[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schalter mit
- einem schwenkbaren Kontaktbügel,
- einer Kontaktfahne, mit der der Kontaktbügel in und ausser Berührung bringbar ist,
- einem mit dem Kontaktbügel verbundenen elektrischen Anschluss,
- einem drehbaren Nockenteil als Betätigungsorgan für den Kontaktbügel,
- einem an dem Nockenteil angebrachten Nokkenvorsprung,
- wobei der Kontaktbügel einen in Richtung auf das Nockenteil hinweisenden Bogen aufweist,
- wobei der Kontaktbügel durch eine Feder in Richtung auf das Nockenteil vorgespannt
ist, und
- wobei zwischen einem formschlüssig mit dem Nockenteil verbundenen Antriebszapfen
und dem Nockenteil in Drehrichtung ein Lagerspiel vorhanden ist.
[0002] Ein derartiger Schalter ist aus der FR-A Nr. 2341192 bekannt. Die beim Öffnen des
Schalters wirksame Seitenflanke des Nockenvorsprunges steigt dort verhältnismässig
flach an, was zur Folge hat, dass eine Drehbewegung des Nockenteiles um einen verhältnismässig
grossen Drehbetrag erforderlich ist, bevor der Schalter vollständig geöffnet hat.
Will man mit einem solchen Schalter grössere elektrische Ströme abschalten, so werden.
dort Schaltfunken auftreten, die zu Kontaktabbrand oder Verschweissen der Schaltkontakte
führen.
[0003] Weiterhin ist das Lagerspiel zwischen dem Nockenteil und dem Antriebszapfen in Drehrichtung
verhältnismäsig gross und erstreckt sich in den gezeigten verschiedenen Ausführungsbeispielen
zwischen 70 und 120°. Um sicherzustellen, dass dieser Schalter ohne Fremdeinwirkung
insei- . ner geöffneten Stellung verbleibt, ist zusätzlich eine Sperrkrinkenanordnung
vorgesehen.
[0004] Die DE-C Nr. 972755 zeigt einen elektrischen Nockenschalter, dessen federnd vorgespannter
Kontaktbüget von einem drehbaren Nockenteil zum Öffnen und Schliessen des Schalters
bewegbar ist. Bei geschlossenem Schalter steht das Nokkenteil ausser Eingriff mit
dem Kontaktbügel. Durch verhältnismässig scharf abfallende Flanken des Nockenteiles
wird bei kleinen Drehbewegungen gleichwohl eine grosse Bewegung der Kontaktbügel bewirkt,
so dass Öffnen und Schliessen des Schalters schnell erfolgen können.
[0005] Die US-A Nr. 3497643 zeigt ebenfalls einen Nockenschalter mit steil abfallender Flanke
des Nockenteiles und mit in Richtung auf das Nockenteil hinweisendem Bogen des Kontaktbügels.
[0006] Die DE-U Nr. 7421243 zeigt ebenfalls einen Nockenschalter, dessen drehbares Nockenteil
einerseits einen Nockenvorsprung und andererseits eine Vertiefung bzw. Ausnehmung
aufweist. Der Nockenvorsprung kann elastisch radial nach innen gedrückt werden, und
zwar durch einen ortsfest am Gehäuse angebrachten Zahn, wodurch beim Drehen des Nockenteiles
ein Schnappgeräusch entsteht und der Bedienperson die Beendigung des Einschaltvorganges
fühlbar gemacht wird. Die Betätigung des Kontaktbügels erfolgt dagegen ausschliesslich
durch die erwähnte Ausnehmung im Zusammenwirken mit einem in Richtung auf das Nockenteil
hinweisenden Bogen des Kontaktbügels.
[0007] Die AT-B Nr. 165780 zeigt wiederum einen Nockenschalter, dessen drehbare Nockenscheibe
einerseits eine steil abfallende Flanke und andererseits eine sanft ansteigende Flanke
besitzt, die so angeordnet sind, dass bei Drehen der Nockenscheibe in einer Richtung
das Öffnen des Schalters langsam und das Schliessen schnell erfolgt.
