[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Regelung einer Straßen-Streuvorrichtung
für Salz o. dgl. nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Einrichtung ist aus der DE-PS 26 48 906 bekannt geworden. Diese Patentschrift
betrifft ein Gerät zur Feststellung von Glatteisgefahr auf Straßen, das mit einem
Aufnehmer in Form eines Rades arbeitet, das auf der Straße läuft und von dem Flüssigkeit
aufgenommen und einer Salzgehalt- und Temperaturmesseinrichtung zugeleitet wird. In
Abhängigkeit von Salzgehalt und Temperatur der Straßenfeuchtigkeit wird ermittelt,
welch ein Sicherheitsabstand noch zwischen der tatsächlich vorliegenden Temperatur
und dem auf Grund des Salzgehaltes vorliegendem Gefrierpunkt der Flüssigkeit vorliegt.
[0003] In der DE-OS 29 14158 ist beschrieben, daß eine derartige Vorrichtung, die in diesem
Falle mit einem berührungslosen Temperaturfühler arbeitet, einen Salzstreuer direkt
steuern kann, d. h. bei Unterschreitung des Gefrierpunktes bzw. eines vorgegebenen
Sicherheitsabstandes zwischen Gefrierpunkt und vorliegender Temperatur wird die Staßen-Streuvorrichtung
selbstätig eingeschaltet.
[0004] Es ist ferner aus der EP-OS 0 006 272 eine Einrichtung in Form eines Kastens oder
Rahmens bekannt geworden, der auf eine Straße aufgesetzt wird. Danach wird in diesen
Rahmen ein Lösungsmittel eingeführt und danach elektrisch die Konzentration gemessen.
Eine solche Vorrichtung ist im normalen Straßenwachtbetrieb nicht einzusetzen und
insbesondere nicht von einem Fahrzeug während der Fahrt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zur Regelung einer Straßen-Streuvorrichtung
für Salz o. dgl. zu schaffen, mit der es möglich ist, die Salzkonzentration der auf
der Straße befindlichen Flüssigkeit auf einen vorgegebenen Wert zu bringen und dabei
mit eine Über- oder Unterbesalzung der Straße zu verhindern.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine mit dem Aufnehmer zusammenwirkende
Mengenmesseinrichtung für die je Flächeneinheit auf der Straße vorhandene Flüssigkeitsmenge
gelöst.
[0007] Während es bei den bisherigen Vorrichtungen nur-möglich war, festzustellen, ob gesalzt
werden mußte oder nicht und man eventuell noch aus dem Abstand zwischen Gefrierpunkt
der Salz/Wasserlösung und der tatsächlich vorliegender bzw. zu erwartenden Temperatur
auf die notwendige Einstellung des Salzstreuers schließen konnte, wird es durch die
Erfindung möglich, die Streuvorrichtung so zu steuern bzw. zu regeln, daß die Salzkonzentration
nach der Streuung nicht nur um einen unbestimmten Betrag erhöht wird, sondern etwa
auf eine vorgegebene Salzkonzentration, d. h. einen vorgegebenen Gefrierpunkt gebracht
wird, der dann beispielsweise in Abhängigkeit von der zu erwartenden Nachttemperatur
ausreicht, um ein Überfrieren der Straße zu verhindern. Der Streuer könnte dann bei
vollautomatischer Regelung die von ihm ausgegebene Salzmenge in Abhängigkeit von der
auf der Staße befindlichen Flüssigkeitsmenge ändern und somit an trockneren Stellen
eine schädliche und kostspielige Übersalzung verhindern. Die Erfindung ist jedoch
auch vorteilhaft zur mittelbaren Regelung des Streuers brauchbar, indem beispielsweise
auf einem Anzeigegerät ein Wert angezeigt wird, der dem Straßenwachtpersonal die jeweils
richtige Einstellung der Streuvorrichtung erlaubt. Ferner ist die Einrichtung auch
für alle anderen Ausgabevorrichtungen von gemischten Streugut oder anderen Arten von
gefrierpunktserniedrigenden Mitteln, beispielsweise Sprühvorrichtungen für Salzlösung,
brauchbar.
