[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Haarschneidegerät mit einer Klingenträgerplatte
und einer an dieser geführten, eine die wirksame Klingenschneidkante überdeckende
Zahnreihe aufweisenden Arbeitsplatte, die zur Schnittlängenverstellung relativ zur
Klingenträgerplatte senkrecht zur Klingenschneidkante verschiebbar geführt und durch
eine Arretierungsvorrichtung in verschiedenen Relativstellungen arretierbar ist, wobei
die in den Zahnzwischenräumen des Haarschneidegerätes gelegenen Bereiche der Klingenschneidkante
durch an der Klingenträgerplatte verschiebbar geführte Abdeckelemente partiell abdeckbar
sind.
[0002] Ein Haarschneidegerät dieser Art ist aus der US-A 3 986 258 bekannt. Mit diesem Gerät
können verschiedene Schnittlängen bis zum Ausrasieren-in einer einzigen Arbeitslage
eingestellt werden. Die Auflagefläche wird vorne durch die Zahnenden der die Klingenträgerplatte
abdeckenden Arbeitsplatte und hinten durch eine keilförmige, gegebenenfalls mit Noppen
besetzte Führungsfläche an der Außenseite der Klingenträgerplatte gebildet. Der Anstellwinkel
der Auflagefläche gegenüber der parallel zur Teilungsebene angeordneten Klinge ändert
sich geringfügig bei Änderung der Schnittlänge, und zwar derart, daß er mit zunehmender
Schnittlänge spitzer wird. Es hat sich jedoch gezeigt, daß gerade bei großen Schnittlängen
relativ stumpfe Schnittwinkel zwischen Klingenebene und Auflagefläche wünschenswert
sind, während in der Rasierstufe spitzere Winkel günstig sind.
[0003] Zum Effilieren der Haare sind aus derselben Druckschrift Abdeckelemente mit mäanderförmigen
wirksamen Kanten bekannt, die durch Quer- oder Längsverschiebung eines im Haarschneidegerät
geführten Bauteils entweder in oder außer Wirkung setzbar sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Haarschneidegerät der eingangs genannten
Art, das in einer einzigen Arbeitslage auf unterschiedliche Schnittlängen eingestellt
werden kann, so auszubilden, daß noch bessere Schneideffekte durch günstigere Schnittwinkel
und variable Effiliereinstellungen erreicht werden können.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß an der der Klingenträgerplatte
abgewandten Außenseite der Arbeitsplatte eine rampenförmige Auflagefläche mit für
alle Schnitt- längeneinstellunge
hbleichbleibender Neigung zur Platten-Teilungsebene (Auflagewinkel) vorgesehen ist,
daß die Klinge wenigstens in großen Schnittlängen entsprechenden vorgeschobenen Stellungen
der Arbeitsplatte derart geneigt an der Klingenträgerplatte gehaltert ist, daß ihr
Anstellwinkel zur Auflagefläche größer ist als der Auflagewinkel der Auflagefläche
zur Teilungsebene, daß die Abdeckelemente auf der der Arbeitsplatte zugewandten Seite
der Klinge senkrecht zur Klingenschneidkante an der Klingenträgerplatte verschiebbar
gelagert sind und daß die wirksamen Vorderkanten der Abdeckelemente in den Zahnzwischenräumen
einen solchen zumindest teilweise schrägen Verlauf zur Klingenschneidkante haben,
daß der Grad der Abdeckung der Klingenschneidkante von dem Ausmaß ihrer Verschiebung
zur Klingenschneidkante abhängig ist. Bei der Erfindung wird daher der Auflagewinkel
allein von einer an der Arbeitsplatte angeordneten Auflagefläche bestimmt und bleibt
in sämtlichen Schnittlängeneinstellungen unverändert. Zumindest in der vorgeschobenen
Stellung der Arbeitsplatte ist die Klinge unter einem relativ großen Anstellwinkel
zur Auflagefläche gehalten und die Schneidwirkung gegenüber herkömmlichen Geräteausführungen
verbessert. Anders als bei einer Vergrößerung des Auflagewinkels bedingt die Vergrößerung
des Schnittwinkels durch Schrägstellung der Klinge keine Volumenvergrößerung des Geräts;
denn die Klingenträgerplatte benötigt auch bei herkömmlichen Geräteausführungen ausreichend
Fleisch zur Aufnahme der Führungen für die verschiebbare Arbeitsplatte sowie des zugehörigen
Betätigungsmechanismus. Gerade im Kopfbereich, wo die Klinge angeordnet ist, geht
bei herkömmlichen Haarschneidegeräten relativ viel Raum verloren, der bei der Erfindung
durch entsprechende Schrägstellung der Klinge in dem Kopfteil des Haarschneidegeräts
genutzt wird. Hand in Hand mit der Verbesserung der Schneidwirkung geht bei der Erfindung
die Verbesserung der in das Gerät selbst integrierten Effiliervorrichtung. Die Effilierwirkung
ist aufgrund der Schrägstellung der wirksamen Kanten der Abdeckelemente praktisch
stufenlos einstellbar. Je weiter die in der Regel an einer Abdeckplatte angeordneten
Abdeckelemente in Längsrichtung vorgeschoben werden, umso größer ist ihre Abdeckwirkung
bzw. umso kleiner ist die Breite der von den Abdeckelementen freigelassenen Schneidkantenabschnitte.
