[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen von Bandkassetten oder dergleichen
und Beilagen in Klappboxen, mit einem Halteeinrichtungen für die Klap
pboxen aufweisenden, schrittweise um eine horizontale Drehachse umlaufenden Drehkopf,
mit Einrichtungen zum Zuführen der Kla
ppboxen und zum Einschieben jeweils einer Klappbox von unten in eine der Halteeinrichtungen
in einer im wesentlichen vertikal unterhalb der Drehachse des Drehkopfes liegenden
Klappboxen-Einschubstation, mit Einrichtungen zum Zuführen der Bandkassetten und Beilagen
und zum Einschieben jeweils einer Bandkassette und einer Beilage in eine zumindest
teilweise geöffnete Klappbox in einer im wesentlichen horizontal in der Ebene der
Drehachse des Drehkopfes liegenden Kassetten- und Beilageneinschubstation, und mit
Einrichtungen zum Abtransportieren der gefüllten Klappboxen in einer im wesentlichen
horizontal in der Ebene der Drehachse des Drehkopfes um 180
0 gegenüber der Kassetten- und Beilageneinschubstation versetzt liegenden Ausschubstation.
[0002] Aus der DE-OS 23 33 506 ist eine Vorrichtung dieser Art bekannt, bei der die Klappboxen
im Drehkopf am Deckel in dort vorgesehenen Fächern klemmend gehalten werden. Nachdem
die einzelnen Klappboxen innerhalb eines Faches des Drehkopfes aufgenommen sind, werden
sie durch einen außerhalb des Drehkopfes in Rotationsrichtung zum Einschieben der
einzelnen Klappboxen in die Fächer des Drehkopfes angeordneten Stößel geöffnet, der
in Anlage an eine Endwandung des Klappboxunterteiles kommt und das Unterteil beim
nächsten Drehschritt des Drehkopfes festhält, wodurch die Klappbox soweit geöffnet
wird, daß das Klappboxunterteil an der sich vom Drehkopfradius unter einem spitzen
Winkel in Rotationsrichtung schräg nach hinten erstreckenden Wand des jeweiligen Drehkopffaches
zum Anschlag kommt. Anschließend werden in zwei getrennten Arbeitsstationen des Drehkopfes
zunächst die Beilagen und alsdann die Kassetten in die auf diese Weise halb geöffnete
Klappbox eingeschoben, woraufhin die betreffende Klap
pbox dann weitergedreht und in der Position einer außerhalb des Drehkopfes angeordneten
Schließeinrichtung für die Klappboxen angehalten und dort geschlossen wird. Insgesamt
hat dies zur Folge, daß der Drehkopf bei einem Umlauf insgesamt zwölfmal angehalten
werden muß. Die Anzahl der Stationen, in denen Arbeitsvorgänge ausgeführt werden müssen,
bringt nicht nur die Gefahr des Auftretens beträchtlicher Betriebsstörungen mit sich,
sondern die Art und Weise, in der Klappboxen lediglich durch Klemmfinger an ihrem
Deckel gehalten werden, birgt auch die Gefahr in sich, daß die Klappboxen aus ihren
Fächern herausrutschen. Insgesamt ist die bekannte Vorrichtung störanfällig, wobei
es auch schwierig ist, die Art der einzuschiebenden Beilagen bzw. die Anzahl der einer
einzelnen Kassette beizugebenden Beilagen in wünschenswerter Weise zu variieren, da
hierfür keine hinreichenden Positionierungsmöglichkeiten am Drehkopfumfang zur Verfügung
stehen.
