(19)
(11) EP 0 109 071 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.05.1984  Patentblatt  1984/21

(21) Anmeldenummer: 83111293.3

(22) Anmeldetag:  11.11.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3F28D 1/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH FR LI

(30) Priorität: 12.11.1982 DE 3241928

(71) Anmelder: Hüttlin, Herbert
D-7853 Steinen (DE)

(72) Erfinder:
  • Hüttlin, Herbert
    D-7853 Steinen (DE)

(74) Vertreter: Wuesthoff, Franz, Dr.-Ing. et al
Wuesthoff & Wuesthoff Patent- und Rechtsanwälte Schweigerstrasse 2
81541 München
81541 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Plattenheizkörper


    (57) Der von zwei Platten (22, 24) begrenzte und an einen Einlaß (26) sowie einen Auslaß (28) angeschlossene Hohlraum eines Plattenheizkörpers ist durch mindestens eine Zwischenwand (30) unterteilt. Die Zwischenwand (30) erstreckt sich über die gesamte Höhe und den größeren Teil der Länge des Hohlraumes und trennt in diesem einen mit dem Einlaß (26) verbundenen Zuströmraum von einem mit dem Auslaß (28) verbundenen Rückströmraum. Die Zwischenwand (30) enthält mindestens einen Luftkanal, der sich von unten nach oben durch den Heizkörper (20) hindurch erstreckt. An einem von Ein- und Auslaß (26, 28) entfernten Ende des Heizkörpers (20) ist eine Umlenkkammer (38) ausgebildet, die Zu- und Rückströmraum miteinander verbindet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Plattenheizkörper mit

    - zwei Platten, die einen von einem Heizmedium durchströmbaren Hohlraum zwischen sich einschließen und in Einbaustellung zumindest annähernd senkrecht angeordnet sind,

    - einem Einlaß für das Heizmedium, der an eine Zuleitung anschließbar ist,

    - einer mit dem Einlaß verbundenen Verteilerkammer,

    - einem Auslaß für das Heizmedium, der an eine Rückleitung anschließbar ist,

    - und mindestens einer Zwischenwand, die den vom Heizmedium durchströmbaren Hohlraum unterteilt,sich über die gesamte Höhe sowie den größeren Teil der Länge des Hohlraums erstreckt und mindestens einen Luftkanal enthält, der sich von unten nach oben durch den Heizkörper hindurcherstreckt.



    [0002] Bei einem bekannten Plattenheizkörper dieser Gattung (CH-604 118) bilden zwei zueinander parallele senkrechte Platten zusammen mit je einer ebenfalls senkrechten Zwischenwand je einen Hohlkörper. Diese beiden Hohlkörper sind an einer ihrer beiden senkrechten Schmalseiten durch eine Verteilerkammer, und an ihrer anderen Schmalseite durch eine Sammelkammer miteinander verbunden. Die Verteilerkammer weist einen Einlaß und die Sammelkammer einen Auslaß für das Heizmedium auf. Verteiler- und Sammelkammer erstrecken sich über die gesamte Höhe der beiden Hohlkörper und umschließen zusammen mit diesen einen unten und oben offenen Lufkanal.

    [0003] Dieser bekannte Heizkörper strahlt über seine beiden äußeren Platten gleiche Wärememengen ab. Wenn er, wie üblich, an einer Wand installiert ist, nimmt diese einen erheblichen Teil der vom Heizkörper abgestrahlten Wärme auf, wodurch Wärmeverluste entstehen.

    [0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen mit verhältnismäßig geringem Werkstoffaufwand herstellbaren Heizkörper zu schaffen, der einen größeren Teil der Wärme, die er dem Heizmedium entzieht, zur unmittelbaren Raumheizung nutzbar macht.

    [0005] Diese Aufgabe ist, ausgehend von einem Plattenheizkörper der eingangs beschriebenen Gattung, erfindungsgemäß dadurch gelöst,

    - daß die Zwischenwand einen mit der Verteilerkammer verbundenen Zuströmraum von einem mit dem Auslaß verbundenen Rückströmraum trennt,

    - und daß an einem von Ein- und Auslaß entfernten Ende des Heizkörpers eine Umlenkkammer ausgebildet ist, die Zu- und Rückströmraum miteinander verbindet.



    [0006] Bei dem erfindungsgemäßen Heizkörper begrenzt eine der beiden äußeren Platten den Zuströmraum und wird deshalb stärker erwärmt als die andere Platte, die den Rückströmraum begrenzt. Installiert man den Heizkörper so, daß die erstgenannte Platte einem Raum, und die zweite Platte einer Wand zugewandt ist, so strahlt der Heizkörper in den Raum erheblich mehr Wärme ab als zu der Wand. Erfindungsgemäße Heizkörper eignen sich für den Betrieb mit Warmluft ebensogut wie für Warmwasser. Als Luftradiatoren lassen sich erfindungsgemäße Heizkörper besonders billig herstellen.