[0008] Vorzugsweise kann der Aufnehmer eine an dem Fahrzeug angeordnete Saugvorrichtung
sein. Eine solche Saugvorrichtung, die vorzugsweise mit einem nachgeschalteten Flüssigkeitsabscheider
arbeitet, kann während des Fahrens gut arbeiten und liefert einen gut reproduzierbaren
Wert für die Flüssigkeitsmenge. Es ist jedoch auch möglich, andere Aufnehmer zu benutzen,
beispielsweise speziell profilierte Räder, deren beim Laufen auf nasser Fahrbahn abgesprühte
Flüssigkeitsmenge in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit in ein Verhältnis zur Flüssigkeitsmenge
auf der Straße gesetzt werden kann. Es wäre ferner möglich, Aufnehmer mit einem Zwischenspeicher
zu verwenden, beispielsweise ein Rad mit einer Schaumstoffauflage, das sich beim Laufen
auf der Fahrbahn in Abhängigkeit von der dort befindlichen Flüssigkeitsmenge mehr
oder weniger vollsaugt und danach ausgepreßt wird, um die Flüssigkeitsmenge daraus
zu entnehmen. Eine weitere Möglichkeit wäre ein einfacher spachtelartiger Aufnehmer,
der jedoch bei unebener Fahrbahn nicht sehr genau arbeitet. In jeden Falle ist es
vorteilhaft, daß es möglich ist, mit dem Aufnehmer gleichzeitig die Flüssigkeit zur
Mengenmessung als auch zur Salzgehaltmessung aufzunehmen.
[0009] Der Aufnehmer und/oder die Mengenmesseinrichtung kann diskontinuierlich arbeiten.
Es sind die verschiedensten Ausführungen möglich. Besonders bevorzugt ist jedoch,
wenn die Salzgehalt - und Mengenmesseinrichtung eine gemeinsame Messkammer haben.
Das kann beispielsweise eine über einen Schieber zu entlehrende Messkammer sein, an
der die zur Füllung benötigte Zeit bzw. die in dieser Zeit zurückgelegte Strecke gemessen
wird was zu einem Messwert für die Flüssigkeitsmenge führt. Danach kann in der gefüllten
Messkammer die Konzentrationsmessung für den Salzgehalt elektrisch durchgeführt werden.
Dazu sind die Einrichtungen brauchbar, die in der DE-PS 26 48 906 und der DE-OS 2914158
beschrieben sind, auf die hier ausdrücklich Bezug genommen wird.
[0010] Als Mengenmesseinrichtungen sind ferner Durchflußmessungen mit mechanischen oder
elektrischen, beispielsweise elektromagnetischen Durchflußmessfühlern brauchbar oder
auch wiegende oder andere volumetrische Einrichtungen.
[0011] Es sei noch bemerkt, daß bei einer mit dem Messfahrzeug fahrenden oder von dieser
geschleppten Straßen-Streuvorrichtung die Regelung der Streuvorrichtung in Abhängigkeit
von der aufgenommenen Flüssigkeitsmenge ohne Berücksichtigung der Fahrtgeschwindigkeit
erfolgen kann, wenn auch die Ausgabe der Streugutmenge in Abhängigkeit von der Zeiteinheit
erfolgt. In diesem Falle hebt sich der Weg- bzw. Geschwindigkeitsfaktor in der Messung
und der neregelten Größe gegeneinander auf, da bei höherer Geschwindigkeit zwar die
aufgenomennne Flüssigkeitsmenge die Zeiteinheit größer wird gleichzeitig aber auch
der Salzbedarf.
[0012] Normalerweise wird es nicht nötig sein, den Aufnehmer während der gesamten Fahrzeit
des Straßenwachtfahrzeuges in Funktion zu halten. Die Messung kann beispielsweise
durch Aufsetzen eines Saugers auf die Straße in einem bestimmten Zeittakt oder auch
nach individueller Steuerung durch den Fahrer erfolgen. Um den Fahrtwindeinfluß zu
berücksichtigen und zu verhindern, daß es zu Eisbildungen im Aufnehmer kommt, kann
dieser, vorteilhaft unmittelbar gesteuert durch die Temperatur der aufgenommenen Flüssigkeit,
beheizt sein. Ferner kann in Abhängigkeit von der Temperatur der Salz/Wasserlösung
eine Korrektur des Messergebnisses erfolgen, wie es in der DE-OS 29 14158 beschrieben
ist.
