[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschichten einseitig offener Dosen wie
mit einem Boden versehener metallischer Dosen mit Lack bei dem die einzelnen Dosen
gewaschen außen und innen beschichtet und getrocknet und danach gegebenenfalls bedruckt
und erneut getrocknet und außerdem am offenen Ende gebördelt werden.
[0002] Die zunehmend verschärften Anforderungen des Umweltschutzes führen zu Überlegungen
wie das Elektrotauchlackier-Verfahren auch Elektrocoating (EC) bezeichnet, für die
Dosenhersteller-Industrie als vollautomatisches Lackierverfahren eingeführt werden
kann. Es ist bekannt, Dosenrümpfe für dreiteilige Dosen oder auch das Beschichten
einer Schweißnaht durch Eintauchen in ein Elektrotauchbad elektrophoretisch zu lakkieren
(US-PS 3 694 336, DE-OS 21 16 715). Die Dosenkörper sind hierbei einfach zu handhaben,
weil sie noch keinen Boden haben und die Badflüssigkeit zum Beschichten problemlos
eintreten und nach dem Beschichten ebenso problemlos wieder auslaufen kann.
[0003] Die US-PS 3 253 943 beschreibt eine Vorrichtung zum Beschichten von Flaschen, die
am Flaschenhals gehalten und auf einem Teilkreis in ein Beschichtungsbad ein- und
wieder herausgeführt werden, so daß die Badflüssigkeit nach dem Herausführen nach
unten entleert wird. Die beschichteten Flaschen werden dann auf einem endlosen Transportband
in einen Trockenofen geführt. In der US-PS 3 391 073 wird eine Vorrichtung zum Anodisieren
beschrieben, bei der auf einem endlosen Band angebrachte Becher auf einer Teilkreisbahn
ein Anodisierungsbad durchlaufen. Einseitig offene Dosen wie mit einem Boden versehene
Dosen, lassen sich nicht einfach elektrophoretisch beschichten, weil es für eine gleichförmige
Beschichtung notwendig ist, daß die im Hohlkörper befindliche Luft vollständig entweicht.
Daher wurden von der Maschinenbauindustrie spezielle Methoden entwickelt, bei denen
schrittweise vorgegangen wird, d.h. es wird in einzelnen aufeinanderfolgenden Schritten
lackiert, beispielsweise zunächst innen. Die hierfür bekannten Konstruktionen haben
einige Gemeinsamkeiten. So werden die Dosen für die Innenlackierung am Boden gehalten
und dabei zugleich die notwendigen elektrischen Kontakte hergestellt. In das offene
Ende der Dose ist eine Gegenelektrode eingebaut die einen geringen Abstand von 0,25
bis 5 mm zur Innenwand der Dose haben muß. Daher ist die Form der Eletrode sehr genau
an die der Dose anzupassen. Wegen des komplizierten Aufbaues der entsprehenden Anlage
müssen die Dosen einzeln nacheinander beschichtet werden, so daß nur kurze Beschichtungszeiten
von 10 bis 500 msec zur Verfügung stehen, wenn man einen hohen Dosendurchsatz erreichen
will. Bei geschlossenen System in beispielsweise senkrechter Anordnung (EP 50 045,
EP 19 669, GB-PS 1 117 831, US-PS 3 922 213 und DE-OS 29 29 570) muß Flüssigkeit mit
hohen Geschwindigkeiten gepumpt werden, um abwechselnd EC-Füssigkeit und eine Wasserspülung
in kurzen Zeitspannen durchführen zu können und die bei der EC-Beschichtung entstehenden
Gase (je nach Polung Sauerstoff oder Wasserstoff) abzuführen. Bei offenen System müssen
die etwa waagerecht angeordneten Dosen gedreht werden, um eine gleichmäßige Beschichtung
zu erzielen (DE-PS 26 33 179 und US-PS 4 107 016). Beim Ausblasen der Dosen ergibt
sich eine große Verschmutzungsgefahr.
[0004] Der Nachteil aller dieser bekannten Konstruktionen besteht darin, daß die Dosen mit
hohem mechanischen Aufwand einzeln nacheinander beschichtet werden müssen. Der große
Platzbedarf der Anlage macht eine wirtschafliche Massenproduktion fast unmöglich.
Innenelektroden können nur in Dosen mit geraden glatten Wänden paßgenau eingefahren
werden d.h. von der Zylinderform abweichende Dosenformen führen zu großen Schwierigkeiten.
Wegen des geringen Abstandes der Innenelektrode zur Dosenwand besteht die Gefahr von
Kurzschlüssen sowie von elektrischen Durchschlägen in Zonen sehr hoher Stromdichte.
Dementsprechend müssen Lacke eingesetzt werden, die bei geeigneten elektrischen Spannungen
in den zur Verfügung stehenden kurzen Zeiten eine störungsfreie Beschichtung ermöglichen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das elektrophoretische Beschichten von
einseitig offenen Dosen, wie mit einem Boden versehenen metallischen Dosen, derart
zu vereinfachen, daß in einem kontinuierlichen Arbeitsgang sowohl außen als auch innen
beschichtet werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verfahren zum elektrophoretischen Beschichten
von einseitig offenen metallischen Dosen mit anschließender Trocknung gelöst, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß jede Dose durch ein elektrophoretisches Tauchbad geführt
und dabei in einer Zeit von über 3 bis unter 60 Sekunden mit einem sich auf ihrer
Oberfläche absetzenden Naßfilm beschichtet wird, der einen elektrischen Schichtwiderstand
von wenigstens 0,6 x 10
8 Ohm x cm aufweist, wobei sie in einem kontinuierlichen Arbeitsgang mit ihrer Öffnung
schräg nach unten weisend in das Tauchbad eingetaucht, im Bad untergetaucht derart
bewegt wird, daß ihre Öffnung nach oben weist, und anschließend mit ihrer Öffnung
nach unten weisend aus dem Bad ausgehoben und dann mit einem endlosen Transportmittel
durch einen oder mehrere Trockenöfen geführt wird, wobei mehrere Dosen gleichzeitig
nebeneinander und im gegenseitigen Abstand voneinander beschichtet und getrocknet
werden und eine an einem Transportelement vorgesehene Halterung für die einzelnen
Dosen als eine Elektrode für das elektrophoretische Beschichten elektrisch geschaltet
wird, während in die einzelnen Dosen einfahrbare Hillsgegenelektroden verwendet werden,
die in einem Abstand von größer als dem halben Radius der Dosen von der Innenwand
der Dosen liegen.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Durch die Erfindung ist es möglich, einseitig offene Dosen, wie mit einem Boden versehene
metallische Dosen, in einem Arbeitsgang gleichzeitig außen und innen zu beschichten
und unmittelbar anschließend zu trocknen und gegebenenfalls zu bedrucken oder zu etikettieren.