    [0007] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die bzw. jede Zwischenwand zwei gegensinnig mäanderförmig abgekantete und miteinander verschweißte Bleche auf, die eine Vielzahl Luftkanäle bilden. Dadurch ist die Wärmeübertragungsfläche und auch die Steifigkeit der Zwischenwand wesentlich erhöht im Vergleich zu einer Zwischenwand, die beispielsweise aus zwei ebenen Blechen besteht und nur einen zwischen diesen ausgebildeten Luftkanal aufweist.

    [0008] Die Erfindung kann dadurch weitergebildet sein, daß die bzw. jede Zwischenwand, im senkrechten Querschnitt durch den Heizkörper betrachtet, derart schräg angeordnet ist, daß der bzw. jeder Zuströmraum sich nach oben, und der Rückströmraum sich nach unten erweitert. Dadurch wird der Heizkörper besonders steif.

    [0009] Diese Erfindung kann dadurch weitergebildet sein, daß Ein-und Auslaß nebeneinander an der Unterseite des Heizkörpers angeordnet sind. Dadurch wird die Installation des Heizkörpers erleichtert.

    [0010] Es ist ferner vorteilhaft, wenn die Umlenkkammer sich über die gesamte Höhe des Hohlraums erstreckt.

    [0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand einer schematischen Zeichnung mit weiteren Einzelheiten beschrieben. Es zeigt:

    Fig. 1 eine teilweise als senkrechter Längsschnitt gezeichnete Vorderansicht eines Heizkörpers,

    Fig. 2 den senkrechten Schnitt II-II in Fig.1,

    Fig. 3 den senkrechten Schnitt III-III in Fig.l und

    Fig. 4 die zugehörige, teilweise als waagerechter Schnitt IV-IV in Fig.1 gezeichnete Draufsicht.



    [0012] In der Zeichnung ist ein Teil eines Gebäudes 10 mit einer Geschoßdecke 12 und einer Heizkörpernische 14 angedeutet. Aus der Geschoßdecke 12 ragen innerhalb der Heizkörpernische 14 eine Zuleitung 16 und eine Rückleitung 18 heraus, die beide an einen Heizkörper 20 angeschlossen sind.

    [0013] Der Heizkörper 20 hat zwei im wesentlichen parallele, senkrechte äußere Platten, nämlich eine vordere Platte 22 und eine hintere Platte 24. Die beiden Platten 22 und 24 sind in den dargestellten Beispielen wannen- oder schalenförmige Preß- oder Ziehteile aus Stahlblech, die an ihren Rändern rundum luftdicht miteinander verbunden sind. Zwischen den beiden Platten 22 und 24 ist an der Unterseite des Heizkörpers 20 ein an die Zuleitung 16 angeschlossener Einlaß 26 sowie ein an die Rückleitung 18 angeschlossener Auslaß 28 ausgebildet.

    [0014] Zwischen den beiden Platten 22 und 24 ist eine Zwischenwand 30 angeordnet, die sich nahezu über die gesamte Länge des Heizkörpers erstreckt und in diesem einen Zuströmraum 32 von einem Rückströmraum 34 trennt. Die Zwischenwand 30 grenzt unten an die vordere Platte 22 und oben an die hintere Platte 24 an, so daß der Zuströmraum 32, im senkrechten Querschnitt gemäß Fig.2 oder 3 betrachtet, sich nach oben hin erweitert, während der Rückströmraum 34 sich nach unten hin erweitert.

    [0015] Der Zuströmraum 32 ist mit dem Einlaß 26 durch eine Verteilerkammer 36 verbunden, die sich über die gesamte Höhe des Heizkörpers 20 erstreckt; der Rückströmraum 34 ist hingegen unmittelbar mit dem Auslaß 28 verbunden. Zu- und Rückströmraum 32 und 34 sind miteinander durch eine Umlenkkammer 38 verbunden, die an dem vom Einlaß 26 und Auslaß 28 entfernten Ende des Heizkörpers 20 angeordnet ist und sich ebenfalls über dessen gesamte Höhe erstreckt.

    [0016] Die Zwischenwand 30 besteht aus zwei dünnen Blechen, die gemäß Fig.4 mäanderförmig abgekantet und derart miteinander verschweißt sind, daß sie eine Vielzahl Luftkanäle 40 bilden, von denen jeder an der Unterseite des Heizkörpers 20 beginnt und an dessen Oberseite endet, so daß Raumluft die gesamte Zwischenwand 30 von unten nach oben in dem Maß durchströmen kann, wie ihr durch die beiden die Zwischenwand 30 bildenden Bleche vom Zuströmraum 32 und vom Rückströmraum 34 aus Wärme zugeführt wird.

