[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Radialventilator gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs
1; ein derartiger Ventilator ist aus der DE-B-1 071 888 bekannt.
[0002] Bei dem bekannten vorgenannten Ventilator wird zum Zwecke einer Geräuschminderung
aufgrund von Wirbelbildung an der Zunge des Spiral- Gehäuses vorgeschlagen, einerseits
die Zunge in großem Abstand zum Umfang des Laufrades anzuordnen und andererseits die
Zunge am Beginn des Spiral-Gehäuses mit einer sie verlängernden, direkt an den Umfang
des Laufrades reichenden Sperrwand zu versehen, deren Kante schräg zu den Austrittskanten
der Laufradschaufeln verläuft; zusätzlich kann die Sperrwand mit einem seitlichen,
den Raum zwischen der Sperrwand und dem Lufteintrittsstutzen des Spiral-Gehäuses überdeckenden
Lappen versehen werden.
[0003] Durch die US-A-3 221 983 ist ein Radialventilator bekannt, bei dem zum Zwecke eines
gezielten, wieder in den Spiralkreislauf eintretenden Luftstromes an der Zunge eine
bestimmte Spaltöffnung zwischen Spiral-Gehäuse und dem Umfang des Laufrades vorgesehen
und eine von dieser Spaltöffnung weg- und auf den Lufteintrittsstutzen hingerichtete
Luftleitschaufel angeordnet sind.
[0004] In vielen Anwendungsfällen sind Radialventilatoren bei stark veränderlichen Betriebsbedingungen,
z. B. in der Klima- und Belüftungstechnik, im Einsatz. In jedem Arbeitspunkt muß ein
einwandfreier Betrieb gewährleistet sein; dazu ist es notwendig, daß in jedem Betriebspunkt
des Ventilators dem Volumenstrom V eine Druckerhöhung Ap eindeutig zugeordnet werden
kann, d. h. der Ventilator muß gemäß einer stetigen Kennlinie Ap = f(V) arbeiten können.
Im einzelnen hat sich gezeigt, daß Radialventilatoren mit hoher Ausnutzung des Bauvolumens,
d. h. hoher Leistungsdichte Instabilitätspunkte in den Kennlinien Ap = f(V), P = f(V),
11 = f(V) aufweisen und dementsprechend bei abnehmender Drosselung die den Ventilator
charakterisierenden Größen wie z. B. Volumenstrom, Druck und Wirkungsgrad schlagartig
auf höhere Werte springen und bei wiederansteigender Drosselung erst mit einer deutlichen
Hysterese-Wirkung der Drosselungs- änderung folgen.
[0005] Das vorbeschriebene Hysterese-Verhalten ist umso unerwünschter, als es sich in der
Nähe des Auslegepunktes des Radialventilators abspielt. Die Regelungsmöglichkeiten
des Systems Ventilator-Anlage werden dadurch stark eingeschränkt. Der Betrieb auf
dem unteren Niveau der Kennlinie ist außerdem mit spezifisch starker Geräuschentwicklung
verbunden; außerdem nimmt gleichzeitig mit dem plötzlichen Druckabfall der Wirkungsgrad
stark ab, was den Betrieb auf dem unteren Kennlinienast der Hysterese auch noch unwirtschaftlich
macht.
[0006] In einem bekannten Fall (Abschlußbericht des Forschungsvorhabens «Kennlinienstabilität
bei Radialventilatoren» des Instituts für Strömungslehre und Strömungsmaschinen der
Universität Karlsruhe, April 1975) wird bei einem Radialventilator mit ausschließlich
rückwärts gekrümmten Schaufeln nun als wirksamstes Mittel zur Beseitigung einer Unstetigkeit
in der Kennlinie von Radialventilatoren eine Verringerung der Schaufelzahl und damit
eine spezielle Konstruktion des Laufrades empfohlen (S. des genannten Abschlußberichtes);
die im bekannten Fall auf das Auftreten der instationären Ablösung: «Rotating Stall»
zurückgeführte Unstetigkeit der Kennlinie kann gemäß dem genannten Abschlußbericht
(S. 62 unten) durch Maßnahmen an der Gehäusekontur nicht verhindert werden.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, bei Radialventilatoren mit hoher Ausnutzung
des Bauvolumens, d. h. hoher Leistungsdichte, mit einfacheren konstruktiven Maßnahmen
eine Stetigkeit der Kennlinie derart zu erreichen, daß auch bei unterschiedlichen
Drosselwerten der Radialventilator unabhängig vom jeweiligen Arbeitsbereich auf dem
höheren, durch die bekannte Hysterese-Kennlinie vorgegebenen Niveau arbeitet. Unter
Leistungsdichte ist im vorgenannten Sinne das Produkt aus dimensionsloser Volumenstromziffer
und dimensionsloser Druckziffer verstanden, wie es z. B. durch die Veröffentlichung:
«Neuere Entwicklungen auf dem Gebiet der Radialventilatoren hoher Leistungsdichte»
in der Zeitschrift HLH 30, 1979, Nr. 11, Seiten 443 bis 447 beschrieben ist.
