[0001] Die Erfindung betrifft ein Isolierelement aus Kunststoff zum thermischen Isolieren
eines Bodens, welcher aus einer Mehrzahl in gegebenen Abständen voneinander angeordneter
Balken aus Beton oder ähnlichem Material besteht, die an ihren Enden aufgelegt sind
und an ihren unteren Kanten mit vorstehenden nasenförmigen Vorsprüngen versehen sind,
welches Element einen plattenförmigen Teil aufweist, der mindestens an einer Seite
einen mit diesem ein Ganzes bildenden vorstehenden Befestigungsteil aufweist, der
im Bereich der unteren Kante einen in der Richtung des plattenförmigen Teiles vorstehenden
nasenförmigen Vorsprung hat, welcher, wenn das Isolierelement in seiner Stellung angebracht
ist, mit seiner unteren Kante auf dem vorstehenden nasenförmigen Vorsprung eines Balkens
abgestützt ist, wobei der plattenförmige Teil unter diesem Balken liegt, und der Befestigungsteil
im Zwischenraum zwischen zwei nebeneinander liegenden Balken angeordnet ist. Ein derartiges
Isolierelement ist aus der niederländischen Patentanmeldung 8006629 bekannt. Bei dem
bekannten Isolierelement ist der plattenförmige Teil nur an einer Seite mit einem
Befestigungsteil versehen, welcher im Bereich der unteren Kante zwei in entgegengesetzten
Richtungen vorstehende nasenförmige Teile hat, welche sich beim montierten Zustand
des Elementes auf dem nasenförmigen Teil des Balkens, unter welchem sich der plattenförmige
Teil befindet, bzw. dem nasenförmigen Teil des daneben befindlichen Balkens abstützen.
Der plattenförmige Teil hat auf diese Weise ein freies Ende.
[0002] Das bekannte Isolierelement wird erst angebracht, nachdem die Bodenbalken montiert
sind, wobei der plattenförmige Teil des Elementes zwischen zwei nebeneinander angeordnete
Balken eingesteckt wird,und darauf das Element in die endgültige Stellung gedreht
wird, in welcher Stellung das freie Ende des plattenförmigen Teiles auf der unteren
Kante des Verbindungsteiles des folgenden Isolierelementes anliegt. Das Anbringen
der bekannten Isolierelemente ist eine zeitraubende Tätigkeit, die ausserdem an der
Baustelle ausgeführt werden muss. Ausserdem ist es wichtig, dass das freie Ende des
plattenförmigen Teiles jedes Isolierelementes gut auf der unteren Kante des Verbindungsteiles
eines folgenden Isolierelementes anliegt, da sonst ein Teil der isolierenden Wirkung
verloren wird. Um eine derartige gute Auflage zu erhalten, steht der plattenförmige
Teil des gekannten Isolierelementes schräg gegenüber dem Befestigungsteil, wodurch
in montierter Stellung, der plattenförmige Teil mit einer gewissen Vorspannung gegen
die untere Kante des Verbindungsteiles des folgenden Isolierelementes abgestützt wird.
Diese Ausbildung erhöht jedoch die Herstellungskosten der Isolierelemente und erschwert
ihr Anbringen.
[0003] Die Erfindung hat zum Ziel, ein verbessertes Isolierelement der erwähnten Art zu
schaffen.
[0004] Das wird beim erfindungsgemässen Isolierelement dadurch erreicht, dass der plattenförmige
Teil des Isolierelementes an beiden gegenüber liegenden Seiten mit ein Ganzes mit
dem plattenförmigen Teil bildenden vorstehenden Befestigungsteilen versehen ist, die
gegensetig spiegelbildlich angeordnet sind und zueinander gerichtete nasenförmige
Vorsprünge haben, derart, dass das Isolierelement im voraus von einem Kopfende eines
Balkens über die daran ausgebildeten nasenförmigen Vorsprünge geschoben werden kann
lund nach der Anordnung des Balkens die gegenüber liegenden Verbindungsteile benachbarter
Elemente mit ihren Seitenflächen aneinander aufliegen, vor dem Auffüllen des Raumes
zwischen diesen Balken.
[0005] Die erfindungsgemässen Isolierelemente können auf diese Weise im voraus auf die Balken
geschoben werden, was im Betrieb erfolgen kann, wo die Balken hergestellt werden,
so dass auf der Baustelle die Balken nur montiert zu werden brauchen.
[0006] Vorzugsweise haben die Befestigungsteile einen in der Längsrichtung parallel zum
Balken verlaufenden Hohlraum, welcher nach der Erfindung dadurch erhalten wird, dass
in der Seitenfläche jedes Befestigungselementes eine Ausnehmung ausgebildet ist, derart,
dass im montierten Zustand die Ausnehmungen zweier aneinander anliegender Befestigungsteile
miteinander den erwähnten Hohlraum abschliessen.