[0006] Eine Optimierung des Schnittwinkels in Anpassung an die jeweiligen Schnittlängeneinstellungen
läßt sich in Weiterbildung der Erfindung dadurch erreichen, daß die Klinge in einem
Schneidkopf eingebettet ist und der Schneidkopf zur Änderung des Schnittwinkels zwischen
Klinge und Auflagefläche an der Klingenträgerplatte verschwenkbar gelagert ist.
[0007] Um die Lage der Klingenschneidkante in allen Schwenkstellungen der Klinge bzw. des
Schneidkopfs konstant zu halten und die Be- . wegungsbahn der Abdeckelemente nicht
zu stören, ist es nach der Erfindung vorteilhaft, daß die Schwenkachse des Schneidkopfs
im wesentlichen mit der Klingenschneidkante ausgerichtet ist. Eine besonders günstige
Führung des Schneidkopfs bei dessen Verschwenken und eine Entlastung des Schwenklagers
läßt sich dadurch erreichen, daß die Rückseite des Schneidkopfes mit einem Krümmungsradius
gekrümmt ist, der etwa gleich dem Abstand zur Schwenkachse ist, und daß die der Schneidkopfrückseite
zugewandte Fläche der Klingenträgerplatte als Lagerschale mit komplementärer Krümmung
ausgebildet ist.
[0008] Um den günstigsten Schneidwinkel in Anpassung an die jeweilige Schnittlängeneinstellung
automatisch einzustellen, ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
vorgesehen, daß der schwenkbare Schneidkopf mit der Arbeitsplatte oder deren Verschiebevorrichtung
derart gekuppelt ist, daß der Schnittwinkel in der ganz zurückgezogenen Endstellung
(Rasierstellung) der Arbeitsplatte am kleinsten und in deren der größten Schnittlänge
entsprechenden vorgeschobenen Endstellung am größten ist. Dabei kann der Schneidkopf
auf einer von der Schwenkachse beabstandeten parallelen Achse an einer zur Plattenverschiebeebene
parallel geführten Kulissenanordnung gelagert sein, die den Abstand der parallelen
Achse von der Arbeitsplatte in Abhängigkeit von der Relativlage der beiden Platten
verändert.
[0009] Zur Vermeidung von Verletzungen durch die Klingenschneidkante sieht die Erfindung
in Weiterbildung vor, daß die Klingenschneidkante nach allen Seiten hin von Zähnen
eingeschlossen ist und nur in den Zahnzwischenräumen freiliegt.
[0010] Die wirksamen Kanten der Abdeckelemente haben vorzugsweise in den Zahnzwischenräumen
einen V-, U-förmigen oder einseitig zur Klingenschneidkante geneigten Verlauf, so
daß die Klingenschneidkante durch Längsverschiebung der Abdeckelemente im wesentlichen
stufenlos zwischen 0 und 100 % abdeckbar ist.
[0011] Um zu vermeiden, daß aufgrund eines Versehens die Abdeckelemente auch in der Rasierstellung
wirksam bleiben, ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen,
daß alle Abdeckelemente an einer Abdeckplatte angeordnet sind, daß die Abdeckplatte
über eine von außen zugängliche Handhabe relativ zur Klingenträgerplatte verschiebbar
ist und daß eine mit der Arbeitsplatte bewegungsgekoppelte Rückstellvorrichtung vorgesehen
ist, die so ausgebildet ist, daß sie die Abdeckplatte in deren unwirksame Stellung
zurückgestellt, wenn die Arbeitsplatte in deren ganz zurückgezogene Stellung (Rasierstellung)
geschoben wird.
[0012] Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt entsprechendder Schnittlinie I-I in Fig. 2;
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
wobei die Arbeitsplatte in verschiedenen Einstellungen für unterschiedliche Schnittlängen
dargestellt ist;
Fig. 3A und 3B schematische Teilansichten auf das Vorderende der Auflagefläche der
Arbeitsplatte in unterschiedlichen Extremstellungen sowohl der Arbeitsplatte als auch
der Abdeckelemente;
Fig. 4 eine Teilschnittansicht durch den Kopfabschnitt eines Haarschneidegeräts mit
schwenkbarem Schneidkopf, in welchem eine Klinge auswechselbar eingebettet ist;
Fig. 5A und 5B eine Teilschnittansicht auf eine mit der Arbeitsplatte verbundene Kulissenanordnung
zum Verschwenken des Schneidkopfes in verschiedenen Endstellungen der Arbeitsplatte
und des Schneidkopfs;
Fig. 6A, 6B und 6C Ansichten ähnlich den Figuren 5A und 5B auf eine abgewandelte Kulissenanordnung,
bei der die Kulissenführungen das Verschwenken und das Auswechseln des Schneidkopfs
ermöglichen, wobei Fig. 6C eine Zwischenstellung des Schneidkopfs bei dessen Auswechseln
veranschaulicht;
Fig. 7 eine schematische Schnittansicht ähnlich Fig. 4 auf eine andere Ausführungsform
eines Haarschneidegeräts, bei dem ein schwenkbarer Schneidkopf in der der Rasierstellung
entsprechenden Schwenklage über die Teilungsebene hinaus in eine Ausnehmung der Arbeitsplatte
eingreift und zungenförmige Abdeckelemente in dieser Schneidkopflage in Zwischenräume
der Schneidkopfzähne eingreifen; und
Fig. 8 eine Draufsicht auf eine zungenförmige, parallel verlaufende Abdeckelemente
tragende Abdeckplatte, die bei der Geräteausführung gemäß Fig. 7 verwendbar ist.
