| (19) |
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(11) |
EP 0 109 521 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.01.1987 Patentblatt 1987/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.10.1983 |
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Vorrichtung zum Beschichten laufender Materialbahnen
Apparatus for coating a moving web of material
Dispositif pour l'enduction d'une bande de matériau en mouvement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
23.11.1982 DE 3243317 21.02.1983 DE 3305966
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.05.1984 Patentblatt 1984/22 |
| (71) |
Anmelder: JAGENBERG Aktiengesellschaft |
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D-40476 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Sommer, Herbert
D-4000 Düsseldorf (DE)
- Wohlfeil, Gerhard
D-4019 Monheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Pfeiffer, Helmut, Dipl.-Ing. |
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c/o Jagenberg AG
Kennedydamm 15-17 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufbringen von Beschichtungsmaterial
in regelbarer Auftragsstärke auf eine über einer Stützwalze laufende Materialbahn
mit Hilfe einer sich über ddie Breite der Materialbahn erstreckenden Schlitzdüse mit
einem Vordosierspalt, einer sich über die Breite der Materialbahn erstreckenden Dosierkammer
sowie einer letztere begrenzenden, in Bahnlaufrichtung gesehen, hinteren Rücklauflippe
und einer vorderen Dosierlippe. die mit einer durch ein Druckmittel an die Materialbahn
andrückbaren Rakelleiste ausgebildet ist, deren der zu beschichtenden Materialbahn
zugekehrte, einen rechteckigen Umriß aufweisende, verschließfeste Stirnfläche mit
der Materialbahn einen sich unabhängig vom Anpreßdruck verengenden Keilspalt und deren
Ablaufkante eine geradlinige und scharfkantige Abrißkante bildet.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der DE-PS 23 59 413 bekannt. Mit
dieser bekannten Vorrichtung wird ein Oberschußauftrag durch einen starr justierbaren
Dosierspalt im Bereich der Dosierlippe erzielt. Der Dosierspalt muß sehr fein justiert
werden, wobei jeweils eine Anpassung an die Bahngeschwindigkeit und die Rheologie
des Beschichtungsmediums erforderlich ist.
[0003] Bei einer anderen bekannten Vorrichtung wird eine Schlitzdüse im Abstand zur Warenbahn
angeordnet und das Beschichtungsmedium von unten gegen die Materialbahn gespritzt,
ohne bereits feindosiert werden zu können. Viskosität und Feststoffgehalt des Beschichtungsmediums
sind hier begrenzt. Die Feineinstellung des Schlitzes der Schlitzdüse ist kompliziert.
Weiter ergibt sich immer eine ungleichmäßige Oberfläche des Auftrags.
[0004] Bei diesen bekannten Vorrichtungen wird die Feindosierung bahnaufwärts durch eine
getrennte Rakeleinrichtung vorgenommen.
[0005] Mit der DE-OS 16 52 280 ist eine weitere Beschichtungsvorrichtung bekanntgeworden,
bei der eine Stützwalze von einer Materialbahn umschlungen wird, auf die unterseitig
eine Beschichtungskammer wirkt. Diese Beschichtungskammer besteht aus je einer biegesteifen,
einlaufseitigen Dicht- und auslaufseitigen Arbeitsklinge, die zusammen eine Rahmenkonstruktion
bilden und mit Hilfe eines Arbeitszylinders an die Stützwalze angedrückt bzw. von
dieser entfernt werden kann. Eine derartige Beschichtungsvorrichtung weist den Nachteil
auf, daß sie einerseits infolge der unelastischen Klingen nicht auf Bahnprofitschwankungen,
die quer zur Materialbahn verlaufen, eingehen kann und andererseits nicht die Möglichkeit
hat, die einund auslaufseitigen Klingen individuell zueinander zu verstellen
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, mit weicher mit einfachen Mitteln eine feinfühlige Änderung des Auftragsgewichtes
bei höchster Beschichtungsqualität ermöglicht wird.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Vordosierspalt einstellbar
ausgebildet ist und die Rakelleiste mit geringer Reibung an wenigstens einer ablaufseitigen
ebenen Gleitfläche des die Dosierlippe bildenden Rakelbettes geführt und im Bereich
der Stirnfläche und Abrißkante biegeweich ausgebildet ist und daß ferner das Druckmittel
elastisch ausgebildet und zwischen der Rakelleiste und dem Rakelbett angeordnet ist.
