[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Prüfvorrichtung für Kraftfahrzeug-Funktionselemente,
die sich gegenüber einem Ausgangszustand ändern und bei Erreichen eines individuellen
Grenzzustandes eine gemeinsame Anzeigeeinrichtung auslösen.
[0002] Die wohl bekannteste derartige Prüfvorrichtung ist die sog. Bremsbelag-Verschleißanzeige,
bei der in der Regel ein Grenzzustand in Form einer Bremsbelagabnutzung bis zu einer
Mindestbelagstärke durch Einschalten einer einzigen Warnlampe angezeigt wird. Dabei
können mit Hilfe der Warnlampe auch mehrere Bremsbeläge überwacht werden und die Verschleißanzeige
durch den ersten Belag ausgelöst werden, der seinen Grenzzustand erreicht. Dabei werden
dann in der Regel sämtliche Bremsbeläge des Kraftfahrzeugs erneuert.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Prüfvorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, durch die in übersichtlicher Weise das Änderungsverhalten bzw. der
Zustand von insbesondere unterschiedlichen Funktionselmenten vor Erreichen des jeweiligen
Grenzzustands überprüfbar wird.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß aus den Änderungen der Funktionselemente
jeweils eine gleiche Anzahl von Änderungsintervallen gebildet sind, die aneinander
anschließen und bis zum jeweiligen Grenzzustand reichen, daß den gleichwertigen Änderungsintervallen
der Funktionselemente jeweils eine weitere Anzeigeeinrichtung zugeordnet ist und daß
dasjenige Funktionselement die jeweilige Anzeigeeinrichtung auslöst, das als erstes
die Grenze seines Änderungsintervalls erreicht.
[0005] Mit Hilfe von wenigen Anzeigeeinrichtungen ist es möglich, das Änderungsverhalten
einer Vielzahl von Funktionselementen zu überprüfen. Bei den Änderungen der Funktionselemente
kann es sich, wie bei der Bremsbelag-Verschleißanzeige um den Verschleiß der Funktionselemente
handeln. Neben einem Bremsbelag kann auch ein Kupplungsbelag geprüft werden. Statt
des Verschleißes kann auch die Qualität eines Schmier- bzw. Betriebsmittels des Kraftfahrzeugs
oder dessen Brennkraftmaschine berücksichtigt werden. Ferner können Änderungen der
Leistungsfähigkeit von Bauteilen, wie beispielsweise eines Luftfilters infolge zunehmender
Schadstoffbelastung berücksichtigt werden. Die Prüfvorrichtung selbst kann im Rahmen
einer Service-Intervall-Anzeigevorrichtung zur Signalisierung durchzuführender Wartungsarbeiten
an den Fahrzeugbenutzer oder in Werkstätten zur Kontrolle des Zustands der Funktionselemente
verwendet werden.
[0006] Das sich bis zum Erreichen der Grenzen der Änderungsintervalle jeweils am stärksten
ändernde Funktionselement steuert die jeweilige Anzeigeeinrichtung. Dabei kann es
vorkommen, daß die Anzeigeeinrichtungen entsprechend dem Änderungsverhalten der Funktionselemente
durch unterschiedliche Funktionselemente des Prüfumfangs ausgelöst werden, da jede
Anzeigeeinrichtung durch jedes der Funktionselemente ausgelöst werden kann.
[0007] Aus der DE-OS 31 04 197 ist zwar eine Service-Intervall-Anzeigevorrichtung für Kraftfahrzeuge
bekannt, bei der eine Soll-Wegstrecke in mehrere gleichgroße Sollweg-Intervalle aufgeteilt
und jedem dieser Intervalle ein eigenes Signalelement zugeordnet ist, das am Ende
des Intervalls seinen Schaltzustand ändert. Die vorliegende Erfindung unterscheidet
sich demgegenüber darin, daß die Funktions
- elemente selbst die Anzeigeeinrichtungen steuern. Zwar ist auch bei der bekannten
Anzeigevorrichtung eine Bezugnahme auf das Änderungsverhalten von Funktionselementen
dadurch vorgesehen, daß der zurückgelegte Weg vor seiner Registrierung entsprechend
der Belastung des Fahrzeugmotors bewertet werden kann. Dabei handelt es sich jedoch
um eine indirekte und lediglich pauschale Berücksichtigung des Änderungsverhaltens
der einzelnen Funktionselemente.
