[0001] Die Erfindung betrifft eine verriegelbare aus Metallblech geformte elektrische Flachsteckbuchse
mit einem im wesentlichen kanalförmigen Aufnahmeteil, der einen Boden und hochkantige
Seitenwände aufweist, wobei freie Randabschnitte der Seitenwände über dem Boden nach
innen eingewölbt sind zur Aufnahme eines komplementär ausgebildeten Flachsteckers
zwischen zwei vom Boden hochstehenden Erhebungen und den eingewölbten Randabschnitten,
mit einer mit dem Boden einstückig ausgebildeten, sich vom vorderen Ende des Aufnahmeteils
innerhalb von diesem nach hinten erstreckenden Zunge, deren obere Fläche innerhalb
des Aufnahmeteils mit einer von der Zunge schräg nach hinten zu den eingewölbten Randabschnitten
der Seitenwände hochstehenden Lasche versehen ist, die derart ausgebildet ist, daß
sie in eine entsprechende Ausnehmung oder öffnung im komplementär ausgebildeten Flachstecker
eingreift, wenn dieser in die Flachsteckbuchse eingeschoben ist, wodurch der Flachstecker
gegen Herausziehen aus der Flachsteckbuchse sicherbar ist, und mit einem Löseglied
am freien Ende der Zunge, durch dessen Betätigung die Zunge federnd zum Boden hin
biegbar ist, so daß die an der Zunge vorgesehene Lasche aus dem in die Flachsteckbuchse
eingeschobenen Flachstecker lösbar ist.
[0002] Derartige Buchsen und Verbinder werden überall da eingesetzt, wo eine dauerhafte
elektrische Verbindung gewährleistet sein soll.
[0003] Es sind schon verschiedene Formen von verriegelbaren elektrischen Flachsteckbuchsen
vorgeschlagen worden vergleiche die US-A-2,682,040, US-A-3,076,171, US-A-3,976,348
A DE-B-25 18 003. Ein elektrischer Verbinder mit einer verriegelbaren Buchse, die durch
Verschieben innerhalb eines Gehäuses lösbar ist, ist bekannt durch die US-A-3,796,987,
US-A-3,976,348 A DE-B-25 18 003 und die DE-A-29 24 596.
[0004] Die Erfindung geht aus von einer Flachsteckbuchse und von einem elektrischen Verbinder,
wie sie aus der FR-A-2 504 741 bekannt sind. Dort sind die Zungen über den Steck-
oder Aufnahmebereich hinaus verlängert und dann zur Bildung eines Lösegliedes nach
oben abgewinkelt und durchdringen je eine Ausnehmung der vom Boden hochstehenden,
eingewölbten Randabschnitte.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verriegelbare Flachsteckbuchse der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei der trotz Anbringung eines Lösegliedes an
der umgebogenen Zunge die Länge der Zunge sehr kurz ist und folglich ur ein schmaler
Blechstreifen, zur Herstellung der Flachsteckbuchse erforderlich ist und die ferner
eine geringe Bauhöhe aufweist.
[0006] Des weiteren soll ein entsprechender Verbinder geschaffen werden.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
a) daß zwischen jeder Seitenwand und dem Boden eine in Steckrichtung verlaufende Einbuchtung
angeordnet ist,
b) daß der Flachstecker in den Raum zwischen den Einbuchtungen und den eingewölbten
Randabschnitten schiebbar ist,
c) daß das Löseglied aus mindestens einem am freien Ende, der Zunge seitlich etwa
senkrecht nach unten gebogenen Lappen besteht,
d) daß der Lappen mit einem nach dem vorderen Ende des Aufnahme-teiles sich erstreckenden
etwa senkrechten Teil endet,
e) daß der etwa senkrechte Teil im Querschnitt kleiner ausgebildet ist als ein in
der Ausbuchtung angeordneter Schlitz
f) und daß der etwa senkrechte Teil den Schlitz durchdringt und unten aus dem Schlitz
aus.
