[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum willkürlichen elektrischen Einwirken
auf Magnetartikel, insbesondere Weichen einer Modellbahnanlage, bei der eine zentrale
Steuereinheit mit Tasten zur Erzeugung von Steuersignalen vorgesehen ist, die über
Leitungen zu den Magnetartikeln übertragbar sind.
[0002] Zum elektrischen Einwirken auf Magnetartikel, die Weichen, Entkupplungsgleise oder
Bahnsignaleinrichtungen einer Modellbahnanlage sein können, sind bisher von einem
Steuerpult als zentraler Steuereinheit je drei elektrische Leitungen zu jedem Magnetartikel
geführt worden. Dies ergab eine sehr aufwendige Verdrahtung mit zum Teil großen Leitungslängen,
wenn zahlreiche Magnetartikel zu steuern ware die zumindest teilweise von dem Steuerpult
weit entfernt lagen.
[0003] Zu der vorliegenden Erfindung gehört daher die Aufgabe, eine Einrichtung der eingangs
genannten Gattung so weiterzubilden, daß Anlagen mit Magnetartikeln bei geringem Verkabelungsaufwand
ohne spezielle Kenntnisse flexibel aufgebaut werden können und trotzdem im Betrieb
wenig störanfällig sind. Die Einrichtung soll ferner eine Voraussetzun dafür bieten,
daß Betriebsabläufe der Anlage'"einfach eingestellt werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Ausbildung der Einrichtung. mit den in dem kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0005] Mit dieser Einrichtung können unter Verwendung nur einer zentralen Steuereinheit
mit beispielsweise zehn Adressentasten über eine Ringleitung mit nur wenigen Adern
zehn Empfänger angesteuert werden. Jeder Empfänger kann wiederum zehn Magnetartikel
entsprechend der Ansteuerung mit Strom beaufschlagen. Nur die Leitungen zwischen den
Magnetartikeln und den Empfängern sind dreiadrig auszuführen. Da jeweils ein Empfänger
in den Mittelpunkt mehrerer benachbarter Magnetartikel gesetzt werden kann, lassen
sich so die gesamten erforderlichen Leitungslängen gering halten. Die Ansteuerung,
bzw. Einwirkung auf die Magnetartikel erfolgt in der Weise, daß mit den Adressentasten
zweistellige Zahlen vorgegeben werden, von denen die erste Ziffer den Empfänger kennzeichnet,
welcher das Datentelegramm für die Magnetartikel auswertet, während die zweite Ziffer
die einzelnen Magnetartikel angibt. Das von der zentralen Steuereinheit erzeugte Datentelegramm
beinhaltet so jeweils eine - im Dezimalsystem - zweistellige Adresse, auf die ein
Statusdatum - beispielsweise Weiche nach rechts oder nach links stellen - folgt. Die
Signale sind in dem Datentelegramm binär kodiert. Je ein Empfänger wird durch Einstellung
seines Adreßschalters kodiert, um der ersten Dezimalziffer der Adresse zugeordnet
zu sein. Die Zuordnung der zweiten Dezimalziffer jeder Adresse erfolgt durch den Anschluß
der Magnetartikel an die Ausgangsklemmen des Empfängers.
[0006] Daraus ergibt sich, daß nicht nur der Verkabelungs-, bzw. der Verdrahtungsaufwand
für diese Einrichtung gering ist, sondern,daß zur Ansteuerung einer Vielzahl von Magnetartikeln
auch nur wenige Adressentasten erforderlich sind. Die Einrichtung ist flexibel einsetzbar,
da die Zuordnung der Empfänger zu den Adressen durch Einstellen der Adreßschalter
des Empfängers, mit denen diese kodiert werden, auch durch den Laien vorgenommen werden
kann. Da die zentrale Steuereinheit ein binär kodiertes digitales Datentelegramm zur
Ansteuerung jedes Magnetartikels abgibt, kann von einer hohen Zuverlässigkeit der
Einrichtung ausgegangen werden. Insbesondere können Schwankungen der Signalstärke
des Datentelegramms, insbesondere durch Verschmutzung von Kontakten, in großem Maße
ohne Fehlsteüerungen toleriert werden. Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der
Einrichtung ist in Anspruch 2 angegeben.