[0008] Die mit geringer Reibung im Rakelbett geführte Rakelleiste läßt eine äußerst feinfühlige
Regelung des Auftragsgewichtes der Beschichtung zu, wobei das elastische Druckmittel
urmittelbar auf die im Bereich ihrer Stirnfläche biegeweiche Rakelleiste wirkt. Hierdurch
ergibt sich eine äußerst gleichmäßige Beschichtung der Materialbahn. In dem Keilspalt
zwischen der geometrisch stabilen Stirnfläche der Rakelleiste wird einhydrodynamischer
Druck aufgebaut, der zu einem Gleichgewichtszustand gegenüber dem Druck im elastischen
Druckmittel führt. Durch die scharfkantige Abrißkante an der Ablaufkante der Stirnfläche
der Rakelleiste wird ein hoher Glättwert und ein von sogenannten Spannungslinien freier
Auftrag sichergestellt, während die Ausbildung der Stirnfläche mit großer Verschleißfestigkeit,
u.a. gekennzeichnet durch eine große Vickershärte, eine hohe Standzeit bei konstanter
Geometrie des Keilspalts unabhängig vom Anpreßdruck sicherstellt. Durch die erfindungsgemäße
Ausbildung und Anordnung der Rakelleiste an der Dosierlippe werden auch zusätzliche
Einrichtungen zum Anpassen des Profils der Rakelleiste an Ungleichmäßigkeiten der
Stützwalze, über welche die Materialbahn läuft, und der Materialbahn selbst, längs
der Beschichtungsbreite überflüssig.
[0009] Vorteilhaft ist der Reibungskoeffizient zwischen Rakelleiste und Rakelbett etwa
li < 0,1. Hierdurch wird die Reibung der Rakelleiste gegenüber dem Rakelhalter verglichen
mit dem Anpreßdruck der Rakelleiste gegen die beschichtete Bahn vernachlässigbar klein.
[0010] Zweckmäßig ist die Rakelleiste bzw. das Rakelbett zumindest im Bereich der Gleitfläche
aus Stahl, Edelstahl oder beschichtetem Aluminium und das Rakelbett bzw. die Rakelleiste
zumindest im Bereich der Gleitfläche aus Rotguß, teflonbeschichtet, hartnickelbeschichtet
oder hartanodisch oxidiert. Durch derartige Materialpaarungen läßt sich der gewünschte
Reibungskoeffizient erreichen.
[0011] Die Stirnfläche der Rakelleiste ist vorteilhaft ausgehend von der Abrißkante zumindest
in deren Bereich konkav gekrümmt mit einem Krümmungsradius R > Stützwalzenradius ausgebildet.
Eine derartige Ausbildung der Stirnfläche ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn mit
Überschußauftrag mit anschließender Fertigdosierung durch eine separate Einheit gearbeitet
wird.
[0012] Alternativ ist die Stirnfläche der Rakelleiste ausgehend von der Abrißkante zumindest
in deren Bereich konvex gekrümmt mit einem Krümmungsradius R von 4 mm
< R 4 ∞, vorzugsweise 5 mm < R
4 250 mm, weiter vorzugsweise 20 mm R
< 50 mm. Diese Ausbildung der Stirnfläche wird vorgesehen für eine integrierte Einheit,
bei welcher die Dosierlippe bereits die Fertigdosierung erzeugt.
[0013] Zur Annäherung des Krümmungsradius ist die Stirnfläche zweckmäßig durch Facettenschliff
geformt, was zu einer besonders einfachen Fertigung führt.
[0014] Zweckmäßig weist die Stirnfläche eine Breite zwischen 8 mm und 60 mm auf. Die Breite
der Stirnfläche bemißt sich danach, wie hoch das Auftragsgewicht sein soll. Je hoher
das Auftragsgewicht ist, desto geringer ist der hydrodynamische Druck und desto breiter
sollte die Stimfläche und damit der Keilspalt in seiner Länge sowie desto kleiner
der Keilwinkel sein, um einen stabilen Gleichgewichtszustand zu erreichen.
[0015] Um auf einfache Weise Rakelleisten mit unterschiedlich breiten Stirnflächen verwenden
zu können, kann vorteilhaft zwischen anlaufseitiger Fläche der Rakelleiste und Rakelbett
ein Abstandhaltestück eingefügt werden.
[0016] Zweckmäßig ist die Schlitzdüse um die Abrißkante der Rakelleiste verschwenkbar, um
den Keilwinkel verändern zu können.
[0017] Die Abrißkante der Rakelleiste kann, um ihre Wirkung noch zu verbessern, hinterschliffen
sein.
[0018] Um die erforderliche Biegeweichheit der Rakelleiste zu erreichen, weist diese vorteilhaft
entlang ihrer Länge äquidistante Einschnitte auf. Alternativ kann die Rakelleiste
aus Polytetrafluorethylen bestehen, was Einschnitte nicht erforderlich macht. Weiter
kann die Rakelleiste alternativ aus gummielastischem Material sein und an der Stirnfläche
einen verschleißfesten Ein- bzw. Aufsatz aufweisen.
[0019] Um eine hohe Verschleißfestigkeit der Rakelleiste zu erhalten, weist die Stirnfläche
der Rakelleiste vorteilhaft eine Vickersharte großer als 600 HV auf. Die Stirnfläche
der Rakelleiste ist zweckmäßig verchromt, oberflächen- oder einsatzgehärtet, nitriert,
durch Aufspritzen von Oxidkeramik beschichtet, eloxiert, bei Aluminium hartcoatiert
oder hartvernickelt. Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform der Rakelleiste kann deren
Stirnfläche auch von einem in die Rakelleiste eingesetzten Einsatzstück hoher Verschleißfestigkeit
gebildet sein.
