[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur automatischen Anpassung der Abluftmenge
an die Verdampfungsleistung unter wechselnden Betriebsbedingaungen bei mittels Frischluft,
Umluft und Abluft betriebenen Trocknern, in denen eine Flüssigkeit verdampft wird.
[0002] Es ist bekannt, daß bei derartigen Trocknern mit vermehrter Frischluftzufuhr eine
höhere Leistung erzielbar ist. Wegen der leistungsunabhängigen Kosten bei der Trocknung,
wie Kapitaldienst, Lohnkosten usw., wirkt sich einerseits jede Leistungssteigerung
bei einem Trockner günstig auf die Stückkosten aus. Andererseits fallen bei der vermehrten
Zufuhr von Frischluft erhöhte Kosten für die Erwärmung dieser Luft an. Wird die Frischluftmenge
erhöht, steigen diese Kosten entsprechend an. Die erzielte Mehrleistung wird aber
immer geringer, so daß irgendwann eine weitere Erhöhung der Frischluftzufuhr nicht
mehr lohnt.
[0003] Es gibt ein Stückkosten-Minimum, welches durch ein bestimmtes Verhältnis von Frischluft
zu verdampftem Wasser gekennzeichnet ist, auszudrücken in Kg/Kg oder Abluftfeuchte
in % oder als Abluft-Taupunkt. Um die optimale Abluftfeuchte auch bei wechselnder
Trocknungsleistung, z.B. schmale - breite, leichte - schwere Ware aufrechterhalten
zu können, sind Abluftfeuchte-Regelanlagen bekannt, deren allgemeine Verbreitung aber
bei Textiltrocknern bisher an ihrem hohen Preis gescheitert sind und daran, daß sie
durch die in der Abluft enthaltenen Flusen und öligen Nebel innerbalb kurzer Zeit
unbrauchbar werden.
[0004] Durch die vorliegende Erfindung soll deshalb die Aufgabe gelöst werden, eine Anordnung
zu schaffen, durch die mit einfachen Mitteln, insbesondere ohne schmutzempfindliche
Feuchtefühler eine automatische Anpassung der Abluftmenge an die Verdampfungsleistung
eines Trockners bei wechselnden Betriebsbedingungen ermöglicht wird.
[0005] Der Erfindung liegt folgende überlegung zu Grunde. Für die an die Warenbahn übertragene
Wärmemenge gilt:

Darin sind:
GW = verdampfte Wassermenge (Kg/h)
△iW = Verdampfungs- u. Überhitzungswärme des Wassers (kWh/kg)
VL = Umluftstrom (m3/h)
cpL= spez. Wärme der Luft (kWh/kg K)
△TL = Umluftabkühlung (K)
[0006] Dann ist:

worin

während des Trocknungsprozesses eine Konstante ist, die teils lüfterdrehzahl-, teils
temperaturabhängig ist. Mißt man also die Temperaturdifferenz △T
L mit zwei Temperaturfühlern und stellt man an einem Meßumformer die Verstärkung so
ein, daß bei △ T
Lmax die dazugehörige Abluftmenge V
Amax gefördert wird, braucht man nur noch dafür zu sorgen, daß die Abluftmenge sich immer
proportional zu △T
L verstellt. Zur Lösung der gestelltem Aufgabe wird daher eine Anordnung vor geschlagen,
bei der die Einstellung der A
b- luftmenge in Abhängigkeit von der Differenz zwischen der Temperatur T
1 der dem zu trocknenden Gut zugeführten und der Temperatur T
2 der von dem-Gut abgeführten Umluft erfolgt. Dabei kann die Differenz zwischen der
Temperatur T
1 und der Temperatur T
2 mittels eines Meßumformers für die Verstellung der Drehzahl der Abluftventilatoren
direkt oder auch über Regelgetriebe erfolgen. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung,
daß statt der Drehzahlverstellung eine Verstellung der Leitschaufeln der Ventilatoren
vorgenommen wird oder auch daß eine Verstellung einer Drosseleinrichtung, beispielsweise
einer Drosselklappe, in der Abluftleitung erfolgt.
[0007] Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, den Meßumformer mit einstellbarer Verstärkung
auszuführen. Vorteilhaft, aber nicht darauf beschränkt ist es,die Verstellung der
Drehzahl der Antriebsmotore der Abluftventilatoren über den Motoren zugeordnete vom
Meßumformer gesteuerte statische Frequenumformer vorzunehmen.
1. Anordnung zur automatischen Anpassung der Abluftmenge an die Verdampfungsleistung
unter wechselnden Betriebsbedingungen bei mittels Frischluft, Umluft und Abluft betriebenen
Trocknern, in denen eine Flüssigkeit verdampft wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einstellung der Abluftmenge in Abhängigkeit von der Differenz zwischen der Temperatur
T1 der dem zu trocknenden Gut zugeführten Umluft und der Temperatur T2 der von dem Gut abgeführten Umluft erfolgt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die D ferenz zwischen der
Temperatur T1 und der Temperatur T2 mittels eines Meßumformers für die Verstellung der Drehzahl der Abluftventilatoren
verwendet wird.
3. Anordnung nach Anspruch 1.und 2, dadurch gekennzeichnet, daß statt der Drehzahlverstellung
eine Verstellung der Leitschaufeln oder e'iner Regeldüse an den Abluftventilatoren
erfolgt.
4. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet. daß statt der Drehzahlverstellung
die Verstellung einer Drosseleinridhtung in der Abluftleitung vorgenommen wird.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßumformer mit
einstellbarer Verstärkung ausgeführt ist.
6. Anordnung nach Anspruch 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung
der Drehzahl der Antriebsmotore der Abluftventilatoren über den Motoren zugeordnete
vom Meßumformer gesteuerte Frequenzumformer erfolgt.