[0008] Die US-A Nr. 4103132 zeigt schliesslich ebenfalls einen Nockenschalter, dessen Nockenteil
eine Ausnehmung aufweist, in welche ein in Richtung auf das Nockenteil hinweisender
Bogen des Kontaktbügels einrastet, wobei in dieser Stellung der Schalter geschlossen
ist. Wird das Nokkenteil gedreht, so gleitet der Bogen auf dem Aussenumfang des Nockenteiles,
wodurch der Kontaktbügel radial vom Nockenteil weggedrückt ist und der Schalter geöffnet
ist.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, den elektrischen Schafter der eingangs genannten Art
dahingehend zu verbessern, dass eine von der Betätigungsgeschwindigkeit weitgehend
unabhängige schnelle Schaltbewegung des Kontaktbügels in zwei stabile Endstellungen
erreicht wird. Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass an dem Nockenvorsprung
eine radial nach aussen vorspringende Nase angebracht ist, deren eine Seitenflanke
einen spitzen Winkel mit einem Fahrstrahl vom Drehmittelpunkt des Nockenteils zu der
Nase bildet, und dass das Lagerspiel zwischen dem Antriebszapfen und dem Nockenteil
mindestens so gross ist, dass das Nockenteil gegenüber dem Antriebszapfen um einen
Winkelbetrag drehbar ist, der der Breite der Nasegemessen als Winkel ausgehend vom
Drehpunkt des Nockenteiles entspricht, so dass das Nockenteil von einer Totpunktstellung
in eine stabile Lage drehen kann. Durch die angegebene Gestaltung der Seitenflanke
der Nase des Nockenteiles, die mit seiner Seitenflanke am Bogen des Kontaktbügels
zusammenwirkt, wird eine Drehbewegung des Nockenteiles um einen geringen Winkelbetrag
in eineverhältnismässig grosse Hubbewegung des Kontaktbügels übersetzt. Hierdurch
erfolgt also ein schnelles Schalten. Durch die angegebene Bemessung des Lagerspieles
wird erreicht, dass unabhängig von der Betätigungsgeschwindigkeit auch sehr schnell
die stabilen Endlagen erreicht werden. Sobald nämlich die Nase des Nockenteiles einen
Totpunkt am Bogen des Kontaktbügels erreicht hat, springt das Nockenteil weiter, unabhängigvon
einer weiteren Drehbewegung desAntriebszapfens. Hierdurch wird ein sprunghaftes Schalten
des Kontaktes erreicht, wodurch ein hör-und fühlbarer «Klickeffekt» entsteht.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der.Erfindung sind den Unteransprüchen
zu entnehmen. Mit den Merkmalen des Anspruches 2 wird erreicht, dass einerseits nur
eine geringe Drehbewegung erforderlich ist, um den Schalter von einer seiner beiden
stabilen Endstellungen in die Totpunktstellung zu bringen, und andererseits weiterhin
nur geringe Drehbewegungen erforderlich sind, um ihn aus der Totpunktstellung in die
andere stabile Lage schnappen zu lassen.
[0011] Mit den Merkmalen des Anspruches 3 wird eine maximale «Übersetzung» zwischen Drehbewegung
des Nockenteiles und Schwenkbewegung des Kontaktbügels erreicht.
[0012] Mit den Merkmalen des Anspruches 4 wird erreicht, dass das Lagerspiel in dem Schwenklager
zwischen dem Kontaktbügel und dem diesen haltenden Anschluss (Lötfahne) keinen Einfluss
auf den Schaltvorgang hat, da der Kontaktbügel stets in eine Endstellung dieses Schwenklagers
gedrückt ist.
[0013] Durch die Merkmale des Anspruches 5 wird sichergestellt, dass der Kontaktbügel nicht
zufällig aus seinem Schwenklager, das beispielsweise als Schneidenlager ausgebildet
sein kann, springt.
[0014] Schliesslich wird mit den Merkmalen des Anspruches 6 erreicht, dass das Nockenteil
einfach herzustellen ist und geringen Verschleiss hat. Bei einem Prüfmuster des elektrischen
Schalters wurde nach 25000 Betätigungen noch kein die einwandfreie Funktion beeinträchtigender
Verschleiss festgestellt. Bei diesen Versuchen wurden Ströme von 50 A bei einer Prüfspannung
von 30 V geschaltet, wobei nach 25000 Schaltvorgängen der Übergangswiderstand kleiner
als 80 mQ war.