Der mechanische Aufwand und der Platzbedarf sind verhältnismäßig gering, so daß eine
wirtschaftliche Betriebsweise möglich ist. Beispielsweise können 16 Dosen gleichzeitig,
d.h. nebeneinander durch ein Elektrotauch-Bad hindurchgeführt und dabei mit Lack beschichtet
werden. Beim Durchlauf durch das Tauchbad werden die Dosen von den sie haltenden Transportelementen
um wenigstens 90° gekippt, so daß sie zunächst mit bis zu 45° zur Badoberfläche geneigter
Längsachse in das Bad eintauchen, in welchem sie so gekippt werden daß ihre Längsachse
nun in entgegengesetzter Richtung schräg verläuft so daß die Öffnung nunmehr nach
oben weist. Zum Ausheben der Dosen aus dem Tauchbad werden diese wieder so gekippt
daß die Öffnung nach unten liegt, damit die in den Dosen befindliche Flüssigkeit vollständig
ablaufen kann. Das Kippen kann im Bad während des Aushebens aus dem Bad erfolgen.
[0009] Das Transportelement kann ein endloses Förderband oder auch eine endlose Kette sein
an der die Dosen drehbar hängen und das durch das EC-Tauchbad gefuhrt wird. Ebenso
sind Räder oder Walzen als Transportelemente geeignet welche die zu beschichten den
Dosen kontinuierlich durch ein wäßriges Tauchbad führen.
[0010] Da die Dosen zum Beschichten durch ein Tauchbad gefuhrt werden und es dabei auch
möglich ist, nebeneinander mehrere Dosen gleichzeitg durch das Tauchbad zu führen,
können selbst bei Massenproduktion mit hohem Durchsatz ausreichend lange Beschichtungszeiten
erreicht werden um einwandfreie Lackbeschichtungen aufbringen zu können. So wird bei
einer Beschichtungszeit von über 3 bis unter 60 Sekunden ein pigmentierter oder nichtpigmentierter
Lack mittels Gleichstrom elektroproretisch aufgetragen wobei der auf den Dosen abgeschiedene
Naßfilm einen Schichtwiderstand von mindestens 0.6 x 10
8 Ohm x cm hat.
[0011] Die zu beschichtenden Dosen werden über die Haltevorrichtung bei Verwendung eines
anionischen EC-Lackes als Anode und bei Verwendung eines kationischen EC-Lackes als
Kathode geschaltet. Die Gegenelektrode befindet sich jeweils im notwendigen Abstand
von den Dosenobevflächen im Tauchbad. Die Innen- bzw. Außenbeschichtung erfolgt mit
Hilfe des sogenannten Umgriffs (throwing power) den der Lack wegen seiner möglichst
hohen isolierenden Wirkung im abgeschiedenen Naßfilm erzielt. Bevor die Innenbeschichtung
einsetzt muß alle in den Dosen befindliche Luft aus dem Innenraum entweichen.
[0012] Um einen möglichst hohen Umgriff zu erzielen, müssen eine Reihe von Faktoren bei
der Entwicklung des Lackes beachtet werden. Die elektrophoretische Beschichtung verläuft
so, daß zuerst die der Gegenelektrode gegenüberliegende Wand der Dose beschichtet
wird. Die Abscheidezeit und die Isolierwirkung des Materials charakterisiert durch
den Schichtwiderstand und die leichte Koagulierbarkeit müssen aufeinander abgestimmt
sein, um einen guten Umgriff zu erzielen. Die untere Grenze der Beschichtungszeit
liegt über 3 Sekunden, insbesondere über 5 Sekunden und besonders zweckmäßig über
10 Sekunden. Die obere Grenze wird bestimmt durch die Länge des Tauchbades, die Transportgeschwindigkeit
und die zu bewältigende Menge der zu beschichtenden Dosen. Um auf ein wirtschaftlich
vertretbares Maß zu kommen, liegt die obere Grenze unter 60 Sekunden und vorzugsweise
unter 30 Sekunden Beschichtungsdauer. Die aufgebrachte Menge Film ist von der Abscheidespannung
abhängig die zwischen 50 und 400 Volt bevorzugt zwischen 100 und 300 Volt liegt. Mit
steigender Spannung wird eine Verbesserung des Umgriffs erzielt. Um elektrische Durchbrüche
zu vermeiden, wird entweder die Spannung kontinuierlich hochgeregelt oder stufenweise
mit einer niedrigen oder mehreren sich steigernden Vorspannungen gearbeitet. So wird
beispielsweise vor der eigentlichen Beschichtung 0.1 bis 0.5 Sek. mit Spannungen von
unter 100 Volt gearbeitet.
