[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufzug mit einer an zwei, mit ihrer geraden Stirnverzahnung
einander zugewendeten Schienen geführten und mittels eines mindestens eine Umlenkrolle
umschliessenden Seiles mit einem Gegengewicht verbundenen Kabine, welche mit Bremseinrichtung,
Motor und Getriebe zum Antrieb zweier, an der Kabine gelagerten, mit der Verzahnung
der Schiene kämmenden Zahnrädern ausgestattet ist.
[0002] Bei einem bekannten Aufzug dieser Art (US-A-548 752) ist als Sicherheitseinrichtung
lediglich eine von Hand zu bedienende Bremseinrichtung vorgesehen. Wie der Aufzug
aus einer Nothaltstellung z.B. beim Ausfall des Motors in eine Stellung verholt werden
kann, in der Fahrgäste den Aufzug verlassen können, wird nicht angegeben.
[0003] Bei anderen bekannten Aufzügen (FR-A-727 637, US-A- 4 051 923 und AU-A-442 061),
bei denen der Antriebsmotor ebenfalls an der Kabine angeordnet ist, ist eine von ausserhalb
des Aufzugschachtes bedienbare Hilfseinrichtung nicht vorgesehen.
[0004] Die hier vorgesehenen Hilfseinrichtungen bedienen sich vielmehr der Antriebseinrichtung
des Aufzugs, nur tritt anstelle des Elektromotors ein Handrad oder eine Handkurbel
in der Kabine.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Aufzug der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei dem parallel zur eigentlichen Antriebseinrichtung des Aufzugs
eine Hilfseinrichtung vorgesehen, die von aussen bedienbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass eine ausserhalb des Schachtes zu betätigende,
die Umlenkrolle antreibende Hilfseinrichtung vorgesehen ist, mittels der die Kabine
unabhängig von Motor und Getriebe, die an der Kabine angebracht sind, händisch nach
oben und unten bewegbar ist.
[0007] In den Unteransprüchen sind weitere Einzelheiten der Erfindung, die der zweckmässigen
weiteren Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruchs dienen, angegeben.
[0008] In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform
schematisch dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Längs- und einen Querschnitt
durch den Aufzugschacht und die Fig. 3 bis 5 eine von Hand betätigbare Hilfseinrichtung
u.zw. Fig. 3 in Seitenansicht, Fig. 4 in Draufsicht und Fig. 5 eine Einzelheit im
grösseren Massstab.
[0009] Der Aufzugschacht 1 erstreckt sich über drei Geschosse 2, 3, 4 und ist oben mit einem
Gerüst 5 versehen, das zwei Umlenkrollen 6 trägt, über die ein Seil 7 von der Kabine
8 zum Gegengewicht 9 verläuft. Dieses ist in Schienen 9a geführt. Das Gegengewicht
entspricht vorzugsweise dem vollen Kabinengewicht und etwa 40% der Nutzlast. Es kann
aber auch zweckmässig sein, das Gegengewicht etwas leichter als die Kabine auszubilden,
so dass verhindert wird, dass die Kabine vom Gegengewicht nach oben gezogen wird.
[0010] Die Kabine 8 ist an als Zahnstangen ausgebildeten Schienen 10 mit T-förmigem Querschnitt
geführt, in die Zahnräder 11 eingreifen, welche am Dach der Kabine drehbar gelagert
sind. Ferner befindet sich auf der Kabine ein Antriebsmotor 12 mit angeflanschtem
Getriebe 13 und der vorgeschriebenen Bremse 14. Diese wirkt auf die Motorwelle 15,
die sich beiderseits des Motors erstreckt und in Lager 16 gelagert ist. Über je ein
Kegelradgetriebe 17 stehen die Zahnräder 11 in Antriebsverbindung mit dem Motor. Die
Zahnräder 11 sind beiderseits mit Spurkränzen 18 versehen, so dass sich eine sichere
Führung quer zu der, durch die Zahnstangenlängsachsen bestimmten Schachtlängsmittelebene
ergibt. Die Kabine weist jedoch keine Führungen auf, die in Richtungen, welche in
der Schachtlängsmittelebene liegen, wirksam sind. Dadurch kann die Kabine in diesen
Richtungen ausweichen, bis sie sich im seitlichen Gleichgewicht befindet, was dann
der Fall ist, wenn der Zahndruck zwischen den Zahnrädern und den Zahnstangen an beiden
Schienen gleich gross ist. So kommt es bei ungleicher Belastung, ungleicher Abnützung
u.dgl. zu einer kleinen seitlichen Verschiebung der Kabine und dadurch zu gleich grossen
Zahndrükken. Durch den stets gleich grossen Zahndruck der in Eingriff stehenden Zähne
kommt es zu einer gleichmässigen Abnützung der beiden Zahnräder bzw. Zahnstangen,
so dass sich die höchstmögliche Lebensdauer dieser Teile ergibt. Um ein Kippen der
Kabine oder Schwingen quer zur Ebene, in der die beiden Schienen liegen, zu verhindern,
sind weitere Spurkranzräder 19 unterhalb der Kabine vorgesehen. Diese Führungsrollen
können Zahnräder sein, analog den Antriebszahnrädern 11.
