[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer aus einer oder mehreren
Betonschichten bestehenden Betonfahrbahndecke, wobei man nach der Fertigung einer
oder mehrerer der Schichten in die noch nicht erhärtete Schicht von oben her Stahleinlagen,
insbesondere Dübel, eindrückt und unter Rütteln bis in eine vorgegebene Höhe oberhalb
des Planums vorschiebt.
[0002] Bei der Herstellung moderner Betonfahrbahnen wird die Decke (ein- oder mehrlagige)
in einzelne Felder unterteilt). die entweder durch der Deckendicke entsprechend tiefe
Fugen voneinander getrennt sind (zumeist in Längsrichtung der Fahrbahn) oder durch
Schnitte geringerer Tiefe (meist in Querrichtung), die Sollbruchstellen für die Betonfahrbahndecke
bilden. Auf diese Weise verhindert man unkontrollierte Risse in der Betonfahrbahn.
Um die Relativbewegungen aneinander angrenzender Felder in Grenzen zu halten, läßt
man bei der Fertigung der Decke in den noch nicht erhärteten Beton von oben her Stahleinlagen
ein, insbesondere Dübel, die eine in vertikaler Ebene längs der Nut bzw. Fuge verlaufende
Relativbewegung stark einschränken, sowie Anker, die einer Vergrößerung der Nut bzw.
Fuge entgegenwirken. Diese Stahleinlagen müssen im erhärteten Beton mit nur geringen
Toleranzen in einer vorgegebenen Höhe oberhalb des Planums liegen, damit sie ihre
Stabilisierungswirkung entfalten können. Gemäß einem bekannten Verfahren bringt man
die Stahleinlagen an langgestreckten Drahtkörben an. Diese Drahtkörbe werden vor der
Fertigung der ersten Betonschicht an der vorgesehenen Stelle längs des später noch
herzustellenden Schnittes am Planum verankert. Anschließend wird der Deckenbeton eingebaut,
insbesondere mittels Gleitschalungsfertiger. Aufgrund der Verankerung der Körbe behalten
diese zwar in der Mehrzahl der Fälle beim überfahren durch den Fertiger und beim Verdichten
des Betons durch Rüttelflaschen oder dergl.ihre vorgesehene Position bei. Nachteilig
an diesem Verfahren ist jedoch, daß das Verlegen und Verankern der Körbe auf dem Planum
einen relativ großen Aufwand erfordert und nur in geringem Maße mechanisiert ist.
Der Materialaufwand für die Körbe ist zudem hoch. Ferner behindern die quer zur Fahrbahnlängsrichtung
auf dem Planum befestigten Dübel-Körbe die Bewegung von Baustellenfahrzeugen und Baumschinen.
So kommt beispielsweise in diesem Falle kein "Einbau von vorne" in Frage, d.h. eine
Fahrbahndeckenfertigung mit Gleitschalungsfertiger, bei welchem das Einbaumaterial
von einer vorlaufenden Mischmaschine oder mittels Lastwagen vor den Gleitschalungsfertiger
gekippt wird. Zur Beseitigung dieses Nachteils ist es bekannt, bei einer Querreihe
von Dübelkörben einen mittleren Dübelkorb wegzulassen und diesen Dübelkorb nach Fertigung
einer Tragschicht in eine nachträglich hergestellte, entsprechend große Ausnehmung
dieser Schicht einzusetzen. Diese Maßnahme verkompliziert das Verfahren beträchtlich.
