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(11) |
EP 0 105 118 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.03.1986 Patentblatt 1986/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.08.1983 |
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Elektropneumatische Steuereinrichtung für die Druckluftbremsen von Schienenfahrzeugen
Electro-pneumatic control apparatus for railway vehicle pneumatic brakes
Dispositif de commande électropneumatique pour freins à air comprimé de véhicules
sur rails
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI SE |
| (30) |
Priorität: |
03.09.1982 DE 3232836
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.04.1984 Patentblatt 1984/15 |
| (71) |
Anmelder: KNORR-BREMSE AG |
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80710 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Krause, Friedrich
D-8000 München 90 (DE)
- Pöllinger, Hans
D-8000 München 45 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine elektropneumatische Steuereinrichtung für die
Druckluftbremsen von Schienenfahrzeugen, mit den Druck in einem Steuerbehälter steuernden,
willkürlich schaltbaren Magnetventilen, einen vom Druck im Steuerbehärter entgegen
dem Druck in einer Hauptluftleitung gesteuerten, den Druck in der Hauptluftleitung
überwachenden Relaisventil, einem einen Druckluftspeiseanschluss, einen Entlüftungsanschluss
und einen Bremsdruckanschluss aufweisenden Zusatzbremsventil, und einer Umschaltvorrichtung
mit drei gemeinsam schaltbaren Wechselventilen, die in ihrer Normal-Schaltstellung
bzw. einer bei Ausfall der Magnetventile einzustellenden Not-Schaltstellung den Druckluftspeiseanschluss
mit einer, ggf. druckbegrenzten, Druckluftquelle bzw. der Atmosphäre, den Entlüftungsanschluss
mit der Atmosphäre bzw. einer, ggf. druckbegrenzten, Druckluftquelle und den Bremsdruckanschluss
direkt oder über ein Bremsdruck-Relaisventil indirekt mit einem Bremszylinder bzw.
direkt oder über das Relaisventil indirekt mit der Hauptluftleitung verbinden.
[0002] Eine den vorstehend genannten merkmalen entsprechende Steuereinrichtung ist der DE-B
Nr. 2845311 entnehmbar. Bei Verwendung eines üblichen Relaisventils weist die Umschaltvorrichtung
wenigstens drei als gesondert anzuordnende Dreiwegehähne ausgebildete Wechselventile
auf, die über ein gemeinsames Betätigungsgestänge schaltbar sind. Um unabhängig von
der Ausbildung der Magnetventile eine sichere Funktion zu gewährleisten, ist im Normalfall
noch ein vierter Dreiwegehahn vorgesehen, welcher je nach Ausführung der Steuervorrichtung
mit direkter oder über das Relaisventil erfolgender Steuerung des Hauptluftleitungsdruckes
in der Not-Schaltstellung durch das Zusatzbremsventil eine Absperrung oder eine Abschaltung
des Relaisventils gewährleistet. Die vielen Dreiwegehähne erfordern einen relativ
hohen Herstellungs- und Montageaufwand, insbesondere auch hinsichtlich der Rohrleitungsanschlüsse
sowie der gemeinsamen Betätigungseinrichtung. Zum Vermindern dieses Aufwandes ist
es aus der gleichen Druckschrift auch bekannt, unter Inkaufnahme einer besonderen
Retaisventit-Kontruktion mit einem Zusatzkolben die Steuereinrichtung derart auszubilden,
dass lediglich zwei gesonderte, jedoch gemeinsam betätigbare Dreiwegehähne erforderlich
sind. In dieser Ausführung stellt jedoch die besondere Relaisventil-Kontruktion ein
aufwendiges und teueres Sonderbauteil dar.
[0003] Der genannten Druckschrift ist weiterhin entnehmbar, dass für das Relaisventil eine
Absperrmöglichkeit durch Entlüften einer in ihrer Druckführung durch ein Magnetventil
mit Entlüftung und den vierten Dreiwegehahn überwachten Absperrleitung bekannt ist
[0004] Der DE-B Nr. 3002001 ist ein Führerbremsventil entnehmbar, wobei ein das Relaisventil
steuernder Steuerbehälter über ein Lösemagnetventil mit einer ggf. auf die Regeldruckhöhe
in der Hauptluftleitung durch einen Druckbegrenzer begrenzten Druckluftquelle und
über ein Bremsmagnetventil mit einem Entlüftungsraum verbindbar ist. Dem Lösemagnetventil
ist dabei ein Sicherungsventil zugeordnet, welches im Bremszustand durch Zwischenordnen
eines entlüfteten Zwischenraumes zwischen die Druckluftquelle und den Steuerbehälter
einen ungewollten Druckanstieg in letzterem auch bei undichten Ventilen ausschliesst.
[0005] Dem Bremsmagnetventil ist ein Durchgangsventil und ein Stufenventil zugeordnet; das
Durchgangsventil begrenzt die durch das Bremsmagnetventil einsteuerbare Druckabsenkung
für den Steuerbehälter auf einen eine Vollbremsung bewirkenden Restdruck, und das
mit wesentlichen Teilen dem ständig über eine Düse entlüfteten Entlüftungsraum zugeordnete
Stufenventil stellt zu Bremsbeginn ein sicheres Erreichen der ersten Bremsstufe sicher.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steuereinrichtung der eingangs genannten
Art derart auszubilden, dass sie keine Vielzahl von räumlich getrennt anzuordnenden
Dreiwegeventilen oder eine gesonderte Relaisventilkonstruktion erfordert und somit
einfach und billig herstellbar ist, geringe Wartung erfordert und eine leichte Bedienung
ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die drei Wechselventile
zu einem Rundschieberventil mit einem gemeinsamen, in einem Gehäuse in zwei Schaltstellungen
einstellbaren Rundschieber zusammengefasst sind, wobei der Rundschieber durch einen
Kolben bewegbar ist, dessen Druckluftbeaufschlagung willkürlich vermittels eines Umstellhahnes
steuerbar ist.