[0020] Das elastische Druckmittel, vorzugsweise ein Druckschlauch, wirkt zweckmäßig zwischen
einer zu der Gleitfläche im wesentlichen senkrechten Fläche des Rakelbetts und einer
zu dieser im wesentlichen parallelen Fläche der Rakelleiste.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform können das Druckmittel und die Rakelleiste auch
einstückig ausgebildet sein.
[0022] Weiter ist vorteilhaft zwischen anlaufseitiger Fläche der Rakelleiste und Rakelbett
ein weiteres dichtendes elastisches Druckmittel, vorzugsweise ein Druckschlauch, angeordnet:
Dieses weitere dichtende elastische Druckmittel verhindert zum einen das Eindringen
von Beschichtungsmedium zwischen Rakelhalter und Rakelleiste. Zum anderen ist es möglich,
nach Einstellung des Gleichgewichts zwischen hydrodynamischem Druck und Druck im ersten
Druckmittel durch Erhöhung des Drucks im weiteren dichtenden elastischen Druckmittel
die so erreichte stabile Lage der Rakelleiste zu fixieren.
[0023] Das weitere Druckmittel und die Rakelleiste können vorteilhaft einstückig ausgebildet
sein.
[0024] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin,
daß der Vordosierspalt einen Abstand kleiner als 10 mm von der zu beschichtenden Bahn
hat. Hierdurch läßt sich das Beschichtungsmedium ähnlich einer Fontäne in den Dosierspalt
zwischen Dosierlippe und Bahn bringen. Die Stützwalze weist vorteilhaft eine gummielastische
Oberfläche auf, deren Härte vorzugsweise 60 < Shore A
4 95 ist.
[0025] Zum beidseitigen Beschichten von Materialbahnen können schließlich zwei Schlitzdüsen
mit einander zugekehrten Stirnflächen der Rakelleisten mit unterschiedlichen Krümmungsradien
bei unterschiedlicher Beschichtung angeordnet werden. Durch die Wahl unterschiedlicher
Radien der Stirnflächen kann dabei ein festes Verhältnis für das Auftragsgewicht auf
beiden Seiten eingestellt werden. Es versteht sich, daß in diesem Falle keine Stützwalze
zum Führen der beschichteten Materialbahn im Beschichtungsbereich erforderlich und
vorgesehen ist. Für gleiches Auftragsgewicht auf beiden Seiten werden gleiche Radien
gewählt.
[0026] Schließlich können zur Kompensation von ungleichmäßiger Beschichtungsmediumaufnahme
der Materialbahn hinter dem ersten Druckmittel zusätzliche Andruckelemente zur lokalen
Erhöhung der Anpreßkraft angeordnet sein.
[0027] Die Erfindung ist im folgenden an Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen näher
erläutert. In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 eine schematische Teilansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung, teilweise
im Schnitt,
Fig. 2 eine Teilseitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 mit abgeschwenkter Dosierlippe,
Fig. 3 eine schematische Teilansicht einer modifizierten erfindungsgemäßen Vorrichtung,
teilweise im Schnitt,
Fig. 4 eine Teilschnittansicht einer Dosierlippe in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 5 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 4, der
Dosierlippe, und
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer Anordnung zum beidseitigen Beschichten
einer Materialbahn mit erfindungsgemäßen Vorrichtungen.
[0028] Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Vorrichtung zum Dosieren von Beschichtungsmedium
auf eine in Richtung des Pfeiles A über eine Stützwalze 2 laufenden Materialbahn 1
weist eine sich über die Breite der Materialbahn 1 erstrekkende Schlitzdüse 21 auf.
Die Schlitzdüse 21 besteht aus einem Verteilerrohr 22, einem langgezogenen, in der
Breite einstellbaren Vordosierspalt 23,einer an den Vordosierspalt 23 anschließenden,
als Rakelbett 3 ausgebildeten Dosierlippe und einer an den Vordosierspalt 23 ebenfalls
anschließenden Rücklauflippe 24. Dosierlippe und Rücklauflippe bilden eine Dosierkammer
25. Durch die Rücklauflippe 24 am Bahneinlauf der Schlitzdüse 21 wird ein Eindringen
der Luftgrenzschicht verhindert.
[0029] Das Rakelbett 3 weist eine Anschlagleiste 26 mit einer ebenen Gleitfläche 4 auf,
an der eine Rakelleiste 6 anliegt und gleitend geführt ist. Die Rakelleiste 6 weist
eine gegen die beschichtete Bahn 1 gedrückte Stirnfläche 7 mit einer scharfkantigen
Abrißkante 8 auf. Mit Hilfe eines Druckmittels in Form eines Druckschlauches 9 zwischen
Rakelbett 3 und Rakelleiste 6 wird die Rakelleiste 6 feinfühlig variabel gegen die
zu beschichtende Materialbahn 1 gedrückt.
