[0001] Die Erfindung betrifft die Vorbereitung gereinigter Metalloberflächen, insbesondere
von Bändern aus Aluminium, Aluminiumlegierungen sowie kaltgewalztem Stahl - aber auch
anderen Metalloberflächen -, für eine nachfolgende Beschichtung mit organischen Überzügen,
wobei insbesondere an die Fertigung von Metallwaren für den Lebensmittel-Verpackungsbereich
gedacht ist.
[0002] Im Rahmen der chemischen Behandlung von Metalloberflächen, beispielsweise für den
nachfolgenden Auftrag von Lacken, Klebern und/oder Kunststoffen, sind heute sogenannte
«No-Rinse
"Verfahren allgemein bekannt. Hierzu wird in einer ersten Stufe die Metalloberfläche
von Öl, Schmutz und anderen Rückständen gereinigt. Eventuelle Rückstände von Chemikalien
aus dieser ersten Stufe werden durch Spülen mit Wasser beseitigt. In der jetzt nachfolgenden
Verfahrensstufe wird die saubere Metalloberfläche mit einer wäßrigen Badlösung benetzt,
die nicht mehr abgespült, sondern im Gegenteil in situ auf der
[0003] Metalloberfläche getrocknet und dort zu einem Feststoffilm der Badbestandteile umgewandelt
wird. Durch solche Überzüge kann die Oberflächenbeschaffenheit, insbesondere bezüglich
Korrosionsschutz und Haftung nachfolgend aufgebrachter Abdeckschichten substantiell
verbessert werden.
[0004] In dem umfangreichen einschlägigen druckschriftlichen Stand der Technik sind ursprünglich
häufig Behandlungslösungen vorgeschlagen worden, die 6-wertiges Chrom enthalten. Wegen
des toxischen Charakters dieser Verbindung benötigen diese Verfahren bzw. dabei anfallende
Spülwässer eine aufwendige Abwasseraufbereitung.
[0005] Die Verwendung von Behandlungslösungen, die 6-wertige Chrom- und 3-wertige Chromsalze
zusammen mit Filmbildnern enthalten sind beispielsweise in der DE-AS 1 769 582 und
in der DE-OS 2 903 311 beschrieben. In der zuerst genannten Literaturstelle soll als
anorganischer Filmbildner beispielsweise Alkalisilikat zum Einsatz kommen. Die zweite
Literaturstelle verwendet Polyacrylsäure als organischen Filmbildner. Aufgrund des
Gehaltes der wäßrigen Badflüssigkeiten an 6- wertigem Chrom sind diese Materialien
für den Einsatz im Lebensmittelsektor nicht geeignet.
[0006] Die DE-OS 2 711 431 schildert ein Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallen,
insbesondere von Eisen, Zink und Aluminium, bei dem die gereinigte Metalloberfläche
mit einer sauren wäßrigen Lösung benetzt werden soll, die Chrom (lII)-Ionen ; Phosphationen
und fein verteilte Kieselsäure enthält, wobei zusätzlich Acetationen, Maleinationen,
Zinkionen und/oder Manganionen in der Behandlungslösung vorliegen können. Zwar kann
hier auf das giftige Chrom(VI)-lon verzichtet werden, saure Dispersionen mit einem
Gehalt an Kieselsäure und Phosphationen haben jedoch den Nachteil einer nur begrenzten
Topfzeit
infolge Ausflockung.
[0007] In « Patent Abstracts of Japan, unexamined applications •, Vol. 7, Nr. 19 (25.1.1983),
C Field, Seite 64 C 147, wird die japanische Patentanmeldung 57-174 469 referiert.
Hiernach war es bekannt, zur Bildung eines Chromatfilms auf Stahloberflächen Lösungen
zu verwenden, die Cr
2O
3, Co-Salze anorganischer Säuren, Phosphorsäure, Silica-Sol und geeignete Fluoride
enthalten. Nach Behandlung der Oberflächen mit derartigen Lösungen wird die überschüssige
Lösung entfernt und die Stahloberfläche ohne Spülen getrocknet.