    [0017] Abweichend von dem dargestellten Ausführungsbeispiel brauchen die beiden die Zwischenwand 30 bildenden Bleche nicht miteinander verschweißt zu sein; es kann genügen, wenn eines dieser Bleche mit der vorderen Platte 22 und das andere Blech mit der hinteren Platte 24 verschweißt ist. In diesem Fall ist der Heizkörper in zwei Einheiten unterteilt, die getrennt geliefert werden können und erst an der Einbaustelle derart installiert werden, daß sie räumlich nebeneinander, bezüglich der Strömung des Heizmediums jedoch hintereinander angeordnet sind.

    [0018] Mit Pfeilen 42 ist angedeutet, wie ein Heizmedium, insbesondere warme Zuluft, von der Zuleitung 16 durch den Einlaß 26 in die Verteilerkammer 36 und von dort aus in den Zuströmraum 32 strömt. Diese Luft wird in der Umlenkkammer 38 umgelenkt und strömt dann, wie mit Pfeilen 44 angedeutet, als zunehmend abgekühlte Abluft durch den Rückströmraum 34 und von dort aus durch den Auslaß 28 in die Rückleitung 18. Die dadurch erhitzten Platten 22 und 24 sowie die Zwischenwand 30 bringen die Raumluft innerhalb des Gebäudes 10 zum Zirkulieren; mit Pfeilen 46 ist angedeutet, wie die Raumluft außen an den Platten 22 und 24 entlangstreicht, und Pfeile 48 zeigen die Strömung der Raumluft durch die Luftkanäle 40 hindurch.

    [0019] Besonders vorteilhaft ist, daß die von der Heizkörpernische abgewandte Platte 22 erheblich wärmer wird und dementsprechend mehr Wärme abstrahlt als die Platte 24, deren Temperatur im allgemeinen so niedrig bleibt, daß ihre Wärmeabstrahlung gegenüber der Wärmeabgabe durch Konvektion vernachlässigt werden kann. 5676


    Ansprüche

    1. Plattenheizkörper mit

    - zwei äußeren Platten (22,24), die einen von einem Heizmedium durchströmbaren Hohlraum zwischen sich einschließen und in Einbaustellung zumindest annähernd senkrecht angeordnet sind,

    - einem Einlaß (26) für das Heizmedium, der an eine Zuleitung (16) anschließbar ist,

    - einer mit dem Einlaß (26) verbundenen Verteilerkammer (36),

    - einem Auslaß (28) für das Heizmedium, der an eine Rückleitung (18) anschließbar ist,

    - und mindestens einer Zwischenwand (30), die den vom Heizmedium durchströmbaren Hohlraum unterteilt, sich über die gesamte Höhe sowie den größeren Teil der Länge des Hohlraumes erstreckt und mindestens einen Luftkanal (40) enthält, der sich von unten nach oben durch den Heizkörper (20) hindurcherstreckt, dadurch gekennzeichnet ,

    - daß die Zwischenwand (30) einen mit der Verteilerkammer (36) verbundenen Zuströmraum (32) von einem mit dem Auslaß (28) verbundenen Rückströmraum (34) trennt,

    - und daß an einem von Ein- und Auslaß (26,28) entfernten Ende des Heizkörpers (20) eine Umlenkkammer (38) ausgebildet ist, die Zu- und Rückströmraum (32,34) miteinander verbindet.


     
    2. Plattenheizkörper nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Zwischenwand (30) zwei gegensinnig mäanderförmig abgekantete und miteinander verschweißte Bleche aufweist, die eine Vielzahl Luftkanäle (40) bilden.
     
    3. Plattenheizkörper nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet ,
    daß die bzw. jede Zwischenwand (30), im senkrechten Querschnitt durch den Heizkörper (20) betrachtet, derart schräg angeordnet ist, daß der bzw. jeder Zuströmraum (32) sich nach oben und der Rückströmraum (34) sich nach unten erweitert.
     
    4. Plattenheizkörper nach Anspruch 3, bei dem der Einlaß (26) mit einer Verteilerkammer (36) verbunden ist, die sich über die gesamte Höhe des Hohlraums erstreckt,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß Ein- und Auslaß (26,28) nebeneinander an der Unterseite des Heizkörpers (20) angeordnet sind.
     
    5. Plattenheizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet ,
    daß die Umlenkkammer (38) sich über die gesamte Höhe des Hohlraums erstreckt. 5676
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht