| (19) |
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(11) |
EP 0 121 598 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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31.08.1994 Patentblatt 1994/35 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.03.1987 Patentblatt 1987/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.11.1983 |
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| (54) |
Schutzhülle für eine Scheckkarte oder dergleichen
Protective envelope for a bank card or the like
Enveloppe de protection pour carte banquaire ou analogue
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
02.04.1983 DE 3312103 03.06.1983 DE 3320207
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.10.1984 Patentblatt 1984/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Ritter, Gerhard |
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74076 Heilbronn (DE) |
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Erfinder: |
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- Ritter, Gerhard
74076 Heilbronn (DE)
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Vertreter: Ott, Elmar, Dipl.-Ing. |
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Kappelstrasse 8 72160 Horb 1 72160 Horb 1 (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-B- 340 232 DE-B- 1 167 492 DE-U- 1 833 504 DE-U- 8 208 340 FR-A- 1 329 029 US-A- 3 166 795
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CH-A- 112 716 DE-U- 1 765 515 DE-U- 1 870 769 DE-U- 8 226 430 GB-A- 599 570 US-A- 4 141 400
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- Katalog Nr. 88 "Möbelbeschläge" Fa. Tütermann KG Spritzgiesswerzeugbau
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[0001] Die Erfindung betrifft eine flache, rechteckige Schutzhülle aus biegesteifem Kunststoffmaterial
gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Früher hat man derartige Schutzhüllen zweistückig hergestellt, nämlich aus einer
Oberseitenplatte und einer Unterseitenplatte, die dann geeignet miteinander verbunden
wurden, vorzugsweise durch Schweiß-, Klebe- oder Schnappverbindungen. Beispiele hierfür
sind die deutschen Gebrauchsmusterschriften 8 208 340 und 8 226 430 der Anmelderin
und die US-PS-4 141 400. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß beim Gebrauch die
Verwindungen zwischen der Oberseitenplatte und der Unterseitenplatte bei diesen bekannten
Schutzhüllen sich losen. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß derartige Schutzhüllen
häufig in Brieftaschen, Gesäßtaschen usw. getragen werden und daher im Gebrauch häufig
einer Biegebelastung ausgesetzt sind. Solche Schutzhüllen dürfen nicht zu biegesteif
sein, um sich der Kontur der Tasche beim Gebrauch in gewisser Weise anpassen zu können.
Andererseits sollen sie aber die in ihr aufbewahrte Karte gut vor Beschädigungen und
insbesondere vor einem Verknicken schützen. Dies wird heute besonders wichtig, weil
neuerdings derartige Karten auch mit Magnetstreifencodes ausgerüstet werden, die nur
dann arbeiten, wenn die Karte nicht geknickt oder sonstwie beschädigt ist.
[0003] Die FR-PS-1 329 029 beschreibt einen einstükkig aus Kunststoff gespritzten Anhänger,
der ohne eine Grifföffnung ausgebildet ist. Er hat in seinem oberen Teil ein Durchgangsloch
für ein Anhängerkettchen oder dergleichen. Beim Spritzvorgang wird dieses Durchgangsloch
dadurch hergestellt, daß Haltestifte in beide Formteile eingesetzt werden, die dann
das Füllen des Formhohlraumes in ihrem Bereich verhindern. Der Anhänger hat einen
zu einer Unterseite offenen Hohlraum, der beim Spritzvorgang durch einen entsprechenden
Schieber angelegt wird. Dieser wird über einen Fortsatz an seiner Vorderseite und
über die beiden Haltestifte, die sich an den Fortsatz anlegen, sowie an seiner Rückseite
durch die beiden Formhälften selbst in der Form gehalten. Es ist aber keine Vorsorge
dafür getroffen, die beim Spritzgußvorgang auf die Fläche des Schiebers einwirkenden
Kräfte gesondert aufzunehmen.
[0004] Die GB-PS-599 570 beschreibt die Herstellung eines Brillenbügels, der aus einem Metalldraht
besteht, der mit Kunststoff umspritz ist. Beim Spritzvorgang liegen an der Oberseite
und der Unterseite des Drahtes paarweise einander gegenüberliegende Haltestifte am
Draht an. Diese werden während der letzten Spritzphase zurückgezogen und können und
sollen somit den Drahtbügel während der kritischen Endphase des Spritzvorganges nicht
wirksam halten.
[0005] Ausgehend von einer Schutzhülle der eingangs genannten Art, die im übrigen der Lehre
der bereits erwähnten deutschen Gebrauchsmusterschrift 8 226 430 entnommen werden
kann, liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, diese so auszugestalten, daß
bei einfacher und preisgünstiger Herstellung der Schutzhülle diese einen optimalen
Gebrauchswert hat und insbesondere auch nach längerem Gebrauch nicht beschädigt werden
kann. Sie soll die in ihr aufbewahrte Karte gut vor Beschädigungen schützen und dennoch
in einem gewissem Maße biegeweich sein. Die Lösung dieser Aufgabe erhält man mit den
Merkmalen des Anspruchs 1.
[0006] Beim Spritzvorgang wird daher zunächst der Schieber in den Formhohlraum eingeführt
und dort über die Haltestifte gehalten. Wird dann das Kunststoffmaterial mit hohem
Druck in den Formhohlraum eingespritzt, so behält der Schieber seine einmal festgelegte
Position trotz der hohen dabei auftretenden Drücke und der großen Fläche des Schiebers,
gemessen an seiner verhältnismäßig kleinen Dicke. Der Schieber neigt daher beim Spritzvorgang
nicht mehr zu Schwingungen, vielmehr behält er seine einmal eingestellte Lage sehr
genau. Nach dem Spritzvorgang werden die Haltestifte des Spritzwerkzeugs wieder zurückgezogen
und bilden hierbei die erwähnten Halteöffnungen im Material der Schutzhülle aus. Ist
das Material ausreichend erstarrt, was durch eine Kühlung beschleunigt wird, so kann
der Schieber in seine Ausgangsstellung aus dem Formhohlraum zurückgefahren werden
und das fertige Spritzgußstück wird aus der Form ausgestoßen. Es kann jetzt der nächste
Spritzvorgang beginnen.
[0007] Die erwähnten Halteöffnungen sollten so klein wie möglich sein, um das Aussehen der
fertigen Schutzhülle so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Sie sollten aber groß
genug sein, damit die Haltestifte eine ausreichende Haltekraft auf den Schieber ausüben
können. Weil die Halteöffnungen miteinander fluchten, wird der Schieber gewissermaßen
jeweils zwischen einem Paar der Haltestifte festgehalten.
[0008] Die Halteöffnungen sind derart über die Fläche der Kunststoffplatten verteilt, daß
man einerseits mit einer möglichst geringen Fläche der Halteöffnungen auskommt und
zum anderen der Schieber über seine gesamte Fläche ausreichend gehalten wird. Gegebenenfalls
reicht es aus, wenn die Halteöffnungen nur im Randbereich der Schutzhülle ausgebildet
sind, wo sie am wenigsten stören. Bevorzugt wird es allerdings, wenn zusätzlich zum
Randbereich auch wenigstens eine, vorzugsweise mehrere Halteöffnungen im mittleren
Bereich der Schutzhülle vorgesehen sind.
[0009] Eine schlitzartige Ausbildung der Halteöffnungen wird ebenfalls bevorzugt, weil sie
optisch am besten mit der länglichen Ausbildung der Schutzhülle übereinstimmt und
dennoch die notwendige Fläche für den Durchtritt der Haltestifte bietet.
[0010] Es kann auch die ohnedies vorhandene Grifföffnung in einer der Kunststoffplatten
der Schutzhülle als derartige Halteöffnung ausgebildet sein, wobei dann der Grifföffnung
direkt gegenüberliegend wenigstens eine der Halteöffnungen im Material der anderen
Kunststoffplatte ausgebildet ist.
