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EP 0 121 675 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.07.1987 Patentblatt 1987/28 |
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Anmeldetag: 08.02.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B41F 23/08 |
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Vorrichtung an Druckmaschinen mit einer Lackvorrichtung zum Lackieren von Druckbögen
Printing press with lacquering device for sheets
Machine à imprimer avec dispositif de laquage pour feuilles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
02.04.1983 DE 3312128
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.10.1984 Patentblatt 1984/42 |
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Anmelder: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Höll, Roland
D-6108 Weiterstadt (DE)
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Vertreter: Marek, Joachim, Dipl.-Ing. |
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c/o MAN Roland Druckmaschinen AG
Patentabteilung/FTB S,
Postfach 10 12 64 63012 Offenbach 63012 Offenbach (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Vorrichtung an Druckmaschinen mit einer Lackvorrichtung zum Lackieren von Druckbögen,
insbesondere an Mehrfarbendruckmaschinen bei der der Lack aus einem Lackbehälter über
Walzen einem Lackauftragzylinder zuführbar ist.
[0002] Bei Druckmaschinen, die nach dem Druckvorgang lackieren, besteht bei Druckunterbrechung
bzw. Druckabstellung jeweils die Gefahr, daß in kurzer Zeit die Restlackflüssigkeit
auf den Druckmaschinenteilen, die während des Lackierens mit Lack in Berührung kommt,
festklebt bzw. antrocknet. Ein aufwendiges Waschen der am Lackieren beteiligten Druckmaschinenteile
muß deshalb bei jeder Druckunterbrechung vorgenommen werden.
[0003] In der DE-AS 2 608 661 ist eine Vorrichtung zum Bedrucken und anschließenden Trocknen
von Bogen in einem Greiferschluß bekannt geworden. Das Bedrucken ist, wie in Fig.
1 erkennbar, mit einem Lackzuführwerk auf einen Formzylinder möglich. Der lackierte
Bogen durchfährt im gleichen Greiferschluß einen Trockner.
[0004] Bei einer Druckunterbrechung trocknet der auf dem Walzenzug zum Formzylinder befindliche
Lack ziemlich rasch an. Die vorhandene Wärme des Trockners beschleunigt diesen Vorgang
wesentlich.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
bei Druckabstellung oder Druckunterbrechung den Lackfilm auf eine Restschichtdicke
zu verringern, so daß die Druckbögen bei einem neuen Druckbeginn nicht mehr durch
den Lack auf den Maschinenteilen festkleben.
[0006] Die Lösung der gestellten Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs 1 erreicht.
[0007] Die Kastenwalze ist nach Druckabstellung und Druckunterbrechung mittels eines veränderbaren
elektrischen Vorwahlzählers zeitlich unterschiedlich abstellbar, so daß ab diesem
Zeitpunkt kein zusätzlicher Lack aus dem Lackbehälter gefördert wird.
[0008] Dies erfolgt je nach Maschinentyp zunächst nach Druckunterbrechung an Maschine I.
Dabei fällt ein Schütz ab und über zwei geschlossene Kontakte erhält der im Schaltpult
eingebaute Vorwahlzähler an seinem Zähleingang Zählimpulse von einem Abfrageschalter.
[0009] Nach erreichen des vorgewählten Wertes schaltet der Vorwahlzähler ein Magnetventil
ab, so daß die Kastenwalze abgestellt wird.
[0010] Das vorzeitige Abstellen der Kastenwalze verhindert, daß von dieser Zeit an zusätzlicher
Lack auf die Walzen gefördert wird, so daß eine definierte Lackmenge auf den beim
Lackieren benötigten Walzen vorhanden ist. Der Vorwahlzähler ist dabei so eingestellt,
daß die auf den Walzen verbliebene Lackmenge von den Restbögen, die noch die Druckmaschine
durchlaufen, auf eine minimale Restschichtdicke reduziert wird, so daß bei einem späteren
neuen Druckbeginn die neu einlaufenden Druckbögen nicht auf den Walzen, dem Plattenzylinder
bzw. dem Gummituch festkleben können.
[0011] Der Vorwahlzähler kann auf unterschiedliche Zeiten eingestellt werden, dies wird
erreicht durch Zählimpulse die vom Abfrageschalter vorgegeben werden. Durch Variieren
der Zeit am Vorwahlzähler kann die Restschichtdicke auf den Walzen, dem Plattenzylinder
bzw. Gummituch verändert werden, in besonders vorteilhafter Weise so, daß ein Reinigen
der Walzen bzw. Waschen nach einer Druckunterbrechung nicht mehr erforderlich ist.
[0012] Dies führt zu einer besonders günstigen Verkürzung der Stillstandszeiten der Druckmaschine
und damit zu einem kostengünstigen Drucken.
[0013] Weitere Vorteile und wesentliche Merkmale der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Figurenbeschreibung in Verbindung mit den schematisch im Schnitt
dargestellten Ausführungsbeispielen hervor.
[0014] Es zeigt :
Figur 1 eine Mehrfarbendruckmaschine mit einem vom Vorwahlzähler abstellbaren Lackwerk.
Figur 2 eine Druckmaschine mit umstellbarem Feucht- bzw. Lackwerk.
Figur 3 eine Druckmaschine mit einem speziellen Lackwerk.
