| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 118 717 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
|
20.02.1991 Patentblatt 1991/08 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
18.06.1986 Patentblatt 1986/25 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.02.1984 |
|
|
| (54) |
Sinterverbundwerkstoff für elektrische Kontakte und Verfahren zu seiner Herstellung
Sintered material for electrical contacts and its method of manufacture
Matériau fritté pour contacts électriques et procédé de sa fabrication
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT CH DE FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
16.02.1983 DE 3305270
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
19.09.1984 Patentblatt 1984/38 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
|
80333 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Schreiner, Horst, Prof. Dr.
D-8500 Nürnberg (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 024 349 EP-A- 0 056 857 DE-A- 2 639 771 DE-A- 3 102 067 FR-A- 2 433 054 GB-A- 2 093 066
|
EP-A- 0 039 429 DE-A- 2 446 698 DE-A- 2 754 335 DE-A- 3 304 619 GB-A- 2 055 398 US-A- 4 141 727
|
|
| |
|
|
- Gmelins Handbuch der anorganischen Chemie, 8. Aufl., 1959, Bd. 33, S. 426, 427
- Kieffer, R. und Hotop, W., "Pulvermetallurgie und Sinterwerkstoffe", 2. Aufl., 1948,
S. 40-44
- Forschungsberichte 01 ZG 047-ZK/NT/NTS 1011, Bundesforschungsmini- sterium für Forschung
und Technologie, SS.23-26,38, 39
|
|
| |
|
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Sinterverbundwerkstoff für elektrische Kontakte
aus Silber, Zinnoxid, Wismutoxid, Kupferoxid und ein Verfahren zu seiner Herstellund.
[0002] Für eine Vielzahl von Anwendungsfällen hat sich für das Herstellen von elektrischen
Kontaktstücken AgCdO sehr gut bewährt. Das CdO ist wegen seiner Umweltbelastung als
toxischer Werkstoff eingestuft worden. Daher wird versucht, CdO durch ein anderes
Metalloxid zu ersetzen. Es hat sich gezeigt, daß Zinnoxid (SnO₂) ein geeigneter Ersatz
für Cadmiumoxid (CdO) ist. Es hat sich aber auch gezeigt, daß AgSnO₂-Kontaktwerkstoffe
noch nicht in allen funktionswichtigen Eigenschaften optimale Werte aufweisen. So
tritt z. B. bei AgSnO₂-Kontaktwerkstoffen gegenüber AgCdO-Kontaktwerkstoffen eine
fest haftende Oxidschïcht auf.
[0003] Durch die EP-A-0 024 349 ist ein Werkstoff für elektrische Kontakte aus Silber, Zinnoxid
und Wolframoxid als einem weiteren Metalloxid bekannt. In Weiterbildung dieses Werkstoffes
wird mit der DE-A-30 17 424 vorgeschlagen, daß ein solcher Silberbasiswerkstoff mit
5 bis 20 Gew.-% Zinnoxid und 0,05 bis 5 Gew.-% Wolframoxid zusätzlich 0,1 bis 5 Gew.-%
Wismutoxid enthält. Diese Werkstoffe werden aus der Pulvermischung von Silber und
den einzelnen Metalloxiden gesintert und verdichtet, so daß sich ein typisches Sintergefüge
mit statistischer Verteilung der Metalloxide ergibt.
[0004] Aus der GB-A-2 055 398 ist ein Werkstoff für elektrische Kontakte bekannt, der aus
Silber, Zinnoxid, Wismutoxid und Kupferoxid besteht. In dem aus der DE-A-27 54 335
vorbekannten Werkstoff entsprechender Konstitution kann fakultativ das Kupferoxid
durch Zinkoxid ersetzt werden. Beide Werkstoffe können durch die sogenannte innere
Oxidation von zunächst erzeugten Legierungen hergestellt werden, wobei die Oxidation
im wesentlichen durch Festkörperdiffusion von Sauerstoff erfolgt.
[0005] Aus der DE-A-31 02 067 ist weiterhin ein Werkstoff bekannt, der neben Silber und
Zinnoxid Molybdänoxid und/oder Germaniumoxid, aber kein Wismutoxid und Kupferoxid
enthält, wobei das Molybdänoxid teilweise durch Wolframoxid ersetzt werden kann.
