[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Mopbezug für das Naßoder Feuchtwischen von Fußböden
und dgl., welcher auf einen
Mophalter aufziehbar ist, der zu diesem Zweck zwei aus einer verriegelten Arbeitsstellung
aufeinanderzu zu klappende, z.B. jedenfalls an ihren äußeren Enden etwa U-förmige
Drahtbügel tragende Flügel aufweist, mit einer die Mopfransen tragenden länglichen,
der Form der Flügel angepaßten Textillage, die auf ihrer Oberseite für die Aufnahme
der jeweiligen Flügelenden Taschen aufweist. Derartige Mopbezüge mit zugehörigen Mophaltern
sind bekannt (vgl. Firmenkatalog VERMOP-SYSTEM GV 792, insbesondere Seiten 3.03 bis
3.07).
[0002] Derartige Mopbezüge werden beispielsweise in Verbindung mit einem Doppelfahrwagen
mit Presse und zwei Eimern für die Aufnahme einer Reinigungslösung und klaren Wassers
zum Reinigen von Industrie- und Krankenhausböden eingesetzt, wo relativ große Bodenflächen
feucht oder naß zu wischen sind. Entsprechend groß sind zu diesem Zweck häufig Breite
und insbesondere Länge der Flügel des Mophalters und demzufolge auch die Gesamtlänge
des Mopbezuges. Während der Reinigungsarbeiten ist der Mopbezug laufend auszuwaschen
und auszupressen. Zu diesem Zweck mußte der Mopbezug von Hand abgezogen und in die
Presse eingelegt werden, was aber aus hygienischen Gründen unerwünscht ist.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Mopbezug der gattungsgemäßen
Art so auszubilden, daß er ohne großen Aufwand ein einfaches, schnelles und hygienisches
Auswaschen und Auspressen zuläßt.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß vorzugsweise im Bereich der
Einführungsöffnung wenigstens einer Tasche Mittel zum lösbaren Befestigen eines Drahtbügels
vorgesehen sind.
[0005] Diese Befestigungsmittel sind also so geschaffen, daß der Mophalter nach wie vor
durch einfaches Aufsetzen der Enden seiner schräg nach unten hängenden Flügel und
Nach-unten-Drücken des Mophalterstieles mit den Enden seiner Flügel in die Taschen
des Mopbezuges ohne Berührung des Mopbezuges mit der Hand möglich ist. Vor Beginn
der Reinigungsarbeiten kann jedoch der erfindungsgemäße Mopbezug mit Hilfe der Befestigungsmittel
an dem einen Flügel, beispielsweise seinem Drahtbügel lösbar festgelegt werden. Diese
Befestigung geschieht von Hand, solange der Mopbezug noch frisch ist und vorzugsweise
bevor die Enden der Flügel selbständig in die Taschen eingeschoben sind. Soll der
Mopbezug während der Reinigungsarbeiten ausgepreßt werden, werden die Flügel in üblicher
Weise aus ihrer eingerasteten Arbeitslage ausgehoben und durch Ziehen am Mopstiel
nach oben das Aufeinanderzuklappen der Flügel bewirkt. Hierbei rutscht der Mopbezug
mit seinen Taschen von den beiden Enden der Flügel, er wird jedoch nach wie vor aufgrund
der Befestigungsmittel an dem einen Flügel,
z.
B. dessen Drahtbügel hängend gehalten. An dem Flügel hängend kann der mit einer Reinigungslösung
getränkte Mopbezug ohne Berührung der Hände in die Presse eingeführt, ausgepreßt und
erneut mit dem Desinfektionsmittel oder reinem Wasser getränkt werden. Danach kann
der Mopbezug ohne Berührung von Hand alleine mit Hilfe des Mophalters und der Befestigungsmittel
wieder in seine eben ausgebreitete Lage auf dem zu reinigenden Fußboden gelegt werden.
