Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung an Schlössern, bei Sicherheitseinrichtungen,
Verriegelungen u. dgl. zur Ermöglichung eines befugten Zugangs zu Räumen, Gebäuden,
Autos u. dgl., nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Sicherheitssysteme, die in der Lage sind, zwischen einem befugten und einem unbefugten
Zugang zu Gebäuden, Autos u. dgl. zu unterscheiden, die die Wegnahme eines Gegenstandes
verhindern können und/oder die zur gegebenenfalls gleichzeitigen Scharf- und Unscharfschaltung
von Alarmanlagen geeignet sind, sind in vielfältiger Form bekannt, angefangen von
üblichen Bartschlüsseln, insbesondere in der Ausführung als Zylinderschloß, bis zu
den sog. elektronischen Schlössern, die durch Eingabe und Auswertung vorgegebener
Codierungen arbeiten.
[0003] Die in der Folge kurz erläuterten bekannten Systeme insbesondere des elektronischen
Schloßaufbaus stellen daher nur eine Auswahl dar.
[0004] Um bei dem bekannten Tastenschloß die Freigabe etwa einer Verriegelung bei einer
Zugangskontrolle o. dgl. zu erreichen, muß eine mehrstellige Zahl eingetastet werden,
worauf bei richtiger Eingabe in der richtigen Reihenfolge die Verriegelung aufgehoben
wird. Problematisch ist hierbei, daß Begleitpersonen beim Eintasten der Schlüsselzahl
zuschauen und sich diese Zahl so merken können. Problematisch kann ferner der Umstand
sein, daß insbesondere in Streßsituationen eine mehrstellige Zahl auch vergessen werden
kann oder sie wird versehentlich falsch eingetastet, was den Nachteil haben kann,
daß, abgesehen davon, daß die Verriegelung nicht aufgehoben wird, auch die nachfolgende
Eingabe der richtigen Zahl unter Umständen für einen vorgegebenen Zeitraum gesperrt
wird, wenn die Anlage so ausgerüstet ist, daß man ein Ausprobieren der Schlüsselzahl
wirksam verhindern möchte. Ohnehin ist es aber üblich, sich die Schlüsselzahl beim
Tastenschloß in irgendeiner Weise aufzuschreiben, so daß die körperliche Verfügbarkeit
des Codes stets gegeben ist. Schließlich muß eine solche Tastatur eine bestimmte Mindestgröße
aufweisen und gegen Umwelteinflüsse hinreichend geschützt werden, so daß ein solches
Tastenschloß im wesentlichen für die Anwendung in geschlossenen Räumen geeignet ist.
[0005] Bei dem bekannten Magnetkarten-Schloß wird zur Betätigung eine Karte, die einen magnetisch
beschriebenen Träger enthält, in ein Lesegerät eingeschoben. Die Information des Trägerstreifens
wird ausgelesen und wenn diese sich in Übereinstimmung mit einer gespeicherten Codeinformation
befindet, erfolgt die Auslösung durch die Schaltung.
[0006] Bei einem solchen Magnetkarten-Schloß kann nachteilig sein der relativ hohe Aufwand
für das Lesegerät, welches üblicherweise über einen elektromechanischen Antrieb verfügen
muß, sowie die leichte Löschbarkeit der Information. Es genügt nämlich schon, eine
solche Karte in die Nähe starker elektromagnetischer Felder zu bringen oder dort abzulegen,
um die Beschriftung zu löschen. Die erforderlichen Feldstärken werden beispielsweise
durch Lautsprecher und Netztransformatoren von Radios durchaus erreicht. Problematisch
könnte ferner sein, daß der Zugang der Karte zum Lesegerät gegen Umwelteinflüsse nicht
geschützt werden kann, so daß auch hier eine Anwendung hauptsächlich in geschlossenen
Räumen sinnvoll ist, sowie der Umstand, daß die magnetische Information leicht geändert
und daher ebenso leicht auch dupliziert werden kann.
[0007] In enger Verbindung mit solchen Magnetkarten-Schlössern stehen Schlösser, die mit
induktiv abtastbaren Karten arbeiten. Die Betätigung ist ähnlich wie bei dem Magnetkarten-Schloß
- der Codeträger weist in Kartenmitte eine durchgehende Metallfolie auf, deren Fläche
in Quadrantenaufgeteilt ist. Führt man diese Folie an induktiven Leseköpfen vorbei,
dann läßt sich feststellen, welcher Quadrant ein Loch enthält und welcher nicht. Diese
binäre Information stellt die Codierung dar, welche mit einer fest gespeicherten Codierung
verglichen wird. Der Hauptnachteil bei dieser induktiv abtastbaren Karte ist der Umstand,
daß wiederum ein elektromagnetischer Antrieb erforderlich ist sowie die damit verbundenen
Nachteile hinsichtlich der Empfindlichkeit gegen Umwelteinflüsse und der Betriebssicherheit.
Als Vorteil der induktiv abtastbaren Karte könnte die Eigenschaft gewertet werden,
daß die digital vorliegende Information durch Computer oder Mikroprozessoren verarbeitbar
ist.
