[0001] Die Erfindung betrifft ein Schutzgitter, insbesondere zum Absichern von Gebäudeöffnungen
oder zum Einfrieden von Grundstücken mit geradlinig verlaufenden, hohl ausgebildeten
Gitterstäben, die ein optisches Überwachungsystem enthalten, welches beim Durchtrennen
eines Gitterstabes ein Alarmsignal auslöst.
[0002] Derartige Schutzgitter sind aus der DE-OS 3o 29 712 bekannt. Bei dem dort beschriebenen
Gitterzaun weist das Schutzgitter hohl ausgebildete, in Schlangenform gewundene Gitterstäbe
auf, in deren Hohlräume elektrische oder optische Leister eingefädelt sind. Mehrere
solcher Schutzgitter sind zu einem Zaun zusammengestellt. Werden die Gitterstäbe eines
solchen Schutzgitters durchschnitten, so wird auch der optische oder elektrische Leiter
unterbrochen oder beschädigt, wodurch ein Alarm ausgelöst wird.
[0003] Nachteilig bei einem derartigen Schutzgitter ist einerseits die komplizierte und
teure Herstellung. Andererseits ist nach einer Beschädigung des Schutzgitters die
Reparatur außerordentlich zeitraubend, weil das Einfädeln der neuen Leitungen in das
reparierte Gitter Schwierigkeiten macht. Ein weiterer Nachteil des bekannten Schutzgitters
besteht darin, daß das Überwachungssystem auf eine mehr oder weniger starke Durchbiegung
des Schutzgitters nicht reagiert, weil der elektrische oder optische Leiter sich mit
dem Gitterstab verbiegen kann, ohne daß ein Alarm ausgelöst wird. Ein ähnliches Schutzgitter
mit den gleichen Nachteilen ist aus der DE-AS 26 53 o56 bekannt.
[0004] Die vorliegende Erfindung hat sich deshalb die Aufgabe gestellt, das Schutzgitter
der oben angeführten Art dahingehend weiterzubilden, daß es einfacher herzustellen
ist, bequemer zu reparieren ist und schon bei einer bestimmten Durchbiegung der Gitterstäbe
einen Alarm auslöst.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß an den gegenüberliegenden
Enden der Gitterstäbe Lichtquellen bzw. Lichtempfänger angeordnet sind und daß das
Licht durch den Hohlraum der Gitterstäbe hindurch direkt von der Lichtquelle zum Lichtempfänger
gelangt.
[0006] Die Herstellung eines solchen Schutzgitters ist einfach, da auf ein Einfädeln irgendwelcher
Leitungen verzichtet werden kann. Ebenso erleichtert ist die Reparatur. Bei der Zerstörung
oder Beschädigung eines rohrförmigen Gitterstabes braucht nur dieser ausgetauscht
zu werden; bei Ausfall einer Lichtquelle bzw. eines Lichtempfängers können diese schnell
und problemlos ausgetauscht werden. Darüber hinaus spricht das Überwachungssystem
eines solchen Schutzgitters bereits bei der Durchbiegung eines Gitterstabes an, weil
in diesem Fall das Licht nicht oder nur unzureichend an den Lichtempfänger gelangt.
[0007] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Lichtquellen Leuchtdioden
und die Lichtempfänger Fotodioden. Leuchtdioden und Fotodioden sind zu billigen Massenartikeln
geworden, die ihre Funktionssicherheit bewiesen haben. Sie arbeiten mit geringem Energieaufwand
und können je nach Bedarf beliebig klein gebaut werden.
[0008] Wenn die Empfindlichkeit der Lichtempfänger einstellbar ist, ergibt sich damit auch
eine Einstellbarkeit für die Ansprechempfindlichkeit des Schutzgitters. Soll der Alarm
schon bei geringer Durchbiegung der Gitterstäbe ausgelöst werden, wird die Empfindlichkeit
des Lichtempfängers so eingestellt, daß bereits eine geringfügige Schwächung des auftreffenden
Lichtes zur Alarmauslösung genügt. Soll demgegenüber die Ansprechempfindlichkeit des
Schutzgitters geringer sein, wird die Empfindlichkeit des Lichtempfängers so eingestellt,
daß erst eine stärkere Schwächung des auftretenden Lichtes einen Alarm auslöst. Um
ein sicheres Arbeiten des Schutzgitters gemäß der Erfindung über lange Zeiträume zu
gewährleisten, kann die Innenseite der rohrförmigen Gitterstäbe gegebenenfalls mit
einer Schutzschicht versehen sein. Diese Schutzschicht schützt die Innenseite des
Gitterstabes vor Korrosion. Die durch die Beschichtung hervorgerufene Glättung der
Oberfläche der Innenseite des Gitterstabes trägt auch zu einem verbesserten Lichtleitverhalten
des Gitterstabes bei, so daß mit genauer definierten Lichtbedingungen gearbeitet werden
kann.