[0015] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles im Zusammenhang
mit der Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigt:
Fig. eine Draufsicht auf den geöffneten Schalter;
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Schalters in Kombination mit
einem Drehpotentiometer;
Fig. 3 eine Draufsicht auf Widerstandsbahnen des Drehpotentiometers und
Fig. 4 eine Draufsicht ähnlich Fig. 1, jedoch in einer anderen Drehstellung des Nockenteiles.
[0016] Zuerstsei auf die Fig. 1 und 4 Bezug genommen. Gleiche Bezugszeichen in den einzelnen
Zeichnungen bezeichnen gleiche Teile.
[0017] Der Schalter besitzt ein im wesentlichen quaderförmiges Gehäuse 2 mit einem Gehäuseboden
4 und senkrecht nach oben ragenden Seitenwänden 6. Ein zylindrischer Lagerzapfen 8
ragt senkrecht vom Gehäuseboden 4 nach oben, jedoch nicht bis zur Höhe der Oberkante
der Seitenwände 6. Von den beiden Seitenwänden 6 ragen einander gegenüberliegende
Vorsprünge 10 in das Innere des Schaltergehäuses hinein. Ebenso ragen in etwa L-förmige
Stege 12 von der den beiden Seitenwänden 6 benachbarten Wand des Gehäuses hervor,
so dass ein Schenkel dieser Stege 12 jeweils einem der Vorsprünge 10 im Abstand gegenüber
liegt. Zwischen dem jeweiligen Vorsprung 10 und dem zugeordneten Steg 12 ist somit
ein Zwischenraum vorhanden, in welchem eine Kontaktfahne 14 bzw. eine Lötfahne 20
festgeklemmt ist. Zusätzlich weist die untere Gehäusewand Nuten zur Aufnahme der Kontaktfahne
14 bzw. der Lötfahne 20 auf. Zur Arretierung der Kontaktfahne 14 bzw. der Lötfahne
20 ragt zusätzlich vom Gehäuseboden 4 ein (nicht dargestellter) Vorsprung nach oben,
der in eine entsprechende Ausnehmung an der Unterseite der Kontaktfahne 14 bzw. der
Lötfahne 20 hineinragt und somit diese beiden Fahnen auch in ihrer Axialrichtung festhält.
Gegen Herausfallen sind die beiden Fahnen durch eine Gehäuseschliessplatte 50 (Fig.
2) gesichert. An der Lötfahne 20 ist ein Kontaktbügel 18 über ein Schneidenlager 22
gehalten. Der Kontaktbügel 18 erstreckt sich von der ihn haltenden Lötfahne 20 zu
der Kontaktfahne 14, welche an ihrem im Gehäuse liegenden Ende L-förmig umgebogen
ist und an der dem Ende des Kontaktbügels 18 gegenüberliegenden Seite einen Kontakt
16 aufweist, beispielsweise in Form einer eingepressten Kugelkalotte. Durch Schwenken
des Kontaktbügels 18 kann dessen dem Kontakt 16 gegenüberliegende Kontaktfläche 42
in und ausser Berührung mit dem Kontakt 16 gebracht werden.
[0018] Der Kontaktbügel 18 besitzt einen in Richtung zu dem Lagerzapfen 8 hin weisenden
Bogen 40, der über seine Seitenflanken 41 in die im wesentlichen geradlinig verlaufenden
Teile des Kontaktbügels einmündet. Zwischen dem Bogen 40 und dem Schneidenlager 22
besitzt der Kontaktbügel 18 eine Verjüngung 24, welche zur Zentrierung einer Feder
26 dient, die hier als Schraubenfeder ausgebildet ist. Diese Feder 26 ist in einer
Führung 28 gehalten, welche durch die beiden Stege 12 gebildet wird. Die Mittelachse
der Feder ist unter einem Winkel a gegenüber einer Linie geneigt, die den Fusspunkt
der Feder mit dem Mittelpunkt des Drehzapfens verbindet. Der Winkel a ist hierbei
ein spitzer Winkel, wobei die Feder so geneigt ist, dass eine Kraftkomponente den
Kontaktbügel 18 in Richtung zu der Lötfahne 20 hin drückt. Die Hauptkraftkomponente
drückt jedoch den Kontaktbügel 18 in Richtung auf den Lagerzapfen 8.
