[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Haltevorrichtung für das lösbare Festhalten von
Ski-Bindungsteilen, insbesondere zum Festhalten des freien Endes eines auf dem Ski
schwenkbar angeordneten Trittgestells einer Tourenbindung, mit einem auf dem Ski angeordneten
Halteglied, das durch eine Kniehebelanordnung bewegbar und durch diese in seiner Haltestellung
gesichert ist, die sich hierbei in einer gegen Weiterschwenken gesicherten Übertotpunktstellung
befindet.
[0002] Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (US-PS 4 261 595) ist das Halteglied um
eine skifest angeordnete Schwenkachse schwenkbar gelagert, wodurch es in der Offenstellung
sehr weit nach oben vom Ski emporsteht und aufgrund seiner verhältnismäßig steilen
Stellung eine offene Tasche bildet, in die Schnee hineingedrückt werden kann, der
den Schließvorgang behindert. Ein wesentlicher Nachteil dieser Anordnung besteht aber
auch noch darin, daß in der steil nach oben stehenden Offenstellung des Haltegliedes
dieses im Falle einer Anwendung bei einer Tourenbindung mit den dort am Tourengestell
vorgesehenen Bindungsteilen kollidiert, so daß der Einsatz einer solchen Haltevorrichtung
bei Tourenbindungen nicht möglich ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es eine Haltevorrichtung dieser Art so auszugestalten,
daß die Gefahr des Eindringens von Schnee in die Vorrichtung wesentlich vermindert
und eine Kollision der Haltevorrichtung, insbesondere in ihrer Offenstellung, mit
anderen Bindungsteilen nicht eintreten kann. Diese Aufgabe wird ausgehend von der
Haltevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 erfindungsgemäß gelöst durch
eine Führungsvorrichtung, die das Halteglied auf einer kombinierten Schwenk- und Schiebebewegungsbahn
führt.
[0004] Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, daß das Halteglied nicht nur in vertikaler
Richtung geschwenkt sondern auch gleichzeitig parallel zum Ski nach rückwärts verschoben
wird, wodurch das Halteglied aus dem Kollisionsbereich mit Bindungsteilen herausgeschoben
wird. Weiterhin wird eventuell unter das Halteglied kommender Schnee durch die kombinierte
Schwenk- und Schiebebewegung verdrängt, ohne daß es zu einem Festdrücken des Schnees
kommt, wie dies bei einer reinen Schwenkbewegung fast unvermeidlich ist.
[0005] Wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Bewegung des Haltegliedes in vertikaler
Richtung geringer als in horizontaler Richtung ist, so wird die weiter oben erläuterte
Bildung einer Tasche vermieden, wodurch es nahezu ausgeschlossen ist, daß Schnee unter
das Halteglied gelangen kann.
[0006] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Führungsvorrichtung
an skifesten Punkten angelenkte Führungslenker umfaßt, die unter unterschiedlichen
Winkeln gelenkig am Halteglied an mit Abstand zueinander gelegenen Punkten angreifen.
Aufgrund der unterschiedlichen Winkelstellung der Führungslenker ergibt sich die weiter
oben beschriebene kombinierte Bewegung des Haltegliedes bei seiner Betätigung durch
die Kniehebelanordnung. Diese Ausgestaltung hat den besonderen Vorteil einer sicheren
und reibungsarmen Führung des Haltegliedes bei einem verhältnismäßig geringen Konstruktionsaufwand.
[0007] Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit nach der Erfindung besteht darin, daß die
Führungsvorrichtung eine Kulissenführung umfaßt.