[0011] An der Kabine ist ferner ein Geschwindigkeitsregler 20 vorgesehen, der auf die Motorwelle
15 einwirkt. Dieser Regler kann aber auch im Boden der Kabine 8 vorgesehen sein, und
er kann mit den Zahnrädern 19 zusammenwirken, so dass sich eine grössere Sicherheit
ergibt, weil die Kabine durch voneinander unabhängigen Zahnrädern 11 und 19 gehalten
werden kann.
[0012] Die Steuerung 21 des Aufzuges befindet sich am Kabinendach und ist voll elektronisch.
Es kann ein nicht dargestelltes Notstromaggregat, z.B. eine Batterie, im Gebäude vorgesehen
sein, die es gestattet, die Kabine auf die nächstliegende Haltestelle zu senken. Hiebei
kann eine ausserhalb des Schachtes vorgesehene Kontrollmöglichkeit vorgesehen werden.
Eine andere oder weitere Hilfseinrichtung kann in der Form vorgesehen sein, dass in
der Kabine ein Notrufbetätigungsknopf vorgesehen wird, der die Bremse lüftet und das
Senken der Kabine in die nächste Haltestelle gestattet.
[0013] Der Geschwindigkeitsregler wird vorzugsweise so eingestellt, dass bei Erreichen der
1,4-fachen Kabinengeschwindigkeit ein Bremslüfter eine auf der Motorwelle sitzende
Bremsscheibe blockiert. Diese Blockierung soll von der Kabine aus nicht aufgehoben
werden können. Vielmehr soll der Geschwindigkeitsregler erst durch Fachkräfte bedient
werden können, damit die Kabine in die nächste Haltestelle gesenkt werden kann. Die
Bremse des Geschwindigkeitsreglers 20 ist so ausgelegt, dass sie auch bei Seilriss
eine Bewegung der Kabine unmöglich macht.
[0014] Die üblichen und notwendigen Steuereinrichtungen und Installationen zur Betätigung
der Schachttüren und Kabinentüren sind nicht dargestellt, weil sie nicht Gegenstand
der Erfindung sind. Ebenso ist das Schleppkabel nicht eingezeichnet, über das die
Kabine mit Strom versorgt wird.
[0015] Bei den üblichen mit Maschinenräumen versehenen Aufzügen kann die Aufzugskabine bei
Ausfall des öffentlichen Stromnetzes von Hand gesenkt oder nach oben bewegt werden.
Zu diesem Zweck genügt es, mittels eines Handrades oder einer Handkurbel das vom Aufzugsseil
umschlungene Treibrad in Drehung zu versetzen, nachdem die Magnetbremse von Hand gelüftet
worden ist. Bei dem erfindungsgemässen Aufzug muss ebenfalls eine Hilfseinrichtung
vorgesehen sein, mittels der bei Netzausfall die Kabine in das nächstgelegene Stockwerk
angehoben oder gesenkt werden kann.
[0016] Solche Hilfseinrichtungen können sowohl von der Kabine als auch vom Gebäude aus betätigbar
sein. Es können diese beiden Gattungen der Hilfseinrichtung gleichzeitig vorgesehen
werden.
[0017] Gemäss den Fig. 3 bis 5 ist die eine Umlenkrolle 6 zu einer üblichen Treibscheibe
für das die Kabine mit dem Gegengewicht verbindenen Seil 7 ausgebildet und sitzt auf
einer Welle 31, welche im Traggerüst 5 und in einem an der Schachtmauer angebrachten
Lager drehbar gelagert ist. Auf dieser Welle sitzt ein Kettenzahnrad 32, das von einer
Treibkette 33 umschlungen ist, welche eine Verbindung mit einem Kettenrad 34 herstellt,
das fliegend in einem nicht dargestellten Lager gelagert ist, welches sich in der
Mauerung des Schachtes 1 befindet. Dieses Kettenrad 34 ist mit einem Kegelrad 35 starr
verbunden. Ein zweites Kegelrad 36 ist axial verschiebbar gelagert und kann in Eingriff
mit dem Kegelrad 35 gebracht werden. Die weiteren Teile der Hilfseinrichtung sind
in Fig. 5 im grösseren Massstab dargestellt. Das Kegelrad 36 sitzt auf einer Welle
37, die mit einem Bund 38 versehen und in den Schildern 39, 40 verschiebbar und drehbar
gelagert ist. Zwischen dem Schild 39 und dem Bund 38 ist eine Druckfeder 41 vorgesehen,
welche im entspannten Zustand die Welle 37 und das Kegelrad 36 in der dargestellten
Lage hält.