[0008] Schließlich ist es möglich, ein sogenanntes elektronisches Kontaktschloß vorzusehen,
bei welchem Schlüssel und Schloß identische Widerstandsnetzwerke enthalten, mit einer
vorgegebenen Anzahl von abgreifbaren Knotenpunkten. Durch entsprechende Durchkontaktierung
können Knotenpunkte ausgewählt und den Kontakten des Schlüssels zugeordnet werden,
wodurch sich eine Codierung erzielen läßt. Der Kontakt zum Schlüssel wird als Sensorkontakt
ausgeführt, weil die zur Abtastung des Schlüssels erforderliche Kontaktleiste nur
während der aktiven Phase Potential führen darf. Bei Aufsetzen des Schlüssels auf
eine Kontaktleiste wird über eine Sensorleiste das Schloß aktiviert und die beiden
Netzwerke in ihrer Codierung verglichen. Bei übereinstimmung über einen vorgegebenen
Zeitraum wird die Schaltung ausgelöst. Der Hauptnachteil bei einem solchen elektronischen
Kontaktschloß sind die erforderlichen Kontakte und der relativ kompliziert herzustellende
Schlüssel. Durch nicht auszuschließende Kontaktunsicherheiten sind gegebenenfalls
Doppelbetätigungen erforderlich, insbesondere ist über längere Zeiträume nicht zu
vermeiden, daß die Kontaktleiste verschmutzt und Fehler eingeführt werden.
[0009] Schließlich ist es auch bekannt, eine auf einer Karte angeordnete Codierung in Form
opaker bzw. transparenter, Daten- oder Taktspuren bildender Ausschnitte anzuordnen,
die dann vom Lesegerät auf Infrarotbasis in ihrer Codierung erfaßt und mit dem gespeicherten,
zutreffenden Code verglichen werden können. Soll die Auslesung ohne motorischen Einzug
erfolgen, dann sind spezielle Maßnahmen zu treffen, um Fehlinterpretationen des Codes
bei willkürlichem Karteneinschub zu vermeiden.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektronisches Schloß zu schaffen,
dessen durch magnetische Einwirkung erzielte Codeübergabe auf kleinstem Raum, jedoch
mit hoher Sicherheit erfolgen kann und ohne daß die Möglichkeit besteht, daß der jeweilige
Code unbefugten Personen zugänglich wird.
Vorteile der Erfindung
[0011] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
und hat durch die Verwendung von durch eine selektive magnetische Einwirkung ausschließlich
in ihrem ohm'schen Widerstandswert beeinflußbarensensorelemente, angeordnet in höchster
Packungsdichte nach Art einer Oberflächenmatrix,den Vorteil, daß bei vollständiger
Unabhängigkeit zu Umwelteinflüssen keine mechanisch bewegten Teile benötigt werden,
ein verschleißbarer mechanischer Antrieb also nicht vorhanden ist.
[0012] Andererseits arbeitet die erfindungsgemäße Vorrichtung mit Binärdaten und ist daher
zur Auswertung auch mit Prozeßrechnern, Mikroprozessoren u. dgl. kompatibel.
[0013] Die Erfassung der Codierung erfolgt kontaktlos - die Sensorelemente werden durch
eine entsprechende Bündelung von magnetischen Feldlinien in ihrem Bereich lediglich
in ihrem Widerstandswert so beeinflußt, daß sich bestimmte auswertbare Schaltpositionen
an den Sensorelementen - Feldplatten eines in integrierter Schaltungstechnik aufgebauten
Chips - durch die Umschaltung von diesen Sensorelementen nachgeschalteten Operationsverstärkern
oder Komperatoren erfassen lassen, die aber dynamisch angesteuert sind, mit anderen
Worten, die. Anschaltung der veränderliche ohm'sche Widerstände bildenden Feldplatten
an die Eingänge der Operationsverstärker erfolgt über Kondensatoren.
[0014] Vorteilhaft ist ferner, daß der die Schlüsselfunktion erfüllende Geber bei vorliegender
Erfindung eine Codierung aufweist, die nicht oder nur mit außerordentlich hohem Aufwand
erfaßt werden kann, wobei die Betätigung eines Schlosses oder einer Verriegelung über
den Sensor völlig offen vorgenommen werden kann, da man lediglich den Geber mit der
Sensorfläche zur Deckung zu bringen braucht. Die Abmessungen der komplementären, Oberflächenmatrixen
bildenden Geber- und Sensorflächen sind dabei so klein, daß man den Geber beispielsweise
problemlos in die Oberfläche eines Siegelringes o. dgl. einbauen oder dort anordnen
kann, so daß eine Schloßbetätigung problemlos dadurch erfolgt, daß man seinen Siegelring
in eine entsprechende Vertiefung im Sensorbereich des Schlosses einsetzt oder dort
andrückt. Dabei ist die Codierung des Schlüssels (Gebers) auch für den Benutzer unbekannt
bzw. durchaus uninteressant. Der Schlüssel kann auch ohne weiteres ausgeliehen werden,
da ein Nachbau praktisch unmöglich ist.
[0015] Die Betriebssicherheit der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung ist absolut,
da im Bereich des Schlüssels oder Gebers ohnehin keinerlei aktive Elemente oder Systeme
angeordnet sind - lediglich und vorzugsweise in bestimmter Oberflächenmatrix-Verteilung
weichmagnetische Elemente, Teilbereiche oder Stifte, und der Sensor gegen jede Alterung,
gegen Drifteinflüsse oder sonstige Störungen durch eine sinnvolle elektronische Beschaltung
gesichert ist.