[0013] Das in den Ansichten gemäß Fig. 1 und 2 gezeigte Haarschneidegerät 1 hat eine Klingenträgerplatte
10 und eine an dieser zur Schnittlängenverstellung verschiebbar geführte Arbeitsplatte
11. Die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit nur einer Schneidkante versehene
Klinge 12 ist im Kopfäbschnitt der Klingenträgerplatte 10 allseitig eingebettet gehalten.
Sie ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 unter einem festen Neigungswinkel
L zur Teilungsebene 13 zwischen den beiden Platten 10 und 11 angestellt. Die Klinge
ist fest in einer rückwärtigen Fassung 14 gehalten und zusammen mit letzterer in einer
passenden Aufnahme am Kopfende der Klingenträgerplatte 10 eingebettet. Sie kann durch
Aufklappen eines teilweise gezahnten Deckelteils 15 zum Auswechseln freigelegt werden.
Der Deckelteil 15 ist strichpunktiert in der voll aufgeklappten Stellung in Fig. 1
gezeigt.
[0014] Am vorderen Ende der Arbeitsplatte 11 ist eine aus Zähnen 17 gebildete Zahnreihe
angeordnet. Wie vor allem in Fig. 1 zu sehen ist, springen die vorderen Enden 18 aller
Zähne 17 über die Teilungsebene hinaus zur Seite der Klingenträgerplatte hin vor und
überdecken die Schneidkante 16 mit ausreichendem Fleisch, um Verletzungen in der mit
ausgezogenen Linien in den Fig. 1 und 2 dargestellten Rasierstellung der Arbeitsplatte
11 zu vermeiden. Gemeinsam überdecken die gemäß Fig. 2 am Kopfabschnitt 15 der Klingenträgerplatte
und am Vorderabschnitt der Abdeckplatte 11 angeformten Zähne die Klingenschneidkante
16 in der Rasierstellung allseitig, wobei die Trennfuge aufgrund der die Trennebene
übergreifenden Gestaltung der Zähne 17 auf der der Auflageflächel9 abgewandten Seite
liegt. Die geneigten Außenkanten der Zähne 17 bilden eine rampenförmige Auflagefläche
19, die ausreichend lang ist, um eine spürbare und gleichbleibende Anlage des Geräts
unter einem bestimmten Schnittwinkel 29 zwischen Auflagefläche 19 und Klingenebene
zu ermöglichen. Der Auflagewinkel der Auflagefläche 19 zur Teilungsebene 13 bleibt,
wie Fig. 1 zeigt, in allen Schnittlängeneinstellungen der Arbeitsplatte 11 konstant,
da die Arbeitsplatte 11 in Richtung der Teilungsebene 13 verschoben wird und die Geräteauflage
allein über die an der Arbeitsplatte 11 angeordnete Auflagefläche 19 erfolgt. Aufgrund
der Neigung der Klinge 12 ist der Schneidwinkel . gegenüber herkömmlichen Haarschneidegeräten
vergrößert, wodurch sich vor allem bei größeren Schnittlängen wesentlich bessere Schneidwirkungen
ergeben.
[0015] Anstelle der in Fig. 2 dargestellten geraden und parallelen Zähne 17 können auch
schlangenlinienförmig verlaufende Zähne vorgesehen sein, die in den Zahnzwischenräumen
das zu kürzende Haar zur Klingenschneidkante 16 durchlassen und in den hinteren Bereichen
vor allem gekräuseltes Haar straffen. Ein ähnlicher Effekt läßt sich dadurch erreichen,
daß im hinteren Bereich und jenseits der Auflagefläche 19, also in der Nähe der Kuppe
der Zähne 17 geeignet orientierte Noppen oder stiftartige Vorsprünge zum Straffen
des Kopfhaars angeformt sind.
[0016] Zum Verschieben der Arbeitsplatte 11 relativ zur Klingenträgerplatte 10 in Richtung
des Doppelpfeils A (Fig. 2) dient eine als ganze mit 20 bezeichnete Betätigungsvorrichtung.
Letztere weist einen mit der zu verschiebenden Arbeitsplatte 11 bewegungsgekoppelten
Schieber 21 und eine Arretierungsvorrichtung zum Festlegen der Relativstellung zwischen
den beiden Platten 10 und 11 auf.
[0017] Die Arretierungsvorrichtung kann herkömmlicher Ausführung sein, wie sie in der eingangs
genannten Druckschrift beschrieben ist. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht
sie aus einem Druckknopf 22, der in einer Schieberausnehmung senkrecht zur Teilungsebene
13 verschiebbar geführt und von einer Feder 23 in die äußere Arretierungsstellung
gedrängt ist. Der Betätigungsknopf 22 hat zwei seitlich vorspringende, in der Zeichnung
nicht sichtbare Schultern, die mit geeigneten zahnförmigen Vorsprüngen in korrespondierende,
an den Außenseiten der Klingenträgerplatte 10 angeformte Zahnleisten 24 eingreifen.
Die Zahnleisten sind seitlich eines den Schieber 21 aufnehmenden Führungsschlitzes
25 an der Klingenträgerplatte 10 angeformt.
[0018] Auch die Funktion der hier beschriebenen Arretierungsvorrichtung entspricht derjenigen
nach dem genannten Stande der Technik.