[0007] Mit dieser Einrichtung wird jeder angesteuerte Magnetartikel nach Betätigung der
Adressentasten in den Adressenanzeigemitteln, beispielsweise als zweistellige Dezimalzahl,
angezeigt. Dabei erfolgt eine Kontrolle des Status des adressierten Magnetartikels
durch die Statusanzeigemittel, beispielsweise eine rote oder grüne Lampe, je nach
dem, ob eine Weiche nach links oder nach rechts eingestellt ist. Wenn der erscheinende
Status des Magnetartikels nicht den Vorstellungen des Bedieners entspricht, betätigt
dieser einfach eine Statustaste für den gewünschten Status, die dann die Abgabe des
Datentelegramms mit der den Magnetartikel auswählenden Adresse und dem entsprechenden
Statusbefehl veranlaßt. Diese sinnfällige Bedienung läßt die Einrichtung besonders
für gehobene Spielzwecke geeignet erscheinen,um so mehr,als der Aufwand zur Herstellung
vor allem bei den noch weiter unten angegebenen vereinfachenden Ausbildungen gering
ist.
[0008] Eine Kontrolle der für die einzelnen Magnetartikel eingestellten Statuszustände kann
besonders bequem bei einer Ausbildung der Einrichtung nach Anspruch 3 durchgeführt
werden:
Hiernach ist es nur erforderlich, die niedrigste Adresse der zu kontrollierenden Magnetartikel
durch Betätigung der Adressentasten einzustellen und, nachdem damit die zugehörige
Statusanzeige erschienen ist, durch Betätigung der Schrittaste jeweils den Magnetartikel
mit der nächst höheren Adresse anzuwählen. Es laufen dann synchron zu den Dar stellungen
der Adressen in dem Adressenanzeigemittel die Anzeigen der Statuszustände in den Statusanzeigemitteln
ab.
[0009] Bestimmte Kombinationen von Statuszuständen der einzelnen Magentartikel können durch
die Ausgestaltung der Einrichtung nach Anspruch 4 in der zentralen Steuereinheit abgespeichert
und durch Betätigung nur weniger Tasten ausgegeben werden. Es lassen sich dadurch
verschiedene Kombinationen der Lagen oder Zustände der einzelnen Magnetartikel beispielsweise
zum Bilden sogenannter Fahrstraßen in Modellbahnanlagen nach Eingabe dieser Daten
in die zentrale Steuereinheit bequem und rasch einstellen. Dies kann im einzelnen
in der Weise erfolgen, daß durch Drücken der Speichertaste zunächst die Anzeige der
Adreßanzeigemittel und der Statusanzeigemittel verschwindet. Nach Drücken einer Adressentaste
erscheint dann die einer bestimmten Fahrstraße zugeordnete Adresse als Dezimalzahl
in der Adressenanzeige. Drückt man anschließend die Eingabetaste, so werden die Weichen
oder Signalstellungen der Magnetartikel nach der beschriebenen Betätigung der Adressentasten
und Statustasten in den Zusatzspeicher übernommen. Die Ein richtung geht nach Ablauf
automatisch in den manuellen Ein gabemodus, der im Zusammenhang mit den Ansprüchen
1 - 3 beschrieben wurde. Zum Abrufen einer Statusfolge zum Bilde einer Fahrstraße
wird zunächst die Speichertaste gedrückt und sodann die Adreßtaste, welche die Statusfolge
kennzeichnet. Anschließend werden durch Betätigung der Abruftaste die Datentelegramme
gebildet und in die Ringleitung gespeist, welche nach Dekodierung auf die Magnetartikel
einwirken.
[0010] Wenn ein Netzteil zum Betrieb der Empfänge in der zentralen Steuereinheit enthalten
ist, weist die Ringleitung der Einrichtung nach Anspruch 5 vorzugsweise vier Adern
auf. Die durch einen Taktgenerator in dem Mikroprozessor der zentralen Steuereinheit
erzeugten Taktimpulse, die über eine Ader der Ringleitung zu den Empfängern geleitet
werden, dienen zur Synchronisation der Empfänger mit der zentralen Steuereinheit zur.Auswertung
der Datentelegramme.
