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EP 0 121 654 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.04.1989 Patentblatt 1989/17 |
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Anmeldetag: 18.01.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B61K 5/00 |
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Gerät zum Auseinanderschieben von Schienenfahrzeugen
Apparatus for clearing wrecked railway vehicles
Appareil de dégagement pour véhicules ferroviaires accidentés
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
30.03.1983 DE 8309463 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.10.1984 Patentblatt 1984/42 |
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Patentinhaber: Hoesch Aktiengesellschaft |
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44145 Dortmund (DE) |
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Erfinder: |
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- Raffenberg, Bruno, Dipl.-Ing.
D-4600 Dortmund 1 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 1 857 540 US-A- 3 362 351 US-A- 4 090 453
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FR-A- 2 192 020 US-A- 3 819 153
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Spreizer mit zwei schwenkbaren Spreizarmen und
einem hydraulischen Antrieb.
[0002] Durch das Dokument US-A-3 819 153 ist ein Spreizer dieser Art bekannt, der als Räumgerät
zum Auseinanderschieben von ineinander- oder aufeinandergeschobenen Schienenfahrzeugen
eingesetzt werden kann.
[0003] Mit einem solchen Spreizer ist es jedoch nicht möglich, entgleiste Schienenfahrzeuge
aufzugleisen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spreizer der eingangs genannten Art
so auszubilden, daß er auch das Aufgleisen entgleister Schienenfahrzeuge ermöglicht.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß jeder Spreizarm in Richtung
seiner Längsausdehnung eine Längsführung, eine auf ihr verschiebbare Führungstraverse
mit einem oberen Führungsteil, einem unteren Führungsteil und zwei gelenkigen Heberhaltungen
sowie einen Verschiebzylinder aufweist und daß zwei Heber zwischen den Heberhalterungen
der Führungstraversen angeordnet sind, wobei die Verschiebezylinder durch Verschieben
der Führungstraversen und die Heber durch Verschwenken der Führungstraversen die Schwenkbewegung
der Spreizarme erzeugen, und daß jeder Spreizarm mindestens eine kuppelbare Aufgleisbrücke
enthält.
[0006] Jeder Spreizarm weist einen Scharnierschenkel und eine Greifklaue auf.
[0007] Als Heber sind vorzugsweise Teleskopheber einsetzbar.
[0008] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der Spreizer mit drei höhenverstellbaren
Stützelementen ausgeführt sein.
[0009] Zweckmäßigerweise ist jedes Stützelement mit einer um eine senkrechte Achse schwenkbaren
Stützrolle versehen.
[0010] Mindestens einer Stützrolle ist eine Deichsel zugeordnet.
[0011] Der besondere Vorteil der Erfindung liegt außer der einfachen, universellen Verwendung
insbesondere weiterhin darin, daß der Spreizer auch zur Rettung von in Schienenfahrzeugen
eingeklemmten oder eingeschlossenen Personen einsetzbar ist.
[0012] Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel schematisch
dargestellt ist, näher beschrieben.
[0013] Es zeigt
Fig. 1 ein Räumgerät zum Auseinanderschieben von ineinander- oder aufeinandergeschobenen
Schienenfahrzeugen mit einem Spreizer, einem Pumpenaggregat, einem Steuerpult, vier
Verteilerventilen und vierzehn Verbindungsschläuchen im Grundriß,
Fig. 2 eine Ansicht des Spreizers in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt entsprechend der Linie 111-111 in Fig. 2 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 4 eine Teilansicht eines entgleisten Schienenfahrzeuges mit einem Schnitt durch
den Bahnkörper und mit Anordnung der beim Aufgleisen eingesetzten Einzelteile des
Spreizers.
[0014] Ein Spreizer 1 hat zwei schwenkbare Spreizarme 2, 3, die durch einen Scharnierbolzen
4 miteinander verbunden sind.
[0015] Jeder Spreizarm 2, 3 weist eine kuppelbare Aufgleisbrücke 5, 6 einen Scharnierschenkel
7, 8 und eine Greifklaue 9.10 auf. Zum Befestigen der Scharnierschenkel 7, 8 und der
Greifklauen 9, 10 sind insgesamt acht Schrauben 11 bis 18 angeordnet.
[0016] Auf jeder Aufgleisbrücke 5, 6 ist eine Führungstraverse 19, 20 verschiebbar angeordnet.
