptbeschleunigung als Abszisse,
Fig. 2 die Vorrichtung Fig. 1 in ihrer Scharfstellung,
Fig. 3 der Zündpillenträger der Vorrichtung Fig. 1 bei ungenügender Retardation; die
Zündpille ist vor dem Erreichen der Scharfstellung blockiert,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung einer realisierten erfindungsgemässen Vorrichtung,
Fig. 5 eine Ansicht von oben auf die Vorrichtung gemäss Fig. 4,
Fig. 6 den aus Fig. 4 ersichtlichen Zündpillenträger in einer Draufsicht senkrecht
zu seiner Längsachse,
Fig. 7 einen Horizontalschnitt durch die untere Reihe der Bohrungen im Zündpillenträger
Fig. 4,
Fig. 8 eine zur Scharfstellung des Zündpillenträgers dienende Armierungsfeder,
Fig. 9 den Horizontalschnitt durch die untere Reihe der Bohrungen im Zündpillenträger
Fig. 4 in seinem Gehäuse, in gesicherter Position,
Fig. 10 den selben Horizontalschnitt wie Fig. 9, jedoch in entsicherter Position des
Zündpillenträgers,
Fig. 11 eine beispielsweise Winkellage einer in den Fig. 1 bis 3 ersichtlichen Retardationssperre
in bezug auf die Richtung der Hauptbeschleunigung,
Fig. 12 ein Diagramm der relativen notwendigen Auslösekräfte der Retardationssperre
in Vielfachen der Erdbeschleunigung normiert, in Funktion ihrer Winkellage zur Richtung
der Hauptbeschleunigung,
Fig. 13 eine Variante der Vorrichtung Fig. 1 mit einem als Schieber ausgestalteten
Zündpillenträger und
Fig. 14 eine weitere Variante der Vorrichtung Fig. 1 mit einem als Schieber ausgestalteten
Zündpillenträger.
[0026] In sämtlichen Zeichnungen sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0027] Die Fig. 1 stellt eine doppelt, mechanisch gesicherte Vorrichtung in einem elektrisch
zündbaren Munitionskörper M dar, welcher in seiner Art häufig in Geschossen, Raketen,
etc., also in mit hohen Beschleunigungen abzuschiessender Munition, vorkommt.
[0028] Gemäss Fig. 1 ist mit 1 eine konische Bohrung 1 in einem Gehäuse 7 bezeichnet. Ein
Gewindering 1a verschliesst die Bohrung 1 und zentriert gleichzeitig eine Feder 8,
welche auf einen ebenfalls kegelförmigen Bolzen 2 mit einem endseitigen Vorsprungflansch
3 wirkt. Die Bohrung 1 weist neben ihrem konischen Teil einen zylindrischen Teil 4
auf.
[0029] Im Zentrum des Gehäuses 7 befindet sich ein Zündpillenträger 6, welcher als Rotor
mit einem Drehpunkt D ausgestaltet ist. Der Zündpillenträger 6 weist auf einem Teil
seines Umfangs eine Nut 5 auf, welche auf ihrer einen Endseite einen auslaufenden
Teil 5a und auf ihrer anderen Endseite eine Stirnfläche 5b aufweist.
[0030] Im Innern des Zündpillenträgers 6 befindet sich eine an sich bekannte Zündpille 9,
aus welcher ein isolierter Polstift 10 herausragt. Die Aussenhülse der Zündpille 9
ist über die Bohrung 11 des metallischen Zündpillenträgers 6 mit der Masse verbunden;
der Polstift 10 ragt elektrisch isoliert in die verjüngte Bohrung 12 des Zündpillenträgers
6 hinein.
[0031] Auf der einen Stirnseite des Munitionskörpers M, in der Richtung der Hauptbeschleunigung
b
N, befindet sich ein an sich bekannter elektrischer Energieerzeuger 13, bestehend aus
einem Zündgenerator mit Sicherheits- und Speicherschaltung und Zielsensor.
[0032] Der Energieerzeuger 13 weist einen Teleskopkontakt 14 auf, welcher mit seiner Kontaktfläche
15 auf dem Zündpillenträger 6 aufliegt.