[0008] Ausgehend von der Erkenntnis, daß die Instabilität der Kennlinien durch eine mehrfach
kreisende Strömung des Fördermediums im Spiral-Gehäuse aufgrund von Druckunterschieden
und insbesondere der Schleppwirkung des rotierenden Laufrades verursacht werden, wird
als Lösung dieser Aufgabe bei einem Radialventilator der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
eine Maßnahme gemäß Kennzeichen des Patentanspruchs 1 vorgeschlagen; vorteilhafte
Ausgestaltungen dieser Erfindung sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Es hat sich gezeigt, daß durch die einfache Maßnahme der auch nachträglich ohne weitere
konstruktive Änderung des Radialventilators anzubringenden Sperrwand bei unterschiedlicher
Drosselung die gewünschte hohe Leistungsdichte gewährleistet werden kann.
[0010] Eine weitere Verbesserung hinsich lich eines niedrigen Geräuschverhaltens sowie besseren
Wirkungsgrades kann dadurch erreicht werden, daß die freien Einströmkanten der Sperrwand
mit wulstartigen Abrundungen versehen werden, die entweder einstückig an die Anströmkanten
der Sperrwände angeformt oder als getrennte Bauteile nachträglich auf die Anströmkanten
der Sperrwände aufgesteckt und an dieser gehaltert werden.
[0011] Die erfindungsgemäße Lösung wird vorzugsweise bei Laufrädern mit rückwärts gekrümmten
Schaufeln eingesetzt, zeigt die erstrebte Verbesserung jedoch auch bei Laufrädern
mit vorwärts oder radial endenden Schaufeln.
[0012] Die Erfindung wird im folgenden anhand verschiedener, schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele
in der Zeichnung näher erläutert; darin zeigen:
Fig. 1,2 im Axialschnitt zwei verschiedene Ausführungen einer zwischen Innenwandung
des Spiral-Gehäuses und Laufrad angeordneter Sperrwand;
Fig. 3, 4 jeweils im Merianschnittzwei verschiedene Ausführungen der Sperrwand gemäß
Schnittverlauf A-A in Fig. 1;
Fig. 5, 6 jeweils im Merianschnitt zwei verschiedene Sperrwandausführungen mit unterschiedlichen
Wulstabdeckungen ihrer Anströmkanten;
Fig. 7 bis 9 jeweils im Axialschnitt drei verschiedene Sperrwandausführungen;
Fig. 10 die KennlinienverläuZe der Druckziffer, total: ψt; der Druckziffer dynamisch: ψd; des Wirkungsgrades, total, am Laufradeingang: η11 sowie der Leistungsdichte: ((ϕ · ψt) in Abhängigkeit von der Volumenstromziffer: (p.
[0013] Fig. 1 und 2 zeigen im Axialschnitt zwei verschiedene Ausführungen eines zwischen
der Innenwandung eines Spiral-Gehäuses 2 und dem darin drehbar gelagerten Laufrad
1 im Bereich der Zunge 22 angeordneten Sperrwand 3 bzw. 4. Als Zunge bezeichnet man
üblicherweise die engste Stelle zwischen dem spiralförmig sich von dieser Stelle zur
Austrittsöffnung 21 erweiternden Spiral-Gehäuse 2 und dem Laufrad 1. Während in Fig.
1 die Sperrwand 3 in konstruktiv besonders einfacher Weise lediglich aus einem ebenen
Blech besteht, weist die Sperrwand 4 gemäß Fig. 2 eine entsprechend dem Strömungsverlauf
gekrümmte, in das Innere des Spiral-Gehäuses 2 ragende Sperrfläche auf.
[0014] Die Figuren 3, 4 zeigen jeweils im Merianschnitt zwei verschiedene Ausführungsformen
der ebenen Sperrwand 3 gemäß Schnittverlauf A-A in Fig. 1 mit dem Unterschied, daß
der Zwischenraum zwischen dem Laufrad und der Ausströmöffnung des Spiral-Gehäuses
vollkommen oder nur teilweise gegen einen Wiedereintritt der an sich zum Austritt
aus der Austrittsöffnung 21 bestimmten Luft in den Spiralkreislauf des Spiral-Gehäuses
2 abgesperrt ist.