[0003] Aus der DE-OS 27 37 196 ist ferner eine Vorrichtung zum Einbringen von Bandkassetten
oder dergleichen und Beilagen in Klappboxen bekannt, die sich in der Praxis durchaus
bewährt hat und wobei der Drehkopf mit vertikaler Drehachse angeordnet ist. Die Halteeinrichtungenfür
Kassetten sind dabei im wesentlichen tangential in der Weise angeordnet, daß das Unterteil
der Klappboxen in den Halteeinrichtungen in einer Tangentialebene bezüglich der Rotationsachse
des Drehkopfes liegt, wobei also die Deckel der Klappboxen mittels der hierfür vorgesehenen
Einrichtungen dann um ebenfalls in einer Tangentialebene liegende Schwenkachsen nach
außen schwenbar sind. Auch hierbei ist die Variationsbreite hinsichtlich des Einführens
verschiedener Beilagen nicht so groß, wie dies wünschenswert wäre, wobei insbesondere
auch ein Bedürfnis besteht, mit verringertem Aufwand die Taktgeschwindigkeit der Vorrichtung
weiter zu verbessern.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Vorrichtung dahingehend
weiterzubilden, daß bei herabgesetzter Störanfälligkeit eine größere Variationsbreite
hinsichtlich des Einführens verschiedener Beilagen erreichbar ist.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer-Vorrichtung der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, daß die Halteeinrichtungen jeweils mit einer Saugeinrichtung tragenden,
zum öffnen und Schließen des Klappboxdeckels dienenden Deckelklappe und mit einer
Unterteilklappe mit zwei Backen zum Halten des Klappboxunterteiles versehen sind;
daß sowohl die Deckelklappe als auch die Unterteilklappe um eine nahe ihrer der Drehkopfachse
zugewandten Längskante liegende Schwenkachse unter der Einwirkung je einer in einer
separaten Steuerkurve einer Kurvenscheibe geführten Nockenrolle verschwenkbar sind;
daß in der Klappboxeneinschubstation die Deckelklappe der jeweiligen Halteeinrichtung
aus ihrer im wesentlichen radialen Schließstellung in eine Offenstellung verschwenkbar
und die Unterteilklappe in ihre im wesentlichen radiale Schließstellung bringbar ist;
daß in der Kassetten-und Beilageneinschubstation die Deckelklappe der jeweiligen Halteeinrichtung
in ihre im wesentlichen radiale Schließstellung bringbar und die Unterteilklappe aus
ihrer im wesentlichen radialen Schließstellung unter Mitnahme des jeweiligen Klappboxunterteiles
in eine Offenstellung verschwenkbar ist; und daß in der Ausschubstation die Deckelklappe
der jeweiligen Halteeinrichtung aus ihrer im wesentlichen radialen Schließstellung
unter Freigabe des Klappboxdeckels in eine Offenstellung verschwenkbar und die Unterteilklappe
in ihre im wesentlichen radiale Schließstellung bringbar ist.
[0006] Eine besondere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die Nockenrollen an der
Deckel- bzw. der Unterteilklappe jeweils einstellbar auf exzentrischen Bolzen gelagert
ist.
[0007] Ferner wird erfindungsgemäß eine Vorrichtung der beschriebenen Art vorgeschlagen,
mit einem Klappboxen-Zuführband oder dergleichen, auf dem die leeren Klappboxen im
geschlossenen Zustand auf der schmalen Längsseite stehend in eine unterhalb der in
der Klappboxen- einschubstation befindlichen jeweiligen Halteeinrichtung liegende
Position herangeführt werden, welche gekennzeichnet ist durch eine an das Klappboxen-Zuführband
anschließende Überschubplatte, deren dem Zuführband abgewandte Vorderkante im wesentlichen
mit der der
[0008] Deckelklappe zugewandten Innenfläche der Unterteilklappe fluchtet; und einen vertikal
beweglichen, im Anschluß an die überschubplatte angeordneten Stößel zum Einschieben
der jeweils vordersten Klappbox in die in der Klappboxeneinschubstation befindliche
jeweilige Hälteeinrichtung.
[0009] Erfindungsgemäß kann weiterhin vorgesehen sein, daß oberhälb der Überschubplatte
-eine mit der Oberseite der herangeführten Klappboxen in Kontakt bringbare, vertikal
bewegliche Bremseinrichtung und im Anschluß an die Überschubplatte eine horizontal
bewegliche, mit der Bremseinrichtung gesteuert zusammenwirkende Rückschubeinrichtung
angeordnet sind. Dabei empfiehlt es sich insbesondere, daß die Bremseinrichtung und
die Rückschubeinrichtung jeweils einen pneumatisch betätigbaren Kurzhubzylinder aufweist.
[0010] Weiterhin wird erfindungsgemäß eine Vorrichtung mit einem Stapelturm und einem daran
anschließenden Transportwalzensystem sowie einem Fangkorb zum Einbringen von Beilagen
in eine in der Kassetten- und Beilageneinschubstation befindliche Klappbox vörgeschlagen,
welche sich dadurch auszeichnet, daß der der Zuführrichtung der Kassetten zugewandte
Schenkel des Fangkorbes als zwischen einer Offen- und einer Klemmstellung bewegliche
Klappe ausgebildet ist. Diese Vorrichtung kann gegebenenfalls gekennzeichnet sein
durch einen Hubtisch zum Anheben einzuschiebender Kassetten von dem Kassetten-Zuführband
auf das Niveau der in der Kassetteneinschubposition befindlichen Halteeinrichtung.
[0011] Auch kann nach der Erfindung eine Vorrichtung gekennzeichnet sein durch eine im wesentlichen
vertikal oberhalb der Klappboxeneinschubstation angeordnete Sonderbeilagen-Einführstation,
in der die Deckelklappe der jeweligen Halteeinrichtung in die Offenstellung verschwenkt
ist und sich die Unterteilklappe mit der darin befindlichen Klappbox und der darin
bereits eingeführten Kassette nebst Beilage in ihrer im wesentlichen radialen Schließstellung
befindet.
