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EP 0 107 767 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.11.1986 Patentblatt 1986/48 |
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Anmeldetag: 07.09.1983 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F42B 8/00 |
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Übungspatrone mit Kunststoff-Geschoss
Training cartridge with projectile
Cartouche d'exercice avec balle en plastique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT |
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Priorität: |
15.10.1982 DE 3238268
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.05.1984 Patentblatt 1984/19 |
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Anmelder: HÜLS TROISDORF AKTIENGESELLSCHAFT |
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D-53839 Troisdorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Jensen, Ernst
D-8510 Fürth (DE)
- Knappworst, Jürgen
D-8510 Fürth (DE)
- Stahlmann, Rudolf
D-8510 Fürth (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung befaßt sich mit einer Übungspatrone der im Oberbegriff des Anspruchs
angegebenen Art.
[0002] Übungspatronen mit einem Geschoß aus Kunstsoff sind in verschiedenen Ausführungen
bekannt. Weit verbreitet ist hülsenförmigen Patronenkörper mit einstückig angeformtem
Geschoß aus Kunststoff aufweist. Beim Schuß reißt das Geschoß am Hülsenmund ab und
wird für sich allein durch den Waffenlauf getrieben. Daneben sind Übungspatronen bekannt,
bei denen auf eine Patronenhülse aus Metall ein Geschoß aus Kunststoff aufgesetzt
oder in diese eingesetzt ist. Beide Ausführungen haben Vor-und Nachteile. Im ersteren
Falle ist es die relativ geringe Haltbarkeit der Kunststoffhülse, im letzteren Falle
der mangelhafte Sitz des Plastikgeschosses in der Metallhülse, die den Anforderungen
des Einzelfalles unter Umständen nicht voll genügen und Zuführstörungen in der Waffe
bzw, eine verminderte Schußgenauigkeit zur Folge haben können.
[0003] Es ist weiterhin aus der DE-A-1428 705 eine Übungspatrone bekannt, bei welcher in
einer am vorderen Ende offenen Patronenhülse aus Metall eine Kunststoffhülse eingesetzt
ist. Die Kunststoffhülse ist am hinteren Ende offen und am vorderen Ende mit einer
hohlen Geschoßnachbildung versehen, die beim Schuß an der Spitze aufplatzt. Die Kunststoffhülse
liegt gleichmäßig an der Innenwandung der Patronenhülse an und ist in dieser gehalten,
indem deren vorderer Rand gegen eine Ringwulst der Kunststoffhülse zu einer Hülsenschulter
umgebördelt ist. Wie sich gezeigt hat, kann es hierbei jedoch unter ungünstigen Umständen
beim Schuß zu unregelmäßigen Abrissen im Bereich der Geschoßnachbildung oder auch
zu einem "Herausschießen" der Kunststoffhülse aus der Metallpatrone kommen. Entsprechendes
gilt, wenn anstelle der Geschoßnachbildung ein abzutrennendes Geschoß aus Kunststoff
vorgesehen ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Übungspatrone der im Oberbegriff des
Amspruchs angegebenen Art so auszubilden, daß insbesondere die Schußgenauigkeit und
die Waffenfunktion verbessert werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Ausbildung entsprechend dem Kennzeichen
des Anspruchs. Mit der erfindungsgemäßen Verlängerung der metallischen Patronenhülse,
die nach dem Einsetzen der Kunststoffhülse zu dem an sich bekannten zylindrischen
Hülsenhals umgeformt worden ist, wird in worteilhafter Weise auch unter sehr ungünstigen
Umständen eine saubere Trennung des Geschosses vom Hülsenmund der Kunstostoffhülse
erreicht, wodurch eine gute Treffgenauigkeit des Kunststoff-Geschosses erzielt wird,
Weiterhin wird das Abreißen von Teilen des Hülsenhalses oder des Treibladungspulverraumes
der Kunststoffhülse beim Schuß vermieden, welche z, B. die Waffe Werunreinigen, funktionell
blockieren oder beschädigen könnten.
[0006] Diese Wirkung des zylindrischen Hülsenhalses trat überraschend auf, da von diesem
zusätzlichen zylindrischen Patronenhülsenteil nicht zu erwarten war, inwiefern es
das Verhalten der Kunststoffhülse beim Schuß, d.h. deren Zerlegungsbereitschaft hätte
günstig beeinflussen können.
[0007] Die Erfindumg ist in der Zeichnung in Ausführungsbeispielen gezeigt und wird anhamd
dieser nachstehend näher erläutert. Es zeigt im Längsschnitt
[0008] Figur 1 eine Übungspatrone mit Kunststoff-Geschoß.