[0030] Die Rakelleiste 6 ist entlang der Gleitfläche 4 des Rakelbetts 3 bzw. der Anschlagleiste
26 in wählbaren Grenzen frei verschieblich, d.h. ungehindert dehnfähig. Die Rakelleiste
6 weist im Bereich der Stirnfläche 7 und Abrißkante 8 bezogen auf eine Achse senkrecht
zur Abrißkante 8 und parallel zur beschichteten Bahn 1 ein relativ geringes Flächenträgheitsmoment
1 auf, welches vorzugsweise im Bereich zwischen 200 mm
4 und 7000 mm
4 liegt. Ein derartiges Flächenträgheitsmoment I läßt sich beispielsweise dadurch erreichen,
daß, wie aus Fig. 5 ersichtlich, äquidistante Einschnitte 10 entlang der Länge der
Rakelleiste 6 vorgesehen sind, wobei der Leistenquerschnitt bis zu einem geringen
Abstand von der Abrißkante 8 ausgemessen über die gesamte Länge der Rakelleiste 6
konstant bleibt. Die hierdurch erzielte Biegeweichheit der Rakelleiste 6 kann alternativ
durch geeignete Materialauswahl oder durch eine entsprechend geringe Höhe der Rakelleiste
6 erreicht werden.
[0031] Die Stirnfläche 7 der Rakelleiste 6 verläuft ausgehend von der Abrißkante 8 konvex
oder konkav gekrümmt. In den dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen weist
die Stimfläche 7 entweder eine konkave Kontur mit einem Krümmungsradius R größer dem
Stützwalzenradius (vorzugsweise für Oberschußauftrag mit anschließender Fertigdosierung
in separater Einheit) oder eine konvexe Krümmung mit einem Krümmungsradius R von 4
mm < R ≤ ∞, vorzugsweise 5 mm ≤ R
< 250 mm, weiter vorzugsweise 20 mm
< R
4 50 mm auf (vorzugsweise für Fertigdosierung in einer integrierten Einheit). Die Krümmung
R wird abhängig von dem angestrebten Auftragsgewichtsbereich und den rheologischen
Eigenschaften des Auftragmediums gewählt.
[0032] Die Rakelleiste 6 weist weiter zumindest im Bereich der gekrümmten Stirnfläche 7-eine
Oberfläche mit einer Vickershärte größer als 600HV auf, um eine hohe Verschleißfestigkeit
der Stirnfläche 7 zu erhalten. Zu diesem Zweck kann die Stirnfläche 7 der Rakelleiste
6 verchromt, oberflächenoder einsatzgehärtet, nitriert, durch Aufspritzen von Oxidkeramik
beschichtet, eloxiert, bei Aluminium hartcoatiert oder hartvernickelt sein.
[0033] Die Abrißkante 8 der Rakelleiste 6 ist absolut geradlinig und scharfkantig ausgeführt,
wodurch eine außerordentlich gute Oberflächenglätte des Strichauftrags erzielt wird.
Eine weitere Verbesserung des Abrißverhaltens kann beispielsweise durch Hinterschleifender
Abrißkante 8 erreicht werden.
[0034] Eine weitere Möglichkeit, die Verschleißfestigkeit der Stirnfläche 7 der Rakelleiste
6 zu verbessern, besteht auch darin, daß die Stirnfläche 7 von einem Einsatzstück
hoher Verschleißfestigkeit gebildet wird.
[0035] Zwischen dem Rakelbett 3 und einer anlaufseitigen Fläche 27 der Rakelleiste 6 ist
ein weiteres dichtendes elastisches Druckmittel in Form eines Druckschlauches 28 angeordnet,
das zum einen Rakelbett 3 und Rakelleiste 6 gegeneinander abdichtet und zum anderen
zum Fixieren einer erreichten stabilen Stellung der Rakelleiste 6 durch Druckerhöhung
verwendet werden kann.
[0036] Die Geometrie der Stirnfläche 7 der Rakelleiste 6 bleibt mit der beschriebenen Ausführung
der Rakelleiste 6 unabhängig vom jeweiligen Anpreßdruck immer konstant. Da der Anpreßdruck
neben der Ausbildung der Stirnfläche 7, d.h. der Größe der Krümmung R, der Bahngeschwindigkeit,
der Rheologie des Beschichtungsmediums und den physikalischen Eigenschaften der Materialbahn
1 ein wesentlicher Parameter ist, und dieser Anpreßdruck andererseits die Geometrie
der Stirnflä-7 nicht verändert, kann die Qualität der Beschichtung bei unterschiedlichen
Anpreßdrücken völlig konstant gehalten werden.
[0037] Als elastisches Druckmittel zum Aufbringendes Anpreßdruckes wird bei der beschriebenen
Vorrichtung ein mit Luft beaufschlagter Druckschlauch 9 verwendet. Der Druckschlauch
sorgt durch seine Flexibilität für eine über die Arbeitsbreite gleichmäßige Andrückung
der Rakelleiste 6 gegen die auf der Stützwalze 2 laufende Materialbahn 1. Die über
den Schlauchdruck aufgebrachte Linienpressung hält dem hydrodynamischen Druck unter
der Stirnfläche 7 der Rakelleiste 6 in dem Keilspalt das Gleichgewicht. Durch Variation
des Schlauchdrucks läßt sich somit sehr feinfühlig, gleichmäßig und stufenlos das
Auftragsgewicht variieren, wobei sich ohne zusätzliche Profilierungseinrichtung an
jeder Stelle der Arbeitsbreite der gleiche Gleichgewichtszustand zwischen hydrodynamischem
Druck und Rakelanpressung einstellt. Dies ist die Voraussetzung für ein gleichmäßiges
Strichprofil. Der Druckschlauch 9 ist so ausgebildet, daß sich seine Kräfte nur gegen
die rückseitige Fläche 15 der Rakelleiste 6 und eine zu dieser im wesentlichen parallelen
Abdruckfläche 16 im Rakelbett 3 abstützen können. Der Druckschlauch 28 preßt gegen
die Fläche 27 der Rakelleiste 6 und kann bei entsprechend hohem Druck die Rakelleiste
6 in einer einmal eingestellten stabilen Lage halten.