[0003] Bei einem bekannten Verfahren der eingangs genannten Art werden die Stahleinlagen
nach Herstellung der unteren Schicht an den vorgesehenen Stellen abgelegt und anschliessend
unter Rütteln in eine vorgegebene Höhe eingerüttelt. Die untere Betonschicht sorgt
aufgrund ihrer steiferen Konsistenz im allgemeinen dafür, daß die Stahleinlagen während
der weiteren Deckenbehandlung ihre vorgesehene Lage, insbesondere Höhe, innerhalb
der Fahrbahndecke beibehalten. Dennoch ist es nicht völlig ausgeschlossen, daß die
Stahleinlagen während der Weiterverarbeitung aus ihrer vorgesehenen Lage wandern,
insbesondere tiefer absinken. Dies kann dann geschehen, wenn die untere Tragschicht
wechselnde-Konsistenz aufweist, oder wenn die bei der Herstellung der obersten Deckschicht
eingesetzten Vibrations- und Glättbohlen den Beton bis in tiefere Bereiche fließend
machen. Dieses bekannte Verfahren eignet sich vor allem nicht für eine einlagige Bauweise
mit einer einzigen Tragschicht, da dieser vergleichsweise weichere Beton außerstande
ist, die Stahleinlage bis zu seiner Erhärtung in der vorgesehenen Höhe zu halten.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung liegt demgegenüber darin, das Verfahren eingangs genannter
Art dahingehend zu verbessern, daß es auch für einlagige Betonfahrbahndecken einsetzbar
ist und daß sichergestellt ist, daß die eingerüttelten Stahleinlagen ihre vorgesehene
Position innerhalb der Tragschicht beibehalten.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß man Stahleinlagen einrüttelt, welche mit der
vorgegebenen Höhe entsprechend ausgebildeten Standfüßen versehen sind. Die Standfüße
der eingerüttelten Stahleinlagen stützen sich am Planum ab und stellen daher sicher,
daß die Stahleinlagen ihre vorgesehene Position während der nachfolgenden Bearbeitungsschritte
im wesentlichen unabhängig von der Konsistenz des Betons beibehalten. Ein"Einbau von
vorne"ist ohne weiteres möglich. In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen,
daß man die
Standfüße unmittelbar vor dem Einrütteln an den Stahleinlagen anbringt, vorzugsweise
ansteckt. Die Entscheidung darüber, welche Stahleinlagen mit welchen Standfüßen kombiniert
werden, kann also vor Ort fallen, was eine schnelle Anpassung an wechselnde Einsatzbedingungen
bei geringer Lagerhaltung erlaubt.
[0006] Bei der Herstellung einer einlagigen Betonfahrbahndecke wird diese vorzugsweise vor
dem Einsetzen der Stahleinlagen vorverdichtet. Diese Maßnahme stellt sicher, daß die
eingerüttelten Stahleinlagen mit Standfüßen auch bei starken, nachfolgend auftretenden
Verdichtungs- und Glätt-Vibrationen ihre Lage beibehalten.
[0007] Die Erfindung betrifft auch ein Stahleinlagensetzgerät, insbesondere Dübelsetzgerät,zur
Durchführung des vorstehend angegebenen Verfahrens mit einer Absenk- und Rütteleinrichtung
zum Einsetzen der Stahleinlagen in die Betonfahrbahndecke. Bei einem bekannten Dübelsetzgerät
dieser Art werden die Dübel von einem vorlaufenden Absetzgerät auf die Tragschichtoberseite
abgeworfen und anschließend von gabelartigen Stützen der Absenk- und Rütteleinrichtung
nach unten in den Beton gedrückt. Das vorlaufende Absetzgerät kann ohne wesentliche
Erhöhung des Bedienungsaufwandes entfallen, wenn die Absenk- und Rütteleinrichtung
mit wenigstens einer Stahleinlagenhalterung versehen ist, welche in eine Bestückungsstellung
bewegbar ist. In der Bestückungsstellung werden die Stahleinlagen ggf. von Hand in
die Stahleinlagenhalterungen.eingesetzt, die diese solange halten, bis sie bis auf
die vorgesehene Höhe in den Beton eingesenkt worden sind. Es können ohne weiteres
auch Stahleinlagen mit Standfüßen auf diese Weise eingerüttelt werden, wohingegen
dies bei dem bekannten Dübelsetzgerät nur sehr bedingt möglich ist.
[0008] Eine besonders einfache Bedienung ist gewährleistet, wenn die wenigstens eine Stahleinlagenhalterung
um eine horizontale Achse verschwenkbar ist. Bevorzugt ist die Stahleinlagenhalterung
mit einer vorzugsweise pneumatisch betätigbaren Haltezange gebildet.
[0009] Da die Absenk- und Rütteleinrichtung während des Betriebes starken mechanischen Belastungen
(Vibrationen!) sowie Schmutzbelastungen ausgesetzt ist, kommt es entscheidend auf
den einfachen robusten Aufbau an. Dieser ist gewährleistet, wenn,wie erfindungsgemäß
vorgeschlagen, mehrere Stahleinlagenhalterungen nebeinander an einem horizontalen
Träger angeordnet sind, welcher über wenigstens ein Stützenparallelogramm mit einem
Rahmen des Stahleinlagensetzgeräts verbunden sein kann. Die gewünschte Schwenkbewegung
um die Trägerachse zur Bewegung der Stahleinlagenhalterungen in die Bestückungsstellung
kann durch eine Verstelleinrichtung für den Stützenparallelogrammwinkel ermöglicht
werden. Die Verstelleinrichtung kann hierbei einen Doppelarmlenker umfassen, wobei
einer der Arme mit einer Stütze des Stützenparallelogramms und der andere Arm mit
einer vorzugsweise hydraulisch verstellbaren Verstellstange gelenkig verbunden ist.