[0009] Die Patronenhülse aus Metall wie Messing, Stahl oder Aluminium weist gemäß Figur
1 am Boden die Auszieherrille 2 und das eingesetzte Zündmittel 3 auf, Die Außenform
ist zylindrisch oder leicht konisch.
[0010] Die einteilige Kunststoffhülse 4 aus z.B. Polyäthylen oder Polypropylen weist am
vorderen Ende das kalibergerechte Geschoß 5 auf, an das sich nach hinten der angespritzte
Halsteil 6, der Schulterteil 7 und der eigentliche Treibladungspulverraum 8 anschließen.
Die Hülse 4 wird vom Hülsenmund 9 der Patronenhülse 1, wobei sich deren vorderer verlängerter
Bereich 10 noch in der gestrichelt angedeuteten Form befindet, in diese eingeführt
und liegt mit ihrem hinteren offenen Ende 11 an dem Innenboden 12 der Patronenhülse
1 an.
[0011] Nach dem Einsetzen der Kunststoffhülse 4 wird der Bereich 10 der Patronenhülse 1
unter Ausbildung der Hülsenschulter 13 und des zylindrischen oder ggf. auch leicht
konischen Hülsenhalses 14 Werformt,d.h. eingezogen, wodurch die gezeigte endgültige
Patronenform erzeilt wird. Der Bereich 10 der Patronenhülse ist dabei vorzugsweise
so lang bemessen, daß diese mit ihrem Hülsenhals 14 den Kunststoff-Hülsenteil 6 auf
dessen ganzer Länge umschließt, d.h mit ihrem Hülsenmund 9 mit dem hinteren Ende 15
des Geschosses 5 zumindest im wesentlichen bündig abschließt. Damit ist ein besonders
glatter Abriß des Geschosses gewährleistet.
[0012] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen darin, daß ein den außenballistischen
Anforderungen gerechtes Kunststoff-Geschoß in Verbindung mit einer Kunststoffhülse
optimal mit der metallischen Patronenhülse verbindbar ist und eine saubere Abtrennung
des Geschosses am Hulsenmund erfolgt, wodurcb eine gute Treffgenauigkeit erzielt wird.
Weiterhin werden hierbei beim Schuß keine Kunststoffteile vom Hals-/Schulterteil oder
Treibladungspulverraum abgerissen, welche z,B, die Waffenfunktion beeinträchtigen
könnten.
Übungspatrone mit Kunststoff-Geschoß, bei der das Geschoß an einer am hinteren Ende
offenen Kunststoffhülse einstückig angeformt ist, welche in einem am vorderen Ende
offene Patronenhülse aus Metall eingesetzt und in dieser mittels deren nach dem Binsetzen
zu einer Hülsenschulter umgeformten vorderen Bereiches gehalten ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Patronenhülse (1) nach vorn werlängert ist und nach dem Einsetzen der Kunststoffhülse
(4) in ihrem vorderen Bereich (10) zu einer konischen Hülsenschulter (13) und einem
zumindest im wesentlichen zylindrischen Hülsenhals (14), welche die Kunststoffhülse
(4) fest anliegend unschließen, eingezogen ist und daß der Hülsenhals (14) sich mit
seinem Hülsenmund (9) bis zum hinteren Ende (15) des Geschosses (6) erstreckt und
mit diesem im wesentlichen bündig abschließt.
Practice cartridge with plastics projectile in which the projectile is tip-stretched
in one piece on a plastics casing open at the rear end, which is inserted in a metal
cartridge casing open at its forward end and held in this by means of the forward
region reshaped to a casing shoulder after the insertion, characterised in that the
cartridge casing (1) is extended forwardly and after the insertion of the plastics
casing (4) is swaged in its premost part into a conical casing shoulder (13) and a
casing neck (14) which is at least essentially cylindrical, and that the casing neck
(14) extends with its casing mouth (9) up to the rear end (15) of the projectile (6)
and terminates essentially flush with this.
Cartouche d'exercice avec balle en plastique, dans laquelle la balle est façonnée
d'une seule pièce sur une douille en matière plastique qui, ouverte à l'extrémité
arrière, est insérée dans un étui en métal, ouvert à son extrémité avant, de la cartouche,
et, après insertion, est maintenue dans l'étui au moyen de la zone avant, façonnée
en forme d'apaulement, de celui-ci, caractérisée par le fait que l'étui (1) de la
cartouche est prolongé vers l'avant et, après l'insertion dans sa zone avant (10)
de la douille (4) en matière plastique, est rétréci pour former un épaulement conique
(13) et un collet (14) tout au moins sensiblement cylindrique qui entoure la douille
(4) de façon étroitement serrée et que le collet (14), par son embouchure (9), s'étend
jusqu'a l'extrémité arrière (15) de la balle (6) et se trouve sensiblement à l'affleurement
de celle-ci.