[0019] Auf dem Lagerzapfen 8 ist ein Nockenteil 30 drehbar gelagert. Das Nockenteil 30 besitzt
einen Nockenvorsprung 32, dessen radial nach aussen weisende Seite einen Krümmungsradius
aufweist, der im wesentlichen dem Radius vom Mittelpunkt des Lagerzapfens 8 zu der
radial aussen liegenden Seite des Nockenvorsprunges 32 entspricht. An einer Seite
des Nockenvorsprunges 32 ist eine Nase 34 angebracht, die radial nach aussen vorspringt
und einen verhältnismässig kleinen Krümmungsradius hat. Die Nase mündet auf ihrer
einen Seite in eine steile Seitenflanke 25 des Nockenvorsprunges und auf ihrer anderen
Seite in die radial aussen liegende Seite des Nockenvorsprunges 32.
[0020] Das Nockenteil 30 besitzt eine kreisrunde, mittige Bohrung 38, die an den Durchmesser
des Lagerzapfens 8 angepasst ist. Diese Bohrung geht jedoch nicht vollständig durch
das Nockenteil 30 hindurch. Vielmehr mündet diese Bohrung in eine Ausnehmung 36, die
eine formschlüssige Verbindung mit einem Antriebszapfen 48 erlaubt. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel hat diese Ausnehmung zwei parallel zueinander gegenüberliegend
verlaufende geradlinige Wände, die als Sekante zu dem Kreis der Bohrung 38 verlaufen.
[0021] Zwischen dem Antriebszapfen 48 und der Ausnehmung 36 ist ein Lagerspiel vorgesehen,
das bei festgehaltenem Antriebszapfen eine Schwenkung des Nockenteiles 30 um den Winkel
β erlaubt. Dieser Winkel ß entspricht der Breite der Nase 34, gemessen als Winkel
vom Mittelpunkt des Lagerzapfens 8 aus gesehen.
[0022] Schliesslich weist das Gehäuse 2 noch Befestigungsbohrungen 44 bzw. 46 auf, von denen
die Befestigungsbohrungen 44 Durchgangsbohrungen sind und im dargestellten Ausführungsbeispiel
die Befestigungsbohrungen 46 als Blindbohrungen ausgelegt sind. Die Gehäusewandung
weist im Bereich dieser Bohrungen entsprechende Verdickungen auf.
[0023] Im folgenden sei die Wirkungsweise des Schalters erläutert. In Fig. 1 ist der Schalter
geöffnet, wobei sich der Bogen 40 des Kontaktbügels 18 auf der Aussenseite des Nockenvorsprunges
32 abstützt und durch die Kraft der Feder 26 gegen diesen gedrückt wird. Zum Schliessen
des Schalters wird das Nockenteil in Fig. 1 im Uhrzeigersinn gedreht. Hierdurch gelangt
die Nase 34 mit dem Bogen in Eingriff und drückt den Kontaktbügel noch etwas nach
unten. Wenn der radial äusserste Teil der Nase 34 den Scheitelpunkt des Bogens 40
erreicht hat, so ist die Abwärtsbewegung des Kontaktbügels 18 beendet und es ist eine
«Totpunktiage» erreicht. Wird nun das Nockenteil 30 geringfügig weiter im Uhrzeigersinn
gedreht, so übt die nun mit der Nase 34 in Berührung kommende Vorderflanke 41 des
Bogens 40 ein Drehmoment auf das Nockenteil 30 aus, welches sich dann aufgrund des
Spiels zwischen Antriebszapfen 48 und Ausnehmung 36 unabhängig von einer Drehung des
Antriebszapfens 48 drehen kann, bis die in Fig. 4 gezeigte Stellung erreicht und der
Schalter geschlossen ist. Hierbei entsteht dann auch ein hör-und fühlbarer Klickeffekt.
