[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Bei der nicht vollautomatisierten Prozeßsteuerung haben sich vielerorts Bildschirmarbeitsplätze
bewährt, von denen aus über eine beispielsweise alphanumerische Tastatur sowie eine
optische Kontrollvorrichtung auf eine Datenverarbeitungsanlage und von dort auf den
zu steuernden und/oder zu überwachenden Prozeß eingewirkt wird.
[0003] Ein solcher Anwendungsfall ist beispielsweise in der Eisenbahnsignaltechnik bei der
Steuerung eines Stellwerkes über ein oder mehrere sogenannte Nummernstellpulte gegeben.
Bei dieser Art der Prozeßsteuerung sind von ihrer Bedeutung und Auswirkung auf den
Prozeß grundsätzlich zwei Arten von Bedienungen zu unterscheiden und verschieden zu
behandeln, nämlich sogenannte Regelbedienungen und sogenannte Hilfsbedienungen.Eine
Regelbedienung kann nach ihrer Eingabe ohne weiteres Zutun des Bedieners an den Prozeß
ausgegeben werden, weil ihre Zulässigkeit in einer gesonderten Sicherheitsebene außerhalb
der Datenverarbeitungsanlage nach sicherungstechnischen Gesichtspunkten geprüft wird;
ein eventueller Fehler kann nicht zu einem gefährlichen Zustand führen. Bei einer
Hilfsbedienung wird die Zulässigkeit dieser Bedienung nicht mehr in einer gesonderten
Sicherheitsebene geprüft, das heißt, die durch eine derartige Hilfsbedienung definierten
Kommandodaten würden bei Ausgabe an den Prozeß gegebenenfalls zu einer Gefährdung
führen können. Die Verarbeitung solcher Hilfsbedienungen ist daher vom Menschen in
geeigneter Weise zu überwachen und zu steuern.
[0004] Dies geschieht regelmäßig dadurch, daß die Datenverarbeitungsanlage vor der Ausgabe
der Daten an den Prozeß dem Bediener Kontrolldaten zuführt, die den Bediener von der
zur Ausführung anstehenden Hilfshandlung unterrichten und ihm die Möglichkeit geben,
diese Daten entweder zurückzunehmen oder an den Prozeß freizugeben.
[0005] Dabei hat die vom Bediener mit Prozeßsteueraufträgen beaufschlagte Datenverarbeitungsanlage
selbst die Entscheidung darüber zu treffen, ob es sich bei einer Bedienung um eine
Regel- oder eine Hilfsbedienung handelt, das heißt, ob die aus einer Bedienungshandlung
abgeleiteten Kommandodaten direkt an den Prozeß weiterzugeben oder durch den Bediener
gesondert zu autorisieren sind. Da mit der Möglichkeit gerechnet werden muß, daß die
Datenverarbeitungsanlage einen eingegebenen Prozeßsteuerauftrag falsch klassifiziert
und,obgleich es sich um eine Hilfsbedienung handelt, die entsprechenden Kommandodaten
direkt an den Prozeß freigibt, ist die Datenverarbeitungsanlage nach sicherungstechnischen
Gesichtspunkten aufzubauen. Als Einrichtung zur Datenverarbeitung kommt entweder eine
signaltechnisch sichere Datenverarbeitungseinrichtung in Frage, die z.B. durch internen
Vergleich der auf den Adreß-, Daten- und Steuerbussen zweier Mikrocomputer anliegenden
Signale eventuelle Diskrepanzen zwischen den von beiden Mikrocomputern erarbeiteten
Ergebnissen frühzeitig erkennt und daraufhin die Ausgabe von Daten an den Prozeß unterbindet
oder aber es werden z.B. zwei nicht sicherungstechnisch arbeitende Mikrocomputer eingesetzt,
deren Arbeitsergebnisse in einer externen, sicheren Vergleichseinrichtung miteinander
verknüpft werdenundd
Legemeinsam auf den zu steuernden Prozeß einwirken.
