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EP 0 106 191 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.08.1986 Patentblatt 1986/33 |
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Anmeldetag: 19.09.1983 |
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Multiprozessorsystem für Gefahrenmeldeanlagen
Multiprocessor system for a danger alarm installation
Système de multiprocesseur pour l'installation d'un avertisseur de danger
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE IT LI NL SE |
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Priorität: |
22.09.1982 DE 3235120
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.04.1984 Patentblatt 1984/17 |
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Jasper, Ludwig, Ing. grad.
D-8137 Berg 2 (DE)
- Scriba, Sigmund, Ing. grad.
D-8000 München 90 (DE)
- Hallmann, Werner, Dipl.-Ing.
D-8000 München 21 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Multiprozessorsystem für Gefahrenmeldeanlagen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei Sicherungs- und Gefahrenmeldeanlagen ist wesentlich, daß fehlerhafte Anlagenteile
erkannt und angezeigt werden. Darüber hinaus soll die Anlage verfügbar, d.h. möglichst
dauernd und möglichst vollständig betriebsfähig sein. Bei herkömmlichen Anlagen wird
meist für jede Meldeleitung eine eigene zentrale Baugruppe benötigt, die sowohl Auswerte-
als auch Anzeigeelemente enthält, und lediglich Alarm-und Störungsmeldungen zu einer
übergeordneten Sammelanzeige oder Registrierung weiterleitet. Durch die ständig ansteigende
Zahl der an einer Meldeanlage angeschalteten Melder und Meldertypen und wegen der
Anzeige des einen einzelnen Alarm aussendenden Melders steigt die zu verarbeitende
Informationsmenge. Dadurch werden immer mehr Baugruppen benötigt, was durch die steigende
Anzahl von Bauteilen gleichzeitig auch zu einer Erhöhung des Ausfallrisikos führt.
[0003] Bei den heute gebräuchlichen Sicherungsmeldeanlagen wird zur Verarbeitung der großen
Informationsmenge, aber auch zur Verringerung der Zahl der Bauteile vielfach eine
zentrale Datenverarbeitungsanlage eingesetzt. Damit verbindet sich aber das besondere
Risiko, daß eine der zentralen Baugruppen einmal funktionsunfähig werden könnte, was
den Ausfall der gesamten Meldeanlage zur Folge hätte. Fällt zum Beispiel der zentrale
Rechner oder wesentliche Funktionen davon aus, so ist die gesamte anlage funktionsunfähig.
Um die Zuverlässigkeit derartiger Anlagen sicherzustellen, wurden im zentralen Rechner
der Datenverarbeitungsanlage besondere Uberwachungsbaugruppen vorgesehen. Dieses Problem
wurde auch softwaremäßig durch gesonderte Prüfroutinen des zentralen Rechners gelöst,
die soweit erforderlich dann einen Notbetrieb einleiten.
[0004] Es wurde auch schon vorgeschlagen, bei Gefahrenmeldeanlagen eine gewisse Dezentralisierung
anzustreben. So ist beispielsweise in der DE-OS 2817121 eine Gefahrenmeldeanlage mit
einer Mehrzahl von über Meldeleitungen an einer Zentrale anschaltbaren Meldern beschrieben.
Diese Anlage ist aus einer Anzahl von einzelnen Systemblöcken mit Anschalteinrichtungen
für einen oder mehrere Melder bzw. für einen oder mehrere untergeordnete Systemblöcke
gebildet, die eine programmierte Steuerung zur Abfrage und Auswertung der ankommenden
Meldersignale sowie Anschlüsse für Anzeige-, Bedien- und Registrierelemente besitzen.
Die Systemblöcke sind untereinander mit Leitungen, z.B. mit einer Zweidrahtleitung,
derart verbunden, daß einer der Systemblöcke als Zentrale verwendbar und die übrigen
Systemblöcke dieser Zentrale in einer oder mehreren hierarchischen Ebenen untergeordnet
sind. Auf diese Weise ist es möglich, daß bei Ausfall des übergeordneten Systemblocks
untergeordnete Systemblöcke ihre zugeordneten Funktionen zumindest teilweise selbständig
übernehmen können, so daß diese einen Notbetrieb aufrecht erhalten und Gefahrenmeldungen
noch anzeigen können. Weitere Maßnahmen, wie z.B. eine Meldung zu einem Hauptmelder
abzusetzen, oder Steuerleitungen zu aktivieren, um z.B. Rauchklappen zu öffnen oder
Brandabschnittstüren zu schließen, sind dabei nicht vorgesehen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Multiprozessorsystem für Gefahrenmeldeanlagen mit
einer Vielzahl von Funktionsmodulen zu schaffen. Dabei soll die Zuverlässigkeit erhöht
und das Ausfallrisiko der Anlage verringert werden, insbesondere bei Ausfall des zentralen
Rechners, so daß bei einer verteilten Systemintelligenz die wesentlichen Funktionen
aufrecht erhalten bleiben und keine Gefahrenmeldung verloren gehen kann. Es soll nicht
nur ein Notbetrieb übernommen, sondern die wesentlichsten Aufgaben einer Gefahrenmeldeanlage
durchgeführt werden können. Ferner soll eine derartige Anlage an die jeweiligen Anwendungserfordernisse
in einfacher Weise angepaßt werden und den Bedienungskomfort von Großanlagen aufweisen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst.