[0019] Durch Niederdrücken des Betätigungsknopfes 22 entgegen der Vorspannung der Feder
23 werden dessen Rastelemente aus den Zahnzwischenräumen der Zahnleisten 24 ausgehoben,
und die Betätigungsvorrichtung 20 kann durch Verschieben des Schiebers 20 zum Zwecke
der Schnittlängeneinstellung um ein geeignetes Maß vor-oder zurückgeschoben werden.
Zur Kennzeichnung der jeweils eingestellten Schnittlänge sind seitlich neben dem Führungsschlitz
25 Skalenteilungen vorgesehen, wobei die in der Zeichnung mit ausgezogenen Linien
dargestellte Stellung 3 der voll zurückgezogenen Stellung, also der Rasierstellung
der Arbeitsplatte 11 entspricht.
[0020] Die Arbeitsplatte 11 ist in geeigneten Längsführungen, d. h. parallel zur Teilungsebene13
in Verschieberichtung A über in der Zeichnuneicht dargestellte geeignete Führungen
an der Klingenträgerplatte 10 verschieblich geführt. Diese Führungen, die aus Nut-Feder-Verbindungen
bestehen können, sind bekannt und bedürfen hier keiner näheren Erläuterung.
[0021] An die Teilungsebene 13 angrenzend ist eine ebenfalls in der Verschieberichtung A
verschiebbare und an der Klingenträgerplatte 10 geführte, relativ dünne Abdeckplatte
30 angeordnet. Mit dem hinteren Ende der Abdeckplatte 30 ist ein Schieber 31 bewegungsfest
verbunden, der einen Führungsschlitz 32 zur Oberseite der Klingenträgerplatte 10 hin
durchgreift. Der Schieber kann im Rahmen des durch den Führungsschlitz 32 begrenzten
Bewegungsspiels gegenüber der in den Figuren 1 und 2 dargestellten ganz zurückgezogenen
Stellung verschoben werden, um die Klingenschneidkante 16 in den Zahnzwischenräumen
mehr oder weniger stark durch die Abdeckplatte abzudecken und unwirksam zu machen.
Ein am hinteren Ende des Schiebers 21 angeformter Mitnehmervorsprung 27 schlägt an
dem Schaft des Abdeckplattenschiebers 31 an, wenn die Arbeitsplatte 11 in die in Fig.
I dargestellte hintere Endstellung entsprechend der Rasierstellung geschoben wird.
Dies bedeutet, daß der Abdeckplattenschieber 31 beim Zurückstellen der Arbeitsplatte
11 in die der Rasierstellung entsprechende Endstellung vom Mitnehmeransatz 27 zurückgeschoben
und die Abdeckplatte damit automatisch zurückgeschoben und unwirksam gemacht wird.
[0022] Anhand der Figuren 3A und 3B soll im folgenden die Wirkungsweise der Abdeckplatte
30 bzw. der besonderen Form der wirksamen Vorderkanten 32 der Abdeckplatte zum genauen
Einstellen des Effiliereffekts erläutert werden. Die Figuren 3A und 3B sind Teilansichten
auf das vordere Ende der Auflagefläche 19 des Haarschneidegeräts 1. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel haben die wirksamen Vorderkanten 32 der Abdeckplatte 30 in den
Zwischenräumen zwischen den Zähnen 17 einen etwa V-förmigen Verlauf. In der ganz zurückgezogenen
Stellung gemäß Fig. 3A ist die Klingenschneidkante 16 zwischen den Zähnen 17 unabgedeckt
und uneingeschränkt zum Kürzen der Haare wirksam. In der Fig. 3B ist die Abdeckplatte
30 dagegen so weit vorgeschoben, daß die V-förmigen wirksamen Kanten 32 der Abdeckplatte
30 die Schneidkantenabschnitte zwischen den Zähnen jeweils teilweise abdecken, so
daß nur ein in der Mitte gelegener Teilabschnitt zum Kürzen der Haare freiliegt. Je
nach Grad der Verschiebung der Abdeckplatte 30 mit den zur Schneidkante geneigten,
V-förmigen Vorderkanten 32 läßt sich eine praktisch stufenlose Abdeckung der wirksamen
Schneidkantenabschnitte zwischen den Zähnen 17 zwischen 0 % (keine Abdeckung) und
100 % (vollständige Abdeckung) erreichen. In der ganz zurückgezogenen, der Rasierstellung
entsprechenden Lage der Arbeitsplatte 11 ist dagegen jegliche Effilierwirkung bzw.
Abdeckung der Schneidkanten unerwünscht. Der Mitnehmer 27 (Fig. 1) sorgt dafür, daß
in dieser Stellung die Abdeckplatte 30 zurückgeschoben und unwirksam gemacht wird.
[0023] Anstelle der in den Figuren 3A und 3B dargestellten Ausführung der Abdeckplatte 30
mit V-förmigem Verlauf der wirksamen Vorderkante 32 kann auch ein U-förmiger oder
sägezahnförmiger Verlauf (Fig. 8) der Vorderkanten 32 der Abdeckelemente bei gleichem
Effekt verwendet werden. Wesentlich ist der durch die Schräglage der wirksamen Kanten
32 in den Zahnzwischenräumen bedingte Effekt der praktisch stufenlosen Einstellbarkeit
des Abdeckungsgrades und damit der Effilierwirkung.