[0006] Die zwischen die Bedienungseinrichtung und den Prozeß geschaltete Datenverarbeitungsanlage
hat im wesentlichen die Funktion eines Umsetzers. Um eventuelle Fehler beim Umsetzen
von Eingangs- in Ausgangsdaten erkennen zu können, ist es bekannt (DE-AS 22 60 738),
die in einer elektronischen Decodiereinrichtung aus Eingangsdaten abgeleiteten Ausgangsdaten
vor ihrer Ausgabe an den Prozeß in einer gesonderten Codiereinrichtung wieder in den
Eingangscode umzusetzen und mit dem ursprünglichen Eingangscode zu vergleichen. Bei
Übereinstimmung der ursprünglichen und der rückcodierten Information werden die von
der elektronischen Decodiereinrichtung gebildeten Ausgangsdaten freigegeben; im anderen
Fall werden sie gesperrt. Die bekannte elektronische Decodiereinrichtung bezieht die
in den jeweiligen Eingangscode rückzubildenden Daten nicht aus einem Datenspeicher,
aus dem die decodierten Signale später an den Prozeß weitergegeben werden, sondern
aus einer vorgeschalteten Decodierstufe. Damit ist nicht gewährleistet, daß die später
an den Prozeß freigegebenen Daten auch tatsächlich den Daten entsprechen, die von
der zusätzlichen Codiereinrichtung für die Rückcodierung benutzt werden.
[0007] Die bekannte elektronische Decodiereinrichtung ist nicht in der Lage, die ihr zugeführten
Daten zu klassifizieren. Für den vorliegenden Fall der Prozeßsteuerung durch Regel-
und Hilfsbedienungen heißt dies, daß die der Decodiereinrichtung zugeführten Daten
von dieser grundsätzlich dann an den Prozeß ausgegeben werden, wenn sie von der Decodiereinrichtung
ordnungsgerecht umgesetzt worden sind. Die bekannte elektronische Decodiereinrichtung
kann daher nicht für die sichere Prozeßsteuerung verwendet werden, denn sie gibt keine
Möglichkeit, gefährliche Kommandos (Hilfsbedienungen) von ungefährlichen Kommandos
(Regelbedienungen) zu unterscheiden und beispielsweise bei einem fehlerhaften aber
in sich sinnvollen Prozeßsteuerauftrag die Verbindung zum Prozeß aufzutrennen.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Einrichtung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1 so auszubilden, daß eine sichere Klassifizierung des jeweils
anliegenden Prozeßsteuerauftrages möglich ist, wobei die Freigabe der aus einem Prozeßsteuerauftrag
abgeleiteten Kommandodaten an den Prozeß entweder direkt (bei einer Regelbedienung)
oder aber nach Autorisierung durch den den Prozeßsteuerauftrag veranlassenden Bediener
(bei einer Hilfsbedienung) erfolgt.
[0009] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches
1. Vorteilhafte Aus-und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Einrichtung sind in
den Unteransprüchen angegeben.
[0010] Die Erfindung ist nachstehend näher erläutert, wobei auf die Zeichnung Bezug genommen
ist.
[0011] Die Zeichnung zeigt im oberen rechten Teil eine an sich bekannte Dateneingabeeinrichtung
DE, über die von einem Bediener Prozeßsteueraufträge an den zu steuernden und/ oder
zu überwachenden Prozeß vermittelt werden können. Die eingegebenen Prozeßsteueraufträge
werden in einer nachgeordneten Datenverarbeitungsanlage DV in Kommandodaten umgesetzt
und über eine Ausgabeeinrichtung AE an den Prozeß ausgegeben.
[0012] Die Dateneingabeeinrichtung besteht aus einer beispielsweise alphanumerischen Eingabetastatur
ET, über die ein Bediener die Prozeßsteueraufträgevorgibt. Die jeweils eingegebenen
Prozeßsteueraufträge werden dem Bediener über ein Sichtgerät SG optisch dargestellt
und können vom Bediener nach Sichtkontrolle über eine Taste T an die Datenverarbeitungsanlage
DV ausgegeben werden.