[0007] Die modular aufgebaute Gefahrenmeldeanlage besitzt eine Vielzahl von Baugruppen,
sogenannte Funktionsmodule. Sie weist für unterschiedliche Funktionen verschiedenartige
Module, für gleichartige Funktionen gleichartige Module und einen Zentralrechnermodul
auf. Verschiedenartige Module sind neben dem Zentralrechnermodul beispielsweise ein
Bedien- und Anzeigemodul, ein Blockschloßanschaltmodul und ein Ein- und Ausgabemodul
für serielle Datenein- bzw. -ausgabe. Gleichartig aufgebaute Module sind autonome
Le
itungsanschaltmodule für den jeweiligen Anschluß von Melde- und Steuerleitungen. Sämtliche
Module sind an einem mikroprozessorgesteuerten Datenbus für die Datenübertragung der
einzelnen Module untereinander und zum Zentralrechnermodul angeschlossen. Zusätzlich
ist jeder Modul über eine Rangiermatrix an einen test verdrahten Signalbus angeschlossen,
auf den parallel zu den Daten des Datenbusses meldungsspezifische Signale eines autonomen
Leitungsansc
hlußmoduls gegeben werden und der somit einen Sammelbus darstellt. Ferner ist der Zentralrechnermodul
jeweils über eine Ansteuerleitung, einem sogenannten Modul- Selekt, mit jedem Modul
verbunden.
[0008] Der Zentralrechnermodul steuert den Datenaustausch zwischen den einzelnen Modulen,
überprüft periodisch jeden Modul auf seine Funktionsfähigkeit und fragt zyklisch jeden
Modul nach neuen bzw. geänderten Daten ab. Der Zentralrechnermodul dient einerseits
als Überwachungseinrichtung der übrigen Module und andererseits als Datenvermittlungseinrichtung.
Dabei prüft sich zur Erhöhung der Sicherung der Zentralrechnermodul selbst. Sollte
er dennoch ausfallen, so ist durch die autonomen Leitungsanschaltmodule sichergestellt,
daß Alarm- bzw. Störungsmeldungen der betreffenden Module oder auf deren Meldeleitungen
direkt über den Sammelbus an die örtlichen oder überörtlichen Alarmgeber und auch
an das Bedien- und Anzeigenfeld des Bedien- und Anzeigemoduls gelangen. Ebenso werden
direkt die dem autonomen Leitungsanschaltmodul zugeordneten Steuerleitungen aktiviert.
Das hat den Vorteil, daß auch bei Ausfall des Zentralrechsre Datenn einer oder mehrere
Meldeleitungen eines autonomen Leitungsanschaltmoduls ausgewertet und bearbeitet werden.
Ferner wird aufgrund der Überwachungsfunktion des Zentralrechnermoduls frühzeitig
die Funktionsunfähigkeit eines autonomen Leitungsanschaltmoduls erkannt und entsprechend
signalisiert.
[0009] Um das Ausfallrisiko von einzelnen Baugruppen eines autonomen Leitungsanschaltmoduls
möglichst gering zu halten, weist in einer vorteilhaften Weiterbildung jeder Leitungsanschaltmodul
Einrichtungen zur selbständigen Überprüfung seiner Funktionsfähigkeit auf. Dabei wird
neben der üblichen Abfrage der Meldeleitungen auf Alarm, Sabotage oder Störungen wie
Leitungsunterbrechung oder Leitungskurzschluß mit dafür vorgesehenen Einrichtungen
Drahtbruch Kurzschluß und Alarm für die jeweilige Meldeleitung simuliert. Wird bei
der Prüfungsroutine eine Störung festgestellt, so wird diese sowohl auf den Datenbus
als auch auf den Signalbus gegeben. Dafür sind in jedem autonomen Leitungsanschaltmodul
ein Mikrorechner und Uberwachungseinrichtungen auf Alarm bzw. Kurzschluß und Störungen
vorgesehen. Alarm-, Kurzschluß- oder Leitungsunterbrechungsmeldungen werden in einem
dafür vorgesehenen Register des Mikrorechners mit der entsprechenden Meldeleitung
bzw. Melderadresse eingespeichert und mit dem nächsten Abfragezyklus vom Zentralrechnermodul
über den mikroprozessorgesteuerten Datenbus an den Zentralrechnermodul übertragen
und von dort zu den Alarmgebern und zum Bedien- und Anzeigefeld des Bedien- und Anzeigemoduls
übertragen. Gleichzeitig wird aber eine Alarm bzw. Störungsmeldung direkt über die
Rangiermatrix auf den fest verdrahten Signalbus bzw. Sammelbus gegeben.
[0010] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen des Multiprozessorsystems für Gefahrenmeldeanlagen
sind in den weiteren Unteransprüchen beschrieben und werden anhand einer Zeichnung
im folgenden an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Dabei zeigen
[0011]
Fig. 1 eine Prinzipschaltung des erfindungsgemäßen Multiprozessorsystems,
Fig. 2 ein Blockschaltbild eines autonomen Leitungsanschaltmoduls.
