[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherung von Bauwerkschächten, beispielsweise
von Gebäude-Lichtschächten, gegen Aufbruch, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches
1. Derartige Vorrichtungen werden vorzugsweise nachträglich in Lichtschächte von besonders
zu sichern den Gebäuden, wie z.B. von Bankgebäuden oder von Gefängnissen eingebaut.
An derartige Vorrichtungen werden deshalb die folgenden Hauptanforderungen gestellt:
Es muss eine einfache Installierbarkeitgegeben sein und die Vorrichtungskomponenten
müssen gut gegen jegliche Einbruchs-Werkzeuge gesichert sein.
[0002] Aus der DE-OS 2932205 ist eine Vorrichtung oben erwähnter Art bekannt, bei der das
Verankerungsteil. der Sperrstäbe von einem an der Lichtschachtwandung festgedübelten
Kastenprofilträger gebildet ist, der mit mehreren Durchbrüchen zur Aufnahme der Sperrstabenden
versehen ist. Die Sperrstäbe sind von Kreisrohren gebildet, in denen jeweils ein ebenfalls
kreisrunder Sicherungs-Prismenstab aufgenommen ist, der sich beim Durchsägen des Sperrstabs
in diesem drehen und ein weiteres Vordringen der Säge verhindern soll. Um allerdings
die Montage und insbesondere den nachträglichen Einbau dieser Vorrichtung in einen
bereits vorliegenden Lichtschacht ermöglichen zu können, muss der Kastenprofilträger
an Stellen angedübeltwerden, die sich zwischen den Ausnehmungen für die einzelnen
Sperrstäbe befinden, wobei zur Ermöglichung des Anziehens der Befestigungsschrauben
in diesen Bereichen zwischen den Sperrstäben Öffnungen im Kastenprofilträger vorgesehen
werden müssen, die nach Beendigung des Montagevorgangs mit Verschlusskappen abgedeckt
werden.
[0003] Abgesehen davon, dass diese bekannte Vorrichtung bereits deshalb eine nur geringe
Einbruchssicherheit bieten kann, weil die Sperrstäbe mit geeigneten Biege- und Einbruchswerkzeugen
so weit verformt werden können, dass sich der innenliegende Sicherungs-Prismenstab
mit dem Sperrstab verklemmt und sich somit nicht mehr mitdrehen kann, hat diese Vorrichtung
den weiteren wesentlichen Nachteil, dass die Befestigungsschrauben des Kastenprofilträgers
sehr einfach freigelegt werden können, selbst wenn der Hohlraum im Kastenprofilträger
mit Beton ausgegossen sein sollte.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gemäss dem oberbegriff
des Patentanspruches 1 zu schaffen, die bei vereinfachter Montage ein Höchstmass an
Aufbruchssicherheit bietet.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0006] Erfindungsgemäss wird für jeden Sperrstab der Sicherungsvorrichtung ein gesonderter
Befestigungssockel vorgesehen, der aufgrund der erfindungsgemässen Schnappkörperverriegelung
den Sperrstab derart aufnehmen kann, dass dieser die Befestigungsschraube vollkommen
abdeckt. Die Befestigungsschraube des Befestigungssockels kann somit ohne Herausnehmen
des Stabs nicht mehr freigelegt werden, so dass die Vorrichtung wesentlich sicherer
wird. Dabei ist die Montage der Sicherungsvorrichtung besonders einfach, weil zunächst
die einzelnen Befestigungssockel fest angeschraubt werden können, bevor die jeweiligen
Sperrstäbe in die Sockel eingeführt werden. Die Sperrstäbe können dann entweder mit
den Stirnseiten oder mit den Aussenoberflächen der Endabschnitte den Befestigungsschrauben
gegenüberliegen. Dafür die tatsächliche Aufbruchssicherheit einer Einbruchssicherung
das schwächste Glied bestimmend ist, dient der weitere erfindungsgemässe Schritt dazu,
die Sperrstäbe so zu gestalten, dass sie selbst vor leistungsstärksten Einbruchswerkzeugen,
die entweder mechanisch oder thermisch arbeiten, zuverlässig geschützt sind. Zu diesem
Zweck wird der Sperrstab als Vieleckprisma ausgebildet, das bevorzugterweise so montiert
wird, dass das Biegewiderstandsmoment des Prismenstabquerschnitts in den Richtungen
besonders gross wird, die bei einem Aufbruchs- bzw. Einbruchsversuch durch Ansetzen
irgendeines Krafthebelwerkzeuges für die Beanspruchung des Sperrstabs besonders relevant
sind. So wird beispielsweise ein Sperrstab, der von einem hohlen Profilrohr mit quadratischem
Querschnitt gebildet ist, derart in einen beispielsweise vertikal verlaufenden Lichtschacht
eingebaut, dass die Aussenflächen des Sperrstabs mit den vertikalen Lichtschachtwänden
einen Winkel von 45° einschliessen. Auf diese Weise kann der Sperrstab einem Kraftwerkzeug,
beispielsweise einem Wagenheber, das auf den Sperrstab eine horizontal gerichtete
Kraft ausübt, ein grosses Biegewiderstandsmoment entgegensetzen. Die erfindungsgemässe
Formgebund des Sperrstabs führt dabei zu dem weiteren wesentlichen Vorteil, dass sich
der Innenraum im Sperrstab selbst bei Einwirkungen grösser Kräfte nur unwesentlich
verformt, so dass der im Inneren des Sperrstabs aufgenommene Sicherungs-Prismenstab
auch bei grosser Krafteinwirkung weiterhin zuverlässig seine spezielle Funktion erfüllen
kann.
[0007] Zu einer besonders vorteilhaften Weiterbildung gelangt man mit den Merkmalen des
Unteranspruches 2. Durch diese Weiterbildung wird erreicht, dass im Inneren des Sperrstabs
ein vollkommen abgeschlossener Hohlraum gebildet wird, der sich insbesondere dann
vorteilhaft auswirkt, wenn die Bauwerksicherung mit thermisch arbeitenden Aufbruchsgeräten,
beispielsweise mit Schweiss- bzw. Schneidbrennern, aufgebrochen werden soll. Der abgeschlossene
Raum im Sperrstab führt bei Einwirkung hoher Temperaturen von aussen beim Ansetzen
des Schneidbrenners dazu, dass sich im Inneren des Sperrstabs ein relativ hoher Druck
aufbaut, der beim Durchbrechen der Sperrstabwandung zu Rückschlägen der Schneidflamme
führt. Das Durchtrennen der Sperrstäbe wird auf diese Weise erschwert. Mit der Weiterbildung
gemäss Unteranspruch 2 wird dem Verschlusskörper ferner eine zusätzliche Funktion
übertragen, die in der Aufnahme der Schnappkörper der Schnappkörperverriegelung liegt.