In üblicher Weise werden dann wieder die beiden Flügelenden in die Taschen des Mopbezuges
eingeführt und der Mophalter in seine eingerastete Arbeitsstellung gedrückt, so daß
die Reinigungsarbeiten fortgesetzt werden können.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die Befestigungsmittel
um den im wesentlichen quer zur Bezugslängsachse verlaufenden Bügelsteg legbare und
befestigbare Schnüren-, Bänder-, Schlaufen- oder Laschenelemente auf. Die Schnüren,
Bänder, Schlaufen oder Laschen sind dabei so angeordnet und'bemessen, daß die lösbare
Befestigung mit ihrer Hilfe noch vor dem vollständigen Einstecken des entsprechenden
Bügelendes in die eine Tasche des Mopbezuges möglich ist. Die Befestigungsmöglichkeit
des Mopbezuges an einem im wesentli
- chen quer zur Bezugslängsachse verlaufenden Bügelsteg des Drahtbügels des einen Flügels
hat zur Folge, daß der betreffende langgestreckte Mopbezug praktisch in Nachbarschaft
seiner einen Schmalseite an dem Mophalter lösbar befestigt ist und beim Abstreifen
der beiden Taschen von den Enden der Flügel der Mopbezug an dieser einen Schmalseite
von dem Mophalter herabhängt. In diesem Fall reicht ein vergleichsweise enger Eimer
mit Reinigungswasser aus, um den Mopbezug ohne Berührung mit der Hand handhaben,,
auswaschen und ausdrücken zu können. Er kann nämlich dann mit seiner unteren Schmalseite
zuerst in die Presse eingeführt und allmählich über seine gesamte Länge in die Reinigungslösung
oder das Reinigungswasser eingetaucht werden.
[0007] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgedankens weisen
die Befestigungsmittel eine Lasche, z.B. aus textilem Material auf, die mit ihrem
der Bezugmitte zagewandten Ende um den im wesentlichen quer zur Bezugslängsadhse verlaufenden
Bügelsteg herum auf sich selbst zurückfaltbar und in der umgefalteten Lage durch Knopf-,
Druckknopf-, Kletteaverschluß - od. dgl Verbindung lösbar festlegbar ist. Diese Ausgestaltung
gestattet ein einfaches Anbringen bzw. Anknöpfen des Mopbezuges an dem Mophalter,
wobei der Mopbezug nach den Abstreifen der Taschen von den Enden der Flügel die zuvor
geschilderte günstige Ausgangslage für das Einführen in die Presse und das Eintauchen
in ein enges Reinigungsgefäß einnimmt.
[0008] Die Lasche kann vorteilhafterweise mit ihrem der Bezugmitte abgewandten Ende vorzugsweise
zusammen mit dem Taschenrand an der die Mopfransen tragenden Textillage angenäht oder
angeklebt sein. Die Lasche hat dabei eine Länge, daß sie mit ihrem der Bezugmitte
zugewandten Ende aus der Tasche herausragt and vor dem Einschieben des betreffenden
Flügels in die Tasche um dessen Drahtbügel gelegt und festgeknöpft oder in sonstiger
Weise festgelegt werden kann. Der übrige Teil der Lasche liegt innerhalb der Tasche.
Bei einer solchen lösbaren Verbindung des Mopbezuges mit dem Mophalter hat der Mopbezug
für die Zwecke des Auswaschens die erforderliche Beweglichkeit an dem Mophalter ohne
aus seiner Ausgangslage für ein erneutes Aufstreifen des Mopbezuges auf den Mophalter
verrückt zu weiden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Breite der Lasche
etwa der lichten Breite des Drahtbügels des Flügels ist, an dem der Mopbezug erfindungsgemäß
lösbar befestigt ist.
[0009] Neben einer um den Drahtbügel herumknöpfbaren Lasche sind alle anderen Befestigungsmittel
geeignet, die ein schnelles und zuverlässiges Umschlingen des Drahtbügels oder eines
vergleichbaren Teiles des einen Flügels des Mophalters gestatten, eine hinreichende
Befestigung des Mopbezuges an dem Mophalter während des Auswaschens gewährleisten
und auch nach Beendigung des Aufwischvorganges wieder ein einfaches Lösen gestatten.
[0010] Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand
der beiliegenden Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung,, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren
Rückbeziehung.
[0011] Es zeigt:
Fig. 1 in Schrägansicht einen Mophalter mit einem erfin- dungsgemäßen Mopbezug, bei bereits in die Taschen des Mopbezugs eingetauchten Flügelenden
des Mophalters, so daß die einseitige lösbare Befestigung.des Mopbezuges an dem Drahtbügel des einen Flügels von, der einen Tasche bereits abgedeckt
ist, und
Fig. 2 gegenüber Fig. 1 vergrößert in Draufsicht das rechte Ende eines Mopbezuges gemäß
Fig. 1, jedoch kurz vor der Festlegung des Befestigungsmittels an dem Drahtbügel des
einen Flügels des Mophalters und vor dem, Einschieben des entsprechenden äußeren Endes
des Flügels in die für ihn bestimmte Tasche des Mopbezuges.