[0038] Die Druckschläuche 9 und 28 sowie gegebenenfalls auch die Rakelleiste 6 können einstückig
ausgebildet werden, wobei sichergestellt sein muß, daß diese Einheit einerseits die
erforderliche Biegeweichheit und andererseits die Stirnfläche 7 eine ausreichende
Verschleißfestigkeit aufweist.
[0039] Die Materialpaarung zwischen Rakelbett 3 bzw. Anschlagleiste 26 und Rakelleiste 6
ist so zu wählen, daß sich möglichst geringe Reibkräfte bei der Verschiebung der Rakelleiste
6 aufbauen, die dem Anpreßdruck des Druckschlauches 9 entgegenwirken und somit zu
einem Hysteresis-Verhalten bei der Regelung des Auftragsgewichtes führen könnten.
Durch den unvermeidlichen Schubspannungszustand im Auftragsspalt entstehen Normalkräfte
auf die Rakelleiste 6, denen der Luftdruck im Druckschlauch 9 das Gleichgewicht hält.
Wenn der Reibungskoeffizient u zwischen Rakelleiste 6 und Rakelbett 3 bzw. Anschlagleiste
26 kleiner oder gleich 0,1 gewählt wird, sind die auftretenden Reibungskräfte verglichen
mit der Anpreßkraft vernachlässigbar klein.
[0040] Die Schlitzdüse 21 ist, um den Keilspalt zwischen Stirnfläche 7 und Materialbahn
1 verstellen zu können, zweckmäßig um die Abrißkante 8 schwenkbar. Weiter ist die
vom Rakelbett 3 gebildetet Dosierlippe zweckmäßig als ganzes abschwenkbar. Die abgeschwenkte
Stellung ist in Fig. 2 dargestellt.
[0041] Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei welcher
eine relativ schmale Rakelleiste 6 Verwendung findet. Um diese schmale Rakelleiste
6 gegen eine breitere Rakelleiste austauschen zu können, ist ein zusätzliches Abstandhaltestück
29 vorgesehen.
[0042] Bei der in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform einer Dosierlippe bzw. eines
Rakelhalters 3 ist nur die Möglichkeit einer schmalen Rakelleiste 6 vorgesehen.
[0043] Fig. 6 zeigt eine Anordnung zum beidseitigen Beschichten einer Materialbahn 1. Hier
ist statt der Stützwalze 2 eine weitere Schlitzdüse 21 gegenüber der ersten Schlitzdüse
21 derart angeordnet, daß die Stirnflächen 7 beider Rakelleisten 6 einander zugekehrt
sind und die Rakelleisten 6 die Materialbahn 1 auf gleicher Höhe mit ihren Abrißkanten
8 berühren. Durch Ausbildung unterschiedlicher Krümmungsradien der Stirnflächen 7
beider Rakelleisten 6 können unterschiedliche Auftragsgewichte eingestellt werden.
1. Vorrichtung zum Aufbringen von Beschichtungsmaterial in regelbarer Auftragsstärke
auf eine über eine Stützwalze (2) laufende Materialbahn (1) mit Hilfe einer sich über
die Breite der Materialbahn (1) erstreckenden Schlitzdüse mit einem Vordosierspalt
(23), einer sich über die Breite der Materialbahn (1) erstreckenden Dosierkammer (25)
sowie einer letztere begrenzenden, in Bahnlaufrichtung (A) gesehen, hinteren Rücklauflippe
(24) und einer vorderen Dosierlippe, die mit einer durch ein Druckmittel (9) an die
Materialbahn (1) andrückbaren Rakelleiste (6) ausgebildet ist, deren der zu beschichtenden
Materialbahn (1) zugekehrte, einen rechteckigen Umriß aufweisende, verschleißfeste
Stirnfläche (7) mit der Materialbahn (1) einen sich unabhängig vom Anpreßdruck verengenden
Keilspalt und deren Ablaufkante eine geradlinige und scharfkantige Abrißkante (8)
bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der Vordosierspalt (23) einstellbar ausgebildet
ist und die Rakelleiste (6) mit geringer Reibung an wenigstens einer ablaufseitigen
ebenen Gleitfläche (41 des die Dosierlippe bildenden Rakelbettes (3) geführt und im
Bereich der Stirnfläche (7) und Abrißkante (8) biegeweich ausgebildet ist und daß
ferner das Druckmittel (9) elastisch ausgebildet und zwischen der Rakelleiste (6)
und dem Rakelbett (3) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Reibungskoeffizient
zwischen Rakelleiste (6) und Rakelbett (3) etwa µ ≤ 0,1 ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rakelleiste (6) bzw.