[0012] In Fig. 1 ist ein Prinzipschaltbild des Multiprozessorssystems für Gefahrenmeldeanlagen
dargestellt. Jeder Modul ist für den bidirektionalen Datenaustausch an einem mikroprozessorgesteuerten
Datenbus DB angeschlossen. Der Zentralrechnermodul ZR steuert den Datenaustausch der
einzelnen Module untereinander und mit sich selbst. Zudem fragt der Zentralrechnermodul
zyklisch sämtliche autonom arbeitenden Module nach neuen oder geänderten Daten zur
Weiterverarbeitung ab. Der Abfragezyklus ist dadurch verringert, weil nicht ständig
ein Datenaustausch stattfindet, sondern nur neue Daten Übertragen werden. Dadurch
erhöht sich für die angeschlossenen Linien die Abfragegeschwindigkeit. Zur Ansteuerung
der jeweiligen Module führt vom Zentralrechnermodul ZR je eine Ansteuerleitung ASL,
ein sogenannter Modul-Selekt, zum jeweiligen Modul. Im Ausführungsbeispiel sind die
Module für unterschiedliche Funktionen links vom Zentralrechnermodul ZR dargestellt.
Der Bedien-und Anzeigemodul BA weist die an sich bekannten Anzeige- und Eingabeelemente
einer komfortablen Gefahrenmeldeanlage auf. Der Ein-und Ausgabemodul EA besitzt eine
normierte serielle Schnittstelle SST (V24) beispielsweise für den Anschluß einer Telefonwähleinrichtung
zur Verbindungsherstellung zu einer externen Meldestelle. Daneben können weitere periphere
Geräte, z.B. ein Drucker DR, angeschlossen sein, der sämtliche Vorgänge der Gefahrenmeldeanlage
protokolliert. Uber den Blockschloßanschaltmodul BSA wird mit den daran angeschlossenen
Blockschlössern BS die gesamte Anlage oder bestimmte Überwachungsbereiche scharf bzw.
unscharf geschaltet. Die extern angeordneten Alarmgeber AG für örtlichen oder überörtlichen
Alarm, z.B. Alarmsirene, Rundumleuchte, Hauptmelder, sind über eine Rangiermatrix
RM am Blockschloßanschaltmodul BSA angeschlossen. Diese Einrichtungen können zumindest
teilweise auch direkt auf den Sammelbus SB rangiert werden. Daneben kann das Blockschloßanschaltmodul
BSA einen sogenannten geistigen Verschluß aufweisen, der ein Scharf-/Unscharfschalten
neben dem Schlüssel für das Blockschloß nur ermöglicht, wenn zusätzlich ein geheimer
Code, z.B. Zahlenkombination, mit einer dafür vorgesehenen Einrichtung eingegeben
wird.
[0013] Für gleichartige Funktionen weist die Gefahrenmeldeanlage gleichartig aufgebaute
Module, in der Zeichnung rechts vom Zentralrechnermodul dargestellt, als autonome
Leitungsanschaltmodule ALA auf. An jedem autonomen Leitungsanschaltmodul ALA, der
später noch näher erläutert wird, sind bis zu acht Metdeteitungen ML und bis zu acht
Steuerleitungen STL angeschlossen.
[0014] Sämtliche Module sind über jeweils eine Rangiermatrix RM an einem fest verdrahten
Signalbus SB, auch als Sammelbus bezeichnet, angeschlossen. Dabei werden meldungsspezifische
Daten eines autonomerf Leitungsanschaltmoduls ALA, der eine Meldung, wie Alarm oder
Störung, ausgelöst hat, gleichzeitig und parallel zur Datenausgabe auf dem Datenbus
DB auch auf den Sammelbus SB gegeben. Dort können die Sammelsignale von entspechenden
Modulen, z.B. dem Bedien- und Anzeigemodul BA und dem Blockschaltanschaltmodul BSA
über die jeweilige Rangiermatrix RM abgegriffen werden, um im betreffenden Modul direkt
weiterverarbeitet zu werden. Da die einzelnen autonomen Leitungsanschaltmodule ALA
selbsttätig arbeiten, kann bei Ausfall des Zentralrechnermoduls ZR eine Sammel-Alarm-
bzw. Störungsmeldung direkt an den Bedien- und Anzeigemodul BA gelangen und dort angezeigt
werden. Es ist dann aber nicht mehr möglich, die einzelnen Meldelinien, die dem auslösenden
autonomen Leitungsanschaltmodul ALA zugeordnet sind, anzuzeigen. Die Meldelinie ML,
auf der ein Melder ausgelöst wurde, wird aber vom betreffenden autonomen Leitungsanschaltmodul
ALA angezeigt (AL-ANZ). Ferner können bei Ausfall des Zentralrechnermoduls ZR die
Alarmgeber AG bzw. HM, die direkt im Blockschloßanschaltmodul BSA auf den Signalbus
SB rangiert (RM) sein können, angesteuert werden. Ebenso wird vom autonomen Leitungsanschaltmodul
ALA die der Meldeleitung ML zugeordnete Steuerleitung STL mit einem Signal beaufschlagt,
um die angeschlossene Steuereinrichtung zu betätigen. Es können auch bestimmte Steuerleitungen
über die Rangiermatix RM direkt auf den Signalbus SB gelegt werden.
[0015] In Fig. 2 ist das Blockschaltbild eines autonomen Leitungsanschaltmoduls ALA dargestellt,
der u.a. einen Mikrorechner MR aufweist. Der Mikrorechner MR ist für den Datenaustausch
mit dem Zentralrechnermodul ZR und den übrigen Modulen mit dem Datenbus DB verbunden.
