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EP 0 107 643 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.07.1987 Patentblatt 1987/30 |
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Anmeldetag: 10.10.1983 |
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Landmine, insbesondere zur Panzerabwehr
Land mine, in particular an anti-tank mine
Mine terrestre, notamment antichar
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
11.10.1982 AT 3746/82
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.05.1984 Patentblatt 1984/18 |
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Anmelder: Vonderhaid, Oskar |
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A-1110 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- Vonderhaid, Oskar
A-1110 Wien (AT)
- Vonderhaid, Harald
A-1110 Wien (AT)
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Vertreter: Klein, Adam, Dipl.Ing. |
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Patentanwälte Klein & Pinter OEG
Fasangasse 49 1030 Wien 1030 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Landmine, insbesondere zur Panzerabwehr, die
mit wenigstens einer Sprengladung und wenigstens zwei Zündern, die nach unterschiedlichen
Zündsystemen arbeiten, versehen ist.
[0002] Eine Landmine dieser Art ist aus der US-A-2 830 538 bekannt. Bei dieser bekannten
Ausführung sind zwei Zünder vorgesehen, von denen der eine ein herkömmlicher Druckzünder
ist, der ausgelöst wird, sobald ein Fahrzeug oder eine sonstige Last auf eine Kappe
des Minengehäuses einwirkt. Der zweite Zünder ist dagegen ein Knickzünder, der ausgelöst
wird, wenn der Knickstab verschwenkt wird. Dieser Knickzünder wirkt nicht unmittelbar
auf die Sprengladung sondern zündet zunächst eine Zündladung, die wiederum über einen
Zündkanal eine Treibladung zur Explosion bringt. Diese Treibladung schleudert die
eigentliche Sprengladung aus dem Minengehäuse heraus und bewirkt zugleich die Zündung,
die dadurch etwas später erfolgt. Beide Zünder sind dauernd aktiviert. Der Druckzünder
ist ständig funktionsbereit und auch der Schlagbolzen des Knickzünders ist dauernd
gespannt. Mit einem in den Zündkanal vor dem Schlagbolzen eingesetzten Splint kann
der Knickzünder in seiner aktivierten Stellung gesichert werden.
[0003] Die FR-A-1 053 566 und die FR-E- 82 801 beschreiben weitere bekannte Landminen, bei
denen der Hauptzünder aus einem Druckzünder besteht, der dauernd aktiviert ist. Zusätzlich
dazu sind sogenannte Seitenzündkanäle im Minengehäuse vorgesehen, bei denen es sich
um Zusatzeinrichtungen handelt, die wahlweise vorgesehen sein können. Bei Bedarf können
in die Seitenzündkanäle Zündkapseln eingesetzt und über eine Auslöseeinrichtung am
Boden verankert werden, wenn verhindert werden soll, daß die Mine unbefugt vom Boden
aufgenommen wird. Es handelt sich bei dieser bekannten Ausführung um eine sogenannte
Sicherung oder Falle.
[0004] Ein aus diesen bekannten Landminen bestehendes Minenfeld kann verhältnismäßig einfach
geräumt werden. Da alle Minenbauarten einen dauernd aktivierten Druckzünder besitzen,
ist es für einen Gegner nicht schwierig, die Zünder durch geeignete Maßnahmen auszulösen,
z. B. mit Hilfe einer Räumwalze oder durch den Beschuß mit Druckgranaten.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Landmine so auszubilden, daß die Räumung
eines Minenfeldes mit vertretbarem Aufwand praktisch unmöglich ist, selbst wenn der
Gegner die Bauart der verwendeten Minen kennt.