[0010] In einer Weiterbildung der Erfindung ist im Bereich der Stahleinlagenhalterung wenigstens
ein Anschlagelement für den bzw. die an der Stahleinlage angebrachten Standfüße vorgesehen.
[0011] Die Erfindung betrifft auch eine Stahleinlage mit wenigstens einem Standfuß zur Durchführung
des angegebenen Verfahrens. Es wird. vorgeschlagen, daß der Standfuß von einer Biegedrahtkonstruktion
gebildet ist. Ein derartiger Standfuß ist kostengünstig herstellbar.
[0012] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Stahleinlage von oben her an dem wenigstens
einen Standfuß anbringbar, vorzugsweise aufsteckbar ist. Im Falle einer Stahleinlagenhalterung,
welche die Stahleinlage vorübergehend festhält, besteht bei einem derartig ausgebildeten
Standfuß die Möglichkeit diesen von der späteren Unterseite der Stahleinlage her auf
diese aufzustecken, wobei die in dem Bereich der Stahleinlagenhalterung vorgesehene
Anschlagselemente für den Standfuß diesen in der vorgesehenen Lage fixieren. Die Anschlagselemente
können beispielsweise seitlich an die lediglich aufgesteckten Standfüße angreifen
und so deren Rotation um die ggf. stabförmige Stahleinlage verhindern.
[0013] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
erläutert.
[0014] Es zeigt:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene, vereinfachte Seitensicht eines erfindungsgemäßen
Dübelsetzgeräts als Teil eines im übrigen nicht dargestellten Gleitschalungsfertigers;
Fig. 2 eine vereinfachte perspektivische Ansicht einer Haltezange des Dübelsetzgeräts
gemäß Fig. 1 (Pfeil II in Fig. 1);
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Ausführungsform eines Standfußes; und
Fig. 4 den prinzipiellen Querschnitt einer Straßendecke im Bereich eines Dübels.
[0015] Das in Fig. 1 allgemein mit 10 bezeichnete Dübelsetzgerät bildet einen Teil eines
im übrigen nicht dargestellten Gleitschalungsfertigers, der seinem prinzipiellen Aufbau
nach beispielsweise in der DE-OS 30 32 495 beschrieben ist. Das Dübelsetzgerät 10
ist am hinteren Ende des sich in Richtung A (in Fig. 1 nach links) fortbewegenden
Gleitschaltungsfertigers vorgesehen. In Fig. 1 ist mit unterbrochener Linie eine Raupe
12 angedeutet, die entweder auf dem Planum 14 läuft oder auf seitlich vorgesehenen
Hilfsbanketten oder Schienen.
[0016] Ein wesentlicher Teil des Dübelsetzgeräts 10 ist ein kastenförmiger, quer zur Fahrtrichtung
verlaufender Träger 16, an welchem eine.Reihe von Haltezangen 18 nebeneinander angeordnet
sind, von denen eine in Fig. 2 schematisch dargestellt ist. Der Träger 16 ist an seinen
beiden Enden jeweils über ein Stützenparallelogramm 20 an einem Ende eines Schwenkarms
22 gehaltert, dessen anderes Ende jeweils an einer vertikalen Tragsäule 24 angelenkt
ist. Die beiden Säulen 24 sind an einem Rahmen 26 des Dübelsetzgeräts starr befestigt.
Sowohl das Stützenparallelogramm 20 als auch der Schwenkarm 22 (an beiden Enden des
Trägers 16) schwenken in einer vertikalen, zur Fahrtrichtung A parallelen Ebene.
[0017] An den Schwenkarm 22 greift ein doppelt wirkender Hydraulikzylinder 28 an, welcher
sich am Rahmen 26 abstützt. Durch entsprechende Betätigung des Hydraulikzylinders
28 verschwenkt der Schwenkarm 22 aus seiner in Fig. 1 dargestellten horizontalen Ausgangsstellung
entweder nach unten in eine nicht dargestellte untere Endstellung oder in eine mit
unterbrochener Linie angedeutete obere Endstellung 22'.