[0016] Die vorzugsweise in Form einer Oberflächenmatrix angeordneten Widerstände, die beim
Sensor in praktisch beliebiger Anzahl und Verteilung vorgesehen sein können, werden
vorzugsweise durch die üblichen Ätz- und sonstigen Bearbeitungstechniken, wie sie
bei integrierten bzw. hochintegrierten elektrischen Schaltungen ange
- wendet werden, hergestellt, beispielsweise durch entsprechende Dotierung von-Siliziumsubstraten
mit Antimon- oder anderen Verunreinigungen, derart, daß diese "Widerstände", die auch
als Feldplatten bezeichnet werden können, ihren Widerstandswert in Abhängigkeit zum
Verlauf der sie durchquerenden magnetischen Feldlinien ändern. Die Änderung des ohm'schen
Widerstandswerts der in beliebiger Weise miteinander in Form einer Matrix verschalteten
Widerstände erfolgt dann vorzugsweise dadurch, daß durch Anordnung eines Festmagneten
eine bestimmte magnetische Vorspannung im Bereich der Feldplatten der Oberflächenmatrix
erzeugt wird, die eine Änderung selektiv erfährt durch in den Bereich bestimmter dieser
Feldplatten oder Widerstände gebrachter, beispielsweise weichmagnetischer Elemente
vom Geber aus, wodurch sich eine Konzentration der magnetischen Feldlinien an den
jeweiligen Stellen ergibt. Die Sensorelemente, Feldplatten oder magnetisch gesteuerte
Widerstände, wie man die Oberflächenmatrix des Sensors auch bezeichnen kann, reagieren
dann auf diese Konzentration der magnetischen Feldlinien in ihrem Bereich dadurch
bzw. können so reagieren, daß zur Stromflußrichtung eine Einengung der Leiterbahnen
der Feldplatten durch Erhöhung der magnetischen Feldstärkeeinwirkung erfolgt und sich
hierdurch auch der ohm'sche Widerstandswert der Feldplatten ändert.
[0017] Daher besteht der Sensor aus einer Anordnung von in ihrem Widerstandswert durch magnetische
Einwirkung steuerbaren Widerständen auf einer Oberfläche (Oberflächenmatrix) , wobei
die Abmessungen sowohl der einzelnen Sensorelemente als auch des gesamten, mit der
Geberfläche in Wirkverbindung tretenden Sensorfläche von sehr geringem Umfang ist.
Der Benutzer setzt dann die zugeordnete, komplementäre Geberfläche auf die Sensorfläche
mit den magnetisch steuerbaren Widerständen auf.
[0018] Die äußere Erscheinungsform des Sensors und entsprechend komplementär'ausgebildet
des Gebers kann beliebig sein, beispielsweise als flache geometrische Form einer Ellipse,
eines Rechtecks, eines Vielecks o. dgl.
[0019] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Sicherheitsvorrichtung möglich.
Besonders vorteilhaft ist die gemeinsame Vorspannung sämtlicher, den einzelnen Feldplatten
nachgeschalteter Operationsverstärker oder Komparatoren durch einen einzigen Spannungsteiler
an ihren beiden Eingängen, wodurch diese bei sicherer Vorspannung einen definierten
Zustand einnehmen - hierdurch bleibt die Offsetspannung für sämtliche Operationsverstärker
durchlaufend die gleiche , wobei dann zusätzlich auf einem der Eingänge jedes Operationsverstärkers
über einen Kondensator der sich durch die Widerstandsänderung bei Aktivierung durch
den Geber ergebende Spannungssprung eingekoppelt wird. Die Zeitkonstante für diesen
Vorgang liegt vorzugsweise bei etwa 1 Sekunde, so daß einerseits ausreichend Zeit
bleibt, um eine mögliche Erfassung des Codes schon hier durch ledigliches Ausprobieren
wirksam zu unterbinden, andererseits sichergestellt ist, daß die durch den Kondensator
bewirkte Aufhebung der Gleichstromkopplung nach.Ablauf dieser Zeitkonstante wieder
rückgängig gemacht ist.
Zeichnung
[0020] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf den Sensor im Schnitt, aus welcher die Oberflächenverteilung
der magnetisch steuerbaren Widerstände sowie die Leitungsintegration erkennbar ist;
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine mögliche Ausbildung des Oberflächenbereichs des Sensors,
wobei innerhalb des Ovals die magnetisch steuerbaren Feldplatten/ Widerstände in beliebiger
Anordnung als Oberflächenmatrix liegen können;
Fig. 3 einen Schnitt durch den Sensor der Fig. 2, so daß man erkennt, daß sich zum
Einsetzen etwa eines vorspringenden Geberbereichs mit der Geber-Oberflächenmatrix
eine entsprechende Absenkung zur geführten Aufnahme am Sensor ergibt;
Fig. 4 zeigt schematisch und in vergrößerter Darstellung einen dem ovalen Ausschnitt
des Sensors entsprechenden, ovalen Bereich am Geber, wobei die kleinen Kreise eine
willkürliche Verteilung von eine vorgegebene magnetische Permeabilität aufweisenden
Geberelementen darstellen, die Stifte sein können und die magnetische Durchflutung
im Sensorbereich entsprechend selektiv beeinflussen, und
Fig. 5 eine bevorzugte Ausführungsform des Sensors im elektronischen Schaltungsbereich,
wobei, soweit zum Verständnis erforderlich, auch diskrete Schaltungselemente angegeben
sind.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0021] Es wird zunächst darauf hingewiesen, daß die dargestellte Ausführungsform lediglich
ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel zum besseren Verständnis der Erfindung darstellt
und diese nicht einschränkt - insbesondere wird dadurch, daß bei dieser Ausführungsform
die Codierung im Sensor hinter dem Operationsverstärkerbereich vorgenommen wird und
mit einer Diodenmatrix zur Entschlüsselung gearbeitet wird, nicht eine Beschränkung
des Erfindungsgegenstandes auf diese Möglichkeit gesehen - es versteht sich, daß durch
entsprechende Beschaltung der Operationsverstärker die Codierung auch vor diesen vorgenommen
werden kann und deren rückwärtige Ausgänge dann lediglich, was nur beispielsweise
angedeutet wird, auf einen gemeinsamen Widerstand arbeiten können, der dann auf eine
bestimmte Spannung angehoben wird.