[0008] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich nach der Erfindung dadurch,
daß das Halteglied mit einem einarmigen Hebel gelenkig verbunden ist, der zusammen
mit einem um einen skifesten Punkt schwenkbar gelagerten zweiarmigen Hebel gelenkig
verbunden ist und mit diesem die für die Betätigung des Haltegliedes vorgesehene Kniehebelanordnung
bildet, wobei sich der Kniegelenkpunkt der Kniehebelanordnung in der die Haltevorrichtung
sperrenden Übertotpunktlage in einer Lage befindet, in der er einen größeren Abstand
zum Ski als in der Offenstellung der Haltevorrichtung aufweist. Aufgrund dieser Ausgestaltung
ist es möglich den einarmigen, unmittelbar mit dem Halteglied gelenkig verbundenen
Hebel der Kniehebelanordnung als Öffnungshebel zu benutzen, wobei für den Öffnungsvorgang
auf diesen Hebel gedrückt wird, um das Kniegelenk nach unten in Richtung auf den Ski
durchzudrücken. Bei dieser Öffnungsbewegung wird der eine Arm des zweiarmigen Hebels
der Kniehebelanordnung, der mit dem einarmigen Hebel diese Kniehebelanordnung bildet,
ebenfalls nach unten bewegt, während der andere, freie Hebelarm nach oben schwenkt,
so daß er sich in einer Stellung befindet, aus welcher er zum Schließen der Haltevorrichtung
nach unten gedrückt werden kann. Dies bedeutet, daß die Kniehebelanordnung sowohl
in die Offenstellung als auch in die Schließstellung jeweils durch einen Druck von
oben auf einen der Hebel gebracht werden kann. Bei der bekannten Ausgestaltung ist
zwar das Öffnen und Schließen jeweils auch durch eine Druckausübung möglich, doch
ist hierfür erforderlich, daß der mit dem Halteglied verbundene Hebel als zweiarmiger
Hebel ausgebildet ist, dessen zweiter Hebelarm das Kniegelenk übergreift und als Betätigungsglied
dient. Dieses Betätigungsglied liegt in der Geschlossenstellung auf dem zweiten Hebel
der Kniehebelanordnung auf, was den Nachteil mit sich bringt, daß sich zwischen diese
beiden Hebel Schnee schieben kann, der den Schließvorgang behindert. Da bei der vorliegenden
Erfindung keine Hebelanordnung vorgesehen ist, die sich gegenseitig überlappt, kann
dieser Nachteil nicht eintreten.
[0009] Zur Erleichterung der Betätigung der Haltevorrichtung können sowohl der einarmige
als auch der zweiarmige Hebel Vertiefungen für die Aufnahme einer Skistockspitze aufweisen,
wobei die Vertiefung beim zweiarmigen Hebel in seinem als Betätigungsglied für den
Schließvorgang dienenden freien Hebelarm vorgesehen ist. Die Vertiefung bei dem einarmigen
Hebel ist zweckmäßigerweise in der Nähe des Kniegelenks vorgesehen, um ein Durchdrücken
desselben beim Öffnungsvorgang zu erleichtern.
[0010] Eine weitere Erleichterung bei der Betätigung der Haltevorrichtung kann gemäß der
Erfindung dadurch erzielt werden, daß der freie Hebelarm des zweiarmigen Hebels der
Kniehebelanordnung als Winkelhebel ausgebildet ist, dessen freier Schenkel sich mit
seinem freien Ende in der Schließlage am Ski abstützt und in der Offenstellung schräg
nach hinten zum Skiende hin gerichtet ist, so daß er bei Verwendung einer Steighilfe
in Verbindung mit einer Tourenbindung durch diese Steighilfe beim Herunterschwenken
derselben in ihre Ruhestellung betätigbar und in die Schließstellung überführbar ist.
Die Steighilfe ist als schwenkbarer Bügel ausgeführt, die in ihrer Betriebslage eine
Abstützung für das Tourengestell bildet, so daß der Skiläufer den Fuß nicht so weit
nach unten absenken muß, was beim Aufsteigen im steilen Gelände sehr willkommen ist.
Diese Steighilfe muß in die Ruhestellung nach hinten geschwenkt werden, wenn die Tourenbindung
auf dem Ski verriegelt werden soll. Diese Schwenkbewegung wird durch die erläuterte
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung dazu benutzt, um die Haltevorrichtung
in ihre Schließlage zu bringen, wodurch bei diesem Bewegungsvorgang gleichzeitig das
Tourengestell in seiner Ruhelage gesichert wird. Die Ausgestaltung des freien Hebelarmes
als Winkelhebel hat auch noch den Vorteil, daß das freie Ende des Winkelhebels, welches
sich auf dem Ski abstützt eine Begrenzung der Schwenkbewegung der Kniehebelanordnung
in der Übertotpunktlage darstellt, so daß zusätzliche Abstützungen nicht erforderlich
sind, die man vorsehen müßte, um ein Weiterschwenken der Kniehebelvorrichtung zu verhindern,
wenn diese in ihre Übertotpunktlage gedrückt wird.