[0013] Der für eine gute Isolation notwendige Naßfilmwiderstand sollte im Prinzip so hoch
wie möglich sein. Seine untere Grenze wird jedoch durch die gewünschte kurze Beschichtungszeit
begrenzt. So sollte die untere Grenze mindestens bei 0,6 x 10
8 Ohm x cm zweckmäßig über 1 x 10
8 und Vorzugsweise über 2 x 10
8 Ohm x cm liegen Je höher der Schichtwiderstand desto dünner ist die erreichbare Schicht
auf der Dosenwand. Die obere Grenze liegt daher unter 10 x 10
80hm x cm zweckmäßig unter 7 x 10
80hm x cm und vorzugsweise unter 4 x 10
8 Ohm h cm. Um für die eiektrophoretische Abscheidung analog den Faradayschen Gesetzen
die notwendige elektrische Strommenge zur Verfügung zu stellen ist es notwendig, daß
die Badleitfähigkeit die durch den Neutralisationsgrad des Bindemittels bestimmt wird
über 600gScm-
1, zweckmäßig über 800/gScm
l und vorzugsweise uber 1200f..lScm-1 liegt.
[0014] Als Bindemittel können sowohl anionische als auch kationische Harze verwendet werden,
wobei die anionischen für saure, die kationischen für basische Füllguter bevorzugt
werden. Die anionischen Harze wie maleinisierte oder acrylierte Butadienole, maleinisierte
naturliche Öle, carboxylgruppenhaltige Epoxidharzester und Acrylatharze Acrylepoxidharze
unmodifizierte oder mit Fettsäuren modifizierte Polyester haben eine Säurezahl von
30 bis 180, insbesondere zwischen 40 und 80, und werden mit Ammoniak, Aminen oder
Aminoalkoholen mindestens anteilweise neutralisiert. Bevorzugt werden leicht flüchtige
Amine, damit sie bei den gewünschten kurzen Einbrennzeiten von 10 Sek bis 300 Sek
möglichst vollständig aus den Film entfernt werden. Besonders bevorzugt ist Ammoniak.
[0015] Die Vernetzung erfolgt entweder oxidativ über ungesättigte Doppelbindungen oder durch
thermische Reaktion mit entsprechenden Vernetzungsmitteln wie Phenolharze, Amin-Formaldehydharze
oder blockierte Polyisocyanate. Zur Herstellung von Weißlackbeschichtungen werden
fremd- oder selbstvernetzende Acrylatharze bevorzugt. Zur Beschichtung mit Klarlacken
werden fremd- oder selbstvernetzende Acrylatharze, acrylierte oder maleinisierte Epoxidester
oder Epoxyacrylate bevorzugt.
[0016] Die kationischen Harze wie Butadienol-aminoalkylimide Mannichbasen von Phenolharzen
aminogruppenhaltige Acrylatharze oder Amino-Epoxidharze haben eine Aminzahl von 30
bis 120 mg KOH/g Festharz, vorzugsweise vor 50 bis 90 und werden mit organischen Monocarbonsäuren
wie Kohlensäure, Ameisensäure, Essigsäure, Milchsäure usw. mindestens anteilweise
neutralisiert. Als Vernetzungsmittel dienen außer ungesättigten Doppelbindungen vorzugsweise
blockierte Polyisocyanate oder Harze, die umesterungsfähige Estergruppen enthalten.
[0017] Die Bindemittel werden mit den Neutralisationsmitteln anneutralisiert und gegebenenfalls
in Gegenwart von Lösemitteln mit entionisiertem oder destilliertem Wasser verdünnt.
Als Lösemittel sind geeignet primäre, sekundäre und/ oder tertiäre Alkohole, Ethylen-
oder Propylenglykol-mono oder -diether, Diacetonalkohol oder auch geringe Anteile
von nicht wasserverdünnbaren Lösemitteln wie Benzinkohlenwasserstoff.
[0018] Es wird ein möglichst niedriger Gehalt an Lösemitteln angestrebt, zweckmäßig unter
15 Gew.% und vorzugsweise unter 5 Gew.%, denn mit steigendem Lösemittelgehalt verschlechtert
sich der Umgriff.
[0019] Der Badfestkörper liegt im allgemeinen zwischen 5 und 30 Gew.%, inbesondere über
8 und unter 20 Gew.%. Mit steigendem Festkörper wird die Badleitfähigkeit erhöht und
das Abscheideäquivalent (Ampere - sek/g) herabgesetzt, wodurch der Umgriff gesteigert
werden kann. Durch die hohe Konzentration an schichtbildenden Ionen geht dabei der
Schichtwiderstand durch ein Maximum.
[0020] Die Badtemperatur liegt zwischen 20 und 35°C. Mit fallender Temperatur erhöht sich
der Umgriff. Temperaturen unter 20°C sind unwirtschaftlich, weil die bei der EC-Beschichtung
entstehende Wärme durch viel Kühlwasser wieder abgeführt werden muß. Temperaturen
über 35°C erschweren die Badführung, weil zu viel Lösemittel verdunstet und Hydrolyseerscheinungen
am Bindemittelsystem Schwankungen in den elektrischen Daten erzeugen.
[0021] Das Überzugsmittel kann zusätzlich übliche lacktechnische-Hilfsmittel wie Katalysatoren,
Verlaufmittel, Antischaummittel, Gleitmittel usw. enthalten. Naturgemäß sind solche
Zusatzstoffe auszuwählen, die mit Wasser bei dem pH-Wert des Bades keine störenden
Reaktionen eingehen, keine störenden Fremdionen einschleppen und beim längeren Stehen
nicht in nichtaufrührbarer Form ausfallen.