Die Ansteuerung des autonomen Leitungsanschaltmoduls ALA erfolgt über die Ansteuerleitung
ASL (Modulselekt) vom Zentralrechnermodul ZR aus. Die hier dargestellten acht Meldeleitungen
ML sind über einen steuerbaren Analogschalter AS an die Linienanschalteinrichtung
LAE angeschaltet, die mit der Linienspannung LSP beaufschlagt ist. Die acht Leitungen
sind auf einen Linienmultiplexer LM geführt, der vom Mikrorechner MR über eine erste
Adressleitung ADR1 ansteuerbar ist. Der Linienmultiplexer LM ist über einen Analog/Digitalwandler
A/D mit dem Mikrorechner MR verbunden. Die acht Steuerleitungen STL, an die Steuerorgane
bzw. -einrichtungen angeschaltet werden, sind an einer Steuerleitungsanschalteinrichtung
STL-A angeschlossen, die vom Mikrorechner MR direkt angesteuert wird und außerdem
mit der ersten Adreßleitung ADR1 verbunden ist. Bestimmte Steuerleitungen können auch
über die Rangiermatrix, die hier nicht eigens dargestellt ist, direkt auf den Signalbus
SB geschaltet werden. Für die Alarmanzeige am autonomen Leitungsanschaltmodul der
alarmauslösenden Meldelinie ist die Alarmanzeigeeinrichtung AL-ANZ mit der Alarmausgangsschaltung
AL-AUS verbunden, die ihrerseits direkt vom Mikrorechner MR angesteuert wird. Zur
Adressierung der Anzeigeelemente der Alarmanzeigeeinrichtung AL-ANZ ist die Alarmausgangsschaltung
AL-AUS an die Adreßleitung ADR1 angeschlossen. Die Alarmausgangschaltung AL-AUS und
die Steuerleitungsanschalteinrichtung STL-A stellen den sogenannten "C-Ausgang" dar.
Liegt eine Alarmmeldung vor, so wird der Alarm als sogenannter Sammelalarm direkt
auf den Signalbus SB über die Alarmausgangsschaltung AL-AUS gegeben. Gleichzeitig
wird ein Alarm von einer bestimmten Meldelinie bei der zyklischen Abfrage vom Zentralrechnermodul
her über den Zentralrechnermodul an den Bedien- und Anzeigemodul BA übertragen.
[0016] Auf dem Anzeigenfeld des Bedien- und Anzeigemoduls wird der Alarm mit Angabe der
auslösenden Meldeleitung eines autonomen Anschaltmoduls und wenn Einzelidentifizierung
vorgesehen ist, die Nummer des auslösenden Melders angezeigt. Die auslösende Meldeleitung
(ML) wird auch an der Alarmanzeige AL-ANZ des betreffenden autonomen LeitungsAnschaltmoduls
ALA angezeigt. Eine Anzeige der einzelnen Melder ist dort nicht vorgesehen, weil der
oder die auslösenden Melder am Bedienfeld des Bedien- und Anzeigemoduls BA angezeigt
werden.
[0017] Für die routinemäßige Selbstprüfung des autonomen Leitungsanschaltmoduls ALA weist
jeder Modul den ansteuerbaren Analogschalter AS und eine Uberwachungseinrichtung auf
Alarm bzw. Kurzschluß AL/K-Ü auf, die vom Mikrorechner MR gesteuert periodisch eine
Unterbrechung, einen Kurzschluß und einen Alarm für die jeweilige Meldeleitung simuliert.
Zur Simulierung von Leitungsunterbrechungen ist der Mikrorechner MR über eine zweite
Adreßleitung ADR2 und einer Leitung für Steuerbefehl STB mit einem Abschalt-Flip-Flop
AFF verbunden, das den Analogschalter AS ansteuert. Gleichzeitig wird über die erste
Adreßleitung ABR1 der Linienmultiplexer LM angesteuert, der über die Linienanschalteinrichtung
LAE mit dem Analogschalter AS verbunden ist. Die zwei voneinander unabhängigen AdreBsteusrungen
sorgen dabei für erhöhte Sicherheit, denn durch die zwei unabhängigen Adressleitungen
ist die Funktion des Linienmultiplexers überprüfbar. Im Mikrorechner MR werden die
vom Linienmultiplexer LM kommenden, im Analog-Digital-Wandler A/D umgesetzten Signale
ausgewertet. Die Überwachungseinrichtung auf Alarm bzw. Kurzschlue AL/K-Ü ist vom
Mikrorechner MR beaufschlagt und mit dem Analog-Digital-Wandler A/D verbunden. Ferner
ist im autonomen Leitungsanschaltmodul ALA eine Störungsüberwachungseinrichtung STO-Ü
vorgesehen, die mit dem Mikrorechner MR verbunden ist. Die Ausgänge der Störungsüberwachungseinrichtung
STO-Ü führen sowohl auf den Datenbus DB als auch auf den Signalbus SB.
[0018] Mit dem Linienprogrammierschalter LPS (z.B. ein 16 DIP-Fix-Schalter) wird die Einstellung
der Linienart vorgenommen. Dabei werden vier Linienarten unterschieden: Einbruchmeldelinie
ohne und mit Überwachung im unscharfen Zustand, Sabotage- und Überfall-Linie.