[0033] Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Verstärkerladung 16 (Booster),
welche mit ihrer Initiierungsstelle 17 ebenfalls in das Gehäuse 7 in Richtung zum
Drehpunkt D des Zündpillenträgers 6 hineinragt.
[0034] Das in Fig. 1a aufgezeigte rechtwinklige Koordinatensystem weist im positiven Teil
der Abszisse die Richtung der Hauptbeschleunigung b
N des Munitionskörpers M aus. In diesem Beschleunigungsbereich befindet sich der Munitionskörper
M bei seinem Abschuss. Nach dem Verlassen des Rohres bzw. seiner Startbahn erfährt
der Munitionskörper M einen Strömungswiderstand, so dass nach einer gewissen Flugdauer
die vorher kontinuierlich zunehmenden positiven Beschleunigungswerte relativ gesehen
zu negativen Werten, d.h. zur Retardation, werden. Dieser Bereich ist mit -b
N bezeichnet. Bei einem realen Abschuss erfährt ein Munitionskörper auf seiner ballistischen
Flugbahn unterschiedliche Winkellagen, welche in Komponenten ihrer Querbeschleunigungen
b
Q (positiv und negativ) resultieren.
[0035] Fliegt ein Munitionskörper M auf einer üblichen ballistischen Flugbahn, so wird der
anfänglich durch eine Doppelmassensperre verriegelte Zündpillenträger 6 in einem ersten
Schritt entriegelt und erfährt aus seiner Ausgangslage, Fig. 1, um den Drehpunkt D
eine Drehung im Uhrzeigersinn. Die Beschleunigungskräfte, welche die Doppelmassensperre
entriegeln, wirken ebenfalls auf den kegelförmigen Bolzen 2, wodurch dieser aufgrund
seiner trägen Masse in Richtung des Gewinderings 1a gedrückt wird und somit mit seinem
Vorsprungflansch 3 aus der Nut 5 in der in Fig. 2 dargestellten Weise herausgezogen
wird. Dies ermöglicht dem Zündpillenträger 6 in der vorgegebenen Zeit eine Drehung
um 270°, wodurch der in Fig. 2 dargestellte armierte Zustand eintritt.
[0036] Hier ist der Teleskopkontakt 14 des Energieerzeugers 13 in die Bohrung 12 des Zündpillenträgers
6 eingefedert und kontaktiert den Polstift 10, wodurch bei geschlossenem Zielsensor
(Aufschlagkontakt etc.) der Stromkreis geschlossen wird und der mit einer elektrisch
leitenden Glühbrücke versehene Zündsatz gezündet wird. Die in der Zündpille 9 erzeugte
Stosswelle bewirkt eine Detonationsübertragung bei der Initiierungsstelle 17 der Verstärkerladung
16.
[0037] Wird der Flug des Munitionskörper M aus irgendeinem Grunde vorzeitig abgebrochen,
prallt dieser beispielsweise vorzei- ti
g auf ein Hindernis auf, so ändern sich die auf den Bolzen 2'einwirkenden Beschleunigungskräfte,
so dass dieser wieder durch die Feder 8 bewirkt in seine Endstellung in der Bohrung
1 gedrückt wird; jetzt greift der Vorsprungflansch 3 wieder in die periphere, ringförmige
Nut 5 ein und wirkt wiederum tangential auf den Zündpillenträger 6.
[0038] Vor Ablauf der vorgegebenen Vorrohrzeit wird der Zündpillenträger 6 nun in seiner
Drehung an der Stirnfläche 5b durch den Vorsprungflansch 3 gestoppt. - Eine Armierung
ohne erneute Beschleunigung des Munitionskörpers M ist nicht mehr möglich. Es entsteht
der in Fig. 3 dargestellte Zustand.
[0039] Weitere Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes sind anhand der in praxi erfolgreich
erprobten Vorrichtung gemäss den Fig. 4-12 zu beschreiben. Aus Übersichtlichkeitsgründen
sind in den Fig. 4 und 5 der Energieerzeuger 13 und die Verstärkerladung 16 nur noch
durch Pfeile symbolisiert gezeichnet.
[0040] In Fig. 4 ist in einer vertikalen Schnittdarstellung eine Unruh 18, welche von vier
Kugeln 19 umgeben ist, ersichtlich. Die Kugeln 19 werden durch einen Kugel-Kranz 20
und einem Klemmring 21 konzentrisch zur zylindrischen Unruh 18 geführt. Ein Halterungsstift
22 dient als Niederhalter für diese ein Hemmwerk darstellende Anordnung.