[0011] Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. In dieser zeigen:
Fig. 1 und 2 eine Seitenansicht und eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung
in der Schließlage; und
Fig. 3 und 4 eine Seitenansicht und Draufsicht der Haltevorrichtung in der Offenstellung.
[0012] Auf einem Ski 1 ist ein Tourengestell'. 2 einer Tourenbindung angeordnet, von dem
nur der hintere Teil dargestellt ist. Dieses Tourengestell ist in üblicherweise an
seinem vorderen Ende in einem Lager gehalten und läßt sich gegenüber dem Ski verschwenken,
wobei das hintere Ende, welches in der Zeichnung dargestellt ist,vom Ski abgehoben
werden kann. Um das Tourengestell für den Abfahrtslauf am Ski festzulegen, ist eine
insgesamt mit 3 bezeichnete Haltevorrichtung vorgesehen.
[0013] Die Haltevorrichtung 3 umfaßt eine Grundplatte 4, die nicht nur die zur Lagerung
der beweglichen Teile der Haltevorrichtung notwendigen Lager sondern auch ein Lager
für eine bügelförmige Steighilfe 5 umfaßt, deren Funktion noch näher erläutert wird.
Weiterhin ist im dargestellten Ausführungsbeispiel die Platte 4 mit einem Ansatz 6
versehen, dessen vorderes Ende 7 nach oben abgebogen ist, welches eine Fixierung des
Trittgestells in der Ruhestellung gewährleistet.
[0014] Die Haltevorrichtung 3 hält das Trittgestell 2 in seiner am Ski festgelegten Abfahrtsstellung
mittels eines Haltegliedes 8, welches durch zwei Führungslenker 9 und 10 auf einer
Bewegungsbahn geführt ist, die sich aus der .vergleichenden Betrachtung der Figuren
1 und 2 erkennen läßt. Die Führung durch die Führungslenker 9 und 10 ermöglicht ein
geringfügiges Abheben des Haltegliedes 8 vom Tourengestell 2 während der ersten Öffnungsphase,
an die sich dann eine im wesentlichen horizontal nach hinten gerichtete Verschiebebewegung
anschließt, so daß das Halteglied aus seiner Schließlage, in welcher es leicht nach
vorne geneigt ist in die Offenstellung gelangt, in der es leicht nach hinten geneigt
ist. Eine stark aufklaffende Tasche wird hierdurch nicht gebildet, da das Halteglied
auch in der Offenstellung nahezu waagrecht verläuft, so daß das Eindringen von Schnee
unter das Halteglied weitgehend ausgeschlossen ist. Die Führungslenker 9 und 10 sind
zur Ermöglichung dieser Führungsbahn mit unterschiedlichen Winkeln am Halteglied an
zwei mit Abstand voneinander gelegenen Punkten 11 und 12 angelenkt. Mit 13 und 14
sind die Gelenkpunkte bezeichnet, an denen die Führungslenker 9 und 10 skifest, d.
h. an der Grundplatte 4 gelagert sind.