Dieser Werkstoff wird entweder pulvermetallurgisch aus Silber und den Metalloxiden
oder durch innere Oxidation von Legierungsblechen hergestellt, wobei über die Gefügeausbildung
keine Aussagen gemacht sind.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten CdO-freien Silberkontaktstücke
dahingehend zu verbessern, daß die Optimierung der Kontakteigenschaften hinsichtlich
Abbrand im Lichtbogen, kleine Schweißkraft und kleinen Kontaktwiderstand ermöglichtwird.
[0007] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
a) der AgSnO₂Bi₂O₃CuO-Werkstoff Wolframoxid (WO₃) und/oder Molybdänoxid (MoO₃) als
sublimierenden Metalloxidzusatz enthält und
b1) das Zinnoxid (SnO₂), das Wismutoxid (Bi₂O₃) und das Kupferoxid (CuO) als globulare
Ausscheidungen im Silber in Gefügebereichen bis höchstens 200 µm Durchmesser ausgeschieden
sind, wogegen
b2 ) der sublimierende Metalloxidzusatz aus Wolframoxid ( WO₃ ) und/oder Molybdänoxid
(MoO₃) in den Oberflächen der Grenzbereiche dieser Silberbereiche verteilt ist.
Die Herstellung eines solchen Sinterverbundwerkstoffes erfolgt mit folgenden Verfahrensschritten
vor dem Pressen, Sintern und Verdichten zum Formkörper:
a) Ein Legierungspulver aus AgSnBiCu vorgegebener Zusammensetzung wird zu einem AgSnO₂Bi₂O₃CuO-Verbundpulver
inneroxidiert
b) das AgSnO₂Bi₂O₃CuO-Verbundpulver wird mit WO₃- und/oder MoO₃-Pulver vorgegebener
Menge in einer Rührwerksmühle unter Azeton gemischt,
c) dabei werden die WO₃- und/oder MoO₃-Pulverteilchen auf der Ober fläche der Verbundpulverteilchen
aus AgSnO₂Bi₂O₃CuO verteilt.
[0008] Mit der Erfindung ist also ein Werkstoff geschaffen, bei dem in vorteilhafter Weise
dem Umstand Rechnung getragen wird, daß Wolfram und/oder Molybdän in Silber unlösbar
ist. Durch die Sublimation der entsprechenden Oxide an den Verbundteilchen können
aber trotzdem die Vorteile dieser Metalloxidzusätze ausgenutzt werden.
[0009] Es hat sich besonders bewährt, wenn die mittleren Teilchengroßen der Zinnoxid-,
Wismutoxidund Kupferoxidausscheidungen in den Silberbereichen zwischen 0,1 und 5
µm insbesondere zwischen 0,1 µm und 3 µm betragen.
[0010] Weiterhin ist es vorteilhaft, daß der Zinnoxidanteil zwischen 6 und 15% Massengehalt
der Wismutoxidanteil zwischen 0,2 und 2% Massengehalt, der Kupferoxidanteil zwischen
0,2 und 2% Massengehalt und der Anteil an sublimierenden Metalloxidzusatz zwischen
0,2 und 2% Massengehalt beträgt.
[0011] Als besonders geeignet hat sich für den sublimierenden Metaltoxidzusatz Molybdänoxid
(MoO₃) mit einem Anteil von 0,5% Massengehalt, oder Wolframoxid (WO₃), mit einem Anteil
von 0,8% Massengehalt oder Wolframoxid (WO₃) mit einem Anteil von 0,5% Massengehalt
und Mo lybdänoxid (MoO₃) mit einem Anteil von 0,2% Massengehalt erwiesen.
[0012] Bei dem Kontaktwerkstoff gemäß dem Kennzeichen des Patentanspruches 1 wird eine
Optimierung durch die Silberbereiche mit den globularen Oxidausscheidungen von Zinnoxid
Wismutoxid und Kupferoxid mit sehr günstigen Lichtbogeneigenschaften und den an
der Oberfläche dieser Silberbereiche liegenden sublimierenden Metalloxiden erreicht,
die bei Lichtbogenbelastungen zu kleinen Silberinseln führen, aus denen die Metalloxide
unter der Silberschmelztemperatur sublimieren und dadurch eine geschlossene Deckschicht
an Oxiden vermeiden. Dadurch wird eine deutliche Erniedrigung des Kontaktwiderstandes
erzielt, ohne daß die Schweißkraft erhöht wird. An zwei Ausführungsbeispielen wird
die Erfindung näher erläutert.