[0008] In der DE-A-3 038 699 werden wäßrige saure Chromatbeschichtungslösungen für die Behandlung
von Zink-, Zinklegierungs- oder Cadmiumoberflächen beschrieben, die trivalente Chromionen
als praktisch einzige Chromionen, Fluoridionen und eine Säure enthalten und durch
Mischen einer grünen trivalenten Chromionenlösung mit einer blauen trivalenten Chromionenlösung
hergestellt werden. Hierbei wird die grüne trivalente Chromionen enthaltene Lösung
durch Reduktion einer hexavalentes Chrom enthaltenden Lösung gewonnen. Als geeignete
Säure wird unter anderen auch Phosphorsäure erwähnt. Zur Erzeugung eines Chromüberzuges
auf den oben genannten Metalloberflächen werden diese mit derartigen Lösungen in Kontakt
gebracht, anschließend mit Wasser abgespült und dann getrocknet.
[0009] Die vorliegende Erfindung geht von der Aufgabe aus, ein « No-Rinse »-Verfahren der
eingangs geschilderten Art bzw. hierfür geeignete Behandlungsmittel zu schaffen, die
die bisher für Materialien dieser Art bekannten Nachteile nicht besitzen und insbesondere
für die Anwendung auf dem Sektor der Lebensmittelverpackung geeignet sind. Gleichzeitig
soll durch das erfindungsgemäße Verfahren eine glänzende, optisch ansprechende Finish-Lage
auf der Metalloberfläche erzeugt werden, die beispielsweise bei den nachfolgenden
Überschichtungen mit Klarlacken den ästhetischen Anforderungen genügt, die insbesondere
auf dem Bereich der Verpackung von Lebensmitteln gewünscht werden.
[0010] Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend in einer ersten Ausführungsform ein
Verfahren zur Behandlung von Metalloberflächen, bevorzugt Aluminium, Aluminiumlegierungen
und Stahl, insbesondere für eine nachfolgende Beschichtung mit Überzugsmassen auf
organischer Basis, wobei man die zuvor gereinigten Metalloberflächen mit einer wäßrigen
Badlösung benetzt, die Chrom(III)-lonen, Fluoridionen und Phosphationen - jedoch keine
Chrom(VI)-lonen
[0011] - enthält, anschließend das aufgebrachte Gut - ohne zwischengeschalteten Spülvorgang
- trocknet und durch Erhitzen in einen wasserünlöslichen Film umwandelt, welches dadurch
gekennzeichnet ist, daß die wäßrige klare Badlösung
a) die folgende Bestandteile in den nachstehend genannten Mengenbereichen enthält
:

b) und wobei das molare Verhältnis von Chrom(III)-lonen : Fluoridionen : Phosphationen
im Bereich von 1 : 2,5 bis 3,5 : 0,3 bis 3,0 liegt. In einer weiteren Ausführungsform
betrifft die Erfindung die für dieses Verfahren geeigneten wäßrigen Behandlungslösungen,
d. h. eine wäßrige Badlösung zur Behandlung von Metalloberflächen, insbesondere von
Aluminium, Aluminiumlegierungen und/oder Stahl, enthaltend Chrom(III)-lonen, Fluoridionen
und Phosphationen - jedoch keine Chrom(VI)-Ionen -, welche dadurch gekennzeichnet
ist, daß die Badlösung bei einem pH-Wert von 2 bis 3
a) die folgenden Bestandteile in den nachstehend genannten Mengenbereichen enthält
:

b) wobei das molare Verhältnis von Chrom(III)-lonen : Fluoridionen : Phosphationen
im Bereich von 1 : 2,5 bis 3,5 : 0,3 bis 3,0 liegt.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich für die Oberflächenbehandlung aller hier
einschlägigen Metalle, insbesondere also Eisenmetalle, Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen,
Zink und/oder Magnesium. Besonders geeignet ist die Erfindung für die Vorbehandlung
von Bändern aus Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen und kaltgewalztem Stahl für deren
nachfolgenden Einsatz im Lebensmittel-Verpackungsbereich.