[0008] Bei der Erfindung sind den verschiedenen Funktionselementen eine gleiche Anzahl von
z.B. vier Anzeigeeinrichtungen zugeordnet. Der berücksichtigte Änderungsumfang der
Funktionselemente ist in eine der Anzahl der Anzeigeeinrichtungen gleiche Anzahl von
Änderungsintervallen aufgeteilt. Der Änderungsumfang kann die gesamte Änderung vom
Ausgangs- bis zum Grenzzustand oder nur ein mit dem Grenzzustand ändernder Teil sein.
Dadurch können für die "Lebensdauer" des Funktionselements unkritische Anfangsänderungen
unberücksichtigt bleiben. Die Änderungsintervalle jedes Funktionselements können von
unterschiedlicher Größe oder untereinander gleich sein.
[0009] Eine besonders aussagekräftige Anzeige läßt sich ferner dadurch gewinnen, wenn die
Änderungen auf einen änderungsbeeinflussenden Parameter bezogen sind. Diese können
für die Funktionselemente gleich gewählt sein. Ein derartiger Parameter kann die Wegstrecke
oder die Zahl der Betriebsstunden sein. Alternativ können die Parameter auch unterschiedlich,
beispielsweise die für die Änderung maßgeblichen Einflußgrößen sein. Dabei kann es
sich, wie im Falle der bekannten Bremsbelag-Verschleißanzeige mit guter Näherung zutreffend,
wieder um die zurückgelegte Wegstrecke handeln. Weitere Möglichkeiten sind der Belastungs-
oder Benutzungsumfang des Funktionselements. Meßgrößen hierfür können die in der DE-OS
31 04 174 angegebene Kraftstoffgesamtverbrauchsmenge, die entsprechend der Motorbelastung
bewertete Wegstrecke entsprechend der DE-OS 31 04 196, wieder die Gesamtzahl der Betriebsstunden
u.s.w. oder Kombinationen dieser Einflußgrößen sein. Durch die Bezugnahme lasse sich
nichtlineare Zusammenhänge zwischen Änderung und dem änderungsbeeinflussenden Parameter
entsprechend berücksichtigen, so daß auch bei derartigen Nichtlinearitäten jederzeit
eine zuverlässige Aussage über die voraussichtliche "Haltbarkeit" der Funktionselemente
zu erhalten ist. Sind die änderungsbeeinflussenden Parameter der Funktionselemente
zudem gleich gewählt, so läßt sich mit guter Zuverlässigkeit aus dem bisherigen Verlauf
des Änderungsverhaltens das weitere Änderungsverhalten voraussagen.
[0010] Unabhängig von der speziellen Verwendung und Ausführungsform der Prüfvorrichtung
ergibt sich eine besonders wirkungsvolle Anzeige durch Leuchtkörper als Anzeigeeinrichtungen.
Diese können so geschaltet sein, daß sie bei ihrem Auslösen ausgeschaltet werden.
Im Rahmen einer Service-Intervall-Anzeigevorrichtung können die noch nicht ausgelösten
Anzeigeeinrichtungen bei Inbetriebnahme des Kraftfahrzeugs ein- und unmittelbar danach,
beispielsweise mit Hilfe des serienmäßigen öldruck-Kontrollschalters, ausgeschaltet
werden.
[0011] In diesem Anwendungsfall bietet es sich auch an,gleichzeitig mit dem Auslösen der
dem letzten Änderungsintervall der Funktionselemente zugeordneten Anzeigeeinrichtung
eine Warn-Anzeigeeinrichtung analog der bekannten BremsbelagVerschleiß- bzw. Mindestniveau-Anzeige
einzuschalten.
[0012] Bei weiterer Veränderung der Funktionselemente nach Auslösen der Warn-Anzeigeeinrichtung
können weitere Warn-Anzeigeeinrichtungen durch die Funktionselemente eingeschaltet
werden, deren Änderung jeweils als erste über dem Grenzwert liegende Überziehungsintervalle
überschreiten. Dadurch wird die Notwendigkeit einer Überprüfung des Kraftfahrzeugs
besonders deutlich gemacht.