Beide Führungstraversen 19, 20 sind an je einen Verschiebezylinder 21, 22 angekuppelt.
[0017] Alle an den Führungstraversen 19, 20 vorhandenen Führungsflächen, die mit den Flanschen
23 bis 26 der Aufgleisbrücken 5, 6 in Berührung kommen, sind mit Kunststoff beschichtet,
wodurch ein niedriger Reibungskoeffizient erzielt wird.
[0018] Jede Führungstraverse 19, 20 wird gebildet aus einem oberen Führungsteil 27, 28,
einem unteren Führungsteil 29, 30 und sechs Schrauben 31 bis 36, 37 bis 42.
[0019] Jedes obere Führungsteil 27, 28 ist über ein Gelenk 43, 44 und eine Heberhalterung
45, 46 an einen Heber 47 angeschlossen. Dementsprechend ist auch jedes untere Führungsteil
29, 30 über ein Gelenk 48, 49 und eine Heberhalterung 50, 51 an einen Heber 52 angeschlossen.
[0020] Die Spreizbewegung der Spreizarme 2, 3 zum Auseinanderschieben der Schienenfahrzeuge
wird erzeugt durch die Heber 47, 52 und die Verschiebezylinder 21, 22.
[0021] Der von den Spreizarmen 2, 3 bestrichene Spreizwinkel 53 ist abhängig von dem Hub
der Heber 47, 52 und dem Abstand 54 der Führungstraversen 19, 20 von dem Scharnierbolzen
4.
[0022] Zum Abstützen des Spreizers 1 sind drei höhenverstellbare Stützelemente 55, 56, 57
angeordnet. Hierbei ist das erste Stützelement 55 an dem unteren Führungsteil 29,
das zweite 56 an dem unteren Führungsteil 30 und das dritte 57 an dem Scharnierschenkel
7 befestigt.
[0023] Jedes Stützelement 55, 56, 57 ist mit einer um eine senkrechte Achse 58, 59, 60 schwenkbaren
Stützrolle 61, 62, 63 ausgeführt. Der Stützrolle 63 ist eine Deichsel 64 zugeordnet.
[0024] Die Heber 47, 52 und die Verschiebezylinder 21, 22 werden von einem Steuerpult 65.gesteuert,
das über zwei Verbindungsschläuche 66, 67 mit einem Pumpenaggregat 68 verbunden ist.
[0025] Das Steuerpult 65 ist über zwölf Verbindungsschläuche 69 bis 80 und vier Verteilerventile
81 bis 84 an den Heber 47, 52 und die Verschiebezylinder 21, 22 angeschlossen.
[0026] Beim Aufgleisen eines entgleisten Schienenfahrzeuges 85 (Fig. 4) sind nur einige
Einzelteile des Spreizers 1 eingesetzt. Zum Einsatz kommen hier z. B. die Aufgleisbrücke
5, das obere Führungsteil 27, der Heber 47 und der Verschiebezylinder 21.
[0027] Der Heber 47, der mit seinem Fuß 86 auf dem oberen Führungsteil 27 steht, hebt zunächst
eine Fahrzeughälfte 87 über das Niveau der beiden Fahrschienen 88, 89. Danach wird
mit dem Verschiebezylinder 21 die hochgehobene Fahrzeughälfte 87 nach links geschoben,
bis die beiden Räder 90, 91 des Radsatzes 92 über den Fahrschienen 88, 89 stehen.
Anschließend senkt der Heber 47 die Fahrzeughälfte 87 ab, wodurch die Räder 90, 91
des Radsatzes 92 auf den Fahrschienen 88, 89 zur Auflage kommen.
1. Spreizer mit zwei schwenkbaren Spreizarmen und einem hydraulischen Antrieb, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Spreizarm (2, 3) in Richtung seiner Längsausdehnung eine
Längsführung, eine auf ihr verschiebbare Führungstraverse (19, 20) mit einem oberen
Führungsteil (27, 28), einem unteren Führungsteil (29, 30) und zwei gelenkigen Heberhalterungen
(45, 46, 50, 51) sowie einen Verschiebezylinder (21, 22) aufweist und daß zwei Heber
(47, 52) zwischen den Heberhalterungen (45, 46, 50, 51) der Führungstraversen (19,
20) angeordnet sind, wobei die Verschiebezylinder (21, 22) durch Verschieben der Führungstraversen
(19, 20) und die Heber (47, 52) durch Verschwenken der Führungstraversen (19, 20)
die Schwenkbewegung der Spreizarme (2, 3) erzeugen, und daß jeder Spreizarm (2, 3)
mindestens eine kuppelbare Aufgleisbrücke (5, 6) enthält.