Beispiel 1
[0013] Aus einer AgSnBiCu-Legierung mit 7,7% Massengehalt Zinn (Sn), 1% Massengehalt Wismut
(Bi) und 1% Massengehalt Kupfer (Cu) wird ein Pulver der Teilchengröße < 200 µm hergestellt.
Ein geeignetes verfahren dafür ist z. B. die Druckverdüsung der Schmelze dieser Legierung.
Das erhaltene Legierungspulver wird vollständig inneroxidiert, wobei ein verbundpulver
AgSnO₂Bi₂O₃CuO entsprechender Zusammensetzung erhalten wird. Die innere Oxidation
wird an Luft vorgenommen. wobei die Glühbehandlung bei 500°C begonnen wird und nach
einer Stunde während der gleichen Zeit bei 800°C gehalten wird. Das verbundpulver
wird mit 0,8% Massengehalt Wolframoxid (WO₃) in einer Rührwerkskugelmühle unter Azeton
während einer Stunde gemischt und dabei das WO₃ auf der Oberfläche der Verbundpulverteilchen
verteilt.
[0014] Nach Trocknen dieser Pulvermischung wird durch Pressen, Sintern und Warmnachverdichten
ein Formkörper hergestellt, dessen Restporosität bei <1,5% liegt. Die Kontakteigenschaften
wie Abbrand im Lichtbogen. Schweißkraft und Kontaktwiderstand wurden unter in der
Literatur beschriebenen Bedingungen auf einem Prüfschalter gemessen und mit einer
sehr guten AgCdO-Qualität verglichen. Die Abbrandwerte liegen um 25% niedriger, womit
eine entsprechende Verbesserung der Lebensdauer erreicht wird. Dadurch kann eine
entsprechende Silbereinsparung durch Verkleinerung des Kontaktstückvolumens erzielt
werden. Die Schweißkraftwerte lagen im gleichen Bereich wie bei AgCdO
12 und auch der Kontaktwiderstand lag im gleichen Schwankungsbereich.
Beispiel 2
[0015] Aus einer AgSnBiCu-Legierung mit 7,7% Massengehalt Zinn (Sn), 1% Massengehalt Wismut
(Bi) und 1% Massengenalt Kupler (Cu) wird wie bei Beispiel 1 ein Pulver der Teilchengröße
< 200 µm durch Druckverdüsung der geschmolzenen Legierung hergestellt. Durch innere
Oxidation des Legierungspulvers wird unter den in Beispiel 1 angegebenen Bedingungen
ein vollständig inneroxidiertes Verbundpulver AgSnO₂Bi₂O₃CuO erhalten. Das verbundpulver
wird mit 0,4% Massengehalt Wolframoxid-Pulver (WO₃) und 0,2% Massengehalt MolybdänoxidPulver
(MoO₃) in einer Rührwerkskugelmühle unter Azeton während 1 h gemahlen und die Oxidzusätze
auf der Oberfläche der Verbundpulverteilchen gleichmäßig verteilt. Nach Trocknen
der Pulvermischung wird durch Pressen. Sintern und Warmnachverdichten ein Formkörper
hergestellt, dessen Restporosität bei < 1,5 % liegt. Die Kontakteigenschaften wurden
auf einem in der Literatur beschriebenen Prüfschalter gemessen, sie sind genauso
hervorragend wie bei dem im Beispiel 1 beschriebenen Kontaktwerkstoff.
1. Sinterverbundwerkstoff für elektrische Kontakte aus Silber, Zinnoxid, Wismutoxid
Kupferoxid (AgSnO₂Bi₂O₃CuO),
dadurch gekennzeichnet, daß
a) der AgSnO₂Bi₂O₃CuO-Werkstoff Wolframoxid (WO₃) und/oder Molybdänoxid (MoO₃) als
sublimierenden Metalloxidzusatz enthält und
b1) das Zinnoxid (SnO₂), das Wismutoxid (Bi₂O₃) und das Kupferoxid (CuO) als globulare
Ausscheidungen im Silber in Gefügebereichen bis höchstens 200 µm Durchmesser ausgeschieden
sind, wogegen
b2) der sublimierende Metalloxidzusatz aus Wolframoxid (WO₃) und/oder Molybdänoxid
(MoO₃) in den Oberflächen der Grenzbereiche dieser Silberbereiche verteilt ist.
2. Sinterverbundwerkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mittleren Teilchenrößen der Zinnoxid-, Wismutoxid- und Kupferoxidausscheidungen
in den Silberbereichen zwischen 0,1 und 5 µm betragen.
3. Sinterverbundwerkstoff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mittleren Teilchengrößen der Zinnoxid-, Wismutoxid- und Kupferoxidausscheidungen
in den Silberbereichen zwischen 0,1 µm und 3 µm betragen.
4. Sinterverbundwerkstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß der Zinnoxidanteil zwischen 6 und 15% Massengehalt, der Wismutoxidanteil zwischen
0,2 und 2% Massengehalt, der Kupferoxidanteil zwischen 0,2 und 2% Massengehalt beträgt
und daß der Anteil an sublimierendem Metalloxidzusatz zwischen 0,2 und 2% Massengehalt
beträgt.
5. Sinterverbundwerkstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Molybdänoxid-Zusatz (MoO₃) mit einem Anteil von 0,5% Massengehalt vorgesehen
ist.
6. Sinterverbundwerkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wolframoxidzusatz (WO₃) mit einem Anteil von 0,8% Massengehalt vorgesehen
ist.
7. Sinterverbundwerkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wolframoxidzusatz (WO₃) mit einem Anteil von 0,5% Massengehalt und gleichzeitig
der Molybdänoxidzusatz (MoO₃) mit einem Anteil von 0,2% Massengehalt voresehen ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines Sinterverbundwerkstoffes nach einem der Ansprüche
1 bis 7 mit folgenden Verfahrensschritten vor dem Pressen, Sintern und Verdichten
zum Formkörper:
a) Ein Legierungspulver aus AgSnBiCu vorgegebener Zusammensetzung wird zu einem AgSnO₂Bi₂O₃CuO-Verbundpulver
inneroxidiert,
b) das AgSnO₂Bi₂O₃CuO-Verbundpulver wird mit WO₃- und/oder MoO₃-Pulver vorgegebener
Menge in einer Rührwerksmühle unter Azeton gemischt
c) dabei werden die WO₃- und/oder MoO₃-Pulverteilchen auf der Oberfläche der Verbundpulverteilchen
aus AgSnO₂Bi₂O₃CuO verteilt.
1. A sintered material for electrical contacts consisting of silver, tin oxide, bismuth
oxide, copper oxide (AgSnO₂Bi₂O₃CuO),
characterised in that
a) the AgSnO₂Bi₂O₃CuO - material contains tungsten oxide (WO₃) and/or molybdenum oxide
(MoO₃) as sublimed metal oxide addition and
b1) the tin oxide (SnO₂), the bismuth oxide (Bi₂O₃) and the copper oxide (CuO) are
separated as globular separations in the silver in structural regions of at least
200µm diameter, with in contrast
b2) the tungsten oxide (WO₃) and/or molybdenum oxide (MoO₃) sublimed metal oxide addition
being distributed in the surfaces of the boundary regions of these silver regions.
2. A sintered material according to claim 1 characterised in that the average particle sizes of the tin oxide, bismuth oxide and copper oxide separations
in the silver regions amount to between 0.1 and 5µm.
3. A sintered material according to claim 2, characterised in that the average particle sizes of the tin oxide, bismuth oxide and copper oxide separations
in the silver regions are between 0.1µm and 3µm.
4. A sintered material according to one of the forgoing claims, characterised in that the tin oxide component amounts to between 6 and 15% mass content, the bismuth
oxide component amounts to between 0.2 and 2% mass content, the copper oxide component
amounts to between 0.2 and 2% mass content, and that the content of sublimed metal
oxide addition amounts to between 0.2 and 2% mass content.
5. A sintered material according to one of the forgoing claims characterised in that the added molybdenum oxide component (MoO₃) is provided in a mass content of 0.5%.