[0008] Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß der Angriffspunkt am Löseglied - über die Stecklänge,
d. h. über die Länge des Aufnahmeteiles gesehen - sich zwischen der Verriegelungslasche
und dem hinteren Ende der Flachsteckbuchse befindet, und zwar trotz Anordnung der
umgebogenen Zunge. Durch diese geringe Entfernung des Angriffspunktes von der Verriegelungslasche
ist nur eine geringe Durchbiegung des Zungenendes erforderlich, um die Verriegelungslasche
aus der Öffnung oder Ausnehmung des Flachsteckers zu ziehen. Das Löseglied steht hier
nicht mehr über dem Boden bzw. über den Randabschnitten hervor, so daß die Bauhöhe
der Flachsteckbuchse vermindert ist. Auch ist eine mittige Aufnahme des Flachsteckers
zwischen Boden und Randabschnitten möglich.
[0009] Eine Ausführung der Erfindung sieht vor, daß jede Einbuchtung mindestens eine sich
in Richtung auf die freien Randabschnitte erstreckende Ausprägung umfaßt. Die freien
Randabschnitte können zunächst nach innen, zum Boden hin, gewölbt sein, dann jedoch
mit einem kurzen, vom Boden wegweisenden Abschnitt enden. Durch diese vorgenannte
Ausbildung ist es möglich, die Oberflächen des Blechmaterials noch vor dem Stanzen
und Biegen zu veredeln, z. B. zu verzinnen. Die erzielten bogenformigen Auflageflächen
der Randabschnitte bzw. der Ausprägungen sind dann auch nach dem Stanzen und Biegen
noch veredelt, also z. B. mit Zinn bedeckt. Weiterhin können die eingewölbten Randabschnitte
hinter dem freien Ende der Zunge Finger aufweisen, die sich nach unten erstrecken
und unterhalb des freien Endes enden. Die Finger dienen dann als Einschubbegrenzung
für den einzuführenden Flachstecker. In weiterer Fortbildung der Erfindung ist die
Flachsteckbuchse dadurch gekennzeichnet, daß in symmetrischer Anordnung zwei Lappen
der Zunge als Winkel ausgebildet sind, die aus einem etwa waagerechten, in der Ebene
der Zunge sich erstreckenden Teil und aus einem etwa senkrechten, sich zum Boden hin
erstreckenden Teil bestehen, und daß jedes etwa senkrechte Teil einen Schlitz durchdringt.
[0010] Ein elektrischer Verbinder mit einer erfindungsgemäßen Flachsteckbuchse hat ein isolierendes
Gehäuse, in dem die , Flachsteckbuchse zwischen zwei Anschlägen axial bewegbar ist
und bei dem mindestens ein unterer Wandungsteil mit einer schräg nach oben verlaufenden
Fläche versehen ist, die bei einer axialen Verschiebung der Flachsteckbuchse gegenüber
dem Gehäuse mit mindestens einem Lappen der
[0011] Zunge in gleitendem Eingriff kommt, wodurch das zum Lösen erforderliche federnde
Verbiegen der Zunge bewirkt ist, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die schrägen
Flächen am unteren Wandungsteil innerhalb der Einbuchtungen der Flachsteckbuchse angeordnet
sind, Hierdurch läßt sich eine äußerst geringe Bauhöhe des entsprechenden Gehäuses
erzielen. Außerdem wird eine mittige Anordnung des Steckbereiches innerhalb des Gehäuses
möglich, so daß die Flachsteckbuchse auch um 180 versetzt in das Gehause einsetzbar
ist, d. h. auf Umschlag montierbar ist.
[0012] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Flachsteckbuchse.
Zum besseren Verständnis ist ein Teil, nämlich oberhalb der strichpunktierten Linie,
einer Seitenwand herausgebrochen.
Figur 2 zeigt eine vordere Endansicht der Flachsteckbuchse von der linken Seite von
Figur 1 her gesehen, jedoch ohne Darstellung der Anschlagkralle.
Figur 3 zeigt einen Teil-Längsschnitt durch einen Verbinder aus einer Flachsteckbuchse
und einem zugehörigen Gehäuse. Der Schnittverlauf in der Flachsteckbuchse ist in Figur
2 mit 111-111 gekennzeichnet. Der Schnittverlauf im Gehäuse entspricht dem Schnittverlauf
IV-IV in Figur 5. Figur 4 zeigt den gleichen Teil-Längsschnitt wie Figur 3, jedoch
bei eingeschobenem Flachstecker, entsprechend der Linie IV-IV in Figur 5. Zusätzlich
ist der mittlere Verriegelungsbereich teilweise geschnitten.
