(19)
(11) EP 0 105 514 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.04.1986  Patentblatt  1986/14

(21) Anmeldenummer: 83109867.8

(22) Anmeldetag:  03.10.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E06B 9/01

(54)

Vorrichtung zur Sicherung von Bauwerkschächten gegen Aufbruch

Device for securing building shafts against breakage

Dispositif pour la consolidation des puits de bâtiment contre l'effraction


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH GB LI NL

(30) Priorität: 04.10.1982 DE 3236655

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
18.04.1984  Patentblatt  1984/16

(71) Anmelder: Baum, Albert
D-8752 Goldbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Baum, Albert
    D-8752 Goldbach (DE)

(74) Vertreter: Grams, Klaus Dieter, Dipl.-Ing. et al
Patentanwaltsbüro Tiedtke-Bühling-Kinne & Partner Bavariaring 4
80336 München
80336 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherung von Bauwerkschächten, beispielsweise von Gebäude-Lichtschächten, gegen Aufbruch, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Derartige Vorrichtungen werden vorzugsweise nachträglich in Lichtschächte von besonders zu sichern den Gebäuden, wie z.B. von Bankgebäuden oder von Gefängnissen eingebaut. An derartige Vorrichtungen werden deshalb die folgenden Hauptanforderungen gestellt: Es muss eine einfache Installierbarkeitgegeben sein und die Vorrichtungskomponenten müssen gut gegen jegliche Einbruchs-Werkzeuge gesichert sein.

    [0002] Aus der DE-OS 2932205 ist eine Vorrichtung oben erwähnter Art bekannt, bei der das Verankerungsteil. der Sperrstäbe von einem an der Lichtschachtwandung festgedübelten Kastenprofilträger gebildet ist, der mit mehreren Durchbrüchen zur Aufnahme der Sperrstabenden versehen ist. Die Sperrstäbe sind von Kreisrohren gebildet, in denen jeweils ein ebenfalls kreisrunder Sicherungs-Prismenstab aufgenommen ist, der sich beim Durchsägen des Sperrstabs in diesem drehen und ein weiteres Vordringen der Säge verhindern soll. Um allerdings die Montage und insbesondere den nachträglichen Einbau dieser Vorrichtung in einen bereits vorliegenden Lichtschacht ermöglichen zu können, muss der Kastenprofilträger an Stellen angedübeltwerden, die sich zwischen den Ausnehmungen für die einzelnen Sperrstäbe befinden, wobei zur Ermöglichung des Anziehens der Befestigungsschrauben in diesen Bereichen zwischen den Sperrstäben Öffnungen im Kastenprofilträger vorgesehen werden müssen, die nach Beendigung des Montagevorgangs mit Verschlusskappen abgedeckt werden.

    [0003] Abgesehen davon, dass diese bekannte Vorrichtung bereits deshalb eine nur geringe Einbruchssicherheit bieten kann, weil die Sperrstäbe mit geeigneten Biege- und Einbruchswerkzeugen so weit verformt werden können, dass sich der innenliegende Sicherungs-Prismenstab mit dem Sperrstab verklemmt und sich somit nicht mehr mitdrehen kann, hat diese Vorrichtung den weiteren wesentlichen Nachteil, dass die Befestigungsschrauben des Kastenprofilträgers sehr einfach freigelegt werden können, selbst wenn der Hohlraum im Kastenprofilträger mit Beton ausgegossen sein sollte.

    [0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gemäss dem oberbegriff des Patentanspruches 1 zu schaffen, die bei vereinfachter Montage ein Höchstmass an Aufbruchssicherheit bietet.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.

    [0006] Erfindungsgemäss wird für jeden Sperrstab der Sicherungsvorrichtung ein gesonderter Befestigungssockel vorgesehen, der aufgrund der erfindungsgemässen Schnappkörperverriegelung den Sperrstab derart aufnehmen kann, dass dieser die Befestigungsschraube vollkommen abdeckt. Die Befestigungsschraube des Befestigungssockels kann somit ohne Herausnehmen des Stabs nicht mehr freigelegt werden, so dass die Vorrichtung wesentlich sicherer wird. Dabei ist die Montage der Sicherungsvorrichtung besonders einfach, weil zunächst die einzelnen Befestigungssockel fest angeschraubt werden können, bevor die jeweiligen Sperrstäbe in die Sockel eingeführt werden. Die Sperrstäbe können dann entweder mit den Stirnseiten oder mit den Aussenoberflächen der Endabschnitte den Befestigungsschrauben gegenüberliegen. Dafür die tatsächliche Aufbruchssicherheit einer Einbruchssicherung das schwächste Glied bestimmend ist, dient der weitere erfindungsgemässe Schritt dazu, die Sperrstäbe so zu gestalten, dass sie selbst vor leistungsstärksten Einbruchswerkzeugen, die entweder mechanisch oder thermisch arbeiten, zuverlässig geschützt sind. Zu diesem Zweck wird der Sperrstab als Vieleckprisma ausgebildet, das bevorzugterweise so montiert wird, dass das Biegewiderstandsmoment des Prismenstabquerschnitts in den Richtungen besonders gross wird, die bei einem Aufbruchs- bzw. Einbruchsversuch durch Ansetzen irgendeines Krafthebelwerkzeuges für die Beanspruchung des Sperrstabs besonders relevant sind. So wird beispielsweise ein Sperrstab, der von einem hohlen Profilrohr mit quadratischem Querschnitt gebildet ist, derart in einen beispielsweise vertikal verlaufenden Lichtschacht eingebaut, dass die Aussenflächen des Sperrstabs mit den vertikalen Lichtschachtwänden einen Winkel von 45° einschliessen. Auf diese Weise kann der Sperrstab einem Kraftwerkzeug, beispielsweise einem Wagenheber, das auf den Sperrstab eine horizontal gerichtete Kraft ausübt, ein grosses Biegewiderstandsmoment entgegensetzen. Die erfindungsgemässe Formgebund des Sperrstabs führt dabei zu dem weiteren wesentlichen Vorteil, dass sich der Innenraum im Sperrstab selbst bei Einwirkungen grösser Kräfte nur unwesentlich verformt, so dass der im Inneren des Sperrstabs aufgenommene Sicherungs-Prismenstab auch bei grosser Krafteinwirkung weiterhin zuverlässig seine spezielle Funktion erfüllen kann.