[0013] Die Verwendung eines kräftigen Saugers ermöglicht es auch, bei trockener Straße ein
Ergebnis zu bekommen, indem dann trockenes Salz hochgesaugt wird, das gegebenenfalls
nach Umschaltung mit einer entsprechend dosierten Wassermenge versetzt werden kann.
So läßt sich auch diese trockene Salzmenge feststellen und bei direkter, beispielsweise
berührungsloser Temperaturmessung der Fahrbahn ermitteln, ob die Sicherheit gegen
Eisbildung bei einer bestimmten zu erwartenden Niederschlagsmenge noch vorliegt.
[0014] Es ist natürlich auch möglich, mit einem Straßenwachtfahrzeug eine Messfahrt durchzuführen
und in Abhängigkeit davon z. B. unabhängig von dem Messfahrzeug fahrende Streufahrzeuge
mit den jeweiligen Daten für die Streugutmengeneinstellung zu versorgen.
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindüng sind in der Zeichnung schematisch dargestellt
und werden im folgenden näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung und ein Schaltbild einer Einrichtung zur Regelung
einer Straßen-Streuvorrichtung,
Fig. 2 eine Ausführung eines Aufnehmerrades.
[0016] In Fig. 1 ist an einem Fahrzeug 11 eine Straßen-Streuvorrichtung 12 in Form eines
Salzstreuers und eine Regeleinrichtung 13 dafür angebracht.
[0017] Die Regeleinrichtung besitzt im dargestellten Ausführungsbeispiel einen Aufnehmer
14 in Form einer Saugvorrichtung, wie er von kommerziellen Saugern oder Straßenreinigungsfahrzeugen
bekannt ist. Er hat einen Saugkopf 15 und eine Vorrichtung 16 zum Anheben und Absenken.
[0018] Ober einen Saugschlauch 17 ist ein Abscheidebehälter 18 angeschlossen, der z. B.
nach Art eines Zyklons arbeiten kann und aus dem die ausgeschiedene Flüssigkeit über
einen Auslaß 19 einer Messkammer 20, gegebenenfalls über einen nicht dargestellten
Schmutzabscheider, zugeleitet wird. An den Abscheidebehälter 18 ist das Sauggebläse
21 des Saugers angeschlossen.
[0019] Die Messkammer 20 besteht aus einem isolierenden Block 22, in dem in einigem Abstand
nebeneinander zwei vertikale, zueinander parallele Messkammer-Bohrungen 23, 24 vorgesehen
sind, die im unteren Bereich von einer Bohrung 25 gekreuzt werden. Die Bohrung 25
ist in dargestellten Zustand von einem zylindrischen Schieber 26 verschlossen, so
daß die beiden Messkammer-Bohrungen 23, 24 nach unten geschlossen sind. Anschließend
an die Bohrung 25 ist in ihrem oberen Bereich eine Nut in der die beiden Messkammer-Bohrungen
23, 24 voneinander trennenden Wandung vorgesehen, die somit die beiden Messkammer-Bohrungen
miteinander verbindet. Auf der Oberseite des Schiebers 26 ist eine Reinigungsbürste
angeordnet, die die Nut 27 beim Zurückziehen des Schiebers durchläuft und reinigt.
[0020] In beiden Messkammer-Bohrungen sind relativ großflächige rohrförmige Elektroden im
Wandbereich eingesetzt, die zusammen mit dem durch die Nut 27 bestimmten relativ langen
und definierten Weg durch den Elektrolyten eine sehr gute Salzgehaltsmessung ermöglichen.
Näheres über die Ausbildung dieser Messkammer ist in der DE-OS 2914158, beschrieben,
auf die dazu Bezug genommen wird.
[0021] In der Messkammer ist ferner ein Temperaturfühler 28 angeordnet, der einen Temperaturwert
zur Kompensation der Temperaturabhängikeit der Salzkonzentrationsmessung liefert.