[0012] Weiterhin kann nach der Erfindung vorgesehen sein, daß die Sonderbeilagen-Einführstation
einen Stapelturm zum Aufnehmen der Sonderbeilagen mit nachgeordnetem Transportwalzensystem
sowie daran anschließendem vertikal beweglichen Schacht mit einer im wesentlichen
horizontal beweglichen Wand aufweist, aus dem die jeweilige Sonderbeilage über ein
mit dem Schacht verbundenes Mundstück zwischen Beilage und Kassette in der jeweiligen
Klappbox einspeisbar ist.
[0013] Dabei empfiehlt es sich insbesondere, wenn das Mundstück eine Rückhältung zum Zurückziehen
der Kassette von der Beilage sowie eine Zunge zum Andrücken der Beilage an den Klappboxdeckel
aufweist und ein vertikal beweglicher Einschieber zum Einschieben der Sonderbeilage
in den so gebildeten Spalt vorgesehen ist.
[0014] Sofern zwischen der Kassetten- und Beilageneinschubstation und der Ausschubstation
keine weitere Arbeitsstation, wie die obengenannte Sonderbeilagen-Einführstation,
vorgesehen werden soll, ist es innerhalb des Erfindungsgedankens auch möglich, unter
zweckentsprechender Abwandlung der übrigen Bauteile von der Verschwenkbarkeit der
Unterteilklappe abzusehen und lediglich die mit den Saugeinrichtungen versehene Deckelklappe
in der beanspruchten Weise verschwenkbar auszubilden.
[0015] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der ein Ausführungsbeispiel anhand der schematischen Zeichnung im einzelnen erläutert
ist. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine Vorrichtung nach der Erfindung in der Seitenansicht, teilweise geschnitten;
Fig. 2 die Haltebacken für eine Klappbox in Seitenansicht;
Fig. 3 den Drehkopf der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der Seitenansicht;
Fig. 4 die Klappboxeneinschubstation der Vorrichtung nach der Erfindung in der Seitenansicht;
Fig. 5 die Beilagenzuführung bei der Vorrichtung nach der Erfindung in der Seitenansicht
in Gesamtübersicht;
Fig. eine Detaildarstellung der Beilagen-6 6B 6 A, 6B zuführung gemäß Fig. 5 in der Seitenansicht; und
Fig. 7 eine erfindungsgemäß vorgesehene Einrichtung zur Zuführung von Sonderbeilagen
in der Seitenansicht.
[0016] Wie Fig. 1 erkennen läßt, weist das dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Einbringen von Bandkassetten und Beilagen in Klappboxen einen mit
horizontaler Drehachse angeordneten Drehkopf 10 auf, än dessen Umfang insgesamt acht
Halteeinrichtungen 12 zum Aufnehmen von mit Kassetten sowie Beilagen zu beschickenden
Klappboxen angeordnet sind, die aufeinanderfolgend in eine Klappboxeneinschubstation
14, eine Kassetten- und Beilageneinschubstation 16, eine Sonderbeilagen-Einführstation
18 und eine Ausschubstation 20 schaltbar sind. Ferner sind, wie die Zeichnung erkennen
läßt, ein Klappboxen-Zuführband 22, ein Kassetten-Zuführband 24 sowie ein Ausschubband
26 für die fertig gefüllten Klappboxen vorgesehen. Die gesamte Anlage ist über ein
schwenkbares Kommandogehäuse 28 steuerbar. Der Antrieb der Vorrichtung sowie die Steuerung,
ebenso wie das Erkennen nicht korrekt eingeführter Klappboxen, beispielsweise auch
klemmender Klappboxen, nicht korrekt zugeführter Kassetten etc. und deren Auswurf
in einer Ausschußstation 21 erfolgen in ähnlicher Weise, wie dies in der DE-OS 27
37 196 für die dort beschriebene Vorrichtung, die mit einem Drehkopf mit vertikal
angeordneter Drehachse arbeitet, erläutert ist, auf die insoweit wegen derartiger
Einzelheiten verwiesen wird.
[0017] Fig. 2 läßt erkennen, daß die Halteeinrichtungen 12 jeweils zwei Haltebacken 30,
32 aufweisen, von denen der Haltebacken 30 fest mit der Halteeinrichtung 12, gegebenenfalls
einstückig, verbunden ist, während der Haltebacken 32 mittels Federn 34 elastisch
gleitbar in Richtung auf den festen Haltebacken 30 angeordnet ist. Hierdurch lassen
sich Abmessungstoleranzen der Klappboxen ausgleichen. Die Haltebacken 30, 32 besitzen
jeweils zwei unter einem Winkel von etwa 90° zueinander und jeweils unter einem Winkel
von etwa 45° zu den Seitenflächen der Klappbox stehende Abschnitte 36, die jeweils
mit der Klappbox 38 nur linienförmig in Kontakt stehen, wodurch vor allem gewährleistet
ist, daß an den Schmalseiten der Klappboxen kein Verkratzen auftreten kann. Die Federspannung
der Feder 34 ist so eingerichtet, daß die Klappbox 38 gerade gehalten wird. Wegen
Einzelheiten der in Fig. 2 gezeigten Halteeinrichtung ist im übrigen ebenfalls wiederum
auf die DE-OS 27 37 196 zu verweisen.