[0013] Dieses Überprüfen kann beispielsweise so vorgenommen werden, daß das jeweils maßgebliche
bzw. erreichte Änderungsintervall der einzelnen Bauteile individuell auslesbar ist.
Dabei ergibt sich eine Aufstellung des in Stufen gemessenen Änderungsverhaltens der
Funktionselemente. Eine weitere Hilfe ergibt sich dadurch, daß auch oder ausschließlich
die Benennung der innerhalb der jeweiligen Änderungsintervalle liegenden Funktionselemente
bei einer derartigen Überprüfung auslesbar ist.
[0014] Eine weitere Erleichterung ergibt sich, wenn nur die Funk- - tionselemente hinsichtlich
ihrer Benennung und/oder hinsichtlich ihres maßgeblichen Änderungsintervalls auslesbar
sind, deren Änderung ein vorgegebenes Maß erreicht hat. Dabei kann das Maß die Hälfte
der gesamten Änderung sein. Geht man davon aus, daß im Anschluß an die Überprüfung
zumindest das Funktionselement in den Ausgangszustand zurückversetzt wird, das seinen
Grenzzustand erreicht hat, so läßt sich mit einiger Sicherheit annehmen, daß die nicht
auslesbaren Funktionselemente bis zum erneuten Erreichen des Grenzzustandes dieses
Funktionselements halten.
[0015] Um abschätzen zu-können, welche der Funktionselemente bei ausgelöster Warnanzeige
tatsächlich zu überprüfen bzw. zu erneuern sind, kann das vorgegebene Maß für die
Änderung auch drei Viertel der gesamten Änderung sein. Alle Funktionselemente, deren
Änderung dieses Maß überschritten hat, werden zweckmäßigerweise mit ausgetauscht bzw.
in den ursprünglichen Ausgangszustand versetzt.
[0016] Neben der Auswahl der möglicherweise zu erneuernden Funktionselemente mit Hilfe ihrer
Benennung kann auch durch eine zusätzliche Maßnahme der erforderliche Service festgelegt
werden. Sind die Funktionselemente oder zumindest Gruppen davon z.B. durch geeignete
Materialwahl so beschaffen, daß sie ein abgestimmtes, gleichsam synchrones Änderungsverhalten
aufweisen - die Änderungsintervalle für diese Funktionselemente werden im Durchschnitt
synchron durchlaufen - so kann aus dem Änderungsverhalten eines dieser Funktionselemente
auf das der anderen Funktionselemente (dieser Gruppe) geschlossen werden. Die Funktionselemente
erreichen nahezu gleichzeitig den Grenzzustand bzw. davor liegende, zweckmäßigerweise
mit den Grenzen der Änderungsintervalle identische Änderungsmarken.
[0017] Um insbesondere in diesem Fall ein anormales Änderungsverhalten eines Funktionselements
erkennen zu können, können die Änderungen der Funktionselemente vor ihrer Zuordnung
zu den Anzeigeeinrichtungen mit vorgegebenen Änderungskurven verglichen werden. Bei
einem Defekt des Funktionselements oder der den Zustand bzw. die Änderung des Funktionselements
bestimmenden Sensoreinrichtung kann dann ohne Ansteuerung der Funktionselemente eine
Fehleranzeige ausgelöst werden. Die übrigen Funktionselemente werden weiterhin mit
Hilfe der Anzeigeeinrichtungen überprüft.
[0018] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Diese zeigt
in
Fig. 1 eine Schaltanordnung für eine Prüfvorrichtung von Kraftfahrzeug-Funktionselementen
und in
Fig. 2 Diagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise der Prüfvorrichtung.
[0019] Die Prüfvorrichtung von Fig. 1 dient dazu, das Änderungsverhalten von Funktionselementen
eines Kraftfahrzeugs zu überprüfen. Die Funktionselemente können alle Teile oder Betriebsmittel
sein, die aufgrund ihrer Lebensdauer und/ oder Beanspruchung eine Änderung in ihren
Eigenschaften erfahren. Hierzu zählen beispielsweise die sogenannten Verschleißteile
wie Brems- und Kupplungsbelag, Betriebsflüssigkeiten wie Brems- und Kühlflüssigkeit
oder Motor-und Getriebeöl, ferner auch abgeschlossene Systeme und deren Teile, wie
z.B. eine Klimaanlage und ihre wesentlichen Bestandteile, deren Eigenschaften bzw.