[0018] Das Stützenparallelogramm 20 besteht aus zwei Stützen 20a und 20b. Die Stütze 20a
ist an ihrem oberen Ende unmittelbar am Schwenkarm 22 angelenkt und an ihrem unteren
Ende an einem Lagerbock 16a an einer Seite (in Fig. 1 der Oberseite) des Trägers 16.
Die andere Stütze 20b ist mit ihrem unteren Ende an einem Lagerbock 16b an einer sich
anschließenden Seite des Trägers 16 (in Fig. 1 die linke, vertikale Seite) angelenkt.
Das obere Ende der Stütze 20b ist an einem -Arm 30a eines abgeknickten Doppelarmlenkers
30 gelenkig angebracht, welcher im Bereich des Knickes am Schwenkarm 22 angelenkt
ist mit einer Schwenkachse 32, die mit der Schwenkachse der Stütze 20a zusammenfällt.
Der andere Arm 30b des Doppelarmlenkers 30 ist- über eine Verstellstange 34 mit einem
Arm 36a eines zweiten geknickten Doppelarmlenkers 36 verbunden. Dieser Lenker 36 ist
an der Tragsäule 24 angelenkt, wobei die Schwenkachse 38 mit der Schwenkachse des
Schwenkarms 22 an der Tragsäule 24 zusammenfällt. An den anderen Arm 36b des Lenkers
36 greift ein zweiter doppelt wirkender Hydraulikzylinder 40 an, der sich an einem
Vorsprung 42 der Tragsäule 24 abstützt. Die beiden Lenker 30 und 36 schwenken also
in einer gemeinsamen vertikalen Ebene parallel zur Richtung A; die Verstellstange
34 bildet eine starre Kopplung zwischen beiden Lenkern 32 und 36. Während des Betriebes
nimmt der Lenker 36 zwei Endstellungen ein, die in Fig. 1 mit durchgezogener Linie
dargestellte Normalstellung sowie die mit unterbrochener Linie angedeutete Endstellung
36', die im folgenden Bestückungsstellung genannt wird.
[0019] Die vorstehend beschriebene Art der Halterung des Trägers 16 über das Stützenparallelogramm
20 und den Schwenkarm 22 unter Verwendung zweier Lenker 32 und 36 und einer Verstellstange
34 ermöglicht es zum einen, daß sich der Träger 16 bei unbewegtem Schwenkarm 22 und
unbewegten Lenkern 30 und 36 relativ zum Rahmen 26 bewegt, wobei sich seine Winkelorientierung
im Raum aufgrund des Stützenparallelogramms 20 nicht ändert. Wie im nachfolgenden
noch näher erläutert werden wird, kann der Träger 16 während des Absenkvorgangs bezüglich
des Planums 14 ortsfest sein, währenddessen der Gleitschalungsfertiger kontinuierlich
in Richtung A weiter fährt. Mit zunehmendem Abstand a zwischen Träger 16 und Rahmen
26 verschwenken.die den Träger 16 haltenden Stützen 20a und 20b um die Böcke 16a und
16b des Trägers 16 (im Gegenuhrzeigersinn der Fig. 1). In
Fig. 1 ist mit strichpunktierten Linien eine derartige relative Position 16" des Trägers
16 gegenüber dem Rahmen 26 angedeutet.
[0020] Durch entsprechende Betätigung des Hydraulikzylinders 28 läßt sich der Arm 22 zum
Einsenken von mit Standfüßen 44 versehene Dübeln 46 in eine Betonschicht 48 oberhalb
des Planums 14 einsetzen. Hierzu wird der Arm 22 allmählich in seine untere Endstellung
gesenkt.
[0021] Wird in der oberen Endstellung 22' des Schwenkarms 22 durch entsprechende Betätigung
des Hydraulikzylinders 40 der Lenker 36 in seine Bestückungsstellung 36' verschwenkt,
so schwenkt dementsprechend der Lenker 30 in die Stellung 30'. Dies hat zur Folge,
daß der Träger 16 derart verschwenkt wird, daß er neben einer geringfügigen Verlagerung
eine Drehung um seine Längsachse um einen Winkel von etwa 95° (im Uhrzeigersinn der
Fig. 1) erfährt. In dieser mit Bestückungsstellung 16' bezeichneten Stellung des Trägers
16 werden die Dübel 46 in das Dübelsetzgerät 10 von Hand eingesetzt, wie im nachfolgenden
noch erläutert werden wird.