[0006] Mit der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Anzahl der Zünder unabhängig
von der Anzahl der Sprengladungen ist, daß jeder Zünder mit einer eigenen Aktivierungsvorrichtung
versehen ist und daß die Aktivierungsvorrichtungen der Zünder unabhängig voneinander
betätigbar sind, wobei die Zünder wahlweise aktivierbar sind. Beim Verlegen der so
ausgebildeten Minen kann jeweils nur ein Zündsystem aktiviert werden, wobei unregelmäßig
vorgegangen wird und Minen wahllos nebeneinander verlegt werden, bei denen unterschiedliche
Zündzysteme aktivert sind. Der Gegner kann dann weder aus der Bauart der Mine noch
aus deren Aussehen erkennen, wie diese entschärft werden kann. Er muß zum Räumen eines
solchen Minenfeldes alle Maßnahmen nacheinander anwenden, die zum Auslösen praktisch
aller Zündsysteme, die in Frage kommen konnten, erforderlich sind. Dies ist nicht
nur umständlich, sondern auch langwierig, weshalb die verläßliche Räumung eines aus
solchen Landminen aufgebauten Minenfeldes in der Praxis schon aus Zeitmangel nicht
durchführbar ist.
[0007] Bei einer bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Landmine ist ein pneumatischer
Zünder vorgesehen, dessen Aktivierungsvorrichtung aus einem im Zündkanal quer zu diesem
angeordneten Sicherungszylinder mit durchgehender Bohrung besteht, der um eine zur
Bohrung quer verlaufende Achse verdrehbar ist. Dieser Sicherungszylinder ermöglicht
es dem Schlagbolzen nur dann, den Zünder zu erreichen, wenn die Bohrung des Sicherungszylinders
in Bewegungsrichtung des Zündbolzens verläuft. Durch einfaches Verdrehen des Sicherungszylinders
wird also die Zündung zuverlässig verhindert. Es handelt sich um eine einfache Ausgestaltung
der erfindungsgemäß vorgesehenen Aktivierungsvorrichtung, mit deren Hilfe die Zünder
beim Verlegen der Minen selbst wahlweise aktiviert oder gesichert werden können.
[0008] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Landmine besteht darin, daß ein
mechanischer Zünder vorgesehen ist, dessen Aktivierungsvorrichtung aus einer Sicherungswelle
mit zwei Fingern besteht, von denen beim Verdrehen der Sicherungswelle ein Finger
den Schlagbolzen spannt und der andere Finger während des Spannvorganges den Zündkanal
verschließt und erst nach weiterer Verdrehung der Sicherungswelle freigibt. Auch bei
dieser Ausbildung wird auf einfache Weise eine sichere Betätigung der Aktivierungsvorrichtung
ermöglicht, wobei unbeabsichtigte Fehlzündungen sicher verhindert werden.
[0009] In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Landmine dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Landmine bei abgehobenem Gehäusedeckel,
Fig. 2 dazu einen Schnitt nach der Linie 11-11 in Fig. 1 und
Fig. 3 einen weiteren Schnitt nach der in den Fig.1 und 2 eingezeichneten Schnittlinie
111-111.
[0010] Die dargestellte Landmine besitzt ein rechteckiges Gehäuse 1, das aus einer Grundplatte
2 und einem Deckel 3 zusammengesetzt ist, wie aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht. Im
Gehäuse 1 sind zwei Sprengladungen untergebracht, u.zw. eine sogenannte Hohlladung
4 in einer im Zentrum des Gehäuses i gelegenen Kammer, die nach oben durch eine trichtförmige
Begrenzungswand 5 abgeschlossen ist. Diese Hohlladung 4 hat panzerbrechende Wirkung
und erzielt ihre größte Durchschlagskraft, wenn zwischen der Mine und der durchzuschlagenden
Panzerplatte ein Abstand von etwa 50 bis 70 cm besteht. Konzentrisch um die Hohlladung
4 herum ist eine ringförmige Kammer vorgesehen, in der sich eine sogenannte Schlagladung
6 befindet, die vor allem auf die Kette eines Panzerfahrzeuges wirkt. Unterhalb der
Hohlladung 4 befindet sich noch eine dritte, kleinere Ladung, die Zündladung 7, der
Sprengkapseln 8 zugeordnet sind und die eine sichere Zündung der Sprengladungen 4
und 6 bewirkt. Die beiden Ladungen 4 und 6 stehen durch Öffnungen 9 in der Trennwand
zwischen den sie enthaltenden Kammern miteinander in Verbindung.