Leistungen /meist sich nur in Ausnahmefällen verändern können.
[0020] Diese Funktionselemente werden zusammen oder in Form einer ausgewählten Gruppe mit
Hilfe von nur wenigen (hier: vier) Leuchtdioden L1 - L4 überprüft. Hierzu sind den
Funktionselementen individuelle Geber zugeordnet, die die Eigenschaften der Funktionselemente
kontinuierlich oder quasikontinuierlich in einer der Zahl der Leuchdioden entsprechenden
Zahl von Stufen wiedergeben. In der Figur sind die Geber schematisch als Widerstände
1 bis 3 für vier derartige, nicht näher bezeichnete Funktionselemente wiedergegeben.
Die Widerstände 1 bis 3 ändern ihren Widerstandswert entsprechend der Änderung der
Funktionselemente kontinuierlich von einem vorgegebenen Ausgangswert bis zu einem
vorgegebenen Endwert. Ist das Funktionselement beispielsweise ein Bremsbelag, so kann
der Widerstand ein Widerstandskörper sein, der in dem Bremsbelag integriert ist und
entsprechend der Bremsbelag-Abnutzung verkleinert wird und dabei seinen Widerstandswert
ebenfalls verkleinert. Ist das Funktionselement beispielsweise ein Luftfilter, dessen
Eigenschaft mit Hilfe des Differenzdrucks in bekannter Weise bestimmt wird, so kann
der Widerstand beispielsweise ein Piezoelement sein, das mit dem Differenzdruck beaufschlagt
wird.
[0021] Den Widerständen 1 bis 3 nachgeschaltet ist ein Meßstellen- Umschalter 5, der durch
einen Treiber 6 gesteuert wird und an den ein Vergleicher 7 angeschlossen ist. Der
Treiber 6 steuert ferner einen Speicher 8, der ebenfalls mit dem Vergleicher 7 verbunden
ist. An den Ausgängen des Vergleichers 7 sind neben den bereits genannten, über Flip-Flops
F1 - F4 angeschlossen Leuchtdioden L1 - L4 weitere Leuchtdioden 9 - 11 angeschlossen,
von denen die Leuchtdioden L1 bis L4 eine einheitliche, z.B. grüne Farbe besitzen
und die Leuchtdiode 9 - 11 farbig unterschiedlich sind. Die Leuchtdiode 9 ist über
einen Inverter 4 und ein Flip-Flop F5 mit dem Ausgang des Vergleichers 7 für die Leuchtdiode
L4 verbunden.
[0022] An den Ausgängen des Vergleichers 7 für die Leuchtdioden L2 - L4 sind ferner alphanummerische
Wiedergabeeeinrichtungen 12 bis 14 angeschlossen. Der Treiber 6 steuert ferner über
einen willkürlich zu betätigenden Schalter 15 einen Benennungsgeber 17, dessen Ausgang
auf die Wiedergabeeinrichtungen 12 bis 14 geführt ist.
[0023] Der Speicher 8 enthält zu jedem der Widerstände 1 bis 3 gehörige Widerstandswerte,
die der Anzahl der Leuchtdioden L
1 bis L4, d.h. im dargestellten Beispiel vier entspricht.
)Diese Widerstandswerte sind entsprechend dem Änderungsverhalten der Funktionselemente
so gewählt, daß sie gleichen Intervallen des berücksichtigten, die Änderung des Funktionselements
beeinflussenden Parameters entsprechen. Ist dieser Parameter beispielsweise die zurückgelegte
Wegstrecke und ist, wie im linken Bild von Fig. 2 dargestellt, der Zusammenhang zwischen
der Änderung des zugehörigen Widerstands und der zurückgelegten Wegstrecke linear,
so sind die im Speicher 8 enthaltenen intervallbestimmenden Widerstandswerte ebenfalls
proportional zueinander. Verkleinert sich der Widerstandswert bei Zurücklegen einer
Wegstrecke von 30.000 km linear vom Anfangswert R
a zum Endwert R
e,werden die Leuchtdioden L1 bis L4 nacheinander zum Erlöschen gebracht, wenn sich
der Widerstandswert um jeweils 25 % der Differenz R
a - R
e ändert. Dies geschieht aufgrund des linearen Zusammenhangs jeweils nach Zurücklegen
von einem Viertel der gesamten Wegstrecke von hier 30.000 km.