[0022] Die Bindemittel können pigmentiert oder unpigmentiert eingesetzt werden. Als Pigmente
und Füllstoffe können solche Materialien verwendet werden, die aufgrund ihrer geringen
Teilchengröße unter 10 f..lm, besonders unter 5 µm, in den Lack stabil eindispergiert
werden können und sich beim Stehen wieder aufrühren lassen. Sie dürfen keine störenden
Fremdionen enthalten und dürfen mit Wasser oder dem Neutralisationsmittel nicht chemisch
reagieren.
[0023] Die Pigmentierung kann sowohl weiß als auch farbig sein. Weiß wird bevorzugt. Bei
zusätzlichem Einbau von Interferenzpigmenten ist es möglich Metall-Effekt-Lackierungen
mit Aluminium- Silber- Messing- Kupfer-Gold-Effekten usw. zu erzielen. Die Pigmente
wie Titandioxid werden in einen konzentrierten Mahlgut angerieben und danach mit weiterem
Bindemittel auf ein Pigment-Bindemittel Verhältnis von etwa 0,1 zu 1 bis 0.7 zu 1
eingestellt. Durch den Einbau von Pigmenten wird der Umgriff gesteigert. Anstelle
von Pigmenten können auch fein pulverisierte nichtionische Harze, wie pulverierte
Polykohlenwasserstoffharze, Epoxidharze und/oder blockierte Polyisocyanate eingesetzt
werden, wobei die Zusatzmengen so ausgewählt werden daß sie, das Maximum des Schichtwiderstandes
nicht überschreiten. Bindemittel, Pigmentgehalt, Badfestkörper, Lösemittelgehalt,
Auswahl des Neutralisationsmittels und der Neutralisationsgrad werden so mit den Beschichtungsbedingungen
wie Badtemperatur, Abscheidespannung und Abscheidezeit abgestimmt, daß in dem Elektrotauchlackbad
eine vollständige Ganzbeschichtung erfolgt, die nach dem Einbrennen im Inneren der
Dose bei Schichtdicken von mindestens 3µm, bevorzugt mindestens 4µm, ganz bevorzugt
mindestens 5gm und höchstens 10µm besonders höchstens 7gm povenfvei ist.
[0024] Die EC-Lackierung erfolgt in einem Tauchbad. Die einseitig geschlossenen Dosen können
mit Hilfe einer magnetischen elektromagnetischer oder mechanischen Halteeinrichtung,
worunter auch die Haltung mit Vakuum verstanden wird, an der Dosenöffnung geführt
werden. Das Eindrehen der Dose in das gefullte Elektrotauchlackbecken und die Lage
der Dose bei der elektrophoretischen Beschichtung gewährleistet, daß entstehende Gase
nach oben entweichen können. Durch die Transportgeschwindigkeit und die drehbare Lagerung
wird in der Dose eine Strömung erzeugt, die die bei der Elektrophorese entstehende
Warme abführt. Der einfache Bau der Gehänge ermöglicht einen engen Abstand der Dosen
voneinander. Das Entleeren der Dose erfolgt wiederum durch eine Drehung wobei der
Dosenboden nach oben geführt wird. Als Stromquelle dient Gleichstrom. Die Dose wird
über die Haltevorrichtung je nach Bindemittelart als Anode oder als Kathode elektrisch
angeschlossen. Aufgrund des Umgriffs des Lackes und derfür die jeweilige Dosenform
notwendigen Abscheidespannung und Beschichtungszeit wird die Dose innen und außen
völlig beschichtet. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß die Ganzbeschichtung bzw.
restliche Außen- und Innen-Beschichtung in einem einzigen Verfahrensschritt erfolgt
und durch den geringen mechanischen Aufwand am Gehänge viele Dosen gleichzzeitig nebeneinander
beschichtet werden können.
[0025] Um große Durchlaufgeschwindigkeiten zu erzielen wird eine Hilfsgegenelektrode in
die Dose eingeführt. Die Tauchelektrode hat eine nicht von der Dose bestimmte Form
und liegt im Durchmesser unter dem halben Durchmesser der Dose. Sie wird bevorzugt
so angeordnet, daß sie gleichzeitig mit der Dosenhalterung in das Doseninnere eingeführt
wird. Um in der Dose eine Strömung zu erzielen, welche die Lackqualität verbessert,
kann die Innenelektrode hohl ausgeführt werden. Durch diese Zuleitung wird filtrierter
Lack in die Dose gepumpt. Durch Einbau von Düsen in das Elektrophoresebecken, die
auf den gewölbten Dosenboden gerichtet sind, können zusätzlich durch gerichtete Lackströme
Gasblasen von der Bodenwandung entfernt werden. Das Entleeren der Dose erfolgt durch
Drehen der Dose wobei der Dosenboden nach oben geführt wird. Beim Ausfahren des Gehänges
wird es zusammen mit den Dosen erst mit Ultrafiltrat und dann mit Wasser, dem gegebenenfalls
zum Vermeiden von Benetzungsstörungen Lösemittel und/oder Emulgatoren zugesetzt werden
können, abgespült. Danach erfolgt das Einbrennen des Lackes bei Zeiten von 1 bis 300
Sekunden bei Temperaturen von 180 bis 250°C, bevorzugt 120 bis 180 Sekunden bei 210
bis 230°C. Dabei wird das Transportband mit Gehänge und Dose geschlossen durch den
Ofen geführt. In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Dosenboden vorgetrocknet
und mit einer schützenden Hilfsschicht versehen werden. Danach kann die Übergabe auf
ein durch den Trockenofen führendes Förderband erfolgen. Die Öffnung der Dose kann
nach unten oder bevorzugt nach oben gerichtet sein.