[0011] Aus Fig. 1 ist zu erkennen, daß für die Zündladung 7 insgesammt vier Sprengkapseln
8 vorgesehen sind. Diese Sprengkapseln 8 sind voneinander unabhänig und je einem anderen
Zündsystem zugeordnet. Es sind somit auch vier voneinander unabhänige Zünder vorhanden,
u.zw. ein Druckzünder 10, ein Knickzünder 11, ein Entlastungszünder 12 und ein Seitenzündkanal
13, in den z. B. eine elektrisch, elektronisch, durch Bodenerschütterung oder auch
durch Änderung des Magnetfeldes oder des Induktionsfeldes gezündete Sprengkapsel eingesetzt
werden kann. Jeder Zünder ist mit einer Sicherheitsvorrichtung ausgestattet, durch
die er wahlweise gesichert oder entsichert werden kann.
[0012] Der Druckzünder 10 ist als pneumatischer Druckzünder ausgebildet und besitzt gemäß
Fig. 2 einen Schlagbolzen 14, der durch eine federbelastete Kugel 15, die in eine
Rastnut des Schlagbolzens 14 eingreift, in seiner Ruhelage gehalten ist. Der Schlagbolze,
14 wird pneumatisch betätigt und ist in einem Zylinder 16 verschiebbar, der über Leitungen
17 mit vier Auslösern 18 in Verbindung steht, die gemäß Fig. 1 in den Ecken des Gehäuses
1 angeordnet sind. Aus Fig. 2 ist zu erkennen, daß jeder Auslöser 18 einen Druckstempel
19 besitzt, der bei Belastung eine Gaspatrone 20 gegen einen Dorn 21 drückt, der den
Gasverschluß der Patrone 20 öffnet. Um Fehlauslösungen bei kleinen Druckbelastungen
zu verhindern, ist jeder Druckstempel 19 durch Scherstifte 22 gesichert.
[0013] Wenn bei Belastung eines oder mehrerer Druckstempel 19 die Scherstifte 22 abgetrennt
und die Gaspatrone 20 durch den Dorn 21 geöffnet wird, strömt das Druckgas durch die
Leitungen 17 in den Zylinder 16, wo es nach Überwindung der Haltekraft der Kugel 15
den Schlagbolzen 14 verschiebt. Diesem ist ein Zündhütchen 23 zugeordnet. Zwischen
dem Schlagbolzen 14 und dem Zündhütchen 23 befindet sich ein Sicherungszylinder 24
mit einer quer durchgehenden Bohrung 25. Der Sicherungszylinder 24 ist im Gehäuse
des Schlagbolzens 14 um eine quer zu dessen Bewegungsrichtung verlaufende Achse mit
Hilfe einer Welle 26 verdrehbar, die über einen an der Außenseite des Deckels 2 liegenden
Handhebel 27 betätigbar ist. Dieser Handhebel 27 kann durch einen in der Zeichnung
nicht dargestellten Sicherrungssplint gesichert werden. In der in Fig. 2 gezeigten
Stellung verhindert der Sicherungszylinder 24, daß der Schlagbolzen 14 auf das Zündhütchen
23 aufschlägt. Erst nach Verdrehen des Sicherungszylinders 24 um 90° kann der Schlagbolzen
14 durch die Bohrung 25 im Sicherungszylinder 24 hindurch das Zündhütchen 23 erreichen.
Die Welle 26 ist mit einer Sollbruchstelle 28 versehen, nach deren Abbrechen das Zündsystem
nicht mehr mittels des Handhebels 27 gesichert werden kann. Eine Sicherrung ist dann
nur noch durch Verwendung eines Spezialschlüssels möglich.