das Rakelbett (3) zumindest im Bereich der Gleitfläche (4) aus Stahl, Edelstahl oder
beschichtetem Aluminium und das Rakelbett (3) bzw. die Rakelleiste (6) zumindest im
Bereich der Gleitfläche (4) aus Rotguß, teflonbeschichtet, hartnickelbeschichtet oder
hartanodisch oxidiert ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche
(7) der Rakelleiste (6) ausgehend von der Abrißkante (8) zumindest in deren Bereich
konkav gekrümmt mit einem Krümmungsradius R > Stützwalzenradius ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche
(7) der Rakelleiste (6) ausgehend von der Abrißkante (8) zumindest in deren Bereich
konvex gekrümmt mit einem Krümmungsradius R von 4 mm < R ( ∞, vorzugsweise 5 mm ≤ R ≤ 250 mm, weiter vorzugsweise 20 mm < R < 50 mm ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stimfläche
(7) zur Annäherung des Krümmungsradius durch Facettenschliff geformt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche
(7) eine Breite zwischen 8 mm und 60 mm aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
anlaufseitiger Fläche (27) der Rakelleiste (6) und Rakelbett (3) ein Abstandhaltestück
(29) eingefügt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzdüse
(21) um die Abrißkante,(8) der Rakelleiste (6) verschwenkbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abrißkante (8) der Rakelleiste (6) hinterschliffen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rakelleiste (6) entlang ihrer Länge äquidistante Einschnitte (10) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rakelleiste (6) aus Polytetrafluorethylen besteht.
13 Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rakelleiste (6) aus gummielastischem Material besteht.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stirnfläche (7) der Rakelleiste (6) eine Vickershärte größer als 600 HV aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stirnfläche (7) der Rakelleiste (6) verchromt, oberflächenoder einsatzgehärtet, nitriert,
durch Aufspritzen von Oxidkeramik beschichtet, eloxiert, bei Aluminium hartcoatiert
oder hartvernickelt ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stirnfläche (7) der Rakelleiste (6) von einem in die Rakelleiste (6) eingesetzten
Einsatzstück hoher Verschleißfestigkeit gebildet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das
elastische Druckmittel (9) zwischen einer zu der Gleitfläche (4) im wesentlichen senkrechten
Fläche-(16j des Rakelbetts (3) und einer zu dieser im wesentlichen parallelen Fläche
(15) der Rakelleiste (6) wirkt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das
Druckmittel (9) ein Druckschlauch ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das
Druckmittel (9) und die Rakelleiste (6) einstückig ausgebildet sind.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
anlaufseitiger Fläche (27) der Rakelleiste (6) und Rakelbett (3) ein weiteres dichtendes
elastisches Druckmittel (28) angeordnet ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20; dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Druckmittel
(28) ein Druckschlauch ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Druckmittel
(28) und die Rakelleiste (6) einstückig ausgebildet sind.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der
Vordosierspalt (23) einen Abstand kleiner als 10 mm von der zu beschichtenden Bahn
(1) hat.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stützwalze (2) eine gummielastische Oberfläche aufweist, deren Härte vorzugsweise
60 < Shore A < 95 ist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß zum
beidseitigen Beschichten von Materialbahnen (1) zwei Schlitzdüsen (21) mit einander
zugekehrten Stirnflächen (7) der Rakelleisten (6) mit unterschiedlichen Krümmungsradien
bei unterschiedlicher Beschichtung angeordnet werden.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Kompensation von ungleichmäßiger Beschichtungsmediumaufnahme der Materialbahn (1)
hinter dem ersten Druckmittel (9) zusätzliche Andruckelemente zur lokalen Erhöhung
der Anpreßkraft angeordnet sind.
1. Apparatus for applying coating material in adjustable coat thickness onto a web
(1) of material travelling over a bracing roller (2) by means of a slit nozzle extending
across the width of the web (1) of material and having a preliminary dosing gap (23),
with a dosing chamber (25) extending across the width of the web (1) of material and
with, considered in the web travel direction (A), a rear return lip (24) bounding
said chamber, and a front dosing lip which is constructed with a doctor strip (6)
which can be pressed against the web (1) of material by a pressure means (9), the
wear-resistant end face (7) of which doctor strip, facing the web (1) of material
to be coated and exhibiting a rectangular contour, forms with the web (1) of material
a wedge gap narrowing independently of the contact pressure, and the exit edge of
which forms a straight and sharp-edged breakaway edge (8), characterized in that the
preliminary dosing gap (23) is constructed adjustably and the doctor strip (6) is
guided with low friction on at least one sliding surface (4) plane on the exit side
of the doctor bed (3) forming the dosing lip and is of flexurally soft construction
in the region of the end face (7) and breakaway edge (8), and furthermore that the
pressure means (9) is of resilient construction and is arranged between the doctor
strip (6) and the doctor bed (3).