    [0007] Zu einer besonders vorteilhaften Weiterbildung gelangt man mit den Merkmalen des Unteranspruches 2. Durch diese Weiterbildung wird erreicht, dass im Inneren des Sperrstabs ein vollkommen abgeschlossener Hohlraum gebildet wird, der sich insbesondere dann vorteilhaft auswirkt, wenn die Bauwerksicherung mit thermisch arbeitenden Aufbruchsgeräten, beispielsweise mit Schweiss- bzw. Schneidbrennern, aufgebrochen werden soll. Der abgeschlossene Raum im Sperrstab führt bei Einwirkung hoher Temperaturen von aussen beim Ansetzen des Schneidbrenners dazu, dass sich im Inneren des Sperrstabs ein relativ hoher Druck aufbaut, der beim Durchbrechen der Sperrstabwandung zu Rückschlägen der Schneidflamme führt. Das Durchtrennen der Sperrstäbe wird auf diese Weise erschwert. Mit der Weiterbildung gemäss Unteranspruch 2 wird dem Verschlusskörper ferner eine zusätzliche Funktion übertragen, die in der Aufnahme der Schnappkörper der Schnappkörperverriegelung liegt. Dadurch wird der konstruktionstechnische Aufwand der Sicherungsvorrichtung auf einem niedrigen Niveau gehalten.

    [0008] In vorteilhafter Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Schnappkörperverriegelung zwei sich über eine Druckfeder aneinander abstützende Stahlstifte aufweist, die in einer diametral verlaufenden Bohrung des Verschlusskörpers geführt sind, so dass die Schnappkörperverriegelung einerseits den Sperrstab selbst dann zuverlässig gegen Herausziehen sichert, wenn auf diesen grosse Zugkräfte wirken, wobei sie zusätzlich dafür sorgt, dass die Stahlstifte selbst dann mit grossen Kräften nach aussen gedrückt werden können, wenn nur ein kleiner Bauraum zur Aufnahme der Schnappkörper freigehalten werden kann. Weil die Druckfeder vollkommen innerhalb des Verschlusskörpers aufgenommen ist, wird durch diese Weiterbildung zusätzlich dafür gesorgt, dass die Druckfeder selbst bei längerer Erwärmung der randseitigen Endabschnitte des Sperrstabs nicht die Ausglühtemperatur erreicht, so dass die Schnappkörperverriegelung auch nach langer Einwirkung eines Schneidbrenners voll zuverlässig arbeitet.

    [0009] Zu einer besonders aufbruchssicheren Ausgestaltung der Vorrichtung gelangt man mit der Weiterbildung gemäss Unteranspruch 3. Durch die Gestaltung des Innenraumes der Sperrstäbe in Form eines Vieleck- Prismas wird auf der einen Seite das Biegewiderstandsmoment des Sperrstabs nur unwesentlich vermindert, andererseits aber dafür gesorgt, dass in den Eckbereichen Führungs-Hohlräume entstehen, in denen leichtgängig drehbare Stahl-Rollkerne verhältnismässig kleinen Durchmessers aufgenommen werden können. Durch die oben erwähnte erfindungsgemässe Gestaltung des Sperrstabs können diese Führungs-Hohlräume für die Stahl-Rollkerne nur sehr schwer zusammengedrückt werden, so dass ein Einklemmen der Stahl-Rollkerne weitgehend ausgeschlossen ist. Selbst wenn der Sperrstab in grossem Ausmass verdrillt bzw. verbogen wird, können sich die Stahl-Rollkerne bedingt durch ihre Flexibilität immer noch frei und leichtgängig in diesen Hohlräumen drehen, wenn ein von aussen angesetztes und den Sperrstab durchdringendes Schneidwerkzeug auf die Stahl-Rollkerne trifft. Ein weiteres Durchtrennen der Sperrstäbe ist somit nicht möglich. Wenn beispielsweise ein Vierkant-Profilrohr als Sperrstab und ein kreiszylindrisches Rohr als Sicherungs-Prismenstab verwendet wird, entstehen vier über den Umfang des Sperrstabs gleichmässig verteilte Führungs- Hohlräume, so dass der Sperrstab von keiner Seite durchsägt bzw. durchtrennt werden kann. Die Stahl-Rollkerne können einstückig ausgebildet sein, ohne dass dadurch in Kauf genommen würde, dass sie sich in den Führungs-Hohlräumen verklemmen. Durch geeignete Gestaltung des Querschnitts der Sicherungs-Prismenstäbe, kann der Querschnitt der Führungs-Hohlräume innerhalb des Sperrstabs dahingehend optimiert werden, dass keine Klemmspalte entstehen. In dieser Hinsicht weist beispielsweise eine Ausgestaltung des Sicherungs-Hohlprismenstabs als Achtkant-Hohlprismenstab besondere Vorteile auf.

    [0010] Wenn der Verschlusskörper des Sperrstabs auf der dem Sicherungs-Hohlprismenstabzugewandten Seite einen angedrehten Zapfen aufweist, der den Sicherungs-Prismenstab in radialer Richtung nicht überragt, können die Stahl-Rollstäbe unter Führung auf dem angedrehten Zapfen länger ausgebildet werden als das Sicherungs-Hohlprismenrohr, wodurch erreicht wird, dass die Stahl-Rollstifte im fertig montierten Zustand der Sperrstäbe zuverlässig in die Ausnehmung des Befestigungssockels ragen. Somit liegt im gesamten, von aussen direkt zugänglichen Bereich des Sperrstabs keine Stelle vor, in der ein Schneid- bzw. Trennwerkzeug angesetzt werden könnte, ohne auf einen Stahl-Rollkern zu treffen. Bevorzugterweise verschliesst der angedrehte Zapfen des Verschlusskörpers den Innenraum des Hohlprismenstabs, so dass der oben erwähnte Sicherungseffekt bei Bearbeitung der Sicherungsvorrichtung mit einem Schneidbrenner noch verstärkt wird.

    [0011] Wenn der Befestigungssockel ebenfalls die äussere Form eines Vieleck-Prismas besitzt, ergibt sich eine besonders steife Verankerung der Sperrstäbe, die zusätzlich zur Funktionssicherheit der Sicherungsvorrichtung beiträgt. Diese Formgebung'hat aber auch fertigungstechnische Vorteile, wenn die Form des Vieleck-Prismas des Befestigungssockels dem Vieleck-Prisma des Sperrstabs angepasst wird. Auf diese Weise gelingt es mit einfachsten Bauteilen, d.h. mit auf dem Markt preisgünstig erhältlichen Halbzeugen, wie z.B. von Profilrohren und Stahlplatten, einen Befestigungssockel mit allen oben erwähnten Vorteilen zusammenzuschweissen.

    [0012] Die Konstruktion gemäss Unteranspruch 4 ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Blendenplatte, d.h. die innenseitige Oberfläche der Blendenplatte als Anlagefläche für die nach aussen gedrückten Schnappkörper herangezogen wird. Der vorrichtungstechnische Aufwand wird auf diese Weise weiter reduziert.