[0026] In einem anderen Verfahren wird stufenweise vorgegangen, d.h. erst wird der äußere
Dosenrumpf konventionell lackiert und dann - nach einer Zwischentrocknung - der restliche
Teil der Dose (Boden und Doseninneres) elektrophoretisch beschichtet, wobei die Gegenelektrode
in die Dose eingeführt wird Dieses "Reserve-Verfahren" hat den Vorteil, daß das für
jeden Arbeitsgang notwendige Lacksystem auf seine speziellen Eigenschaften optimal
abgestimmt werden kann.
[0027] Ein Spezialfall dieses Verfahren ist das Bedrucken der nicht lackierten Dose mit
einer oder mehreren im wesentlichen elektrisch nicht leitenden Druckfarben und eine
anschließende EC-Beschichtung bei der dann die nicht bedruckten Teile der Dose mit
EC-Lack beschichtet werden. Bei Anwendung dieser Variante wird ein verbesserter Herstellungsablauf
möglich. Das Bedrucken der blanken nicht gebördelten Dose kann in üblichen Druckmaschinen
wie bisher nach dem Stand der Technik durchgeführt werden. Dann wird die bedruckte
Dose Dose mit einer üblichen Druckfarbe bedruckt sein. Beispielsweise ist es möglich,
daß 5 bis 95% der äußeren Oberfläche der Dose bildmäßig mit mindestens einer Druckfarbe
(es können auch nacheinander mehrere verschiedene Druckfarben aufgedruckt werden)
im Offsetdruck bedruckt und getrocknet wird unter Erzeugung von einem nach dem Trocknen
im EG-Bad beständigen Aufdruck mit einem ausreichenden spezifischen Schichtwiderstand,
z.B. von mehr als 10
7 Ohm x cm im gesamten Bereich des Druckbildes, so daß hier kein EC-Lack abgeschieden
wird, und das bedruckte Substrat mit einem EC-Lack andersfarbig oder transparent beschichtet
wird. Der spezifische Schichtwiderstand soll naturgemäß so hoch sein, daß die Abscheidung
des EC-Lackes vermieden wird. Vorzugsweise ist er deshalb höher als 10
8 Ohm x cm und besonders bevorzugt mehr als 10
10 Ohm x cm im gesamten Bereich des Druckbildes. Bei den Druckfarben ist darauf zu achten,
daß sie nicht Bestandteile, insbesondere nicht Pigmente enthalten, die eine wesentliche
elektrische Leitfähigkeit verursachen würden. Das Bedrucken erfolgt in an sich bekannter
Weise, z.B. nach dem Naß-Offset-, Trokken-Offset- oder Siebdruckverfahren. Es tritt
eine unerwartet scharfe Abgrenzung zwischen bedruckten Bereichen und im EC-Bad beschichteten
Bereichen ein. Mit der Druckfarbe einerseits und mit der Beschichtung im EC-Bad andererseits
können unterschidliche Schichtdicken erzielt werde, wenn dies gewünscht ist.
[0028] Beim kontinuierlichen Beschichten im EC-Becken reichert sich bei dem anionischen
Bindemittel das Amin, bei einem kationischen die Carbonsäure an. Zum Ausgleichen dieses
Effektes werden die Nachfüllmaterialien entweder entsprechend niedriger anneutralisiert
oder die überschüssigen Neutralisationsmittel durch Elektrodialyse entfernt. Das Spülwasser
wird durch Ultrafiltration angereichert und wieder in das Lackbecken zurückgegeben,
wodurch sich der Ausnutzungsgrad des Lackes steigert und störende Fremdionen entfernt
werden.
[0029] In der Zeichnung ist schematisch ein Beispiel für eine Anlage zum Durchführen des
erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt, und zwar zeigt
[0030] Fig. 1 eine Anlage, bei der die elektrophoretisch zu beschichtenden Dosen an ihren
Enden gehalten durch ein Tauchbad hindurchgeführt werden und mittels eines einzigen
Förderelements zu dem durch einen Trokkenofen führenden Transportband gefördert werden.
[0031] Bei der Anlage gemäß Fig. 1 werden durch einen Fallschacht 1 an einer Seite offene
Dosen 2 derart herangeführt, daß deren nach innen gewölbter Boden 3 außen liegt. Der
Fallschacht 1 endet über einem Badbehälter 4, der bis zu einem Spiegel 5 mit einer
Elektrotauchlackierflüssigkeit gefüllt ist. Der Fallschacht i endet sich über dem
Flüssigkeitsspiegel 5. Um eine horizontale Achse 6 drehbar ist über dem Badbehälter4
ein Sternrad 7 in Richtung eines Pfeiles 8 drehbar gelagert, das in Fig. 1 im einzelnen
nicht dargestellt ist. Am Außenumfang dieses Sternades 7 befinden sich mechanische
Halter 9, welche die Dosen 2 jeweils an ihrem offenen Ende 10 mechanisch erfassen
und dabei gleichzeitig die notwendigen elektrischen Kontakte bilden. Die Gegenelektrode
ist am Badbehälter 4 und im Abstand vom Sternrad 7 unterhalb des Flüssigkeitsspiegels
5 angeordnet.
[0032] Obwohl in Fig. 1 nur ein Sternrad 7 angedeudet ist, sind tatsächlich mehrere Sternräder
dieser Art nebeneinander angeordnet und gemeinsam um die Achse 6 drehbar. Beispielsweise
sind insgesamt 16 Sternräder 7 nebeneinander vorgesehen, so daß gleichzeitig 16 Dosen
2 nebeneinander durch das Tauchbad 4 hindurchgeführt werden können. Die Sternräder
7 liegen in einem ausreichenden Abstand nebeneinander, so daß sich die benachbarten
Dosen 2 nicht gegenseitig berühren.