[0013] Im erfindungsgemäßen Verfahren wird eine konventionell gereinigte und gespülte Metalloberfläche,
beispielsweise also die Oberfläche von Bändern aus den zuvor genannten Metallen, nach
Abquetschen des Wasserfilmes in an sich beliebiger Weise mit der wäßrigen Behandlungslösung
derart benetzt, daß zweckmäßigerweise pro Quadratmeter der Fläche etwa 2 bis 20 ml,
vorzugsweise etwa 3 bis 7 ml der wäßrigen Behandlungslösung aufgetragen werden. Dabei
soll weiterhin pro Quadratmeter der Metalloberfläche der Gehalt an den zuvor genannten
Aktivbestandteilen der wäßrigen Behandlungslösung innerhalb der folgenden Bereiche
liegen : 5 bis 100 mg Chrom(III)-lonen, 5,5 bis 110 mg Fluoridionen und 6 bis 125
mg Phosphationen sowie etwa 1,5 bis 35 mg des organischen wasserlöslichen bzw. homogen
wasserdispergierbaren Filmbildners.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform läßt man den aufgetragenen Flüssigfilm für eine
Reaktionsdauer von etwa 1 bis 10 Sekunden auf die Metalloberfläche einwirken, woraufhin
der Film getrocknet und bei erhöhter Temperatur thermisch behandelt wird. Die Verfahrensstufen
des Einwirkens auf die Metalloberfläche und der Trocknung können allerdings auch zusammengefaßt
werden. Nach dem Trocknen verbleibt auf der Metallober
lläche ein ver
formungsfähiger wasserunlöslicher Feststoffilm mit einer flächenbezogenen Masse von
etwa 18 bis 370 mg/m
2, vorzugsweise von etwa 50 bis 250 mg/m
2 Metalloberfläche. Die Trocknung und/oder die thermische Behandlung des aufgebrachten
Flüssigkeitsfilms bzw. der damit aufgetragenen Chemikalien kann insbesondere im Temperaturbereich
von etwa 50 bis 300 °C erfolgen.
[0015] Chrom(III)-lonen und Fluoridionen werden am einfachsten durch Einsatz von Chrom(III)-Fluorid
in das Bad eingebracht, wobei allerdings das Verhältnis von Chrom (III)-lonen : Fluoridionen
im Bereich von 1 : 2,5 bis 3,5 schwanken kann. Der Phosphatgehalt wird durch Zugabe
von Phosphaten bzw. Phosphorsäure mit nachfolgender partieller Neutralisation eingestellt.
Dabei gilt, daß der Phosphatgehalt bezogen auf 1 Mol Chrom(III)-lonen bevorzugt im
molaren Verhältnis von 0,3 bis 3,0 liegt. Der organische Filmbildner ist zweckmäßigerweise
ein synthetisches Polymeres mit einem hinreichenden Gehalt an freien Carboxylgruppen,
die seine Wasserlöslichkeit. bzw. homogene Dispergierbarkeit in Wasser sicherstellen.
Geeignet sind insbesondere Polymere von Acrylsäure und/oder Methacrylsäure, die gegebenenfalls
auch beschränkte Mengen an Copolymeren sowie den entsprechenden Estern, Nitrilen und/oder
Amiden enthalten können. Bevorzugte organische Filmbildner sind klar lösliche Polyacrylsäuren,
die insbesondere im pH-Bereich der wäßrigen Behandlungsbäder - der üblicherweise zwischen
2 und 3 liegt - ihre Klarlöslichkeit behalten. Im allgemeinen handelt es sich dabei
um Polyacrylsäuren eines nicht zu hohen Molekulargewichtes, beispielsweise solche
mit Molekulargewichten bis etwa 150 000, vorzugsweise bis etwa 100 000.
[0016] Die erfindungsgemäßen wäßrigen Behandlungslösungen können auf die vorgereinigten
Metallbänder in jeder Applikationsart aufgebracht werden, die geeignet ist, einen
gleichmäßigen definierten Flüssigfilm in den angegebenen Mengenbereichen auf der Metalloberfläche
zu erzeugen. Bewährt haben sich insbesondere das Walzenauftragsverfahren mit zwei
oder drei Walzen, aber auch ein Benetzen des Bandes durch Sprühen oder Tauchen mit
anschließendem Abquetschen des überschüssigen Flüssigkeitsfilmes durch beispielsweise
Kunststoff-beschichtete Egalisierwalzen oder regelbare Luftrakel sind anwendbar.
[0017] Für die reinigende -Vorbehandlung der erfindungsgemäß zu benetzenden Metalloberflächen
sind sowohl saure wie alkalische Reiniger geeignet. Die mit der erfindungsgemäßen
wäßrigen Behandlungslösung erzielten Schichten liefern ein gleichmäßiges glänzendes
Finish ohne Verfärbungen des Grundmaterials. Sie erfüllen in Kombination mit nachfolgend
aufgebrachten geeigneten organischen Beschichtungen die Forderungen für den Sektor
der Lebensmittelverpackungen.