[0011] Die Empfänger sind zweckmäßig nach Anspruch 6 als intelligente Dekodierer mit dem
einstellbaren Adreßschalter aufgebaut. Der intelligente Dekodierer kann zweckmäßig
durch einen Mikroprozessor realisiert werden.
[0012] Vorteilhaft ist der Empfänger wahlweise auf die Abgabe eine Dauerstroms, an den mit
einem Datentelegramm adressierten Magnetartikel oder zur Erzeugung eines Stromimpulses
eingerichtet.
[0013] Damit kann der Empfänger vielfältig an die verschiedenen Artikel angepaßt werden,
beispielsweise an Weichen, die durch Druckstöße dynamisch zu betätigen sind. Hingegen
sind Lampen statisch mit einem Dauerstrom zu beaufschlagen.
[0014] Durch die Anordnung einer Matrixschaltung zwischen den Ausgängen des Dekodierers
und den Magnetartikeln wird die Anzahl der zur Anpassung an den Leistungsbedarf der
Artikel erforderlichen Endstufen sowie der diesen vorangeschalteten Treiber herabgesetzt
werden. Beispielsweise sind so nur vier Endstufen in vier Zeilen und fünf Endstufen
in fünf Reihen der Matrixschaltung erforderlich, also insgesamt nur neun Endstufen
und zughörige Treiber, um wahlweise zehn Ausgänge für Magnetartikel mit jeweils drei
Leitungen in der einen oder anderen Richtung zu steuern.
[0015] Die Adressenanzeigemittel sind vorteilhaft nach Anspruch 10 mit Sieben-Segment-Anzeigeelementen
ausgebildet.
[0016] Als Statusanzeigemittel eignen sich hingegen besonders günstig farbige Leuchttasten,
die zugleich zur Abgabe eine Statusbefehls verwendet werden können. Beispielsweise
dienen eine rote und eine grüne Leuchttaste zur Anzeige und Darstellung einer geraden
Einstellung einer Weiche oder einer Kurveneinstellung.
[0017] Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung mit vier Figuren erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Einrichtung mit einer zentralen Steuereinheit und zwei
Empfängern,
Fig.2 eine vereinfachte Schaltungsdarstellung der zentralen Steuereinheit,
.Fig. 3 eine Schaltungsdarstellung eines Empfängers und
Fig. 4 Treiber- und Endstufen in Matrixanordnung.
[0018] In Figur 1 ist mit 1 eine zentrale Steuereinheit bezeichnet, die mit einem Netzteil
2 in Verbindung steht. Zu der zentralen Steuereinheit führ:. eine Ringleitung 3 zu
mehreren Empfängern, von denen zwei Empfänger 4 und 5 dargestellt sind. Von jedem
Empfänger gehen zehn dreiadrige Leitungen ab, die zu dem Empfänger 4 mit 7 - 16 bezeichnet
sind. An die Leitung 15 ist eine Weiche 6 angeschlossen die durch zwei nicht dargestellte
Magnete umschaltbar ist. Die Weiche stellt einen Magnetartikel dar.
[0019] Die gesamte Anlage ist Bestandteil einer Modelleisenbahn.
[0020] Auf der Oberseite der zentralen Steuereinheit sind von oben nach unten erkennbar:
Adressenanzeigemittel 17 mit zwei Sieben-Segment-Anzeigeelementen
zehn Adressentasten 18 ein Hauptschalter 19, mit dem die Betriebsspannung für die
zentrale Steuereinheit und die Empfänger 4 und 5 eingeschaltet werden können
als Statusanzeigemittel und Befehlstasten eine rote Leuchttaste 20 und eine grüne
Leuchttaste 21
ein Schrittschalter 22 zur Abfrage eingespeicherter Statusfolgen
eine Eingabetaste zur Eingabe von Befehlen zum Aufbau einer Statusfolge 23
eine Speichertaste 24 zur Aktivierung des Speichers eine Aufruftaste 25 zum Aufrufen
und Übertragen von Statusfolgen in die Magnetartikel.
[0021] In Figur 2 sind die vier Adern der Ringleitung dargestellt, von denen die Ader 26
zur Übertragung der Datentelegramme dient, die Ader 7 zur Übertragung des Taktimpulses
und die Adem28 und 29 zur Übertragung der Betriebsspannung. Diese Adern sind in der
Ringleitung 3 zusammengefasst. In Figur 1 sind noch die Adreßschalter 30 und 31 der
Empfänger erkennbar.