Auch wird der Schalter durch die Federkraft sehr schnell geschlossen, so dass Einschaltstromspitzen
keine nennenswerten Funken und damit Verschweissungen zwischen Kontakt 16 und Kontaktfläche
42 hervorrufen können. Die Kraft der Feder 26 beträgt etwa 3 bis 4 N bei geschlossenem
Schalter, wodurch auch ein definierter Kontaktdruck erreicht wird.
[0024] Zum Öffnen des Schalters wird das Nockenteil 30 gegen den Uhrzeigersinn gedreht,
bis zunächst die in Fig. 4 dargestellte Lage erreicht ist, bei der die beiden Seitenflanken
25 und 41 miteinander in Berührung kommen. In dieser Lage liegen diese Seitenftanken
25 und 41 in einer Linie. Bei weiterer Drehung des Nockenteils30 gegen den Uhrzeigersinn
wird der Kontaktbügel 18 durch die Nase 34 nach unten gedrückt, wodurch der elektrische
Kontakt geöffnet wird. Aufgrund der Steilheit der Seitenflanken 25 und 41 genügt eine
Drehung des Nockenteils 30 um einen sehr kleinen Winkelbetrag, um den vollen Hub zum
Öffnen des Schalters zu erreichen. Eventuelle Funken zwischen den sich öffnenden Kontakten
werden durch den sich rasch vergrössernden Abstand schnell gelöscht. Sobald die Nase
34 die erwähnte Totpunktstellung geringfügig überschritten hat, schnapptdas Nockenteil
aufgrund des Lagerspiels wieder in die in Fig. 1 gezeigte Stellung zurück, wobei wieder
der hör-und fühlbare Klickeffekt auftritt.
[0025] Damit das Nockenteil 30 nicht so weit gegen den Uhrzeigersinn weitergedreht werden
kann, dass der Bogen 40 nicht mehr auf dem Nockenvorsprung 32 aufliegt, ist ein Drehbegrenzungsanschlag
vorgesehen, der in Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben wird.
[0026] Fig. 2 zeigt den Schalter der Erfindung in Kombination mit einem Drehpotentiometer.
Das Gehäuse 2 des Schalters ist durch eine Gehäuseschliessplatte 50 verschlossen,
wobei lediglich eine Öffnung für den Antriebszapfen 48 vorgesehen ist. Dieser Antriebszapfen
ist Bestandteil einer Drehwelle 58, an welcher auch Schleifer 56 für das Drehpotentiometerangebrachtsind.
Die Drehwelle 58 ist in einem Potentiometergehäuse 60 gelagert. Angrenzend an die
isolierende Gehäuseschliessplatte 50 ist ein Abschirmblech 52 vorgesehen, an welchem
dann eine Widerstandsplatte 54 des Drehpotentiometers angebracht ist. Die entsprechenden
Kontakte des Drehpotentiometerssind über Lötfahnen 66,68 und 70zugänglich, welche
gleichsinnig zu der Lötfahne 20 bzw. der Kontaktfahne 14 herausragen. Das Potentiometergehäuse
60, die Widerstandsplatte 54, das Abschirmbrech 52, die Gehäuseschliessplatte 50 und
das Gehäuse 2 sind über zwei Nieten miteinander verbunden. (vgL die Befestigungsbohrungen
44 in Fig. 1). Aus Fig. 3 sind entsprechende Bohrungen 44" dex Widerstandsplatte 54
erkennbar.
[0027] An der Drehwelle 58 ist ein radial nach aussen vorspringender Anschlag 72 angebracht,
der gegen einen entsprechenden Gegenanschlag im Potentiometergehäuse 60 zum Anschlag
kommt und damit die oben geschilderte Begrenzung für die Drehbewegung des Schalters
festlegt.
[0028] Durch Drehung der Drehwelle 58 kann in dem Ausführungsbeispiet der Fig. 2 der Schalter
ein-und ausgeschaltet werden und zusätzlich kann bei eingeschaltetem Schalter das
Drehpotentiometer betätigt werden. Dieses Drehpotentiometer kann beispielsweise die
in Fig. 3 gezeigten Widerstandsbahnen 62 und 64 haben, welche mit den Schleifern 56
in Berührung stehen.