[0018] Fig. 3 zeigt, daß die einzelnen Halteeinrichtungen 12 jeweils eine Unterteilklappe
40, welche die in Fig. 2 gezeigten Haltebacken 30, 32 aufweist, sowie eine Deckelklappe
42 umfassen. Sowohl die Deckelklappe 42 als auch die Unterteilklappe 40 sind um parallel
zur Drehachse 44 des Drehkopfes 10 liegende Schwenkachsen in der aus Fig. 3 ohne weiteres
ersichtlichen Weise schwenkbar. Die Bewegung der Deckelklappe 42 sowie der Drehachse
44 beim schrittweisen Fortschalten des Drehkopfes 10 wird durch Nockenrollen 46, 48
bewirkt, die in jeweils einer separaten Steuerkurve einer feststehenden Kurvenscheibe
zwangsgeführt sind. Die Nockenrollen 46, 48 sind in den Klappen 40, 42 zur verbesserten
Einstellbarkeit auf exzentrischen Bolzen gelagert, wie dies Fig. 3 ebenfalls erkennen
läßt.
[0019] Fig. 4 zeigt, daß an das Transportband 22 zum Zuführen der Klappboxen anschließend
eine Überschubplatte 50 vorgesehen ist, deren dem Transportband 22 abgewandte Vorderkante
52 im wesentlichen mit der der Deckelklappe 42 zugewandten Innenfläche 54 der Unterteilklappe
40 fluchtet. Ferner läßt Fig. 4 einen vertikal beweglichen, im Anschluß an die Überschubplatte
50 angeordneten Stößel 56 sowie oberhalb der überschubplatte 50 eine mit der Oberseite
der herangeführten Klappboxen 38 in Kontakt bringbare, vertikal bewegliche Bremseinrichtung
58 undim Anschluß an die Überschubplatte 50 eine horizontal bewegliche, mit der Bremseinrichtung
58 gesteuert zusammenwirkende Rückschubeinrichtung 60 erkennen, die jeweils einen
Kurzhubzylinder umfassen. Die Klappboxen 38 sind mittels des in Richtung des Pfeiles
vertikal beweglichen Stößels 56 durch einen Spalt 62 in die jeweilige Halteeinrichtung
12 einführbar, wobei Fig. 4 auch besonders deutlich die der jeweiligen Deckelklappe
42 zugehörigen vakuumbeaufschlagbaren Saugeinrichtungen 64 zum Angreifen an dem jeweiligen
Klappboxendeckel erkennen läßt.
[0020] Wie Fig. 5 erkennen läßt, weist die dort gezeigte Beilagenzuführung einen Stapelturm
66 zum Einlegen von Normalbeilagen auf. Mittels eines Klemmhebels 68 läßt sich die
Stapelturmweite in der schematisch aus Fig. 5 ersichtlichen Weise an verschiedene
Beilagengrößen anpassen. Zur Feineinstellung auf die genaue Beilagengröße sind Federbleche
70 sowie Rändelschrauben 72 vorgesehen. Ferner läßt Fig. 5 dem Stapelturm 66 nachgeschaltet
einen Saugarm 74, eine Andruckrolle 76, Transportwalzen 78, Umlenkbleche 80, 82 sowie
Walzen 84, 85 erkennen. Ein Fangkorb 86 nimmt die Beilagen in der weiter unten noch
zu beschreibenden Weise auf, wobei der Fangkorb 86 durch Reflexions-Lichttaster 88
kontrolliert wird.
[0021] Die Beilagenzuführung gemäß Fig. 5 weist weiterhin zwei Blasrohre 90, 92 auf. Rändelmuttern
94, 96 dienen der Beseitigung von verklemmten Beilagen, wie weiter unten noch erläutert
wird. Eine Falttasche 98 sowie ein Anschlag 100 und Rändelschrauben 102 dienen zum
Falten langer Beilagen, die in der Beilagenzuführung einmal gefaltet werden müssen,
ehe sie zusammen mit einer Kassette 104 in die jeweilige Klappbox 38 eingeführt werden.
[0022] Fig. 6 läßt erkennen, daß die von dem Kassetten-Zuführband 22 herangeführten Kassetten
auf einen Hubtisch 106 gefördert werden. Weiterhin läßt Fig. 6 erkennen, daß ein horizontal
beweglicher Einschieber 108, ein festes Mundstück 110 sowie ein bewegliches Mundstück
112 vorgesehen sind. Ein Niederhalter 114 sowie ein Einweiser 116 fördern in noch
zu beschreibender Weise das Einführen von Beilage und Kassette in die jeweilige Klappbox
38. Der Fangkorb 86 weist im übrigen in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise
eine bewegliche Klappe 118 auf, die in Fig. 6 A in ihrer Offenstellung und in Fig.