[0014] Der Knickzünder 11 ist aus Fig. 3 zu erkennen. Zu seiner Betätigung ist ein Stab
29 vorgesehen, der über den Deckel 3 des Gehäuses 1 nach oben ragt und in ein halbkugelförmiges
Gelenkstück 30 eingesetzt ist. Dieses wirkt bei seiner Verschwenkung auf ein Druckstück
31 und drückt dieses gegen die Kraft einer Feder 32 nach unten. Mit dem Druckstück
31 ist ein Auslösestift 33 verbunden. Dieser wirkt mit Haltebügeln 34 zusammen, die
durch nicht dargestellte Federn gegeneinander gedrückt werden und zwischen denen ein
mit dem Schlagbolzen 35 verbundener, kegelförmiger Haltekopf 36 verankerbar ist. Das
Spannen des Schlagbolzens 35 erfolgt mit Hilfe einer Sicherungswelle 37, bei deren
Verdrehen ein Spannfinger 38 den Schlagbolzen 35 gegen die Kraft seiner Feder 39 vorspannt
und den kegelförmigen Haltekopf 36 zwischen den beiden Haltebügeln 34 einrastet. Ein
zusätzlicher Sicherungsfinger 40 an der Sicherungswelle 37 verhindert hiebei, daß
der Schlagbolzen 35 bei unbeabsichtigtem Ausklinken während des Spannens das Zündhütchen
23 der zugehörigen Sprengkapsel 8 erreicht. Erst nach sicherem Verankern des Schlagbolzens
35 in der gespannten Stellung, wird der Sicherungsfinger 40 aus dem Bewegungsbereich
des Schlagbolzens geschwenkt, worauf der Knickzünder 11 entsichert ist.
[0015] Der gleichfalls aus Fig. 3 zu entnehmende Entlastungszünder 12 besitzt als Auslöseorgan
eine Auslöseplatte 41, die in der Ebene der Grundplatte 2 des Gehäuses 1 quer zur
Plattenebene verschiebbar gelagert ist. Eine in der Zeichnung nicht dargestellte Feder
belastet die Auslöseplatte 41 nach außen. An der Auslöseplatte 41 ist ein gleichfalls
nicht dargestellter Auslösestift befestigt, in den ein Sicherungssplint 42 eingreift,
der an der Seite des Deckels 3 des Gehäuses 1 verankert ist und zum Entsichern des
Entlastungszünders 12 abgezogen werden kann. Sobald der Sicherungssplint 42 entfernt
ist, wird die Auslöseplatte 41 gegen die Kraft der sie nach außen belastenden Feder
nur noch durch das Eigengewicht der Mine in der Ebene der Grundplatte 2 gehalten.
Der nicht dargestellte Auslösestift verankert hiebei den Schlagbolzen, der ausgelöst
wird und über ein Zündhütchen die zugehörige Sprengkapsel 8 zündet, sobald die Mine
angehoben und hiebei die Auslöseplatte 41 durch ihre Feder aus der Grundplatte 2 herausgedrückt
wird.
[0016] Der das vierte Zündsystem bildende Seitenzündkanal 13 ist aus den Fig. 1 und 2 zu
erkennen. In diesen Seitenzündkanal 13 kann durch eine allenfalls verschließbare Öffnung
43 in der Seitenwand des Deckels 3 des Gehäuses 1 eine zweckmäßig elektrisch zündbare
Vorrichtung eingeschoben werden, welche die Sprengkapsel 8 zündet. Es ist auch möglich,
durch die Öffnung 43 Zünddrähte herauszuführen, die ein Zünden der Mine aus der Ferne
ermöglichen. Auch eine Funkzündung oder eine Zündung durch Änderungen des Magnetfeldes
oder des Induktionsfeldes sowie durch Bodenerschütterungen können im Rahmen der Erfindung
verwendet werden.
[0017] Beim Verlegen der beschriebenen Landmine in einem Minenfeld wird bei jeder Mine immer
nur ein Teil der Zündsysteme aktiviert. Das Minenfeld besteht dann aus gleich aussehenden
und gleich aufgebauten Minen, die aber auf verschiedene äußere Einwirkungen ansprechen
oder auch aus der Ferne gezündet werden können. Es ist deshalb für einen Gegner praktisch
nicht möglich, das Minenfeld mit vertretbarem Aufwand zu entschärfen, auch wenn er
die Bauart der verwendeten Minen genau kennt. Wenn die erfindungsgemäße Landmine mit
zwei oder mehreren Sprengladungen versehen ist, die unterschiedlich wirken, z. B.
mit einer Hohlladung und einer Schlagladung, können daraus Minenfelder aufgebaut werden,
die auch von gut ausgerüsteten Gegnern praktisch nicht überwindbar sind.