[0008] Hierdurch bietet sich die Möglichkeit, den klein und leicht betätigbar ausbildbaren
und zudem nur wenige Anschlüsse erfordernden Umstellhahn an geeigneter, gut zugänglicher
Stelle anzuordnen und das Rundschieberventil vom Umstellhahn getrennt an einer ebenfalls
zu seiner Unterbringung und zu seinem Anschluss geeigneten Stelle zu montieren.
[0009] Den Unteransprüchen sind nach der weiteren Erfindung zweckmässige Ausbildungsmöglichkeiten
für die Steuereinrichtung entnehmbar.
[0010] In den Zeichnungen Fig. 1 und 2 sind zwei Ausführungsbeispiele für nach der Erfindung
ausgebildete Steuereinrichtungen dargestellt.
[0011] Gemäss Fig. 1 sind in einem Schienenfahrzeug zwei gleichartig zueinander ausgebildete
Zusatzbremsventile 1 und 1'mitjeweils einem Druckluftspeiseanschluss 2 bzw. 2', einem
Entlüftungsanschluss 3 bzw. 3' und einem Bremsdruckanschluss 4 bzw. 4' angeordnet.
Die wie üblich ausgebildeten und daher in ihrem Aufbau hier nicht zu beschreibenden
Zusatzbremsventile 1 und 1' weisen je einen Handhebel 5 bzw. 5' auf, der sich in Ruhestellung
in einer Mittellage befindet und zum direkten Bremsen in einer, zum direkten Lösen
in entgegengesetzter Richtung zu verstellen ist. Mittels Rohrleitungen 6, 7 bzw. 8
sind die einander entsprechenden Anschlüsse 2 und 2', 3 und 3' bzw. 4 und 4' der beiden
Zusatzbremsventile 1 und 1' miteinander verbunden. Auf einer Schaltplatte 9 sind zwei
Magnetventile 10 und 11 sowie ein Absperrmagnetventil 12 angeordnet, welche über Drahtleitungen
13 willkürlich oder automatisch gesteuert erregt werden können. Das Magnetventil 10
dient als Bremsmagnetventil, es sperrt bei seiner Erregung einen mit einem Steuerbehälter
14 verbundenen Kanal 15 der Schaltplatte 9 von einer Entlüftung 16 ab. Das Magnetventil
11 dient als Lösemagnetventil, bei seiner Erregung verbindet es einen als Druckluftquelle
dienenden Kanal 17 mit dem Kanal 15. Das Absperrmagnetventil 12 ist aus einem Kanal
18 mit Druckluft versorgt, im Ruhezustand verbindet es einen Absperrkanal 19 mit einem
Entlüftungsanschluss 20, bei Erregung dagegen sperrt es den Entlüftungsanschluss 20
ab und verbindet den Absperrkanal 19 mit dem Kanal 18. Weiterhin befinden sich auf
der Schaltplatte 9 ein übliches Relaisventil 21 und zwei Druckbegrenzungsventile 22
und 23 als Druckluftquellen. Über zwei grossquerschnittige Rohrleitungen 24 und 25
ist das Relaisventil 21 durch die Schaltplatte 9 mit einer aus einer nicht dargestellten
Druckluftquelle aufgeladenen Hauptbehälterleitung 26 und der Hauptluftleitung 27 verbunden.
Der Steuereingang des Relaisventils 21 steht mit dem Kanal 15 und damit dem Steuerbehälter
14 in Verbindung; der bei seiner Druckentlastung ein Absperren der Hauptluftleitung
27 im Relaisventils 21 bewirkende Absperranschluss des Relaisventils 21 ist an den
Absperrkanal 19 angeschlossen; der Kanal 18 sowie die Eingangsanschlüsse der beiden
Druckbegrenzungsventile 22 und 23 stehen mit der an die Hauptbehälterleitung 26 angeschlossenen
Rohrleitung 24 in Verbindung; der Kanal 17 ist an den Ausgangsanschluss des auf Regeldruckhöhe
in der Hauptluftleitung 27 bei gelösten Bremsen, also beispielsweise 5 bar, eingestellten
Druckbegrenzungsventils 22 angeschlossen; und das Druckbegrenzungsventil 23 speist
in eine mit seinem Ausgangsanschluss verbundene Leitung 28 ständig eine auf den maximal
in einen Bremszylinder 29 einspeisbaren Druck begrenzte Druckhöhe ein.
[0012] Von der Hauptluftleitung 27 führt eine Zweigleitung 30 zum Steuereingang eines Bremssteuerventils
31, das mit einem Bremsluftbehälter 32 verbunden ist und an dessen Bremsdruckausgang
33 ein Eingangsanschluss eines Doppelrückschlagventils 34 angeschlossen ist. Der-Ausgangsanschluss
des Doppelrückschlagventils 34 kann über ein in Fig. 1 nicht dargestelltes weiteres
Relaisventil, mit dem Bremszylinder 29 in Verbindung stehen.
[0013] Weiterhin ist eine Umschaltvorrichtung 35 vorgesehen, zu welcher von den Rohrleitungen
6, 7 bzw. 8 ausgehende Zweigleitungen 36, 37 bzw. 38, eine mit dem Kanal 17 verbundene
und damit dem vom Druckbegrenzungsventil 22 begrenzten Druck beaufschlagte Zweigleitung
39, die Leitung 28, eine von der Hauptluftleitung 27 abzweigende Zweigleitung 40,
eine von der Hauptbehälterleitung 26 abzweigende Zweigleitung 41 und eine an den zweiten
Eingangsanschluss des Doppelrückschlagventils 34 angeschlossene Rohrleitung 43 führen.
In die Rohrleitung 43 kann, wie in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet, ein Bremsdruck-Relaisventil44
eingeordnet sein. Ein entsprechendes Bremsdruck-Relaisventil könnte auch zwischen
dem Ausgangsanschluss des Dopppelrückschlagventils 34 und dem Bremszylinder 29 angeordnet
sein. Insoweit entspricht die Steuereinrichtung nach Fig. 1 in ihrem Aufbau und ihrer
Funktion derjenigen nach der bereits erwähnten DE-B Nr. 2845311, so dass sich weitere
Ausführungen hierzu erübrigen.