6 B in ihrer Schließstellung gezeigt ist.
[0023] In Fig. 7 ist die Sonderbeilagen-Einführstation 18 der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wiedergegeben. Die Vorrichtung weist, wie dargestellt, einen Sonderbeilagen-Stapelturm
120 auf, aus dem die Sonderbeilagen mittels Saugern 122, Transportwalzen 124 und Andrückrolle
126 in einen auf einem Kreuzschlitten 128 vertikal beweglich montierten Schacht einführbar
sind. Der Schacht ist durch eine feste Wand 130 und eine bewe
g- liche Wand 132 gebildet. An den Schacht 130, 132 schließt in Richtung auf eine mit
der Sonderbeilage zu versehende Klappbox 38 ein aus einer Zunge 134 und einem Seitenteil
136 bestehendes Mundstück an. Eine Rückhaltung 138 und ein Einschieber 140 vervollständigen
den Zuführmechanismus. Ferner sind eine Reflexionslichtschranke 142 sowie Blasluftzuführungen
144, 146 vorgesehen. Das Mundstück 134, 136 ist nach Lösen einer Arretierung 148 auseinanderziehbar.
[0024] Die insoweit beschriebene Vorrichtung, deren Leistung je nach Ausführung bis zu 150
Takten pro Minute betragen kann, wobei die Taktzahl beispielsweise von 40 bis'150
Takten pro Minute stufenlos regelbar ist, wird in der Weise betrieben, daß alle Hauptbewegungen
mechanisch über Kurvenscheiben erfolgen, während einige untergeordnete Bewegungen
pneumatisch bewirkt werden. Der Anschlußwert der Maschine beträgt bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel etwa 2,2 kW, wobei zum Betrieb zusätzlich Druckluft von etwa 6
bar (für Blasluft und Pneumatikzylinder) bereitgestellt werden muß. Die Vorrichtung
besitzt eine eigene Vakuumversorgung. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel können
sowohl einfache als auch ein- bis mehrfach gefaltete Beilagen verarbeitet werden,
zusätzlich Sonderbeilagen, wie bereits dargelegt. Der Antrieb des Drehkopfes 10 erfolgt
über einen zentralen, stufenlos regelbaren Getriebemotor. Die Positionierung des
Drehkopfes 10 erfolgt über ein Schrittschaltgetriebe mit 8er-Teilung, wobei das Getriebe ähnlich
einem Schneckengetriebe arbeitet, wie dies auch bei der Vorrichtung nach der DE-OS
27 37 196, dort allerdings mit vertikaler Drehachse des Drehkopfes, vorgesehen ist.
Eine Umdrehung der Schnecke entspricht dabei einer Umdrehung der Hauptwelle, so daß
also 360
0 einen Arbeitstakt der Vorrichtung definieren.
[0025] Die Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Die jeweilige Klappbox 38 wird in jeweils einer der Aufnahmetaschen oder Halteeinrichtungen
12 des Drehkopfes 10 gehalten, zum Füllvorgang geöffnet und fertig konfektioniert
wieder verschlossen. Die leeren Klappboxen 38 werden über das Transportband 22 (Fig.
4) herangeführt. Sie stehen dabei auf der Schmalseite, Scharnierseite oben, Deckel
in Laufrichtung vorn. Das Transportband 22 hat eine geringe Neigung nach vorn, um
dem Umkippen der letzten Klappbox 38 am Ende des Staus entgegenzuwirken. Die Geschwindigkeit
des Transportbandes oder Klappboxen-Zuführbandes 22 ist regelbar. Hierdurch kann bei
verringerter Taktleistung der Vorrichtung ein unnötig hoher Schlupf zwischen den Klappboxen
38 und dem Material des Klappboxen-Zuführbahdes 22 vermieden werden. Das Klappboxen-Zuführband
ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel mit Velour beschichtet, um eine Kratzerbildung
an den Klappboxen 38 weitestgehend zu vermeiden. Für den Transport über die überschubplatte
50 wird eine gewisse Staulänge benötigt. Diese wird durch Reflexions-Lichttaster überwacht,
die bei Unterschreitung des Minimalstaus den Klappboxeneinschub mittels des Schiebers
56 unterbrechen. Die Klappboxen 58 laufen gegen den Anschlag des Mundstückes oder
Spaltes 62 und werden durch den Schieber 56 in die Aufnahmetasche des Drehkopfes 10
geschoben. Die Endlage des Schiebers 56 wird durch einen Initiator überwacht. Um ein
Einschieben unter Staudruck zu vermeiden (Kratzerbildung!), wird nach dem Rücklauf
des Schiebers 56 der Kurzhubzylinder 60 betätigt. Der Stau läuft gegen den ausgefahrenen
Stößel des Kurzhubzylinders 56, die vorletzte Box wird durch den Kurzhubzylinder der
Bremseinrichtung 58 gebremst, und nach Rückzug des Stößels der Rückschubeinrichtung
60 kann die Klappbox 38 ohne Staudruck eingeschoben werden. In der Halteeinrichtung
12, die in der bereits beschriebenen Weise die be- - wegliche Unterteilklappe 40 und
die bewegliche Deckelklappe 42 aufweist, wird das Unterteil der Klappbox 38 durch
die Haltebacken 30,32 (Fig. 2) gehalten, während die Deckelklappe 42 in der bereits
beschriebenen Weise die Sauger 64 zum Festhalten des Deckels beim Öffnen aufweist.