[0009] Zum gleichen Zweck kann gegebenenfalls auch der Inneraum des Gitterstabes ganz oder
teilweise mit durchsichtigem Material, z.B. mit einem durchsichtigen Kunststoff gefüllt
sein.
[0010] Bei der Verwendung des Schutzgitters gemäß der Erfindung in einem Sicherheitszaun
mit hohl ausgebildeten Zaunpfosten sind zweckmäßig die rohrförmig ausgebildeten Gitterstäbe
horizontal angeordnet und ragen mit ihren Enden in die Hohlräume der Zaunpfosten.
Infolgedessen sind die an den Enden der horizontal verlaufenden Gitterstäbe befindlichen
Lichtquellen und Lichtempfänger gegen äußere Einflüsse, z.B. Witterungseinflüsse oder
Gewaltanwendung, geschützt angeordnet. Einem derart ausgerüsteten Sicherheitszaun
kann man es von außen nicht ansehen, daß er ein elektronisches Überwachungssystem
hat.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Lichtquellen
und Lichtempfänger auf im Zaunpfahl untergebrachten Schienen angeordnet sind. Bei
dieser Ausführungsform ist die Herstellung und die Reparierbarkeit weiter vereinfacht.
Die Gitterstäbe des Schutzgitters brauchen nicht einzeln mit Lichtquellen und Lichtempfängern
bestückt zu werden, so daß im späteren Einsatz ein zerstörtes Schutzgitter schnell
durch ein neues ersetzt werden kann, wobei die Schienen mit den Lichtquellen bzw.
Lichtempfängern von dem alten Schutzgitter entfernt werden und auf das neue Schutzgitter
aufgesteckt werden. Treten dagegen Störungen im Bereich der Lichtquellen bzw. der
Lichtempfänger auf, wird lediglich die betreffende Schiene ausgetauscht. Ein langwieriges
Suchen nach der Fehlerquelle kann unterbleiben.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden an Hand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Schutzgitter gemäß der Erfindung mit teilweise aufgeschnittenen
Gitterstäben;
Fig. 2 eine Vorderansicht eines Zaunabschnittes mit Schutzgittern gemäß der Erfindung;
Fig. 3 einen Schnitt durch einen Zaunpfahl mit angesetztem Schutzgitter gemäß der
Erfindung;
Fig. 4 eine Seitenansicht eines Zaunpfahles Y-Ausleger.
[0013] Die Fig. 1 zeigt ein Schutzgitter, welches mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist.
Das Schutzgitter besteht aus parallel zueinander angeordneten Gitterstäben 2 und zu
diesen senkrecht, ebenfalls parallel zueinander angeordneten Gitterstäben 3. Die Gitterstäbe
2 sind rohrförmig ausgebildet. In den Öffnungen der rohrförmigen Gitterstäbe 2 befinden
sich an einer Seite des Schutzgitters 1 Leuchtdioden 4, auf der entgegengesetzten
Seite Fotodioden 5. Sowohl die Leuchtdioden 4 als auch die Fotodioden 5 sind mit Energieversorgungs-und
Signalübertragungsleitungen 6 verbunden. In einer elektronischen Überwachungsvorrichtung
7 werden die von den Fotodioden 5 kommenden Signale ausgewertet. Bei diesem Ausführungsbeispiel
dient das Schutzgitter 1 als Sicherung für eine Lichtkuppel 8.
[0014] Das Schutzgitter 1 arbeitet wie folgt. Die Leuchtdioden 4 senden ständig Licht aus,
welches durch die rohrförmigen Gitterstäbe 2 hindurch mit einer definierten Lichtstärke
auf die Fotodioden 5 fällt. Wird ein rohrförmiger Gitterstab 2 durchgebogen oder gar
durchgeschnitten, fällt kein Licht oder lediglich Licht mit unzureichender Lichtstärke
auf die Fotodiode 5. Diese Abweichung vom eingestellten Empfindlichkeitswert der Fotodiode
5 wird von der elektronischen Überwachungsvorrichtung 7 festgestellt, welche in diesem
Fall einen Alarm auslöst. Die Empfindlichkeit der Fotodioden 5 ist so einstellbar,
daß bei geringerer Durchbiegung der Gitterstäbe 2 das Licht, das durch Streuung durch
den Gitterstab 2 auf die Fotodiode 5 gelangt, noch ausreicht, um die Alarmauslösung
zurückzuhalten. Hierdurch wird erreicht, daß das Schutzgitter nicht schon bei geringfügiger
Belastung beispielsweise durch spielende Kinder oder mit dem Gitter kollidierende
Tiere ausgelöst wird.