[0041] In derselben Fig. 4 ist wiederum der Zündpillenträger 6 mit seiner Zündpille 9 ersichtlich,
welche mittels eines Gewindestiftes 23 in der Bohrung 11 fixiert ist.
[0042] Im Zündpillenträger 6 ist ferner ein sogenannter Schliesskolben 24 einer Doppelmassensperre
ersichtlich, der in eine grosse Bohrung 27, welche in das Gehäuse 7 mündet, geführt
ist. Eine kegelförmige Andrehung 25 erleichtert das teilweise Übergleiten des Schliesskolbens
24 vom Zündpillenträger 6 in das Gehäuse 7. Eine weitere kleine Bohrung 28 dient dem
Luftaustausch in der Bohrung 27 des Zündpillenträgers 6 und begrenzt einseitig dessen
Gleitweg.
[0043] Im weiteren weist der Schliesskolben 24 Eindrehungen auf, in welche die in den Fig.
9 und 10 dargestellten Kugeln 42 der Doppelmassensperre eingreifen. In einen zapfenartigen
und mit einem Schlitz 33 versehenen Teil 32 (vgl. Fig. 6) des Zündpillenträgers 6
greift das zentrale Ende einer Armierungsfeder 29 ein, welche die vorgängig beschriebene
Drehung des Zündpillenträgers 6 bewirken kann.
[0044] In der Darstellung Fig. 5 - eine Ansicht des Gegenstandes Fig. 4 von oben - ist nochmals
die Ausgestaltung des Hemmwerkes mit der Unruh 18 zu sehen. Zusätzlich ist hier ein
Stoppstift 30 ersichtlich, der zur Begrenzung des Drehweges des Zündpillenträgers
6 auf seinen nockenartigen Anschlag 31 wirkt.
[0045] Der in Fig. 6 dargestellte Zündpillenträger 6 (Rotor) ist im Gehäuse 7, Fig. 4, durch
seine zylindrischen Partien 36 geführt sowie zentriert und weist auf seiner einen
Stirnseite den nockenartigen Anschlag 31 und seiner unteren Stirnseite einen Zapfen
32 auf. Der Zapfen 32 ist mit einem Schlitz 33 versehen, in den das in Fig. 8 dargestellte
zentrale Ende 29a der Armierungsfeder 29 eingreift.
[0046] Ersichtlich ist zudem die einseitig, schlitzartig ausgenommene Bohrung 11 zur Aufnahme
der Zündpille 9, sowie ein in diese Bohrung 11 führendes, senkrecht zu dieser angeordnetes
Gewinde 34, in welches der zur Fixierung der Zündpillen dienende Gewindestift 23 eingeschraubbar
ist.
[0047] Vier in Winkeln von 90° angeordnete Aufnahme-Bohrungen 35 bilden die Lagerung und
Rückhaltung für die vier aus Fig. 4 und 5 bekannten Kugeln 19.
[0048] Oberhalb des Zapfens 32 befinden sich drei zueinander parallele weitere Bohrungen
27 und 27', welche je über eine Stufe in kleinere Bohrungen 28 und 28' übergehen.
Quer zu diesen-Bohrungen befindet sich auf der Vorderseite die Kugellauf-
' Bohrung 37. - Die Verteilung sämtlicher Bohrungen auf dieser Ebene ist aus der Schnittdarstellung
Fig. 7 zu sehen, wo auch die darüberliegende ringförmige Nut 5 mit ihrer Stirnfläche
5b, vgl. Fig. 6, und ihrem auslaufenden Teil 5a gestrichelt gezeichnet, ersichtlich
sind.
[0049] Die in Fig. 8 dargestellte und bereits erwähnte Armierungsfeder 29 ist eine Uhrwerkfeder,
welche im Gehäuse 7, vgl. Fig. 4, mit ihrem äusseren Ende 29b in aufgewickeltem Zustand
verhakt ist.