[0019] Neben der periodischen Selbstüberprüfung des autonomen Leitungsanschaltmoduls ALA
werden vom Mikrorechner MR gesteuert die jeweiligen Meldelinien ML zyklisch abgefragt
und ein Alarm, Kurzschluß oder eine Leitungsunterbrechung auf einer der Meldelinien
ML mittels der Überwachungseinrichtung für Alarm bzw. Kurzschluß ALiK-O und dem Mikrorechner
MR erkannt und im Register des Mikrorechners MR mit zugehöriger Adresse abgespeichert.
Bei der zyklischen Abfrage der einzelnen autonomen Leitungsanschaltmodule ALA werden
die Daten über den Datenbus DB zum Zentralrechnermodul ZR und von dort zum Bedien-
und Anzeigemodul BA zur Anzeige- und Alarmgabe übertragen. Wird von einem Melder einer
Meldelinie ein Alarm ausgelöst, so wird dieser zusätzlich direkt über die Alarmausgangsschaltung
AL-AUS des Leitungsanschaltmoduls ALA als sogenannter Sammelalarm auf den Signalbus
SB gegeben.
[0020] Die Störüberwachungseinrichtung STÖ-Ü hat die Aufgabe, beim Auftreten einer Störung,
z.B. dem Ausfall der Baugruppe oder des Mikrorechners, die Störung zu erkennen und
weiterzuleiten. Solange der Mikrorechner MR intakt ist, werden Störungsmeldungen vom
Mikrorechner auf den Datenbus DB gegeben. Dabei werden gestörte oder ausgefallene
Baugruppen und gestörte Meldeleitungen mit Adressenangabe am Bedien- und Anzeigemodul
angezeigt. Sollte der Mikrorechner ausfallen, so wird diese Störung direkt auf den
Signalbus SB gegeben. Diese Störung kann auch auf die Ansteuerleitung ASL wirken,
so daß der autonome Leitungsanschaltmodul mit dem ausgefallenem Mikrorechner beispielsweise
nicht mehr ansteuerbar ist. Im normalen Betrieb werden Störungsmeldungen, wie Kurzschluß
oder Leitungsunterbrechung einer Meldelinie oder Störungen einer Baugruppe des autonomen
Anschaltmoduls über den Mikrorechner und den Datenbus zum Zentralrechnermodul gemeldet.
Andernfalls wird eine Störung direkt auf den Signalbus als sogenannte Sammelstörung
gegeben und direkt am Anzeigefeld des Bedien-und Anzeigemoduls angezeigt.
[0021] Um ein autonomes Leitungsanschaltmodul gegen ein anderes in einfacher Weise auszutauschen,
weil ein Bauteil defekt ist, sind die Module im Prüffeld abgeglichen. Dadurch erübrigt
sich ein Abgleich bei der Montage oder Wartung. Wenn ein Leitungsanschaltmodul ausgetauscht,
also gezogen werden soll, dürfen die im Mikrorechner des Moduls gespeicherten Daten,
z.B. die Liniensollwerte, nicht verloren gehen. Deshalb weist das Bedienfeld des Bedien-
und Anzeigemoduls BA eine Befehlstaste BT auf, die das Auslesen der gespeicherten
Daten im Leitungsanschaltmodul ALA und das Einlesen in einem dafür vorgesehenen speicher
im Zentralrechnermodul ZR veranlaßt. Zudem muß am Bedienfeld eingegeben werden, welches
Leitungsanschaltmodul gezogen werden soll. Eine optische Anzeige am zu ziehenden Modul
leuchtet auf, so daß aus Versehen kein falsches Modul entfernt wird. Außerdem stellt
der Zentralrechner ZR während die optische Anzeige aufleuchtet den Datenverkehr auf
dem Datenbus DB ein, damit durch das Ziehen und stecken eines Moduls keine Daten verfälscht
werden. Ein neu eingesetztes Leitungsanschaltmodul wird dann auf Befehl (BT) mit den
in das Zentralrechnermodul übernommenen Daten beschrieben, so daß sich eine neue Messung
erübrigt.
[0022] Mit dem erfindungsgemäßen Multiprozessorsystem wird eine bessere Montage- und Servicefreundlichkeit
und eine bequeme Ausbaufähigkeit erreicht. Einerseits sind die Module leicht austauschbar,
andererseits können bei Bedarf weitere Leitungsanschaltmodule ergänzend in die Zentrale
eingesetzt werden. Da jedes Modul autark arbeitet, der Datenaustausch über zwei getrennte
Datenkanäle erfolgt, die Module sich selbst überwachen und zudem das Zentralrechnermodul
die übrigen Module routinemäßig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft, ist ein höchstes
Maß an Sicherheit gewährleistet. Dabei kontrolliert das Zentralrechnermodul über den
Datenbus die einzelnen Module, indem er über die jeweilige Ansteuerleitung ein Freigabesignal
gibt, damit diese erkennen, daß sie an der Reihe sind. Ferner steuert das Zentralrechnermodul
die Lese- und Schreibsignale. Die Synchronisation beim Datenaustausch wird über Quittungssignale
vorgenommen.
[0023] Meldungen werden von den einzelnen Modulen erzeugt und können vom Zentralrechnermodul
auch an andere Module weitergegeben werden. Beispielsweise wird die Meldung, daß scharfgeschaltet
ist, vom Blockschloßanschaltmodul über das Zentralrechnermodul an die einzelnen Leitungsanschaltmodule
signalisiert.