[0029] Abschliessend sei noch erwähnt, dass das Schneidenlager 22 zwischen dem Kontaktbügel
18 und der Lötfahne 20 eine seibstreinigende Wirkung hat, was die Funktionssicherheit
erhöht.
1. Elektrischer Schalter mit
- einem schwenkbaren Kontaktbügel (18),
- einer Kontaktfahne (14), mit der der Kontaktbügel (18) in und ausser Berührung bringbar
ist,
- einem mit dem Kontaktbügel (18) verbundenen elektrischen Anschluss (20),
- einem drehbaren Nockenteil (30) als Betätigungsorgan für den Kontaktbügel (18),
- einem an dem Nockenteil (30) angebrachten Nockenvorsprung (32),
- wobei der Kontaktbügel (18) einen in Richtung auf das Nockenteil (30) hinweisenden
Bogen (40) aufweist,
- wobei der Kontaktbügel (18) durch eine Feder (26) in Richtung auf das Nockenteil
(30) vorgespannt ist, und
- wobei zwischen einem formschlüssig mit dem Nockenteil (30) verbundenen Antriebszapfen
(48) und dem Nockenteil (30) in Drehrichtung ein Lagerspiel vorhanden ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass an dem Nockenvorsprung (32) eine radial nach aussen vorspringende Nase (34)
angebracht ist, deren eine Seitenflanke (25) einen spitzen Winkel mit einem Fahrstrahl
vom Drehmittelpunkt des Nockenteils (30) zu der Nase (34) bildet, und
- dass das Lagerspiel zwischen dem Antriebszapfen (48) und dem Nockenteil (30) mindestens
so gross ist, dass das Nockenteil (30) gegenüber dem Antriebszapfen (48) um einen
Winkelbetrag (ß) drehbar ist, der der Breite der Nase (34) gemessen als Winkel ausgehend
vom Drehpunkt des Nockenteils (30) entspricht, so dass das Nockenteil (30) von einer
Totpunktstellung in eine stabile Lage drehen kann.
2. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelbetrag
(ß) 3-5° beträgt.
3. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
spitze Winkel zwischen der einen Seitenflanke (25) der Nase (34) und dem Fahrstrahl
vom Drehmittelpunkt des Nockenteils (30) zu der Nase (34) so gewählt ist, dass in
der Drehstellung des Nockenteils (30), bei der eine erste Berührung zwischen der Seitenflanke
(25) und einer Flanke (41) des Bogens (40) des Kontaktbügels (18) auftritt, die Flanke
(41) des Bogens (40) und die Seitenflanke der Nase (34) in einer Linie liegen.
4. Elektrischer Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Wirkrichtung der den Kontaktbügel (18) in Richtung auf das Nockenteil (30)
vorspannenden Feder (26) gegenüber einer vom Drehpunkt des Nockenteils (30) zum Fusspunkt
der Feder (26) verlaufenden Linie einen spitzen Winkel (a) bildet.
5. Elektrischer Schalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kraftkomponente
der Feder (26) den Kontaktbügel (18) in Richtung auf den den Kontaktbügel (18) haltenden
Anschluss (20) drückt.
6. Elektrischer Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass das Nockenteil (30) mit Nockenvorsprung (32) und Nase (34) einstückig aus Kunststoff
ist.
1. Electrical switch with
- a turnable contact arm (18),
- a contact lug (14), with which the contact arm (18) can be brought into and out
of contact,
- an electrical connection (20) connected with the contact arm (18),
- turnable cam part (30) as actuating device for the contact arm (18),
- a cam projection (32) on the cam part (30),
- the contact arm (18) having a bend (40) pointing in the direction of the cam part
(30),
- the contact arm (18) being biased by a spring (26) in the direction of the cam part
(30), and
- a bearing play existing in the direction ofturn- ing between a driver (48), which
is connected in a form-locked manner with the cam part (30), and the cam part (30),
characterized in that
- there is on the cam projection (32) a radially outwardly projecting nose (34) of
which one side flank (25) forms an acute angle with a radius vector from the centre
of turning of the cam part (30) to the nose (34); and
- in that the bearing play between the driver (48) and the cam part (30) is at least
so great that the cam part (30) can turn relatively to the driver (48) about an angle
(β) which corresponds to the width of the nose (34) measured as an angle originating
from the centre of turning of the cam part (30), so that the cam part (30) can turn
from a dead centre position into a stable position.