[0014] Die Umschaltvorrichtung 35 weist ein Rundschieberventil 45 und einen mittels eines
Handhebels 46 willkürlich umschaltbaren Umstellhahn 47 auf. Das Rundschieberventil
45 beinhaltet einen in einem Gehäuse 48 in zwei Schaltstellungen einstellbaren Rundschieber
49. Der sechs als Dichtringe ausgebildete, benachbarte Dichtstellen 50 bis 55 aufweisende
Rundschieber 49 ist an seinem gemäss Fig. 1 rechten Ende mit einem Kolben 56 verbunden,
der in Verschieberichtung nach rechts von der Kraft einer Feder 57 und andererseits
vom Druck in einem Raum 58 belastet ist. In der rechten, in Fig. 1 dargestellten und
der Normal-Schaltstellung entsprechenden Schaltstellung des Rundschiebers 49 mündet
in die erste, linksstirnseitige Kammer 59 eine von der ersten Dichtstelle 50 überschleifbare
Entlüftung 60 ein.
[0015] In die benachbarte, zweite Kammer 61 mündet ständig eine über die Zweigleitung 36
mit dem Druckluftspeiseanschluss 2 bzw. 2' der Zusatzbremsventile 1 und 1'verbundene
Einmündung 62 und eine von der zweiten Dichtstelle 51 überschleifbare, an die Leitung
28 angeschlossene Einmüdung 63 ein. Zwischen der zweiten und der dritten Dichtstelle
51 und 52 befindet sich eine dritte Kammer 64, in welche eine von der dritten Dichtstelle
52 überschleifbare Einmündung 65 einmündet, welche an die Zweigleitung 39 angeschlossen
ist. In die anschliessende, zwischen den Dichtstellen 52 und 53 befindliche, vierte
Kammer 66 mündet ständig eine über die Zweigleitung 37 mit den Entlüftungsanschlüssen
3, 3' der Zusatzbremsventile 1, 1' verbundene Einmündung 67 und, von der vierten Dichtstelle
53 überschleifbar, eine Entlüftung 68 ein. In die fünfte, zwischen den Dichtstellen
53 und 54 befindliche Kammer 69 mündet ständig eine an die Rohrleitung 43 angeschlossene
Einmündung 70 und, von derfünften Dichtstelle 54 überschleifbar, eine über die Zweigleitung
38 mit den Bremsdruckanschlüssen 4, 4' der Zusatzbremsventile 1, l' verbundene Einmündung
71 ein. In die von der sechsten Dichtstelle 55 abgeschlossene, sechste Kammer 72 mündet
ständig eine über die Zweigleitung 40 mit der Hauptluftleitung 27 verbundene Einmündung
73 ein. Der die Feder 57 aufnehmende Raum ist ständig entlüftet. Am linken Ende des
Rundschieberventils 45 befindet sich eine Schalteinrichtung 74, welche beim Umstellen
des Rundschiebers 49 aus der dargestellten in die linke, der Not-Schaltstellung entsprechenden
Lage über einen Stössel 75 schaltbar ist und dabei eine nicht dargestellte Anzeigeeinrichtung
betätigt. Die Schalteinrichtung 74 kann, wie dargestellt, als elektrischer Schalter
ausgebildet sein, sie kann jedoch auch ein pneumatisch schaltbares Ventil aufweisen.
[0016] Der Umstellhahn 47 ist als Dreiwegehahn ausgebildet, der in der dargestellten Normal-Schaltstellung
eine in den Raum 58 einmündende Rohrleitung 42 mit einer Entlüftung 76, bei Umstellung
der Handhebels 46 in Pfeilrichtung 77 in die Not- Schaltstellung dagegen unter Absperrung
der Entlüftung 76 die Zweigleitung 41 mit der Rohrleitung 42 verbindet.
[0017] In der dargestellten Normal-Schaltstellung ist der Raum 58 über die Entlüftung 76
mit der Atmosphäre verbunden, im unerregten Zustand hält das Absperrmagnetventil 12
den Absperrkanaf 19 entlüftet und das Relaisventil 21 somit abgesperrt; bei Erregung
des Absperrmagnetventils 12 verbindet es den Absperrkanal 19 mit der Hauptbehälterleitung
26 als Druckluftquelle, so dass das Relaisventil 21 an die Hauptluftleitung 27 angeschlossen
wird und deren Druckbeaufschlagung entsprechend dem im Steuerbehälter 14 herrschenden
Drucksteuert. Der Druck im Steuerbehälter 14 ist durch Erregen des Lösemagnetventils
11 durch Druckluftzuführung aus dem Kanal 17 steigerbar und durch Entregen des Bremsmagnetventils
10 durch Druckluftablass durch die Entlüftung 16 verringerbar. Parallel hierzu werden
die Zusatzbremsventile 1 und 1' über das Druckbegrenzungsventil23, die Leitung 28,
die Kammer 61 und die Zweigleitung 36 mit Druckluft versorgt, die Entlüftungsanschlüsse
3, 3' stehen über die Zweigleitung 37 und den Raum 66 mit der Entlüftung 68 in Verbindung,
und an die Bremsdruckanschlüsse 4, 4' ist über die Zweigleitung 38, die Kammer 69
und die Rohrleitung 43 das Doppelrückschlagventil 34 angeschlossen. Durch entsprechendes
Betätigen der Zusatzbremsventile 1, 1' ist somit über das Doppelrückschlagventil 34
der Bremszylinder 29 direkt mit Druckluft beaufschlag- bzw. entlüftbar.
[0018] Über das Bremssteuerventil 31 ist durch entsprechende Druckeinsteuerung in die Hauptluftleitung
27 vermittels des Relaisventils 21 der Bremszylinder 29 entsprechend der indirekten
Steuerung druckbeaufschlagbar und entlüftbar.