[0018] Das Lagerschild 40 befindet sich in einer Mauernische 42, die mittels eines Deckels
43 verschlossen ist. Das sich in der Mauernische 42 befindliche Ende der Welle 37
ist mit einem Mehrkant 44 versehen, auf den ein strichpunktiert dargestelltes Handrad
45 aufsteckbar ist. Die Nabe 46 dieses Handrades 45 ist mit einem Bund 47 versehen,
der mit dem Taster eines Schalters 48 in der Mauernische 42 zusammenwirkt.
[0019] Wird der Deckel 43 von der Mauernische 42 entfernt, kann das Handrad 45 auf das Ende
44 der Welle 37 aufgeschoben werden, wobei die Einstecktiefe so gewählt ist, dass
mittels des Handrades 45 die Welle 37 entgegen der Kraft der Feder 41 verschoben werden
kann und die Kegelräder 35 und 36 in Eingriff kommen. Dabei legt sich der Flansch
47 an den Taster des Schalters 48 an, der dabei den am Kabinendach befindlichen Bremsmagnet
an eine Hilfsbatterie anlegt, so dass die Bremse gelüftet ist. Nunmehr hängt die Kabine
am Seil 7 und kann durch Drehen des Handrades 45 gehoben oder gesenkt werden, weil
die Drehbewegung des Handrades über das Kegelgetriebe 35, 36 auf das Kettengetriebe
32, 33, 34 und mittels der Welle 31 auf die als Treibscheibe ausgebildete Umlenkrolle
6 übertragen wird. Überwiegt das Gewicht der Kabine gegenüber dem Gegengewicht 9,
so wird die Kabine in das nächste Stockwerk gesenkt. Ist die Kabine leer, so dass
das Gegengewicht schwerer ist, so wird die Kabine in das nächst höhere Stockwerk gehoben.
[0020] In Fig. 3 ist die Einrichtung im höchsten Stockwerk dargestellt. Der Kettenantrieb
33 kann jedoch verlängert sein, so dass die in Fig. 5 gezeigte Einrichtung in einem
tiefer liegenden Stockwerk angeordnet sein kann.
[0021] Soll die Hilfseinrichtung in der Kabine angeordnet sein, so entspricht ihre Ausbildung
weitgehend der bekannten Hilfseinrichtung in Aufzugsmaschinenräumen. Der Unterschied
besteht nur darin, dass diese Hilfseinrichtung nicht auf ein Treibrad für das Seil,
sondern auf die Zahnräder 11 wirkt. Es können beide Hilfseinrichtungen gleichzeitig
vorgesehen sein.
[0022] Die beschriebene Hilfseinrichtung ist nur in einer prinzipiellen Ausführungsform
veranschaulicht. Selbstverständlich können an Stelle eines Kettengetriebes Kardanwellen
vorgesehen sein und ebenso kann an Stelle des Handrades eine Handkurbel Verwendung
finden. Wesentlich ist, dass eine Lüftung der Bremse nur dann möglich ist, wenn zwischen
dem Betätigungsorgan 45 und dem Aufzugsseil 7 eine wirksame Antriebsverbindung besteht.
Sollte diese unterbrochen werden, so muss auch die Magnetbremse einfallen und die
Lage der Kabine sichern.
1. Aufzug mit einer an zwei, mit ihrer geraden Stirnverzahnung einander zugewendeten
Schienen geführten und mittels eines mindestens eine Umlenkrolle umschliessenden Seiles,
mit einem Gegengewicht verbundenen Kabine, welche mit Bremseinrichtung, Motor und
Getriebe zum Antrieb zweier an der Kabine gelagerten mit der Verzahnung der Schiene
kämmenden Zahnrädern ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine ausserhalb
des Schachtes zu betätigende, die Umlenkrolle antreibende Hilfseinrichtung vorgesehen
ist, mittels der die Kabine unabhängig von Motor und Getriebe, die an der Kabine angebracht
sind, händisch nach oben und unten bewegbar ist.
2. Aufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zwischen Motor (12) und
den mit den Zahnstangen (10) kämmenden Zahnrädern (11) angeordnete Getriebe (13) nicht
selbsthemmend ausgebildet ist und die Hilfseinrichtung aus einem mittels eines Handrades
(45) oder Kurbel betätigbaren, entgegen der Kraft einer Feder (41 ) einrückbaren Kegelgetriebe
(35, 36) und einer Transmission (32, 33, 34) besteht, welche die Drehbewegung des
Antriebskegelrades (35) auf mindestens eine der Umlenkrollen (6), die von dem die
Kabine (8) mit dem Gegengewicht (9) verbindenden Seil (7) umschlungen sind, überträgt,
wobei diese Umlenkrolle als Treibscheibe ausgebildet ist, sowie dass ein Schalter
(48) vorgesehen ist, der bei eingerücktem Kegelradgetriebe den Bremslüfter (20) an
eine Hilfsbatterie schaltet.
3. Aufzug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Transmission aus einem
Kettengetriebe (32, 33, 34) besteht.
4. Aufzug nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfseinrichtung
im obersten Stockwerk angeordnet ist.
1. Ascenseur avec une cabine guidée sur deux piliers opposés comportant, en regard,
des rampes d'engrenage à denture droite et reliée à un contrepoids au moyen d'un câble
passant autour d'au moins une poulie de renvoi, ladite cabine étant équipée d'un dispositif
de freinage, d'un moteur et d'un système d'engrenages pour l'entraînement de deux
pignons, dont les paliers d'axes sont solidaires de la cabine et engrenant avec la
denture des rampes des piliers, caractérisé en ce qu'il est prévu, en dehors de la
cage d'ascenseur, un système d'entraînement de secours commandant la poulie de renvoi,
au moyen duquel la cabine, indépendamment du moteur et du système d'engrenages qu'elle
porte, est susceptible d'être actionnée manuellement vers le haut et vers le bas.
2. Ascenseur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le système d'engrenages
(13) prévu entre le moteur (12) et les pignons (11 ) engrenant avec les crémaillères
(10) n'est pas auto- bloquant et que le système d'entraînement de secours se compose
d'un renvoi d'angle embrayable d'engrenages coniques (35, 36) et d'une transmission
(32, 33, 34) actionnable à l'aide d'au moins un volant (45) ou d'une manivelle, l'embrayage
s'effectuant par compression du ressort (41), laquelle transmission transmet le mouvement
de rotation imprimé à l'engrenage conique (35) à au moins une des poulies (6), qui
reçoivent le câble (7) reliant la cabine (8) au contrepoids (9), ce grâce à quoi ladite
poulie de renvoi est utilisée comme dispositif d'entraînement et qu'un interrupteur
est prévu qui, lors de l'embrayage du couple conique, alimente le dispositif de relâchement
du frein (20) à partir d'une batterie auxiliaire.
3. Ascenseur selon la revendication 2, caractérisé en ce que la transmission est constituée
par un système de chaînes (32, 33, 34).
4. Ascenseur selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le système de
secours est disposé au dernier étage.
1. Elevator comprising a cabin guided along two rails with straight toothed faces
facing each other, and connected to a counterweight by means of a rope passing around
at least one guide pulley, the cabin being equipped with braking device, motor and
gearing for driving two gear wheels mounted on the cabin and meshing with the toothed
face of the rail, characterised in that an auxiliary device operable from outside
the shaft is provided for driving the guide pulley, so that the cabin can be moved
by hand upwards or downwards independently of the motor and gearing, which are arranged
on the cabin.
2. Elevator as per claim 1 characterised in that the gearing (13) arranged between
motor (12) and-gear wheels (11) which mesh with racks (10) is designed so as not to
be self-locking and in that the auxiliary device consists of a bevel gear (35, 36)
operated by means of a handwheel (45) or crank and engageable against the force of
spring (41), and a transmission (32, 33, 34) which transfers the rotary movement from
the driving bevel gear (35) to at least one of the guide pulleys (6) around which
passes the rope (7) connecting the cabin (8) and counterweight (9), this guide pulley
being designed as a driving pulley, and in that a switch (48) is provided which connects
the brake lifter (20) to an auxiliary battery, when the bevel gear is engaged.
3. Elevator as per claim 2, characterised in that the transmission consists of a chain
drive (32, 33, 34).
4. Elevator as per claim 1, 2 or 3, characterised in that the auxiliary device is
located on the top floor.