[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umreifen eines quaderförmigen Packgutes,
mittels zweier das Packgut in zueinander senkrechten Querschnittsebenen umspannender,
sich überkreuzender Umreifungsbänder, mit zwei Bandführungsrahmen, die bezüglich ihrer
Rahmenebene senkrecht zu einer in ihrer lichten Rahmenöffnung sich erstreckenden und
einem Transport des Packgutes dienenden horizontalen Förderebene angeordnet sind und
in denen jeweils das Umreifungsband um die lichte Rahmenöffnung herumführbar ist,
und mit einer jedem Bandführungsrahmen zugeordneten Einrichtung zum Einschieben des
Umreifungsbandes in den Bandführungsrahmen sowie zum Spannen, Verschließen und Abschneiden
des um das Packgut herumgelegten Umreifungsbandes.
[0002] Bei einer aus der DE-OS 31 40 291 bekannten Vorrichtung dieser Art sind zwei Umreifungsmaschinen
in der Transportrichtung gesehen hintereinander und mit ihren Rahmenebenen parallel
zueinander sowie senkrecht zur Transportrichtung angeordnet. Zwischen den beiden Umreifungsmaschinen
befindet sich auf gleicher Höhe mit der Förderebene ein Drehtisch. Das zu umreifende
quadrische Packgut wird zunächst der in der Transportrichtung ersten Umreifungsmaschine
zugeführt und angehalten. Der Quader ist dabei derart ausgerichtet, daß seine mittige
Querschnittsebene gerade in der Rahmenebene des Bandführungsrahmens liegt. In dieser
Stellung wird das im ersten Bandführungsrahmen bereitstehende Umreifungsband mittels
einer selbsttätigen Ablaufsteuerung aus dem Bandführungskanal herausgezogen, dadurch
um den Quader in dieser Querschnittsebene herumgelegt sowie gespannt, verschlossen
und abgeschnitten. Nach diesem ersten Arbeitstakt wird der nunmehr mit einem Umreifungsband
versehene Quader auf den Drehtisch weitergefördert, wo in einem weiteren Arbeitstakt
eine Drehung des Quaders um 90° erfolgt. Der solchermaßen gedrehte Quader gelangt
schließlich auf die Förderebene der zweiten Umreifungsmaschine, wo er in einem dritten
Arbeitstakt analog zu dem bei der ersten Umreifungsmaschine abgelaufenen Vorgang mit
einem weiteren Umreifungsband versehen wird. Der schließlich die zweite Umreifungsmaschine
verlassende Quader ist auf diese Weise mit zwei kreuzweise verlaufenden Umreifungsbändern
versehen.
[0003] Bei dieser bekannten Vorrichtung ist also zur Durchführung des Umreifungsvorganges
ein mehrstufiger Arbeitsablauf erforderlich, bei dem insbesondere die 90°-Drehung
auf dem Drehtisch sowie das mehrfache Verzögern und Wiederbeschleunigen des Packgutes
für die Verarbeitungsgeschwindigkeit äußerst nachteilhaft ist. Außerdem bildet der
Drehtisch mit seinem zugeordneten Antrieb sowohl einen Kosten- als auch einen möglichen
Störunqsfaktor. Schließlich hat der zwischen den beiden Umreifungsmaschinen angeordnete
Drehtisch auch einen erhöhten Platzbedarf der Vorrichtung zur Folge.
[0004] Ferner ist aus der Zeitschrift "Packing Revue", Oktober 1959, S. 81, Fig. 4, eine
Winkelanordnung von zwei einzelnen Umreifungsmaschinen bekannt. Hierbei tritt an die
Stelle eines Drehtisches eine Fördereinrichtung, die das Packgut anhält und in einer
zur bisherigen Transportrichtung senkrechten Richtung weiter befördert. Die Rahmenebene
der auf diesem zweiten Förder- abschnitt befindlichen Umreifungsmaschine steht zur
Rahmenebene der ersten Umreifungsmaschine senkrecht.
[0005] Der Platzbedarf einer solchen bekannten Winkelanordnung ist gewöhnlich noch höher
als derjenige einer geradlinigen Maschinenanordnung. Die übrigen Nachteile sind die
gleichen. Der Aufwand eines Eckförderers entspricht etwa demjenigen eines Drehtisches
und das Packgut muß auch hier dreimal verzögert und wieder beschleunigt werden, bis
die beiden kreuzweise verlaufenden Umreifungen angebracht sind.