[0019] Bei Ausfall der Magnetventile 10 bis 12 gehen diese in den unerregten Schaltzustand
über, das heisst das Bremsmagnetventil 10 öffnet sich und entlüftet den Kanal 15 durch
die Entlüftung 16 in die Atmosphäre, das Lösemagnetventil 11 schliesst sich und sperrt
die Kanäle 15 und 17 voneinander ab, und das Absperrmagnetventil 12 verbindet den
Absperrkanal 19 unter Absperrung von Kanal, 18 mit dem Entlüftungsanschluss 20. Durch
Entlüftung des Absperrkanals 19 wird das Relaisventil 21 von der Hauptluftleitung
27 abgesperrt und kann auf deren Druckführung keinen Einfluss mehr nehmen; in der
Hauptluftleitung 27 herrscht also eine unbestimmte Druckhöhe, welche über das Bremssteuerventil
31 eine ständige Druckluftbeaufschlagung des Bremszylinders 29 bewirken kann. Soll
das Schienenfahrzeug und insbesondere dessen indirekte Bremssteuerung weiter betrieben
werden, so ist der Umstellhahn 47 durch Umstellen des Handhebels 46 in die Not- Schaltstellung
für die Umschaltvorrichtung 35 einzustellen, in welcher er die Entlüftung 76 absperrt
und die Zweigleitung 41 mit der Rohrleitung 42 verbindet und somit den Raum 58 aus
der Hauptbehälterleitung 26 mit Druckluft beaufschlagt. Der Kolben 56 wird daher entgegen
der Kraft der Feder 57 gemäss Fig. 1 nach links gedrückt, wobei der Rundschieber49
mitgenommen wird und mit seiner linken Stirnfläche über den Stössel 75 die Schalteinrichtung
74 zum Anzeigen der Einstellung der Not-Schaltstellung betätigt. Beim Verschieben
des Rundschiebers 49 überschleifen dessen Dichtungen die vorstehend als überschleifbar
angeführten Entlüftungen bzw. Einmündungen, so dass folgende Verbindungen entstehen:
Die Einmündungen 62 und 63 werden voneinander getrennt und die Einmündung 62 wird
mit der Entlüftung 60 verbunden; die Einmündung 63 mündet in die Kammer 64 und ist
von weiteren Verbindungen abgeschlossen; die Einmündung 65 gelangt mit der Kammer
66 und damit der Einmündung 67 in Verbindung; die Entlüftung 68 wird von der Kammer
66 abgetrennt und gelangt über die Kammer 69 in Verbindung zur Einmündung 70; die
Einmündung 71 wird von der Kammer 69 abgetrennt und gelangt über die Kammer 72 mit
der Einmündung 73 in Verbindung. Durch den Schaltvorgang werden somit die Druckluftspeiseanschlüsse
2, 2' von ihrer Druckluftversorgung über das Druckbegrenzungsventil 23 abgesperrt
und mit der Entlüftung 60 verbunden; die Entlüftungsanschlüsse 3, 3' werden von der
Entlüftung 68 abgetrennt und aus dem Druckbegrenzungsventil 22 mit Druckluft versorgt;
die Bremsdruckanschlüsse 4,4' werden von der Rohrleitung 43 abgetrennt und über die
Zweigleitung 40 mit der Hauptluftleitung 27 verbunden. Wird nunmehr ein Zusatzbremsventil
1,1' wie zum direkten Bremsen in Bremsstellung bewegt, so bewirkt es über die Zweigleitung
40, die Kammer 72, die Zweigleitung 38, die Zweigleitung 36 und die Entlüftung 60
eine Entlüftung der Hauptluftleitung 27, so dass deren Druck absinkt und ein indirekt
gesteuertes Einbremsen durch Druckbeaufschlagen des Bremszylinders 29 über das Bremssteuerventil
31 bewirkt; die Druckabsenkung in der Hauptluftleitung 27 bewirkt auch an mit dem
Fahrzeug gekoppelten, weiteren Fahrzeugen ein indirekt gesteuertes Einbremsen. Zum
Lösen der Bremsen kann über die Zusatzbremsventile 1 bzw. 1' durch deren Verstellen
in Lösestellung eine Drucksteigerung in der Hauptluftleitung 27 bewirkt werden, wobei
auf die Regeldruckhöhe in der Hauptluftleitung 27 begrenzte Druckluft aus dem Druckbegrenzer
22 durch die Zweigleitung 39, die Kammer 66, die Zweigleitung 37, die Zweigleitung
38, die Kammer 72 und die Zweigleitung 40 zur Hauptluftleitung 27 strömt. Somit ist
weiterhin ein indirekt gesteuertes Bremsen und Lösen durch entsprechende Druckeinsteuerung
in die Hauptluftleitung 27 möglich, wobei die Betätigungsrichtung derZusatzbremsventile
1 und 1'jeweils gleich zu den Betätigungsrichtungen beim direkt gesteuerten Bremsen
und Lösen ist.
[0020] Bei Wiederinbetriebnahme der Magnetventile 10 bis 12 wird der Umstellhahn 47 zurückgestellt,
wobei durch Entlüften des Raumes 58 der Rundschieber 49 unter der Kraft der Feder
58 in die in Fig. 1 dargestellte Schaltstellung zurückbewegt wird. Damit ist wieder
die Normal-Schaltstellung eingestellt.
[0021] Soll in der Not-Schaltstellung vermittels der Zusatzbremsventile 1, 1' die Steuerung
des Hauptluftleitungsdruckes nicht unmittelbar oder über ein in Fig. 1 nicht dargestelltes,
beispielsweise in die Zweigleitung 40 einzuordnendes, gesondertes Relaisventil erfolgen,
sondern soll in der Not- Schaltstellung vermittels der Zusatzbremsventile 1,1' das
in seinem Aufbau unveränderte Relaisventil 21 ansteuerbar sein, welches dann seinerseits
den Druck in der Hauptluftleitung 27 steuert, so ist die Steuereinrichtung, wie in
Fig. 2 beispielsweise dargestellt, abzuändern. Einander entsprechende Teile sind in
Fig. 1 und Fig 2 mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0022] In der Fig. 2 sind Teile eines Führerbremsventils entsprechend der bereits eingangs
erwähnten D E-B Nr. 3002001 gezeigt. An den Führerständen des Schienenfahrzeuges sind
zusätzlich zu den in Fig. 2 nicht dargestellten Zusatzbremsventilen willkürlich betätigbare,
elektrische Vorsteuereinrichtungen 78 bzw. 78' angeordnet, durch welche über Kabelverbindungen
79 die Erregung des Bremsmagnetventils 10 und/oder des Lösemagnetventils 11 steuerbar
ist. Unter dem Bezugszeichen 80 ist ein zweipoliges Halterelais dargestellt. Weiterhin
ist aus Fig. 2 das mit der Hauptbehälterleitung 26, der Hauptluftleitung 27 und über
den Kanal 15 mit dem Steuerbehälter 14 verbundene Relaisventil 21, das auf die Regeldruckhöhe
in der Hauptluftleitung 27 bei gelösten Bremsen eingestellte Druckbegrenzungsventil
22, der Kanal 17, und der Entlüftungsanschluss 16 des Bremsmagnetventils 10 ersichtlich.