Dadurch wird der konstruktionstechnische Aufwand der Sicherungsvorrichtung auf einem
niedrigen Niveau gehalten.
[0008] In vorteilhafter Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Schnappkörperverriegelung
zwei sich über eine Druckfeder aneinander abstützende Stahlstifte aufweist, die in
einer diametral verlaufenden Bohrung des Verschlusskörpers geführt sind, so dass die
Schnappkörperverriegelung einerseits den Sperrstab selbst dann zuverlässig gegen Herausziehen
sichert, wenn auf diesen grosse Zugkräfte wirken, wobei sie zusätzlich dafür sorgt,
dass die Stahlstifte selbst dann mit grossen Kräften nach aussen gedrückt werden können,
wenn nur ein kleiner Bauraum zur Aufnahme der Schnappkörper freigehalten werden kann.
Weil die Druckfeder vollkommen innerhalb des Verschlusskörpers aufgenommen ist, wird
durch diese Weiterbildung zusätzlich dafür gesorgt, dass die Druckfeder selbst bei
längerer Erwärmung der randseitigen Endabschnitte des Sperrstabs nicht die Ausglühtemperatur
erreicht, so dass die Schnappkörperverriegelung auch nach langer Einwirkung eines
Schneidbrenners voll zuverlässig arbeitet.
[0009] Zu einer besonders aufbruchssicheren Ausgestaltung der Vorrichtung gelangt man mit
der Weiterbildung gemäss Unteranspruch 3. Durch die Gestaltung des Innenraumes der
Sperrstäbe in Form eines Vieleck- Prismas wird auf der einen Seite das Biegewiderstandsmoment
des Sperrstabs nur unwesentlich vermindert, andererseits aber dafür gesorgt, dass
in den Eckbereichen Führungs-Hohlräume entstehen, in denen leichtgängig drehbare Stahl-Rollkerne
verhältnismässig kleinen Durchmessers aufgenommen werden können. Durch die oben erwähnte
erfindungsgemässe Gestaltung des Sperrstabs können diese Führungs-Hohlräume für die
Stahl-Rollkerne nur sehr schwer zusammengedrückt werden, so dass ein Einklemmen der
Stahl-Rollkerne weitgehend ausgeschlossen ist. Selbst wenn der Sperrstab in grossem
Ausmass verdrillt bzw. verbogen wird, können sich die Stahl-Rollkerne bedingt durch
ihre Flexibilität immer noch frei und leichtgängig in diesen Hohlräumen drehen, wenn
ein von aussen angesetztes und den Sperrstab durchdringendes Schneidwerkzeug auf die
Stahl-Rollkerne trifft. Ein weiteres Durchtrennen der Sperrstäbe ist somit nicht möglich.
Wenn beispielsweise ein Vierkant-Profilrohr als Sperrstab und ein kreiszylindrisches
Rohr als Sicherungs-Prismenstab verwendet wird, entstehen vier über den Umfang des
Sperrstabs gleichmässig verteilte Führungs- Hohlräume, so dass der Sperrstab von keiner
Seite durchsägt bzw. durchtrennt werden kann. Die Stahl-Rollkerne können einstückig
ausgebildet sein, ohne dass dadurch in Kauf genommen würde, dass sie sich in den Führungs-Hohlräumen
verklemmen. Durch geeignete Gestaltung des Querschnitts der Sicherungs-Prismenstäbe,
kann der Querschnitt der Führungs-Hohlräume innerhalb des Sperrstabs dahingehend optimiert
werden, dass keine Klemmspalte entstehen. In dieser Hinsicht weist beispielsweise
eine Ausgestaltung des Sicherungs-Hohlprismenstabs als Achtkant-Hohlprismenstab besondere
Vorteile auf.
[0010] Wenn der Verschlusskörper des Sperrstabs auf der dem Sicherungs-Hohlprismenstabzugewandten
Seite einen angedrehten Zapfen aufweist, der den Sicherungs-Prismenstab in radialer
Richtung nicht überragt, können die Stahl-Rollstäbe unter Führung auf dem angedrehten
Zapfen länger ausgebildet werden als das Sicherungs-Hohlprismenrohr, wodurch erreicht
wird, dass die Stahl-Rollstifte im fertig montierten Zustand der Sperrstäbe zuverlässig
in die Ausnehmung des Befestigungssockels ragen. Somit liegt im gesamten, von aussen
direkt zugänglichen Bereich des Sperrstabs keine Stelle vor, in der ein Schneid- bzw.
Trennwerkzeug angesetzt werden könnte, ohne auf einen Stahl-Rollkern zu treffen. Bevorzugterweise
verschliesst der angedrehte Zapfen des Verschlusskörpers den Innenraum des Hohlprismenstabs,
so dass der oben erwähnte Sicherungseffekt bei Bearbeitung der Sicherungsvorrichtung
mit einem Schneidbrenner noch verstärkt wird.
[0011] Wenn der Befestigungssockel ebenfalls die äussere Form eines Vieleck-Prismas besitzt,
ergibt sich eine besonders steife Verankerung der Sperrstäbe, die zusätzlich zur Funktionssicherheit
der Sicherungsvorrichtung beiträgt. Diese Formgebung'hat aber auch fertigungstechnische
Vorteile, wenn die Form des Vieleck-Prismas des Befestigungssockels dem Vieleck-Prisma
des Sperrstabs angepasst wird. Auf diese Weise gelingt es mit einfachsten Bauteilen,
d.h. mit auf dem Markt preisgünstig erhältlichen Halbzeugen, wie z.B. von Profilrohren
und Stahlplatten, einen Befestigungssockel mit allen oben erwähnten Vorteilen zusammenzuschweissen.
[0012] Die Konstruktion gemäss Unteranspruch 4 ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die
Blendenplatte, d.h. die innenseitige Oberfläche der Blendenplatte als Anlagefläche
für die nach aussen gedrückten Schnappkörper herangezogen wird. Der vorrichtungstechnische
Aufwand wird auf diese Weise weiter reduziert.
[0013] Die Ausbildung des Befestigungssockels als Gussteil ermöglicht es, die Funktions-
bzw. Aufbruchssicherheit der Vorrichtung weiter anzuheben, indem an vorbestimmten
Stellen, die die Montage bzw. das Einsetzen der Sperrstäbe in die Befestigungssockel
nicht stören, Materialanhäufungen vorgesehen werden, die zur Aufnahme von zusätzlichen
Sicherungseinrichtungen dienen.