[0007] Auf diese Weise wird nicht nur eine Einsparung an Material der Isolierelemente erhalten,
sondern es wird noch die Möglichkeit geschaffen, durch einfaches Abschneiden des oberen
Teiles eines oder beider aneinander anliegender Verbindungsteile zweier nebeneinander
befindlichen Isolierelemente ein Passstück einzusetzen oder einen ausfüllenden Betonbalken
zu bilden, dort, wo der Boden eine besonders grosse Be- lastung aufnehmen können muss.
[0008] Vorzugsweise weist das erfindungsgemässe Isolierelement eine derartige Länge auf,
dass eine Mehrzahl mit ihren Enden aneinander stossender Elemente eine gesamte Länge
aufweist, die gleich ist, wie die Länge des Balkens vermindert um die Länge der Auflageteile
des Balkens.
[0009] Auf diese Weise können im Betrieb, wo die Balken hergestellt werden, jeweils eine
Mehrzahl von Isolierelementen derart auf den Balken geschoben werden, dass an mindestens
zwei Stellen, die sich im Abstand von den Enden des Balkens befinden, ein Zwischenraum
zwischen den Isolierelementen gebildet wird. In diesen Zwischenräumen können dann
Stützhölzer oder ähnliche Organe angeordnet werden, mit deren Hilfe der Balken auf
einem darunter gelegenen Balken abgestützt ist, derart, dass die Balken für den Transport
oder die Lagerung aufeinander gestapelt werden können,
[0010] 'ohne Gefahr einer Beschädigung der Isolierelemente.
[0011] Die Erfindung wird im folgenden anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
erläutert. Es zeigt:
Fig.l einen Querschnitt eines an einem Bodenbalken angebrachten erfindungsgemässen
Isolierelementes,
Fig.2 einen Teilschnitt eines Bodens, der aus einer Mehrzahl von Bodenbalken mit angebrachten
Isolierelementen zusammengesetzt ist,
Fig.3 in Schnittdarstellung die möglichkeit der Ausbildung eines ausfüllenden Stützbalkens
zwischen zwei Bodenbalken.
[0012] Wie in der Figur 1 dargestellt ist, hat der Bodenbalken in seinem unteren Bereich
nasenförmige Vorsprünge 2, auf welchen ein Isolierelement 3 angebracht ist.
[0013] Das Isolierelement 3 enthält einen plattenförmigen 4 sowie mit diesem ein Stück bildende
vorstehende Rippen 5,6, welche Befestigungsteile bilden, mit deren Hilfe das Isolierelement
3 am Bodenbalken 1 befestigt ist, und zwar mittels der nasenförmigen Vorsprünge 7,8,
die einander zugewandt sind, und auf nasenförmigen Vorsprüngen 2 des Bodenbalkens
abgestützt sind. Die nasenförmigen Vorsprünge 7,8 sind an Teilen 9,10 ausgebildet,
welche den Zwischenraum 11 zwischen zwei nebeneinander angeordneten Bodenbalken mindestens
teilweise ausfüllen, wie in der Figur 2 dargestellt ist. Die Verbindungsteile 9,10
sind gegenseitig spiegelbildlich angeordnet, wobei Teile 9,10 zweier nebeneinander
angeordneter Isolierelemente aneinander entlang einer Naht 12 aufliegen.
[0014] In den freien Seitenflächen der Befestigungsteile 9,10 sind Ausnehmungen 13 bzw.
14 ausgebildet, welche gemeinsam einen Hohlraum begrenzen, der sich senkrecht zur
Zeichnungsebene über die ganze Länge der Rippen 5,6 erstreckt.
[0015] Wie in der Figur 3 dargestellt ist, können die oberen Teile der Verbindungsteile
9,10 aufgeschnitten werden, derart, dass dann nach oben offene Ausnehmungen 13,14
entstehen, die einen Kanal bilden, in welchem ein füllender Stützbalken gebildet werden
kann, dadurch, dass zuerst eine Armierung 15 in den Kanal 13,14 eingelegt wird und
darauf in den Kanal Beton gegossen wird.
[0016] Wenn es bei der Herstellung eines Bodens notwendig ist, einen Bodenbalken in einem
grösseren Abstand von nächst liegenden Bodenbalken anzuordnen, wie dies in rechten
Teil der Figur 2 dargestellt ist, derart, dass ein Zwischenraum 16 zwischen den Isolierelementen
offen bleibt, kann gemäss der Erfindung auf einfache Weise ein Passstück 17 angebracht
werden. Dabei ist erst der oberste Teil des Verbirdungsteiles 9 des in der Figur 2
an der rechten Seite angeordneten Isolierelementes 3 aufgeschnitten, so dass das Passstück
17 von oben in die Ausnehmungen 13 und 14 eingelegt werden kann.