[0024] Auf diese Weise ist es möglich, den Zustand der Funktionselemente unabhängig von
der tatsächlich im Einzelfall zurückgelegten Wegstrecke durch Vergleich mit den gespeicherten
Widerstandswerten festzustellen und ggf. einen Austausch oder eine sonstige Wiederherstellung
des ursprünglichen Zustands des Funktionselements vorzunehmen, beispielsweise wenn
sich der tatsächliche Widerstandswert dem für den Grenzzustand des Funktionselements
maßgeblichen Wert genähert hat.
[0025] Dasselbe gilt, wenn der Zusammenhang zwischen der Änderung des Widerstandswerts des
geprüften Funktionselements und dem änderungsbestimmenden Parameter nichtlinear ist.
Ein derartiges Verhalten ist im rechten.Teil von Fig. 2 dargestellt. Der Zusammenhang
zwischen der Änderung des Wider-
st
andswert
s und demberücksichti
gtenParameter, beispielsweise wieder die zurückgelegte Wegstrecke, ist hier beispielsweise
angenähert exponentiell. Dies trifft beispielsweise bei der Berücksichtigung der Druckdifferenz
als Maß für die Leistungsfähigkeit eines Luftfilters zu. Die Zuordnung zwischen den
für die Schaltung der Leuchtdioden
L1 bis L4 maßgeblichen Widerstandswerten und der zurückgelegten Wegstrecke erfolgt
hier ebenfalls entsprechend dem eingezeichneten Kurenverlauf. Dabei ändert sich der
gemessene Widerstandswert überproportional zur zurückgelegten Wegstrecke.
[0026] Mit Hilfe der Schaltanordnung von Fig. 1 ist es nun möglich, den Zustand der geprüften
Funktionselemente abzufragen und diesen Zustand mit Hilfe der Leuchtdioden L1 bis
L4 und 9 - 11. darzustellen und mit Hilfe der Wiedergabeeinrichtungen 12 - 14 ggf.
zusätzliche Informationen über diese Funktionselemente zu erhalten. Hierzu werden,
durch den Treiber 6 gesteuert, der Meßstellenschalter 5 und der Speicher 8 getaktet.
Der Meßstellenschalter 5 frägt zyklisch die zu den Funktionselementen gehörenden Widerstände
1 bis 3 ab und schaltet diese Widerstände nacheinander auf den Vergleicher 7. In diesen
werden, durch den Treiber 6 synchron gesteuert, aus dem Speicher 8 die zu den Leuchtdioden
L1 bis L4 gehörenden Widerstandswerte entsprechend den änderungsbeeinflussenden Intervall-Grenzwerten
eingegeben. Je nachdem, welche der gespeicherten Grenzwerte durch den tatsächlichen
Widerstandswert überschritten sind, werden die Flip-Flops F1 bis F4 gesetzt.
[0027] Liegt die auf dem änderungsberücksichtigen Parameter bezogene maximale Änderung des
Widerstandswerts für die geprüften Funktionswerte beispielsweise bei 60 % der maximalen
Änderung, so werden die Flip-Flops F1 und F2 gesetzt. Damit werden die Leuchtdioden
L1 und L2 ausgeschaltet, während die Leuchtdioden L3 und L4 weiterhin leuchten. Hat
einer der abgefragten Widerstandswerte den für die Leuchtdiode L3 maßgeblichen Grenzwert
überschritten, d.h. ist seine Änderung z.B. bei linearem Zusammenhang mit dem änderungsbestimmenden
Parameter größer als 75 %, so wird auch das Flip-Flop F3 gesetzt und die Leuchtdiode
L3 ausgeschaltet. Hat schließlich eines der Funktionselemente seine maximale Änderung
erreicht, d.h. hat sich sein Widerstandswert über den gespeicherten Wert R
e hinaus verändert, so wird auch das Flip-Flop F4 gesetzt und die Leuchtdiode L4 aus-
und die Leuchtdiode 9 eingeschaltet.