[0022] Der Flüssigkeitszulauf 29 ist an der Messkammer-Bohrung 23 vorgesehen. Am oberen
Teil der Messkammer-Bohrung 24, wo sich ein Überlauf für überschüssige Flüssigkeit
befindet, sind Elektroden 30 vorgesehen, die an ein zur Mengenmesseinrichtung gehörenden
Steuergerät 31 einen Impuls geben, wenn die Flüssigkeit diesen Ausgang erreicht hat.
[0023] Der Schieber 26 ist von einem Motor 32 auseinfahrbar. Der Motor 32 kann vom Steuergerät
31 aus betätigt werden.
[0024] Der Mengenmesszyklus beginnt entweder zeitgesteuert über einen Zeitgeber 33 oder
manuell über einen Schalter 34. Der Saugkopf 15 wird mit der Vorrichtung 16 auf die
Fahrbahn aufgesetzt und entweder gleichzeitig oder mit einer gewissen Verzögerung
der Schieber 26 über den Motor 32 geschlossen. Die angesaugte Flüssigkeitsmenge ist
abhängig von der definierten Breite des Saugkopfes 15, der auf der Fahrbahn befindlichen
Flüssigkeitsmenge und der pro Zeiteinheit zurückgelegten Strecke. Dementsprechend
wird mehr oder weniger schnell dem Abscheidebehälter abgeschiedene Flüssigkeit die
Messkammer 20 füllen. Beim Ansprechen des Messkammer-Füllungsfühlers in Form der Elektroden
30 wird die bis dahin verflossene Zeit im Steuergerät 31 ermittelt. Diese Zeit steht
in einer mehr oder weniger linearen umgekehrten Abhängigkeit von der während dieser
Zeiteinheit auf der Straße vorgefundenen Flüssigkeit. Durch Eingabe eines von einem
Geschwindigkeitsgeber, beispielsweise Tachometer abgeleiteten Messwertes in das Steuergerät
31 könnte die Absolutmenge in g oder I pro qm der Straßenfläche ermittelt werden.
Es wäre auch möglich, statt einer Zeitmessung für die Füllung der Messkammer direkt
einer Wegmessung vorzusehen, die unmittelbar diesen Wert liefert.
[0025] Bei gefüllter Messkammer wird dann in bereits bekannter Weise die Salzkonzentrationsmessung
vorgenommen, die über die beiden großflächigen, rohrförmigen Elektroden 35 und den
Messkanal in Form der Nut 27 erfolgt. Der erhaltene Messwert für die Salz-Konzentration
wird im Regelgerät 55 mit dem Signal eines berührungslosen Temperaturmessgerätes 37
mit einem Infrarotfühler 36, der auf die Straße gerichtet ist, verglichen und ergibt
an der Ausgangsleitung 38 einen Differenztemperaturwert zwischen Gefrierpunkt der
vorgefundenen Salz/Wasserlösung und der vorliegenden Fahrbahntemperatur. Die Ausgangsleitung
38 ist an ein Anzeige- und Steuergerät 39 angeschlossen, das auch von dem Mengen-Steuergerät
31 Signale erhält.
[0026] Das Anzeige- und Steuergerät 39 hat Anzeigen für die beschriebene Greiferpunkt-Differenztemperatur
und die Flüssigkeitsmenge je Zeit- oder Flächeneinheit. Auf Grund dieser Ausgangswerte
könnte die manuelle Steuerung eines Streuers erfolgen.