Beispiel 1
[0018] In einer Bandbeschichtungslinie wurde Aluminiumband der Legierung AIMg 5 zunächst
im Spritzverfahren gereinigt und entfettet. Hierzu wurde eine saure Lösung verwendet
mit einem Gehalt von 1 g/I H
2SO
4, 0,2 g/l HF und 1 g/l Tensidkombination. Die Reinigung wurde bei einer Temperatur
von 60°C, 8 Sekunden und bei einem Spritzdruck von 1,5 bar durchgeführt. Anschließend
wurde das Band mit warmen entsalztem Wasser gespült und das Spülwasser abgequetscht.
Danach wurde mittels Walzenauftragsverfahren ein Flüssigfilm von 5 ml/m
2 Oberfläche mit der erfindungsgemäßen Lösung aufgebracht, wodurch die Oberfläche pro
m
2 mit einem Flüssigfilm bedeckt ist, welcher 25 mg Cr
3+, 27,5 mg F-, 31,3 mg PO
4― und 8,75 mg Polyacrylsäure (« Acrylsol® A 1 - der Firma Röhm & Haas, Philadelphia.
USA) enthält.
[0019] Nach einer Reaktionszeit von 3 Sekunden wurde das im Flüssigfilm enthaltene Wasser
in einem Schwebetrockner mit 100 °C Umlufttemperatur und einer Metall-Objekttemperatur
von ca. 50 °C abgedunstet, und ein wasserunlöslicher Film von 92,5 mg/m
2 auf der Metalloberfläche erhalten.
[0020] Anschließend wurde das so vorbehandelte Band mit einem PVC-Lack No. 8510-E-14-M der
Fa. Dexter Midland Co. beschichtet und bei 240 °C Metall-Objekttemperatur eingebrannt.
Dieses mittels No-Rinse-Technik chemisch vorbehandelte und lackierte Band wurde zu
Deckeln für Getränkedosen verarbeitet und im Vergleich mit Deckeln mit bisher üblichen
Konversionsschichten den für Getränkedosen spezifischen Prüfungen unterzogen.
[0021] Die Ergebnisse mit dem erfindungsgemäß vorbehandelten Band waren in allen Fällen
gleich gut oder besser, verglichen mit konventionell vorbehandeltem Band.
Beispiel 2
[0022] Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Behandlungslösung wurden 2640 g Chromoxidhydrat
mit einem Gehalt von 25 % Cr
20
3 in einem auf 60 °C erhitzten Gemisch von 4 710 g entsalztem Wasser, 1 300 g Fluorwasserstoffsäure
40 %ig und 750 g Phosphorsäure 75 %ig unter Rühren gelöst. Nach Abkühlung der Lösung
auf 30 °C wurden wiederum unter Rühren 2640 g Polyacrylsäure Typ Acrysol® A 1 der
Firma Röhm & Haas zugegeben. Die so erhaltene Lösung wurde dann mit 88,5 Liter entsalztem
Wasser verdünnt und zur Füllung der Chemcoaterwannen verwendet.
[0023] Die Umdrehungsgeschwindigkeiten der Chemcoaterwalzen wurden so eingestellt, daß auf
einem gereinigten und mit Wasser gespülten Aluminiumband bei einer Bandgeschwindigkeit
von 100 m/Minute vermittels der Auftragswalzen des Chemcoaters ein Flüssigfilm von
8 ml/m
2 Bandoberfläche aufgebracht wurde. Durch diese Applikation wurde das Band mit einem
Flüssigkeitsfilm benetzt, welcher pro m
2 Oberfläche 40 mg Cr
3+, 44 mg F
-, 50 mg PO
4----und 14 mg Polyacrylsäure 100 %ig enthält und nach dem Trocknen eine flächenbezogene
Masse von 148 mg/m
2 auf dem Aluminium aufweist.
[0024] Nach einer Reaktionszeit von 3 Sekunden wurde der Wasseranteil des Flüssigfilmes
mittels Warmlufttrockner entzogen und anschließend das Band auf eine Objekttemperatur
von 200 °C erhitzt. Nach Abkühlung wurde der auf dem Band erhaltene Film mit 8 bis
10 mg Dioctylsebacat zur Verbesserung der Gleiteigenschaft benetzt. Die so erhaltene
chemisch vorbehandelte Aluminiumoberfläche wurde mit für den Lebensmittelbereich geeigneten
Lacken beschichtet und hinsichtlich ihrer Beständigkeit gegen Füllgüter und Umformverhalten
geprüft. Es wurden bei allen Prüfungen technologische Werte gefunden, die im Vergleich
zu Lösungen und Verfahren konventioneller Art mindestens gleichwertige, zum Teil sogar
bessere Ergebnisse mit den erfindungsgemäßen Verfahren erzielten.