[0028] Mit Hilfe lediglich der vier Leuchtdioden L1 - L4 ist es möglich, eine Vielzahl von
Funktionselementen zu überprüfen. Der Schaltzustand der Leuchtdioden wird durch das
Funktionselement bestimmt, das sich gegenüber dem Ausgangszustand-unter Berücksichtigung
des in Fig. 2 beispielhaft wiedergegebenen Zusammenhangs zwischen der Änderung des
zugehörigen.Widerstandswerts und des änderungsbeeinflussenden Parameters am meisten
geändert hat. Ist die Leuchtdiode 9 bei gleichzeitigem Ausschalten der Leuchtdioden
L1 bis L4 eingeschaltet, so wird damit angezeigt, daß zumindest eines der Funktionselemente
sich maximal geändert , hat. Bei Verwendung der Prüfvorrichtung nach Art der aus der
DE-OS 31 04 197 bekannten Service-Intervall-Anzeigevorrichtung erhält der Fahrer damit
den Hinweis, eine Überprü-
fung der Funktionselemente vornehmen zu lassen Bei Verwendung der Prüfvorrichtung als
Werkstatt-Diagnose-Einrichtung ergibt sich der entsprechende Sachverhalt. Es wird
damit angezeigt, daß mindestens eines der Funktionselemente einer näheren Überprüfung
bedarf.
[0029] Um welches Funktionselement es sich dabei handelt und wie der Zustand der anderen
Funktionselemente ist, ergibt sich mit Hilfe der Wiedergabeeinrichtungen 12 bis 14.
Hier ist zunächst die Verbindung zwischen dem Treiber 6 und dem Benennungsgeber 16
mit Hilfe des Schalters 15 herzustellen. Damit wird der Benennungsgeber 16 ebenfalls
synchron durch den Treiber 6 getaktet und liest nacheinander die Benennungen der Funktionselemente
aus, die jeweils mit Hilfe des Meßstellen-Umschalters 5 abgefragt werden. Diese Benennungen
werden an die Anzeigeeinrichtungen 12 bis 14 weitergegeben, sofern der Vergleicher
7 ein überschreiten bestimmter Intervall-Grenzwerte feststellt.
[0030] In der Anzeigeeinrichtung 12 wird das Funktionselement mit seiner Benennung dargestellt,
das seinen Grenzzustand erreicht hat. Hierzu ist der das Flip-Flop F4 und damit die
Leuchtdioden L4 und 9 steuernde Ausgang des Vergleichers 7 wirksam. In der Anzeigeeinrichtung
13 werden die Funktionselemente dargestellt, deren Änderung unter Berücksichtigung
ihres Änderungsverhaltens entsprechend Fig. 2 einen Wert von mehr als 75 % der maximalen
Änderung erreicht hat. Zur Vermeidung einer Doppelanzeige des über seinen Grenzzustand
liegenden Funktionselements sind die Ausgänge des Vergleichers 7 zu den Flip-Flops
F3 und F4 über ein UND-Gatter 25 auf die Anzeigeeinrichtung 13 geschaltet, wobei der
eine Eingang invertiert ist.
[0031] Schließlich werden in der Anzeigeeinrichtung 14 die Funktionselemente wiedergegeben,
deren Änderung, auf den berücksichtigten änderungsbeeinflussenden Parameter bezogen,
einen Wert zwischen 50 und 75 % besitzt. Die übrigen, unter 50 % liegenden Funktionselemente
werden nicht dargestellt. Damit werden die Funktionselemente hinsichtlich ihrer Eigenschaften
und im Hinblick auf einen ggf. erforderlichen Austausch überprüft und angezeigt. Dies
erfolgt nach Art einer Worst-Case-Darstellung pauschal mit Hilfe der Leuchtdioden
L1 bis L4 und 11 und individuell mit Hilfe der Wiedergabeeinrichtungen 12 bis 14,
sofern ihre Änderung bei mehr als 50 % liegt.
[0032] Entsprechend der in der DE-OS 31 04 197 beschriebenen Service-Intervall-Anzeigevorrichtung
können mit Hilfe der zusätzlichen, über Flip-Flops F6 und F7 geschlateten Leuchtdioden
10 und 11 auch präzisere Aussagen darüber gewonnen werden, um wieviel die maximal
vorgesehene Änderung eines Funktionselements überschritten ist. Hierzu werden die
Leuchtdioden 10 und 11 im Anschluß an die Leuchtdiode 9 eingeschaltet, wenn die Änderungen
vorgegebene Überziehungs-Grenzwerte errreicht haben. Diese Grenzwerte sind dann ebenfalls
im Speicher 8 enthalten und werden zusammen mit den übrigen Grenzwerten zu jedem Funktionselement
mit Hilfe des Treibers 6 gesteuert ausgelesen.