[0015] Zur Betätigung des Haltegliedes, d. h. zur Verschiebung desselben aus der Offenstellung
in die Schließstellung und umgekehrt, dient eine Kniehebelanordnung 15, 16 die durch
zwei Hebel gebildet ist, von denen der Hebel 15 als einarmiger Hebel und der Hebel
16 als zweiarmiger Hebel ausgeführt ist, dessen Hebelarme mit 17 einerseits und 18,
19 andererseits bezeichnet sind. Der Hebel 15 ist einerseits am Halteglied 8 gelenkig
angeschlossen, wobei der gleiche Gelenkpunkt 12 verwendet ist, der für die Verbindung
zwischen dem Führungslenker 10 und dem Halteglied 8 vorgesehen ist. Das andere Ende
des einarmigen Hebels 15 ist über ein Kniegelenk 20 mit dem zweiten Hebel 16 der Kniegelenkanordnung
verbunden. In Fig. 1 befindet sich das Kniegelenk 20 in der Übertotpunktlage, in welcher
das Halteglied 8 in seiner Schließstellung arretiert ist. Der zweiarmige Hebel 16
ist mittels einer Gelenkachse 21 skifest gelagert, d. h. an einem Ansatz 22 der mit
der Grundplatte 4 in Verbindung steht. Der Hebel 15 das Kniegelenk 20 und der Hebelarm
17 des Hebels 16 bilden also die Kniehebelanordnung, während der Hebelarm 18, 19 zur
Betätigung und Sicherung der Kniehebelanordnung dient. Der Hebelarm 18, 19 ist als
Winkelhebel ausgebildet, wobei der freie Schenkel 19 dieses Winkelhebels sich in der
Schließstellung auf dem Ski abstützt und somit ein weiteres Verschwenken des Kniegelenkes
20 nach oben verhindert. Diese Anordnung ermöglicht nur eine geringfügige Übertotpunktlage
des Kniegelenks, in welcher sich das Kniegelenk 20 etwas über der Verbindungslinie
23 der Gelenkpunkte 12 und 21 befindet.
[0016] In der Offenstellung, in welcher sich das Kniegelenk 20 näher am Ski befindet als
dies in der Schließstellung der Fall ist, steht der Schenkel 19 des Hebelarmes 18,
19 schräg nach hinten, wodurch er in der Schwenkbahn der bügelförmigen Steighilfe
5 zu liegen kommt. Wenn nach dem Tourengehen das Tourengestell am Ski festgelegt werden
soll, so ist es auch erforderlich die Steighilfe 5 nach hinten in ihre Ruhestellung
zu verschwenken. Dabei drückt eine nach vorne gerichtete Auskröpfung 24 der Steighilfe
5 auf den freien Schenkel 19 des Hebelarmes 18, 19, wodurch dieser nach unten in seine
Schließlage gedrückt wird. Durch diese Verschwenkung des Hebels 16 um die Schwenkachse
21 wird der Hebelarm 17 nach oben gedrückt und nimmt damit das Kniegelenk 20 in die
Ubertotpunktstellung gemäß Fig. 1 mit. Während dieser Schwenkbewegung wird das Halteglied
8 aus der in Fig. 3 dargestellten Offenstellung in die in Fig. 1 dargestellte Schließlage
überführt. Selbstverständlich kann dieser Schließvorgang auch dadurch herbeigeführt
werden, daß ein Skistock mit seiner Spitze in eine Vertiefung 25 des Hebels 16 eingesteckt
und der Hebel 16 in Richtung des Pfeiles 26 verschwenkt wird. Zum Öffnen der Haltevorrichtung
muß das Kniegelenk 20 nach unten gedrückt werden, wofür die Skistockspitze in eine
Vertiefung 27 des Hebels 15 eingesetzt und dieser nach unten gedrückt werden kann.
Aus der vergleichenden Betrachtung zwischen den Fig. 1 und 3 ist ersichtlich, daß
die einzelnen Glieder und Hebel in jeder Stellung eine Art Gliederkette darstellen,
deren Glieder sich nicht überlappen und auch nicht unter einem starken Öffnungswinkel
nach oben emporstehen, so daß das Eindringen von Schnee unter die einzelnen Glieder
weitgehend ausgeschlossen ist. Da das Halteglied 8, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich
ist, in der Offenstellung geringfügig angehoben ist, besteht auch keine Gefahr,daß
es beispielsweise mit einer Fersenhaltevorrichtung kollidiert, die auf dem Tourengestell
angeordnet sein kann.