Liste der Bezugszeichen
[0024]
A/D Analog/Digitalwandler
ADR Adress-leitung
ASE An-schalt-einrichtung
AFF Abschalt-Flip-Flop
AG Alarm-geber
ALA autonomer Leitungs-anschalt-Modul
AL-ANZ Alarmanzeige-einrichtung
AL-AUS Alarm-ausgangsschaltung (C-Ausgang)
AL/K-Ü Alarm-/Kurzschluß- Überwachungseinrichtung
AS Analog-schalter
ASL An-steuer-leitung (Modul-Select)
BA Bedien- und Anzeige-Modul
BS Block-schloß
BSA Block-schloß-anschalt-Modul
ZR Zentral-rechner-Modul
DB mikroprozessorgesteuerter Daten-bus
EA Ein-/Ausgabe-Modul
HM Haupt-melder
LAE Linien-anschalt-einrichtung
LPS Linien-programmier-schalter
LSP Linien-spannung
ML Melde-leitung
SPA Spannungs-abschalteeinrichtung
RM Rangiermatrix
SB festverdrahteter Signal-bus (Sammel-bus)
STB Steuer-Befehl
STL Steuer-leitung (C-Ausgang)
STL-A Steuerleitungs-anschalteeinrichtung (C-Ausgang)
STÖ-Ü Störungs-überwachungs-einrichtung
1. Multiprozessorsystem für Gefahren-, insbesondere Einbruchmeldeanlagen mit einer
modular aufgebauten Zentrale (Z), an die eine Vielzahl von Meldern über Meldeleitungen
(ML) und eine Vielzahl von Steuereinrichtungen über Steuerleitungen (STL) angeschlossen
sind, wobei die Zentrale (Z) neben einem Zentralrechnermodul (ZR) und einem Bedien-
und Anzeigemodul (BA) weitere Module sowohl für unterschiedliche als auch für gleichartige
Funktionen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß für unterschiedliche Funktionen mehrere verschiedenartige
Module (BSA, EA) und für gleichartige Funktionen autonome Leitungsanschaltmodule (ALA)
vorgesehen sind,
daß sämtliche Module (BA, EA, BSA, ZR, ALA) an einen mikroprozessorgesteuerten Datenbus
(DB) und zusätzlich an einen fest verdrahteten Signalbus (SB), einen sogenannten Sammelbus,
angeschlossen sind, auf den parallel zu den Daten für den Datenbus (DB) meldungsspezifische
Signale eines meldungsauslösenden Leitungsanschaltmoduls (ALA) gegeben werden, daß
der Zentralrechnermodul (ZR) jeweils über eine Ansteuerleitung (ASL), mit jedem Modul
verbunden ist, und daß der Zentralrechnermodul (ZR) den Datenaustausch zwischen den
einzelnen Modulen steuert und alle Module zyklisch auf ihre Funktionsfähigkeit prüft
und nach neuen bzw. geänderten Daten abfragt.
2. Multiprozessorsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder einzelne
autonome Leitungsanschaltmodul (ALA) einen Mikrorechner (MR) aufweist, der selbsttätig
die ihm zugeordneten Meldeleitungen (ML) zyklisch abfragt, die Meldedaten auswertet
und Alarm-und Störungssignale für die zyklische Abfrage vom Zentralrechnermodul (ZR)
in einem dafür vorgesehenen Register im Mikrorechner (MR) bereitstellt und gleichzeitig
direkt über eine Rangier-Matrix (RM) auf den Signalbus (SB) und Steuersignale an die
ihm zugeordneten Steuerleitungen (STL) gibt.
3. Multiprozessorsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
einzelne autonome Leitungsanschaltmodul (ALA) vom Mikrorechner (MR) beaufschlagte
Überwachungseinrichtungen (AL/K-Ü; STÖ-Ü) aufweist und routinemäßig oder auf Befehl
selbsttätig periodisch seine Funktionsfähigkeit überprüft, wobei Drahtbruch, Kurzschluß
und Alarm für die jeweilige Meldeleitung simuliert werden und bei Störung das entsprechende
Signal sowohl im Register des Mikrorechners (MR) für die nächste zusätzliche Abfrage
über den mikroprozessorgesteuerten Datenbus (DB) gespeichert als auch direkt auf den
Signalbus (SB) gegeben wird.
4. Multiprozessorsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Inbetriebnahme der Gefahrenmeldeanlage jeder einzelne autonome Leitungsanschaltmodul
(ALA) mit der ersten zyklischen Abfrage sämtlicher an ihn angeschlossenen Meldeleitungen
(ML) nicht beschaltete Meldeleitungen erkennt und diese bei den weiteren Abfragezyklen
nicht mehr mit abfrägt.
5. Multiprozessorsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder einzelne autonome Leitungsanschaltmodul (ALA) eine Spannungsabschalteinrichtung
(SPA) aufweist, die im "stand-by"-Betrieb des autonomen Leitungsanschaltemoduls (ALA)
die Spannungsversorgung der nicht aktiven Schalteinrichtungen (AL-AUS; STL-A) abschaltet.
6. Multiprozessorsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Scharf-
/Unscharf-Schaltung der gesamten bzw. für Teilbereiche der Gefahrenmeldeanlage ein
Blockschloßanschaltmodul (BSA) vorgesehen ist, an den die jeweiligen Blockschlösser
(BS) angeschlossen sind und an den über eine Rangiermatrix (RM) Alarmgeber (AG, HM)
für örtliche und überörtliche Alarmierung anschaltbar sind.
7. Multiprozessorsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die vorzugsweise
serielle Datenausgabe ein Ein-/Ausgabe-Modul (EA) vorgesehen ist, der eine normierte
Schnittstelle (SST) und weitere Anschalteinrichtungen (ASE) für periphere Geräte (DR)
aufweist.
8. Multiprozessorsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedien- und
Anzeigemodul (BA) eine Befehlstaste (BT) aufweist, mittels derer die im autonomen
Leitungsanschaltmodul (ALA) gespeicherten Daten in einen im Zentralrechnermodul (ZR)
vorgesehenen Speicher einschreibbar und von dort aus auf Befehl wieder in den autonomen
Leitungsanschaltmodul (ALA) zurückschreibbar sind.
9. Multiprozessorsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Melde- (ML) und die steuerleitungen (STL) direkt am jeweiligen autonomen Leitungsanschaltmodul
(ALA) angeschlossen sind, wobei eine oder mehrere Steuerleitungen (STL) über die Rangier-Matrix
(RM) auf den Signalbus (SB) rangierbar sind.
1. A multiprocessor system for hazard- in particular burglar alarm systems with a
central control unit (Z) of modular construction, to which a plurality of alarms are
connected via message lines (ML) and a plurality of control devices are connected
via control lines (STL), where the central control unit (Z) comprises, in addition
to a central computer module (ZR) and a control- and display module (BA), additional
modules both for different and for similar functions, characterised in that a plurality
of different types of modules (BSA, EA) are provided for different functions and autonomous
line connection modules (ALA) are provided for similar functons, that all the modules
(BA, EA, BSA, ZR, ALA) are connected to a microprocessor-controlled data bus (DB)
and in addition to a permanently wired signal bus (SB), a so-called collector bus,
to which - in parallel with the data for the data bus (DB) message-specific signals
of a message-triggering line connection module (ALA) are fed, that the central computer
module (ZR) is connected to each module via a drive line (ASL), and that the central
computer module (ZR) controls the data exchange between the individual modules, carries
out a cyclic check of all the modules to establish their functioning capacity and
carries out an interrogation of all the modules to establish new or modified data.
2. A multiprocessor system as claimed in claim 1, characterised in that each individual,
autonomous line connection module (ALA) comprises a microcomputer (MR) which automatically
carries out a cyclic interrogation of the message lines (ML) which it is assigned,
analyses the message data and makes available alarm- and fault signals for the cyclic
interrogation from the central computer module (ZR) in a register, provided for this
purpose, in the microcomputer (MR) and simultaneously directly forwards these signals
via a jumpering matrix (RM) to the signal bus (SB) and forwards control signals to
the assigned control lines (STL).
3. A multiprocessor system as claimed in claim 1 or 2, characterised in that each
individual autonomous line connection module (ALA) comprises monitoring devices (AL/K-0;
STÖ-Ü), which are acted upon by the microcomputer (MR), and periodically carries out
an automatic check on functioning capacity either as a matter of routine or on command,
where a line breakage, short- circuit and alarm are simulated in respect of the message
line in question and in the event of a fault the appropriate signal is both stored
in the register of the microcomputer (MR) for the next additional interrogation via
the microprocessor-controlled data bus (DB) and is also directly forwarded to the
signal bus (SB).
4. A multiprocessor system as claimed in one of the preceding claims, characterised
in that when the hazard alarm system enters operation, with the first cyclic interrogation
of all the message lines (ML) to which it is connected each individual autonomous
line connection module (ALA) recognises those message lines which are not connected
and does not include these in further interrogation cycles.
5. A multiprocessor system as claimed in one of the preceding claims, characterised
in that each individual, autonomous line connection module (ALA) comprises a voltage
disconnection device (SPA) which, in the stand-by operation of the autonomous line
connection module (ALA), disconnects the voltage supply of those switching devices
(AL-AUS; STL-A) which are not active.
6. A multiprocessor system as claimed in claim 1, characterised in that in order to
increase/reduce the focus (definition) of the entire hazard alarm system or subsidiary
zones thereof, a block lock connection module (BSA) is provided to which the block
locks (BS) are connected and to which alarm devices (AG, HM) for local and superordinate
local alarms can be connected via a jumpering matrix (RM).
7. A multiprocessor system as claimed in claim 1, characterised in that for the preferably
series data output an input/output module (EA) is provided which comprises a standardised
interface (SST) and additional connection devices (ASE) for peripheral equipment (DR).
8. A multiprocessor system as claimed in claim 1, characterised in that the control-
and display module (BA) includes a command key (BT) by means of which the data stored
in the autonomous line connection module (ALA) can be input into a store included
in the central computer module (ZR) from where it can be re-input into the autonomous
line connection module (ALA) on command.
9. A multiprocessor system as claimed in one of the preceding claims, characterised
in that the message lines (ML) and the control lines (STL) are directly connected
to the autonomous line connection module (ALA) in question, where one or more than
one control line (STL) can be jumpered to the signal bus (SB) via the jumpering matrix
(RM).