[0015] Im einzelnen zeigt Fig. 3 eine Sperrwand 3, die sich aus einem ersten, den Zwischenraum
zwischen der Ausströmöffnung und der Außenwandung des Spiral-Gehäuses im Bereich der
Zunge 22 verschließenden Sperrwandteil 31, einem zweiten, den Zwischenraum zwischen
dem gesamten Laufrad 1 und der Außenwandung des Spiral- Gehäuses 2 im Bereich der
Zunge 22 abschließenden Sperrwandteil 32 und einem dritten, den Zwischenraum zwischen
der wellenseitigen Rückseite des Laufrades 1 und der rechten Stirnseite des Spiral-Gehäuses
1 abschließenden Sperrwandteil 33 zusammensetzt. Die einzelnen Sperrwandteile 31,
32, 33 können entweder als getrennte Bauteile oder als zusammenhängende Sperrwand
3 ausgebildet und montiert sein. Fig. 4 unterscheidet sich von der Ausführung gemäß
Fig. 3 dadurch, daß ein geringfügig vergrößerter Zwischenraum zwischen dem Laufrad
1 und der Sperrwand, insbesondere dem zweiten Sperrwandteil 32, vorgesehen ist.
[0016] Die größte Wirkung hinsichtlich der Vermeidung der Hysterese wird mit einer sehr
weitgehenden Absperrung erreicht; eine demgegenüber geringere Teilabsperrung stellt
einen optimaleren Kompromiß zwischen einem geringen Drehklanganteil im Geräuschspektrum
und einer weitgehenden Vermeidung der unerwünschten Kennlinien-Hysterese dar.
[0017] Fig. 5, 6 zeigen, unter Bezugnahme auf die Schnittverläufe C-C in Fig. 3, 4 und bei
Weglassung des Spiral-Gehäuses 2, verschiedene Ausführungen der Sperrwand 3 mit jeweils
an ihren Anströmkanten zur Vermeidung von geräuschbildenden Luftverwirbelungen vorgesehenen
wulstartigen Abrundungen. Fig. 5, 6 zeigen derartige Abrundungen 321, 331 bzw, 322,
332, die zusätzlich an den Sperrwänden 3 gemäß den Ausführungsbeispielen nach Fig.
und Fig. 4 angebracht sind. Gemäß Fig. 5 sind die wulstartigen Abrundungen 321 bzw.
331 an die Sperrwandausführung gemäß Fig. 3 bzw. Fig. 4 einstückig angeformt; Fig.
6 zeigt unter Bezugnahme auf die Sperrwandausführung gemäß Fig. 3 und Fig. 4 wulstartige
Abrundungen 322 bzw. 332 in Form von getrennten, auf die Anströmkanten der Sperrwand
jeweils ausgesetzten und an diesen gehalterten Bauteilen.
[0018] Die Figuren 7 bzw. 8 bzw. 9 zeigen jeweils in einem Axialschnitt gemäß dem Schnittverlauf
B-B in Fig. 4 die Sperrblechteile 32 und 33 in ebener glattflächiger Ausführung ohne
wulstartige Abrundung (Fig. 7), mit als getrenntes Bauteil aufgesetzter wulstartiger
Abrundung 322 bzw. 332 (Fig. 8) und mit einstückig angeformter wulstartiger Abrundung
321 bzw. 331 (Fig. 9).
[0019] Fig. 10 zeigt die Kennlinienverläufe für die totale Druckziffer ψ
t, die dynamische Druckziffer ψ
d, den totalen Wirkungsgrad am Laufradeingang η
tL sowie die Leistungsdichte (cp, ψ
t) in Abhängigkeit von der Volumstromziffer (p jeweils im gestrichelten Kennlinienverlauf
für einen herkömmlichen, nicht erfindungsgemäß ausgebildeten Radialventilator und
im ausgezogenen Kennlinienverlauf für den gleichen herkömmlichen, jedoch mit zusätzlich
einfach anzubringender Sperrwand ausgestatteten Radialventilator unter Zugrundelegung
der eingezeichneten Drosselparabel DP und entsprechenden Drosselungsänderungen in
Richtung einer geringeren Drosselung (-) bzw. einer stärkeren Drosselung (+). In den
Kennlinien der totalen Druckziffer ψ
t, der dynamischen Druckziffer ψ
d, des Wirkungsgrades η
tL der Leistungsdichte (
qJ, ψ
t) jeweils als Funktion der Volumenstromziffer f (ϕ) sind jeweils die Hysterese-Kennlinienverläufe
eingezeichnet, die sich bei einem herkömmlichen Radialventilator bei einer bestimmten
Drosselminderung und anschließenden Drosselsteigerung ergeben. Im Gegensatz dazu wird
bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Radialventilator vorteilhafterweise gewährleistet,
daß bei gleichbleibend hoher Leistungsdichte keine Instabilitätspunkte mit Hysterese-Kennlinie
auftreten, sondern vielmehr der Radialventilator bei unterschiedlicher Drosselung
immer auf dem durch die Hysterese vorgegebenen höheren, günstigeren Niveau arbeitet.