[0013] Die Datenverarbeitungsanlage DV besteht im wesentlichen aus zwei voneinander unabhängigen
nicht sicherungstechnisch arbeitenden Mikrocomputern MC1 und MC2 sowie einer sicherungstechnisch
arbeitenden Relaisverknüpfung RV.
[0014] Die von der Dateneingabe DE kommenden Prozeßsteueraufträge gelangen zu dem Mikrocomputer
MC1, der aus ihnen entsprechende Kommandodaten bildet wie sie für die Steuerung des
Prozesses benötigt werden. Der Mikrocomputer MC1 gibt die von ihm erarbeiteten Kommandodaten
aberroch nicht an den Prozeß weiter, sondern hinterlegt sie in einer Ausgabeeinrichtung
AE. Diese Ausgabeeinrichtung besteht im wesentlichen aus einem Speicher, in dem die
zugeführten Kommandodaten sicherungstechnisch abgelegt sind.
[0015] Nach der Hinterlegung der Kommandodaten liest der Mikrocomputer MC1 die hinterlegten
Daten zu Prüfzwecken zurück und vergleicht sie mit den von ihm erarbeiteten Daten.Die
vom Mikrocomputer MC1 aus der Ausgabeeinrichtung AE zurückgelesenen Kommandodaten
gelangen über einen in den Rückmeldekanal geschalteten sicherungstechnisch aufgebauten
Eingabeverdoppler EV aber nicht nur auf den durch die Prozeßsteueraufträge direkt
beaufschlagten MikrocomputerMC1 sondern auch auf den MikrocanputerMC2. Beide Mikrocomputer
sind danit über die zur Ausführung anliegenden Kommandodaten informiert. Beidebewerten
unabhängig voneinander die zur Ausführung anliegenden Kommandodaten hinsichtlich der
Art der zur Ausführung kommenden Bedienungshandlung. Stellen beide Mikrocomputer unabhängig
voneinander fest, daß es sich bei der zur Ausführung kommenden Bedienung um eine Regelbedienung
handelt, die innerhalb des Prozesses gesondert auf Zulässigkeit geprüft wird, so geben
beide Mikrocomputer die Ausgabe der in der Ausgabeeinrichtung AE gespeicherten Kommandodaten
frei. Dies geschieht über die den beiden Mikrocomputern ausgangsseitig nachgeordnete
sicherungstechnisch arbeitende Relaisverknüpfung RV. Kommen die beiden Mikrocomputer
zu unterschiedlichen Klassifizierungsergebnissen, so sperrt die Relaisverknüpfung
RV die Freigabe der in der AusgabeeinrichtungAE gespeicherten Kommandodaten. Die eingetretene
Störung kann dem Bediener auf geeignete Weise zur Kenntnis gebracht werden, beispielsweise
durch Anschalten eines optischen und/oder akustischen Melders. Das Ansprechen dieses
Melders kann den Bediener zum Löschen der gespeicherten Daten und zur erneuten Vornahme
der Bedienungshandlung veranlassen. Klassifizieren die beiden Mikrocomputer.dann die
Bedienung als Regelbedienung, werden die durch die nochmalige Eingabe in der Ausgabeeinrichtung
AE gegebenenfalls aktualisierten Kommandodaten freigegeben.