    [0013] Die Ausbildung des Befestigungssockels als Gussteil ermöglicht es, die Funktions- bzw. Aufbruchssicherheit der Vorrichtung weiter anzuheben, indem an vorbestimmten Stellen, die die Montage bzw. das Einsetzen der Sperrstäbe in die Befestigungssockel nicht stören, Materialanhäufungen vorgesehen werden, die zur Aufnahme von zusätzlichen Sicherungseinrichtungen dienen.

    [0014] Die Länge bzw. die Höhe des Befestigungssokkels wird bevorzugterweise derart gewählt bzw. auf die Höhe der Befestigungsschraube bzw. auf die Abmessungen des Verschlusskörpers abgestimmt, dass im Endmontagezustand des Sperrstabs auch der Sicherungs-Hohlprismenstab noch in axialer Richtung mit dem Befestigungssockel überlappt. Wenn bei dieser Ausgestaltung beispielsweise ein Sicherungs-Rundstab verwendet wird, der im Sperrstab frei drehbar aufgenommen ist, kann der Sicherungs-Rundstab im gesamten Bereich zwischen den beiden Befestigungssokkein zuverlässig eine Sicherung gegen Durchtrennen bzw. Durchsägen des Sperrstabs bieten.

    [0015] Um den Befestigungssockel zusätzlich zu sichern, kann dieser in den Bereichen, die radial ausserhalb der vom Sperrstab abgedeckten Fläche liegen, Stahl-Rollstifte aufnehmen, die in hermetisch abgedichteten Bohrungen frei drehbar gelagert sind. Dabei kann der Befestigungssockel mit parallel zum Sperrstab ausgerichteten Stab-Rollstiften versehen sein, diesich längs des Befestigungssockels so weit erstrecken, dass sie mit ihren Enden mit den oben erwähnten Stahl-Rollkernen überlappen. Diese Weiterbildung ist fertigungstechnisch einfach zu realisieren, zumal die Bohrungen im Befestigungssockel für die Stahl-Rollstifte nicht allzu tief ausgebildet werden müssen, da die Stahl-Rollkerne im Sperrstab bedingt durch die besondere Ausgestaltung des Verschlusskörpers ohnehin länger gehalten sind als das Sicherungs-Hohlprismenrohr. Die Aufnahmebohrungen für die sich beim Ansetzen eines Säge- bzw. Trennwerkzeugs leicht mitdrehenden Stahl-Rollstifte können sowohl in einem als Schweisskonstruktion ausgebildeten Befestigungssockel als auch in einem als Gussteil ausgebildeten Befestigungssockel vorgesehen sein. Allerdings hat diesbezüglich die Ausbildung als Gussteil den besonderen Vorteil, weil es in diesem Fall gelingt, durch einfache Materialanhäufungen im Bereich der Ekken der Vieleck-Prismenausnehmung Raum für eine vom Verankerungsfuss des Befestigungssokkels ausgehende Blindbohrung zu schaffen, die zur Aufnahme der Stahl-Rollstifte dient. Weil die Bohrung vom Verankerungsfuss ausgeht, kann sie nach dem Einlegen des Stahl-Rollstiftes durch einen nicht besonders zu sichernden Verschlusskörper wasserdicht abgeschlossen werden, nachdem sie mit irgendeinem geeigneten Schmiermittel aufgefüllt worden ist. Dadurch wird sichergestellt, dass sich der Stahl-Rollstift auch nach langer Betriebszeit noch vollkommen sicher und zuverlässig in der Blindbohrung dreht, wenn ein Säge- bzw. Trennwerkzeug auf ihn trifft.

    [0016] Die Form des Sperrstabs kann selbstverständlich innerhalb weiter Grenzen variiert werden; es hat sich jedoch als besonders vorteilhaft erwiesen, den Sperrstab als Hohlprofil mit quadratischer Innen- und Aussenkontur auszubilden.

    [0017] Auch der Sicherungs-Hohlprismenstab kann verschiedenste Formgebung erfahren, beispielsweise als Kreiszylinderrohr oder als Achtkant-Hohlprismenstab. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Ausbildung als Vieleck-Prismenstab nur dann zu besonders hohen Aufbruchssicherheiten führt, wenn zusätzlich in den zwischen Scherungs-Hohlprismenstab und Sperrstab verbleibenden Hohlräumen Stahl-Rollkernevorgesehen sind.

    [0018] Für die zusätzliche Sicherung der anmeldungsgemässen Einbruchssicherung können noch weitere Massnahmen ergriffen werden. So kann beispielsweise durch Einlegen eines weiteren Stahlkerns oder eines Kunststoffkerns oder eines weiteren Sicherungs-Stahlrohrs in den Sicherungs-Hohlprismenstab eine zusätzliche Sicherungsstufe realisiert werden.

    [0019] Wenn im Sicherungs- Hohlprismenstab beispielsweise ein Kunststoffkern eingelegt ist, so kann man einerseits dafür sorgen, Jass ein beispielsweise mit Diamantzähnen bestücktes Trennwerkzeug beim Auftreffen auf diesen Kunststoffstab weitgehend unwirksam wird, indem die Spantaschen mit diesem Kunststoff aufgefüllt werden; andererseits gelingt es durch geeignete Auswahl der chemischen Zusammensetzung des Kunststoffes, bei thermischer Einwirkung - wenn beispielsweise an den Sperrstab ein Brennschneidwerkzeug angesetzt wird - besondere Effekte, wie z.B. starke Rauchentwicklung oder explosionsartige Effekte, hervorzurufen, die den Ein- bzw. Ausbrechenden stark stören.

    [0020] Selbstverständlich können im Sperrstab auch mehrere ineinanderliegende Prismenrohre aus verschiedenen Werkstoffen angeordnet werden, die aus unterschiedlichem Basiswerkstoff bestehen. Diese Massnahme erschwert dann zusätzlich das Aufbrechen des Sperrstabs mit einem Schneidbrenner, indem die unterschiedlichen Werkstoffreaktionen ausgenützt werden.

    [0021] Um auch bei unterschiedlicher Werkstoffwahl der verschiedenen Prismenstäbe bzw. -rohre Kontaktkorrosionserscheinungen auszuschliessen, werden die miteinander unmittelbar in Berührung stehenden Oberflächen der verschiedenen Prismenrohre mit identischen Materialien beschichtet, beispielsweise verzinkt.

    [0022] Besonders vorteilhaft ist auch die Weiterbildung derart, dass de. Hohlraum innerhalb des Verankerungssockeis zwischen dem Kopf der Verankeungsschraube und dem Verschlusskörper nach aussen hermelisch abgedichtet ist, weil auf diese Weise über einen langen Zeitraum hinweg sichergestellt werden kann, dass die Leichtgängigkeit der Stahl-Rollkerne, des Sicherungs-Hohlprismenstabs und der Schnappkörperverriegelung aufrechterhalten wird.