[0022] Anwendungsmöglichkeiten für die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung ergeben sich
in vielfältiger Form - so kann diese bei Schließanlagen für Häuser und Gebäude eingesetzt
werden, bei Schließanlagen mit Fernabfrage und freier Codierbarkeit, bei Sicherungsanlagen
mit fern-umschaltbarem Code, Sicherungseinrichtungen für Geräte und Maschinen, bei
Schlössern an Kraftfahrzeugen u. dgl., bei Alarmanlagen, bei Bankschließfächern, bei
Tresorschlössern u. dgl., um nur einige der Anwendungsmöglichkeiten zu nennen.
[0023] Die Erfindung setzt sich zusammen aus einem Geber, der eine Schlüsselfunktion erfüllt,
und einem Sensor, der die entsprechenden Schloßfunktionen übernimmt und bei Feststellung
identischer Codes im Geber und im Sensor entsprechende Verriegelungen aufhebt oder
Schaltungen vornimmt, die einer Personenerkennung dienen, einen Zugang zu bestimmten
Mitteln eröffnen oder zur Schaltung von Alarmanlagen verwendet werden o. dgl.
[0024] In Fig. 1 ist in stark vergrößerter Form die Darstellung des Oberflächenbereichs
des Sensors 1 angegeben, der über ein geeignetes Gehäuse 3 verfügt, welches je nach
Einbauort und Gebrauchsfunktion unterschiedlich sein kann. Das Gehäuse verfügt über
eine vordere, in geeigneter Weise ausgebildete Kontaktfläche, unter welcher bzw. unmittelbar
angrenzend zu dieser sich die Vielzahl der einzelnen, magnetisch steuerbaren Sensorelemente
oder Widerstände 6 befinden. Die jeweiligen Anschlußpunkte dieser Widerstände sind
in geeigneter Weise mit äußeren Kontaktanschlüssen 8 und 8' verbunden. Es ist weiter
vorn schon darauf hingewiesen worden, daß dieser Bereich des Sensors mit den magnetisch
steuerbaren Widerständen 6 und deren Verkabelung 7 in integrierter Schaltungstechnik
aufgebaut sein kann, so daß hier in geeigneter Weise kleinste Abmessungen mit hoher
Präzision in Funktion und Aufbau erreicht werden. Die einzelnen Sensorelemente, magnetisch
steuerbaren Widerstände oder Feldplatten sind dann mit einer nachgeschalteten Auswerteschaltung
über die Anschlußkontakte 8, 8' verbunden, auf die weiter unten in Verbindung mit
der Darstellung der Fig. 5 noch genauer eingegangen wird.
[0025] Ferner ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel angrenzend und auf sämtliche
Widerstände 6, wie sie im folgenden lediglich noch genannt werden, in gewünschter
Weise einwirkend, ein magnetisches Vorspannungselement (nicht gezeigt) vorgesehen,
welches beispielsweise ein Elektro- oder Permanentmagnet sein kann und der im Ruhezustand
des Systems den einzelnen Widerständen 6 eine vorgegebene Magnetfeldintensität so
zuordnet, daß sich an diesen ein bestimmter Widerstandswert ergibt, der sich aus der
Anzahl der die Feldplatten-Widerstände 6 durchquerenden oder beaufschlagenden magnetischen
Kraftlinien ergibt.
[0026] Das Sicherungssystem ist dann ferner so aufgebaut, daß im Bereich des Gebers in der
gleichen örtlich-räumlichen Verteilung wie der hier bevorzugt nach Art einer Oberflächenmatrix
angeordneten Feldplatten-Widerstände 6 magnetisch wirksame Mittel vorgesehen oder
nicht vorgesehen sind, die dann, wenn der Geber mit seiner wirkungsaktiven Oberfläche
auf die empfängerempfindliche Oberfläche des Sensors aufgelegt wird, selektiv die
magnetische Durchflutung bestimmter Feldplatten-Widerstände 6 ändern (nämlich durch
ihre Anwesenheit) oder nicht ändern - wenn an dieser Stelle kein solches Element vorhanden
ist. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel benutzt für die zugeordnete Geberfläche kleine
bzw. kleinste Weicheisenelemente dort, wo nach der getroffenen Codierung eine Änderung
des Widerstandswerts der Widerstände 6 erfolgen soll und kann an den anderen Stellen
Elemente oder Körper vorsehen, die magnetisch nach außen keine Wirkung haben, also
dia- oder paramagnetisch sind. Solche Elemente, die selektiv im Bereich bestimmter
Feldplatten-Widerstände 6 die dort herrschende magnetische Feldlinienverteilung beeinflussen,
können weichmagnetische Stifte 9 sein, deren Endbereiche beim Aufliegen der Geberoberfläche
auf die Sensoroberfläche die in dieser herrschende magnetische Feldverteilung verändern.