[0015] Die Innenflächen der rohrförmigen Gitterstäbe sind gegebenenfalls mit einer Schutzschicht
9 versehen (siehe Fig. 3), so daß Korrosion eine lange Standzeit des Schutzgitters
1 nicht gefährden kann und die Lichtbedingungen über längere Zeit konstant bleiben.
[0016] Alternativ kann der Innenraum des hohlen Gitterstabes auch ganz oder teilweise mit
durchsichtigem Material, beispielsweise Kunststoffglas gefüllt sein, wie in Fig. 3
auf der rechten Seite mit dem Bezugszeichen lo angedeutet ist.
[0017] Die Fig. 2 zeigt ein Teilstück eines Sicherheitszaunes mit einem Schutzgitter gemäß
der Erfindung. Zwischen zwei in den Boden eingelassenen hohlen Zaunpfosten 12 und
13 ist ein Schutzgitter 14 angeordnet. Das Schutzgitter 14 besteht aus senkrechten
Gitterstäben 15 und aus waagerechten Gitterstäben 16. Die Gitterstäbe 16 sind rohrförmig
ausgebildet. Der untere Teil des Schutzgitters 14 ist ebenfalls in den Boden eingelassen.
In den Öffnungen der rohrförmigen Gitterstäbe 16 befinden sich an einer Seite des
Schutzgitters 14 Leuchtdioden 17, auf der entgegengesetzten Seite Fotodioden 18. Die
Leuchtdioden 17 und die Fotodioden 18 sind jeweils auf Schienen 19 bzw. 2o angeordnet,
welche auch die Energieversorgungsleitungen und Signalübertragungsleitungen für die
Leuchtdioden 17 bzw. Fotodioden 18 enthalten. An den zum Boden zeigenden Enden der
Schienen 19 bzw. 2o befinden sich Steckelemente 21 bzw. 22, welche an Verteilerkästen
23 anschließbar sind. Die Verteilerkästen 23 befinden sich im Boden unterhalb des
Zaunes und sind durch elektrische Versorgungs- und Übertragungskabel 24 miteinander
verbunden. Oberhalb der Schutzgitter 14 und der Zaunpfosten 12 und 13 sind Y-Ausleger
25 und 26 angeordnet, die entsprechende Schutzgitter 14 tragen. Die Y-Ausleger 25
und 26 sind mit in den Zaunpfosten 12 und 13 gelagerten Überwachungsschaltern 27 und
28 versehen, die bei Belastung ein Alarmsignal an die Überwachungszentrale auslösen.
Die mit den Leuchtdioden 17 und den Fotodioden 18 bestückten Enden der horizontalen
Gitterstäbe 16 sind in den Hohlräumen der Zaunpfosten 12 und 13 bzw. der Y-Ausleger
15 und 16 geschützt untergebracht.
1. Schutzgitter, insbesondere zum Absichern von Gebäudeöffnungen oder zum Einfrieden
von Grundstücken, mit geradlinig verlaufenden, hohl ausgebildeten Gitterstäben (2,
16), die ein optisches Überwachungssystem enthalten, welches beim Druchtrennen der
Gitterstäbe (2, 16) ein Alarmsignal auslöst,
dadurch gekennzeichnet, daß an den gegenüberliegenden Enden der Gitterstäbe (2, 16)
Lichtquellen (4, 17) bzw. Lichtempfänger (5, 18) angeordnet sind und daß das Licht
durch den Hohlraum der Gitterstäbe (2, 16) hindurch direkt von der Lichtquelle (4,
17) zum Lichtempfänger (5, 18) gelangt.
2. Schutzgitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquellen (4,
17) Leuchtdioden und die Lichtempfänger (5, 18) Fotodioden sind.
3. Schutzgitter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfindlichkeit
der Lichtempfänger (5, 18) einstellbar ist.
4. Schutzgitter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite
der rohrförmigen Gitterstäbe (2, 16) mit einer Schutzschicht (9) versehen sind.
5. Schutzgitter nach den Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum
der rohrförmigen Gitterstäbe (2, 16) ganz oder teilweise -mit durchsichtigem Material
(lo) gefüllt ist.
6. Schutzgitter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei Verwendung an einem Zaun mit
hohl ausgebildeten Zaunpfosten (12, 13), dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmig
ausgebildeten Gitterstäbe (16) horizontal verlaufen und mit ihren Enden in die Hohlräume
der Zaunpfosten (12, 13) ragen.
7. Schutzgitter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquellen (17)
und die Lichtempfänger (18) auf im Zaunpfahl (12, 13) untergebrachten Schienen (19,
20) angeordnet sind.