[0050] Die Darstellung Fig. 9 zeigt die aus den Massen 1 und 2 bestehenden Sperrstifte 38,
39, zusammen mit dem zentralen Schliesskolben 24 im verriegelten Zustand. Dabei greifen
die kegelförmige Andrehung 25 sowie die Spitzen 38', 39' der Sperrstifte 38 und 39
in die Bohrungen 27 und 27" im Gehäuse 7 ein.
[0051] Die mit identischen Massen versehenen Sperrstifte 38 und 39 werden an ihren Enden
38", 39" durch ebenfalls identische Federn 40 und 41 mit gleichen Federkonstanten
in die gezeichnete Lage gedrückt. Dabei besteht ein mechanischer Kontakt zwischen
der Eindrehung 26 im Schliesskolben 24 und den Sperrstiften 38 und 39 durch zwei in
der Kugellauf-Bohrung 37 eingeführte Kugeln 42.
[0052] Die Funktionsweise dieser Doppelmassensperre ist folgende:
Im Ruhezustand, d.h. bei der Lagerung und dem Transport der Munition, ist der in Fig.
9 gezeigte verriegelte Zustand ; vorhanden. Der Rotor - Zündpillenträger 6 - kann
nicht in die Scharfstellung gedreht werden. Wird der Munitionskörper mit hoher Beschleunigung
abgeschossen, so wirkt diese umgehend auf die beiden Massen der Sperrstifte 38 und
39 und entriegelt diese in der in Fig. 10 dargestellten Weise. Die Entriegelung ist
aufgrund der beiden in der Kugellauf-Bohrung 37 vorhandenen Kugeln 42 einmalig; die
Kugeln blockieren die Bewegung an den Stirnflächen des Schliesskolbens 24 und den
Sperrstiften 38 und 39 (Teile 25, 38' und 39') und verhindern somit ein Rückfedern
in die Position der Verriegelung.
[0053] Der im entriegelten Zustand, Fig. 10, drehfähige Zündpillenträger 6 erfährt durch
die Feder 29 ein Drehmoment im Uhrzeigersinn. Durch das Hemmwerk mit seiner Unruh
18, Fig. 4 und 5, wird die resultierende Drehbewegung dadurch gebremst, dass die Kugeln
19 abwechslungsweise in gegenüberliegende Ausnehmungen im Kugel-Kranz 20 durch die
Unruh 18 gepresst werden, welche eine oszillierende Bewegung ausführt. Damit lässt
sich eine vorgegebene verzögerte Drehbewegung des Zündpillenträgers 6, entsprechend
der geforderten Vorrohrsicherheit, realisieren.
[0054] Die in der Praxis erforderlichen Verzögerungszeiten belaufen sich je nach Munitionsart
und Ausführung des Hemmwerkes von wenigen Millisekunden bis zu mehreren Sekunden.
[0055] Physikalisch unabhängig von der einmal eingeleiteten Drehbewegung des Zündpillenträgers
6 kontrolliert jetzt die Retardationssperre nach Fig. 1 bis 3 die Drehbewegung in
bezug auf ein systemwidriges Beschleunigungsverhaltens des Munitionskörpers.
[0056] Die konische Ausgestaltung der Bohrung 1, vgl. Fig. 1, und der rotationssymmetrische
kegelförmige Bolzen 2 verhindern aufgrund der gewählten Kegelwinkel im Bereich von
10° bis 30°, vorzugsweise 15°, ein ungewolltes Festsitzen des Bolzens.
[0057] Als besonderer Vorteil hat sich der Umstand erwiesen, dass diese Art der Retardationssperre
in weiten Grenzen unempfindlich ist in bezug auf Querbeschleunigungen des Munitionskörpers.
[0058] Durch die Wahl des Materials und die Grösse des Bolzens 2 und der Feder 8 kann zudem
die Retardationswirkung in weiten Grenzen vorbestimmt werden.
[0059] In der Fig. 11 ist der rotationssymmetrisch ausgestaltete Bolzen 2 mit seiner Feder
8 im Koordinatensystem dargestellt; der zwischen der Richtung der Hauptbeschleunigung
b
N und der tatsächlichen Beschleunigungsrichtung gebildete Winkel ist mit alpha bezeichnet.