[0011] Bevorzugt wird es, wenn mehrere, als Schlitze ausgebildete Öffnugnen an der rückwärtigen
Stirnkante der Schutzhülle vorgesehen sind. Diese stören weder das optische Erscheinungsbild
der Schutzhülle, weil sie an der rückwärtigen Stirnkante praktisch nicht in Erscheinung
treten. Sie bewirken außerdem schon beim Beginn der Auszugsbewegung des Schiebers
das Zuströmen der Luft. Die Öffnungen könnten aber alternativ auch auf der Oberseitenplatte
und/oder auf der Unterseitenplatte der Schutzhülle oder auch an den seitlichen Kanten
der Schutzhülle ausgebildet werden, sofern sie nur, wie vorstehend erwähnt, im rückwärtigen
Bereich der Schutzhülle ausgebildet sind. Es könnte sogar eine einzige solche Öffnung
genügen, die dann ebenfalls im rückwärtigen Bereich der Schutzhülle anzubringen ist.
[0012] Die in der Schutzhülle aufzubewahrenden Karten haben, wie bereits erwähnt, häufig
einen Magnetstreifencode. Um diesen zu schützen, wird es bevorzugt, wenn in der Oberseitenplatte
und/oder Unterseitenplatte der Schutzhülle wenigstens eine kanalartige Vertiefung
vorgesehen ist, die sich in der Einschubrichtung der Karte erstreckt. Dadurch wird
nicht nur Material gespart, sondern die betreffende Platte der Schutzhülle wird biegeweicher.
Beim Stand der Technik waren zu demselben Zweck keine Vertiefungen in den Platten
vorgesehen, sondern Erhebungen, die nicht nur mehr Material verbrauchen, sondern vor
allem zusätzliche Dicke benötigen.
[0013] Bevorzugt wird es außerdem, wenn eine der Platten an der Einstecköffnung um ein geringes
Maß über die andere Platte vorsteht. Dadurch wird das Einführen der Karten in die
Schutzhülle erleichtert.
[0014] Es dient demselben Zweck, wenn die Kanten der Platten an der Einstecköffnung abgerundet
sind.
[0015] In der erfindungsgemäßen Schutzhülle wird wenigstens eine Karte aufbewahrt. Es können
aber auch zwei Karten in ihr verwahrt werden. Bei dieser Ausführungsform sind etwa
mittig an den Innenseiten der Seitenkanten der Schutzhülle Führungsschienen vorgesehen,
die den Innenraum der Schutzhülle in einen oberen und einen unteren Aufnahmeraum für
jeweils ein Schriftgutstück unterteilen. Eines dieser Schrittgutstücke wird eine der
erwähnten Karten sein und das andere Schrittgutstück ist entweder auch eine solche
Karte oder auch eine Bedienungsanweisung oder dergleichen. Die Führungsschienen verjüngen
sich vorzugsweise zur Mitte hin und ggf. auch zur Einsteckseite, um das Einführen
der beiden Schriftgutstücke zu unterstützen und diese gut voneinander zu trennen.
[0016] Um zu verhindern, daß das bzw. die Schriftgutstücke unbeabsichtigt aus der Schutzhülle
herausfallen, ist eine wichtige Ausgestaltung dadurch gekennzeichnet, daß im rückwärtigen
Bereich der Schutzhülle wenigstens eine in den Verschiebeweg der Karte ragende Zunge
vorgesehen ist.
[0017] Falls die Schutzhülle zwei Aufnahmeräume hat, wird es bevorzugt, wenn in beiden Kunststoffplatten
jeweils allseitig vom Material umgebende Grifföffnungen vorgesehen sind, die in Querrichtung
zueinander versetzt angeordnet sind. Dadurch wird es erleichtert, mit dem Daumen entweder
die obere oder untere der Karten nach Bedarf einzeln herauszuschieben.
[0018] Als Material zur Herstellung der erfindungsgemäßen Schutzhülle wird ABS bevorzugt.
Dies ist ein spezielles Polystyrol.