Figur 5 zeigt einen Querschnitt durch den Verbinder nach der Linie V-V in Figur 4.
Figur 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Verbinders aus
einem Gehäuse mit eingesetzter Flachsteckbuchse, wie sie in den Figuren 1 und 2 bzw.
in den Figuren 3-5 dargestellt sind.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungen
erläutert. Die Flachsteckbuchse ist aus verzinntem Metallblech geformt und zur Verbindung
mit einem Leiter, nicht dargestellt, mit einer Verbindungskralle 2 versehen. Eine
solche Verbindungskralle kann zum Anschluß mittels Krimpen, Schweißen, Löten und dergl.
dienen. Das vordere Ende der Flachsteckbuchse 1 ist als Aufnahmeteil 3 für einen Flachstecker
ausgebildet. Die Flachsteckbuchse 1 ist symmetrisch aufgebaut, so daß gleiche Teile
mit gleichen Bezugsziffern versehen werden.
[0014] Das ebenfalls symmetrische Aufnahmeteil 3 umfaßt einen mittigen Boden 4, an den sich
gestufte Seitenwände 5 anschließen. Die Seitenwände 5 bestehen aus einem zunächst,
rechtwinklig vom Boden 4 abstehenden ersten Abschnitt 5a, einem sich etwa waagerecht
anschließenden zweiten Abschnitt 5b und einem sich wiederum senkrecht an-schließenden
dritten Abschnit 5c, der schließlich gebogen als freier Randabschnitt 6 wieder auf
den Boden 4 zuweist. Durch die Formgebung der Seitenwände 5 ergeben sich zwei in Steckrichtung
der Flachsteckbuchse verlaufende Einbuchtungen 5d. Durch Wegbiegen der Enden 6a der
Randabschnitte 6 ergeben sich im vorderen Aufnahmebereich 3 zwei abgerundete, zum
Boden q hinweisende Kanten 6b, vgl. Figur 2. Getrennt durch einen kleinen Ausschnitt
7 sind im hinteren Aufnahmebereich 3 die Randabschnitte 6 in Form von Fingern 8 als
Anschlag für den aufzunehmenden Flachstecker weiter nach unten, zum Boden 4 hin, gebogen.
Aus dem zweiten Abschnitt 5b der Seitenwände 5 sind im vorderen Bereich nach oben
abgerundete Ausprägungen 9 herausgedrückt. Im hinteren Bereich des Aufnahmeteils 3
sind die Einbuchtungen 5d mit Schlitzen 10 versehen, deren Breite bis in die ersten
und dritten Abschnitte 5a bzw. 5c reichen.
[0015] Dem Boden 4 ist am Vorderende eine Zunge 11 angeformt, die etwas schmaler ist als
der Abstand der beiden Abschnitte 5a zueinander. Die Zunge 11 ist nach oben und nach
hinten in Richtung auf den Boden 4 zu um 180° umgebogen und erstreckt sich schräg
nach hinten. Die Zunge 11 endet innerhalb des Aufnahmeteils 3 und liegt mit ihrem
hinteren Ende der oberen Fläche 12 an den abgerundeten Kanten 6b der Randabschnitte
6 an, vgl. Figur. 1. Im mittleren Bereich der Zunge 11 ist aus der Ebene der Zunge
11 ein Widerhaken in Form einer Lasche 13 nach oben herausgestanzt. Die Lasche 13
bildet eine Rastkante 14 für den einzuschiebenden Flachstecker, vgl. Figur 4. Als
Löseglied dienen zwei am hinteren, freien Ende 15 der Zunge 11 seitlich angeformte
Lappen 16. jeder Lappen 16 ist als Winkel geformt, mit einem waagerechten Teil 17,
der seitlich neben dem freien Ende 15 der Zunge 11 verläuft, und mit einem aenkrechten
Teil 18, der sich nach unten an den waagerechten Teil 17 anschließt. Jeder Lappen
16 durchdringt mit dem senkrechten Teil 18 die Schlitze 10 mit Spiel, trittunten aus
den Schlitzen 5 aus und ersteckt sich mit einer Abrundung 19 nach vorne, d. h. in
Richtung des vorderen Endes des Aufnahmeteiles 3, siehe Figur 3. Der senkrechte Teil
18 weist eine zur Zunge 11 hinweisende,schräg verlaufende Fläche 20 auf, die zum vorderen
Ende des Aufnahmeteiles 3 hin abfällt. Zur Verrastung der Flachsteckbuchse 1 in einem
Gehäuse dient ein aus dem mittleren Bereich des Bodens 4 nach unten herausgestanzter
Widerhaken 21.