2. Electrical switch according to Claim 1, characterized in that the angle (β) is
3°-5°.
3. Electrical switch according to Claim 1 or 2, characterized in that the acute angle
between the one side flank (25) of the nose (34) and the radius vector from the centre
of turning of the cam part (30) to the nose (34) is chosen so that, in the rotational
position of the cam part (30), in which there is a first contact between the side
flank (25) and a flank (41 ) of the bend (40) of the contact arm (18), the flank (41
) of the bend (40) and the side flank of the nose (34) lie in a line.
4. Electrical switch according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the
direction of action of the spring (26), which biases the contact arm (18) in the direction
of the cam part (30), forms an acute angle (a) relative to a line running from the
centre of rotation of the cam part (30) to the base of the spring (26).
5. Electrical switch according to Claim 4, characterized in that a force component
of the spring (26) pushes the contact arm (18) in the direction of the connection
(20) holding the contact arm (18).
6. Electrical switch according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the
cam part (30) with cam projection (32) and nose (34) is made in one piece from plastics
material.
1. Commutateur électrique comportant:
- un étrier de contact pivotant (18),
- une languette de contact (14) avec laquelle l'étrier de contact (18) coopère pour
établir ou couper le contact,
- une connexion électrique (20) reliée à l'étrier de contact (18),
- une partie de came tournante (30) et servant d'organe d'actionnement pour l'étrier
de contact (18),
- une saillie de came (32) prévue sur la partie de came (30),
- l'étrier de contact (18) comportant une partie incurvée (40) orientée en direction
de la partie de came (30),
- l'étrier de contact (18) étant précontraint par un ressort (26) en direction de
la partie de came (30),
- un jeu de montage étant prévu entre un tourillon d'entraînement (48), relié en rotation
par conjugaison de formes avec la partie de came (30), et la partie de came (30),
caractérisé en ce que:
- il est prévu sur la saillie formant came (32) un ergot (34) faisant saillie radialement
vers l'extérieur et dont un flanc latéral (25) fait un angle aigu avec un rayon vecteur
tracé du centre de rotation de la partie formant came (30) vers l'ergot (34) ; et
- le jeu de montage entre le tourillon d'entraînement (48) et la partie de came (30)
est au moins suffisamment grand pour que la partie de came (30) puisse tourner par
rapport au tourillon d'entraînement (48) d'un angle (β) qui correspond à la largeur
de l'ergot (34), mesuré angulairement à partir du centre de rotation de la partie
de came (30), de telle sorte que la partie de came (30) puisse tourner d'une position
de point mort jusque dans une position stable.
2. Commutateur électrique selon ta revendication 1, caractérisé en ce que la valeur
de l'angle (β) est comprise entre 3 et 5°.
3. Commutateur électrique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'angle
aigu entre un des flancs latéraux (25) de l'ergot (34) et le rayon vecteur tracé du
centre de rotation de la partie de came (30) vers l'ergot (34) est choisi de telle
sorte que, dans la position angulaire de la partie de came (30) pour laquelle se produit
un premier contact entre le flanc latéral (25) et un flanc (41 ) de la partie incurvée
(40) de l'étrier de contact (18), le flanc (41 ) de la partie incurvée (40) et le
flanc latéral de l'ergot (34) soient alignés.
4. Commutateur électrique selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que la direction d'action du ressort (26) assurant la précontrainte de l'étrier de
contact (18) en direction de la partie de came (30) fait un angle aigu (a) avec une
droite reliant le centre de rotation de la partie de came (30) avec la base du ressort
(26).
5. Commutateur électrique selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une composante
de la force de réaction du ressort (26) repousse l'étrier de contact (18) en direction
de la connexion (20) retenant l'étrier de contact (18).
6. Commutateur électrique selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce
que la partie decame (30), comportant une saillie de came (32) et un ergot (34), forme
une seule pièce en matière plastique.