[0027] Im Endeffekt ergibt sich dann für den Sensor eine Auswerteschaltung für die Feldplatten-Widerstände
6, wie sie in Fig. 5 dargestellt ist, wobei es sich versteht, daß die dort dargestellte
Schaltung aus diskreten Schaltungselementen nur eine der Möglichkeiten darstellt,
wie die relativen Verschiebungen in den Feldplatten- Widerständen 6 erfaßt und ausgewertet
werden können - dies gilt besonders für die Weiterverarbeitung der Ausgangssignale
der Operationsverstärker, auf die die Feldplatten-Widerstände geschaltet sind. Zum
besseren Verständnis sind in der Schaltung der Fig. 4 auch einige Polaritäten angegeben;
man erkennt, daß die Feldplattenwiderstände 6 über entsprechende Vorwiderstände 10
jeweils zwischen positiver Versorgungsspannung (+U
B) und Masse geschaltet sind. Durch die weiter vorn schon erwähnte Zuordnung eines
magnetischen Vorspannungserzeugers, der die Widerstände 6 einem vorzugsweise homogenen
Magnetfeld vorgegebener Stärke unterwirft, ergeben sich an den einzelnen Widerständen
6 bestimmte, vorzugsweise identische Widerstandswerte im Ruhezustand, obwohl dies
nicht kritisch ist, da diese gleichstrommäßig gegenüber den Vergleichern/Operationsverstärker
entkoppelt sind.
[0028] Ein wesentliches erfinderisches Merkmal besteht darin, daß zur Auswertung der selektiven
Widerstandsänderung bei der gewollten Wirkverbindung zwischen Geber und Sensor den
einzelnen Widerständen 6 als Komparatoren geschaltete Operationsverstärker nachgeschaltet
sind, deren jeweils beide Eingänge durch den gleichen Spannungsteiler vorgespannt
sind. Dieser Spannungsteiler besteht aus der Reihenschaltung dreier Widerstände 13a,
13b und 13c, wobei der mittlere Widerstand 13b durch den an ihm erzeugten Spannungsabfall
mit sämtlichen Eingängen (Minus-Eingängen oder invertierenden Eingängen bzw. Plus-Eingängen
oder nichtinvertierenden Eingängen) sämtlicher Komparatoren oder Vergleicher 12 verbunden
ist. In bevorzugter Ausgestaltung ist dieser mittlere Vorspannungswiderstand 13b relativ
niederohmig und kann beispielsweise einen numerischen Wert von lediglich 10 Ohm aufweisen,
so daß sich, natürlich abgestimmt auf die jeweilige Versorgungsspannungen, eine an
ihm abfallende Vorspannungsdifferenz von hier beispielsweise dann 10 mV ergibt, die
etwas größer als die Offsetspannung der Operationsverstärker ist. Hierdurch erzielt
man für den Ruhezustand stabile, definierte Zustände der Operationsverstärker. Dieser
Offset-Widerstand 13b gibt somit einen stabilen Ausgangszustand vor, da die Offsetspannung
immer gleich bleibt.
[0029] Die Anschaltung der jeweiligen Feldplatten-Widerstände 6 erfolgt dann von den Verbindungspunkten
mit ihren entsprechend zugeordneten Vorwiderständen aus über Kondensatoren 16 jeweils
zu den nichtinvertierenden Eingängen der Operationsverstärker.
[0030] Die Ausgänge der Operationsverstärker sind dann auf eine Diodenmatrix 15 zur Entschlüsselung
geschaltet, bestehend aus entsprechend jeweils gepolten Dioden 15a bzw. 15b, die dann
ihrerseits mit jeweils unterschiedlichen, gemeinsamen Potentialschienen 25 und 26
verbunden sind.
[0031] Ab hier jedenfalls, beispielsweise ab den Ausgängen der Operationsverstärker, kann
die weitere Entschlüsselung allerdings auch in anderer Weise erfolgen - so ist es
möglich, einen Mikroprozessor oder Rechner in entsprechender Weise auszulegen, so
daß dieser in schnellem Ablauf die Ausgänge der einzelnen Operationsverstärker abfragt
und mit einem entsprechenden Codewort vergleicht und bei Übereinstimmung Schaltungen
vornimmt, Verriegelungen freigibt o. dgl.
[0032] Die nachfolgende Erläuterung der speziellen Auswerteschaltung ist daher insoweit
fakultativ und lediglich als Ausführungsbeispiel bevorzugt.
[0033] Zum besseren Verständnis ist es sinnvoll, die Vergleicher-Ausgangsschiene 25 als
sog. H-Schiene zu bezeichnen (von High = im Potential hochliegend) , während die andere
Potentialschiene 26 als sogenannte L-Schiene bezeichnet werden kann (von Low = im
Potential niederliegend oder auf Massepotential liegend).