    [0023] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der übrigen Unteransprüche.

    [0024] Nachstehend werden anhand schematischer Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 in perspektivischer Ansicht schräg von oben einen schematisierten Lichtschacht mit darin angeordnetem Sperrstab;

    Fig. 2, 2a perspektivische Ansichten weiterer Ausführungsiormen von Befestigungssockeln;

    Fig. 3 eine Teil-Schnittansicht des Endabschnittes einer Ausführungsform des Sperrstabs mit darin aufgenommenem Sicherungs-Hohlprismenstab und mehreren Stahl-Rollkernen, wobei diese Figur die einzelnen Komponenten in der relativen Lagezuordnung zeigt, die sie im Endmontagezustand einnehmen;

    Fig. 4 eine Ansicht der Fig. 3 bei einer Blickrichtung entlang des Pfeiles IV;

    Fig. 5 eine Frontansicht des in den Endabschnitt des Sperrstabs gemäss Fig. 3 einzusetzenden Verschlusskörpers;

    Fig. 6 eine Seitenansicht des Verschlusskörpers gemäss Fig. 5 bei einer Blickrichtung entlang dem Pfeil VI;

    Fig. 7 eine Schnittansicht des Verschlusskörpers , gemäss Fig. 5 bei einer Schnittführung entlang der Linie VII-VII;

    Fig. 8 eine Frontansicht einer Ausführungsform des Befestigungssockels für den Sperrstab;

    Fig. 9 eine Schnittansicht des in Fig. 8 gezeigten Befestigungssockels bei einer Schnittführung entlang der Linie IX-IX in Fig. 8;

    Fig. 10 eine im Teilschnitt gezeigte Zusammenstellungsansicht der gesamten Vorrichtung im montierten Zustand, wobei nur eine Verankerungsstelle des Sperrstabs gezeigt ist;

    Fig. 11 eine perspektivische Ansicht einer Weiterbildung des in den Fig. 8 und 9 gezeigten Befestigungssockels, und

    Fig. 12 bis 18 in der Fig. 4 ähnlichen Ansichten verschiedene Varianten von Sperrstab-Sicherungen.



    [0025] Fig. 1 zeigt schematisch einen gegen Einbruch zu sichernden Lichtschacht 1, wie er beispielsweise in Gefängnisgebäuden vorgesehen ist. DieAchse 2 des Lichtschachtes 1 erstreckt sich beim dargestellten Ausführungsbeispiel in vertikaler Richtung. In einer Ebene senkrecht zur Lichtschachtachse 2 erstreckt sich ein den Lichtschacht 1 quer überspannender hohler Sperrstab 3, der beidseitig mit seinen Enden 4 bzw. 4' in jeweils einem Verankerungsteil 5 fest aufgenommen ist. Das Verankerungsteil 5 ist mit verdeckten Schrauben an der Schachtwandung montiert, wobei jedem Sperrstab 3, wie nachfolgend noch im einzelnen beschrieben werden soll, eine gesonderte Befestigungsschraube zugeordnet ist.

    [0026] Der Sperrstab 3 hat die Form eines Vieleckprismas und in der Ausführungsform gemäss Fig. 1 wird dieser Sperrstab 3 von einem Profilrohr mit quadratischem Querschnitt gebildet. Die Enden 4 bzw. 4' des Sperrstabs sind formschlüssig in einer Ausnehmung 6 (vergleiche auch Fig. 2) aufgenommen, die in dem als Befestigungssockel 5 ausgebildeten Verankerungsteil vorgesehen ist. Der Befestigungssockel 5 besitzt eine Grundplatte 7 bzw. (gemäss Fig. 2) 7', an die sich ein prismatischer Rohrstutzen 8 zur Aufnahme des Sperrstabendes 4 bzw. 4' anschliesst. Der Sperrstab 3 wird auf diese Weise mit seinen Enden 4 bzw. 4' formschlüssig im Befestigungssockel 5 aufgenommen und mittels einer Schnappkörperverriegelung, die weiter unten näher erläutert werden soll, gegen Herausziehen gesichert. Die Schnappkörperverriegelung hat dabei insbesondere den Vorteil, dass die nachstehend noch näher zu beschreibenden Sicherungsmechanismen innerhalb des Befestigungssockels 5 und/oder des Sperrstabs 3 bei der Montage keinerlei inneren Verspannungen unterworfen werden.

    [0027] Die Befestigungssockel 5 werden derart an der Schachtwandung befestigt, dass die Befestigungsschrauben 9 (vergleiche Fig. 10) in der axialen Verlängerung der Sperrstäbe 3 zu liegen kommen und somit vollkommen von den Sperrstäben 3 abgedeckt werden.

    [0028] Wie aus den Darstellungen gemäss Fig. 1 und 2 hervorgeht, werden die prismatischen Sperrstäbe 3 mit quadratischer Querschnittsfläche derart angeordnet bzw. in den Befestigungssockeln 5 aufgenommen, dass das Biegewiderstandsmoment des Sperrstabs 3 bei Krafteinwirkungsrichtungen parallel zur Schachtachse 2 bzw. in einer Ebene senkrecht zu dieser Schachtachse 2 besonders gross wird. Dies erkennt man auch aus der Fig. 2, in der die Achsen 10 der Sperrstäbe in der Ebene senkrecht zur Lichtschachtachse 2 verlaufen.

    [0029] Der Sperrstab 3 wird bevorzugterweise von einem verzinkten und gegebenenfalls noch vergüteten Stahlrohr aus hochfestem Stahl gebildet.

    [0030] Wie aus den Fig. 3 und 4 erkennbar ist, nimmt der Sperrstab 3 in seinem Inneren einen Sicherungsprismenstab bzw. -Hohlprismenstab 11 auf, der sich im wesentlichen über die gesamte Länge des Sperrstabs 3 erstreckt, wobei die Aufnahme derart erfolgt, dass eine freie Drehbarkeit im Inneren des Sperrstabs 3 gewährleistet ist. Diese freie Drehbarkeit ist beispielsweise dann gewährleistet, wenn der Sperrstab, wie in den Fig. 3 und 4 gezeigt, als Prismenrohr mit quadratischem Querschnitt und der Sicherungs-Hohlprismenstab 11 als Kreisrohr ausgebildet ist. Die Drehbarkeit des Sicherungs-Hohlprismenstabs 11 sorgt dafür, dass sich dieser innerhalb des Sperrstabs 3 frei mitdrehen kann, wenn ein Sägewerkzeug bzw. Trennwerkzeug von aussen den Sperrstab 3 durchdringt und auf den Sicherungs-Hohlprismenstab trifft. In diesem Moment kann das Sägewerkzeug nicht mehr weiter in den Sperrstab 3 vordringen.