[0022] Wie weiter Fig. 2 zeigt, ist Kernstück der zentralen Steue einheit ein Mikroprozessor
32, der über eine vier mal vier Matrix mit einem Sechzehn-Tasten-Aggregat 33'in Verbindung
steht. Das Sechzehn-Tasten-Aggregat faßt die Adressentaste 18 und die zur Speicherung
der Statusfolgen vorgesehenen Tasten 22 bis 25 zusammen. An eine Leitung 34 ist über
die Klemme 35 eine Betriebsgleichspannung vor dem Netzteil 36 angeschlossen. Außerdem
stehen mit der Leitung 34 zwei Akkumulatoren 37 in Verbindung, die das Löschen der
Speicher bei Abschalten der Betriebsspannung verhindern.
[0023] Der Mikroprozessor 32 steuert über einen Anzeigedekoder 38 zwei Sieben-Segment-Anzeigenelemente
39 und 39a der Adresse anzeigemittel. Schließlich ist in Fig. 2 noch ein Zusatzspeicher
40 erkennbar, der als RAM-Speicher ausgebildet ist und zur Abspeicherung von Statusfolgen
dient.
[0024] Aus Fig. 3 geht schematisch der Aufbau eines Empfängers mit einem intelligenten Dekoder
41 hervor. Der Dekoder ist über Eingangsklemmen 42 bis 45 an die Ringleitung anschließbar.
Die Betriebsspannung wird durch Kondensatoren 46 und 47 sowie einen Stabilisator 48
geglättet und einem Anschluß V
cc des intelligenten Dekodierers zugeführt. Ein Anschluß RESET des Dekoders ist über
eine Diode 49 und einen Widerstand 50 mit dem Anschluß V
cc verbunden und andererseits über einen Kondensator 51 zum Nullpotential geführt. Eine
Klemme C
ke des Dekoders steht über einen weiteren Widerstand 52 mit der Klemme V
cc in Verbindung und ist über einen Kondensator 53 auf Erdpotential gelegt.
[0025] Von Ausgangsanschlüssen des Dekoders L
0 bis L
7 und Do führen Leitungen über je einen der Widerstände 54 bis 62 zu einer der Ausgangsklemmen
71 bis 79. Mit den Leitungen, die zu den Widerständen 55 bis 58 führen ist ferner
ein Adreßschalter 63 für binär kodierte Dezimalzahlen über Dioden 64, 65, 66 und 67
verbunden. - Schließlich steht ein Schalter 68 zum Umschalten der Ausgänge von statischem
auf dynamischen Betrieb mit einer Leitung 69 in Verbindung, die den Adreßschalter
63 mit einem Emitteranschluß eines Transistors 70 verbindet.
[0026] In Fig. 4 sind wiederum die Ausgangsklemmen 71 bis 79 des Dekoders erkennbar, an
den eine vier mal fünf Matrixschaltung mit Treiberstufen 81 bis 89 und Endstufen 91
bis 99 angeschlossen sind. Die Kollektoren der Endstufen-Transistoren führen zu zehn
je dreipoligen Ausgängen 01 bis 010 für die Magnetartikel. Die Kollektoren sind über
Dioden 100 bis 108 entkoppelt.
[0027] Die Funktion der Einrichtung mit der zentralen Steuereinheit und den Empfängern ist
bereits in-dem allgemeinen Beschreibungsteil beschrieben worden.
[0028] Zusätzlich wird zu Fig. 2 bemerkt, daß der Mikroprozessor 32 sämtliche Funktionen
in der zentralen Steuereinheit steuert.Zwischen dem Tastenaggregat 33 und dem Mikroprozessor
sind nur acht Leitungen 33a geführt, da das Tasten- aggregat in einer vier mal vier
Matrix geschaltet ist. Der Zusatzspeicher 40, der als RAM-Speicher ausgeführt ist,
dient in der bereits allgemein beschriebenen Weise zur Abspeicherung und Ausgabe der
nach Betätigung der Speicher taste 24 und der Eingabe-taste 23 einlesbaren Statusfolgen
zur Bildung beispielsweise einer Fahrstraße mit den Magnet artikeln. Die Eingabe erfolgt
dabei im übrigen ähnlich wie die manuelle Eingabe mit den Adreßtasten 18 und den Befehl
- tasten 20 und 21 in Figur 1. - Der Anzeigendekoder 38, über den der Mikroprozessor
mit den Sieben-Segment-Anzeigenelementen 39, 39a der Adressenanzeigemittel 17 in Verbindung
steht, hat einen üblichen Aufbau und Wirkungsweise.