1. Radialventilator mit einem sich von der Zunge an der Unterkante seiner Luftaustrittsöffnung
zu deren Oberkante spiralförmig um ein Laufrad erweiternden Spiral-Gehäuse und einer
Sperrwand (3, 4) im Bereich der Zunge des Spiral- Gehäuses, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrwand (3, 4) aus einem ebenen Blech besteht oder eine entsprechend dem
Strömungsverlauf gekrümmte, in das Innere des Spiralgehäuses (2) ragende Sperrfläche
ist, und daß die Sperrwand (3, 4) jeweils einen zu den gegenüberliegenden, abzudichtenden
Außenkanten des Spiral-Gehäuses (2) und des Laufrades (1) und/oder der Einströmöffnung
(5) parallelen Außenkantenverlauf aufweist.
2. Radialventilator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Anströmkanten
der Sperrwand (3 bzw. 4) mit wulstartigen Abrundungen (321; 331; 322; 332) versehen
sind.
3. Radialventilator nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die wulstartigen Abrundungen (321; 331) einstückig an die Sperrwand (3) angeformt
sind.
4. Radialventilator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wulstartigen
Abrundungen (322; 332) als getrennte Bauteile auf die Sperrwand (3) aufgesetzt und
an dieser gehaltert sind.
1. Radial fan having a spiral housing widening spirally about a impeller from the
tongue at the under edge of its air outlet aperture to its upper edge and having a
check wall (3, 4) in the region of the tongue of the spiral housing, characterized
in that the check wall (3, 4) consists of a plane metal plate or is a check surface
curved correspondingly to the flow pattern and projecting into the interior of the
spiral housing (2), and that the check wall (3, 4) exhibits an outer edge configuration
parallel to each of the opposite outer edges of the spiral housing (2) and of the
impeller (1) and/or of the inlet aperture (5) which are to be sealed.
2. Radial fan according to Claim 1, characterized in that the free approach edges
of the check wall (3 and/or 4) are provided with beadlike rounded parts (321; 331;
322; 332).
3. Radial fan according to either Claim 1 or 2, characterized in that the beadlike
rounded parts (321; 331) are formed integrally on the check wall (3).
4. Radial fan according to Claim 2, characterized in that the beadlike rounded parts
(322; 332) are placed as seperate components on the check wall (3) and are fastened
on the latter.
1. Ventilateur centrifuge comprenant une enveloppe s'étendant en volute autour d'une
roue à aubes à partir du bec situé sur le bord inférieur de son ouverture de sortie
d'air jusqu'au bord supérieur de cette ouverture, ainsi qu'une paroi de barrage (3,
4) située dans la région du bec de l'enveloppe en volute, caractérisé en ce que la
paroi de barrge (3, 4) est formée d'une tôle plane ou est constituée par une surface
de barrage courbée conformément à l'allure de l'écoulement et faisant saillie à l'intérieur
de l'enveloppe en volute (2), et que la paroi de barrage (3, 4) présente un bord extérieur
s'étendant parallèlement aux côtés extérieurs opposés, à étanchéifier, de l'enveloppe
en volute (2) et de la roue à aubes (1) et/ou à l'ouverture d'entrée d'air (5).
2. Ventilateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que les bords d'attaque
libres de la paroi de barrage (3 ou 4) sont pourvus d'arrondis en forme de bourrelets
(321; 331; 322; 332).
3. Ventilateur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les arrondis (321;
331) sont formés d'un seul tenant sur la paroi de barrage (3).
4. Ventilateur selon la revendication 2, caractérisé en ce que les arrondis (322;
332) sont constitués par des pièces séparées qui sont mises en place et fixées sur
la paroi de barrage (3).