1. Verfahren zur Behandlung von Metalloberflächen, bevorzugt Aluminium, Aluminiumlegierungen
und Stahl, insbesondere für eine nachfolgende Beschichtung mit Überzugsmassen auf
organischer Basis, wobei man die zuvor gereinigten Metalloberflächen mit einer wäßrigen
Badlösung benetzt, die Chrom(III)-lonen, Fluoridionen und Phosphationen - jedoch keine
Chrom(VI)-lonen - enthält, anschließend das aufgebrachte Gut - ohne zwischengeschalteten
Spülvorgang
- trocknet und durch Erhitzen in einen wasserunlöslichen Film umwandelt, dadurch gekennzeichnet,
daß die wäßrige klare Badlösung
a) die folgende Bestandteile in den nachstehend genannten Mengenbereichen enthält
:

b) und wobei das molare Verhältnis von Chrom(III)-lonen : Fluoridionen : Phosphationen
im Bereich von 1 : 2,5 bis 3,5 : 0,3 bis 3,0 liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der organische Filmbildner
ein Polymeres mit freien Carboxylgruppen und insbesondere ein Homo- und/oder Copolymerisat
von Acryl- und/oder Methacrylsäure ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der organische Filmbildner
ein im pH-Bereich von 2 bis 3 klar wasserlösliches Acrylsäurepolymeres ist.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Badlösung
auf der Metalloberfläche pro m2 5 bis 100 mg Chrom(III)-lonen, 5,5 bis 110 mg Fluoridionen, 6 bis 125 mg Phosphationen
und 1,5 bis 35 mg des wasserlöslichen organischen Filmbildners enthält.
5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalloberfläche
mit 2 bis 20 ml/m2, vorzugsweise mit 3 bis 7 ml/m2, wäßriger Badlösung benetzt wird.
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der aufgebrachte
Flüssigkeitsfilm bei Temperaturen von 50 bis 300 °C zunächst getrocknet und dann thermisch
behandelt wird.
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Metalloberflächen
wasserunlösliche Filme mit einer flächenbezogenen Masse von 18 bis 370 mg/m2, vorzugsweise mit einer Masse von 50 bis 250 mg/m2, Metalloberfläche ausgebildet werden.
8. Wäßrige Badlösung zur Behandlung von Metalloberflächen, insbesondere von Aluminium,
Aluminiumlegierungen und/oder Stahl, enthaltend Chrom(III)-lonen, Fluoridionen und
Phosphationen - jedoch keine Chrom(VI)-lonen -, dadurch gekennzeichnet, daß die Badlösung
bei einem pH-Wert von 2 bis 3
a) die folgenden Bestandteile in den nachstehend genannten Menoenbereichen enthält
:

b) wobei das molare Verhältnis von Chrom(II-I)-lonen : Fluoridionen : Phosphationen
im Bereich von 1 : 2,5 bis 3,5 : 0,3 bis 3,0 liegt.
9. Wäßrige Badlösung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der organische Filmbildner
ein Polymeres mit freien Carboxylgruppen, insbesondere ein Homo- und/oder Copolymeres
von Acryl- und/oder Methacrylsäure ist.
1. A process for treating metal surfaces, preferably of aluminium, aluminium alloys
and steel, particularly for subsequent coating with organically based coating compositions,
the metal surfaces cleaned beforehand being wetted with an aqueous bath solution containing
chromium(III) ions, fluoride ions and phosphate ions, but not . chromium(IV) ions,
the material applied being subsequently dried without any intermediate rinsing and
then converted by heating into a water-insoluble film, characterized in that the clear
aqueous bath solutions
a) contains the following constituents in the following quantitative ranges :


b) the molar ratio of chromium(III) ions to fluoride ions to phosphate ions being
1 : 2.5 to 3.5 : 0.3 to 3.0.
2. A process as claimed in Claim 1, characterized in that the organic film former
is a polymer containing free carboxyl groups and more especially a homopolymer and/or
copolymer of acrylic and/or methacrylic acid.
3. A process as claimed in Claim 2, characterized in that the organic film former
is an acrylic acid polymer clearly soluble in water at a pH of 2 to 3.