[0060] Im Diagramm Fig. 12 sind die resultierenden Werte als Vielfache n der Normalbeschleunigung
g (= 9,81 m/sec
2) in Funktion des Winkels alpha für die Materialien Aluminium, Al ( p = 2,7 g/cm
3), Stahl, St ( p = 7,8 g/cm
3) und Reconit (handelsübliche Legierung aus 92,5% W, 7,5% Ni/Cr/Cu; Fa. Güggi AG,
Grenchen, Schweiz), Re ( p = 18 g/cm
3) dargestellt.
[0061] Dieses Diagramm zeigt, dass ein Geschoss auch unter extremen Beschleunigungsbedingungen,
falls die notwendigen Absolutwerte erreicht werden, sicher armiert und kontrolliert
werden kann.
[0062] Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, ist der Erfindungsgegenstand nahezu universell
integrierbar in bestehende elektrische Zündsysteme. Die praktisch realisierten äusseren
Abmessungen belaufen sich bei einem zylindrischen Gehäuse 7 in der Grössenordnung
von 20 mm Durchmesser und gleicher Länge.
[0063] Trotzdem lassen sich, falls gewünscht, erfindungsgemäss auch schieberförmige Zündpillenträger
in analoger Weise mit einer Retardationssperre ausrüsten, wie die Fig. 13 und 14 in
vereinfachter Form zeigen.
[0064] In einem zu Fig. 13 gehörenden Munitionskörper M ist die Symmetrieachse S identisch
mit der Richtung der Hauptbeschleunigung b
N. Unter einem Winkel von 90° zur Symmetrieachse S ist ein schieberartiger Zündpillenträger
6' angeordnet. In diesem befindet sich - in gesicherter Lage gezeichnet - eine Zündpille
9 mit einem Polstift 10, einer keilbahnartigen Nut 5' und einer Sackloch-Bohrung 43.
In dieser Bohrung ist endseitig eine Armierungsfeder 29' (Zugfeder) eingehängt, welche
ebenfalls an einem Gehäuse 7' befestigt ist.
[0065] Der mit Fig. 1 identische Bolzen 2 mit seinem Vorsprungflansch 3 liegt in der Nut
5' und ist ebenfalls über eine Feder 8 an einem Gewindering 1a abgestützt.
[0066] In der Symmetrieachse S befindet sich, frontseitig im Munitionskörper M, der Energieerzeuger
13 mit seinem am Zündpillenträger 6' aufliegenden Teleskopkontakt 14.. Auf der dem
Energieerzeuger gegenüberliegenden Seite befindet sich in einem kleinen Abstand zum
Zündpillenträger 6' die Verstärkerladung 16'. Durch einen Pfeil symbolisiert ist das
an der Längsseite des Zündpillenträgers einwirkende Hemmwerk H.
[0067] Die Funktionsweise dieser Vorrichtung ist analog der vorstehend beschriebenen: Die
auf den Bolzen 2 einwirkenden Beschleunigungskräfte bewegen den Vorsprungflansch 3
aus der Nut 5' heraus. Dadurch zieht die Armierungsfeder 29' den Schieber in Richtung
Scharfstellung, wo der Polstift 10 der Zündpille 9 über die Kontaktfläche 15 elektrisch
verbunden wird. Die Zündpille 9 zündet ebenfalls die Verstärkerladung 16' in bereits
bekannter Weise.
[0068] Erfahren die auf den Bolzen 2 einwirkenden Beschleunigungskräfte einen Unterbruch,
so vermag der Vorsprungflansch 3 ebenfalls in bereits bekannter Weise an der Stirnfläche
5b' eine Scharfstellung des Zünders rechtzeitig zu verhindern.
[0069] Die Vorrichtung gemäss Fig. 14 ist analog zu derjenigen nach Anspruch 13 aufgebaut,
nur ist zur Verringerung des Raumbedarfs hier der Bolzen 2 unter dem Winkel alpha
zur Symmetrieachse S des Munitionskörpers M und damit zur Richtung der Hauptbeschleunigung
b
N angeordnet.
[0070] Um trotzdem eine sichere und achstreue Zündung der hier nicht dargestellten Verstärkerladung
16' gewährleisten zu können, ist die Zündpille 9 schräg, d.h. achsparallel zur Symmetrieachse
S, im Zündpillenträger 6" eingebaut.