[0024] In der in Fig. 4 dargestellten Teilschnittansicht ist ein gegenüber Fig. 1 abgewandeltes
Ausführungsbeispiel des Haarschneidegeräts gezeigt, bei dem die Klinge 12 und deren
Fassung 14 in einem schwenkbaren Schneidkopf 40 eingebettet sind. Der Schneidkopf
40 ist in der in ausgezogenen Linien dargestellten Rasierstellung ebenso wie die Deckplatte
15 gemäß Darstellung in Fig. 2 in der Klingenträgerplatte 10 versenkt, wobei schon
aus ästhetischen Gründen seine Oberfläche in diejenige der Klingenträgerplatte 10
übergeht. Die Schwenkachse 41 (Fig. 2) des Schneidkopfs 40 ist mit der Klingenschneidkante
16 genau ausgerichtet, so daß letztere beim Verschwenken des Schneidkopfs beispielsweise
in die in Fig. 4 strichpunktiert dargestellte Stellung ihre Lage genau beibehält.
Um dieselbe Schwenkachse ist auch der zum Schneidkopf 40 gehörige Deckel 15 ausklappbar,
um die Klinge 12 mit zugehöriger Fassung 14 einlegen oder auswechseln zu können. Die
Rückseite 42 des schwenkbaren Schneidkopfs 40 ist in Schwenkrichtung kreissektorförmig
gekrümmt, wobei der Krümmungsradius der Rückseite 42 gleich deren Abstand von der
Schwenkachse 41 ist. Die der Rückseite 42 zugewandte Stirnfläche der Klingenträgerplatte
10 hat eine komplementäre Krümmung und bildet für den Schwenkkopf 40 eine rückwärtige
Abstützung und Lagerschale. Seitlich ist der Schwenkkopf zwischen zwei gabelförmigen
Seitenwangen 28 geführt,
aäeren vorderen Enden dieSchwenklagerzapfen des Schneidkopfs 40 konzentrisch zur Schwenkachse
41 gelagert sind.
[0025] Um den Schnittwinkel β (Fig. 1) der jeweiligen Stellung der Arbeitsplatte 11 und
damit der Schnittlängeneinstellung anpassen zu können, ist eine Schwenkvorrichtung
vorgesehen, die mit der Arbeitsplatte 11 bewegungsgekoppelt ist. Die Figuren 5A und
5B zeigen das Prinzip einer solchen Schwenkvorrichtung in Form einer Kulissenplatte
50, die
peiner Ausnehmung 29 verschiebbar geführt und mit der Arbeitsplatte 11 bewegungsfest
verbunden ist. Zur gleichmäßigen Schwenkführung des in Fig. 5 strichpunktiert angedeuteten
Schneidkopfes sind zwei gleiche Kulissenplatten 50 im Bereich der beiden Seitenwangen
28 angeordnet und geführt.
[0026] Die rechtwinklig zur Teilungsebene 13 angeordnete Kulissenplatte 50 hat eine zur
Teilungsebene schräg verlaufende Führungsnut 51, in der ein mit dem Kopf 40 verbundener,
seitlich vorstehender Zapfen 52 angeordnet und geführt ist. Wenn die Kulissenplatte
50 aus der in Fig. 5A dargestellten rückwärtigen Stellung (Rasierstellung) zusammen
mit der Arbeitsplatte 11 vorgeschoben wird, so wandert der Führungszapfen 52 entlang
der Führungsbahn 51 nach oben und hebt den Schneidkopf 40 an. In der der größten Schnittlänge
entsprechenden vorderen Endstellung der Arbeitsplatte 11 ist der Schneidkopf 40 weitgehend
aus dem Gerät nach oben ausgehoben, so daß die in ihm eingebettete Klinge einen maximalen
Anstellwinkel zur Auflagefläche 19 erhält. Andererseits ist der Anstellwinkel P der
Klinge zur Auflagefläche 19 in der in Fig. 5A veranschaulichten Rasierstellung minimiert.
Dadurch wird ein optimaler Schneideffekt erreicht, nämlich bei großen Schnittlängen
ein Schneiden unter einem großen Anstellwinkel β und bei abnehmenden Schnittlängen
eine entsprechende Abnahme des Anstellwinkels.
[0027] In Fig. 6 ist in ähnlichen Ansichten wie Fig. 5 eine abgewandelte Ausführungsform
der Schwenkvorrichtung dargestellt, die zusätzlich zum Verschwenken des Schneidkopfs
40 über die Führungsnut 51 ein Auswechseln des Schneidkopfs ermöglicht. Die Führungsnut
51 ist zu diesem Zweck am vorderen unteren Ende 51 nach vorn geöffnet und am oberen
hinteren Ende 51
b schräg nach oben geöffnet. In den in Fig. 6A und 6B dargestellten minimalen und maximalen
Schnittlängeneinstellungen sowie in allen Zwischenstellungen entspricht die Wirkungsweise
der Kulissenplatte 50 derjenigen gemäß Figuren 5A und 5B. In der Fig. 6C ist die Relativstellung
von Klingenträgerplatte 10 und Arbeitsplatte 11 in einer für die Schneidkopfentnahme
geeigneten Position dargestellt, die jenseits der in Fig. 6B dargestellten Lage für
maximale Schnittlängeneinstellung liegt. Ein in der Zeichnung nicht dargestellter
Federanschlag oder eine Rastvorrichtung muß in der in Fig. 6B dargestellten Endstellung
der Arbeitsplatte 11 erst überwunden oder gelöst werden,bevor die Entnahmestellung
gemäß Fig. 6C erreicht wird.