6. A sintered material according to one of claims 1 to 4, characterised in that the added tungsten oxide component (WO₃) provided in a mass content of 0.8%.
7. A sintered material according to one of claims 1 to 4 characterised in that the added tungsten oxide component (WO₃) is provided in a mass content of 0.5% and
at the same time the added molybdenum oxide component (MoO₃) is provided in a mass
content of 0.2%.
8. Process for the production of a sintered material according to one of claims no.s
1 to 7 with the following processing steps before the pressing, sintering and compressing
to form shaped bodies:
a) an alloy powder consisting of AgSnBiCu of predetermined composition is internally
oxidised to a AgSnO₂Bi₂O₃CuO composite powder,
b) the AgSnO₂Bi₂O₃Cuo composite powder is mixed with WO₃ and/or MoO₃ powder of predetermined
quantity in a rotary mill under acetone,
c) the WO₃ and/or MoO₃ particles are then distributed on the surface of the AgSnO₂Bi₂O₃Cuo
composite particles.
1. Matériau composite fritté, pour contacts électriques, en argent, oxyde d'étain,
oxyde de bismuth, oxyde de cuivre (AgSnO₂Bi₂O₃CuO), caractérisé en ce que,
a) le matériau AgSnO₂Bi₂O₃CuO contient de l'oxyde de tungstène (WO₃) et/ou de l'oxyde
de molybdène (MoO₃) en tant qu'additif à base d'oxyde métallique qui se sublime, et
b1) l'oxyde d'étain (SnO₂), l'oxyde de bismuth (Bi₂O₃) et l'oxyde de cuivre (CuO)
sont précipités, sous forme de précipités globulaires dans l'argent, en des régions
de texture ayant un diamètre de 200 µm au plus, tandis que
b2) l'additif d'oxyde métallique, qui se sublime, constitué par l'oxyde de tungstène
(WO₃) et/ou l'oxyde de molybdène (MoO₃), est réparti dans les surfaces des régions
de démarcation de ces régions d'argent.
2. Matériau composite fritté suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la
dimension moyenne des particules des précipités d'oxyde d'étain, d'oxyde de bismuth
et d'oxyde de cuivre, dans les régions d'argent, est comprise entre 0,1 et 5 microns.
3. Matériau composite fritté suivant la revendication 2, caractérisé en ce que la
dimension moyenne des particules des précipités d'oxyde d'étain, d'oxyde de bismuth
et d'oxyde de cuivre, dans les régions d'argent, est comprise entre 0,1 micron et
3 microns.
4. Matériau composite, fritté, suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la proportion d'oxyde d'étain est comprise entre 6 et 15% en poids, la proportion
d'oxyde de bismuth entre 0, 2 et 2% en poids, la proportion d'oxyde de cuivre entre
0, 2 et 2% en poids, et en ce que la proportion de l'additif en oxyde métallique,
qui se sublime, est comprise entre 0,2 et 2% en poids.
5. Matériau composite, fritté, suivant l'une des revendications précédentes 1 à 4,
caractérisé en ce que l'additif en oxyde de molybdène (MoO₃) est prévu en une proportion
de 0,5% en poids.
6. Matériau composite, fritté, suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que l'additif en oxyde de tungstène (WO₃) est prévu en une proportion de 0,8%
en poids.
7. Matériau composite, fritté, suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que l'additif en oxyde de tungstène (WO₃) est prévu en une proportion de 0,5%
en poids et, en même temps, l'additif enoxyde de molybdène (MoO₃) est prévu en une
proportion de 0,2% en poids.
8. Procédé de préparation d'un matériau composite, fritté, suivant l'une des revendications
1 à 7, ayant les stades de procédés suivants, après le pressage, le frittage et la
densification en une pièce moulée :
a) on oxyde intérieurement une poudre d'alliage constituée de AgSnBiCu, d'une composition
donnée, en une poudre composite de AgSnO₂Bi₂O₃CuO,
b) On mélange la poudre composite de AgSnO₂Bi₂O₃CuO à de la poudre de WO₃ et/ou de
MoO₃, en une quantité prescrite, dans un broyeur à agitateur sous acétone,
c) on répartit ainsi les particules de poudre de WO₃ et/ou de MoO₃ à la surface des
particules de poudre composite de AgSnO₂Bi₂O₃CuO.