1. Système de multiprocesseur pour des avertisseurs de danger, notamment des installations
de signallisation d'effractions comportant un central (Z) de constitution modulaire,
auquel sont raccordés une multiplicité de transmetteurs par l'intermédiaire de lignes
de signalisation (ML) et une multiplicité de dispositifs de commande par l'intermédiaire
de lignes de commande (STL), le central (Z) comportant, en dehors d'un module de calculateur
central (ZR) et d'un module de service et d'affichage (BA), - d'autres modules aussi
bien pour des fonctions différentes, que pour des fonctions similaires, caractérisé
par le fait qu'il est prévu pour des fonctions différentes plusieurs modules (BSA,
EA) de types différents et des modules autonomes de raccordement de lignes (ALA) pour
des fonctions similaires, que tous les modules (BA, EA, BSA, ZR, ALA) sont raccordés
à un bus (DB) de transmission de données, commandé par microprocesseur et en outre
à un bus câblé (SB) de transmission de signaux, à savoir à ce qu'on appelle un bus
de collecte, auquel des signaux, spécifiques pour la signalisation, d'un module (ALA)
de raccordement de lignes, qui déclenche la signalisation, sont envoyés parallèlement
aux données pour le bus (DB) de transmission de données, que le module de calculateur
central (ZR) est relié respectivement par l'intermédiaire d'une ligne de commande
(ASL) à chaque module et que le module de calculateur central commande l'échange des
données entre les différents modules, et contrôle cycliquement l'aptitude de fonctionnement
de tous les modules et demande de nouvelles données ou des données modifiées.
2. Système de multiprocesseur suivant la revendication 1, caractérisé par le fait
que chaque module autonome (ALA) de raccordement de lignes comporte un microcalculateur
(MR) qui interroge automatiquemqent et cycliquement les lignes de signalisation (ML)
qui lui sont associées, évalue les données de signalisation et prépare des signaux
d'alarme et de perturbation pour l'interrogation cyclique exécutée par le module de
calculateur central (ZR), dans un registre prévu à cet effet dans le microcalculateur
(MR) et transmet simultanément ces signaux, directement par l'intermédiaire d'une
matrice de répartition (RM), au bus (SB) de transmission de signaux et transmet des
signaux de commande aux lignes de commande (STL) qui lui sont associées.
3. Système de multiprocesseur suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé par le
fait que chaque module autonome (ALA) de raccordement de lignes comporte des dispositifs
de contrôle (AL/KIÛ; STd-Ü) chargés par le microcalculateur (MR) et contrôle périodiquement,
de façon automatique, conformément à un programme ou bien sur ordre, son aptitude
au fonctionnement, auquel cas une rupture de fil, un court-circuit et une alarme sont
simulés pour la ligne respective de signalisation et, dans le cas d'une perturbation,
le signal correspondant est tout autant mémorisé dans le registre du microcalculateur
(MR) pour l'interrogation supplémentaire immédiatement suivante et par l'intermédiaire
du bus (DB) de transmission de données, commandé par microprocesseur, et est transmis
directement au bus (SB) de transmission de signaux.
4. Système de multiprocesseur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que lors de la mise en service de l'avertisseur de danger chaque module
individuel autonome (ALA) de raccordement de lignes identifie des lignes de transmission
non câblées, lors de la première interrogation cyclique de toutes les lignes de transmission
(ML) qui sont raccordées à ce module, et n'interroge plus ces lignes lors des autres
cycles d'interrogation.
5. Système de multiprocesseur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que chaque module individuel autonome (ALA) de raccordement de lignes
possède un dispositif (SPA) de débranchement de la tension qui, lorsque le module
autonome (ALA) de raccordement de lignes est dans l'état de fonctionnement "en attente",
débranche la tension d'alimentation des dispositifs de commutation (AL-AUS, STL-A)
non actifs.
6. Système de multiprocesseur suivant la revendication 1, caractérisé par le fait
que pour la commutation fine/approchée de l'ensemble de l'avertisseur de danger ou
pour des zones partielles de cet avertisseur, il est prévu un module (BSA) de raccordement
de verrous de blocs, auquel les verrous respectifs de blocs (BS) sont raccordés et
auquel des générateurs d'alarme (AG, HM) servant à déclencher une alarme locale et
plus générale peuvent être raccordés par l'intermédiaire d'une matrice de répartition
(RM).
7. Système de multiprocesseur suivant la revendication 1, caractérisé par le fait
que pour la sortie de préférence en série des données, il est prévu un module d'entrée/sortie
(EA) qui possède une interface normalisée (SST) et d'autres dispositifs de raccordement
(ASE) pour des appareils périphériques (DR).
8. Système de multiprocesseur suivant la revendication 1, caractérisé par le fait
que le module de service et d'affichage (BA) comporte une touche de commande (BT),
à l'aide de laquelle les données mémorisées dans le module autonome (ALA) de raccordement
de lignes peuvent être enregistrées dans une mémoire prévue dans le module de calculateur
central (ZR) et à partir de là, peuvent être réenregistrées en retour, sur commande,
dans le module autonome (ALA) de raccordement de lignes.
9. Système de multiprocesseur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que les lignes de signalisation (ML) et les lignes de commande (STL) sont
raccordés directement au module autonome respectif (ALA) de raccordement de lignes,
auquel cas une ou plusieurs lignes de commande (STL) peuvent être raccordées de façon
répartie par l'intermédiaire de la matrice de répartition (RM) au bus (SB) de transmission
de signaux.