[0016] Gemäß den Figuren 3 bis 6 ist die Flachsteckbuchse 1 in ein Gehäuse 22 aus isolierendem
Kunststoff, z. B. aus Polyamid, zur Bildung eines elektrischen Verbinders 23 eingeschoben.
Das Gehäuse 22 ist ebenfalls symmetrisch aufgebaut und weist einen kanalförmigen Durchgang
24 mit einer oberen Wand 25, einer unteren Wand 26 und Seitenwänden 27 und 28 auf.
[0017] Am vorderen, steckerseitigen Ende ist in der unteren Wand 26 eine nach vorne austretende
Nut 29 mit einer Schulter 30 für den Widerhaken 21 angeordnet. Eine zweite Verrastung
der Flachsteckbuchse 1 ist dadurch erzielt, daß der oberen Wand 25 des Gehäuses 22
eine biegbare Lasche 31 angeformt ist, die mit einer Anschlagfläche 32 hinter den
Fingern 8 liegt, vgl. Figuren 3 und 4.
[0018] In die untere Wand 26 sind in symmetrischer Anordnung zwei Nuten 33 eingebracht,
die im hinteren, in den Figuren 3 und 4 abgebrochenen Bereich des Gehäuses 22 austreten.
Die Nuten 33 enden innerhalb des Gehäuses 24 unter Bildung eines Spaltes 34 mit einer
Fläche 35, die schräg in einem Winkel x= 20° zur Grundfläche 36 der Nut 33 verläuft.
Die Fläche 35 endet mit einer Kante 37, an die sich eine senkrecht nach oben verlaufende.Anschlagfläche
38 anschließt. Die Anschlagfläche 38 mündet in die Bodenflächen 39 des Durchganges
24, vgl. Figuren 3 bis 5. Am steckerseitigen Ende sind dem Gehäuse 22 Einführungsschrägen
40 für die nachstehend beschriebene Einführung eines Flachsteckers angeformt.
[0019] Die Flachsteckbuchse 1 ist in das Gehäuse 22 von hinten eingeschoben, siehe Figur
3, bis der Widerhaken 21 in die Nut 29 einschnappt und durch die Schulter 30 im Gehäuse
22 festgehalten wird. Die zweite Verrastung erfolgt durch Anlage der sich beim Einschieben
wegbiegenden Lasche 31 hinter die Anschlagfläche 32. Nach dem Einschieben befinden
sich die Lappen 16 teils innerhalb, teils unterhalb der Schlitze 10 der Flachsteckbuchse
1. Die senkrechten Teile 18 treffen bei einer weiteren Verschiebung auf die Anschlagflächen
38 auf, so daß die Flachsteckbuchse 1 mit vorbestimmtem Spiel gegen eine Verschiebung
in beiden axialen Richtungen gesichert ist, vgl. Figur 3.