[0033] Schließlich kann, wie an sich aus der DE-OS 31 04 197 bekannt, die Notwendigkeit
einer Überprüfung der Funktionselemente besonders deutlich gemacht werden. Angenommen,
der Meßstellen-Umschalter 5 frägt einmalig beispielsweise zu Beginn einer Fahrt oder
willkürlich auf Wunsch des Fahrzeugbenutzers die Funktionselemente (Widerstände 1
- 3) ab, so können die ggf. leuchtenden Leuchtdioden L1 - L4 kurze Zeit später wieder
ausgeschaltet werden. Hierzu können die Flip-Flops F1- F4 durch einen Zeitschalter
oder einen öldruck-Kontrollschalter zurückgesetzt werden. Die Flip-Flops F5- F7 hingegen
sollen erst in einer Werkstätte rücksetzbar sein. Die Leuchtdioden 9 - 11 bleiben
dann - zweckmäßgerweise nur bei Betrieb des Kraftfahrzeugs - stets eingeschaltet.
1. Prüfvorrichtung für Kraftfahrzeug-Funktionselemente, die sich gegenüber einem Ausgangszustand
ändern und bei Erreichen eines individuellen Grenzzustandes eine gemeinsame Anzeigeeinrichtung
auslösen, dadurch gekennzeichnet, daß aus den Änderungen der Funktionselemente (Widerstände
1 bis 3) jeweils eine gleiche Anzahl von Änderungsintervallen gebildet sind, die aneinander
anschließen und bis zum jeweiligen Grenzzustand reichen, daß den gleichwertigen Änderungsintervallen
der Funktionselemente jeweils eine weitere Anzeigeeinrichtung (Leuchtdioden L1 bis
L4) zugeordnet ist und daß dasjenige Funktionselement die jeweilige Anzeigeeinrichtung
auslöst, das als erstes die Grenze seines Änderungsintervalls erreicht.
2. Prüfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtungen
Leuchtkörper (L1 bis L4) sind.
3. Prüfvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtkörper (Leuchtdioden
L1 bis L4) bei ihrem Auslösen ausgeschaltet werden.
4. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig
mit dem Auslösen der Anzeigeeinrichtung für das letzte, durch den Grenzzustand begrenzte
Änderungsintervall eine Warn-Anzeigeeinrichtung(9) ausgelöst ist.
5. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß weitere
Warn-Anzeigeeinrichtungen (10, 11) durch die Funktionselemente eingeschaltet sind,
deren Änderungen vorgegebene Überziehungsintervall-Grenzwerte überschreiten.
6. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
erreichte Änderungsintervall der Funktionselemente individuell auslesbar ist.
7. Prüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Benennung der innerhalb der jeweiligen Änderungsintervalle liegenden Funktionselemente
auslesbar ist.
8. Prüfvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Funktionselemente
hinsichtlich ihrer Benennung und/oder hinsichtlich ihres errreichten Änderungsintervalls
auslesbar sind, deren Änderung ein vorgegebenes Maß erreicht hat.
9. Prüfvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Maß die Hälfte
der gesamten Änderung ist.
10. Prüfvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Maß etwa
dreiviertel der gesamten Änderung ist.
11. Prüfvorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daβ die Änderungsintervalle
jedes Funktionselements untereinander gleich sind.
12. Prüfvorrichtung nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderungsintervalle
die gesamte Änderung umfassen.
13. Prüfvorrichtung nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderungsintervalle
auf einen änderungsbeeinflussenden Parameter bezogen sind.
14. Prüfvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die änderungsbeeinflussenden
Parameter der Funktionselemente gleich gewählt sind.
15. Prüfvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderungsintervalle
zumindest für einen Teil der Funktionselemente im Durchschnitt synchron durchlaufen
sind.
16. Prüfvorrichtung nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderungen
der Funktionselemente vor ihrer Zuordnung zu den weiteren Anzeigeeinrichtungen (L1
- L4) mit vorgegebenen Änderungskurven verglichen sind.