[0071] Der Vorsprungflansch 3' des Bolzens 2 ist klinkenartig ausgestaltet; unter dem selben
Winkel befindet sich auch die Stirnfläche 5b" in der Nut 5" des Zündpillenträgers
6". Dadurch ist, falls notwendig, eine sichere, formschlüssige Arretierung des Zündpillenträgers
6" gewährleistet.
[0072] Die optimale Wahl des Winkels alpha, d.h. der Einbaulage der Retardationssperre,
kann in einfacher Weise, unter Zuhilfenahme des Diagramms Fig. 12 und dem dynamischen
Flugverhalten des Munitionskörpers M, optimiert werden.
[0073] Die erfindungsgemässe Vorrichtung gewährleistet ein hohes Mass an Sicherheit auch
in Fällen, bei denen der Munitionshaltens (Geschosse und Raketen mit Booster etc.)
relativ hohe Querbeschleunigungen aufweist. Sie zeichnet sich zudem durch ihre Einfachheit,
kleine Baugrösse und der Möglichkeit ihrer Integration in bestehende oder neu zu gestaltende
Zündsysteme aus.
Bezeichnungsliste
[0074]
1 = Bohrung (konisch)
1a = Gewindering
2 = Bolzen (kegelförmig)
3 = Vorsprungflansch
3' = Vorsprungflansch (klinkenartig)
4 = zylindrischer Teil von 1
5 = Nut (ringförmig)
5', 5" = Nut (keilbahnartig)
5a = auslaufender Teil von 5
5b = Stirnfläche von 5
5b',5b" = Stirnflächen von 5 bzw. 5'
6 = Zündpillenträger (Rotor)
6', 6" = Zündpillenträger (Schieber)
7 = Gehäuse von 6
7' = Gehäuse von 6'
8 = Feder
9 = Zündpille
10 = Polstift von 9
11 = Bohrung für 9
12 = weitere Bohrung für 10
13 = Energieerzeuger (elektrisch)
14 = Teleskopkontakt
15 = Kontaktfläche
16, 16' = Verstärkerladung (Booster)
17 = Initiierungsstelle (Scharfstellung)
18 = Unruh
19 = Kugeln
20 = Kugel-Kranz
21 = Klemmring
22 = Halterungsstift
23 = Gewindestift (Arretierung)
24 = Schliesskolben
25 = Andrehung (kegelförmig)
26 = Eindrehung
27 = grosse Bohrung für 24
27' = zentrale Bohrung in 7
27" = Verriegelungsbohrungen in 7
28, 28' = kleine Bohrung
29 = Armierungsfeder
29' = Armierungsfeder (Zugfeder)
29a = zentrales Ende von 29
29b = äusseres Ende von 29
30 = Stoppstift
31 = Anschlag (Nocken)
32 = Zapfen
33 = Schlitz in 32
34 = Gewinde
35 = Aufnahme-Bohrungen für 19
36 = zylindrische Partien von 6
37 = Kugellauf-Bohrung
38 = 1. Sperrstift (Masse 1)
38' = Spitze von 38
38" = Ende von 38
39 = 2. Sperrstift (Masse 2)
39' = Spitze von 39
39" = Ende von 39
40 = Druckfeder 1
41 = Druckfeder 2
42 = Kugeln
43 = Sackloch-Bohrung
bN = Richtung der Hauptbeschleunigung
bQ = Richtung der Querbeschleunigung
D = Drehpunkt
g = Erdbeschleunigung
H = Hemmwerk
M = Munitionskörper
S = Symmetrieachse (Rotationsachse) von M
Al = Aluminium
St = Stahl
Re = Reconit
1. Vorrichtung zum Sichern und Schärfen eines elektrisch zündbaren Munitionskörpers,
mit einer in einem Zündpillenträger (6, 6') eingebauten Zündpille (9), wobei der Zündpillenträger
(6, 6') durch die Trägheitswirkung von Massen gesichert und durch ein mechanisches
Hemmwerk (H) zeitverzögert in die Position der Scharfstellung (17) geführt ist, dadurch
gekennzeichnet, dass ein in einer Bohrung (1) längs- und partiell quer bewegbarer
Bolzen (2) wenigstens annähernd in der Linie der Richtung der Hauptbeschleunigung
(bN) des Munitionskörpers (M) angeordnet ist, dass der Bolzen (2) wenigstens auf seiner
einen Stirnseite in Richtung der Hauptbeschleunigung (bN) durch eine Feder (8) belastet ist und in eine in einem Teil des Umfangs des Zündpillenträgers
(6, 6') befindliche Nut (5, 5'), mit einem an der zweiten Stirnseite vorgesehenen
Vorsprungflansch (3), eingreift. (Fig. 1; Fig. 13)
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (8) in der
Stirnfläche des grösseren Durchmessers des Bolzens (2) zentriert und als Druckfeder
ausgestaltet ist. (Fig. 1)
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (1) rotationssymmetrisch
und zumindest in einem Teil ihrer Länge konisch ist. (Fig. 1)
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (1) in ihrer
der Richtung der Hauptbeschleuniqung zugewandten Seite einen zylindrischen Bereich
(4) aufweist. (Fig. 1)
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprungflansch
(3) auf seiner der Richtung der Hauptbeschleunigung (bN) zugewandten Seite eine, senkrecht zu dieser Richtung liegende, ebene Fläche aufweist.