[0027] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist jedoch die Streuvorrichtung 12, die einen
regelbaren Antrieb- oder Dosiermotor besitzt, direkt an das Anzeige- und Steuergerät
39 angeschlossen. Über ein manuell betätigbares Einstellgerät 40 kann nun die Arbeitsweise
eingestellt werden. Sinnvoll wird das Anzeige-und Steuergerät so programmiert sein,
daß erst unterhalb einer bestimmten Schwellen-Differenztemperatur zwischen Gefrierpunkt
und Umgebungstemperatur Streuung überhaupt beginnt. Dieser Schwellenwert könnte allerdings
bei einem Programm mit Berücksichtigung eines kommeneden Niederschlages in Abhängigkeit
von der auf der Straße vorliegenden Salzmenge (ermittelt aus Flüssigkeitsmengenmessung
und Salzkonzentration) unterschiedlich sein, so daß beispielsweise an Stellen mit
wenig Flüssigkeit geringer Salzkonzentration auch schon oberhalb eines an sich noch
sicheren Schwellenwertes eine vorsorgliche Nachsalzung vorgenommen wird, um für einen
in der Nacht zu erwartenden Niederschlag sichere Werte vorliegen zu haben. Bei Unterschreitung
des Schwellenwertes wird der Streuer in Betrieb gesetzt, und zwar wird dabei die Streumenge
in Abhängigkeit von sämtlichen Messwerten so nachgeregelt, daß auf allen Fahrbahnabschnitten
eine Salzkonzentration vorliegt, die bei der vorliegenden oder zu erwartenden Umgebungstemperatur
gerade ausreicht, eine Eisbildung auszuschließen. Auch hier kann natürlich durch manuellen
Eingriff oder eine entsprechende Programmierung des Steuergerätes ein zu erwartender
Niederschlag mit berücksichtigt werden.
[0028] Es ist noch zu erwähnen, daß nach Ansprechen des Füllstandfühlers 30 der Saugkopf
15 wieder von der Straße abgehoben werden kann und nach durchgeführter Salzgehaltsmessung
der Schieber 26 über den Motor 32 geöffnet wird um Messkammer wieder zu leeren und
damit auch zu säubern.
[0029] Der Messvorgang wird über den Zeitgeber 33 oder den manuellen Schalter 34 automatisch
oder manuell von Zeit zu Zeit wiederholt.
[0030] Bei einer zeitabhängigen Dosierung der Streugutmenge bei der Streuvorrichtung 12
kann also auch die Flüssigkeitsmengenmessung rein zeitabhängig erfolgen. Wenn jedoch
eine Anzeige erwünscht ist, die auch zur Regelung der Streugutmenge anderer Streufahrzeuge
eingesetzt werden soll oder wenn ein geschwindigkeitsabhängig dosierender Streuer
eingesetzt wird, so kann dieser Messwert geliefert werden, indem eine von den Fahrzeugrädern
angetriebene Tachometereinheit 42 ein entsprechendes Messignal an das Steuergerät
31 liefert, das geschwindigkeits-oder streckenabhängig ist. Die dargestellte Messeinrichtung
mißt mit einer konstanten Messmenge und variabler Zeit bzw. Strecke. Es ist jedoch
auch möglich, mit konstanter Zeit oder Strecke zu arbeiten, in dem beispielsweise
der Saugkopf 15 für eine bestimmte Zeit oder Strecke auf die Fahrbahn aufgesetzt wird
und die dabei aufgenommene Flüssigkeitsmenge gemessen wird. In jedem Falle und in
Abhängigkeit von den unterschiedlichen Aufnehmern sollte eine hier nicht dargestellte
Korrektureinrichtung vorgesehen sein, die den Effekt unterschiedlicher Fahrgeschwindigkeiten
und/oder unterschiedlicher Flüssigkeitsmengen auf das Messergebnis mit empirisch ermittelten
Korrekturgrößen berücksichtigt. Das Meßergebnis kann auch zur Dokumentation und besseren
Übersichtlichkeit mit einem Schreiber aufgezeichnet werden.
[0031] In Fig. 2 ist ein Aufnehmer 14a dargestellt, der aus einem Messrad besteht, das an
einem Fahrzeug anheb- und absenkbar angebracht ist und über eine definierte Breite
an eine Schaumstoffauflage 50 aufweist, die in der Lage ist, Straßenfeuchtigkeit aufzunehemen,
wenn der Aufnehmer auf die Fahrbahn abgesenkt wird. Die darin aufgenommene Feuchtigkeit
wird mittels einer oder mehrerer Quetschrollen 51 ausgedrückt und über einen Flüssigkeitszulauf
29a dem Mengenmessgerät zugeführt. Dieser Aufnehmer 14a würde also die Saugvorrichtung
14 ersetzten. Im Übrigen kann die Einrichtung wie an Hand von Fig. 1 beschrieben war
arbeiten.