    [0031] Fig. 3 zeigt die Lagezuordnung zwischen dem Sperrstab 3 und dem Sicherungs-Hohlprismenstab 11 im Endmontagezustand, d.h. in dem Zustand, in dem die endseitigen Schnappkörperverriegelungen eingerastet sind. Die Schnappkörperverriegelung kann herkömmlichen Aufbau besitzen und auf verschiedenste Art und Weise mit dem Sperrstab 3 in Funktionseingriff stehen. Eine mögliche Variante einer vorteilhaften Aufnahme einer Schnappkörperverriegelung ist in den Fig. 5 bis 7 bzw. - in der Zusammenstellung - 10 gezeigt. Zu diesem Zweck ist ein den Sperrstab 3 endseitig verschliessender Verschlusskörper 12 vorgesehen, dessen Formgebung dem Innenquerschnitt des Sperrstabs 3 angepasst ist, so dass er den Sperrstab 3 vollkommen abdichtet. Diese Abdichtung kann sogar hermetisch sein, wodurch es ermöglicht wird, das Innere des Sperrstabs 3 mit einem Schmiermittel auszufüllen. Der Verschlusskörper 12 steht durch die Formgebung in drehfester Verbindung mit dem Sperrstab. Die verschiebesichere Verbindung zwischen Sperrstab 3 und Verschlusskörper 12 wird durch Schnappkörper 13 (siehe Fig. 10) bewerkstelligt, die in einer Bohrung 14 des Verschlusskörpers 12 gleitend geführt und unter Abstützung beispielsweise an einer Druckfeder 15 durch eine Bohrung 16 des Sperrstabs 3 ragen. Selbstverständlich kann anstelle dieser herkömmlichen Schnappkörperverriegelung eine andere konstruktionstechnische Lösung vorgesehen werden, vorausgesetzt, dass diese ein zuverlässiges Einschnappen der Schnappkörper 13 gewährleistet.

    [0032] Der Verschlusskörper 12 ist auf der dem Sicherungs-Hohlprismenstab 11 zugewandten Seite mit einem angedrehten Zapfen 17 versehen, der in Anlagekontakt mit der Stirnfläche 18 des Hohlprismenstabs 11 steht. Bevorzugterweise deckt derangedrehte Zapfen 17 das Innere des Hohlprismenstabs 11 vollkommen ab, wobei gegebenenfalls eine zusätzliche Schulter am äusseren Stirnende des Zapfens 17 vorgesehen sein kann.

    [0033] Aus Fig. 4 ist ferner erkennbar, dass durch eine prismatische Innengestaltung des Sperrstabs 3 - der Hohlraum des Sperrstabs 3 gemäss Fig. 4 weist wiederum einen quadratischen Querschnitt auf - und durch geeignete Formgebung des Hohlprismenstabs 11 zwischen diesem und der Innenoberfläche des Sperrstabs 3 mehrere Führungshohlräume 19 verbleiben, in denen leichtgängig drehbare Stahl-Rollkerne 20 aufgenommen sind bzw. aufgenommen werden können. Die Stahl-Rollkerne 20 ragen auf jeder Seite des Hohlprismenstabs 11 von dessen Stirnfläche 18 um ein Mass T2O vor, das im wesentlichen dem Mass T17 des angedrehten Zapfens 17 entspricht bzw. geringfügig kleiner als dieses Mass ist. Diese Anordnung ermöglicht es, die Stahl-Rollkerne 20 relativ weit über die Stirnflächen 18 des Hohiprismenstabs 3 vorstehen zu lassen und gleichzeitig dafürzusorgen, dass die Führungshohlräume 19 mit einem relativ kleinen konstruktionstechnischen Aufwand hermetisch abgedichtet werden können. Die in den Fig. 3 bis 7 dargestellten Komponenten können zusammen mit den sich über die Feder 15 aneinander abstützenden Schnappkörpern 13 zu einer Vormontageeinheit zusammengefügt werden, die in fest montierte Befestigungssockel 5 nur noch eingeschoben zu werden braucht.

    [0034] Im folgenden soll ein vorteilhafter Aufbau des Befestigungssockels 5 beschrieben werden. Dabei ist es möglich, den Befestigungssockel 5 sowohl als Schweiss- als auch als Gussteil auszubilden. Die in den Fig. 8, 9 und 10 dargestellte Ausführungsform stellt ein Gussteil dar, das allerdings auch als Schweissteil mit i.w. identischer Formgebung hergestellt werden könnte. Man erkennt den prismatischen Rohraufnahmestutzen 8, der in einen Verankerungsfuss 7 übergeht. Der Rohraufnahmestutzen 8 besitzt eine zentrische Ausnehmung 6, die bis zum Verankerungsfuss 7 reicht und über eine gewisse axiale Erstreckung AG eine dem Sperrstab 3 angepasste Vieleckprismenform besitzt. Zur Aufnahme des in den Fig. 3 und 4 gezeigten Sperrstab 3 ist eine quadratische Ausnehmung 6 vorgesehen.

    [0035] Für den Fall, dass der Befestigungssockel als Schweissteil ausgebildet ist, werden 3 miteinander verschweisste Bauteile, eine an die Schachtwandung mittels der Befestigungsschraube anzupressende Grundplatte 7', ein prismatischer Rohrstutzen 8' und eine diesen auf der dem Sperrstab 3 zugewandten Seite abdeckende Blendenplatte mit der Dicke A", die eine dem Sperrstab 3 angepasste Vieleckausnehmung 6 besitzt, verwendet.

    [0036] Die Länge bzw. Höhe Hs des Befestigungssokkels 5 ist derart gewählt bzw. auf die Kopfhöhe H. der Befestigungsschraube 9 abgestimmt, dass im montierten Zustand des Sperrstabs 3 der Sicherungs-Hohlprismenstab 11 radial innerhalb des Befestigungssockels 5 zu liegen kommt.

    [0037] Insbesondere dann, wenn der Befestigungssokkel 5 als Gussteil ausgebildet wird, ist es vorteilhaft, im Bereich der Ecken 22 des Rohraufnahmestutzens 8 eine Materialanhäufung vorzusehen, in die eine Blindbohrung 23 vom Verankerungsfuss 7 ausgehend in axialer Richtung gebohrt ist. Die Tiefe T23 der Blindbohrung 23 soll dabei so gross wie möglich sein, um zu gewährleisten, dass sie sich in axialer Richtung mit den Stahl-Rollkernen 20 überlappt. In die Blindbohrungen 23 werden in Fig. 10 schematisch angedeutete Stahl-Rollstifte 24 eingesetzt, die sich frei in den Blindbohrungen 23 drehen können. Um diese freie Drehbarkeit auch nach längerer Einsatzdauer der Einbruchssicherung zu gewährleisten, kann die Blindbohrung 23 mit einem geeigneten Schmiermittel aufgefüllt und dann mit einem Verschlussstopfen hermetisch bzw. wasserdicht abgedichtet werden.