[0022] Der prinzipielle Aufbau der Haltezangen 18 geht aus den Fig. 1 und 2 hervor. Man
erkennt, daß an zwei gegenüberliegenden Seiten des Trägers 16 an diesen Blechlaschen
50 angeschweißt sind, welche in der gleichen Richtung über eine dazwischenliegende
Trägerseite vorkragen. Unter Zwischenlage jeweils eines Gummielements 52 sind an den
Laschen 50 Haltelaschen 54 der Zange 18 befestigt. Die Laschen 54 sind in Richtung
senkrecht zur Trägerlängsachse 58 länglich ausgebildet und an ihrem vom Träger 16
entfernten Ende mit einer dem Durchmesser des stabförmig-zylindrischen Dübels 46 angepaßten
Aufnahmenut 60 versehen. Die beiden Nuten 60 fluchten miteinander. In geringem Abstand
von den Nuten 60 nach einwärts versetzt, sind die beiden Laschen 54 an die beiden
Enden eines Bolzens 56 angeschweißt. In Verlängerung dieses Bolzens 56 ist an die
andere Seite (in
Fig. 2 die Unterseite) einer der beiden Laschen 54 (in Fig. 2 der unteren Lasche) ein
Bolzenstück 62 angeschweißt, welches wiederum an seinem freien Ende mit einer Stirnplatte
64. verschweißt ist. Die Stirnplatte 64 ragt soweit über die beiden Laschen 54 vor,
daß ein in die Nuten 60 eingelegter Dübel 46 bis zur stirnseitigen Berührung mit der
Platte 64 an diese herangeschoben werden kann. An der in Fig. 2 oberen Lasche 54 ist
wiederum ein Bolzenstück 66 in Verlängerung des Bolzens 56 angeschweißt. Dieses dient
als Drehlagerbock für eine Schwenkplatte 68 mit zur Trägerachse 58 paralleler Schwenkachse.
Hierzu ist die Platte 68 mit nach unten U-förmig abstehenden Lappen 69a versehen,
die das Bolzenstück 66 an zwei gegenüberliegenden Seiten umfassen. Zum Verschwenken
der Platte 68 gegenüber den Teilen 54, 56, 62, 64 ist ein doppelt wirkender Hydraulikzylinder
70 (siehe Fig. 1) vorgesehen, der sich zum einen am trägernahen Ende der Platte 68
abstützt und zum anderen an der unteren Lasche 54. Zur Vereinfachung der Darstellung
ist anstelle des Hydraulikzylinders in Fig. 2 lediglich ein Doppelpfeil C eingezeichnet,
der eine Kraftlinie symbolisiert. Aus Raumgründen greift der Zylinder 70 an seitliche
Auskragungen 54a und 68b der unteren Lasche 54 bzw. der Platte 66 an. Um Gewicht zu
sparen, kann zwischen dem Hydraulikzylinder 70 und beispielsweise der unteren Auskragung
54a ein in Zylinderrichtung verlaufender Abstandskörper 71 vorgesehen sein. Aus Fig.
1 ist ersichtlich, daß bei einer entsprechenden Betätigung des Hydraulikzylinders
70`die Platte 68 in Richtung des Doppelpfeils D hin- und herverschwenkt werden kann.