[0012] Gemäß Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Mopbezug 1 auf einen Mophalter 2 aufgezogen.
Der Mophalter 2 hat eine Sockelplatte 16 und zwei nachgiebige als U-förmige Drahtbügel
4 ausgebildete Flügel 5, die an der Sockelplatte 16 in ihrer (zueinander ausgerichteten)
Arbeitsstellung gehalten und entgegen einer Federkraft, die von den U-förmigen Drahtbügeln
selbst ausgeübt wird, zum Klappen um ein Gelenk an der Sockelplatte zwecks Aufziehens
des Mopbezuges 1 aus den umgebogenen Rändern der Sockelplatte 16 auszuheben sind.
In ihrer Arbeitsstellung befinden sich die äußeren Enden 3 der Flügel 5 in Taschen
8, die auf der Oberseite einer Textillage 7 des Mopbezuges 1 aufgenäht sind. Die Textillage
7 trägt auf ihrer Unterseite Mopfransen 6 und ist in ihrer Außengestalt einschließlich
der Taschen 8 an die längliche Form des Mophalters 2 angepaßt. Nach dem Ausheben der
Flügel 5 aus ihrer Arretierung in der Sockelplatte 16 und dem nach unten Aufeinanderzuklappen
kann üblicherweise der Mopbezug 2 mit seinen Taschen 8 von den Enden 3 des Mophalters
2 einfach abgestreift und beispielsweise zum Einführen in die Presse und zum Auswaschen
in einem Reinigungsbad gesondert vom Mophalter 2 mit der Hand gehandhabt werden.
[0013] Gemäß Fig. 2 hat der erfindungsgemäße Mopbezug 1 besondere Befestigungsmittel 10,
die in Fig. 1 durch die (rechte) Tasche 8 verdeckt liegen. In Fig. 2 sind die Befestigungsmittel
10 vor ihrem Befestigen an dem (rechten) Flügel 5 des Mophalters 2 dargestellt, ebenso
wie das (rechte) Ende 3 des Flügels 5 noch nicht in die Einführungsöffnung 9 der (rechten)
Tasche 8 eingeschoben ist. Die Befestigungsmittel 10 bestehen in dem dargestellten
Fall aus einer Lasche aus einem beispielsweise textilem Flachmaterialstreifen, welcher
mit seinem der Mopbezugmitte zugewandten freiliegenden Ende 12 um einen im wesentlichen
quer zur Mopbezuglängsachse A verlaufenden Bügelsteg 11 in der noch nicht eingeschobenen
Lage des Drahtbügels 4 auf sich selbst herumgefaltet und mittels im dargestellten
Falle Druckknöpfe aufweisender Verbindung 13 lösbar befestigt werden kann. Die Befestigung
ist so sicher, daß der Mopbezug 1 über die Lasche 10 an dem Bügelsteg 11 frei pendelnd
hängend ohne Berührung mit der Hand zu der Presse oder einem Behältnis mit Reinigungsflüssigkeit
transportiert, in die Presse eingeführt oder in einen Behälter eingetaucht entsprechend
bewegt und ausgepreßt und wieder zurück auf den zu reinigenden Fußboden gelegt werden
kann. Da der Mopbezug 1 somit praktisch an der einen Schmalseite aufgehängt ist, hängt
er hierbei seiner Länge nach nach unten, so daß er in ein relativ schmales Gefäß eingetaucht
werden kann. Die Lasche 10 ist mit ihrem der Mopbezugmitte abgewandten Ende 15 zusammen
mit der Tasche 8 mit diesem Teil in der Tasche 8 liegend auf die Textillage 7 aufgenäht.
Die Lasche 10 hat eine Länge, daß sie nicht nur aus der Einführungsöffnung 9 der Tasche
8 zur Befestigung an dem Bügelsteg 11 herausragt, sondern auch die freie Bewegung
des Bügelsteges 11 bis in seine engültige Lage in der Tasche 8 nicht gestattet.