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the coefficient of friction
between doctor strip (6) and doctor bed (3) is approximately IL < 0.1.
3. Apparatus according to Claim 2, characterized in that the doctor strip (6) or the
doctor bed (3), at least in the region of the sliding surface (4), is made of steel,
stainless steel or coated aluminium, and the doctor bed (3) or the doctor strip (6),
at least in the region of the sliding surface (4) is made of teflon-coated, hard nickelcoated,
or hard-anodically oxidized red brass.
4. Apparatus according to Claim 1, or 3, characterized in that the end face (7) of
the doctor strip (6), starting from the breakaway edge (8), is, at least in the region
of the latter, concavely curved with a radius of curvature R > bracing roller radius.
5. Apparatus according to Claim 1,2 or 3, characterized in that the end face (7) of
the doctor strip (6), starting from the breakaway edge (8), is, at least in the region
of the latter, convexly curved with a radius of curvature R of 4 mm 4 R < co, preferably 5 mm < R < 250 mm more preferably 20 mm 4 R < 50 mm.
6. Apparatus according to Claim 4 or 5, characterized in that the end face is shaped
by facet grinding for approximation to the radius of curvature.
7. Apparatus according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the end face
(7) exhibits a width between 8 mm and 60 mm.
8. Apparatus according to one of Claims 1 to 7, characterized in that a distance piece
(29) is inserted between the arrival side surface (27) of the doctor strip (6) and
the doctor bed (3).
9. Apparatus according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the slit nozzle
(21) is pivotable about the breakaway edge (8) of the doctor strip (6).
10. Apparatus according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the breakaway
edge (8) of the doctor strip (6) is relief ground.
11. Apparatus according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the doctor
strip (6) exhibits equidistant incisions (10) along its length.
12. Apparatus according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the doctor
strip (6) consists of polytetrafluoroethylene.
13. Apparatus according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the doctor
strip (6) consists of rubber-resilient material.
14. Apparatus according to one of Claims 1 to 13, characterized in that the end face
(7) of the doctor strip (6) exhibits a Vickers hardness greater than 600 HV.
15. Apparatus according to one of Claims 1 to 14, characterized in that the end face
(7) of the doctor strip (6) is chromed, surface-hardened or case-hardened, nitrided,
coated by spraying on oxide ceramics, anodized, or in the case of aluminium is hard-coated
or hard nickel-plated.
16. Apparatus according to one of Claims 1 to 15, characterized in that the end face
(7) of the doctor strip (6) is formed by an insert piece of high wearing strength
inserted into the doctor strip (6).
17. Apparatus according to one of Claims 1 to 16, characterized in that the resilient
pressure means (9) acts between a surface (16) of the doctor bed (3) substantially
perpendicular to the sliding surface (4) and a surface (15) of the doctor strip (6)
substantially parallel thereto.
18. Apparatus according to one of Claims 1 to 17, characterized in that the pressure
means (9) is a pressure hose.
19. Apparatus according to one of Claims 1 to 17, characterized in that the pressure
means (9) and the doctor strip (6) are constructed integrally.
20. Apparatus according to one of Claims 1 to 19, characterized in that a further
sealing resilient pressure means (28) is arranged between the entry side surface (27)
of the doctor strip (6) and the doctor bed (3).
21. Apparatus according to Claim 20, characterized in that the further pressure means
(28) is a pressure hose.
22. Apparatus according to Claim 20, characterized in that the further pressure means
(28) and the doctor strip (6) are constructed integrally.
23. Apparatus according to one of Claims 1 to 22, characterized in that the preliminary
dosing gap (23) has an interval smaller than 10 mm from the web (1) to be coated.
24. Apparatus according to one of Claims 1 to 23, characterized in that the bracing
roller (2) exhibits a rubber-resilient surface, the hardness of which is preferably
60 < Shore A 4 95.
25. Apparatus according to one of Claims 1 to 23, characterized in that, for coating
webs (1) of material on both sides, two slit nozzles (21) with mutually facing end
faces (7) of the doctor strips (6) are arranged with different radii of curvature
in the case of different coating.
26. Apparatus according to one of Claims 1 to 25, characterized in that in order to
compensate non-uniform pick-up of coating medium by the web (1) of material, additional
contact pressure elements are arranged behind the first pressure means (9) in order
to increase the contact pressure locally.
1.- Dispositif pour appliquer un produit d'enduction en une épaisseur réglable sur
une bande de matière (1) défilant sur un rouleau de support (2) à l'aide d'une filière
plate qui s'étend sur toute la largeur de la bande de matière (1) et qui présente
une fente de prédosage (23), une chambre de dosage (25) s'étendant sur toute la largeur
de la bande de matière (1), ainsi que, . pour délimiter cette chambre, vu dans le
sens (A) de défilement de la bande, une lèvre de retour postérieure (24) et une lèvre
de dosage antérieure qui est pourvue d'une réglette de raclage (6) pouvant être pressée
contre la bande de matière (1) par un élément presseur (9), dont la face d'about résistant
à l'usure (7) qui présente un contour rectangulaire et qui est tournée vers la bande
de matière à enduire (1) forme avec la bande de matière (1) un interstice en forme
de coin qui va en diminuant, indépendamment de la pression de serrage, et dont le
bord d'aval forme une arête de raclage vive (8), caractérisé en ce que la fente de
prédosage (23) est réglable et la réglette de raclage (6) est guidée avec une friction
faible par au moins une surface de glissement d'aval plane (4) de la culasse à racle
(3) formant la lèvre de dosage et est d'une configuration souple dans la zone de la
face d'about (7) et de t'arête de raclage (8) et qu'en outre, l'élément presseur (9)
est d'une réalisation élastique et est disposé entre la réglette de raclage (6) et
la culasse à racle (3).