[0019] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert,
aus dem sich weitem wichtige Merkmale ergeben. Es zeigt:
Figur 1 eine Draufsicht auf die Oberseite einer erfindungsgemäßen Schutzhülle zur
Aufnahme einer einzigen Karte;
Figur 2 eine Draufsicht auf die Unterseite der Schutzhülle;
Figur 3 einen Schnitt längs der Linie 111-111 von Fig. 1;
Figur 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV von Fig. 1;
Figur 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles A von Fig. 1;
Figur 6 eine Ansicht entsprechend Fig. 1 bei einer Ausführungsform zur Aufnahme von
zwei Schriftgutstücken ;
Figur 7 einen Längsschnitt durch die Schutzhülle nach Fig. 6;
Figur 8 eine teilweise geschnittene Stirnansicht der Schutzhülle nach Fig. 6 und 7.
[0020] Die in Fig. 1 bis 5 gezeigte Schutzhülle wird einstückig gespritzt. Sie besteht aus
einer Oberseitenplatte 1 und einer Unterseitenplatte 2, die an drei Kanten miteinander
verbunden sind. Die vierte Kante 3 ist offen, wodurch dann der Aufnahmeraum 4 frei
zugänglich ist.
[0021] In der Oberseitenplatte 1 ist außerdem außermittig ein längliches Griffloch 5 vorgesehen.
[0022] Insbesondere Fig. 3 zeigt, daß in der Unterseitenplatte nebeneinander mehrere kanalartige
Vertiefungen 6 ausgebildet sind. Diese schützen einen oder mehrere nebeneinander befindliche
Magnetstreifencode der betreffenden Karte.
[0023] Die Unterseitenplatte 2 erstreckt sich zur Einstecköffnung 3 hin etwas weiter als
die Oberseitenplatte 1. Die Kanten an der Einstecköffnung sind abgerundet (vgl. insbesondere
Fig. 3).
[0024] Erfindungsgemäß sind an der der Einstecköffnung 3 gegenüberliegenden rückwärtigen
Kante nebeneinander mehrere Schlitze 8 vorgesehen, die auch in den Figuren 4 und 5
gezeigt sind. Sie dienen zum Belüften und Kühlen des Aufnahmeraums 4, wenn ein - zeichnerisch
nicht dargestellter - Schieber nach dem Erhärten des Kunststoffmaterials beim Spritzvorgang
in Richtung des Pfeiles 9 aus dem Aufnahmeraum 4 wieder herausgezogen wird.
[0025] Die kanalartigen Vertiefungen 6 sind auch in Fig. 4 gezeigt.
[0026] In der erfindungsgemäßen Schutzhülle aufbewahrte Karten können auch mit einem datenverarbeitenden,
elektronischen Chip versehen werden, weil dessen aktive Teile durch die Vertiefungen
6 und die außermittige Anordnung des Griffloches 5 gut geschützt sind.
[0027] Es ist ersichtlich, daß, bedingt durch die beschriebenen Merkmale, eine in der erfindungsgemäßen
Schutzhülle aufbewahrte Karte durch Biegung nicht beschädigt werden kann. Vielmehr
ist während der gesamten Lebensdauer der Karte eine störungssichere Bedienung von
Terminals und dergl. möglich. Ein ggfs. eingelegter Magnetstreifen oder ein elektronischer
Chip dieser Karte wird so geschützt, daß er nicht verkratzt oder durch starke Reibung
zustört wird.
[0028] Die erfindungsgemäße Schutzhülle ist somit aus einem Stück aus einem biegesteifen
Kunststoffmaterial gefertigt, das eine ganz geringe Elastizität hat und gleichzeitig
so steif ist, daß die Karte immer in flachem Zustand gehalten wird. Der verwendete
Kunststoff ist weichmacherfrei, wodurch die Karte zusätzlich vor Weichmacherwanderungen
geschützt wird. Durch die extrem flache Ausbildung der Karte hat diese zudem eine
dauerhafte Haltbarkeit. Dies ist besonders wichtig, da solche Karten in Geldbörsen,
Brieftaschen und Anzugstaschen aufbewahrt werden und dabei starken Beanspruchungen
durch körperliche Bewegungen ausgesetzt sind.
[0029] Die Schlitze oder Öffnungen 8 dienen zusätzlich zur Reinigung des Inneren der Schutzhülle
durch Ausblasen oder mit Hilfe eines Nadel oder eines ähnlichen Werkzeugs.