[0017] Die Isolierelemente 3 werden in voraus von einem Ende über den Balken 2 geschoben,
worauf der Balken 1 im Bauwerk montiert werden kann. Darauf werden die Zwischenräume
zwischen den benachbarten Bodenbalken und über den Isolierelementen voll mit Beton
ausgegossen. Eventuell kann darauf auf diesem Beton und den Balken 1 eine Deckschicht
angebracht werden.
1. Isolierelement aus Kunststoff zum thermischen Isolieren eines Bodens, welcher aus
einer Mehrzahl in gegebenen Abständen voneinander angeordneter Balken aus Beton oder
ähnlichem Material besteht, die an ihren Enden aufgelegt sind und an ihren unteren
Kanten mit vorstehenden nasenförmigen Vorsprüngen versehen sind, welches Element einen
plattenförmigen Teil aufweist, der mindestens an einer Seite einen mit diesem ein
Ganzes bildenden vorstehenden Befestigungsteil aufweist, der im Bereich der unteren
Kante einen in der Richtung des plattenförmigen Teiles vorstehenden nasenförmigen
Vorsprung hat, welcher, wenn das Isolierelement in seiner Stellung angebracht ist,
mit seiner unteren Kante auf dem vorstehenden nasenförmigen Vorsprung eines Balkens
abgestützt ist, wobei der plattenförmige Teil unter diesem Balken liegt, und der Befestigungsteil
im Zwischenraum zwischen zwei nebeneinander liegenden Balken angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, dass der plattenförmige Teil des Isolierelementes an beiden gegenüber
liegenden Seiten mit ein Ganzes mit dem plattenförmigen Teil bildenden vorstehenden
Befestigungsteilen versehen ist, die gegenseitig spiegelbildlich angeordnet sind und
zueinander gerichtete nasenförmige Vorsprünge haben, derart, dass das Isolierelement
im voraus von einem Kopfende eines Balkens über die daran ausgebildeten nasenförmigen
Vorsprünge geschoben werden kann und nach der Anordnung des Balkens die gegenüber
liegenden Verbindungsteile benachbarter Elemente mit ihren Seitenflächen aneinander
aufliegen, vor dem Auffüllen des Raumes zwischen diesen Balken.
2. Isolierelement nach Anspruch 1, bei welchem die Befestigungsteile einen in der
Längsrichtung parallel zum Balken verlaufenden Hohlraum aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
dass in der Seitenfläche jedes Befestigungsteiles eine Ausnehmung ausgebildet ist,
derart, dass im montierten Zustand die Ausnehmungen zweier aneinander anliegender
Befestigungsteile miteinander den erwähnten Hohlraum abschliessen.
3. Isolierelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierelement
eine derartige Länge aufweist, dass eine Mehrzahl mit ihren Enden aneinander stossenderElemente
eine gesamte Länge aufweist, die gleich ist, wie die Länge des Balkens vermindert
um die Länge der Auflageteile des Balkens.
4. Boden aufgebaut.aus einer Mehrzahl von in Abstand voneinander angeordneten Balken
aus Beton oder ähnlichem Material, die an ihren Enden aufgelegt sind und an ihren
unteren Kanten mit vorstehenden nasenförmigen Vorsprüngen sowie über diese. Vorsprünge
geschobenen Isolierelementen nach den Ansprüchen 2 oder 3 versehen sind.
5. Boden nach Anspruch 4 und den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass
an der Stelle, wo zwei Balken mit einem grösseren als dem-bestimmten Zwischenabstand
nebeneinander angeordnet sind, derart, dass sich zwisch den Isolierelementen dieser
Balken ein Zwischenraum befindet, der obere Teil mindestens eines der nebeneinander
liegenden Verbindungsteile aufgeschnitten ist, derart, dass der untere Teil der Ausnehmung
dieses Verbindungsteiles von oben zugänglich ist, wobei ein streifenförmiges Isolierelement
als Passstück auf dem untersten Teil und dem untersten Teil der Ausnehmungim Verbindungsteil
des nächstliegenden Isolierelementes angeordnet ist, welcbe.s den Zwischenraum überbrückt.
6. Boden nach Anspruch 4 sowie den Ansprüchen 2, 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die oberen Teile zweier nebeneinander anliegender Verbindungsteile zweier nebeneinander
angeordneter Isolierelemente aufgeschnitten sind,derart, dass die einander zugewandten
Ausnehmungen dieser Verbindungsteile einen nach oben offenen Kanal bilden, wobei in
diesem Kanal ein Balken aus armiertem Beton oder ähnlichem Material ausgebildet ist.