[0006] Die FR-PS 14 98 021 beschreibt eine Vorrichtung zum kreuzweisen Umschnüren von Paketen
oder Papierstapeln, die zwar ohne Drehung des Stapels, aber ebenfalls sequentiell
arbeitet. An zwei in einer Transportrichtung hintereinander liegenden Stationen-sind
rotierende Umschnürungsarme angeordnet, deren Rotationsachsen parallel zur Förderebene
und zwar bei dem einen Umschnürungsarm in Transportrichtung und bei dem anderen quer
zur Transportrichtung verlaufen. Da hierbei der Schnürfaden verdrillt und mehrfach
um 90° umgelenkt werden muß, eignet sich eine solche Anordnung nicht für das Anbringen
von Umreifungsbändern. Der Platzbedarf der Vorrichtung ist erheblich, durchgehende
Förderbänder können nicht verwendet werden, da die rotierenden Arme die Förderebene
mehrfach schneiden,und das Packgut muß wenigstens zweimal angehalten und wieder beschleunigt
werden.
[0007] Schließlich ist aus der DE-AS 24 03 261 eine Vorrichtung mit nur einer einzigen Umreifungsmaschine
bekannt, mit der die beiden zueinander senkrechten Umreifungsvorgänge ausgeführt werden.
Hier bleibt auch das Packgut während der Vorgänge auf einer Stelle liegen. Es sind
jedoch keine stationären Bandführungsrahmen vorhanden, sondern der Bandführungsrahmen
wird nacheinander in die verschiedenen Umreifungsebenen geschwenkt und die Bandschlaufe
jeweils zur Schlaufenebene senkrecht über das Packgut geführt. Durch den hierfür erforderlichen
Zeitaufwand verringert sich die Durchsatzleistung beträchtlich, denn immerhin müssen
beide Umreifungsvorgänge zeitlich hintereinander ablaufen. Außerdem eignet sich diese
Vorrichtung deshalb nicht für Papierstapel oder dergleichen, weil eine der beiden
Umreifungsebenen parallel zur Förderebene ist.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung zum Umreifen eines
quaderförmigen Packgutes der eingangs genannten Art eine 90°-Drehung sowie ein wiederholtes
Anhalten und Beschleunigen des Packgutes innerhalb der Anlage zu vermeiden und die
Verarbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sich die Rahmenebenen der
beiden Bandführungsrahmen längs einer gemeinsamen vertikalen Mittellinie senkrecht
schneiden.
[0010] Es bedarf somit bei der Anlegung der sich kreuzenden Umreifungsbänder keiner Drehung
des Packgutes, weil infolge der zueinander senkrechten Anordnung der beiden Rahmenebenen
von selbst die gewünschten orthogonalen Umreifungsrichtungen vorgegeben sind. Die
gesamte Kreuzumreifung läuft in einem einstufigen Vorgang ab. Das Packgut wird nur
einmal zum gleichzeitigen Anlegen beider Umreifungsbänder angehalten. Hierdurch ergibt
sich eine besonders hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit. Außerdem wird die Vorrichtung
einfacher und kürzer und damit weniger störanfällig als die bekannten Vorrichtungen.
[0011] Wenn einer der beiden Bandführungsrahmen mit seiner Rahmenebene in Transportrichtung
und der andere quer dazu angeordnet ist, stehen die sich von der Förderebene nach
oben erstreckenden Teile des in Transportrichtung angeordneten Bandführungsrahmens
dem Packgut bei seinem Transport im Wege. Diese Teile müssen deshalb zeitweilig in
eine Förderfreigabestellung bewegt werden.
[0012] Demgegenüber wird hiermit vorgeschlagen, daß die Bandführungsrahmen unter einem Winkel
von 45° zur Transportrichtung angeordnet sind. Dies hat den Vorteil, daß keine Teile
der Bandführungsrahmen störend in den Transportweg des Packgutes hineinragen. Zur
Ausrichtung des Packgutes in die notwendige 45°-Stellung kann der Vorrichtung ein
besonderer Förderer vorgeschaltet werden. Dieser bewirkt, daß das zunächst mit den
Quaderseitenflächen parallel zur Transportrichtung ausgerichtete Packgut auf zwei
mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fördernde Transportbänder aufläuft und dadurch
vor seinem Eintritt in die Vorrichtung um 45° gedreht wird. Die 45°-Drehung kann aber
auch in der Vorrichtung selbst vorgenommen werden, beispielsweise einfach dadurch,
daß Anschläge vorgesehen sind, auf die das Packgut aufläuft und dabei herumgeworfen
wird.