[0016] Handelt es sich bei einer Bedienung um eine Hilfsbedienung, die in keiner nachgeordneten
Sicherheitsebene überprüft wird, sondern innerhalb des zu steuernden und/oder zu überwachenden
Prozesses direkt zur Auswirkung kommt, so können die beiden Mikrocomputer MC1 und
MC2 von sich aus die Freigabe der dann in der Ausgabeeinrichtung AE gespeicherten
Kommandodaten nicht veranlassen. Für die Freigabe ist die gezielte Mitwirkung des
jeweils veranlassenden Bedieners erforderlich. Hierzu ermittelt der Mikrocomputer
MC2 aus den ihm über den Eingabeverdoppler EV zugeführten Kommandodaten den jeweils
zugehörigen Prozeßsteuerauftrag und führt diesen dem Bediener über eine gesonderte
Kontrollanzeige KA zu. Der Bediener hat nun die Aufgabe, den ihm auf der Kontrollanzeige
beispielsweise alphanumerisch dargestellten Prozeßsteuerauftrag mit dem von ihm in
die Dateneingabeeinrichtung DE eingegebenen Auftrag zu vergleichen und zu entscheiden,
ob dieser Auftrag zur Ausführung kommen soll oder nicht. Hat er sich für die Ausführung
entschieden, so hat der Bediener ein gesondertes Freigabeschaltmittel FS zu betätigen.
Dieses Freigabeschaltmittel wirkt über die Relaisverknüpfung RV mit einem entsprechenden
Steuerkennzeichen auf die beiden Mikrocomputer MC1 und MC2 ein. Haben beide Mikrocomputer
die zur Ausführung anliegende Bedienung als Hilfsbedienung klassifiziert und werden
ihnen von der Relaisverknüpfung DE die durch die Betätigung des Freigabeschaltmittels
FS ausgelösten Steuersignale zugeführt, so erarbeiten beide Mikrocomputer unabhängig
voneinander Freigabesignale für die Ausgabe der in der Ausgabeeinrichtung AE gespeicherten
Kommandodaten. Diese Freigaben werden in der Relaisverknüpfung ggf. nochmals mit der
Freigabe durch die Freigabeschaltmittel FS verknüpft und führen dann zur Ausgabe der
zur Ausführung anliegenden Kommandodaten.
[0017] Verweigert der Bediener seine Zustimmung zur Freigabe der zur Ausführung anstehenden
Kommandodaten, so werden nach Ablauf einer vorgebbaren Zeitspanne die in der Ausgabeeinrichtung
AE stehenden Daten gelöscht und die beiden Mikrocomputer in die Grundstellung geführt.
[0018] Solange die Kommandodaten in der Ausgabeeinrichtung AE gespeichert sind, aktualisieren
die beiden Mikrocomputer durch ständiges Rücklesen der gespeicherten Daten und Klassifizierung
dieser Daten ihre Freimeldungen.Stellt einer von ihnen oder beide eine Änderung der
gespeicherten Daten fest, so nimmt der betroffende Mikrocomputer seine Freigabe an
die Relaisverknüpfung RV augenblicklich zurück. Die Relaisverknüpfung unterbindet
dabei die Ausgabe der in der Ausgabeeinrichtung AE gespeicherten Daten bzw. schaltet
die Ausgabe augenblicklich ab, wenn die Freigabe schon erteilt ist. Eine solche Störung
ist dem Bediener auf geeignete Art und Weise anzuzeigen. Die erneute Freigabe von
in der Ausgabeeinrichtung gespeicherten Daten nach dem ordnungsgemäßen Verlauf einer
Datenausgabe oder nach dem Sperren einer Ausgabe im Fehlerfall ist schaltungstechnisch
von der vorherigen Grundstellung der Relaisverknüpfung RV abhängig zu machen. Die
Relaisverknüpfung RV kann die Grundstellung nur einnehmen, wenn die in der Ausgabeeinrichtung
AE anstehenden Kommandodaten gelöscht sind, beide Mikrocomputer ihre Ausgaben an die
Relaisverknüpfung RV in eine ihre Bereitschaft für die nächste Bedienungsbearbeitung
kennzeichnende Lage gebracht haben und das Freigabeschaltmittel am Bedienplatz ebenfalls
die Grundstellung eingenommen hat.
[0019] Sind mehrere Dateneingabeeinrichtungen vorhanden, so ist sicherzustellen, daß eine
Freigabe der aus einer Hilfsbedienung abgeleiteten Kommandodaten nur von demjenigen
Bediener aus vorgenommen werden kann, der die zugehörige Bedienung veranlaßt hat.