Das Bremsmagnetventil 10 sowie das Lösemagnetventil 11 sind zu einer Ventileinheit
81 zusammengefasst, in welcher das Lösemagnetventil 11 die Druckluftfüllung des Steuerbehälters
14 aus dem Kanal 17 über ein Absperrventil 82 überwacht, derart, dass bei unerregtem
Lösemagnetventil 11 dem Steuerbehälter 14 eine entlüftete Kanalverbindung 83 vorgeordnet
ist, wodurch eine ungewollte Drucksteigerung im Steuerbehälter 14 und ein damit verbundendes,
ungewolltes Bremsenlösen ausgeschlossen ist. Zwischen dem Steuerbehälter 14 und dem
Bremsmagnetventil 10 ist in der Ventileinheit 81 ein Durchgangsventil 84 eingeschaltet,
welches eine Entlüftung des Steuerbehälters 14 durch das Bremsmagnetventil 10 zur
Druckluftersparnis nur bis zu einer bestimmten Druckhöhe, welche jedoch das Einsteuern
einer Vollbremsung gewährleistet, erlaubt. Der Entlüftungsanschluss 16 des Bremsmagnetventils
10 führt zu einem einem Stufenventil 85 zugehörenden Entlüftungsraum 86. Insoweit
entspricht die Steuereinrichtung nach Fig. 2 dem Führerbremsventil nach
[0023] Fig. 3 der erwähnten DE-B Nr. 3002001 und braucht daher hier weder in ihrem konstruktiven
Aufbau noch in ihrer Funktionsweise weiter erläutert zu werden.
[0024] Weiterhin ist in Fig. 2 die Umschaltvorrichtung 35 mit dem Rundschieberventil 45
und seinem Rundschieber 49 sowie dem Umstellhahn 47 dargestellt. Das Rundschieberventil
45 entspricht mit der Ausnahme, dass in der Normal-Schaltstellung in die sechste Kammer
72 zusätzlich zur Einmündung 73 eine von der sechsten Dichtstelle 55 überschleifbare
Entlüftung 87 einmündet, und dass die Einmündung 73 nicht an die Hauptluftleitung
27, sondern über eine Rohrleitung 88 ständig an den Entlüftungsraum 86 angeschlossen
ist, dem Aufbau und der Verschaltung des Rundschieberventils 45 nach Fig. 1; die Verschaltung
des Rundschieberventils 45 ist daher in Fig. 2 insoweit zum Vermeiden einer Unübersichtlichkeit
nicht dargestellt und braucht auch nicht nochmals beschrieben zu werden. Das Absperrmagnetventil
12 ist aus der Hauptbehälterleitung 26 über den Kanal 18 und der Umstellhahn 47 über
die weiterführende Zweigleitung 41 mit Druckluft versorgt; die Rohrleitung 42 verbindet
den Umstellhahn 47 mit dem Raum 58 des Rundschieberventils 45 und zugleich, abweichend
zu Fig. 1, mit dem Entlüftungsanschluss 20 des Absperrmagnetventils 12. Der Absperrkanal
19 verbindet, wie zu Fig. 1 beschrieben, das Absperrmagnetventil 12 mit dem Absperr-Steueranschlussdes
Relaisventils 21. Die Zweigleitung 39 führt von Kanal 17 zur Einmündung 65.
[0025] In der Normal-Schaltstellung hält die Entlüftung 76 des Umstellhahnes 47 zusätzlich
zum Raum 58 den Entlüftungsanschluss 20 des Absperrmagnetventils 12 in Verbindung
mit der Atmosphäre. Die Entlüftung 16 des Bremsmagnetventils 10 ist über den Entlüftungsraum
86, die Einmündung 73, die Kammer 72 und die Entlüftung 87 mit der Atmosphäre verbunden.
Das Führerbremsventil und die Steuereinrichtung nach Fig. 2 arbeiten daher wie vorstehend
zu Fig. 1 und wie in der DE-B Nr. 3002001 (siehe dort Fig. 3) beschrieben.
[0026] Beim Umstellen des Umstellhahnes 47 in die Not-Schaltstellung arbeitet das Rundschieberventil
45 wie zu Fig. 1 beschrieben, zusätzlich sperrt es jedoch die Kammer 72 und damit
die Einmüdung 73 von der Entlüftung 87 ab, und zugleich wird aus der Zweigleitung
41 über den Umstellhahn 47 die Rohrleitung 42, den Entlüftungsanschluss 20 und das
unerregte Absperrmagnetventil 12 der Absperrkana) 19 weiterhin mit Druckluft beaufschlagt,
so dass das Relaisventil 21 an die Hauptluftleitung 27 angeschaltet und funktionsfähig
bleibt. Über die in Fig. 2 nicht dargestellten Zusatzbremsventile bewirkte Drucksteuerungen
gelangen, wie aus Fig. 1 ersichtlich, zur Einmündung 73 des Rundschieberventils 45
und von dort durch den Entlüftungsraum 86, die Entlüftung 16, das im unerregten Zustand
geöffnete Bremsmagnetventil 10 und das geöffnete Durchgangsventil 84 zum Steuerbehälter
14 und Kanal 15 und bewirken über das Relaisventil 21 eine entsprechende Drucksteuerung
für die Hauptluftleitung 27. Es ist somit also eine leistungsfähige Drucksteuerung
für die Hauptluftleitung 27 vermittels der Zusatzbremsventile gegeben.