[0029] Die Datentelegramme, die über die Leitung 26-von dem Mikroprozessor 32 der zentralen
Steuereinheit in die Ringleitung 3 eingespeist werden, gelangen zu jedem der einzel
nen Empfänger, beispielsweise dem in Fig. 3 dargestellten Empfänger. Mit dem einstellbaren
Adreßschalter 63 jedes Empfängers wird die Dekade der Adresseneingestellt, die eine
Einwirkung auf die an den Empfänger angeschlossenen Artikel hervorrufen sollen. Beispielsweise
sind es bei der Einstellung des Adreßschalters auf die erste Stufe die ersten zehn
Ziffern in dekadischer Zählweise. Dementsprechend wird bei einer der ersten zehn Adressen
in dekadischer Zählweise ein Signal auf der der Adresse entsprechen den Ausgangsklemme
der Klemmen 71 bis 79 erscheinen, und zwar je nach der Lage des Schalters 68 als statisches
Dauersignal oder als dynamischer Impuls, um auf die zugehörigen Artikel in der gewünschten
Weise einzuwirken.
[0030] Zwischen die zehn Artikel, die an die Ausgänge 01 bis 010 in Fig. 4 angeschlossen
sind und die zehn Ausgangsklemmen 71 bis 79 des Dekoders 41 sind die Treibertransistoren
81 bis 89 und die Ehdtransistoren 91 bis 99 angeordnet. Die Anordnung in der in Fig.
4 dargestellten vier mal fünf Matrix ergibt eine Reduktion der Treiber-und der Endstufen
transistoren von normalerweise zwanzig, da zweimal zehn Ausgänge vorhanden sind (jeder
der zehn Ausgänge 01 bis 010 ist dreipolig), auf hier neun. Beispielsweise bewirkt
ein Signal an der Ausgangsklemme 71 des Dekoders 41, daß der Treibertransistor 81
den entsprechenden Transistor 91 in den leitenden Zustand versetzt, der einen Strom
in Rich tung des Pfeils 109 über die beiden ersten Klemmen des Aus gangs 01 und den
Endstufentransistor 95 fließt und der durch den Treibertransistor 85 ebenfalls geöffnet
ist, weil auch der Treibertransistor 85 über die Ausgangsklemme 75 angesteuert wird.
1. Einrichtung zum willkürlichen elektrischen Einwirken auf Magnetartikel, insbesondere
Weichen einer Modellbahnanlage, bei der eine zentrale Steuereinheit mit Tasten zur
Erzeugung von Steuersignalen vorgesehen ist, die über Leitungen zu den Magnetartikeln
übertragbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß je eine Gruppe von Magnetartikeln (z.B. 6) an je einen durch einen Adreßschalter
(30 bzw. 31) kodierbaren Empfänger (4 bzw. 5) angeschlossen ist, daß die Empfänger
(4, 5) über eine Ringleitung (3) mit einer von der Anzahl der Magnetartikel unabhängigen
Anzahl Leitungen (Adern 26-29) mit der zentralen Steuereinheit (1) verbunden sind,
und daß die zentrale Steuereinheit einen mit Adressentasten (18) und Befehlstasten
(20, 21) in Verbindung stehenden Mikroprozessor (32) aufweist, der zur Abgabe von
digitalen Datentelegrammen als Steuersignale auf die Ringleitung (3) eingerichtet
ist, von denen jeweils ein Datentelegramm Adressendaten entsprechend betätigten Adressentasten
(18) zur Adressierung eines der Magnetartikel (6) und Befehlsdaten entsprechend betätigten
Befehlstasten (20, 21) zur Einwirkung auf den adressierten Magnetartikel (6) aufweist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die zentrale Steuereinheit (1) Adressenanzeigemittel (17) zur Anzeige des adressierten
Magnetartikels (6) und Steueranzeigemittel zur Statusanzeige je eines der adressierbaren
Magnetartikel (6) aufweist und der Mikroprozessor (32) einen Statusspeicher zur Speicherung
des Status der einzelnen Magnetartikel unter der zugehörigen Adresse umfaßt und derart