Zu diesem Zweck hat der durch die Prozeßsteueraufträge direkt beaufschlagte Mikrocomputer
MC1 denjenigen Bedienplatz zu ermitteln, von dem aus eine Hilfsbedienung eingegeben
wurde und diesen der Relaisverknüpfung zu melden. Der durch die Prozeßsteuerdaten
nicht direkt beaufschlagte Mikrocomputer hat aus der Kenntnis des in der Relaisverknüpfung
gespeicherten Bedienplatzes heraus ausschließlich denjenigen Bedienplatz mit den rückgelesenen
Prozeßsteuerdaten zu versorgen, der von dem anderen Mikrocomputer als veranlassend
erkannt wurde. Die Relaisverknüpfung hat Schaltmittel zu beinhalten, welche eine Freigabebehandlung
nur dann anerkennen, wenn sie von demjenigen Bedienplatz aus erfolgt, der zuvor als
veranlassend erkannt wurde.
[0020] Die erfindungsgemäße Einrichtung zur sicheren Prozeßsteuerung ist mit Vorteil überall
dort einzusetzen, wo von insbesondere mehreren Bedienplätzen aus mit Sicherheitsverantwortung
auf einen Prozeß einzuwirken ist. Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet ist die Steuerung
eines Stellwerks von mehreren Bedienplätzen aus, wobei von diesen Bedienplätzen aus
sowohl Bedienungshandlungen auszuführen sind, die in der nachgeordneten Stellwerksebene
auf Zulässigkeit überwacht werden, als auch Bedienungshandlungen, die insbesondere
in Störsituationen die Sicherheit des Stellwerkes bewußt unterlaufen sollen, um den
Betrieb einigermaßen flüssig halten zu können.
1. Einrichtung zur sicheren Prozeßsteuerung unter Verwendung von zwei voneinander
unabhängigen nicht sicherungstechnisch arbeitenden Mikrocomputern, die gemeinsam auf
den zu steuernden Prozeß wirken und dabei sowohl Regelbedienungen, deren Zulässigkeit
in einer gesonderten Sicherheitsebene außerhalb der Mikrocomputer geprüft wird, als
auch Hilfsbedienungen, deren Zulässigkeit nicht mehr geprüft wird, zur Ausführung
kommen lassen, insbesondere für die Steuerung eines Eisenbahnstellwerks von mindestens
einem Bedienplatz aus, dadurch gekennzeichnet ,
daß der eine Mikrocomputer (MC1) die zur Ausführung jeweils anliegenden Prozeßsteueraufträge
in entsprechende Kommandodaten umsetzt, diese in einer Ausgabeeinrichtung (AE) speichert
und die eingespeicherten Daten zurückliest, wobei die zurückgelesenen Daten über einen
sicherungstechnischen Eingabeverdoppler (EV) gleichzeitig auch an den anderen Mikrocomputer
(MC2) gelangen, daß beide Mikrocomputer unabhängig voneinander die ihnen zugeführten
Daten nach der Art des jeweils anliegenden Prozeßsteuerauftrages klassifizieren und
die Klassifizierungsergebnisse einer Relaisverknüpfung (RV) zuführen, die bei Übereinstimmung
der Klassifizierungsergebnisse der beiden Mikrocomputer die Freigabe der in der Ausgabeeinrichtung
(AE) gespeicherten Daten veranlaßt, sofern der jeweils klassifizierte Prozeßsteuerauftrag
eine Regelbedienung betrifft, dagegen beim gemeinsamen Erkennen einer Hilfsbedienung
die Freigabe der in der Ausgabeeinrichtung gespeicherten Daten von einer gesonderten
über die Relaisverknüpfung (RV) geführten Zustimmung eines Bedieners abhängig macht.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Freigabe von in der
Ausgabeeinrichtung (AE) gespeicherten Daten von der vorherigen Grundstellung der Relaisverknüpfung
(RV) abhängig gemacht ist und daß die Grundstellung der Relaisverknüpfung von der