2. Spreizer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Spreizarm (2, 3) einen
Scharnierschenkel (7, 8) und eine Greifklaue (9, 10) aufweist.
3. Spreizer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Heber (47, 52) Teleskopzylinder
sind.
4. Spreizer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er mit drei höhenverstellbaren
Stützelementen (55, 56, 57) ausgeführt ist.
5. Spreizer nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Stüzelement
(55, 56 57) mit einer um eine senkrechte Achse (58, 59, 60) schwenkbaren Stützrolle
(61, 62, 63) versehen ist.
6. Spreizer nach den Ansprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
einer Stützrolle (61, 62, 63) eine Deichsel (64) zugeordnet ist.
1. Spreader with two pivotable spreader arms and a hydraulic drive, characterised
in that each spreader arm (2, 3) comprises, in the direction of its lengthwise extension,
a longitudinal guide, a guide crosstie (19, 20) displaceable on the guide and having
an upper guide part (27, 28), a lower guide part (29, 30) and two jointed hoisting
mounts (45, 46, 50, 51), as well as a displacement cylinder (21, 22), and in that
two jacks (47, 52) are arranged between the hoisting mounts (45, 46, 50, 51) of the
guide crossties (19, 20), wherein the displacement cylinders (21, 22) produce the
pivotal movement of the spreader arms (2, 3) by displacement of the guide crossties
(19, 20) and the jacks (47, 52) by horizontal swinging of the guide crossties (19,
20), and in that each spreader arm (2, 3) includes at least one couplable re- railing
bridge (5, 6).
2. Spreader according to claim 1, characterised in that each spreader arm (2, 3) comprises
a hinged leg (7, 8) and a gripping claw (9,10).
3. Spreader according to claim 1, characterised in that the jacks (47, 52) are telescopic
cylinders.
4. Spreader according to claim 1, characterised in that it is equipped with three
height-adjustable support members (55, 56, 57).
5. Spreader according to claims 1 and 4, characterised in that each support member
(55, 56, 57) is provided with a support roller (61, 62, 63) pivotable about a vertical
axis (58, 59, 60).
6. Spreader according to claims 1, 4 and 5, characterised in that a tow shaft (64)
is associated with at least one support wheel (61, 62, 63).
1. Ecarteur comprenant deux bras d'écartement pivotants et une commande hydraulique,
caractérisé en ce que chaque bras d'écartement (2, 3) présente dans le sens longitudinal
un guide longitudinal, une traverse de guidage (19, 20) mobile sur lui, avec une partie
de guidage supérieure (27, 28), une partie de guidage inférieure (29, 30) et deux
supports d'élévateurs (45, 46, 50, 51) articulés, de même qu'un cylindre de manoeuvre
(21, 22), et en ce que deux élévateurs (47, 52) sont prévus entre les supports d'élévateurs
(45, 46, 50, 51) des traverses de guidage (19, 20), le mouvement de pivotement des
bras d'écartement étant produit par les cylindres de manoeuvre (21, 22), par déplacement
des traverses de guidage (19, 20), et par les élévateurs (47, 52) par écartement des
traverses de guidage (19, 20), et en ce que chaque bras d'écartement (2, 3) comprend
au moins un pont d'enraillement pouvant être accouplé (5, 6).
2. Ecarteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque bras d'écartement
(2, 3) présente une branche articulée (7, 8) et une griffe de préhension (9, 10).
3. Ecarteur suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les élévateurs 47, 52
sont des cylindres téléscopiques.
4. Ecarteur suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est réalisé avec trois
éléments supports (55, 56, 57) pouvant être réglés en hauteur.
5. Ecarteur suivant les revendications 1 et 4, caractérisé en ce que chaque élément
support (55, 56, 57) comporte un galet support (61, 62, 63) pouvant pivoter sur un
axe vertical (58, 59, 60).
6. Ecarteur suivant les revendications 1, 4 et 5, caractérisé en ce qu'un timon (64)
est adapté à au moins un galet support (61, 62, 63).