[0028] In dieser Entnahmestellung reicht ein durchgängiger Führungskanal von der nach hinten
offenen Lagerschale 53 für den Schwenklagerzapfen 54 über die Führungsnut 51 der Kulissenplatte
50 bis zu einem trichterförmigen Schlitz 55, der in jeder Seitenwange 28 der Klingenträgerplatte
10 ausgebildet ist und in die obere Öffnung 51
b der Führung 51 mündet. Beim Einlegen des Schneidkopfs 40 wird der Schwenklagerzapfen
54 in den trichterförmigen Schlitz 55 eingeführt und entlang der Führung 51 bis zum
vorderen Anschlag in der Lagerschale 53 verschoben. In dieser Stellung kann der Schneidkopf
40 in die Ausnehmung zwischen den beiden Seitenwangen 28 eingeschwenkt werden, wobei
die gekrümmte Rückseite 42 des Schneidkopfs im Zusammenwirken mit der komplementären
Stirnseite der Klingenträgerplatte 10 ein Widerlager bildet, das die beiden Schwenklagerzapfen
54 in den zugehörigen Lagerschalen 53 in Ausrichtung mit der Klingenschneidkante hält.
Sobald der Schneidkopf 40 in der Betriebsstellung ist, wird die Arbeitsplatte 11 wieder
aus der Entnahmestellung zurückgeschoben, wobei der Führungszapfen 52, wie die in
Fig. 6B gezeigte Endstellung veranschaulicht, gegenüber der Mündungsstelle des trichterförmigen
Schlitzes 55 versetzt ist und von einer oberen Begrenzungsrippe 56 gegen weiteres
Ausschwenken gesperrt ist. Selbstverständlich ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel
die Kulissenanordnung und die Ausbildung und Anordnung des trichterförmigen Schlitzes
55 auf beiden Wangen 28 symmetrisch ausgebildet.
[0029] In Fig. 7 ist eine der Ansicht gemäß Fig. 4 ähnliche Schnittansicht durch eine abgewandelte
Schneidkopfanordnung gezeigt. Bei diesem Schneidkopf 40' erreicht die Klinge 12 in
der der Rasierstellung der Arbeitsplatte 11 entsprechenden Schwenkstellung des Kopfs
40' eine zur Teilungsebene 13 bzw. zur Verschieberichtung der Arbeitsplatte 11 parallele
Lage, so daß der Schnittwinkel f's zwischen der Klingenebene und der Gerät-Auflagefläche
19 gleich dem Neigungswinkel der Auflagefläche zur Teilungsebene 13 ist. Mit zunehmendem
Vorschub der Arbeitsplatte bis in die strichpunktiert angedeutete Endstellung entsprechend
maximaler Schnittlängeneinstellung wird der Schnittwinkel ß größer. Der Schneidkopf
40' greift in der in Fig. 7 ausgezogen dargestellten Schwenklage mit unterhalb der
Klinge 12 angeordneten zahnförmigen Sektoren in eine Ausnehmung 57 im gezahnten kopfseitigen
Abschnitt der Arbeitsplatte 11. Die zahnförmigen Sektoren 45 (unterhalb der Klinge
12) sind mit den Zähnen 17 der Arbeitsplatte 11 ausgerichtet.
[0030] Die Abdeckplatte 30', die auch bei diesem Ausführungsbeispiel in bzw. neben der Teilungsebene
13 angeordnet und geführt ist, hat zungenartige Abdeckelemente 33, die fingerartig
in die Zahnzwischenräume der gezahnten Sektoren 45 einfassen können. Der Abstand zwischen
den einzelnen Abdeckelementen 33 muß also so groß sein, daß die Zahnsektoren 45 auch
in deren Zwischenräume eingreifen können. Am vorderen Ende jedes Abdeckelements 33
befindet sich die wirksame Abdeckkante 32', die bei dem in Fig. 8 schematisch dargestellten
Beispiel einseitig zur Klingenschneidkante geneigt ist.
[0031] Prinzipiell ist es in Abwandlung der in Fig. 7 dargestellten Ausführung möglich,
die Abdeckplatte parallel zur Ebene der Klinge 12 auf der der Arbeitsplatte 11 zugewandten
Seite in den Schneidkopf 40' einzubauen. Durch einen Betätigungshebel, der beispielsweise
nach oben durch den Schneidkopf 40' durchgeführt ist, läßt sich die senkrecht zur
Klingenschneidkante im Schneidkopf 40' geführte Abdeckplatte in die geeignete Abdeckposition
versetzen. In einer solchen Ausführungsform wäre sogar eine Rückstellung der Abdeckplatte
bei vollständigem Zurückschieben der Arbeitsplatte 11 dadurch möglich, daß wenigstens
eine der Kulissenplatten 50 über eine geeignete Führung an einen Stellhebel für die
Abdeckplatte angreift. Eine solche Ausführung ist zwar funktionell am günstigsten,
da sie Freiräume zwischen der Abdeckplatte und der Klinge 12 noch weiter schließt
als die in der Teilungsebene 13 angeordnete Abdeckplatte 30 bzw. 30'. Andererseits
erhöht eine in den schwenkbaren Schneidkopf 40 bzw. 40' integrierte und verschiebbare
Abdeckplatte den Herstellungsaufwand gerade desjenigen Teils des Gerätes, der häufiger
auszuwechseln ist.