1. Landmine, insbesondere zur Panzerabwehr, die mit wenigstens einer Sprengladung
(4, 6) und wenigstens zwei Zündern (10, 11, 12, 13), die nach unterschiedlichen Zündsystemen
arbeiten, versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Zünder (10, 11,
12, 13) unabhängig von der Anzahl der Sprengladungen (4, 6) ist, daß jeder Zünder
(10, 11, 12, 13) mit einer eigenen Aktivierungsvorrichtung (24, 37, 42) versehen ist,
und daß die Aktivierungsvorrichtungen (24, 37, 42) der Zünder (10, 11, 12, 13) unabhängig
voneinander betätigbar sind, wobei die Zünder (10, 11, 12, 13) wahlweise aktivierbar
sind.
2. Landmine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein pneumatischer Zünder
(10) vorgesehen ist, dessen Aktivierungsvorrichtung aus einem im Zündkanal quer zu
diesem angeordneten Sicherungszylinder (24) mit durchgehender Bohrung (25) besteht,
der um eine zur Bohrung (25) quer verlaufende Achse verdrehbar ist.
3. Landmine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mechanischer Zünder (11)
vorgesehen ist, dessen Aktivierungsvorrichtung aus einer Sicherungswelle (37) mit
zwei Fingern (38,40) besteht, von denen beim Verdrehen der Sicherungswelle (37) ein
Finger (38) den Schlagbolzen (35) spannt und der andere Finger (40) während des Spannvorganges
den Zündkanal verschließt und erst nach weiterer Verdrehung der Sicherungswelle (37)
freigibt.
1. A landmine, especially destinated for anti- tank defense purposes, provided with
at least one blasting load (4, 6) and at least two detonators (10, 11, 12, 13) functioning
through different detonating systems, characterized in that the number of detonators
is selected (10, 11, 12, 13) independentiy of the number of blasting loads (4, 6),
that each detonator (10, 11, 12, 13) is equipped with an activating mechanism (24,
37, 42) and that the activating mechanism (24, 37,42) of the detonators (10, 11, 12,
13) are operable independentiy of each other the detonators (10, 11, 12, 13) being
activated at choice.
2. A landmine according to claim 1, characterized in that a pneumatic detonator (10)
is provided having an activating mechanism, which consists of a safety cyilnder (24)
arranged crosswise in a blasting channel and having a bore (25) traversing the safety
cylinder (24), which is rotatable around an axle running across the bore (25).
3. A landmine according to claim 1, characterized in that a mechanical detonator (11)
is provided, the activating mechanism of which consists of a safety shaft (37) with
two fingers (38, 40), one finger (38) of the safety shaft (37) activates the firing
pin (35) when the security shaft (37) is rotated, and the other finger (40) closes
the function of the blasting channel during the activating period releasing the blasting
channel after additional rotating of the safety shaft (37) only.
1. Mine terrestre, en particulier mine antichar, munie d'au moins une charge explosive
(4, 6) et d'au moins deux allumeurs (10,11,12,13) qui fonctionnent selon des systèmes
d'allumage différents, caractérisée en ce que le nombre des allumeurs (10, 11, 12,
13) est indépendant du nombre des charges explosives (4, 6), que chaque allumeur (10,
11, 12, 13) est pourvu d'un dispositif d'activation (24, 37, 42) qui lui est propre
et que les dispositifs d'activation (24, 37, 42) des allumeurs (10, 11, 12, 13) peuvent
être actionnés indépendamment les uns des autres, les allumeurs (10, 11, 12, 13) pouvant
être activés sélectivement.
2. Mine terrestre selon la revendication 1, caractérisée par la prévision d'un allumeur
pneumatique (10) dont le dispositif d'activation est formé d'un cylindre de sûreté
(24) disposé dans le canal d'allumage, transversalement à ce canal, et qui présente
un trou traversant (25), . cylindre qui peut être tourné sur un axe transversal à
ce trou (25).
3. Mine terrestre selon la revendication 1, caractérisée par la prévision d'un allumeur
mécanique (11) dont le dispositif d'activation est formé d'un axe de sûreté (37) avec
deux doigts (38, 40) dont l'un (38), lors de la rotation de l'axe de sûrete (37),
arme le percuteur (35) et dont l'autre doigt (40) ferme le canal d'allumage pendant
l'armement et libère ce canal seulement après une rotation supplémentaire de l'axe
de sûreté (37).