(Fig. 1)
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündpillenträger
(6) ein Rotor ist und dass der Vorsprungflansch (3) tangential in diesen eingreift.
(Fig. 1)
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündpillenträger
(6') ein Schieber ist. (Fig. 13)
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (5) sich über
einen Zentriwinkel von wenigstens 90° am Umfang des Rotors erstreckt. (Fig. 1)
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (5) einen auslaufenden
Teil (5a) aufweist, welcher sich auf der dem im Zündpillenträger (6) vorhandenen Polstift
(10) einer Zündpille (9) gegenüber befindet. (Fig. 1)
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (5, 5") wenigstens
einen Teil mit einer eckigen Stirnfläche (5b, 5b") aufweist. (Fig. 1; 14)
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündpillenträger
(6, 6') eine Armierungsfeder (29, 29') aufweist. (Fig. 1; Fig. 13)
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Zündpillenträgers
(6, 6') von der Sicherungs- in die Scharfstellung durch ein Hemmwerk (18, 19, 20;
H) innerhalb einer durch die gewünschte Vorrohrsicherheit der Munition vorgegebenen
Zeit verzögert ist. (Fig. 4, 5; Fig. 13)
13. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor eine Doppelmassensperre
aufweist, welche beim Abschuss des Munitionskörpers (M) aus einem in Richtung der
Hauptbeschleunigung (bN) ausgerichteten Schliesskolben (24), mit zwei zu diesem und zueinander parallel ausgerichteten
und miteinander in Wirkverbindung stehenden identischen Massen, gebildet ist und dass
die Massen aus Sperrstiften (38, 39) bestehen, welche im Ruhezustand durch zueinander
identische Druckfedern (40, 41) belastet in das Gehäuse (7) eingreifen. (Fig. 9, 10)
14. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündpillenträger
(6") eine keilbahnartige Nut (5") aufweist. (Fig. 14)
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündpillenträger
(6') im Munitionskörper (M) quer zu seiner Symmetrieachse (S) angeordnet ist und dass
der Bolzen (2) in die Richtung der Hauptbeschleunigung (bN) des Munitionskörpers (M) ausgerichtet ist. (Fig. 13)
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündpillenträger
(6") im Munitionskörper (M) quer zu seiner Symmetrieachse (S) angeordnet ist und dass
der Bolzen (2) unter einem Winkel (alpha) zur Richtung der Hauptbeschleunigung des
Munitionskörpers (M) ausgerichtet ist. (Fig. 14)
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die im Zündpillenträger
(6") vorgesehene Zündpille (9, 10) mit ihrer Rotationsachse in der Richtung der Hauptbeschleunigung
des Munitionskörpers (M) ausgerichtet ist und dass ein klinkenartiger Vorsprungflansch
(3') in die Nut (5') eingreift, welcher eine parallel zur Zündpille (9, 10) laufende
Stirnfläche (5b") aufweist. (Fig. 14)
18. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse des Bolzens
(2) durch Wahl der Dichte seines Materials (Al, St, Re) und der Federkonstanten der
Feder (8) den vorgegebenen Beschleunigungs- und Verzögerungsverhalten des Munitionskörpers
(M) angepasst ist. (Fig. 12; Fig. 1)