[0027] Die Umschaltvorrichtung 35 mit dem Rundschieberventit 45 und dem Umstellhahn 47 ist
abweichend zur zeichnerischen Darstellung zweckmässig an die Schaltplatte 9 an- bzw.
aufflanschbar auszubilden, wodurch die erforderlichen, pneumatischen Verbindungen
in besonders einfacher Weise realisierbar sind. Es ist jedoch auch möglich, den Umstellhahn
47 getrennt vom Rundschieberventil 45 an einer gesonderten, gut zugänglichen Stelle
des Fahrzeuges zu montieren und so eine einfache Bedienung sicherzustellen.
[0028]

1. Elektropneumatische Steuereinrichtung für die Druckluftbremsen von Schienenfahrzeugen,
mit den Druck in einem Steuerbehälter (14) steuernden, willkürlich schaltbaren Magnetventilen
(10, 11), einem vom Druck im Steuerbehälter (14) entgegen dem Druck in einer Hauptluftleitung
(27) gesteuerten, den Druck in der Hauptluftleitung. (27) überwachenden Relaisventil
(21), einem einen Druckluftspeiseanschluss (2, 2'), einen Entlüftungsanschluss (3,
3') und einen Bremsdruckanschluss (4, 4') aufweisenden Zusatzbremsventil (1, 1'),
und einer Umschaltvorrichtung (35) mit drei gemeinsam schaltbaren Wechselventilen,
die in ihrer Normal-Schaltstellung bzw. einer bei Ausfall der Magnetventile (10, 11)
einzustellenden Not-Schaltstellung den Druckluftspeiseanschluss (2, 2') mit einer,
ggf. druckbegrenzten, Druckluftquelle (Druckbegrenzungsventil 23) bzw. der Atmosphäre
(Entlüftung 60), den Entlüftungsanschluss (3, 3') mit der Atmosphäre (Entlüftung 68)
bzw. einer, ggf. druckbegrenzten, Druckluftquelle (Druckbegrenzungsventil 22) und
den Bremsdruckanschluss (4, 4') direkt oder über ein Bremsdruck-Relaisventil (44)
indirekt mit einem Bremszylinder (29) bzw. direkt oder über das Relaisventil (21)
indirekt mit der Hauptluftleitung (27) verbinden, dadurch gekennzeichnet, dass die
drei Wechselventile zu einem Rundschieberventil (45) mit einem gemeinsamen, in einem
Gehäuse (48) in zwei Schaltstellungen einstellbaren Rundschieber (49) zusammengefasst
sind, wobei der Rundschieber (49) durch einen Kolben (56) bewegbar ist, dessen Druckluftbeaufschlagung
willkürlich vermittels eines Umstellhahnes (47) steuerbar ist.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (56)
in Verschieberichtung des Rundschiebers (49) zur Notschaltstellung entgegen der Kraft
einer Feder (57) druckluftbeaufschlagbar ist.
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundschieberventil
(45) eine in der Not-Schaltstellung eine Anzeigevorrichtung betätigende Schalteinrichtung
(74) aufweist.
4. Steuereinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rundschieber
(49) sechs Dichtstellen (50-55) aufweist, die im Zusammenwirken mit dem Gehäuse (48)
sechs benachbarte Kammern (59, 61, 64, 66, 69 und 72) bilden, wobei in der Normal-Schaltstellung
die erste, stirnseitige Kammer (59) mit einer von der ersten Dichtstelle (50) überschleifbaren
Entlüftung (60), die zweite Kammer (61) ständig mit einer an den Druckluftspeiseanschluss
(2, 2') des Zusatzbremsventils (1, 1') angeschlossenen Einmündung (62) und einer von
der zweiten Dichtstelle (51) überschleifbaren, aus einer der Druckluftquellen (Druckbegrenzungsventil
23), welche ggf. auf den maximalen Bremszylinderdruck geregelt ist, gespeisten Einmündung
(63), die dritte Kammer (64) mit einer von der dritten Dichtstelle (52) überschleifbaren,
aus der anderen, ggf. auf die Regeldruckhöhe in der Hauptluftleitung (27) geregelten,
Druckluftquelle (Druckbegrenzungsventil 22) gespeisten Einmündung (65), die vierte
Kammer (66) ständig mit einer an den Entlüftungsanschluss (3, 3') des Zusatzbremsventils
(1, 1') angeschlossenen Einmündung (67) und einer von der vierten Dichtstelle (53)
überschleifbaren Entlüftung (68), die fünfte Kammer (69) ständig mit einer direkt
oder indirekt an den Bremszylinder (29) angeschlossenen Einmündung (70) und einer
von der fünften Dichtstelle (54) überschleifbaren, an den Bremsdruckanschluss (4,
4') des Zusatzbremsventils (1, 1') angeschlossenen Einmündung (71 ) und die sechste,
von der sechsten Dichtstelle (55) begrenzte Kammer (72) ständig mit einer direkt oder
indirekt an die Hauptluftleitung (27) angeschlossenen Einmündung (73) verbunden ist.
5. Steuereinrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, mit einem Relaisventil (21) mit Absperrmöglichkeit
durch Entlüften einer in ihrer Druckführung durch ein Absperrmagnetventil (12) mit
Entlüftung (20) überwachten Absperrleitung (Absperrkanal 19), dadurch gekennzeichnet,
dass die Entlüftung (Entlüftungsanschluss 20) des Absperrmagnetventils (12) gemeinsam
mit dem Druckluftbeaufschlagungsraum (Raum 58) für den Kolben (56) vermittels des
Umstellhahnes (47) in dessen der Normal-Schaltstellung entsprechender Schaltstellung
mit der Atmosphäre (Entlüftung 76), in der Not-Schaltstellung entsprechender Schaltstellung
mit einer Druckluftquelle (Hauptbehälterleitung 26) verbunden ist (Fig. 2).