[0014] Die Länge bzw. die Höhe des Befestigungssokkels wird bevorzugterweise derart gewählt
bzw. auf die Höhe der Befestigungsschraube bzw. auf die Abmessungen des Verschlusskörpers
abgestimmt, dass im Endmontagezustand des Sperrstabs auch der Sicherungs-Hohlprismenstab
noch in axialer Richtung mit dem Befestigungssockel überlappt. Wenn bei dieser Ausgestaltung
beispielsweise ein Sicherungs-Rundstab verwendet wird, der im Sperrstab frei drehbar
aufgenommen ist, kann der Sicherungs-Rundstab im gesamten Bereich zwischen den beiden
Befestigungssokkein zuverlässig eine Sicherung gegen Durchtrennen bzw. Durchsägen
des Sperrstabs bieten.
[0015] Um den Befestigungssockel zusätzlich zu sichern, kann dieser in den Bereichen, die
radial ausserhalb der vom Sperrstab abgedeckten Fläche liegen, Stahl-Rollstifte aufnehmen,
die in hermetisch abgedichteten Bohrungen frei drehbar gelagert sind. Dabei kann der
Befestigungssockel mit parallel zum Sperrstab ausgerichteten Stab-Rollstiften versehen
sein, diesich längs des Befestigungssockels so weit erstrecken, dass sie mit ihren
Enden mit den oben erwähnten Stahl-Rollkernen überlappen. Diese Weiterbildung ist
fertigungstechnisch einfach zu realisieren, zumal die Bohrungen im Befestigungssockel
für die Stahl-Rollstifte nicht allzu tief ausgebildet werden müssen, da die Stahl-Rollkerne
im Sperrstab bedingt durch die besondere Ausgestaltung des Verschlusskörpers ohnehin
länger gehalten sind als das Sicherungs-Hohlprismenrohr. Die Aufnahmebohrungen für
die sich beim Ansetzen eines Säge- bzw. Trennwerkzeugs leicht mitdrehenden Stahl-Rollstifte
können sowohl in einem als Schweisskonstruktion ausgebildeten Befestigungssockel als
auch in einem als Gussteil ausgebildeten Befestigungssockel vorgesehen sein. Allerdings
hat diesbezüglich die Ausbildung als Gussteil den besonderen Vorteil, weil es in diesem
Fall gelingt, durch einfache Materialanhäufungen im Bereich der Ekken der Vieleck-Prismenausnehmung
Raum für eine vom Verankerungsfuss des Befestigungssokkels ausgehende Blindbohrung
zu schaffen, die zur Aufnahme der Stahl-Rollstifte dient. Weil die Bohrung vom Verankerungsfuss
ausgeht, kann sie nach dem Einlegen des Stahl-Rollstiftes durch einen nicht besonders
zu sichernden Verschlusskörper wasserdicht abgeschlossen werden, nachdem sie mit irgendeinem
geeigneten Schmiermittel aufgefüllt worden ist. Dadurch wird sichergestellt, dass
sich der Stahl-Rollstift auch nach langer Betriebszeit noch vollkommen sicher und
zuverlässig in der Blindbohrung dreht, wenn ein Säge- bzw. Trennwerkzeug auf ihn trifft.
[0016] Die Form des Sperrstabs kann selbstverständlich innerhalb weiter Grenzen variiert
werden; es hat sich jedoch als besonders vorteilhaft erwiesen, den Sperrstab als Hohlprofil
mit quadratischer Innen- und Aussenkontur auszubilden.
[0017] Auch der Sicherungs-Hohlprismenstab kann verschiedenste Formgebung erfahren, beispielsweise
als Kreiszylinderrohr oder als Achtkant-Hohlprismenstab. Dabei ist allerdings zu beachten,
dass die Ausbildung als Vieleck-Prismenstab nur dann zu besonders hohen Aufbruchssicherheiten
führt, wenn zusätzlich in den zwischen Scherungs-Hohlprismenstab und Sperrstab verbleibenden
Hohlräumen Stahl-Rollkernevorgesehen sind.
[0018] Für die zusätzliche Sicherung der anmeldungsgemässen Einbruchssicherung können noch
weitere Massnahmen ergriffen werden. So kann beispielsweise durch Einlegen eines weiteren
Stahlkerns oder eines Kunststoffkerns oder eines weiteren Sicherungs-Stahlrohrs in
den Sicherungs-Hohlprismenstab eine zusätzliche Sicherungsstufe realisiert werden.
[0019] Wenn im Sicherungs- Hohlprismenstab beispielsweise ein Kunststoffkern eingelegt ist,
so kann man einerseits dafür sorgen, Jass ein beispielsweise mit Diamantzähnen bestücktes
Trennwerkzeug beim Auftreffen auf diesen Kunststoffstab weitgehend unwirksam wird,
indem die Spantaschen mit diesem Kunststoff aufgefüllt werden; andererseits gelingt
es durch geeignete Auswahl der chemischen Zusammensetzung des Kunststoffes, bei thermischer
Einwirkung - wenn beispielsweise an den Sperrstab ein Brennschneidwerkzeug angesetzt
wird - besondere Effekte, wie z.B. starke Rauchentwicklung oder explosionsartige Effekte,
hervorzurufen, die den Ein- bzw. Ausbrechenden stark stören.
[0020] Selbstverständlich können im Sperrstab auch mehrere ineinanderliegende Prismenrohre
aus verschiedenen Werkstoffen angeordnet werden, die aus unterschiedlichem Basiswerkstoff
bestehen. Diese Massnahme erschwert dann zusätzlich das Aufbrechen des Sperrstabs
mit einem Schneidbrenner, indem die unterschiedlichen Werkstoffreaktionen ausgenützt
werden.
[0021] Um auch bei unterschiedlicher Werkstoffwahl der verschiedenen Prismenstäbe bzw. -rohre
Kontaktkorrosionserscheinungen auszuschliessen, werden die miteinander unmittelbar
in Berührung stehenden Oberflächen der verschiedenen Prismenrohre mit identischen
Materialien beschichtet, beispielsweise verzinkt.
[0022] Besonders vorteilhaft ist auch die Weiterbildung derart, dass de. Hohlraum innerhalb
des Verankerungssockeis zwischen dem Kopf der Verankeungsschraube und dem Verschlusskörper
nach aussen hermelisch abgedichtet ist, weil auf diese Weise über einen langen Zeitraum
hinweg sichergestellt werden kann, dass die Leichtgängigkeit der Stahl-Rollkerne,
des Sicherungs-Hohlprismenstabs und der Schnappkörperverriegelung aufrechterhalten
wird.
[0023] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der übrigen Unteransprüche.