[0030] Die Figuren 1 und 2 zeigen, daß mehrere Halteöffnungen 10 in der Oberseitenplatte
und Unterseitenplatte ausgebildet sind, die als kurze, längliche Schlitze geformt
sind. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind an beiden Längskanten jeweils drei derartige
Halteöffnungen vorgesehen, die in beiden Platten sich jeweils paarweise einander gegenüberliegen,
sowie in der Mitte wenigstens eine solche Halteöffnung. In der Unterseitenplatte nach
Fig. 2 ist diese Halteöffnung 10 ebenfalls als kurzer, länglicher Schlitz ausgebildet,
der der Grifföffnung 5 in der Oberseitenplatte nach Fig. 1 gegenüberliegt.
[0031] Beim Spritzvorgang wird der den Innenraum der Schutzhülle ausbildende Schieber durch
Haltestifte fixiert, die im Bereich der Halteöffnungen 10 paarweise einander gegenüberliegend
zwischen sich den Schieber halten. Beim Erkalten des Kunststoffmaterials und anschließenden
Zurückziehen der Haltestifte bilden diese die erwähnten Halteöffnungen aus. Die Haltestifte
an einer Seite sind über eine zeichnerisch nicht dargestellte Platte miteinander verbunden.
Dasselbe gilt für die Haltestifte der anderen Seite.
[0032] Eine federnde Zunge 11 ist in der Unterseitenplatte (vergleiche Fig. 2) vorgesehen.
Diese ragt mit ihrer Innenseite in den Innenraum der Schutzhülle hinein und hält dort
die in der Schutzhülle aufbewahrten Kärtchen auch bei unterschiedlicher Dicke derselben.
[0033] Es ist ersichtlich daß die Funktion der Belüftungsöffnungen 8 auch durch die Halteöffnungen
10 übernommen werden kann, weil diese über den gesamten Bereich der Schutzhülle ausgebildet
sind, d. h. auch im hinteren Bereich der Schutzhülle.
[0034] Im folgenden wird die zur Aufnahme von zwei Karten oder allgemeinen Schriftgutstücken
ausgebildete Schutzhülle nach Fig. 6 bis 8 näher erläutert, die ebenfalls einstückig
gespritzt ist. Sie unterscheidet sich von der zur Aufnahme einer einzigen Karte ausgebildeten
Schutzhülle nach Fig. 1 bis 5 im wesentlichen durch seitliche, dreieckförmig profilierte
Führungsschienen 12, die einen oberen und unteren Aufnahmeraum für jeweils ein Schriftgutstück
ausbilden. Die Schutzhülle ist daher auch etwas dicker ausgebildet. Ihre Außenabmessungen
liegen im Bereich von 5 mm und der Innenraum beträgt ca. 3 mm.
[0035] Anstelle der federnden Zunge 11 nach Fig. 2 sind bei der Ausführungsform nach Fig.
6 bis 8 ebenfalls im hinteren Bereich der Schutzhülle symmetrisch zu deren Längsachse
zungenartige Fortsätze 13 mit Anlaufkanten vorgesehen.
[0036] Außerdem ist bei der zweiten Ausführungsform nicht nur eine einzige Grifföffnung
5 in einer der Platten ausgebildet, sondern insgesamt zwei solche Grifföffnungen,
die in Querrichtung zueinander versetzt sind. Im übrigen ist der Aufbau grundsätzlich
derselbe.
1. Flache, rechteckige Schutzhülle aus biegesteifem Kunststoffmaterial zur Aufnahme
wenigstens einer Scheckkarte, Automatenkarte, Kreditkarte oder dergleichen rechteckigen
Karte, vorzugsweise mit Magnetstreifencode, mit einem nur zu einer Stirnseite der
Schutzhülle in Form einer Einstecköffnung offenen Aufnahmeraum zur Aufnahme einer
Karte und mit einer Grifföffnung in einer der Kunststoffplatten, die es ermöglicht,
die im Aufnahmeraum einliegende Karte aus der Einschuböffnung herauszuschieben,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzhülle einstückig aus Kunststoff gespritzt ist
und daß in beiden Kunststoffplatten möglichst kleine und miteinander fluchtende Halteöffnungen
(10) für einen Schieber eines Spritzwerkzeuges vorgesehen sind, die mit dem Innenraum
der Schutzhülle in Verbindung stehen und in die paarweise Haltestifte des Spritzwerkzeugs
einführbar sind, die über die Fläche der Kunststoffplatten derart verteilt sind, daß
der Schieber über seine gesamte Fläche ausreichend gehalten wird.
2. Schutzhülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, als Schlitze
ausgebildete Kühlöffnungen (8) an der rückwärtigen Stirnkante (7) der Schutzhülle
vorgesehen sind.
3. Schutzhülle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in ihrer Oberseitenplatte
(1) und/oder Unterseitenplatte (2) wenigstens eine kanalartige Vertiefung (6) vorgesehen
ist, die sich in der Einschubrichtung (9) der Karte erstreckt.
4. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine
der Platten (1, 2) an der Einstecköffnung (3) um ein geringes Maß über die andere
Platte vorsteht.
5. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteöffnungen
(10) als schmale, kurze Schlitze ausgebildet sind.
6. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auch
die Grifföffnung (5) als Halteöffnung dient, wobei in ihrem Bereich in derjenigen
Kunststoffplatte, in der die Grifföffnung nicht ausgebildet ist, wenigstens eine der
kleinflächigen Halteöffnungen (10) ausgebildet ist.
7. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
einige der Halteöffnungen (10) im Randbereich des Innenraumes der Schutzhülle ausgebildet
sind.
8. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme
von zwei Schriftstücken etwa mittig an den Innenseiten der Seitenkanten der Schutzhülle
Führungsschienen (12) vorgesehen sind, die den Innenraum der Schutzhülle in einen
oberen und einen unteren Aufnahmeraum für jeweils ein Schriftgutstück unterteilen.
9. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im rückwärtigen
Bereich der Schutzhülle wenigstens eine in den Verschiebeweg der Karte ragende Zunge
(11, 13) vorgesehen ist.
10. Schutzhülle nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß in beiden Kunststoffplatten
jeweils allseitig von Material umgebende Grifföffnungen (5) vorgesehen sind, die in
Querrichtung zueinander versetzt angeordnet sind.
1. A flat rectangular protective covering composed of rigid plastics material for
receiving at least one cheque card, automatic dispenser card, credit card or similar
rectangular card, preferably with magnetic strip code, with a receiving space open
at only one end of the protective covering in the form of an insertion opening for
receiving a card and with a gripping opening in one of the plastic panels allowing
the card lying in the receiving space to be pushed out of the insertion opening, characterised
in that the protective covering is injection moulded in one piece from plastics material
and in that in the two plastic panels there are provided some holding openings (10)
for a sliding member of an injection moulding tool, which are as small as possible
and are in alignment with one another, communicate with the interior of the protective
covering and into which holding pins of the injection moulding tool can be introduced
in pairs, the holding pins being distributed over the area of plastic panels in such
a way that the sliding member is adequately held over its entire area.
2. A protective covering according to Claim 1, characterised in that several cooling
openings (8) designed as slits are provided on the rear end edge (7) of the protective
covering.
3. A protective covering according to Claim 1 or 2, characterised in that at least
one channel- like recess (6) which extends in the entry direction (9) of the card
is provided in its upper side panel (1) and/or lower side panel (2).
4. A protective covering according to one of Claims 1 to 3, characterised in that
one of the panels (1, 2) projects beyond the other panel by a small amount at the
insertion opening (3).
5. A protective covering according to one of Claims 1 to 4, charcterised in that the
holding openings (10) are designed as short narrow slits.
6. A protective covering according to one of Claims 1 to 5, characterised in that
the gripping opening (5) also serves as holding opening, at least one of the small
area holding openings (10) being formed in the region of the gripping opening in the
plastic panel in which the gripping opening is not formed.
7. A protective covering according to one of Claims 1 to 6, characterised in that
at least some of the holding openings (10) are formed in the edge region of the interior
of the protective covering.