2.- Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le coefficient de
friction entre la réglette de raclage (6) et la culasse à racle (3) est d'environ
µ ≤ 0,1.
3.- Dispositif suivant la revendication 2, caractérisé en ce que la réglette de raclage
(6) ou la culasse à racle (3), au moins dans la zone de la surface de glissement (4),
est en acier, en acier inoxydable ou en aluminium revêtu et la culasse à racle (3)
ou la réglette de raclage (6), au moins dans la zone de la surface de glissement (4),
est en bronze, revêtue de Téflon, revêtue de nickel dur ou anodisée dure.
4.- Dispositif suivant la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que la face d'about
(7) de la réglette de raclage (6) présente à partir de t'arête de raclage (8), au
moins dans la région de celle-ci, une courbure concave avec un rayon de courbure R
> le rayon du rouleau de support.
5.- Dispositif suivant la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que la face d'about
(7) de la réglette de raclage (6) présente à partir de l'arête de raclage (8), au
moins dans la région de celle-ci, une courbure convexe avec un rayon de courbure R
de 4 mm 4 R ≤ ∞, de préférence de 5 mm < R < 250 mm, ou mieux encore de 20 mm ≤ R ≤ 50 mm.
6.- Dispositif suivant la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que la face d'about
(7) est formée, pour l'approximation du rayon de courbure, par polissage de facettes.
7.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que la face d'about (7) a une largeur comprise entre 8 et 60 mm.
8.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce
qu'entre la face d'amont (27) de la réglette de raclage (6) et la culasse à racle
(3) est insérée une pièce d'écartement (29).
9.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce
que la filière plate (21) peut pivoter autour de l'arête de raclage (8) de la réglette
de raclage (6).
10.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en
ce que t'arête de raclage (8) de la réglette de raclage (6) est détalonnée.
11.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en
ce que la réglette de raclage (6) présente des incisions équidistantes sur sa longueur.
12.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en
ce que la réglette de raclage (6) est en polytétrafluoroéthylène.
13.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en
ce que la réglette de raclage (6) est en une matière élastomère.
14.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en
ce que la face d'about (7) de la réglette de raclage (6) présente une dureté Vickers
supérieure à 600 Hv.
15.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en
ce que la face d'about (7) de la réglette de raclage (6) est chromée, durcie superficiellement
ou cémentée, nitrurée, revêtue par pulvérisation d'une céramique oxydée, anodisée,
dans le cas d'aluminium, recouverte d'un revêtement dur ou d'une couche de nickel
dur.
16.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en
ce que la face d'about (7) de la réglette de raclage (6) est formée par une pièce
rapportée de la réglette de raclage (6), dont la résistance à l'usure est accrue.
17.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisé en
ce que l'élément presseur élastique (9) agit entre une face (16) de la culasse a racle
(3) essentiellement perpendiculaire à la surface de glissement (4) et une face (15)
de la réglette de raclage (6) essentiellement parallèle à la surface (16).
18.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en
ce que l'élément presseur (9) est un boyau à pression.
19.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en
ce que l'élément presseur (9) et la réglette de raclage (6) sont réalisés d'une seule
pièce.
20.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en
ce qu'entre la face d'amont (17) de la réglette de raclage (6) et la culasse a racle
(3) est dispose un autre élément presseur élastique assurant l'étanchéité (28).
21.- Dispositif suivant la revendication 20, caractérisé en ce que l'autre élément
presseur (8) est un boyau à pression.
22.- Dispositif suivant la revendication 20, caractérisé en ce que l'autre élément
presseur (28) et'Ia réglette de raclage (6) sont réalisés d'une seule pièce.
23.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 22, caractérisé en
ce que la fente de prédosage (23) est espacée d'une distance inférieure à 10 mm de
la bande (1) à enduire.
24.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 23, caractérisé en
ce que le rouleau de support (2) présente une surface élastomère dont la dureté est
de préférence de 60 < Shore A < 95.
25.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 23, caractérisé en
ce que pour enduire des bandes de matière (1) des deux côtés, deux filières plates
(21) sont disposées de telle sorte que les faces d'about (7) des réglettes de raclage
(6) soient tournées l'une vers l'autre et présentent des rayons de courbure différents
dans le cas d'enductions différentes.
26.- Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 1 à 25, caractérisé en
ce que pour compenser des irrégularités de réception du produit d'enduction par la
bande de matière (1), des éléments presseurs supplémentaires sont disposés derrière
le premier élément presseur (9) pour augmenter localement la force de pression.