[0024] Nachstehend werden anhand schematischer Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele
der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht schräg von oben einen schematisierten Lichtschacht
mit darin angeordnetem Sperrstab;
Fig. 2, 2a perspektivische Ansichten weiterer Ausführungsiormen von Befestigungssockeln;
Fig. 3 eine Teil-Schnittansicht des Endabschnittes einer Ausführungsform des Sperrstabs
mit darin aufgenommenem Sicherungs-Hohlprismenstab und mehreren Stahl-Rollkernen,
wobei diese Figur die einzelnen Komponenten in der relativen Lagezuordnung zeigt,
die sie im Endmontagezustand einnehmen;
Fig. 4 eine Ansicht der Fig. 3 bei einer Blickrichtung entlang des Pfeiles IV;
Fig. 5 eine Frontansicht des in den Endabschnitt des Sperrstabs gemäss Fig. 3 einzusetzenden
Verschlusskörpers;
Fig. 6 eine Seitenansicht des Verschlusskörpers gemäss Fig. 5 bei einer Blickrichtung
entlang dem Pfeil VI;
Fig. 7 eine Schnittansicht des Verschlusskörpers , gemäss Fig. 5 bei einer Schnittführung
entlang der Linie VII-VII;
Fig. 8 eine Frontansicht einer Ausführungsform des Befestigungssockels für den Sperrstab;
Fig. 9 eine Schnittansicht des in Fig. 8 gezeigten Befestigungssockels bei einer Schnittführung
entlang der Linie IX-IX in Fig. 8;
Fig. 10 eine im Teilschnitt gezeigte Zusammenstellungsansicht der gesamten Vorrichtung
im montierten Zustand, wobei nur eine Verankerungsstelle des Sperrstabs gezeigt ist;
Fig. 11 eine perspektivische Ansicht einer Weiterbildung des in den Fig. 8 und 9 gezeigten
Befestigungssockels, und
Fig. 12 bis 18 in der Fig. 4 ähnlichen Ansichten verschiedene Varianten von Sperrstab-Sicherungen.
[0025] Fig. 1 zeigt schematisch einen gegen Einbruch zu sichernden Lichtschacht 1, wie er
beispielsweise in Gefängnisgebäuden vorgesehen ist. DieAchse 2 des Lichtschachtes
1 erstreckt sich beim dargestellten Ausführungsbeispiel in vertikaler Richtung. In
einer Ebene senkrecht zur Lichtschachtachse 2 erstreckt sich ein den Lichtschacht
1 quer überspannender hohler Sperrstab 3, der beidseitig mit seinen Enden 4 bzw. 4'
in jeweils einem Verankerungsteil 5 fest aufgenommen ist. Das Verankerungsteil 5 ist
mit verdeckten Schrauben an der Schachtwandung montiert, wobei jedem Sperrstab 3,
wie nachfolgend noch im einzelnen beschrieben werden soll, eine gesonderte Befestigungsschraube
zugeordnet ist.
[0026] Der Sperrstab 3 hat die Form eines Vieleckprismas und in der Ausführungsform gemäss
Fig. 1 wird dieser Sperrstab 3 von einem Profilrohr mit quadratischem Querschnitt
gebildet. Die Enden 4 bzw. 4' des Sperrstabs sind formschlüssig in einer Ausnehmung
6 (vergleiche auch Fig. 2) aufgenommen, die in dem als Befestigungssockel 5 ausgebildeten
Verankerungsteil vorgesehen ist. Der Befestigungssockel 5 besitzt eine Grundplatte
7 bzw. (gemäss Fig. 2) 7', an die sich ein prismatischer Rohrstutzen 8 zur Aufnahme
des Sperrstabendes 4 bzw. 4' anschliesst. Der Sperrstab 3 wird auf diese Weise mit
seinen Enden 4 bzw. 4' formschlüssig im Befestigungssockel 5 aufgenommen und mittels
einer Schnappkörperverriegelung, die weiter unten näher erläutert werden soll, gegen
Herausziehen gesichert. Die Schnappkörperverriegelung hat dabei insbesondere den Vorteil,
dass die nachstehend noch näher zu beschreibenden Sicherungsmechanismen innerhalb
des Befestigungssockels 5 und/oder des Sperrstabs 3 bei der Montage keinerlei inneren
Verspannungen unterworfen werden.
[0027] Die Befestigungssockel 5 werden derart an der Schachtwandung befestigt, dass die
Befestigungsschrauben 9 (vergleiche Fig. 10) in der axialen Verlängerung der Sperrstäbe
3 zu liegen kommen und somit vollkommen von den Sperrstäben 3 abgedeckt werden.
[0028] Wie aus den Darstellungen gemäss Fig. 1 und 2 hervorgeht, werden die prismatischen
Sperrstäbe 3 mit quadratischer Querschnittsfläche derart angeordnet bzw. in den Befestigungssockeln
5 aufgenommen, dass das Biegewiderstandsmoment des Sperrstabs 3 bei Krafteinwirkungsrichtungen
parallel zur Schachtachse 2 bzw. in einer Ebene senkrecht zu dieser Schachtachse 2
besonders gross wird. Dies erkennt man auch aus der Fig. 2, in der die Achsen 10 der
Sperrstäbe in der Ebene senkrecht zur Lichtschachtachse 2 verlaufen.
[0029] Der Sperrstab 3 wird bevorzugterweise von einem verzinkten und gegebenenfalls noch
vergüteten Stahlrohr aus hochfestem Stahl gebildet.
[0030] Wie aus den Fig. 3 und 4 erkennbar ist, nimmt der Sperrstab 3 in seinem Inneren einen
Sicherungsprismenstab bzw. -Hohlprismenstab 11 auf, der sich im wesentlichen über
die gesamte Länge des Sperrstabs 3 erstreckt, wobei die Aufnahme derart erfolgt, dass
eine freie Drehbarkeit im Inneren des Sperrstabs 3 gewährleistet ist. Diese freie
Drehbarkeit ist beispielsweise dann gewährleistet, wenn der Sperrstab, wie in den
Fig. 3 und 4 gezeigt, als Prismenrohr mit quadratischem Querschnitt und der Sicherungs-Hohlprismenstab
11 als Kreisrohr ausgebildet ist. Die Drehbarkeit des Sicherungs-Hohlprismenstabs
11 sorgt dafür, dass sich dieser innerhalb des Sperrstabs 3 frei mitdrehen kann, wenn
ein Sägewerkzeug bzw. Trennwerkzeug von aussen den Sperrstab 3 durchdringt und auf
den Sicherungs-Hohlprismenstab trifft. In diesem Moment kann das Sägewerkzeug nicht
mehr weiter in den Sperrstab 3 vordringen.
[0031] Fig. 3 zeigt die Lagezuordnung zwischen dem Sperrstab 3 und dem Sicherungs-Hohlprismenstab
11 im Endmontagezustand, d.h. in dem Zustand, in dem die endseitigen Schnappkörperverriegelungen
eingerastet sind. Die Schnappkörperverriegelung kann herkömmlichen Aufbau besitzen
und auf verschiedenste Art und Weise mit dem Sperrstab 3 in Funktionseingriff stehen.
Eine mögliche Variante einer vorteilhaften Aufnahme einer Schnappkörperverriegelung
ist in den Fig. 5 bis 7 bzw. - in der Zusammenstellung - 10 gezeigt. Zu diesem Zweck
ist ein den Sperrstab 3 endseitig verschliessender Verschlusskörper 12 vorgesehen,
dessen Formgebung dem Innenquerschnitt des Sperrstabs 3 angepasst ist, so dass er
den Sperrstab 3 vollkommen abdichtet. Diese Abdichtung kann sogar hermetisch sein,
wodurch es ermöglicht wird, das Innere des Sperrstabs 3 mit einem Schmiermittel auszufüllen.
Der Verschlusskörper 12 steht durch die Formgebung in drehfester Verbindung mit dem
Sperrstab. Die verschiebesichere Verbindung zwischen Sperrstab 3 und Verschlusskörper
12 wird durch Schnappkörper 13 (siehe Fig. 10) bewerkstelligt, die in einer Bohrung
14 des Verschlusskörpers 12 gleitend geführt und unter Abstützung beispielsweise an
einer Druckfeder 15 durch eine Bohrung 16 des Sperrstabs 3 ragen. Selbstverständlich
kann anstelle dieser herkömmlichen Schnappkörperverriegelung eine andere konstruktionstechnische
Lösung vorgesehen werden, vorausgesetzt, dass diese ein zuverlässiges Einschnappen
der Schnappkörper 13 gewährleistet.
[0032] Der Verschlusskörper 12 ist auf der dem Sicherungs-Hohlprismenstab 11 zugewandten
Seite mit einem angedrehten Zapfen 17 versehen, der in Anlagekontakt mit der Stirnfläche
18 des Hohlprismenstabs 11 steht. Bevorzugterweise deckt derangedrehte Zapfen 17 das
Innere des Hohlprismenstabs 11 vollkommen ab, wobei gegebenenfalls eine zusätzliche
Schulter am äusseren Stirnende des Zapfens 17 vorgesehen sein kann.
[0033] Aus Fig. 4 ist ferner erkennbar, dass durch eine prismatische Innengestaltung des
Sperrstabs 3 - der Hohlraum des Sperrstabs 3 gemäss Fig. 4 weist wiederum einen quadratischen
Querschnitt auf - und durch geeignete Formgebung des Hohlprismenstabs 11 zwischen
diesem und der Innenoberfläche des Sperrstabs 3 mehrere Führungshohlräume 19 verbleiben,
in denen leichtgängig drehbare Stahl-Rollkerne 20 aufgenommen sind bzw. aufgenommen
werden können. Die Stahl-Rollkerne 20 ragen auf jeder Seite des Hohlprismenstabs 11
von dessen Stirnfläche 18 um ein Mass T
2O vor, das im wesentlichen dem Mass T
17 des angedrehten Zapfens 17 entspricht bzw. geringfügig kleiner als dieses Mass ist.
Diese Anordnung ermöglicht es, die Stahl-Rollkerne 20 relativ weit über die Stirnflächen
18 des Hohiprismenstabs 3 vorstehen zu lassen und gleichzeitig dafürzusorgen, dass
die Führungshohlräume 19 mit einem relativ kleinen konstruktionstechnischen Aufwand
hermetisch abgedichtet werden können. Die in den Fig. 3 bis 7 dargestellten Komponenten
können zusammen mit den sich über die Feder 15 aneinander abstützenden Schnappkörpern
13 zu einer Vormontageeinheit zusammengefügt werden, die in fest montierte Befestigungssockel
5 nur noch eingeschoben zu werden braucht.
[0034] Im folgenden soll ein vorteilhafter Aufbau des Befestigungssockels 5 beschrieben
werden. Dabei ist es möglich, den Befestigungssockel 5 sowohl als Schweiss- als auch
als Gussteil auszubilden. Die in den Fig. 8, 9 und 10 dargestellte Ausführungsform
stellt ein Gussteil dar, das allerdings auch als Schweissteil mit i.w. identischer
Formgebung hergestellt werden könnte. Man erkennt den prismatischen Rohraufnahmestutzen
8, der in einen Verankerungsfuss 7 übergeht. Der Rohraufnahmestutzen 8 besitzt eine
zentrische Ausnehmung 6, die bis zum Verankerungsfuss 7 reicht und über eine gewisse
axiale Erstreckung A
G eine dem Sperrstab 3 angepasste Vieleckprismenform besitzt. Zur Aufnahme des in den
Fig. 3 und 4 gezeigten Sperrstab 3 ist eine quadratische Ausnehmung 6 vorgesehen.
[0035] Für den Fall, dass der Befestigungssockel als Schweissteil ausgebildet ist, werden
3 miteinander verschweisste Bauteile, eine an die Schachtwandung mittels der Befestigungsschraube
anzupressende Grundplatte 7', ein prismatischer Rohrstutzen 8' und eine diesen auf
der dem Sperrstab 3 zugewandten Seite abdeckende Blendenplatte mit der Dicke A
", die eine dem Sperrstab 3 angepasste Vieleckausnehmung 6 besitzt, verwendet.
[0036] Die Länge bzw. Höhe H
s des Befestigungssokkels 5 ist derart gewählt bzw. auf die Kopfhöhe H
. der Befestigungsschraube 9 abgestimmt, dass im montierten Zustand des Sperrstabs
3 der Sicherungs-Hohlprismenstab 11 radial innerhalb des Befestigungssockels 5 zu
liegen kommt.
[0037] Insbesondere dann, wenn der Befestigungssokkel 5 als Gussteil ausgebildet wird, ist
es vorteilhaft, im Bereich der Ecken 22 des Rohraufnahmestutzens 8 eine Materialanhäufung
vorzusehen, in die eine Blindbohrung 23 vom Verankerungsfuss 7 ausgehend in axialer
Richtung gebohrt ist. Die Tiefe T
23 der Blindbohrung 23 soll dabei so gross wie möglich sein, um zu gewährleisten, dass
sie sich in axialer Richtung mit den Stahl-Rollkernen 20 überlappt. In die Blindbohrungen
23 werden in Fig. 10 schematisch angedeutete Stahl-Rollstifte 24 eingesetzt, die sich
frei in den Blindbohrungen 23 drehen können. Um diese freie Drehbarkeit auch nach
längerer Einsatzdauer der Einbruchssicherung zu gewährleisten, kann die Blindbohrung
23 mit einem geeigneten Schmiermittel aufgefüllt und dann mit einem Verschlussstopfen
hermetisch bzw. wasserdicht abgedichtet werden.
[0038] Fig. 10 zeigt auf, dass es durch die oben beschriebene Ausgestaltung des Verschlusskörpers
12 gelingt, mit Leichtigkeit eine axiale Überlappung Ü zwischen den Stahl-Rollstiften
und den Stahl-Rollkernen 20 herzustellen. Somit kann weder der Befestigungssockel
5 noch der Sperrstab 3 in radialer Richtung durchtrennt werden.
[0039] Um auch ein Zersägen des Befestigungssockels 5 in axialer Richtung wirksam zu erschweren,
können zusätzlich - wie dies in Fig. 11 dargestellt ist -weitere Blindbohrungen 25
vorgesehen werden, die in gleicher Weise wie die Blindbohrung 23 zur Aufnahme von
leichtgängig drehbaren Stahl-Rollkernen dienen.
[0040] Die Montage der anmeldungsgemässen Vorrichtung erfolgt derart, dass zunächst die
Verankerungssockel 5 bevorzugterweise etwas versenkt (vergleiche Fig. 10) an der Schachtwandung
1 befestigt werden, und dass anschliessend der Sperrstab 3 zusammen mit dem Hohlprismenstab
11, gegebenenfalls mit den Stahl-Rollkernen 20 und dem Verschlusskörper 12 und der
Schnappkörperverriegelung zu einer Montageeinheit zusammengefügt wird, die dann zuerst
in einen Befestigungssockel so weit eingeführt wird, dass das andere Ende des Sperrstabs
3 vor der inneren Stirnwand des anderen Befestigungssockels 5 zu liegen kommt und
in dieserfluchtenden Ausrichtung von Sperrstab 3 und Ausnehmung 6 in den anderen Befestigungssockel
5 so weit eingeführt wird, dass die Sperrkörper 13 durch die Federkraft in eine hinterschnittene
Ausnehmung 26 (vergleiche Fig. 8 und 10) schnappen. Dadurch, dass die Befestigungssockel
5 um ein gewisses Mass V in der Schachtwandung 1 versenkt werden, kann der Befestigungssockel
auch nicht am äussersten Ende, d.h. im Bereich des Verschlussstopfens durch ein Säge-
oder ein anderes Trennwerkzeug durchtrennt werden.
[0041] In den Fig. 12 bis 18 sind verschiedene Varianten des Querschnittaufbaus der Einbruchssicherung
im Bereich des Sperrstabs angedeutet, wobei in all diesen Fällen von einem Sperrstab
3 mit quadratischer Querschnittsfläche ausgegangen wird. Selbstverständlich können
diese Varianten auch in Verbindung mit einer anderen Sperrstab-Formgebung Anwendung
finden.
[0042] Im Sperrstab 3 der Fig. 12 ist lediglich ein Sicherungs-Hohlprismenstab 11 in Form
eines Kreisrohres eingesetzt. Die Hohlräume 19 bleiben bei dieser Variante frei. Der
Sperrstab 3 besteht bevorzugterweise aus verzinktem Stahl, und der Sicherungs-Hohlprismenstab
11 wird von einem verzinkten und vergüteten Stahlrohr gebildet.
[0043] Die Variante gemäss Fig. 13 unterscheidet sich von der Variante gemäss Fig. 12 lediglich
darin, dass im Inneren des Hohlprismenstabs 11 ein zusätzlicher Stahlkern 28 eingelegt
ist, dessen Grundwerkstoff sich von den Grundwerkstoffen des Hohlprismenstabs 11 und/oder
des Sperrstabs 3 unterscheidet. Dadurch kann erreicht werden, dass bei Anwendung eines
Schneidbrenners zum Aufbrechen der Einbruchssicherung störende chemische Reaktionen
ablaufen, die ein Durchtrennen verhindern. Zur Vermeidung von Kontaktkorrosionserscheinungen
ist es vorteilhaft, den Stahlkern 28 aus vergütetem Stahl ebenso wie die Innenoberfläche
des Hohlprismenstabs 1 zu verzinken.
[0044] Die Ausführungsform gemäss Fig. 14 unterscheidet sich von der gemäss Fig. 13 lediglich
darin, dass der Stahlkern 28 durch einen Kunststoffkern 29 ersetzt ist. Die Zusammensetzung
dieses Kunststoffes wird geeigneterweise so gewählt, dass unter thermischer Einwirkung,
beispielsweise durch einen Schneidbrenner, ein Rauchpilz und/ oder explosive Verpuffungserscheinungen
auftreten, die zusätzlich dadurch noch verstärkt werden, dass die Endseiten des Hohlprismenstabs
11 und des Sperrstabs 3 vollkommen abgedichtet sind.
[0045] Selbstverständlich können die Varianten gemäss Fig. 12 bis 14 zusätzlich mit den
Stahl-Rollkernen 20 versehen sein.
[0046] Die Ausführungsformen gemäss Fig. 15 bis 18 arbeiten mit einem Achtkant-Hohlprismentab
30 anstelle des Rundstabs 11. Man erkennt aus den Darstellungen, dass die zwischen
dem Prismenstab 30 und dem Sperrstab 3 an den Ecken verbleibenden Hohlräume 31 besonders
gut zur Aufnahme von Stahl-Rollkernen 20 herangezogen werden können, weil der Keilwinkel
x des Hohlraums 31 auf diese Weise etwas grösser und das Einklemmen des Stahl-Rollkerns
20 noch zuverlässiger verhindert wird.
[0047] Die Ausführungsform gemäss Fig. 17 unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäss
Fig. 16 lediglich darin, dass innerhalb des Achtkant-Hohlprismenstabs 30 wiederum
ein Kunststoffkern 29' aufgenommen ist.
[0048] In der Ausführungsform gemäss Fig. 18 ist zusätzlich innerhalb des Achtkant-Hohlprismenstabs
30 ein weiteres Sicherungs-Stahlrohr 32 eingesetzt, das sich leichtgängig und frei
innerhalb des Achtkant-Prismenstabs 30 drehen kann. Innerhalb dieses zusätzlichen
Sicherungs-Stahlrohres 32 ist dann entweder ein Kunststoff- oder ein Stahlkern 33
aufgenommen.
[0049] Auch für die Ausgestaltungen gemäss Fig. 15 bis 18 gilt, dass die miteinander in
Kontakt stehenden metallischen Oberflächen bevorzugterweise aus demselben Werkstoff
bestehen, um Kontaktkorrosionserscheinungen auszuschliessen.