4. A process as claimed in Claims 1 to 3, characterized in that the aqueous bath solution
contains from 5 to 100 mg chromium(III) ions, from 5.5 to 110 mg fluoride ions, from
6 to 125 mg phosphate ions and from 1.5 to 35 mg of the water-soluble organic film
former per m2 metal surface.
5. A process as claimed in Claims 1 to 4, characterized in that the metal surface
is wetted with 2 to 20 ml/m2 and preferably with 3 to 7 ml/m2 aqueous bath solution.
6. A process as claimed in Claims 1 to 5, characterized in that the liquid film applied
is first dried and then heat-treated at temperatures of from 50 to 300 °C.
7: A process as claimed in Claims. 1 to 6, characterized in that water-insoluble films
having a weight per unit area of from 18 to 370 mg/m2 and preferably from 50 to 250 mg/m2 metal surface are applied to the metal surfaces.
8. An aqueous bath solution for treating metal surfaces, more especially of aluminium,
aluminium alloys and/or steel, containing chromium(III) ions, fluoride ions and phosphate
ions, but no chromium(IV) ions, characterized in that, for a pH of from 2 to 3, the
bath solution
a) contains the following constituents in the following quantitative ranges :

b) the molar ratio of chromium(III) ions to fluoride ions to phosphate ions being
1 : 2.5 to 3.5 : 0.3 to 3.0.
9. An aqueous bath solution as claimed in Claim 8, characterized in that the organic
film former is a polymer containing free carboxyl groups, more especially a homo-
and/or copolymer of acrylic and/or methacrylic acid.
1. Procédé de traitement de surfaces métalliques, de préférence d'aluminium, d'alliages
d'aluminium et d'acier, en particulier pour une enduction consécutive avec des masses
de revêtement de nature organique, dans lequel on mouille les surfaces métalliques
préalablement nettoyées avec une solution aqueuse de bain qui contient des ions de
chrome(III), des ions fluorure et des ions phosphate, mais pas d'ions de chrome(VI);
on sèche ensuite la matière appliquée
- sans processus intermédiaire de rinçage - et on la convertit par chauffage en un
film insoluble dans l'eau, caractérisé en ce que la solution aqueuse limpide de bain
a) contient les constituants suivants dans les gammes de quantités citées ci-après
:

b) le rapport molaire ions de chrome(III) : ions fluorure : ions phosphate se situe
dans l'intervalle de 1 : 2,5 à 3,5 : 0,3 à 3,0.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agent formateur de film
organique est un polymère avec groupes carboxyle libres et en particulier un homo-
et/ou copolymère d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'agent formateur de film
organique est un polymère d'acide acrylique, soluble dans l'eau avec limpidité, dans
l'intervalle de pH de 2 à 3.
4. Procédé selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la solution aqueuse
de bain sur la surface métallique contient par m2 5 à 100 mg d'ions de chrome(III), 5,5 à 110 mg d'ions fluorure, 6 à 125 mg d'ions
phosphate et 1,5 à 35 mg de l'agent formateur de film organique soluble dans l'eau.
5. Procédé selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on mouille la surface
métallique avec 2 à 20 ml/m2, de préférence avec 3 à 7 ml/m2, de solution aqueuse de bain.
6. Procédé selon les revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le film de liquide
appliqué est tout d'abord séché à des températures de 50 à 300 °C puis traité thermiquement.
7. Procédé selon les revendications 1 à 6. caractérisé en ce que sur les surfaces
métalliques sont formés des films insolubles dans l'eau ayant une masse, rapportée
à la surface, de 18 à 370 mg/m2, de préférence ayant une masse de 50 à 250 mg/m2 de la surface métallique.
8. Solution aqueuse de bain pour le traitement de surfaces métalliques, en particulier
d'aluminium, d'alliages d'aluminium et/ou d'acier, contenant des ions de chrome(III),
des ions fluorure et des ions phosphate, mais non des ions de chrome(VI), caractérisée
en ce que la solution, pour une valeur de pH de 2 à 3,
a) contient les constituants suivants en les gammes de quantités citées ci-après :

b) le rapport molaire ions de chrome(III) : ions fluorure : ions phosphate se situe
dans l'intervalle de 1 : 2,5 à 3,5 : 0,3 à 3,0.
9. Solution aqueuse de bain selon la revendication 8, caractérisée en ce que l'agent
formateur de film organique est un polymère avec groupes carboxyle libres, en particulier
un homo- et/ou copolymère d'acide acrylique et/ou méthacrylique.