[0033] Die Dosen 2 werden, wie Fig. 1 zeigt, von den Sternrädern 7 auf kreisförmigen Bahn
durch das Tauchbad 2 hindurchgeführt, wobei sie mit geringfügig nach unten geneigter,
d. h. etwa mit horizontal liegender Längsachse auf den Flüssigkeitsspiegel 5 auftreffen
und in dieser Position in das Bad eintauchen. Dadurch wird das Innere der einzelnen
Dosen schnell geflutet. Die in das Bad eingetauchten Dosen wandern durch dasselbe
derat, daß sich ihre Längsachse immer mehr senkrecht stellt, so daß die im Inneren
der Dosen befindliche Luft durch die immer mehr nach oben weisende Öffnung entweichen
kann und die Dosen dementsprechend schnell vollständig mit Flüssigkeit gefüllt sind.
Die eingetauchten Dosen 2 werden in der oben beschriebenen Weise beim Durchlauf durch
das Tauchbad elektrophoretisch mit dem Lack der Tauchbadfüllung beschichtet.
[0034] Am Ende des Durchlaufes durch das Tauchbad werden die Dosen wieder mit geringfügig
nach unter geneigter, d.h. mit etwa horizontaler Längsachse aus dem Bad ausgehoben
und dann weiter gekippt, so daß die in ihnen befindliche Badflüßigkeit mit Sicherheit
ausläuft.
[0035] Oberhalb der Sternräder 7 befindet sich ein endloses Magnetband 11, an das die von
den Halterungen 9 freigegebenen beschichteten Dosen 2 mit ihrem Boden 3 auf dem Band
aufliegend übergeben werden. Dieses Magnetband 11 dient als Übergabestrecke, wobei
eine Vortrocknung des auf die Dosen aufgetragener Naßfilmes stattfinden kann. Auch
ist es möglich, im Bereich des Magnetbandes Spülvorgänge an der beschichteten Dosen
2 vorzunehmen.
[0036] Vom Magnetband 11 werden die Dosen 2 an ein weiteres Magnetband 12 übergeben, an
denen die Dosen 2 mit ihrem offenen Ende gehalten werden. Dieses Magnetband 12 überführt
die Dosen 2 zu einem Transportband 13 eines Trockenofens 14, auf das die Dosen 2 beim
dargestellten Ausführungsbeispiel mit dem Boden nach unten weisend im gegenseitigen
Abstand voneinander gestellt werden.
[0037] Nach Durchlauf durch den Trockenofen 14 ist die elektrophoretisch aufgebrachte Beschichtung
der Dosen 2 trocken, so daß die Dosen nunmehr, falls erwünscht, auch noch etikettiert
oder bedruckt werden können.
[0038] Wenn aus irgendwelchen Gründen die Dosen 2 mit der Öffnung 10 nach unten weiser dadurch
den Trokkenofen 14 hindurchgeführt werden sollen, kann das Magnetband 11 die Dosen
2 unmittelbar an daß Transportband 13 des Trockenofens 14 abgeben. Wesentlich ist,
daß die hintereinander und nebeneinander durch die Anlage geführten Dosen 2 stets
in einem ausreichenden Abstand zueinander bewegt werden, daß sie einander nicht berühren
können, um Oberflächenfehler an der Beschichtung mit Sicherheit auszuschließen.
[0039] Die in Fig. 1 dargestellte Anlage kann in Verbindung mit bereits vorhandenen Trockenöfen
14 benutzt werden, d.h. der Trockenöfen 14 und sein Transportband 13 brauchen für
die Benutzung mit den vorgeschalteten Anlagenteilen nicht umgebaut oder abgehändelt
zu werden. Die in der Zeichnung dargestellte Anlage kann dementsprechend mit bereits
vorhandenen Anlagenteilen betrieben werden.
Beispiel 1
[0040] Ein anionisches, selbstvernetzendes Acrylatharz nach DE-B-16 69 107 wurde mit Ammoniak
anneutralisiert und auf einen Festkörper von 15 Gew.% mit entionisiertem Wasser verdünnt.
Eine gebördelte Dose (Durchmesser 65 mm, Länge 116 mm) wurde am Bördelrand mit einer
elektrisch leitenden Klammer gehalten und vorsichtig in ein gegen Erde isoliertes
leitendes, mit verdünntem Lack gefülltes Gefäß mit einen Durchmesser von 19 cm vollständig
eingetaucht. Die Dose wurde an die Anode, das Außengefäß und die Hilfselektrode als
Kathode an eine Gleichstromquelle angeschlossen. Die Hilfselektrode im Inneren der
Dose hatte eine Eintauchtiefe von 8 cm und einen Elektrodendurchmesser von 2 cm. Nach
dem Abspülen mit Wasser wurde 3 Minuten bei 215°C im Umluftofen eingebrannt. Die Dose
war innen und außen vollständig mit einem dünnen Klarlack überzogen, der porendicht
war.
[0041] Meßwerte, vergleiche Tabelle 1.
Beispiel 2
[0042] Eine tiefgezogene Metalldose wird gewaschen, getrocknet und in einer Rundumdruckmaschine
nach dem Trockenoffsetverfahren mit einer elektrisch im wesentlichen nicht leitenden
roten Druckfarbe üblicher Zusammensetzung mit einem Dekor bildmäßig unter üblicher
Druckvorspannung unter Herstellung einer porenfreien gleichmäßigen Farbschicht bedruckt.
Das Druckbild hat nach dem Trocknen einen spezifischen Schichtwiderstand von etwa
2 x 10
8 Ohm x um. Die so bedruckte Dose wird in üblicher Weise 70 Sekunden bei 180° C im
Durchlaufofen getrocknet, sodann eingezogen, gebördelt und, wie in Beispiel 1 beschrieben,
mit einem weiß Pigmentierten BC-Lack beschichtet, der als Bindemittel ein carboxylgruppenhaltiges,
selbstvernetzendes Polyacrylatharz-Gemisch enthält. Der Gesamtfestkörpergehalt des
Bades beträgt 15 Gew.%, das Pigment: Bindemittelverhältnis 0.5: 1, der MEQ-Wert 49,
der pH-Wert 8.8. Der pH-Wert ist durch Ammoniak eingestellt. Die Badleitfähigkeit
beträgt 170°wScm
-1. Die Dose ist als Anode und das gegen Erde isolierte EG-Becken als Kathode geschaltet.