[0023] Im folgenden wird die Betriebsweise des vorstehend beschriebenen Dübelsetzgeräts
10 erläutert:
Auf dem vorbereitetem Planum 14 wird mit Hilfe des vorderen, nicht dargestellten Teils
des Gleitschalungsfertigers eine Betonschicht 48 des Oberbaus hergestellt, wobei beim
sogenannten "Einbau von vorne" das Einbaumaterial z. B. mittels Lastwagen vor den
Gleitschalungsfertiger abgeworfen werden kann. Ein hin und her bewegbarer Verteiler
an der Front des Gleitschalungsfertigers sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des
Einbaumaterials über die gesamte.Fahrbahnbreite. Ein anschließend angeordneter Vorabstreifer
dosiert das Einbaumaterial in d.en nächstfolgenden Abschnitt in welchem sich Rüttlerflaschen
befinden" d.ie das Einbaumaterial flüssig machen und dabei verdichten. Anschließend
gelangt das Einbaumaterial unter eine horizontale Druckplatte, die eine obere Gleitschalung
darstellt. Nun folgt zum hinteren Ende des Gleitschalungsfertigers hin das Dübelsetzgerät
10 gemäß Fig. l. In der in Fig. 1 mit unterbrochener Umrißlinie angedeuteten Bestückungsstellung
16' des Trägers 16 (Arm 22 in seiner oberen Endstellung 22'; Lenker 36 in seiner Bestückungsstellung
36') werden die vorgesehenen Dübel 46 in die Zangen l8 eingesetzt. Hierzu sind die
jeweiligen Schwenkplatten 68 durch entsprechendes Einziehen des Kolbens des doppelt
wirkenden Hydraulikzylinders 70 zurückgeschwenkt (in Richtung E in Fig. 1). Die Dübel
46 können daher von den Platten 64, 68 ungehindert in die beiden Nuten 60 der jeweiligen
Zange 18 eingesetzt werden. In seiner Bestückungsstellung 16' ist der Träger 16 soweit
zurückgeschwenkt, daß die Dübel 46 in den Nuten 60 bleiben unter Anschlag an der unteren
Platte 64, wenn man sie losläßt. Im Falle der Verwendung relativ schwerer Standfüße
44 bedeutet dies, daß der Träger 16 in seiner Bestückungsstellung 16' noch weiter
in Richtung des Uhrzeigersinns gemäß Fig. 1 verschwenkt ist. Die Standfüße 44 des
in die Nuten 60 eingesteckten Dübels 46 müssen vom Träger 16 wegweisen also radial
nach außen in bezug auf die Trägerachse 58 ver- laufen. Um diese Orientierung sowohl beim Bestücken als auch beim anschließenden
Einrütteln in die.Schicht 48 sicherzustellen, können seitliche Anschlagsleisten 74
an jeder Zange 18 vorgesehen sein. In Fig. 2 ist strichliert eine zur Richtung des
Bolzens 56 parallele, seitlich und vom Träger 16 weg versetzt angeordnete Anschlagsleiste
74 angedeutet, welche über einen Knickarm 76 am Bolzen 64 angebracht ist (siehe auch Fig. 1 rechts unten ). Eine weitere derartige
in Fig. 2 nicht dargestellte Anschlagsleiste 74 befindet sich auf der in Fig. 2 rechten
Seite der Zange 18 in symetrischer Anordnung zur dargestellten Leiste 74 in bezug
auf die zur Trägerachse 58 senkrechte, die Längsrichtung des Bolzens 56 enthaltenden
Mittelebene der Zange 18.
[0024] Nachdem sämtliche Dübel 46 samt Standfüßen 44 in die offenen Zangen 18 eingelegt
worden sind, werden die Zangen 18 durch entsprechende Betätigung der Hydraulikkolben
70 geschlossen. Nunmehr drücken beide Platten 64 und 66 an die Stirnenden der Dübel
46, wodurch die Dübel zuverlässig festgehalten werden.
[0025] Die Bestückung kann jedoch bei aufsteckbaren Standfüßen 44 z. B. bei Standfüßen gemäß
Fig. 3 d.erart erfolgen, daß man zuerst die Dübel ohne Standfüße in die Nuten 60 einsetzt,
sodann die Zangen 18 schließt und erst dann die Standfüße aufsteckt.
[0026] Der auf diese Weise mit Dübeln bestückte Träger 18 wird nunmehr in seine in Fig.
1 mit durchgezogener Linie dargestellte Ausgangsstellung gebracht, in der die Dübel
46 sich knapp oberhalb der Betonschicht 48 befinden und die Standfüße 44 bereits ihre
richtige Orientierung einnehmen. Um diese Ausgangsstellung zu erreichen muß lediglich
der Hydraulikzylinder 40 in seine Normalstellung mit eingezogener Kolbenstange gebracht
werden, wodurch der Träger 16 im Gegenuhrzeigersinne verschwenkt und die Dübel 46
eine horizontale Position unterhalb des Trägers 16 einnehmen. Ferner ist der Schwenkarm
22 in seine Ausgangsstellung zurückzuführen. Das Dübelsetzgerät 10 ist nunmehr bereit
zum Einsetzen von Dübeln 46. Sobald eine durch seitliche Markierungen kenntliche Stelle
der Fahrbahn erreicht ist, an welcher später eine Nut in die fertige Fahrbahn eingefräst
werden soll, senkt der Hydraulikzylinder 28 den Arm 22 ab, so daß die Dübel 46 mit
den Füßen 44 voraus in die noch nicht verfestigte Schicht 48 eintauchen. In den Fig.