    [0038] Fig. 10 zeigt auf, dass es durch die oben beschriebene Ausgestaltung des Verschlusskörpers 12 gelingt, mit Leichtigkeit eine axiale Überlappung Ü zwischen den Stahl-Rollstiften und den Stahl-Rollkernen 20 herzustellen. Somit kann weder der Befestigungssockel 5 noch der Sperrstab 3 in radialer Richtung durchtrennt werden.

    [0039] Um auch ein Zersägen des Befestigungssockels 5 in axialer Richtung wirksam zu erschweren, können zusätzlich - wie dies in Fig. 11 dargestellt ist -weitere Blindbohrungen 25 vorgesehen werden, die in gleicher Weise wie die Blindbohrung 23 zur Aufnahme von leichtgängig drehbaren Stahl-Rollkernen dienen.

    [0040] Die Montage der anmeldungsgemässen Vorrichtung erfolgt derart, dass zunächst die Verankerungssockel 5 bevorzugterweise etwas versenkt (vergleiche Fig. 10) an der Schachtwandung 1 befestigt werden, und dass anschliessend der Sperrstab 3 zusammen mit dem Hohlprismenstab 11, gegebenenfalls mit den Stahl-Rollkernen 20 und dem Verschlusskörper 12 und der Schnappkörperverriegelung zu einer Montageeinheit zusammengefügt wird, die dann zuerst in einen Befestigungssockel so weit eingeführt wird, dass das andere Ende des Sperrstabs 3 vor der inneren Stirnwand des anderen Befestigungssockels 5 zu liegen kommt und in dieserfluchtenden Ausrichtung von Sperrstab 3 und Ausnehmung 6 in den anderen Befestigungssockel 5 so weit eingeführt wird, dass die Sperrkörper 13 durch die Federkraft in eine hinterschnittene Ausnehmung 26 (vergleiche Fig. 8 und 10) schnappen. Dadurch, dass die Befestigungssockel 5 um ein gewisses Mass V in der Schachtwandung 1 versenkt werden, kann der Befestigungssockel auch nicht am äussersten Ende, d.h. im Bereich des Verschlussstopfens durch ein Säge- oder ein anderes Trennwerkzeug durchtrennt werden.

    [0041] In den Fig. 12 bis 18 sind verschiedene Varianten des Querschnittaufbaus der Einbruchssicherung im Bereich des Sperrstabs angedeutet, wobei in all diesen Fällen von einem Sperrstab 3 mit quadratischer Querschnittsfläche ausgegangen wird. Selbstverständlich können diese Varianten auch in Verbindung mit einer anderen Sperrstab-Formgebung Anwendung finden.

    [0042] Im Sperrstab 3 der Fig. 12 ist lediglich ein Sicherungs-Hohlprismenstab 11 in Form eines Kreisrohres eingesetzt. Die Hohlräume 19 bleiben bei dieser Variante frei. Der Sperrstab 3 besteht bevorzugterweise aus verzinktem Stahl, und der Sicherungs-Hohlprismenstab 11 wird von einem verzinkten und vergüteten Stahlrohr gebildet.

    [0043] Die Variante gemäss Fig. 13 unterscheidet sich von der Variante gemäss Fig. 12 lediglich darin, dass im Inneren des Hohlprismenstabs 11 ein zusätzlicher Stahlkern 28 eingelegt ist, dessen Grundwerkstoff sich von den Grundwerkstoffen des Hohlprismenstabs 11 und/oder des Sperrstabs 3 unterscheidet. Dadurch kann erreicht werden, dass bei Anwendung eines Schneidbrenners zum Aufbrechen der Einbruchssicherung störende chemische Reaktionen ablaufen, die ein Durchtrennen verhindern. Zur Vermeidung von Kontaktkorrosionserscheinungen ist es vorteilhaft, den Stahlkern 28 aus vergütetem Stahl ebenso wie die Innenoberfläche des Hohlprismenstabs 1 zu verzinken.

    [0044] Die Ausführungsform gemäss Fig. 14 unterscheidet sich von der gemäss Fig. 13 lediglich darin, dass der Stahlkern 28 durch einen Kunststoffkern 29 ersetzt ist. Die Zusammensetzung dieses Kunststoffes wird geeigneterweise so gewählt, dass unter thermischer Einwirkung, beispielsweise durch einen Schneidbrenner, ein Rauchpilz und/ oder explosive Verpuffungserscheinungen auftreten, die zusätzlich dadurch noch verstärkt werden, dass die Endseiten des Hohlprismenstabs 11 und des Sperrstabs 3 vollkommen abgedichtet sind.

    [0045] Selbstverständlich können die Varianten gemäss Fig. 12 bis 14 zusätzlich mit den Stahl-Rollkernen 20 versehen sein.

    [0046] Die Ausführungsformen gemäss Fig. 15 bis 18 arbeiten mit einem Achtkant-Hohlprismentab 30 anstelle des Rundstabs 11. Man erkennt aus den Darstellungen, dass die zwischen dem Prismenstab 30 und dem Sperrstab 3 an den Ecken verbleibenden Hohlräume 31 besonders gut zur Aufnahme von Stahl-Rollkernen 20 herangezogen werden können, weil der Keilwinkel x des Hohlraums 31 auf diese Weise etwas grösser und das Einklemmen des Stahl-Rollkerns 20 noch zuverlässiger verhindert wird.

    [0047] Die Ausführungsform gemäss Fig. 17 unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäss Fig. 16 lediglich darin, dass innerhalb des Achtkant-Hohlprismenstabs 30 wiederum ein Kunststoffkern 29' aufgenommen ist.

    [0048] In der Ausführungsform gemäss Fig. 18 ist zusätzlich innerhalb des Achtkant-Hohlprismenstabs 30 ein weiteres Sicherungs-Stahlrohr 32 eingesetzt, das sich leichtgängig und frei innerhalb des Achtkant-Prismenstabs 30 drehen kann. Innerhalb dieses zusätzlichen Sicherungs-Stahlrohres 32 ist dann entweder ein Kunststoff- oder ein Stahlkern 33 aufgenommen.

    [0049] Auch für die Ausgestaltungen gemäss Fig. 15 bis 18 gilt, dass die miteinander in Kontakt stehenden metallischen Oberflächen bevorzugterweise aus demselben Werkstoff bestehen, um Kontaktkorrosionserscheinungen auszuschliessen.