[0032] Bei einer Anordnung des Aufnehmers am Streufahrzeug selbst und ausreichend weit vor
der Streuvorrichtung kann innerhalb der durch die Fahrgeschwindigkeit erzeugten Zeitdifferenz
die Regelung sofort zugreifen und die jeweils aktuellen Werte am Streuer einstellen.
1. Einrichtung zur Regelung einer Straßen-Steuervorrichtung (12) für Salz o. dgl.
in Abhängigkeit von einer Salzgehalts- und Temperaturmessung der auf der Straße befindlichen
Flüssigkeit, mit einem an einem Fahrzeug (11) angeordneten Aufnehmer (14, 14a) für
die Flüssigkeit und einer daran angeschlossenen Salzgehalt-Meßeinrichtung (35, 55),
und einer Temperaturmeßeinrichtung (36, 37), gekennzeizhnet durch eine mit dem Aufnehmer
(14, 14a) zusammenwirkende Mengenmesseinrichtung (14, 31, 20) für die je Flächeneinheit
auf der Straße vorhandene Flüssigkeitsmenge.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnehmer (14) eine
an dem Fahrzeug angeordnete Saugvorrichtung ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnehmer (14,
14a) und/oder die Mengenmesseinrichtung (14, 20, 31) diskontninuierlich arbeitet.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Regeleinrichtung (13) an die mit dem Fahrzeug (11) verbundene Straßen-Streuvorrichtung
(12) zur unmittelbaren Regelung der Streumenge angeschlossen ist.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Salzgehalts und Mengenmesseinrichtung (35, 55; 14, 20, 31) eine gemeinsame Messkammer
(20) haben.
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Regeleinrichtung (13) mit einer Weg- oder Geschwindigkeits/Zeitmesseinrichtung
(42) zusammenwirkt.
1. Device for regulating a machine (12) for sprinkling salt or the like on roads as
a function of a salt content and temperature measurement performed on the liquid on
the road, with a sensor (14, 14a) for the liquid arranged on a vehicle (11) and a
salt content measuring device (35, 55) connected thereto and a temperature measuring
device (36, 37), characterized by a quantity measuring device (14, 31, 20) for the
liquid quantity present per surface unit on the road and cooperating with the sensor
(14, 14a).
2. Device according to claim 1, characterized in that the sensor (14) is a suction
device located on the vehicle.
3. Device according to claims 1 or 2, characterized in that the sensor (14,14a) and/or
the quantity measuring device (14, 20, 31) operates discontinuously.
4. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the regulating
device (13) is connected to the road sprinkling machine (12) connected to vehicle
(11) for directly regulating the quantity to be sprinkled.
5. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the salt
content and quantity measuring device (35, 55; 14, 20, 31) has a common measuring
chamber (20).
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the regulating
device (13) cooperates with a distance or speed/time measuring device (42).
1. Dispositif pour régler un appareil pour le sablage de routes (12) servant à épandre
du sel ou analogue, en fonction d'une mesure de la teneur en sel et de la température
du liquide situé sur la route, et comportant un dispositif (14, 14a) de collecte pour
le liquide, installé sur un véhicule (11), et un appareil (35, 55) de mesure de la
teneur en sel, raccordé à ce dispositif de collecte, et un appareil (36, 37) de mesure
de la température, caractérisé par un appareil (14,31, 20) de mesure quantitative,
coopérant avec le dispositif de collecte (14, 14a) et servant à mesurer la quantité
de liquide présente par unité de surface sur la route.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de collecte
(14) est un appareil d'aspiration raccordé au véhicule.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de
collecte (14, 14a) et/ou l'appareil de mesure quantitative (14, 20, 31) fonctionnent
de façon discontinue.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le
dispositif de régulation (13) est raccordé à l'appareil pour le sablage de routes
(12), relié au véhicule (11), pour régler directement la quantité de sablage.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appareil
(35, 55) de mesure de la teneur en sel et l'appareil de mesure quantitative (14, 20,
31) possèdent une chambre de mesure commune (20).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le
dispositif de régulation (13) coopère avec un appareil (32) de mesure de déplacement
ou de vitesse/temps.