[0020] Die Verbindung mit einem Flachstecker ist in den Figuren 4 bis 6 dargestellt. Ein
aus Metallblech gefalteter Flachstecker 41 mit einer Öffnung 42 ist zwischen die Zunge
11 und die Kanten 6b der Randabschnitte 6 geschoben, bis die Lasche 13 in die Öffnung
42 eintritt. Hierbei verbiegt sich die Zunge 11 zum Boden 4 hin, so daß die senkrechten
Teile 18 der Lappen 16 weiter nach unten gebogen werden. Die Flächen 20 befinden sich
nun vor den Kanten 37 und bilden mit der unteren Wand 26 des Gehäuses 22 einen Winkel
ß=35°. Die Randabschnitte 6 sind etwas durchgebogen, und der Flachstecker 41 ist zwischen
den Randabschnitten 6 und den Ausprägungen 9 festgeklemmt, vgl. insbesondere Figur
5. Die Lasche 13 verhindert durch ihre Verrastung in der Öffnung 42, daß durch bloßes
Ziehen am Flachstecker 41 oder an der Flachsteckbuchse 1 ein Lösen der elektrischen
Verbindung möglich ist. Einem zu weiten Einschieben eines Flachsteckers 41 setzen
sich die Finger 8 entgegen, die sich hinter dem freien Ende 15 der Zunge 11 weiter
nach unten erstrecken als die abgerundeten Kanten 6b und somit einen axialen Anschlag
8a für den Flachstecker 41 bilden.
[0021] Ein Lösen der Verbindung ist durch ein weiteres Durchbiegen der Zunge 11 in Richtung
auf die untere Wand 26 des Gehäuses 22 möglich, denn dann tritt die Lasche 13 wieder
aus der Öffnung 42 heraus. Die weitere Durchbiegung der
[0022] Zunge 11 zum Zwecke des Lösens der Verbindung ist wie folgt möglich:
Während der Flachstecker 41 bzw. sein nicht dargestelltes Gehäuse, festgehalten wird,
wird das Gehäuse 22 der Flachsteckbuchse 1 weg vom Flachstecker 41 gezogen, d. h.
nach rechts in den Figuren 3 und 4. Dies hat zur Folge, daß die schrägen Flächen 20,
die nun in einem Winkel β1 ≈ 30° zu den Grundflächen 36 bzw. zur unteren Wand 26 des Gehäuses 22 verlaufen, auf
die Kanten 37 auftreffen. Bei weiterer Relativverschiebung des Gehäuses 22 gleiten
die Kanten 37 über die Flächen 20 und ziehen die Lappen 16 weiter nach unten in Richtung
auf die Grundflächen 36. Da die winkelförmigen Lappen 16 mit dem Ende I5,der Zunge
11 verbunden sind, wird auch die Zunge 11 1 nach unten, d. h. zum Boden 4 der Flachsteckbuchse
1 hin gebogen. Das weitere Verschieben des Gehäuses 22 hat zur Folge, daß der Lappen
13 der Zunge 11 aus der öffnung 42 des Flachsteckers 41 austritt und die Verriegelung
nun gelöst ist. Durch weiteres Ziehen am Gehäuse 22 bzw. am Flachstecker 41 brauchen
nur noch die relativ geringen Klemmkräfte zwischen den Randkanten 6b und den Ausprägungen
9 überwunden zu werden, um den Flachstecker 41 aus der Flachsteckbuchse 1 zu ziehen
und damit die Steckverbindung zu lösen.
[0023] In der Zeichnung ist eine Lösungsmöglichkeit der Verbindung durch ein entsprechend
ausgebildetes Gehäuse dargestellt. Ein Lösen ist jedoch auch möglich durch Anwendung
eines einfachen Werkzeuges, mit dessen Hilfe die Fortsätze weiter aus der Flachsteckbuchse
herausgezogen werden können, Desgleichen ist die Erfindung ohne weiteres verwendbar
bei zwei-oder mehrpoligen Steckverbindern.
[0024] Die Erfindung ist insbesondere anwendbar bei elektrischen Geräten, Apparaten, Vorrichtungen
und Maschinen, insbesondere wenn sie Erschütterungen ausgesetzt sind, so auch bei
der elektrischen Verdrahtung von Automobilen. Sie dient zur dauerhaften aber leicht
lösbaren elektrischen Verbindung von elektrischen Leitungen mit anderen elektrischen
Leitungen oder von sonstigen elektrischen Bauteilen mit elektrischen Leitungen.