[0017] Mit 28 ist eine zusätzliche Grifflasche bezeichnet, die am Schenkel 18 des doppelarmigen
Hebels 16 in Verlängerung des Schenkels 18 angeordnet ist und zur Betätigung der Haltevorrichtung
dient, wenn kein Skistock zur Verfügung steht, der, wie oben beschrieben, in die verschiedenen
Vertiefungen eingesetzt wird. Durch Anheben der Grifflasche 28 aus der in Fig. 1 dargestellten
Stellung in die in Fig. 3 dargestellte Stellung läßt sich die Haltevorrichtung in
der gleichen Weise öffnen, als wenn mit einem Skistock in die Vertiefung 27 gedrückt
wird, während durch Herunterdrücken der Grifflasche 28 in Richtung des Pfeiles 26
gemäß Fig. 3 die Vorrichtung wieder geschlossen wird. Wenn die zusätzliche Grifflasche
28 vorgesehen ist, so ist es nicht erforderlich die Auskröpfung 24 bei der Steighilfe
5 so groß auszuführen, wie dies in Fig. 4 mit ausgezogenen Linien dargestellt ist.
Bei Anordnung der Grifflasche 28, die in den Figuren mit strichpunktierten Linien
angedeutet ist, ist eine geringere Auskröpfung bei der Steighilfe 5 notwendig, wobei
diese geringere Auskröpfung ebenfalls mit strichpunktierten,Linien gezeigt ist.
1. Haltevorrichtung für das lösbare Festhalten von Ski-bindungsteilen, insbesondere
zum Festhalten des freien Endes eines auf dem Ski schwenkbar angeordneten Trittgestells
einer Tourenbindung, mit einem auf dem Ski angeordneten Halteglied, das durch eine
Kniehebelanordnung bewegbar und durch diese in seiner Haltestellung gesichert ist,
die sich hierbei in einer gegen Weiterschwenken gesicherten Übertotpunktstellung befindet,
gekennzeichnet , durch eine Führungsvorrichtung (9, 10) die das Halteglied (8) auf
einer kombinierten Schwenk- und Schiebebewegungsbahn führt.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des
Haltegliedes (8) in vertikaler Richtung geringer als in horizontaler Richtung ist.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Führungsvorrichtung
an skifesten Punkten (13, 14) angelenkte Führungslenker (9, 10) umfaßt, die unter
unterschiedlichen Winkeln gelenkig am Halteglied (8) an mit Abstand zueinander gelegenen
Punkten (11, 12) angreifen.
4. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Führungsvorrichtung
eine Kulissenführung umfaßt.
5. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß
das Halteglied (8) mit einem einarmigen Hebel (15) gelenkig (12) verbunden ist, der
zusammen mit einem um einen skifesten Punkt (21) schwenkbar gelagerten zweiarmigen
Hebel (16) gelenkig (20) verbunden ist und mit diesem die für die Betätigung des Haltegliedes
(8) vorgesehene Kniehebelanordnung bildet, wobei sich der Kniegelenkpunkt (20) der
Kniehebelanordnung in der die Haltevorrichtung sperrenden Übertotpunktlage in einer
Lage befindet, in der er einen größeren Abstand zum Ski als in der Offenstellung der
Haltevorrichtung aufweist.
6. Haltevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß sowohl der einarmige
Hebel (15) als auch der zweiarmige Hebel (16) der Kniehebelanordnung jeweils eine
Vertiefung (25, 27) für die Aufnahme einer Skistockspitze aufweisen, wobei die Vertiefung
beim zweiarmigen Hebel (16) in seinem als Betätigungsglied für den Schließvorgang
dienenden freien Hebelarm (18, 19) vorgesehen ist.
7. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß
der freie Hebelarm des zweiarmigen Hebels (16) der Kniehebelanordnung als Winkelhebel
(18, 19) ausgebildet ist, dessen freier Schenkel (19) sich mit seinem freien Ende
in der Schließlage am Ski abstützt und in der Offenstellung schräg nach hinten zum
Skiende hin gerichtet ist, so daß er bei Verwendung einer Steighilfe in Verbindung
mit einer Tourenbindung durch diese Steighilfe (5) beim Herunterschwenken derselben
in ihre Ruhestellung betätigbar und in die Schließstellung überführbar ist.
8. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß
am zweiarmigen Hebel (16) eine Grifflasche (28) ausgebildet ist.