[0032] Für die mit dem Umgang eines Haarschneidegeräts vertrauten und geübten Benutzer genügt
die Schnittwinkelverstellung (Winkel ß ) zur Herstellung eines optimalen und gleichmäßigen
Haarschnitts. Für einen solchen Personenkreis kann daher das beschriebene Haarschneidegerät
auch ohne Abdeckplatte 30 und zugehörigen Betätigungsschieber 31 vorgesehen sein.
[0033] Die vorteilhafte Vergrößerung des Schnittwinkels bei großen Schnittlängen läßt sich
- analog der zuvor beschriebenen Verschwenkung der Klinge oder eines Schneidkopfes
- auch durch eine Verstellung des Auflagewinkels γ der Auflagefläche erreichen. Zu
diesem Zweck kann in der Arbeitsplatte ein quer zur Teilungsebene 13 teleskopartig
verstellbarer Bügel eingebaut sein, der beispielsweise die Kuppe am hinteren Ende
der Auflagefläche 19 aushebt. Zur Kopplung des Stellhubs des Winkelverstellbügels
mit der Vorschubbewegung der Arbeitsplatte 11 kann eine an der Klingenträgerplatte
10 feste Kulissenführung ähnlich der Kulissenplatte 50 dienen, die in die Arbeitsplatte
11 eingreift und an den Bügel angreift. Der Stellbügel kann aber auch über eine geeignete
Handhabe an der Arbeitsplatte separat einstellbar sein.
1. Haarschneidegerät mit einer Klingenträgerplatte (10) und einer an dieser geführten,
eine die wirksame Klingenschneidkante überdeckende Zahnreihe (17) aufweisenden Arbeitsplatte
(11), die zur Schnittlängenverstellung relativ zur Klingenträgerplatte senkrecht zur
Klingenschneidkante (16) verschiebbar geführt und durch eine Arretierungsvorrichtung
(22, 23, 24) in verschiedenen Relativstellungen arretierbar ist, wobei die in den
Zahnzwischenräumen des Haarschneidegeräts (1) gelegenen Bereiche der Klingenschneidkante
(16) durch Abdeckelemente (30) partiell abdeckbar sind, die an der Klingenträgerplatte
(10) verschiebbar geführt sind, dadurch gekennzeichnet , daß an der der Klingenträgerplatte
(10) abgewandten Außenseite der Arbeitsplatte (11) eine rampenförmige Auflagefläche
(19) mit für alle Schnittlängeneinstellungen vorgegebener Neigung zur Teilungsebene
(13) vorgesehen ist, daß die Klinge (12) wenigstens in der großen Schnittlängen entsprechenden
vorgeschobenen Stellung der Arbeitsplatte (11) derart geneigt an der Klingenträgerplatte
(10) gehaltert ist, daß ihr Schnittwinkel (β) zur Auflagefläche (19) größer ist als
der Auflagewinkel (t) der Auflagefläche zur Teilungsebene (13), und daß die wirksamen Vorderkanten (32;
32') der Abdeckelemente (30; 33) in den Zahnzwischenräumen einen solchen, zumindest
teilweise schrägen Verlauf zur Klingenschneidkante (16) haben, daß der Grad der Abdeckung
der Klingenschneidkante von dem Ausmaß der Relativverschiebung der Abdeckelemente
rechtwinklig zur Klingenschneidkante (16) abhängig ist.
2. Haarschneidegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinge (12)
zumindest hinter ihrer wirksamen Schneidkante (16) in einem Schneidkopf (40; 40')
eingebettet ist und der Schneidkopf zur Änderung des Schnittwinkels (.x7,) zwischen
Klinge (12) und Auflagefläche (19) an der Klingenträgerplatte (10) verschwenkbar gelagert
ist.
3. Haarschneidegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksamen
Kanten (32; 32')der Abdeckelemente (30; 33) in den Zahnzwischenräumen einen V-, U-,
giebelförmigen oder einseitig zur Klingenschneidkante (16) geneigten Verlauf haben,
so daß die Klingenschneidkante (16) durch Verschiebung der Abdeckelemente rechtwinklig
zur Klingenschneidkante im wesentlichen stufenlos zwischen etwa 0 und 100 % abdeckbar
ist.
4. Haarschneidegerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß alle Abdeckelemente
an einer Abdeckplatte (30; 30') angeordnet sind, daß die Abdeckplatte über eine von
außen zugängliche Handhabe (31) relativ zur Klingenträgerplatte (10) verschiebbar
ist und daß eine mit der Arbeitsplatte (11) bewegungsgekoppelte Rückstellvorrichtung
(20; 27) vorgesehen ist, die so ausgebildet ist, daß sie die Abdeckplatte (30) in
deren unwirksame Stellung zurückstellt, wenn die Arbeitsplatte (11) in deren ganz
zurückgezogene Stellung (Rasierstellung) geschoben wird.
5. Haarschneidegerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Abdeckplatte
(30) verschiebende Handhabe ein in der Klingenträgerplatte (10) geführter Schieber
(31) ist und daß ein an der Arbeitsplatte (11) oder deren Betätigungsvorrichtung (20)
angebrachter Mitnehmer (27) in der ganz zurückgezogenen Endstellung der Arbeitsplatte
(11) am Schieber (31) oder an der Abdeckplatte (30) anschlägt.