Die Klappen 40, 42 werden zwangsläufig über die jeweilige Nutkurve gesteuert, wobei
die Lagerung der Nockenrollen 46, 48 auf exzentrischen Bolzen eine exakte Justierung
ermöglicht.
[0026] Die Kassettenzuführung auf dem Kassetten-Zuführband 24 erfolgt in der Weise, daß
die Kassetten auf dem Zuführband mit der Bandseite nach vorn, in Laufrichtung gesehen,
liegen. Für den Überschub auf den Hubtisch 106 (Fig. 6) des Kassetteneinschubs ist
ein gewisser Mindeststau erforderlich. Der Minimalstau wird durch einen Initiator
überwacht. Wird er unterschritten, werden keine Klappboxen mehr eingeschoben. Die
sich im Drehkopf befindlichen Klappboxen 38 werden noch konfektioniert, alsdann läuft
die Vorrichtung leer weiter. Zur Lagenkontrolle der Kassetten dient eine Reflexions-Lichtschranke,
welche die Höhendifferenz auf der jeweiligen Kassette abtastet. Das Zuführband 24
ist mit Velour beschichtet, um eine Kratzerbildung an den Kassetten weitestgehend
zu vermeiden, wie dies ja auch bei den Klappboxen-Zuführband 22 in der bereits beschriebenen
Weise vorgesehen ist. Die in den Figuren 5 und 6 im Detail wiedergegebene Kassetten-
und Beilageneinschubstation 16 arbeitet im einzelnen wie folgt:
Die Beilagen werden in den Stapelturm 66 abgelegt, wobei die Feineinstellung auf die
genaue Beilagengröße über die Federbleche 70 und die Rändelschrauben 72 erfolgt. Nach
dem Abzug einer Beilage durch den Saugarm 74 schwenkt die Andrückrolle 76 an die Transportwalzen
78. Durch die Umlenkbleche 80, 82 und die Walzen 84, 85 erfolgt der Transport der
Beilage in den Fangkorb 86. Das Umlenkblech 82 befindet sich für kurze Beilagen in
der in Fig. 5 gezeigten Position A, für lange Beilagen hingegen in der Position B.
Der Fangkorb 86 ist je nach der Art der verwendeten Beilagen in der Höhe verstellbar.
Die Höhenverstellung erfolgt auch bei laufender Maschine von außen über das Handrad
150. Das Vorhandensein von Beilagen im Fangkorb 86 wird durch die Reflexions-Lichttaster
88 kontrolliert, wobei bei fehlenden Beilagen die entsprechende Klappbox 38 als Ausschuß
ausgeschleust wird. Das Blasrohr 90 dient zum Trennen der Beilagen beim Abzug, während
die aus dem Blasrohr 92 kommende Luft die Beilagen beschleunigt und ein Zurückspringen
derselben im Fangkorb 86 verhindert. Die Einstellung der Blasluft für das Blasrohr
90 und für das Blasrohr 92 erfolgt jeweils an entsprechenden Drosseln. Die Intensität
der Blasluft richtet sich nach Papierqualität und -gewicht. Zum schnellen Lösen der
Beilagen von den Saugern des Saugarmes 74 werden diese belüftet. Kurz vor dem Abtransport
durch die Transportwalzen wird hierzu das Vakuum abgeschaltet, und die Sauger werden
mit Druckluft beaufschlagt.
[0027] Zur besseren Zugänglichkeit bei der Beseitigung von verklemmten Beilagen läßt sich
der gesamte Walzenblock aus der Vorrichtung herausziehen. Hierzu werden die Rändelmuttern
94, 96 gelöst.
[0028] Der Kassetten- und'Beilageneinschub erfolgt in der Weise, daß die durch das Kassetten-Zuführband
24 herangeführten Kassetten mittels des Hubtisches 106 auf Einschubposition angehoben
werden. Dabei befindet sich eine Beilage im Fangkorb 86. Der Einschieber 108 schiebt
die Kassette soweit vor, bis sie zusammen mit der Beilage zwischen dem festen Mundstück
110 und dem beweglichen Mundstück 112 einschnäbelt. In dieser Position laufen der
Einschieber 108 und das Mundstück 112 zusammen mit gleicher Geschwindigkeit in Richtung
auf die zu beschickende Klappbox 38 nach vorn (in Fig. 6 also nach rechts).