1. Verriegelbare, aus Metallblech geformte elektrische Flachsteckbuchse (1) mit einem
im wesentlichen kanalförmigen Aufnahmeteil (3), der einen Boden (4) und hochkantige
Seitenwände (5) aufweist, wobei freie Randabschnitte (6) der Seitenwände (5) über
dem Boden (4) nach innen eingewölbt sind zur Aufnahme eines komplementär ausgebildeten
Flachsteckers (41) zwischen zwei vom Boden hochstehenden Erhebungen (9) und den eingewölbten
Randabschnitten (6), mit einer mit dem Boden (4) einstückig ausgebildeteten, sich
vom vorderen Ende des Aufnahmeteils (3) innerhalb von diesem nach hinten erstreckenden
Zunge (11), deren obere Fläche (12) innerhalb des Aufnahmeteils (3) mit einer von
der Zunge (11) schräg nach hinten zu den eingewölbten Randabschnitten (6) der Seitenwände
(5) hochstehenden Lasche (13) versehen ist, die derart ausgebildet ist, daß sie in
eine entsprechende Ausnehmung oder Öffnung (42) im komplementär ausgebildeten Flachstecker
(41) eingreift, wenn dieser in die Flachsteckbuchse (1) eingeschoben ist, wodurch
der Flachstecker (41) gegen Herausziehen aus der Flachsteckbuchse (1) sicherbar ist,
und mit einem Löseglied (16) am freien Ende (15) der Zunge (11), durch dessen Betätigung
die Zunge (11) federnd zum Boden (4) hinbiegbar ist, so daß die an der Zunge (11)
vorgesehene Lasche (13) aus dem in die Flachsteckbuchse (1) eingeschobenen Flachstecker
(41) lösbar ist, dadurch gekennzeichnet,
a) daß zwischen jeder Seitenwand (5) und dem Boden (4) eine in Steckriuhtung verlaufende
Einbuchtung (5d) angeordnet ist,
b) daß der Flachstecker (41) in den Raum zwischen den Einbuchtungen (5d) und den eingewölbten
Randabschnitten (6) schiebbar ist,
c) daß das Löseglied (16) aus mindestens einem am freien Ende (15) der Zunge (11)
seitlich etwa senkrecht nach unten gebogenen Lappen (16) besteht,
d) daß der Lappen (16) mit einem nach de vorderen Ende des Aufnahmeteils (3) sich
erstreckende etwa senkrechten Teil (18) endet,
e) daß der etwa senkrechte Teil (18) im Querschnitt kleiner ausgebildet ist als ein
in der, Einbuchtung (5d) angeordneter Schlitz (10)
f) und daß der etwa senkrechte Teil (18) den Schlitz (10) durchdringt und unten aus
dem Schlitz (10) austritt.
2. Flachsteckbuchse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Einbuchtung
mindestens eine sich in Richtung auf die freien Randabschnitte (6) erstreckende Ausprägung
(9) umfaßt.
3. Flachsteckbuchse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die freien
Randabschnitte (6) zunächst nach innen, zum Boden hin gewölbt sind, dann jedoch mit
einem kurzen, vom Boden wegweisenden Abschnitt (6a) enden.
4. Flachsteckbuchse nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß die
eingewölbten Randabschnitte (6) hinter dem freien Ende (15) der Zunge (11) Finger
(8) aufweisen, die sich nach unten erstrecken und unterhalb, des freien Endes (15)
der Zunge (11) enden.
5. Flachteckbuchse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in
symmetrischer Anordnung zwei Lappen (16) der Zunge (11) als Winkel ausgebildet sind,
die aus einem waagerechten, in der Ebene der Zunge (11) sich erstreckenden Teil (17)
und aus einem senkrechten, sich zum Boden (4) hin erstreckenden Teil (18) bestehen
und daß jeder senkrechte Teil (18) einen Schlitz (10) durchdringt.