6. Steuereinrichtung nach Anspruch 5, wobei der Steuerbehälter (14) über ein den Magnetventilen
(10, 11) zugehörendes Lösemagnetventil (11) mit einer, ggf. auf die Regeldruckhöhe
in der Hauptluftleitung (27) begrenzten, Druckluftquelle (Druckbegrenzungsventil 22)
und über ein ebenfalls den Magnetventilen (10, 11) zugehörendes Bremsmagnetventil
(10) mit einer Entlüftung (16) verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, das die Entlüftung
(16) mit der ständig an die sechste Kammer (72) des Rundschieberventils (45) angeschlossenen
Einmündung (73) verbunden ist, und dass die sechste Dichtstelle (55) eine in der Normal-Schaltstellung
in die sechste Kammer (72) einmündende Entlüftung (87) zu überschleifen vermag (Fig.
2).
7. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das
Lösemagnetventil (11) und die aus der auf Regeldruckhöhe in der Hauptluftleitung (27)
geregelte Druckluftquelle gespeiste Einmündung (65) an einen gemeinsamen Druckbegrenzer
(Druckbegrenzungsventil 22) angeschlossen sind.
1. Electropneumaticcontroldeviceforthecom- pressed air brakes of rail vehicles, with
solenoid valves (10,11), which can be switched arbitrarily, controlling the pressure
in a control cylinder (14); a relay valve (21), controlled by the pressure in the
control cylinder (14) against the pressure in a main air line (27), monitoring the
pressure in the main air line (27); an additional brake valve (1, 1'), having a compressed
air feed connection (2, 2'), a venting connection (3, 3') and a brake pressure connection
(4,4'); and a switch-over device (35) with three jointly switchable spool valves,
which, in their normal switching-position, or in an emergency switching-position to
be set in the case of failure of the solenoid valves (10, 11), link the compressed
air feed connection (2, 2') with a - if necessary pressure-limited - compressed air
source (pressure-limiting valve 23) or with the atmosphere (vent 60), the venting
connection (3, 3') with the atmosphere (vent 68) or with a - if necessary pressure-limited
- compressed air source (pressure-limiting valve 22); and the brake pressure connection
(4, 4') directly or indirectly via a brake pressure relay valve (44) with a brake
cylinder (29), or directly or indirectly via the relay valve (21) with the main air
line (27); characterized in that the three spool valves are combined into a tubular
slide valve (45) with a joint tubular slide (49) which can be set in two switching-positions
in a housing (48), the tubular slide (49) being moveable through a piston (56), whose
compressed air admission is arbitrarily controllable by means of a shift cock (47).
2. Control device according to Claim 1, characterized in that the piston (56) can
admit compressed air in the displacement direction of the tubular slide (49) to the
emergency switching-position against the force of a spring (57).
3. Control device according to Claim 1 or 2, characterized in that the tubular slide
valve (45) has a switching device (74) operating an indicator arrangement in the emergency
switching-position.
4. Control device according to Claim 2 or 3, characterized in that the tubular slide
(49) has six sealing places (50-55) which form, in combined action with the housing
(48), six neighbouring chambers (59, 61, 64, 66, 69 and 72), with which, in the normal
switching-position, the first chamber on the front (59) is linked with a vent (60)
over which the first sealing place (50) can slide; the second chamber (61) [is linked]
constantly with a junction (62) connected to the compressed air feed connection (2,
2') of the additional brake valve (1,1') and with a junction (63), over which the
second sealing place (51) can slide, fed from one of the compressed air sources (pressure-limited
valve 23), which is regulated if necessary to the maximum brake cylinder pressure;
the third chamber (64) [is linked] with a junction (65), over which the third sealing
place (52) can slide, fed from the other compressed air source (pressure-limiting
valve 22), regulated if necessary to the regulating pressure head in the main air
line (27); the fourth chamber (66) [is linked] constantly with a junction (67) connected
to the de-aeration connection (3,3') of the additional brake valve (1, 1') and with
a vent (68) over which the fourth sealing place (53) can slide; the fifth chamber
(69) [is linked] constantly with a junction (70) connected directly or indirectly
to the brake cylinder (29) and with a junction (71), over which the fifth sealing
place (54) can slide, connected to the brake pressure connection (4, 4') of the additional
brake valve (1, 1'); and the sixth chamber (72), limited by the sixth sealing place
(55) [is finked'1 constantlywith a junction (73) connected directly or indirectly
to the main air line (27).
5. Control device according to Claim 2, 3 or 4, with a relay valve (21) with cut-off
possibility through venting of a cut-off line (cut-off channel 19), monitored in its
pressure guidance through a cut-off solenoid valve (12) with vent (20), characterized
in that the vent (venting connection 20) of the cut-off solenoid valve (12), jointly
with the compressed air admission space (space 58} for the piston (56), is, by means
of the shift cock (47), linked in the latter's [the switch cock's] switching-position
corresponding to the normal switching-position with the atmosphere (vent 76); [and]
in the switching-position corresponding to the emergency switching-position with a
compressed air source (main container line 26) (fig. 2).
6. Control device according to Claim 5, with which the control cylinder (14) can be
linked, via a release solenoid valve (11) belonging to the solenoid valves (10, 11),
with a compressed air source (pressure-limiting valve 22) - limited if necessary to
the regulating pressure head in the main air line (27); and via a brake valve (10)
belonging likewise to the solenoid valves (10, 11), with a vent (16), characterized
in that the vent (16) is linked with the junction (73) constantly connected to the
sixth chamber (72) of the tubular slide valve (45); and in that the sixth sealing
place (55) can slide over a vent (87) joining, in the normal switching-position, into
the sixth chamber (72) (fig. 2).
7. Control device according to Claims 4 and 6, characterized in that the release solenoid
valve (11) and the junction (65), fed from the compressed air source regulated to
the regulating pressure head in the main air line (27), are connected to a joint pressure
limiter (pressure-limiting valve 22).