[0050] Es wurde vorstehend bereits erwähnt, dass die anmeldungsgemässe Schnappkörperverriegelung
so ausgebildet ist, dass selbst bei Einwirkung höchster Temperaturen keine Aufhebung
des Federeffektes der Druckfeder erfolgt. Zur zusätzlichen Sicherung der Schnappkörper
könnte in Abwandlung von dem beschriebenen Ausführungsbeispiel eine Schnappkörper-Vorspannungseinrichtung
Anwendung finden, die bei Einwirkung von hohen Temperaturen einen gewissen Ausdehnungseffekt
zeigt, durch den die Schnappkörper immer fester nach aussen in die hinterschnittene
Ausnehmung 26 gedrückt werden.
[0051] Es soll ferner hervorgehoben werden, dass die Sicherung des Befestigungssockels 5
mittels der Stahl-Rollstifte 24 nicht nur dann möglich ist, wenn der Befestigungssockel
5 als Gussteil ausgebildet ist. Die Stahl-Rollstifte 24 können selbstverständlich
auch derart im Befestigungssockei 5 montiert werden, dass sie lediglich mit ihren
beiden Endabschnitten in fluchtenden Lagerungsbohrungen gehalten sind. Auch in diesem
Fall dürfte das Mitdrehen der Stahl-Rollstifte gewährleistet sein, insbesondere dann,
wenn man in Betracht zieht, dass der Innenhohlraum 34 (vergleiche Fig. 9 und 10) durch
einen geeignet konstruierten Befestigungsdübel für die Schraube 9 nach aussen wasserdicht
abgeschlossen ist.
[0052] Der Einbau der Sperrstäbe 3 kann abweichend von den Darstellungen in den Figuren
auch so erfolgen, dass die Achsen 10 mit der Schachtachse 2 und/oder mit den Flächen
der Schachtwandung einen bestimmten Winkel, beispielsweise 45° einschliessen.
[0053] Nach Abschluss der Montage werden bevorzugterweise alle Passungsflächen der Vorrichtung
von aussen mit einem über lange Zeit hinweg aktiven Dichtungsmittel abgedichtet.
[0054] Auch der Befestigungssockel kann je nach den gerade vorliegenden bauwerktechnischen
Gegebenheiten in weitem Rahmen variiert werden. Dies soll anhand des Ausführungsbeispiels
gemäss Fig. 2a erläutert werden. Gemäss dieser Variante ist der Befestigungssockel
5" nicht in der Leibung 1, sondern an der Blende 100 eines Fensterschachtes montiert.
Demgemäss trägt die Grundplatte 7" den prismatischen Rohrstutzen 8" derart, dass dieser
parallel zur Ebene der Grundplatte 7" verläuft. Die Grundplatte 7" - oder für den
Fall eines Gussteils der Befestigungsfuss 7" - weist wiederum eine Ausnehmung für
eine Befestigungsschraube 9 auf, die in montiertem Zustand von den Enden 4 bzw. 4'
des Sperrstabs 3 direkt bzw. fluchtend abgedeckt ist. Es muss bei dieser Variante
dafür gesorgt sein, dass der Kopf der Befestigungsschraube 9 nicht in den vom Sperrstabende
4 bzw. 4' beanspruchten Querschnitt ragt.
[0055] Das Anziehen der Befestigungsschraube kann wiederum mittels eines geeigneten Werkzeugs
von aussen durch die Ausnehmung im Rohr:;tut- zen S" erfolgen. Im übrigen kann der
Sockel ebenso gesichert werden, wie dies weiter oben unter Bezugnahme auf die übrigen
Figuren ausgeführt wurde.
[0056] Die Erfindung schafft somit eine Vorrichtung zur Sicherung von Bauwerkschächten,
beispielsweise von Lichtschächten, gegen Einbruch bzw. gegen Aufbruch. Die Vorrichtung
besitzt zumindest einen den Schacht quer überspannenden hohlen Sperrstab, der beidseitig
in einem mit verdeckten Schrauben an der Schachtwandung montierten Verankerungsteil
gehalten ist und einen im wesentlichen gleich langen Sicherungs-Hohlprismenstab aufnimmt.
Der Sperrstab weist die Form eines Vieleck-Prismas auf, dessen Enden formschlüssig
in jeweils einer Ausnehmung eines zugeordneten Befestigungssockels derart aufgenommen
sind, dass sie den Befestigungsschrauben des Sockels fluchtend gegenüberliegen und
mittels einer Schnappkörperverriegelung gegen Herausziehen gesichert sind. Die neue
Vorrichtung zeichnetsich insbesondere dadurch aus, dass sie bei einem sehr geringen
montagetechnischen Aufwand ein Höchstmass an Einbruchssicherheit bietet, indem einerseits
die Befestigungsschrauben erst zugänglich werden, wenn sämtliche Sperrstäbe ausgebaut
sind, und indem andererseits die Formgebung der Sperrstäbe positiv dazu beiträgt,
die Funktionssicherheit der an der Einbruchssicherung beteiligterr Komponenten so
lange wie möglich aufrechtzuerhalten.
1. Vorrichtung zur Sicherung von Bauwerkschächten, beispielsweise von Lichtschächten,
gegen Aufbruch, mit zumindest einem den Schacht quer überspannenden, hohlen Sperrstab
(3), der beidseitig in einem mit verdeckten, Schrauben (9), an der Schachtwandung
montierten Verankerungsteil gehalten ist und einen im wesentlichen gleich langen Sicherungs-Prismenstab
(11,30) aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrstab (3) die Form eines Vieleck-Prismas
besitzt, dessen. Enden (4, 4') formschlüssig in jeweils einer Ausnehmung (6) eines
zugeordneten Befestigungssockels (5) derart aufgenommen sind, dass sieden Befestigungsschrauben
(9) des Sockels (5) fluchtend gegenüberliegen und diese vollkommen abdecken sowie
mittels einer Schnappkörperverriegelung (12 bis 16,26) gegen Herausziehen aus dem
Sockel gesichert sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnappkörper (13)
der Schnappkörperverriegelung in einem den Sperrstab (3) endseitig abschtiessenden
Verschlusskörper (12) aufgenommen sind, der mit dem Sperrstab (3) in dreh- und verschiebefester
Verbindung steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrstab
(3) zusätzlich eine vieteckige prismatische Innengestaltung besitzt, und dass in den
zwischen der Innenoberfläche des Sperrstabs (3) und dem Sicherungs-Prismenstab (11;
30) verbleibenden Hohlräumen (19; 31) leichtgängig drehbare Stahl-Rollkerne (20) aufgenommen
sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Befestigungssockel (5) aus drei miteinander verschweissten Teilen, nämlich einer an
die Schachtwandung (1 ) anzupressenden Grundplatte (7'), einem prismatischen Rohrstutzen
(8') und einer diesen auf der dem Spenstab (3) zugewandten Seite abdekkenden Blendenplatte,
besteht, die eine dem Sperrstab (3) angepasste Vieleck-Ausnehmung (6) besitzt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Befestigungssockel (5) als Gussteil ausgebildet ist, das einen an einen Verankerungsfuss
(7) angeformten prismatischen Rohraufnahmestutzen (8) besitzt, der eine zentrische
Ausnehmung (6) aufweist, die bis zum Verankerungsfuss (7) reicht und über eine gewisse
axiale Erstreckung (A6) eine dem Sperrstab (3) angepasste Vieleck-Prismenform besitzt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmestutzen
(8, 8') des Befestigungssockels (5) im montierten Zustand so ausgerichtet ist, dass
die Seitenflächen der Ausnehmung (6), die von einer quadratischen Ausnehmung gebildet
ist, mit der Schachtachse (2) einen Winkel. von 45° einschliessen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass,mehrere
Befestigungssockel (5') auf einer Befestigungsplatte (7') angebrachtsind, die überdie
Befestigungsschrauben (9) an der Schachtwandung (1) verankert ist.