[0014] Bei dem Einsatz eines erfindungsgemäßen Mopbezuges 1 wird also zunächst der Mophalter
2 an dem Stiel 17 gehalten und mit nach unten abgeklappten Flügeln 5 mit deren äußeren
Enden 3 ausgerichtet auf die Textillage 7 des eben auf dem Fußboden liegenden Mopbezugs
1 aufgesetzt. Durch Drücken des Stieles 17 nach unten spreizen sich die Flügel 5 allmählich
auf, bis der Drahtbügel 4 mit dem Bügelsteg 11 etwa in die in Fig. 2 dargestellte
Lage gelangt. Dann wird die Befestigungslasche 10 um den Bügelsteg 11 geknüpft und
durch weiteres Drücken auf den Stiel 17 werden die Enden 8 der Flügel 5 über die Einführungs-
öffnungen 9 in die Taschen 8 eingeführt, bis die Flügel 5 ihre horizontale zueinander
ausgerichtete, an der Sockelplatte 16 arretierte Arbeitslage eingenommen haben. Die
Lasche 10 schiebt sich hierbei mit ihrem Ende 12 zusammen mit dem Bügelsteg 11 in
die Tasche 8 hinein. Deswegen ist sie in Fig. 1 nicht zu sehen. Die Fußbodenreinigung
kann dann beginnen. Soll der Mopbezug 1 in einer Presse ausgepreßt oder in einem Reinigungsbad
ausgewaschen werden, werden die Flügel 5 entarretiert und mit ihren äußeren Enden
3 durch Ziehen an dem Stiel 17 nach oben aus den Taschen 8 herausgezogen. Dann hängt
der Mopbezug 1 nur noch über den Bügelsteg 11 an der Befestigungslasche 10 und kann
so, ohne Berührung von Hand, in die Presse eingeführt oder in das Behältnis mit dem
Reinigungsbad eingetaucht werden. Das gleiche gilt für Desinfektionszwecke, wo der
Mopbezug 1 von Zeit zu Zeit in Desinfektionslösung eingetaucht werden soll. Hierbei
kann man auch einen an sich bekannten Mophalter verwenden, dessen Bügelentarretierung
aus der Arbeitsstellung nicht von Hand, sondern beispielsweise mit dem Fuß ausgelöst
werden kann.
[0015] Statt der Befestigungslasche 10 können ersichtlich auch andere lösbare Befestigungsmittel
eingesetzt werden, wie Schnüren, Bänder, Schlaufen od. dgl. Die lösbare Verbindung
der Befestigungsmittel 10 kann außer durch Schleifenbildung, Einknöpfen beispielsweise
auch durch Klettenverschluß od. dgl. erfolgen.
Bezugszeichenliste:
[0016]
1 Mopbezug
2 Mophalter
3 Enden
4 Drahtbügel
5 Flügel
6 Mopfransen
7 Textillage
8 Taschen
9 Einführungsöffnung
10 Befestignngsmittel
11 Bügelsteg
12 Ende
13 Verbindung
14 Ende
15 Taschenrand
16 Sockelplatte
17 Stiel
A Achse
1. Mopbezug für das Naß- oder Feuchtwischen von Fußböden und dgl., welcher auf einen
Mophalter aufziehbar ist, der zu diesem Zweck mit zwei aus einer verriegelten Arbeitsstellung
aufeinanderzu zu klappende, z.B. jedenfalls an ihren äußeren Enden etwa U-förmige
Drahtbügel tragende Flügel aufweist, mit einer die Mopfransen tragenden länglichen,
der Form der Flügel angepaßten Textillage, die auf ihrer Oberseite für die Aufnahme
der jeweiligen Flügelenden Taschen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise
im Bereich der Einführungsöffnung (9) wenigstens einer Tasche (8) Mittel (10) zum
lösbaren Befestigen eines Flügels (5), z.B. Drahtbügels (4) vorgesehen sind.
2. Mopbezug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (10)
um einen im wesentlichen quer zur Bezuglängsachse (A) verlaufenden Bügelsteg (11)
legbare und befestigbare Schnüre-, Bänder-, Schlaufen- oder Laschenelemente aufweisen.
3. Mopbezug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel
(10) eine Lasche z.B. aus textilem Material aufweisen, die mit ihrem der Bezugmitte
zugewandten Ende (12).um einen quer zur Bezuglängsachse (A) verlaufenden Bügelsteg
(11) herum auf sich selbst zurückfaltbar und in der umgefalteten Lage durch Knopf-,
Druckknopf-, Klettenverschlußod. dgl. Verbindung (13) lösbar festlegbar ist.
4. Mopbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche (10)
mit ihrem der Bezugmitte abgewandten Ende (14) vorzugsweise zusammen mit dem Taschenrand
(15) an der die Mopfransen (6) tragenden Textillage (7) angenäht oder angeklebt ist.