[0013] Da die Bandführungsrahmen kreuzweise verschachtelt sind und sich durchdringen, wird
zur gegenseitigen ungestörten Führung der beiden Umreifungsbänder vorgeschlagen, daß
in den Bandführungsrahmen Bandführungskanäle ausgebildet sind, die einander an der
Schnittstelle der Rahmenebenen kreuzen, und daß der jeweils innere, dem Packgut näherliegende
Bandführungskanal Trennstellen aufweist. Dies sind im einfachsten Fall stationäre
Lücken.
[0014] Allerdings können bei einer zu großen Breite dieser Lücken Störungen beim Bandeinschub
in den betreffenden Bandführungskanal auftreten. Um solche Schwierigkeiten zu vermeiden
)wird weiter vorgeschlagen, daß wenigstens ein an eine Trennstelle an- schließender
Teil des inneren Bandführungskanals zwischen einer geschlossenen Stellung, in der
die beiderseits der Trennstelle gelegenen Kanalenden fluchtend aneinander liegen,
und einer offenen Stellung, in der zwischen den beiden Kanalenden eine Lücke gebildet
ist, in der Rahmenebene beweglich ausgebildet sind.
[0015] Jedenfalls dienen die Trennstellen dazu, das äußere Umreifungsband beim Anlegen an
das Packgut durch den inneren Bandführungskanal ungehindert quer hindurchzuführen.
Als Antrieb für eine die Durchtrittsöffnung herstellende Bewegung ist beispielsweise
ein Pneumatikzylinder geeignet. Da die Breite der Lücke meistens klein gegenüber den
Gesamtabmessungen des Bandführungsrahmens ist, reicht bereits die Materialelastizität
des Bandführungsrahmens aus, um diese Längsbewegung zuzulassen, so daß am Bandführungsrahmen
keine gesonderten Gelenke erforderlich sind.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert.
Im einzelnen zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Umreifen eines quaderförmigen Gegenstandes mit unter 45°
zur Transportrichtung des Gegenstandes angeordneten Bandführungsrahmen,
Fig. 2 eine schematische Darstellung sich kreuzender Bandführungskanäle mit Trennstellen
des inneren Bandführungskanals im Kreuzungsbereich.
[0017] Gemäß Fig. 1 weist eine Vorrichtung 1 zum Umreifen eines quaderförmigen Packgutes,
nämlich eines Zeitungspapier-Stapels 2, sich jeweils in einer vertikalen Rahmenebene
erstreckende Bandführungsrahmen 3, 3' auf. Die beiden Rahmenebenen schneiden sich
längs einer gedachten vertikalen Mittellinie 4, durch die jeweils die von den beiden
Bandführungsrahmen 3, 3' eingeschlossene lichte Rahmenöffnung in zwei gleich große
Teile unterteilt wird. Der zwischen den beiden sich schneidenden Rahmenebenen eingeschlossene
horizontale Winkel beträgt 90°.
[0018] In der lichten Rahmenöffnung der beiden Bandführungsrahmen 3, 3' erstreckt sich eine
horizontale Förderebene 5, die von der Oberfläche eines die beiden vertikalen Bandführungsrahmen
3, 3' tragenden Tisches 6 gebildet ist.
[0019] Die durch einen Pfeil 7 angedeutete, geradlinige Transportrichtung verläuft in der
perspektivischen Darstellung der Fig. 1 von vorne links nach hinten rechts. Die Rahmenebenen
der beiden Bandführungsrahmen 3, 3' sind jeweils unter einem Winkel von 45° zu dieser
Transportrichtung angeordnet.
[0020] Oberhalb der Bandführungsrahmen 3, 3' ist eine Presse 8 angeordnet. Sie ist mit vier
Preßstempeln versehen, die im Bereich der freien Ecken des von den Bandführungsrahmen
3 und 3' gebildeten Kreuzes vertikal nach unten über die Bandführungsrahmen 3, 3'
hinaus ausfahrbar sind. Diese Preßstempel greifen an der oberen horizontalen Quaderfläche
des in seiner Umreifungsstellung befindlichen Stapels 2 an, um ihn erwünschtenfalls
zusammenzudrücken.