1. Dispositif de commande électropneumati- que pour freins à air comprimé de véhicules
sur rails, comportant des électrovannes (10, 11 ) susceptibles d'être branchées intentionnellement
et réglant la pression dans un réservoir de commande (14), une soupape de relais (21
) commandée par la pression qui règne dans le réservoir de commande, à l'encontre
de la pression qui règne dans la conduite principale (27), et contrôlant la pression
qui règne dans cette dernière, un robinet de freinage supplémentaire (1, 1') pourvu
d'un raccord d'alimentation en air comprimé (2, 2'), un raccord de mise à l'atmosphère
(3, 3') et un raccord de pression de freinage (4,4'), et comportant un dispositif
de commutation (35) pourvu de trois soupapes à deux voies susceptibles d'être commandées
en commun, et qui, dans leur position de commutation normale ou dans une position
de commutation d'urgence à régler en cas de défaillance des électrovannes (10, 11
), relient le raccord d'alimentation en air comprimé (2, 2'), à une source d'air comprimé
(soupape de limitation de la pression 23), éventuellement à pression limitée, ou à
l'atmosphère (dêsaération 60), relient le raccord de mise à l'atmosphère (3, 3') à
l'atmosphère ou à une source d'air comprimé (soupape de limitation de pression 22),
éventuellement à pression limitée, et relient le raccord de la pression de freinage
(4, 4'), directement ou par l'intermédiaire d'unesoupape de relais (44) de la pression
defrei- nage, indirectement à un cylindre de frein (29) ou directement ou par l'intermédiaire
de la soupape de relais indirectement à la conduite d'air principalement (27), caractérisé
par le fait que les trois soupapes à deux voies sont rassemblées en une soupape à
tiroir rond (45) pourvue d'un tiroir rond commun (49) réglable dans un carter (48)
dans deux positions de commutation, le tiroir rond (49) étant susceptible d'être déplacé
par un piston (56) dont la charge en air comprimé est susceptible d'être commandée
intentionnellement à l'aide d'un robinet de commutation (47).
2. Dispositif de commande selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le
piston (56) est susceptible d'être chargé en air comprimé dans le sens du déplacement
du tiroir rond (49) vers la position d'urgence, à l'encontre de la force d'un ressort
(57).
3. Dispositif de commande selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le
fait que la soupape à tiroir rond (45) comporte un dispositif de commutation (74)
actionnant un dispositif d'affichage, dans la position de commutation d'urgence.
4. Dispositif de commande selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé par le
fait que le tiroir rond (49) comporte quatre points d'étanchéité (50-55) qui, en coopération
avec le carter (48), constituent six chambres voisines (59, 61, 64, 66, 69 et 72),
la réalisation étant telle que, dans la position de commutation normale, la première
chambre frontale est reliée à une désaération (60) sur laquelle peut passer le premier
point d'étanchéité (50), la seconde chambre (61 ) est reliée en permanence à une embouchure
(62) reliée au raccord d'alimentation en air comprimé (2, 2') du robinet de freinage
supplémentaire (1,1') et à une embouchure (63) sur laquelle peut passer le second
point d'étanchéité (53) et alimentée par l'une des sources d'air comprimé (soupape
de limitation de pression 23) qui est éventuellement à la pression maximale du cylindre
de frein, la troisième chambre (64) est reliée à une embouchure (65) sur laquelle
peut passer le troisième point d'étanchéité (52) et alimentée par l'autre source d'air
comprimé (soupape de limitation de pression 22) qui est éventuellement réglée au niveau
de la pression qui règne dans la conduite principale (27), la quatrième chambre (66)
est reliée en permanence à une embouchure (67) reliée au raccord de désaération (3,3')
de la soupape de freinage supplémentaire (1, 1') et à une désaération (68) sur laquelle
peut passer le quatrième point d'étanchéité (53), la cinquième chambre (69) est reliée
en permanence à une embouchure (70) reliée directement ou indirectement au cylindre
de frein (29) et à une embouchure (71 ) reliée au raccord de la pression de freinage
(4, 4') du robinet de freinage supplémentaire (1, 1') sur laquelle peut passer le
cinquième point d'étanchéité (54), et la sixième chambre (72), qui est limitée par
le sixième point d'étanchéité (55), est reliée en permanence à une embouchure (73)
reliée directement ou indirectement à la conduite principale.
5. Dispositif de commande selon l'une des revendications 2, 3 ou 4, comportant une
soupape de relais (21) avec possibilité de fermeture par désaération d'une conduite
de fermeture (canal de fermeture 19) contrôlée du point de vue de sa pression par
une électrovanne de fermeture (12), caractérisé par le fait que la désaération (raccord
de désaération 20) de l'électrovanne de fermeture (12) est reliée, en commun avec
la chambre de charge en air comprimé (chambre 58) pour le piston (56), à l'aide du
robinet de commutation (47) et, pour la position de commutation qui correspond à la
position de commutation normale de ce dernier, avec l'atmosphère (désaération 76),
et à une source d'air comprimé (conduite du réservoir principal 26) dans la position
de commutation qui correspond à la position de commutation d'urgence dudit robinet
(fig. 2).
6. Dispositif de commande selon la revendication 5, dans lequel le réservoir de commande
(14) est relié, par l'intermédiaire d'une électrovanne de desserrage (11 ) appartenant
aux électrovannes (10,11 ), à une source d'air comprimé (soupape de limitation de
la pression 22), limitée éventuellement au niveau de la pression réglée dans la conduite
principale (27), et à une désaération (16), par l'intermédiaire d'une électrovanne
de freinage (10) appartenant également aux électrovannes (10, 11 ), caractérisé par
le fait que la désaération (16) est reliée à l'embouchure (73) qui est reliée en permanence
à la sixième chambre (72) de la soupape à tiroir rond (45), et que le second point
d'étanchéité (55) est capable de passer sur une désaération (87) qui débouche, dans
la sixième chambre (72), dans la position de commutation normale (fig. 2).
7. Dispositif de commande selon les revendications 4 et 6, caractérisé par le fait
que l'électrovanne de desserrage (11) et l'embouchure (65), alimentées par la soupape
d'air comprimé qui est réglée au niveau de la pression qui règne dans la. conduite
principale (27), sont reliées à un limiteur commun de pression (soupape de limitation
de la pression 22).