eingerichtet ist, daß durch Betätigen der Adressentasten (18) entsprechend der Adressierung
eines gewählten Magnetartikels (6) die Adresse und ein für diesen Magnetartikel (6)
gespeicher ter Status mit den Adressenanzeigemitteln (17) und Statusanzeigemitteln
(20, 21) darstellbar sind und durch Betätigen einer dem angezeigten Status nicht entspre-'
chenden Statustaste (10 bzw. 21) das entsprechende Datentelegramm auf der Ringleitung
(3) erzeugt wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2,
gekennzeichnet
durch eine mit dem Mikroprozessor (32) in Verbindung stehende Schrittaste (22) und
eine derartige Ausbildung des Mikroprozessors (32), daß bei jeder kurzzeitigen Betätigung
der Schrittaste (22) die in einem Zyklus nächst höhere Adresse des Statusspeichers
abgefragt wird und der Status angezeigt wird und daß bei längerer Betätigung der Schrittaste
(22) die Adressen selbsttätig nacheinander in einem vorgegebenen Rhytmus abgefragt
werden.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet ,
daß mit dem Mikroprozessor (32) ein Zusatzspeicher (40) in den in vorgegebener Folge
selbsttätig abrufbare Statusdaten der Magnetartikel einspeicherbar sind, sowie eine
Speichertaste (24), eine Eingabetaste (23) und eine Abruftaste (25) in Verbindung
stehen und der Mikro prozessor (32) dabei so eingerichtet ist, daß nach Betätigung
der Speichertaste (24) und einer Adressentaste (18) zur Kennzeichnung einer Statusfolge
und Betätigen von Adresstasten (18) für die einzelnen Magnetartikel (6) und einer
Statustaste (20, 21) die Statusfolge für mehrere Magnetartikel (6) nacheinander einspeicherbar
einspeicherbar ist und daß diese Statusfolge durch Drücken der Speichertaste (24)
der der Statusfolge zugeordneten Adressentaste (18) und der Abruftaste (25) in die
Magnetartikel (6) übertragbar ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringleitung (3) vier Adern (26-29) aufweist, von denen eine erste Ader (26)
die Datentelegramme überträgt, die zweite Ader (27) Taktimpulse leitet und die dritte
und vierte Leitung (28, 29) zur Stromversorgung vorgesehen sind.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 -.4,
dadurch gekennzeichnet ,
daß jeder Empfänger (4, 5) einen intelligenten Dekodierer (41) aufweist, der mittels
des Adreßschalters (63) auf die Adressenfolge(von z.B. 10 Adressen) einstellbar ist,
denen mit dem Ausgang des Dekodierers (71-79) in Verbindung stehende Magnetartikel
zugeordnet sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet ,
daß der Empfänger (4 bzw. 5) wahlweise einstellbar (Schalter 68) auf die Abgabe eines
Dauerstroms an den mit einem Datentelegramm adressierten Magnetartikel (6) oder zur
Erzeugung eines Stromimpulses eingerichtet ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet ,
daß zwischen den Ausgängen (71 und 79) des Dekodierers (41) und den Magnetartikeln
(6) Endstufen (91-99) in einer Matrixschaltung (Fig. 4) angeordnet sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Adressentasten (18) über eine Matrix (Tasten- aggregat 33) an die Eingänge
des Mikroprozessors (32) angeschlossen sind.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Adressenanzeigemittel (17) Sieben-Segment-Anzeigeelemente (39, 39a) aufweisen,
die über einen Anzeigendekoder (38) mit Ausgängen des Mikroprozessors (32) in Verbindung
stehen.
11.Einrichtung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet ,
daß die Statusanzeigemittel und Statusbefehlstasten durch zwei farbige Leuchttasten
(20, 21) realisiert sind.