6. Elektrischer Verbinder mit einer Flachsteckbuchse (1) nach einem der Ansprüche
und mit einem isolierenden Gehäuse (22), in dem die Flachsteckbuchse (1) zwischen
zwei Anschlägen (38, 32) axial bewegbar ist und bei dem mindestens eine untere Wand
(29) mit einer schräg nach oben verlaufenden Fläche (35) versehen ist, die bei einer
axialen Verschiebung der Flachsteckbuchse (1) gegenüber dem Gehäuse (22) mit mindestens
einem Lappen (16) der Zunge (11) in gleitendem Eingriff kommt, wodurch das zum Lösen
erforderliche federnde Verbiegen der Zunge (11) bewirkt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die schrägen Flächen (35) innerhalb der Einbuchtungen (5d) der Flachsteckbuchse
(1) angeordnet sind.
1. A lockable electrical tab receptacle (1) formed from sheet metal, with a substantially
channel-shaped receiving part (3) which comprises a base (4) and upright side walls
(5), free edge portions (6) of the side walls (5) being arched inwards above the base
(4) in order to receive a correspondingly formed tab (41) between two raised portions
(9) projecting from the base and the arched edge portions (6); with a tongue (11)
which is formed integrally with the base (4) and extends from the front end of the
receiving part (3) inside the latter towards the rear and the upper surface (12) of
which is provided inside the receiving part (3) with a flap (13) which projects from
the tongue (11) obliquely to the rear towards the arched edge portions (6) of the
side walls (5) and which is formed in such a way that it engages in a corresponding
recess or opening (42) in the correspondingly formed tab (41) when the tab is pushed
into the tab receptacle (1), so that the tab (41) can be prevented from being pulled
out of the tab receptacle (1); and with a releasing member (16) at the free end (15)
of the tongue (11), by the actuation of which releasing member the tongue (11) can
be resiliently bent towards the base (4), so that the flap (13) provided on the tongue
(11) can be released from the tab (41) inserted in the tab receptacle (1), characterized
in that
a) an indentation (5d) extending in the direction of insertion is formed between each
side wall (5) and the base (4);
b) the tab (41) can be pushed into the space between the indentations (5d) and the
arched edge portions (6);
c) the releasing member (16) comprises at least one lug (16) bent downwards laterally
and approximately vertically on the free end (15) of the tongue (11);
d) the lug (16) terminates in a part (18) which extends towards the front end of the
receiving part (3) and which is approximately perpendicular to the base (4) of the
receiving part (3);
e) the approximately perpendicular part (18) is made smaller in cross-section than
a slot (10) formed in the indentation (5d);
f) and the approximately perpendicular part (18) passes through the slot (10) and
passes out of the slot (10) below.
2. A tab receptacle according to claim 1, characterized in that each indentation (5d)
includes at least one raised portion (9) extending towards the free edge portions
(6),
3. A tab meceptacle according to claim 1 or 2, characterized in that the free edge
portions (6) are first curved inside towards the base and then terminate in a short
portion (6a) directed away from the base. '
4. A tab receptacle according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the
arched edge portions (6) comprises fingers (8) behind the free end (15) of the tongue
(11), which fingers extend downwards and terminate below the free end (15) of the
tongue (11).
5. A tab receptacle according to any one of claims 1 to 4, characterized in that two
lugs (16) of the tongue (11) are formed as angles in a symmetrical arrangement and
comprise a horizontal part (17) extending in the plane of the tongue (11) and a vertical
part (18) extending towards the base (4), and each vertical part (18) passes through
a slot (10).
6. An electrical connector with a tab receptacle (1) according to any one of claims
1 to 5 and with an insulating casing (22) in which the tab receptacle (1) is axially
movable between two stops (38, 32) and in which at least one lower wall (29) is provided
with a surface (35) which extends obliquely upwards and which engages with at least
one lug (16) of the tongue (11) in a sliding manner as the tab receptacle (1) is moved
axially relative to the casing (22), as a result of which the resilient bending of
the tongue (11) required for releasing purposes takes place, characterized in that
the oblique surfaces (35) are provided inside the indentations (5d) of the tab receptacle
(1).