nicht dargestellte Rüttelantriebe, welche entweder an den Träger 16 oder an die Zangen
18 angreifen, setzen die Zangen 18 und damit die Dübel 46 in Rüttelbewegung, woraufhin
der diese umgebende Beton fließend wird und einem weiteren Eindringen der Dübel 46
keinen größeren Widerstand entgegensetzt. Zur Fixierung des Trägers 16 in der vorgesehenen
Position genau oberhalb der zukünftigen Fuge können an beiden Trägerenden jeweils
Standfüße ausgefahren werden, die sich an den Seitenstreifen beidseits der fertiggestellten
Schicht 48 mit gleichbleibender Kraft während des Absenkens des Trägers 16 abstützen.
Währenddessen bewegt sich der Gleitschalungsfertiger kontinuierlich weiter, sodaß
der Abstand a gemäß Fig. 1 zwischen Rahmen 26 und Träger 16 unter entsprechendem Verschwenken
der Stützen 20a, 20b zunimmt. Vom Hydraulikzylinder 28 wird. dabei der Schwenkarm
22 kontinuierlich nach unten gezogen. Sobald die Standfüße 44 das Planum
14 erreicht haben, werden die Haltezangen 18 geöffnet und der Schwenkarm 22 nach oben
geschwenkt, woraufhin der Träger 16 in seine Ausgangsstellung zurückpendelt. Zur Vorbereitung
der nächsten Dübelreihe wird der Träger 16 in seine Bestückungsstellung 16'hochgeschwenkt,
woraufhin sich vorstehend beschriebener Vorgang wiederholt.
[0027] Auf die mit Dübeln versehene untere Schicht 48 wird in einem anschließenden Fertigungsvorgang
eine obere Betonschicht 80 aufgebracht. Bei einer Dicke b der unteren Schicht von
etwa 14 cm und einer Dicke c der oberen Schicht 80 von etwa 6 cm werden die Dübel
46 in einer Höhe h von etwa 10 cm oberhalb des Planums 14 eingebaut. Die Dübel 46
bestehen aus Stahlstäben einer Länge von etwa 50 mm und einem Durchmesser von etwa
25 mm, welche mit einer 1 mm starken Bitumen- oder Kunststoffschicht umhüllt sind.
Nach der Fertigstellung der Betondecke wird die in Fig. 4 mit unterbrochener Linie
angedeutete Fuge 84 bis zu einer Tiefe d von etwa 7 cm in die Decke eingefräst. Die
etwa 6 bis 8 mm breite Fuge 84 verläuft im Bereich der Längenmitte der in Querrichtung
der Fahrbahn nebeneinander angeordneten, zur Fahrbahnrichtung parallelen Dübel 46.
Die Standfüße 44 können aus dreibeinähnlichen Drahtkonstruktionen bestehen, die an
den jeweiligen Dübel 46 angeklemmt werden. Fig. 3 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform
eines Standfußes 44', welche aus einem einzigen Stück Draht gebogen ist und zwar insbesondere
dadurch, daß man den Draht als erstes U-förmig abbiegt mit einem kurzen Mittelschenkel
86 und zwei langen Seitenschenkeln 88 und anschließend die Seitenschenkel in gleicher
Weise in zwei zueinander parallelen zum Mittelschenkel 86 senkrechten Ebenen ein zweites
Mal U-förmig abbiegt (siehe Fig. 3). Die beiden Mittelteile 90 der beiden Seitenschenkel-U-Formen
werden ferner im Bereich ihrer Längenmitte jeweils mit einer Einbuchtung 92 versehen,
die nach aussen hin öffnet. Wie Fig 3 zeigte kann der zylinderische Dübel 46 gleichzeitig
in beide Einbuchtungen 92 gedrückt werden, die dann den Dübel 46 klemmend festhalten.
Der Mittelschenkel 86 sowie die beiden umgebogenen freien Enden der Seitenschenkel
88 stehen auf dem Untergrund z. B. auf dem Planum 14. Der Standfuß 44
1 kann problemlos auf den von der geschlossenen Zange 18 gehaltenen Dübel 46 aufgesteckt
werden. Die Anschlagsleisten 74 sind dabei nicht hinderlich, da die Aufsteckbewegung
in zur Trägerachse 58 radialer Richtung erfolgt.