Grundstellung der Ausgabeeinrichtung (AE), von der Grundstellung der beiden Mikrocomputerausgaben
an die Relaisverknüpfung (RV) und von der Grundstellung der bei Zustimmung eines Bedieners
zu einer Hilfshandlung einstellbaren Freigabeschaltmittel abhängig gemacht ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die beiden Mikrocomputer
ihre Freigabenbeim Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen laufend aktualisieren.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß die beiden Mikrocomputer
die in der Ausgabeeinrichtung gespeicherten Kommandodaten durch Rücklesen dieser Daten
auf Kontinuität überwachen, daß jeder Mikrocomputer für sich bei Änderung dieser Daten
seine Freigabe an die Relaisverknüpfung (RV) zurücknimmtunddaßdie Relaisverknüpfung
daraufhin die Ausgabe der in der Ausgabeeinrichtung (AE) gespeicherten Daten unterbindet.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der durch die Prozeßsteueraufträge
jeweils nicht direkt beaufschlagte Mikrocomputer (MC2) die ihm über den Eingabeverdoppler
(EV) übermittelten Kommandodaten beim Vorliegen einer Hilfsbedienung in die entsprechenden
Prozeßsteueraufträge umsetzt und dem Bediener auf einem Sichtschirm (KA) zur Verfügung
stellt.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß der durch die Prozeßsteuerdaten
direkt beaufschlagte Mikrocomputer (MC1) mindestens bei den Hilfsbedienungen denjenigen
Bedienplatz ermittelt, von dem aus eine Hilfsbedienung eingegeben wurde, daß der durch
die Prozeßsteuerdaten nicht direkt beaufschlagte Mikrocomputer (MC2) aus der Kenntnis
des von dem jeweils anderen Mikrocomputer (MC1) ermittelten Bedienplatzes heraus ausschließlich
denjenigen Bedienplatz mit den rückgelesenen Prozeßsteuerdaten versorgt, der voncbm
durch die Prozeßsteuerdaten direkt beaufschlagten Mikrocomputer (MC1) als veranlassend
erkannt wurde und daß die Relaisverknüpfung Schaltmittel beinhaltet, welche eine Freigabehandlung
nur dann anerkennen,wenn sie von demjenigen Bedienplatz aus erfolgt ist, der zuvor
als veranlassend erkannt wurde.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß der von den Prozeßsteuerdaten
direkt beaufschlagte Mikrocomputer (MC1) den von ihm jeweils ermittelten Bedienplatz
der Relaisverknüpfung (RV) mitteilt und daß der andere Mikrocomputer (MC2) den jeweils
ermittelten Bedienplatz dort erfragt.
8. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß der von den Prozeßsteuerdaten
direkt beaufschlagte Mikrocomputer (MC1) den von ihm jeweils ermittelten Bedienplatz
der Ausgabeeinrichtung (AE) zusammen mit den Kommandodaten mitteilt und daß der andere
Mikrocomputer (MC2) den jeweils ermittelten Bedienplatz aus den rückgelesenen Daten
entnimmt.
9. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß der von den Prozeßsteuerdaten
direkt beaufschlagte Mikrocomputer (MC1) den von ihm jeweils ermittelten Bedienplatz
dem anderen Mikrocomputer (MC2) direkt mitteilt.
10. Einrichtung nach Anspruch 1, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet , daß die von der
Relaisverknüpfung (RV) als ordnungsgerecht erkannte Freigabe einer Hilfsbedienung
durch einen Bediener in beiden Mikrocomputern (MC1, MC2) zur Ausgabe entsprechender
Hilfsfreigaben an die Relaisverknüpfung (RV) führt und daß die Relaisverknüpfung daraufhin
die Freigabe der in der Ausgabeeinrichtung (AE) gespeicherten Kommandodaten veranlaßt.