Cosse électrique plate (1) verrouillable, consistant en de la tôle métallique et munie
d'une partie réceptrice (3) sensiblement en forme de canal comprenant un fond (4)
et des parois latérales (5) disposées sur chant, des régions marginales libres (6)
des parois latérales (5) étant bombées vers l'intérieur au-dessus du fond (4) de façon
à recevoir une fiche aplatie (41), de réalisation complémentaire, entre deux protubérances
(9) rehaussées du fond et les régions marginales (6) bombées vers l'intérieur; d'une
languette (11) qui est ménagée d'un seul tenant avec le fond (4), s'étend vers l'arriére
depuis l'extrémité antérieure de la partie réceptrice (3) à l'intérieur de cette dernière,
et dont la face supérieure (12) est pourvue, à l'intérieur de la partie réceptrice
(3), d'un onglet (13) en saillie à l'oblique vers l'arriére à partir de la languette
(11) en direction des régions marginales (6) des parois latérales (5), bombées vers
l'intérieur, et réalisé de telle sorte qu'il s'engage dans un évidement ou orifice
correspondant (42) pratiqué dans la fiche aplatie (41) de réalisation complémentaire,
lorsque celle-ci est emboîtée dans la cosse plate (1), ce qui permet d'empêcher que
cette fiche aplatie (41) soit extraite de la cosse plate (1) par traction; ainsi que
d'un organe de dissociation (16), situé à l'extrémité libre (15) de la languette (11)
et dont l'actionnement permet de fléchir élastiquement cette languette (11) en direction
du fond (4), de façon que l'onglet (13) prévu sur ladite languette (11) puisse être
ôté de la fiche aplatie (41) emboîtée dans la cosse plate (1), caractérisée par le
fait
a) qu'un renfoncement (5d) s'étendant dans la direction de l'emboîtement est intercalé
entre chaque paroi latérale (5) et le fond (4),
b) que la fiche aplatie (41) peut être glissée dans l'espace situé entre les renfoncements
(5d) et les régions marginales (6) bombées vers l'intérieur,
c) que l'organe de dissociation (16) consiste en au moins une patte (16), cintrée
latéralement vers le bas et sensiblement verticalement, à l'extrémité libre (15) de
la languette (11),
d) que la patte (16) s'achève par une partie (18) sensiblement perpendiculaire au
fond (4) de la partie réceptrice (3), et s'étendant vers l'extrémité antérieure de
cette partie réceptrice (3),
e) que la partie sensiblement verticale (18) est de section plus petite que celle
d'une échancrure (10) ménagée dans le renfoncement (5d)
f) et que la partie sensiblement verticale (18) traverse l'échancrure (10) et sort
de cette échancrure (10) par sa région basse.
2. Cosse plate selon la revendication 1, caractérisée par le fait que chaque renfoncement
(5d) comporte au moins une empreinte repoussée (9) s'étendant en direction des régions
marginales libres (6).
3. Cosse plate selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que les régions
marginales libres (6) sont tout d'abord bombées vers l'intérieur en direction du fond,
mais s'achèvent cependant ensuite par un tronçon court (6a) dirigé à l'écart du fond.
4. Cosse plate selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par le fait que
les régions marginales (6) bombées vers l'intérieur présentent, derrière l'extrémité
libre (15) de la languette (11), des doigts (8) qui s'étendent vers le bas et s'achèvent
au-dessous de l'extrémité libre (15) de la languette (11).
5. Cosse plate selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que
deux pattes (16) de la languette (11) sont façonnées, symétriquement, en tant que
cornières composées d'une partie horizontale (17) s'étendant dans le plan de la languette
(11), ainsi que d'une partie verticale (18) s'étendant en direction du fond (4); et
par le fait que chaque partie verticale (18) traverse une echancrure (10).
6. Connecteur électrique pourvu d'une cosse plate (1) selon l'une des revendications
1 - 5 ainsi que d'un boîtier isolant (22) dans lequel la cosse plate (1) est mobile
axialement entre deux butées (38, 32), et dont au moins une paroi inférieure (26)
est dotée d'une face (35) qui s'étend à l'oblique vers le haut et qui, dans le cas
d'un coulissement axial de la cosse plate (1) par rapport au boîtier (22), vient en
prise coulissante avec au moins une patte (16) de la languette (11) en provoquant
alors le fléchissement élastique de cette languette (11), nécessaire à la dissociation,
caractérisé par le fait que les faces inclinées (35) se trouvent à l'intérieur des
renfoncements (5d) de la cosse plate (1).