Abscheidespannung: 110 Volt. Abscheidezeit: 15 Sekunden. Nach dem Beschichten wird
die Dose mit voll entsalztem Wasser gespült und auf einem Drahtgitter mit der Öffnung
nach oben stehend in einem Trockenofen 90 Sek. bei 210°C getrocknet. Die Abscheidebedingungen,
insbesondere Spannung und Zeit, wurden so gewählt, daß unter Verwendung einer Elektrode,
die in die Dose hineinragte, ein guter Umgriff erreicht wurde. Die Beschichtung mit
dem EC-Lack erfolgte an der Außenseite der Dose auf den nicht bedruckten Metallflächen
und auch im Inneren der Dose. Die erzielte Schichtdicke an Weißlack beträgt etwa 10
bis 12µm.
[0043] Es wird im EC-Bad eine saubere und von dem Druckbild abgegrenzte, dieses jedoch nicht
überlappende Beschichtung erzielt. Anstelle der im Beispiel verwendeten tiefgezogenen
einen Boden aufweisenden Dose können auch gelötete oder geschweißte Dosen verwendet
werden wobei die Lot- oder Schweißnahte bzw Stellen im EG-Bad einwandfrei beschichtet
werden.
[0044] Die bildmäßige Bedruckung mit Dekoren kann ganzflachig als Rasterdruck oder als Strichmuster
erfolgen.
Beispiel 3
[0045] Durchführung im wesentlichen wie in Beispiel 2. Die Dose wird mit vier Farben bedruckt
in einer üblichen Vierfarbendruckmaschine. Die EC-Beschichtung erfolgt auf die noch
nicht bedruckten Bereiche mit einem Klarlack der als Bindemittel ein fremdvernetzendes
Acrylat-Melamin-Karzsystem enthält Abscheidebedingungen: 15 Volt, 15 Sekunden, 25°C.
Schichtdicke der EG-Beschichtung nach dem Einbrennen: 7 bis 8 µm. Die Beschichtung
erfolgte nur mit einer Innenelektrode in einem isolierten EG-Becken.
[0046] Vorzugsweise bedeutet der Ausdruck "geringfügig" in Zusammenhang mit der Definition
der Neigung der Dosen beim Eintritt und Austritt aus dem Tauchbad daß der Winkel der
Längsachse zum Flüssigkeitsspiegel über 1°, besonders bevorzugt über 3°, und vorzugsweise
weniger als 20°, besonders bevorzugt weniger als 15° beträgt.

1. Verfahren zum elektrophoretischen Beschichten von einseitig offenen metallischen
Dosen mit anschließender Trocknung,
dadurch gekennzeichnet, daß
jede Dose durch ein elektrophoretisches Tauchbad geführt und dabei in einer Zeit von
über 3 bis unter 60 Sekunden mit einem sich auf ihrer Oberfläche absetzenden Naßfilm
beschichtet wird, der einen elektrischen Schichtwiderstand von wenigstens 0.6 x 108 Ohm x cm aufweist, wobei sie in einem kontinuierlichen Arbeitsgang mit ihrer Öffnung
schräg nach unten weisend in das Tauchbad eingetaucht, im Bad untergetaucht derart
bewegt wird, daß ihre Öffnung nach oben weist, und anschließend mit ihrer Öffnung
nach unten weisend aus dem Bad ausgehoben und dann mit einem endlosen Transportmittel
durch einen oder mehrere Trockenöfen geführt wird, wobei mehrere Dosen gleichzeitig
nebeneinander und im gegenseitigen Abstand voneinander beschichtet und getrocknet
werden und eine an einem Transportelement vorgesehene Halterung für die einzelnen
Dosen als eine Elektrode für das elektrophoretische Beschichten elektrisch geschaltet
wird, während in die einzelnen Dosen einfahrbare Hilfsgegenelektroden verwendet werden,
die in einem Abstand von größer als dem halben Radius der Dosen von der Innenwand
der Dosen liegen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosen auf der Bahn eines
Teilkreises durch das Tauchbad geführt werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosen
während des Beschichtens mit ihrem offenen Ende an einem sie durch das Tauchbad führenden
Transportelement gehalten werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosen
zunächst an ihrem offenen Ende gebördelt, dann gewaschen, anschließend beschichtet
und schließlich getrocknet und gegebenenfalls etikettiert oder bedruckt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekenzeichnet, daß die Dosen nach dem Beschichten
und vor dem Trocknen mit Wasser gespült werden.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosen nach dem Ausheben aus dem Bad auf ein durch einen oder mehrere Trockenöfen
führendes endloses Transportmittel in gegenseitigem Abstand voneinander aufgesetzt
werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daßdie Dosen
nach dem Waschen zunächst außen am Rumpf lackiert und getrocknet und danach ihr Boden
und ihre Innenseite im Elektrotauchbad beschichtet werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeihcnet, daß die Dosen am Rumpf mit einer
oder mehreren im wesentlichen elektrisch nicht leitenden Druckfarben bedruckt und
dann im Elektrotauchbad beschichtet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß 5 bis 95 % des Rumpfes der
Dose bildmäßig mit mindestens einer Druckfarbe im Offset- oder Siebdruck bedruckt
und getrocknet werden unter Erzeugung von einem nach dem Trocknen im Elektrotauchbad
beständigen Aufdruck mit einem spezifischen Schichtwiderstand von mehr als 1070hm x cm im gesamten Bereich des Druckbildes, worauf im Elektrotauchbad andersfarbig
oder transparent beschichtet wird.