    [0050] Es wurde vorstehend bereits erwähnt, dass die anmeldungsgemässe Schnappkörperverriegelung so ausgebildet ist, dass selbst bei Einwirkung höchster Temperaturen keine Aufhebung des Federeffektes der Druckfeder erfolgt. Zur zusätzlichen Sicherung der Schnappkörper könnte in Abwandlung von dem beschriebenen Ausführungsbeispiel eine Schnappkörper-Vorspannungseinrichtung Anwendung finden, die bei Einwirkung von hohen Temperaturen einen gewissen Ausdehnungseffekt zeigt, durch den die Schnappkörper immer fester nach aussen in die hinterschnittene Ausnehmung 26 gedrückt werden.

    [0051] Es soll ferner hervorgehoben werden, dass die Sicherung des Befestigungssockels 5 mittels der Stahl-Rollstifte 24 nicht nur dann möglich ist, wenn der Befestigungssockel 5 als Gussteil ausgebildet ist. Die Stahl-Rollstifte 24 können selbstverständlich auch derart im Befestigungssockei 5 montiert werden, dass sie lediglich mit ihren beiden Endabschnitten in fluchtenden Lagerungsbohrungen gehalten sind. Auch in diesem Fall dürfte das Mitdrehen der Stahl-Rollstifte gewährleistet sein, insbesondere dann, wenn man in Betracht zieht, dass der Innenhohlraum 34 (vergleiche Fig. 9 und 10) durch einen geeignet konstruierten Befestigungsdübel für die Schraube 9 nach aussen wasserdicht abgeschlossen ist.

    [0052] Der Einbau der Sperrstäbe 3 kann abweichend von den Darstellungen in den Figuren auch so erfolgen, dass die Achsen 10 mit der Schachtachse 2 und/oder mit den Flächen der Schachtwandung einen bestimmten Winkel, beispielsweise 45° einschliessen.

    [0053] Nach Abschluss der Montage werden bevorzugterweise alle Passungsflächen der Vorrichtung von aussen mit einem über lange Zeit hinweg aktiven Dichtungsmittel abgedichtet.

    [0054] Auch der Befestigungssockel kann je nach den gerade vorliegenden bauwerktechnischen Gegebenheiten in weitem Rahmen variiert werden. Dies soll anhand des Ausführungsbeispiels gemäss Fig. 2a erläutert werden. Gemäss dieser Variante ist der Befestigungssockel 5" nicht in der Leibung 1, sondern an der Blende 100 eines Fensterschachtes montiert. Demgemäss trägt die Grundplatte 7" den prismatischen Rohrstutzen 8" derart, dass dieser parallel zur Ebene der Grundplatte 7" verläuft. Die Grundplatte 7" - oder für den Fall eines Gussteils der Befestigungsfuss 7" - weist wiederum eine Ausnehmung für eine Befestigungsschraube 9 auf, die in montiertem Zustand von den Enden 4 bzw. 4' des Sperrstabs 3 direkt bzw. fluchtend abgedeckt ist. Es muss bei dieser Variante dafür gesorgt sein, dass der Kopf der Befestigungsschraube 9 nicht in den vom Sperrstabende 4 bzw. 4' beanspruchten Querschnitt ragt.

    [0055] Das Anziehen der Befestigungsschraube kann wiederum mittels eines geeigneten Werkzeugs von aussen durch die Ausnehmung im Rohr:;tut- zen S" erfolgen. Im übrigen kann der Sockel ebenso gesichert werden, wie dies weiter oben unter Bezugnahme auf die übrigen Figuren ausgeführt wurde.

    [0056] Die Erfindung schafft somit eine Vorrichtung zur Sicherung von Bauwerkschächten, beispielsweise von Lichtschächten, gegen Einbruch bzw. gegen Aufbruch. Die Vorrichtung besitzt zumindest einen den Schacht quer überspannenden hohlen Sperrstab, der beidseitig in einem mit verdeckten Schrauben an der Schachtwandung montierten Verankerungsteil gehalten ist und einen im wesentlichen gleich langen Sicherungs-Hohlprismenstab aufnimmt. Der Sperrstab weist die Form eines Vieleck-Prismas auf, dessen Enden formschlüssig in jeweils einer Ausnehmung eines zugeordneten Befestigungssockels derart aufgenommen sind, dass sie den Befestigungsschrauben des Sockels fluchtend gegenüberliegen und mittels einer Schnappkörperverriegelung gegen Herausziehen gesichert sind. Die neue Vorrichtung zeichnetsich insbesondere dadurch aus, dass sie bei einem sehr geringen montagetechnischen Aufwand ein Höchstmass an Einbruchssicherheit bietet, indem einerseits die Befestigungsschrauben erst zugänglich werden, wenn sämtliche Sperrstäbe ausgebaut sind, und indem andererseits die Formgebung der Sperrstäbe positiv dazu beiträgt, die Funktionssicherheit der an der Einbruchssicherung beteiligterr Komponenten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zur Sicherung von Bauwerkschächten, beispielsweise von Lichtschächten, gegen Aufbruch, mit zumindest einem den Schacht quer überspannenden, hohlen Sperrstab (3), der beidseitig in einem mit verdeckten, Schrauben (9), an der Schachtwandung montierten Verankerungsteil gehalten ist und einen im wesentlichen gleich langen Sicherungs-Prismenstab (11,30) aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrstab (3) die Form eines Vieleck-Prismas besitzt, dessen. Enden (4, 4') formschlüssig in jeweils einer Ausnehmung (6) eines zugeordneten Befestigungssockels (5) derart aufgenommen sind, dass sieden Befestigungsschrauben (9) des Sockels (5) fluchtend gegenüberliegen und diese vollkommen abdecken sowie mittels einer Schnappkörperverriegelung (12 bis 16,26) gegen Herausziehen aus dem Sockel gesichert sind.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnappkörper (13) der Schnappkörperverriegelung in einem den Sperrstab (3) endseitig abschtiessenden Verschlusskörper (12) aufgenommen sind, der mit dem Sperrstab (3) in dreh- und verschiebefester Verbindung steht.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrstab (3) zusätzlich eine vieteckige prismatische Innengestaltung besitzt, und dass in den zwischen der Innenoberfläche des Sperrstabs (3) und dem Sicherungs-Prismenstab (11; 30) verbleibenden Hohlräumen (19; 31) leichtgängig drehbare Stahl-Rollkerne (20) aufgenommen sind.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungssockel (5) aus drei miteinander verschweissten Teilen, nämlich einer an die Schachtwandung (1 ) anzupressenden Grundplatte (7'), einem prismatischen Rohrstutzen (8') und einer diesen auf der dem Spenstab (3) zugewandten Seite abdekkenden Blendenplatte, besteht, die eine dem Sperrstab (3) angepasste Vieleck-Ausnehmung (6) besitzt.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungssockel (5) als Gussteil ausgebildet ist, das einen an einen Verankerungsfuss (7) angeformten prismatischen Rohraufnahmestutzen (8) besitzt, der eine zentrische Ausnehmung (6) aufweist, die bis zum Verankerungsfuss (7) reicht und über eine gewisse axiale Erstreckung (A6) eine dem Sperrstab (3) angepasste Vieleck-Prismenform besitzt.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmestutzen (8, 8') des Befestigungssockels (5) im montierten Zustand so ausgerichtet ist, dass die Seitenflächen der Ausnehmung (6), die von einer quadratischen Ausnehmung gebildet ist, mit der Schachtachse (2) einen Winkel. von 45° einschliessen.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass,mehrere Befestigungssockel (5') auf einer Befestigungsplatte (7') angebrachtsind, die überdie Befestigungsschrauben (9) an der Schachtwandung (1) verankert ist.
     