[0021] Die beiden Bandführungsrahmen 3, 3' sind im wesentlichen in der Form eines Rechtecks
mit gerundeten Eckbereichen ausgebildet, dessen Rechteckschenkel 9_und 10 sich horizontal
bzw. vertikal erstrecken. Die vertikalen Rechteckschenkel 10 treten dabei an den vier
Ecken der quadratischen Förderebene 5 durch diese hihdurch. Der gesamte zur Transportrichtung
senkrechte, lichte Durchtrittsquerschnitt der Vorichtung 1 ist daher in der vertikalen
Richtung durch die über die Förderebene 5 nach oben ragende vertikale Länge der Rechteckschenkel
10 und in der horizontalen Richtung durch den horizontalen Abstand zwischen dem zum
Bandführungsrahmen 3 einerseits und zum Bandführungsrahmen 3' andererseits gehörenden
vertikalen Rechteckschenkel 10 bestimmt.
[0022] In den Bandführungsrahmen 3, 3' sind seitlich offene (Fig. 2) oder nach innen zu
öffnende Bandführungskanäle ausgebildet. Dadurch können die Umreifungsbänder 12 und
12' nach der Bildung einer geschlossenen Schlaufe aus den Kanälenaustreten und zur
Verengung der Schlaufe zurückgezogen werden. In dem Tisch 6 ist unterhalb der Förderebene
5 eine Einrichtung angeordnet, durch welche die Umreifungsbänder 12 und 12' in die
Bandführungskanäle der beiden Bandführungsrahmen 3, 3' eingeschoben werden können.
Diese Einrichtung dient auch dazu, die Umreifungsbänder 12, 12', sobald sich der Stapel
2 in seiner auf der Förderebene 5 vorgesehenen Umreifungsstellung befindet, aus dem
Bandführungskanal herauszuziehen und dadurch um den Stapel 2 herumzulegen. Außerdem
werden die Umreifungsbänder durch diese Einrichtung gespannt, verschlossen und schließlich
abgeschnitten. Zum Durchtritt des Umreifungsbandes durch die Förderbene 5 dienen längs
der Rahmenebenen angeordnete Durchtrittsschlitze 13. Um diese Einrichtung, die zwei
sogenannte Verschlußköpfe enthält, für Wartungszwecke gut zugänglich zu machen, kann
der Tisch 6 an seiner zur Transportrichtung parallelen Seitenfläche mittels einer
Tür geöffnet werden. ;
[0023] An die beiden quer zur Transportrichtung sich erstreckenden Seiten des Tisches 6
sind Förderer 14 und 15 angeschlossen, wobei durch den Förderer 14 der Stapel 2 in
der Transportrichtung auf die Förderebene 5 in die mit strichpunktierten Linien angedeutete
Umreifungsstellung 16 transportiert wird. Durch den Förderer 15 erfolgt dagegen der
Abtransport des umreiften Stapels 2 aus der Vorrichtung 1. Der zu umreifende Stapel
2 muß der Vorrichtung 1 mit seinen vertikalen Quaderseitenflächen 17 unter einem Winkel
von 45° zur Transportrichtung zugeführt werden, damit die Umreifung kreuzweise parallel
zu diesen Quaderseitenflächen 17 erfolgen kann. Sofern jedoch der zu umreifende Stapel
2 aus einer etwaigen vorherigen Verabeitungsstufe mit seinen Quaderseiten
- flächen 17 parallel bzw. senkrecht zur Transportrichtung angeliefert wird, ist es
daher erforderlich, den Gegenstand 2 vor seinem Eintritt in die Vorrichtung 1 um 45°
zu drehen. Zu diesem Zweck ist der Förderer 14 in einem stromaufwärts der Vorrichtung
1 gelegenen Bereich mit zwei getrennten Förderbändern 18, 18' versehen, die sich mit
einer solchen unterschiedlichen Lineargeschwindigkeit bewegen, daß der Stapel 2 während
seines Transportes über die Förderbänder 18, 18' hinweg gerade um 45° gedreht wird.