[0034] Die Verschaltung dieser Schienen 25, 26 mit den Ausgängen der Operationsverstärker
ist selbstverständlich entsprechend dem jeweiligen Code vollkommen unterschiedlich
und bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel für einen einzigen vorgegebenen Code
so getroffen, wie angegeben mit der Maßgabe, daß der Code nur dann als zutreffend
und identisch vom Sensor der Auswerteschaltung erfaßt wird, wenn während der magnetischen
Beeinflussung der Widerstände 6 durch die GeberElemente 9 sich auf der H-Schiene kein
Minussignal oder kein Lowsignal und entsprechend auf der L-Schiene kein hochliegendes
Signal oder positives Signal ergibt. Auf die einzelnen Funktionsabläufe wird weiter
unten noch eingegangen - ausgewertet werden die sich ergebenden Spannungszustände
der H-Schiene 25 und der L-Schiene 26 durch einen an die H-Schiene angeschalteten
Schalttransistor 17a, der unmittelbar auf ein bistabiles Schaltelement 17 arbeitet,
welches entsprechende Ausgangsschaltzustände dann einnimmt, Verriegelungen freigibt
oder Sicherheitsschaltungen betätigt. An die andere, der Decodierung der Diodenmatrix
15 dienenden Potentialschiene (L-Schiene) ist ein Sperrtransistor 27 angeschlossen,
der gegen Masse den Fußpunkt der H-Schiene bildet und so unmittelbar auf den Schaltzustand
des Schalttransistors 17a einwirken kann und ferner, vorzugsweise über einen Zähler
18 eine Sicherheitsschaltung 20 in Formeines bistabilen Elements betätigt, welches
nach einer vorgegebenen Anzahl von Fehlversuchen ebenfalls den Schalttransistor 17a
über eine Verbindungsleitung 28 sperren kann und gleichzeitig, über die gleiche Leitung
ein Zeitglied 22 anwirft, welches, beispielsweise geschaltet als Oszillator, den Zähler
auf einen vorgegebenen Zählerstand hochzählen muß, bevor ein erneuter Versuch zugelassen
wird.
[0035] Es ergibt sich dann folgende Wirkungsweise: Die vorzugsweise in einer Flächenmatrix
angeordneten Feldplatten-Widerstände 6 sind vom nicht dargestellten Permanentmagneten
vorgespannt. Durch Einbringen eines Weicheisenteils selektiv in den Bereich der Feldlinien
dort, wo sich Feldplatten-Widerstände befinden, die diese durchdringen, ergibt sich
eine Konzentration in dem Bereich und eine Erhöhung des Widerstands der entsprechenden
Halbleiterfläche durch die Konzentrierung der Feldliniendichte.
[0036] Die Schlüsselmatrix des Gebers enthält entsprechend dem ausgewählten Code verteilt
Weicheisenstifte 9 kongruent zur Feldplattenmatrix. Wird der Schlüssel mit der Feldplattenmatrix
zur Deckung gebracht, dann werden in den codierten Matrixfeldern die entsprechenden
Feldplatten angesteuert, und es entsteht ein binäres Wort mit einer der Zahl der Felder
entsprechenden Bitzahl. Dieses binäre Wort wird mit einem durch die entsprechende
Anschaltung der Ausgänge der Komparatoren 12 an die Diodenmatrix 15 voreingestellten
Codewort verglichen und bei Übereinstimmung eine Schaltung ausgelöst. Wie weiter vorn
schon erwähnt, kann die voreingestellte Codierung aber auch durch entsprechende Beschaltung
sowohl der invertierenden als auch der nichtinvertierenden Eingänge der Vergleicher
12 vorgenommen werden, also vor diesen.
[0037] Durch Aufsetzen der Geberfläche auf die Sensorfläche und sinnvollerweise einer entsprechenden
Einrastung durch eine äußere Führung, wodurch die Ausrichtung sichergestellt ist,
kann die Schaltung der Fig. 5 die interne Codierung des Schlüssels/Gebers abtasten
und mit ihren gespeicherten Informationen vergleichen. Durch das bistabile Ausgangsschaltelement
17, welches vorzugsweise ein bistabiles mechanisches Relais ist, welches über einen
ersten Umschaltkontakt 17b und einen zweiten Umschaltkontakt 17c verfügt, bleibt der
Schaltzustand mechanisch gespeichert, auch bei Stromausfall.
[0038] Betrachtet man die in Fig. 5 dargestellte Anschaltung der Diodenmatrix 15 an die
Vergleicher 12, dann erkennt man, daß, um ein Leitendwerden des Schalttransistors
17a zu erreichen, die Ausgänge der an die H-Schiene 25 geschalteten Operationsverstärker
nicht auf low gehen dürfen, denn in diesem Fall würde der Transistor 17a sperren und
das bistabile Relais 17 zur Freigabe nicht angesteuert werden können. Mit anderen
Worten, ein mit 6a bezeichneter Feldplattenwiderstand darf den ihm nachgeschalteten
Komparator 12a nicht durch eine Erhöhung seines Widerstandswerts und eines hierdurch
bewirkten positiven Spannungsanstiegs so ansteuern, daß dieser Operationsverstärker
durchschaltet und auf die L-Schiene 26 positives Potential legt, denn dieses wäre
eine der entsprechenden "richtigen" Codierung nicht zutreffende Beeinflussung des
Widerstandes 6a. Durch ein positives Potential auf der Schiene 26 ergibt sich über
die Diode 27a eine Leitendsteuerung des Sperrtransistors 27, der in diesem Fall die
H-Schiene 25 auf Massepotential legt und daher die Basis des Schalttransistors 17a
so weit negativ vorspannt, daß dieser nicht durchschalten kann. Das gleiche geschieht
natürlich immer dann, wenn einer der über die zugeordnete Diode unmittelbar mit der
H-Schiene 25 verbundenen Ausgänge der Komparatoren 12 diese Schiene von sich aus durch
eine entsprechende Ansteuerung durch den zugeordneten Widerstand 6 auf low legt.