8. A protective covering according to one of Claims 1 to 7, characterised in that,
for receiving two documents, some guide rails (12) which divide the interior of the
protective covering into an upper and a lower receiving space for a respective document
are provided approximately centrally on the internal side edges of the protective
covering.
9. A protective covering according to one of Claims 1 to 8, charcterised in that at
least one tongue (11, 13) projecting into the path of movement of the card is provided
in the rear region of the protective covering.
10. A protective covering according to Claim 8 or 9, characterised in that gripping
openings (5) which are each surrounded on all sides by material and are arranged transversely
offset from one another are provided in the two plastic panels.
1. Enveloppe de protection plate, rectangulaire, en matière plastique résistant à
la flexion, pour la réception d'au moins une carte bancaire, d'une carte pour distributeur
automatique, d'une carte de crédit ou d'une carte rectangulaire semblable, de préférence
avec un code de bandes magnétiques, avec un espace de réception, en forme d'une ouverture
d'enficha- ge, seulement à un côté frontal de l'enveloppe de protection, pour la réception
d'une carte, et avec une ouverture de saisie dans une des plaques en matière plastique,
qui rend possible d'extraire par coulissement, hors de l'ouverture d'enfilement, la
carte se trouvant dans l'espace de réception, caractérisée en ce que l'enveloppe de
protection est moulée par injection, d'une seule pièce, à partir de matière plastique
et en ce que, dans les deux plaques de matière plastique, des ouvertures de retenue
(10), les plus petites possibles et alignées les unes avec les autres, pour une coulisse
d'un outil d'injection, sont prévues, qui se trouvent en liaison avec l'espace intérieur
de l'enveloppe de protection, et dans lesquelles, des tiges de retenue de l'outil
d'injection sont intro- duisibles par paires, qui sont réparties de telle sorte sur
des plaques de matière plastique, que la coulisse est retenue suffisament sur l'ensemble
de sa surface.
2. Enveloppe de protection selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'il est
prévu plusieurs ouvertures de refroidissement (8), réalisées sous la forme de fentes,
dans le bord frontal arrière (7) de l'enveloppe de protection.
3. Enveloppe de protection selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'il
est prévu, dans la plaque (1) de sa face inférieure et/ou dans la plaque (2) de sa
face supérieure, au moins un renfoncement (6) en forme de canal qui s'étend dans la
direction d'insertion (9) de la carte.
4. Enveloppe de protection suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en
ce que l'une des plaques (1,2) fait légèrement saillie par rapport à l'autre plaque
au niveau de l'ouverture d'insertion (3).
5. Enveloppe de protection selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce
que les ouvertures de retenue (10) sont réalisées sous la forme de fentes courtes
et étroites.
6. Enveloppe de protection selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce
que l'ouverture de saisie (5) sert également d'ouverture de retenue, auquel cas au
moins l'une des ouvertures de retenue (10) de faible étendue est ménagée, dans la
zone de cette ouverture de saisie, dans la plaque en matière plastique, dans laquelle
l'ouverture de saisie n'est pas formée.
7. Enveloppe de protection selon l'une des revendications 1 à 6 caractérisée en ce
qu'au moins quelques-unes des ouvertures de retenue (10) sont ménagées dans la zone
marginale de l'espace intérieur de l'enveloppe de protection.
8. Enveloppe de protection selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce
que pour la réception de deux documents il est prévu approximativement en position
centrée sur les côtés intérieurs des bords latéraux de l'enveloppe de protection,
des rails de guidage (12) qui subdivisent l'espace intérieur de l'enveloppe de protection
en un espace supérieur et un espace inférieur de réception, pour chaque document.
9. Enveloppe de protection selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce
qu'au moins une languette (11,13),qui fait saillie dans la voie de déplacement de
la carte, est prévue dans la partie arrière de l'enveloppe de protection.
10. Enveloppe de protection selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce qu'il
est prévu, dans les deux plaques en matière plastique, des ouvertures de saisie (5)
qui sont entourées de tous côtés par la matière et sont décalées les unes par rapport
aux autres dans la direction transversale.