    8. Vorrichtung nach. einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden (4) des Sperrstabs. (3) der Befestigungsschraube (9) mit den Stirnseiten gegenüberliegen.
     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden (4) des Sperrstabs (3) der Befestigungsschraube (9) mit den Aussenflächen gegenüberliegen..
     


    Claims

    1. An apparatus for securing the shafts of buildings, for example light shafts, against forcible intrusion or passage, including at least one hollow blocking bar (3) which spans the shaft transversely and which is held at both ends in respective anchor members attached to the wall of the shaft with covered bolts (9) and which contains a prismatic security rod (11, 30) of substantially the same length, characterized in that the blocking bar (3) has the form of a polygonal prism the ends (4, 4') of which are held in form-fitting manner in respective recesses (6) of an associated respective attachment base (5) in such a way that the ends lie in aligned opposition to the mounting bolts (9) of the base (5) and cover them completely as well as are secured against pull-out from the base by means of a latch member lock mechanism (12 to 16,26).
     
    2. The apparatus according to claim 1, characterized in that the latch members (13) of the latch member lock mechanism are contained in a closure body (12) which closes off the blocking bar (3) at one end and which stands in a co-rotational and co-displacemental relationship with the blocking bar (3).
     
    3. The apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that the blocking bar (3) additionally has a polygonal prismatic internal shape, and in that easily rotating steel roller cores (20) are contained in the voids (19; 31) remaining between the inside surface of the blocking bar (3) and the security rod (11, 30).
     
    4. The apparatus according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the attachment base (5) consists of three parts welded together, a base plate (7') to be pressed against the wall (1) of the shaft, a prismatic tube section (8') and an aperture plate which covers the tube section (8') on the side facing the blocking bar (3) and which has a polygonal opening (6) which is adapted to the blocking bar (3).
     
    5. The apparatus according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the attachment base (5) is a casting comprising a prismatic tube receiver boss (8) molded onto an anchor foot (7) and having a central opening (6) extending up to the anchor foot (7) and having a polygonal prismatic shape extending over an axial extend (A6) and adapted to the blocking bar (3).
     
    6. The apparatus according to claim 4 or 5, characterized in that the receiver boss (8, 8') of the attachment base (5) is so aligned in the installed state that the side surfaces of the square opening (6) make an angle of 45° with the axis (2) of the shaft.
     
    7. The apparatus according to one of the claims 1 to 6, characterized in that several attachment bases (5') are disposed on an attachment plate (7') which is anchored on the shaft wall (1) by the mounting bolts (9).
     
    8. The apparatus according to one of the claims 1 to 7, characterized in that the faces of the ends (4) of the blocking bar (3) lie opposite the mounting bolt (9).
     
    9. The apparatus according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the outside surfaces of the ends (4) of the blocking bar (3) lie opposite the mounting bolt (9).
     


    Revendications

    1. Dispositif de sécurité de puits de construction, par exemple des puits d'éclairage, contre les effractions comportant au moins un barreau d'obturation (3) creux s'étendant en travers du puits, qui est maintenu des deux côtés dans une pièce d'ancrage montée sur la paroi du puits au moyen de vis recouvertes (9) et qui reçoit un barreau prismatique de sécurité (11,30) de longueur sensiblement égale, caractérisé par le fait que le barreau d'obturation (3) a une forme prismatique polygonale dont les extrémités (4, 4') sont reçues avec concordance de forme dans un évidement (6) respectif d'un socle de fixation (5) correspondant, de tel le façon qu'eues se trouvent alignées en face des vis de fixation (9) du socle (5) et qu'elles les recouvrent entièrement alors qu'elles sont assurées contre un retrait hors du socle au moyen d'un verrouillage à corps d'encliquetage (12 à 16, 26).
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les corps d'encliquetage (13) du verrouillage sont logés dans une pièce de fermeture (12) fermant le barreau (3) à son extrémité, qui est solidaire du barreau (3) en rotation et en translation.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le barreau d'obturation (3) a en outre une forme interne prismatique polygonale et en ce que des galets rouleaux de roulement (20) pouvant facilement tourner sont disposés dans l'espace vide (19, 31 ) subsistant entre la surface interne du barreau d'obturation (3) et la surface externe du barreau prismatique (11, 30).
     
    4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le socle de fixation (5) est constitué de trois parties soudées entre elles, à savoir une plaque de base (7') devant être pressée contre la paroi du puits, un raccord de tube prismatique (8') et une plaque de fond les recouvrant du côté tourné vers le barreau d'obturation (3) qui comporte un évidement (6) adapté au barreau d'obturation.
     
    5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le socle de fixation (5) est une pièce de fonderie qui comporte un raccord de tube prismatique (8) formé sur un pied d'ancrage (7) et présente un évidement central (6) atteignant le pied d'ancrage (7) et possède une forme polygonale adaptée au barreau d'obturation (3) sur une certaine distance axiale (A6).
     
    6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que le raccord de réception (8, 8') du socle de fixation (5) est dirigé, à l'état monté, de telle sorte que les surfaces latérales de l'évidement (6) formées par un évidement de forme carrée fassent un angle de 45° avec l'axe du puits.
     
    7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que plusieurs socles de fixation sont disposés sur une plaque de fixation (7') qui est assurée sur la paroi du puits (1 ) par les vis (9).
     
    8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que les extrémités (4) du barreau d'obturation (3) sont situées en face des vis de fixation (9) par leur face frontale.
     
    9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les extrémités (4) du barreau de fixation (3) sont situées en face des vis de fixation (9) avec leurs surfaces extérieures.
     




    Zeichnung