6. Haarschneidegerät mit einer Klingenträgerplatte (10) und einer an dieser geführten,
eine die wirksame Klingenschneidkante (16) überdeckende Zahnreihe (17) aufweisenden
Arbeitsplatte (11), die zur Schnittlängenverstellung relativ zur Klingenträgerplatte
und senkrecht zur Klingenschneidkante verschiebbar geführt und durch eine Arretierungsvorrichtung
(22, 23, 24) in verschiedenen Relativstellungen arretierbar ist, dadurch gekennzeichnet
, daß an der Außenseite der Arbeitsplatte (11) eine rämpenförmige Auflagefläche (19)
mit für alle Relativstellungen gleichbleibendem Auflagewinkel (t) vorgesehen ist und
daß die Klinge (12) zumindest hinter der wirksamen Klingenscneidkante (16) beidseitig
in einem Schneidkopf (40; 40') eingefaßt ist, der zur Änderung des Schnittwinkels
(ß) zwischen Klinge (12) und Auflagefläche (19) an der Klingenträgerplatte (10) verschwenkbar
gelagert und in den eingestellten Schwenkstellungen festlegbar ist.
7. Haarschneidegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwenkachse (41) des Schneidkopfes (40; 40') im wesentlichen mit der Klingenschneidkante
(16) ausgerichtet ist, so daß die Lage der Schneidkante in allen Schwenkstellungen
der Klinge (12) bzw. des Schneidkopfes (40; 40') gleichbleibt.
8. Haarschneidegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rückseite (42) des Schneidkopfes (40; 40') als Zylindersektor ausgebildet ist,
dessen Achse die Schwenkachse des Schneidkopfes ist, und daß die der Schneidkopfrückseite
(42) zugewandte Fläche der Klingenträgerplatte (10) als Lagerschale mit komplementärer
Krümmung ausgebildet ist.
9. Haarschneidegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der schwenkbare Schneidkopf (40; 40') mit der Arbeitsplatte (11) oder deren Verschiebevorrichtung
(20) derart gekuppelt ist, daß der Schnittwinkel ( ) in der ganz zurückgezogenen Endstellung
(Rasierstellung) der Arbeitsplatte (11) am kleinsten und in deren der größten Schnittlänge
entsprechenden vorgeschobenen Endstellung am größten ist.
10. Haarschneidegerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenklage
des Schneidkopfs (40; 40') von einer zur Verschieberichtung (A) der Arbeitsplatte
(11) parallel geführten Kulissenanordnung (50) einstellbar ist, die an einer zur Schwenkachse
(41) parallelen Führungsachse (52) am Schneidkopf (40; 40') angreift und den Abstand
der Führungsachse (52) von der Arbeitsplatte (11) in Abhängigkeit von der Relativlage
der beiden Platten (10, 11) verändert.
11. Haarschneidegerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kulissenanordnung
zwei bewegungsgekoppelte und zu beiden Seiten des Schneidkopfs (40; 40') in der Klingenträgerplatte
(10) verschiebbar geführte Kulissenplatten (50) aufweist, in denen nach innen offene,
zueinander parallel verlaufende Führungsnuten (51) ausgebildet sind, und daß an parallelen
Seitenwangen des Schneidkopfes (40; 40') zueinander koaxiale Lagerzapfen (52) angeformt
sind, die in die Führungsnuten (51) eingreifen.
12. Haarschneidegerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnuten
(51) der Kulissenplatten (50) im Bereich ihrer vorderen (51a) und hinteren (51b) Enden offen sind, daß in den Schneidkopf (40) seitlich führenden Seitenwänden (28)
der Klingenträgerplatte (10) trichterförmige Öffnungsschlitze (55) ausgebildet sind,
die in einer vorgegebenen Stellung (Fig. 6C) der Kulissenanordnung mit den Führungsnuten
(51) derart ausgerichtet sind, daß koaxiale Lagerzapfen (52, 54) des Schneidkopfs
paarweise durch die Öffnungsschlitze (55) in die Führungsnuten (51) einsetzbar sind,
und daß die Schwenkachse (41) des Schneidkopfs (40) durch ein koaxiales Lagerzapfenpaar
(54) gebildet ist, das bei Einsetzen des Schneidkopfs in das Gerät (1) durch die Führungsnuten
(51) und deren offene Vorderenden (51a) in die Lagerstellung auf der Schwenkachse (41) vorschiebbar ist.
13. Haarschneidegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schneidkopf (40; 40') zu beiden Seiten der Klinge (12) mit Zähnen (45) versehen
ist, die mit den Zähnen (17) der Arbeitsplatte (11) ausgerichtet sind, und daß die
Zähne (45) des Schneidkopfes (40; 40') allein oder in Verbindung mit den Zähnen (17)
der Arbeitsplatte (11) die Klingenschneidkante (16) allseitig übergreifen.
14. Haarschneidegerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß in der der Platten-Teilungsebene
(13) benachbarten Seite der Arbeitsplatte (11) eine Ausnehmung (57) zur Aufnahme eines
mit Zähnen versehenen Sektors (45) des Schneidkopfes (40') vorgesehen ist und daß
etwa in der Platten-Teilungsebene (13) verlaufende zungenförmige Abdeckelemente (32')
in solcher Anordnung vorgesehen sind, daß sie in die Zahnzwischenräume des Schneidkopfes
(40') eingreifen können.