1. Procédé pour revêtir par électrophorèse des boîtes métalliques ouvertes d'un côté,
avec séchage à la suite, caractérisé en ce que chaque boîte est guidée dans un bain
d'immersion pour électrophorèse et y est revêtue, pendant une durée de plus de 3 secondes
et de jusqu'à moins de 60 secondes, d'un film humide qui se dépose à sa surface et
qui présente une résistance électrique de couche d'au moins 0,6 x 108 Ohm x cm, étant précisé que la boîte s'immerge dans le bain d'immersion en un processus
continu de travail, avec son ouverture dirigée obliquement vers le bas, et que, immergée
dans le bain, ellese déplace de façon que son ouverture se dirige vers le haut, puis
qu'ensuite elle est soulevée hors du bain avec son ouverture dirigée vers le bas puis
qu'elle est guidée, par un moyen de transport sans fin, à travers un ou plusieurs
fours de séchange, étant précisé que plusieurs boîtes sont revêtues et séchées simultanément
l'une à côté de l'autre et à une certaine distance mutuelle l'une de l'autre et qu'un
support, prévu sur un élément de transport pour les différentes boîtes, fait partie
d'un circuit électrique pour servir d'électrode pour le revêtement par électrophorèse,
tandis que l'on emploie des contre-électrodes auxiliaires qui peuvent pénétrer dans
les différentes boîtes et qui se trouvent à une distance de la paroi intérieure des
boîtes qui est supérieure au demi-rayon des boîtes.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les boîtes sont guidées
à travers le bain d'immersion sur le trajet d'un cercle partiel.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que, pendant le
revêtement, les boîtes sont supportées, par leur extrémité ouverte, contre un élément
de transport qui les guide à travers le bain d'immersion.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on sertit
d'abord les boîtes à leur extrémité ouverte, puis on les lave, puis on les revêt et
enfin on les sèche et éventuellement on les étiquette ou on les imprime.
5. Procédé selon la revendication 4, caracérisé en ce qu'après le revêtement et avant
le séchage on rince les boîtes à l'eau.
6. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'après
avoir soulevé les boîtes hors du bain, on les place, à une certaine distance réciproque
l'une de l'autre, sur un moyen de transport sans fin qui les guide à travers un ou
plusieurs fours de séchage.
7. Procédé selon l'une des revendicaions 1 à 6, caractérisé en ce qu'après les avoir
lavées, on laque d'abord les boîtes à l'extérieur sur la partie cylindrique, puis
on les sèche et ensuite on revêt leur fond et leur face intérieure dans le bain d'immersion
pour électrophorèse.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'on imprime les boîtes
sur la partie cylindrique extérieure avec une ou plusieurs couleurs d'impression essentiellement
non électriquement conductrices, puis qu'on les revêt dans le bain d'immersion pour
électrophorèse.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'on imprime 5 à 95% de
la partie cylindrique extérieure de la boîte, pour donner une image, avec au moins
une couleur d'impression, en impression offset ou en sérigraphie et qu'on les sèche
en obtenant ainsi une impression qui, après le séchage, est stable dans le bain d'immersion
pour électrophorèse et qui présente une résistance spécifique de couche de plus de
107 Ohm x cm dans toute la zone de l'image imprimée, après quoi on effectue le revêtement,
dans le bain d'immersion pour électrophorèse, dans une autre couleur ou sous forme
transparente.
1. A process for electrocoating of metal cans open at one end with subsequent drying,
characterized in that each can is led through an electrocoating bath and in the course
of this, in a period of more than 3 to less than 60 seconds, is coated with a wet
film having a film electrical resistivity of at least 0.6 x 108 ohm x cm depositing on its surface, the can being dipped into the bath in one continuous
operation with its opening pointing obliquely downwards, moved when submerged in the
bath so that its opening points upwards, and then, with its opening pointing downwards,
lifted out of the bath and then led by a continuous means of transportation through
one or several drying ovens, several cans simultaneously being coated and dried, beside
each other and distanced from each other, and a mounting on a transporting element
provided for the individual cans being electrically con nected as an electrode for
electrocoating, while auxiliary counter-electrodes, insertable into the individual
cans and lying at a distance from the inside wall of the cans exceeding half the radius
of the cans, are used.
2. A process according to claim 1, characterized in that the cans are led through
the bath on a path in the form of a circular arc.
3. A process according to one of claims 1 or 2, characterized in that during the coating
the cans are held by their open end on a transporting element leading them through
the bath.
4. A process according to one of claims 1 to 3, characterized in that the cans are
initially beaded at their open end, then washed, subsequently coated and finally dried
and optionally labelled or printed.
5. A process according to claim 4, characterized in that after coating and before
drying the cans are rinsed with water.
6. A process according to one or more of claims 1 to 3, characterized in that after
lifting out of the bath the cans are put, distanced from each other, on a continuous
means of transportation leading through one or several drying ovens.
7. A process according to one of claims 1 to 6, characterized in that, after washing,
the cans are first lacquered externally on the body and dried aid then their bottom
and interior are coated in the electrocoating bath.
8. A process according to claim 7, characterized in that the cans are printed on the
body with one or several printing inks that are essentially non-conductors of electricity
and then coated in the electrocoating bath.
9. A process according to claim 8, characterized in that 5 to 95 % of the body of
the can is printed pictorially with at least one printing ink in offset or screen
printing and dried, with production of an imprint which after drying is resistant
in the electrocoating bath with a film specific resistivity of more than 107 ohm x cm in the whole area of the print image, onto which a differently-coloured
or transparent coating is applied in the electrocoating bath.