8. Vorrichtung nach. einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Enden (4) des Sperrstabs. (3) der Befestigungsschraube (9) mit den Stirnseiten gegenüberliegen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die
Enden (4) des Sperrstabs (3) der Befestigungsschraube (9) mit den Aussenflächen gegenüberliegen..
1. An apparatus for securing the shafts of buildings, for example light shafts, against
forcible intrusion or passage, including at least one hollow blocking bar (3) which
spans the shaft transversely and which is held at both ends in respective anchor members
attached to the wall of the shaft with covered bolts (9) and which contains a prismatic
security rod (11, 30) of substantially the same length, characterized in that the
blocking bar (3) has the form of a polygonal prism the ends (4, 4') of which are held
in form-fitting manner in respective recesses (6) of an associated respective attachment
base (5) in such a way that the ends lie in aligned opposition to the mounting bolts
(9) of the base (5) and cover them completely as well as are secured against pull-out
from the base by means of a latch member lock mechanism (12 to 16,26).
2. The apparatus according to claim 1, characterized in that the latch members (13)
of the latch member lock mechanism are contained in a closure body (12) which closes
off the blocking bar (3) at one end and which stands in a co-rotational and co-displacemental
relationship with the blocking bar (3).
3. The apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that the blocking bar
(3) additionally has a polygonal prismatic internal shape, and in that easily rotating
steel roller cores (20) are contained in the voids (19; 31) remaining between the
inside surface of the blocking bar (3) and the security rod (11, 30).
4. The apparatus according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the
attachment base (5) consists of three parts welded together, a base plate (7') to
be pressed against the wall (1) of the shaft, a prismatic tube section (8') and an
aperture plate which covers the tube section (8') on the side facing the blocking
bar (3) and which has a polygonal opening (6) which is adapted to the blocking bar
(3).
5. The apparatus according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the
attachment base (5) is a casting comprising a prismatic tube receiver boss (8) molded
onto an anchor foot (7) and having a central opening (6) extending up to the anchor
foot (7) and having a polygonal prismatic shape extending over an axial extend (A6) and adapted to the blocking bar (3).
6. The apparatus according to claim 4 or 5, characterized in that the receiver boss
(8, 8') of the attachment base (5) is so aligned in the installed state that the side
surfaces of the square opening (6) make an angle of 45° with the axis (2) of the shaft.
7. The apparatus according to one of the claims 1 to 6, characterized in that several
attachment bases (5') are disposed on an attachment plate (7') which is anchored on
the shaft wall (1) by the mounting bolts (9).
8. The apparatus according to one of the claims 1 to 7, characterized in that the
faces of the ends (4) of the blocking bar (3) lie opposite the mounting bolt (9).
9. The apparatus according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the
outside surfaces of the ends (4) of the blocking bar (3) lie opposite the mounting
bolt (9).
1. Dispositif de sécurité de puits de construction, par exemple des puits d'éclairage,
contre les effractions comportant au moins un barreau d'obturation (3) creux s'étendant
en travers du puits, qui est maintenu des deux côtés dans une pièce d'ancrage montée
sur la paroi du puits au moyen de vis recouvertes (9) et qui reçoit un barreau prismatique
de sécurité (11,30) de longueur sensiblement égale, caractérisé par le fait que le
barreau d'obturation (3) a une forme prismatique polygonale dont les extrémités (4,
4') sont reçues avec concordance de forme dans un évidement (6) respectif d'un socle
de fixation (5) correspondant, de tel le façon qu'eues se trouvent alignées en face
des vis de fixation (9) du socle (5) et qu'elles les recouvrent entièrement alors
qu'elles sont assurées contre un retrait hors du socle au moyen d'un verrouillage
à corps d'encliquetage (12 à 16, 26).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les corps d'encliquetage
(13) du verrouillage sont logés dans une pièce de fermeture (12) fermant le barreau
(3) à son extrémité, qui est solidaire du barreau (3) en rotation et en translation.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le barreau d'obturation
(3) a en outre une forme interne prismatique polygonale et en ce que des galets rouleaux
de roulement (20) pouvant facilement tourner sont disposés dans l'espace vide (19,
31 ) subsistant entre la surface interne du barreau d'obturation (3) et la surface
externe du barreau prismatique (11, 30).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le socle
de fixation (5) est constitué de trois parties soudées entre elles, à savoir une plaque
de base (7') devant être pressée contre la paroi du puits, un raccord de tube prismatique
(8') et une plaque de fond les recouvrant du côté tourné vers le barreau d'obturation
(3) qui comporte un évidement (6) adapté au barreau d'obturation.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le socle
de fixation (5) est une pièce de fonderie qui comporte un raccord de tube prismatique
(8) formé sur un pied d'ancrage (7) et présente un évidement central (6) atteignant
le pied d'ancrage (7) et possède une forme polygonale adaptée au barreau d'obturation
(3) sur une certaine distance axiale (A6).
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que le raccord de réception
(8, 8') du socle de fixation (5) est dirigé, à l'état monté, de telle sorte que les
surfaces latérales de l'évidement (6) formées par un évidement de forme carrée fassent
un angle de 45° avec l'axe du puits.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que plusieurs
socles de fixation sont disposés sur une plaque de fixation (7') qui est assurée sur
la paroi du puits (1 ) par les vis (9).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que les
extrémités (4) du barreau d'obturation (3) sont situées en face des vis de fixation
(9) par leur face frontale.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les extrémités
(4) du barreau de fixation (3) sont situées en face des vis de fixation (9) avec leurs
surfaces extérieures.