[0039] Der weitere Ablauf ist dann so, daß bei Auftreten eines solchen Fehlersignals beispielsweise
auf der L-Schiene 26 nicht nur der Transistor 27 durchgeschaltet wird, sondern über
einen Inverter 29 auch ein Zähleingang 18a des Zählers 18 beaufschlagt wird und nach
einer vorgegebenen Anzahl von Fehlversuchen (beispielsweise nach sieben Fehlversuchen)
der Zähler 18 mit seinen Ausgängen ein bistabiles Glied (Flipflop 21) setzt, welches
über die Verbindungsleitung 28 einmal einen weiteren Sperrtransistor 30 ansteuert,
welcher dann Basis und Emitter des Schalttransistors 17a praktisch überbrückt und
daher dessen Sperrzustand sicherstellt, sowie zum anderen das Zeitglied 22 (Oszillator)
anwirft, welches dem Zähleingang 18a des Zählers 18 eine vorgegebene Anzahl von Zählimpulsen
zuführen muß, bevor dieser sich durch einen Reset-Impuls an seinem Reset-Eingang 19
selbst wieder rücksetzen kann und den Sensor freigibt.
[0040] Das ausgangsseitig angeordnete bistabile mechanische Relais 17 kann so mit seinen
beiden Spulen geschaltet sein, daß die beiden Umschaltkontakte 17b und 17c in die
jeweils eine Position von dem einen Spulenteil und in die andere Position von dem
anderen Spulenteil geworfen werden, wobei in beiden Positionen über den Umschalter
17c ein Selbsthaltekreis geschaltet wird. Mit dem anderen Umschaltkontakt 17b können
dann beliebige Schaltvorgänge zur Entriegelung und Verriegelung, Alarmgabe u. dgl.
vorgenommen werden.
[0041] Die Ansteuerung hier der nichtinvertierenden Eingänge der Vergleicher 12 über Kondensatoren
16 ist für die vorliegende Erfindung wesentlich, um Problemen zu begegnen, die sich
insbesondere auch im Bereich der Feldplatte durch deren hohen Temperaturgang, die
hohen Bauteiltoleranzen, allgemeine Alterungsprobleme sowie sämtliche Bauteiledriften
sonst ergeben würden. Der Kondensator vermittelt aufgrund seiner Größe und seiner
Zeitkonstante in Verbindung mit den beteiligten Widerständen (ca. 1 Sekunde) lediglich
einen entsprechenden Spannungssprung zur Umschaltung, entkoppelt andererseits aber
den Bereich der Vergleicher 12 wirksam gegenüber dem Feldplattenbereich, so daß die
erwähnten Toleranzprobleme nicht auftreten, die im Grunde darin gipfeln, daß durch
ledigliche Spannungsteilerschaltungen die gewünschten Ausgangszustände und die stabilen
Ruhepositionen der Vergleicher praktisch kaum vorgegeben werden könnten.
[0042] Bei vorliegender Erfindung ist auch völlig unproblematisch die Art, wie der Geber
wirkungsmäßig in den Bereich des Sensors gebracht wird - durch die lange Zeitkonstante
ergibt sich auf jeden Fall beim Einsetzen ein Schaltzustand, der für die Entriegelung
bei zutreffender Codeidentifizierung ausgewertet werden kann.
[0043] Abgesehen von der durch die Verriegelungsschaltungen im Bereich des Zählers 18 mit
Oszillator 22 bewirkten Sperrung des Sensors bei Überschreiten einer vorgegebenen
Anzahl von Fehlversuchen ergibt sich auch durch die lange Zeitkonstante im Eingangsbereich
und die hierdurch verzögerte Reaktion des bistabilen Schaltrelais 17 die praktische
Unmöglichkeit, durch Ausprobieren, beispielsweise mit Hilfe eines Binärcodeerzeugers,
den gewünschten Code zu finden. Eine Berechnung ergibt, daß unter Einbeziehung der
verzögerten Eingangsreaktion, der Sperrung des Sensors für einen vorgegebenen Zeitraum
nach einer vorgegebenen Anzahl von Fehlversuchen sowie der Notwendigkeit, im statistischen
Mittel mindestens 50 % der möglichen Codes auszuprobieren, bevor der richtige gefunden
ist, eine Zeitdauer von etwa 24 Jahren erforderlich ist. Dies unter Zugrundelegung
von hier lediglich 20 Feldplattenwiderständen 6, wodurch sich eine mögliche Anzahl
verschiedener Codewörter von 2
20-1 Kombinationen ergibt.
[0044] Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein.