[0029] Der Niederhalter 114 und der Einweiser 116 erleichtern die Einführung von Beilage
und Kassette in die Klappbox 38. Der Fangkorb 86 ist auf einer Seite als Klappe 118
ausgebildet, die bei der Förderung der Beilage in den Fangkorb 86 in der in Fig. 6
A gezeigten Position A steht. Vor dem Einschubvorgang wird die Klappe 118 in die in
Fig. 6 B gezeigte Position B geschwenkt und verhindert in dieser ein Aufklappen des
gefalteten Teils von langen Beilagen. Während des Einschiebens von Beilage und Kassette
in die Klappbox 38 wird der Hubtisch 106 wieder abgesenkt, so daß eine neue Kassette
einlaufen kann.
[0030] Die Sonderbeilagen-Einführstation 18 (Fig. 7) arbeitet wie folgt: Die Beilagen werden
aus dem Stapelturm 120 durch die Sauger 122 abgezogen und mittels Transportwalze 124
und Andrückrolle 126 in den auf dem Kreuzschlitten 128 montierten Schacht gefördert,
der aus der festen Wand 130 und der beweglichen Wand 132 besteht. Nachdem die Sonderbeilage
in den Schacht 130, 132 gefördert worden ist, senkt sich der Kreuzschlitten 128 nach
unten. Gleichzeitig wird die Sonderbeilage mittels der Wand 132 über das Mundstück
134, 136 geschoben. Nach dem Absenken drückt die Zunge 134 die bereits in der Klappbox
38 befindliche Normalbeilage an den Deckel der Box 38, und die Rückhaltung 138 zieht
die Kassette zurück, so daß ein Spalt entsteht, in den die Sonderbeilage mittels des
Einschiebers 140 eingeschoben wird.
[0031] Das Vorhandensein von Sonderbeilagen im Schacht 130, 132 wird durch die Reflexionslichtschranke
142 kontrolliert. Fehlt die Sonderbeilage, wird die entsprechende Klappbox 38 durch
den Ausschuß-Ausschieber (nicht gezeigt) ausgeschleust. Tritt dieser Fehler dreimal
nacheinander auf, so hält die Vorrichtung an, weil entweder ein permanenter Fehler
im Sonderbeilagentransport vorliegt oder aber das Magazin im Stapelturm 120 leer ist.
Eine entsprechende Störungslampe am Kommandogehäuse 28 zeigt diesen Zustand an.
[0032] Die Blasluft aus der Blasluftzuführung 144 dient zum Auflockernder Sonderbeilagen
und wird an einer entsprechenden Drossel eingestellt. Die Blasluft aus der Blasluftzuführung
146 beschleunigt die Sonderbeilagen und verhindert ein Zurückspringen derselben im
Schacht 130, 132. Auch hier läßt sich der Luftstrom mittels einer Drossel einstellen,
der aber auch durch Drehen des Blasrohres verändert werden kann, wobei die Intensität
der Blasluft sich nach Papierqualität und -gewicht richtet. Zur besseren Entfernung
von verknautschten Sonderbeilagen läßt sich das Mundstück 134, 136 auseinanderziehen,
wobei dies nach Lösen der Arretierung 148 möglich ist.
[0033] Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten
Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen
für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
1. Vorrichtung zum Einbringen von Bandkassetten oder dergleichen und Beilagen in Klappboxen,
mit einem Halteeinrichtungen für die Klappboxen aufweisenden, schrittweise um eine
horizontale Drehachse umlaufenden Drehkopf, mit Einrichtungen zum Zuführen der Klappboxen
und zum Einschieben jeweils einer Klappbox von unten in eine der Halteeinrichtungen
in einer im wesentlichen vertikal unterhalb der Drehachse des Drehkopfes liegenden
Klappboxen-Einschubstation, mit Einrichtungen zum Zuführen der Bandkassetten und Beilagen
und zum Einschieben jeweils einer Bandkassette und einer Beilage in eine zumindest
teilweise geöffnete Klappbox in einer im wesentlichen horizontal in der Ebene der
Drehachse des Drehkopfes liegenden Kassetten- und Beilageneinschubstation, und mit
Einrichtungen zum Abtransportieren der gefüllten Klappboxen in einer im wesentlichen
horizontal in der Ebene der Drehachse des Drehkopfes um 1800 gegenüber der Kassetten- und Beilageneinschubstation versetzt liegenden Ausschubstation,
dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtungen (12) jeweils mit einer Saugeinrichtung
(64) tragenden, zum Öffnen und Schließen des Klappboxdeckels dienenden Deckelklappe
(42) und mit einer Unterteilklappe (40) mit zwei Backen (32) zum Halten des Klappboxunterteiles
versehen sind; daß sowohl die Deckelklappe (42) als auch die Unterteilklappe (40)
um eine nahe ihrer der Drehkopfachse (44) zugewandten Längskante liegende Schwenkachse
unter der Einwirkung je einer in einer separaten Steuerkurve einer Kurvenscheibe geführten
Nockenrolle (46, 48) verschwenkbar sind; daß in der Klappboxeneinschubstation (14)