[0024] Die Fig. 2 zeigt die besondere Ausbildung der Bandführungskanäle. Ein äußerer Bandführungskanal
20 ist in Rahmenebene gesehen dargestellt, der dazu senkrechte innere Bandführungskanal
21 liegt in der Zeichenebene. Beide Kanäle sind in die Förderebene 5 soweit eingesenkt,
daß die Oberkante des unteren horizontalen Schenkels des inneren Bandführun
gsrahmens 21 in Höhe der Förderebene 5 liegt. Beim Bandführungsrahmen 21 ist zusätzlich
ein Zuführungskanal 22 gezeigt. Beide Bandführungskanäle 20 und 21 haben einen U-förmigen
Querschnitt mit der Öffnung an der Seite.
[0025] Während der äußere Bandführungskanal 20 aus einem Stück bestehen kann, ist der innere
Bandführungskanal 21 in zwei U-förmige Hälften 21a und 21b geteilt, wobei die Schenkelenden
oben an einer Trennstelle 23 unmittelbar aneinander liegen und unten eine bleibende
Lücke 24 bilden. Mittels eines Pneumatikzylinders 25, der oben links an der linken
Hälfte 21b des inneren Bandführungskanals angreift, kann diese Hälfte 21b derart verformt
werden, daß sie die strichpunktiert dargestellte Lage einnimmt, wobei die Trennstelle
23 sich zu einer Lücke 26 aufweitet. Der untere Schenkel der Hälfte 21b ist fest.
[0026] Wenn im Betrieb die Umreifungsbänder 12 und 12' in die Bandführungskanäle 21 bzw.
20 eingeschoben sind und vollständige Schlaufen gebildet haben, drücken nicht dargestellte
Betätigungsorgane die Bänder seitlich aus den Kanälen. Gleichzeitig öffnet der Pneumatikzylinder
25 die Lücke 26, so daß beim nun folgenden gleichzeitigen Zurückziehen der Umreifungsbänder
das Umreifungsband 12' den Bandführungskanal 21 oben und unten ungehindert kreuzen
und sich bei weiterer Verkleinerung der Schlaufe an das Packgut anlegen kann. Zum
Einführen der Umreifungsbänder beim nächsten Arbeitsvorgang wird die Lücke 26 wieder
geschlossen.
[0027]
1 Vorrichtung
2 Stapel
3 Bandführungsrahmen
3' Bandführungsrahmen
4 Mittellinie
5 Föderebene
6 Tisch
7 Pfeil
8 Presse
9 Rechteckschenkel
10 Rechteckschenkel
12 Umreifungsband
12' Umreifungsband
13 Durchtrittsschlitz
14 Förderer
15 Förderer
16 Umreifungsstellung
17 Quaderseitenflächen
18 Förderband
18' Föderband
20 Bandführungskanal
21 Bandführungskanal
22 Zuführungskanal
23 Trennstelle
24 bleibende Lücke
25 Pneumatikzylinder
26 Lücke
1. Vorrichtung zum Umreifen eines quaderförmigen Packgutes, mittels zweier das Packgut
in zueinander senkrechten Querschnittsebenen umspannender, sich überkreuzender Umreifungsbänder,
mit zwei Bandführungsrahmen, die bezüglich ihrer Rahmenebene senkrecht zu einer in
ihrer lichten Rahmenöffnung sich erstreckenden und einem Transport des Packgutes dienenden
horizontalen Förderebene angeordnet sind und in denen jeweils das Umreifungsband um
die lichte Rahmenöffnung herumführbar ist, und mit einer jedem Bandführungsrahmen
zugeordneten Einrichtung zum Einschieben des Umreifungsbandes in den Bandführungsrahmen
sowie zum Spannen, Verschließen und Abschneiden des um das Packgut herumgelegten Umreifungsbandes,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Rahmenebenen der beiden Bandführungsrahmen (3,
3') längs einer gemeinsamen vertikalen Mittellinie (4) senkrecht schneiden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandführungsrahmen
(3, 3') unter einem Winkel von 45° zur Transport_richtung angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Bandführungsrahmen
(3, 3') Bandführungskanäle (20, 21) ausgebildet sind, die einander an der Schnittstelle
der Rahmenebenen kreuzen, und daß der jeweils innere, dem Packgut näher liegende Bandführungskanal
(21) Trennstellen (23) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein an eine
Trennstelle (23) anschließender Teil (21b) des inneren Bandführungskanals (21) zwischen
einer geschlossenen Stellung, in der die beiderseits der Trennstelle (23) gelegenen
Kanalenden fluchtend aneinander liegen, und einer offenen Stellung, in der zwischen
den beiden Kanalenden eine Lücke (26) gebildet ist, in der Rahmenebene beweglich ausgebildet
ist.