1. Vorrichtung an Schlössern, bei Sicherheitseinrichtungen, Verriegelungen u. dgl.
zur Ermöglichung eines befugten Zugangs zu Räumen, Gebäuden, Autos u. dgl. und/oder
der Überprüfung der befugten Vornahme von Tätigkeiten und/oder der Scharf- und Unscharfschaltung
von Alarmanlagen, mit einem die Funktion eines Schlüssels erfüllenden Geber und einem
eine Schloßteilfunktion erfüllenden Sensor, dadurch gekennzeichnet, daß der Geber
(2) eine vorgegebene, einen Code bildende und sich mindestens in einer Dimension erstreckende
Verteilung von magnetischem oder magnetisch permeablem Material (Geberelemente 9)
aufweist, daß der Sensor (1) in der gleichen räumlichen Erstreckung und Zuordnung
zur Erfassung des Gebercodes eine Verteilung von durch magnetische Einwirkung in ihrem
ohm'schen Widerstand veränderbare Elemente (magnetisch steuerbare Feldplatten-Widerstände
6) sowie eine Information über den zutreffenden Code umfaßt und daß dem Sensor eine
Auswerteschaltung nachgeschaltet ist, die nach Vergleich zwischen Gebercode und Sensorcode
und bei festgestellter Identität Freigabeschaltungen bewirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Verteilung
der Erregerelemente (Weicheisenstifte 9)im Geber als auch die Anordnung der Feldplattenwiderstände
(6) im Sensor als Oberflächenmatrix getroffen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetisch
steuerbaren Widerstände (6) nach Art einer integrierten Schaltung mit ihren zugeordneten
Anschlußverbindungen auf einem Trägersubstrat (dotierter Siliziumchip) angeordnet
sind und daß ein magnetischer Vorspannungserzeuger (Permanentmagnet) vorgesehen ist,
der zur Einstellung eines vorgegebenen Ruhezustands-Widerstandswerts der Feldplatten-Widerstände
(6) in diesen eine, vorzugsweise homogene Magnetlinienverteilung erzeugt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in
einer vorgegebenen Oberflächenmatrix angeordneten, magnetisch beeinflußbaren Feldplatten-Widerstände
(6) des Sensors an Versorgungsspannung (tUB) gelegt und die sich durch die selektive
Widerstandsänderung ergebenden Spannungssprünge an diesen dynamisch, also über Kondensatoren
auf zugeordnete Eingänge von Vergleichern (12) geschaltet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Feldplatten-Widerstand
(6; 6a, 6b, 6c) ein Vergleicher (12; 12a, 12b, 12c) zugeordnet ist und daß beide Eingänge
jedes Vergleichers (12) von einem einzigen gemeinsamen Spannungsteiler (13a, 13b,
13c) zur Einnahme eines stabilen, definierten Ausgangsschaltzustands vorgespannt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Vorspannungs-Spannungsteiler
für sämtliche Vergleicher (12) aus der Reihenschaltung eines ersten Widerstandes (13a),
eines mittleren Offset-Widerstands (13b) sowie eines Fußpunktwiderstandes (13c) besteht,
wobei die beiden Anschlußpunkte des Offset-Widerstandes über jeweils zusätzliche Reihenwiderstände
mit jedem der beiden Eingänge (Minus-Eingang oder invertierender Eingang bzw. Plus-Eingang
bzw. nichtinvertierender Eingang) jedes als Vergleicher (12) geschalteten Operationsverstärkers
verbunden ist. ,
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Codeerkennung
durch die Auswerteschaltung an den Ausgängen der jedem Feldplatten-Widerstand (6)
nachgeschalteten Vergleicher (12) erfolgt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine schnelle Abfrageschaltung
(Mikroprozessor, Rechner) vorgesehen ist, die die während der dynamischen Ansteuerung
der Vergleicher (12) sich ergebende Ausgangsspannungskonfiguration seriell oder parallel
erfaßt und mit dem vorgegebenen Codewort vergleicht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß den Ausgängen der als
Vergleicher (12) geschalteten Operationsverstärker eine Diodenmatrix (15) zum Codewortvergleich
nachgeschaltet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der den
Feldplatten-Widerständen (6) nachgeschalteten Vergleicher (12) mit einem gemeinsamen
Widerstandsnetzwerk verbunden sind und die interne Festlegung des Codeworts im Sensor
durch die entsprechend selektive Anschaltung der Ausgänge der Feldplatten-Widerstände
(6) an die jeweiligen Eingänge der Vergleicher (12) erfolgt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der Diodenmatrix
(15) zur Auswertung der Vergleicherausgänge mit zwei Potentialschienen (H-Schiene
25; L-Schiene 26) verbunden sind und daß von einer der Potentialschienen gesteuert
ein Schaltelement (Schalttransistor 17a) vorgesehen ist, welches ein bistabiles Ausgangselement,
vorzugsweise ein bistabiles Schaltrelais (17) bei zutreffender Codeworterkennung ansteuert.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei fehlerhaftem Gebercode
eine oder beide Ausgangs-Potentialschienen der Diodenmatrix (15) ein Potential führen,
welches entweder unmittelbar den Schalttransistor (17a) zur Ansteuerung des bistabilen
Relais (17) sperrt oder über einen zusätzlichen Sperrtransistor (27), der die den
Schalttransistor ansteuernde Potentialschiene an Sperrpotential legt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Sicherheitsschaltung gegen Mehrfach-Fehlversuche vorgesehen ist, mit einem bei jedem
Fehlversuch angesteuerten Zäh- ler (18), einem nachgeschalteten bistabilen, den Schalttransistor (17) unmittelbar
sowie den Zähler (18) durch Anwerfen eines Oszillators (22) gegen weitere Versuche
sperrenden bistabilen Glied (21).
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
wirkungsaktive Oberflächenmatrix-Plattenfläche des Gebers (2) Teil eines vom Benutzer
getragenen Ringes ist.