die Deckelklappe (42) der jeweiligen Halteeinrichtung (12) aus ihrer im wesentlichen
radialen Schließstellung in eine Offenstellung verschwenbar und die Unterteilklappe
(40) in ihre im wesentlichen radiale Schließstellung bringbar ist; daß in der Kassetten-
und Beilageneinschubstation (16) die Deckelklappe (42) der jeweiligen Halteeinrichtung
(12) in ihre im wesentlichen radiale Schließstellung bringbar und die Unterteilklappe
(40) aus ihrer im wesentlichen radialen Schließstellung unter Mitnahme des jeweiligen
Klappboxunterteiles in eine Offenstellung verschwenkbar ist; und daß in der Ausschubstation
(20) die Deckelklappe (42) der jeweiligen Halteeinrichtung (12) aus ihrer im wesentlichen
radialen Schließstellung unter Freigabe des Klappboxdeckels in eine Offenstellung
verschwenkbar und die Unterteilklappe (40) in ihre im wesentlichen radiale Schließstellung
bringbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenrollen (46,
48) an der Deckel- bzw. der Unterteilklappe (42, 40) jeweils einstellbar auf exzentrischen
Bolzen gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, mit einem Klappboxen-Zuführband oder dergleichen,
auf dem die leeren Klappboxen im geschlossenen Zustand auf der schmalen Längsseite
stehend in eine unterhalb der in der Klappboxeneinschubstation befindlichen jeweiligen
Halteeinrichtung liegende Position herangeführt werden, gekennzeichnet durch eine
an das Klappboxen-Zuführband (22) anschließende Überschubplatte (50), deren dem Zuführband
(22) abgewandte Vorderkante (52) im wesentlichen mit der der Deckelklappe (42) zugewandten
Innenfläche (54) der Unterteilklappe (40) fluchtet; und einen vertikal beweglichen,
im Anschluß an die Uberschubplatte (50) angeordneten Stößel (56) zum Einschieben der
jeweils vordersten Klappbox (38) in die in der Klappboxeneinschubstation (14) befindliche
jeweilige Halteeinrichtung (12).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Überschubplatte
(50) eine mit der Oberseite der herangeführten Klappboxen (38) in Kontakt bringbare,
vertikal bewegliche Bremseinrichtung (58) und im Anschluß an die Überschubplatte (50)
eine horizontal bewegliche, mit der Bremseinrichtung (58) gesteuert zusammenwirkende
Rückschubeinrichtung (60) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremseinrichtung (58)
und die Rückschubeinrichtung (60) jeweils einen pneumatisch betätigbaren Kurzhubzylinder
aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit einem Stapelturm und einem
daran anschließenden Transportwalzensystem sowie einem Fangkorb zum Einbringen von
Beilagen in eine in der Kassetten- und Beilageneinschubstation befindliche Klappbox,
dadurch gekennzeichnet, daß der der Zuführrichtung der Kassetten zugewandte Schenkel
des Fangkorbes (86) als zwischen einer Offen- und einer Klemmstellung bewegliche Klappe
(118) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Hubtisch (106) zum Anheben
einzuschiebender Kassetten von dem Kassetten-Zuführband (24) auf das Niveau der in
der Kassetteneinschubposition befindlichen Halteeinrichtung (12).
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine im
wesentlichen vertikal oberhalb der Klappboxeneinschubstation (14) angeordnete Sonderbeilagen-Einführstation
(18), in der die Deckelklappe (42) der jeweiligen Halteeinrichtung (12) in die Offenstellung
verschwenkt ist und sich die Unterteil.klappe (40) mit der darin befindlichen Klappbox
(38) und der darin bereits eingeführten Kassette nebst Beilage in ihrer im wesentlichen
radialen Schließstellung befindet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonderbeilagen-Einführstation
(18) einen Stapelturm (120) zum Aufnehmen der Sonderbeilagen mit nachgeordnetem Transportwalzensystem
(124, 126) sowie daran anschließendem vertikal beweglichen Schacht mit einer im wesentlichen
horizontal beweglichen Wand (132) aufweist, aus dem die jeweilige Sonderbeilage über
ein mit dem Schacht verbundenes Mundstück (134, 136) zwischen Beilage und Kassette
in der jeweiligen Klappbox (38) einspeisbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück eine Rückhaltung
(138) zum Zurückziehen der Kassette von der Beilage sowie eine Zunge (34) zum Andrücken
der Beilage an den Klappboxdeckel aufweist; und daß ein vertikal beweglicher Einschieber
(140) zum Einschieben der Sonderbeilage in den so gebildeten Spalt vorgesehen ist.