[0028] Die mit den Standfüßen versehenen Dübel können in der vorstehend beschriebenen Art
und Weise auch bei der Fertigung von Straßendecken in einlagiger Bauweise eingesetzt
werden. Hierbei empfiehlt es sich, die einzige Betonschicht vor dem Einsetzen der
Dübel vorzuverdichten, insbesondere durch entsprechende Rüttelbehandlung, damit sichergestellt
ist, daß beim anschließenden Glätten der einzigen Tragschicht durch Rüttelbohlen,
Rüttelflaschen oder dergl. die auf den Stanfüßen ruhenden Dübel nicht umgeworfen werden.
1. Verfahren zur Herstellung einer aus mehreren Betonschichten bestehenden Betonfahrbahndecke,
wobei man nach der Fertigung einer oder mehrerer Schichten in die noch nicht erhärtete
Schicht von oben her Stahleinlagen, insbesondere Dübel, eindrückt und unter Rütteln
bis in eine vorgegebene Höhe oberhalb des Planums vorschiebt, dadurch gekennzeichnet,
daß man Stahleinlagen einrüttelt, welche mit der vorgegebenen Höhe entsprechend ausgebildeten
Standfüßen versehen sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Standfüße unmittelbar
vor dem Einrütteln an den Stahleinlagen anbringt, vorzugweise ansteckt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung
einer Betonfahrbahndecke mit lediglich einer Schicht, die Schicht vor dem Einsetzen
der Stahleinlagen vorverdichtet.
4. Stahleinlagensetzgerät, insbesondere Dübelsetzgerät, insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einer Absenk- und Rütteleinrichtung
zum Einsetzen der Stahleinlagen in die Betonfahrbahndecke, dadurch gekennzeichnet,
daß die Absenk- und Rütteleinrichtung mit wenigstens einer Stahleinlagenhalterung(18)
versehen ist, welche in eine Bestückungsstellung bewegbar ist.
5. Stahleinlagensetzgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens
eine Stahleinlagenhalterung(18)um eine horizontale Achse(58)verschwenkbar ist.
6. Stahleinlagensetzgerät nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stahleinlagenhalterung mit einer vorzugsweise pneumatisch betätigbaren Haltezange
(18) gebildet ist.
7. Stahleinlagensetzgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6, gekennzeichnet durch mehrere
nebeneinander an einem horizontalen Träger (16) angeordnete, vorzugsweise elastisch
federnd gelagerte Stahleinlagenhalterungen (18).
8. Stahleinlagensetzgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger
(16) über wenigstens ein Stützenparallelogramm (20) mit einem Rahmen (26) des Stahleinlagensetzgeräts
(10)verbunden ist, und daß eine Verstelleinrichtung(30, 34, 36, 40)für den Stützenparallelogrammwinkel
vorgesehen ist.
9. Stahleinlagensetzgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinriehtung(30,
34, 36, 40)einen Doppelarmlenker (30) umfaßt, wobei einer der Arme(30a)mit einer Stütze(20b)des
Stützenparallelogramms (20)und der andere Arm(30b)mit einer vorzugsweise hydraulisch
verstellbaren Verstellstange (34) gelenkig verbunden ist.
10. Stahleinlagensetzgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung(30,
34, 36, 40)einen zweiten Doppelarmlenker(36)umfaßt, wobei einer der Arme(36a)mit der
Verstellstange (34) und der andere Arm(36b)mit einem Verstellmotor, vorzugsweise einem
Hydraulikzylinder (40)gelenkig verbunden ist, und daß der-erste Doppelarmlenker(30)am
freien Ende eines am Rahmen(26)des Stähleinlagensetzgeräts(10)angelenkten Schwenkarms
(22)und der zweite Doppelarmlenker (36)im Schwenkärmgelenk (Achse 38) angelenkt ist.
11. Stahleinlagensetzgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Stahleinlagenhalterung(18) wenigstens ein Anschlagselement(74)für
den bzw. die an der Stahleinlage (46)angebrächten Standfüße(44) vorgesehen ist.
12. Stahleinlage mit wenigstens einem Standfuß zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Standfuß (44')von einer
Biegedrahtkonstruktion gebildet ist.
13. Stahleinlage nach Anspruch 12 oder dem Oberbegriff des Anspruchs 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahleinlage (46)von oben her an dem wenigstens
einen Standfuß(44') anbringbar, vorzugsweise aufsteckbar ist.
14. Stahleinlage nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeiehnet durch jeweils einen Standfuß(44)in
den Bereichen der beiden Enden der stabförmigen Stahleinlage(46).