[0015] In der Fig. 1 ist eine Lackvorrichtung 1 vorgesehen, die von einem ersten Druckturm
4 mit einem Vorwahlzähler 5 abstellbar ist. Die Lackvorrichtung 1 besteht aus einem
Lackvorrat 6, einer Lackwalze 12 und einer Dosierwalze 23. Die Lackwalze 12 überträgt
den Lack auf einen Lackauftragzylinder 9 und dieser auf Druckbögen 4.1, welche über
einen Zylinder 15 in Richtung des Auslegers 22 transportiert wird. Je nachdem welche
Zeit bzw. welcher Maschinentakt am Vorwahlzähler 5 eingestellt ist, werden bei Druckunterbrechung
von einem Anleger 21 unterschiedlich viele Druckbögen 4.1 der Lackvorrichtung 1 noch
zugeführt. Erfahrungsgemäß reichen ca. drei Druckbögen 4.1 aus, um den Lackauftragzylinder
9, die Lackwalze 12 und die Dosierwalze 23 vom Lack so frei zu machen, daß nach der
Druckunterbrechung, bei Wiederbeginn des Druckens die neu einlaufenden Druckbögen
4.1 nicht auf den Walzen festkleben.
[0016] Der Restlack, der sich auf den Walzen befindet, besitzt hierbei eine solche geringe
Filmdicke, so daß der frische Lack bei neuem Druckbeginn die geringe Filmschicht nach
kurzer Zeit auflöst. Ein Waschen der Lackvorrichtung 1 kann somit bei Kurzzeitstoppern
entfallen, was zu wesentlich verkürzten Stillstandszeiten der Mehrfarbendruckmaschine
führt.
[0017] Die Abstellung der Lackwalze 12 mittels des Vorwahlzählers 5 wird schaltungstechnisch
wie folgt erreicht.
[0018] Bei Störungen des Druckvorgangs erfolgt zunächst die Druckabstellung an dem Druckturm
4. Dabei bekommt über eine Schützschaltung der Vorwahlzähler 5 an seinem Zähleingang
Impulse von einem Abfrageschalter. Die Impulse werden rückwärts zählend vom eingestellten
Wert des Vorwahlzählers 5 auf Null gezählt. Nach Erreichen des vorgewählten Wertes
(1-10 Druckbögen) schaltet der Vorwahlzähler 5 ein Magnetventil der pneumatischen
Abstellung der Lackwalze 12, so daß diese vom Lackauftragzylinder 9 abgestellt wird.
[0019] Fig. 2 zeigt einen Druckturm 19 einer Druckmaschine, bei dem ein Werk als Lackvorrichtung
2 ausgestaltet ist. Dieses besteht aus einem Lackbehälter 7, einem Lackauftragzylinder
10 und einem Zylinder 16 innerhalb des Druckturms 19. Der Lack wird beim Lackieren
vom Zylinder 16 auf einen Gummizylinder 16.1 übertragen. Als besonders vorteilhaft
hat sich das Lackabtragen am Gummizylinder 16.1 erwiesen, da es beim Dispersionslack
jeweils sehr schwierig war, bei Kurzzeitstoppern der Maschine den Gummizylinder 16.1
zu reinigen.
[0020] Die Abschaltung über den Vorwahlzähler 5 erfolgt bei der Lackvorrichtung durch Abschwenken
der Lackvorrichtung 2 vom Lacktransport in Richtung Lackauftragzylinder 10 bzw. den
Zylindern 16, 16.1.
[0021] In der Fig. 3 ist eine Lackvorrichtung 3 eines Druckturms 20 dargestellt, bestehend
aus einer Lackwalze 14 mit Dosierwalze 24 und einem Lackbehälter 8 sowie einem Lackauftragzylinder
11, welcher den Lack auf einen mit einem Gummituch bespannten Zylinder 17 überträgt.
Mit dem Zylinder 17 kann vollflächig oder ausgespart lackiert werden. In dieser Ausführung
ist der Druckturm 20 der letzte Druckturm einer Mehrfarbendruckmaschine und wird vom
Vorwahlzähler 5 der ersten Maschine aus angesteuert.
[0022] Das Steuersignal bei Druckabstellung oder Druckunterbrechung zum vorzeitigen Abstellen
der Lackvorrichtung 3 bewirkt über eine pneumatische Abstellvorrichtung das Abschwenken
der Lackwalze 14 vom Lackauftragzylinder 11. Je nach Einstellung des Vorwahlzählers
5 am nicht dargestellten ersten Druckturm 4 werden nach dem Abschwenken der Lackvorrichtung
3 unterschiedlich viele Druckbögen 4.1 am Zylinder 17 vorbeigeführt. Die Anzahl der
Druckbögen 4.1 bzw. die eingestellte Zeit am Vorwahlzähler 5 richtet sich unter anderem
nach der Größe der Lackübertragungsfläche bzw. Viskosität des Lackes oder der Anzahl
der beim Lackieren benötigten und im Eingriff miteinander stehenden Walzen.

1. Vorrichtung an Druckmaschinen mit einer Lackvorrichtung zum Lackieren von Druckbögen,
insbesondere an Mehrfarbendruckmaschinen bei der der Lack aus einem Lackbehälter über
Walzen einem Lackauftragzylinder zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei Druckabstellung
oder auf Grund eines Störsignales von einer der der Lackvorrichtung (1, 2, 3) vorgeschalteten
Druckmaschinen ein einstellbarer Vorwahlzähler (5) ansteuerbar ist, durch den nach
einstellbarer Zeit bzw. einstellbarem Maschinentakt eine Einrichtung zur Abstellung
des Lacktransportes von dem Lackbehälter (6, 7, 8) zum Lackauftragzylinder (9, 10,
11) derart unterbrechbar ist, daß jeweils nach Unterbrechung der Lackzufuhr noch eine
bestimmte vorwählbare Anzahl von Druckbögen (4.1) der Lackvorrichtung (1, 2, 3) zuführbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackvorrichtungen
(1, 2, 3) Lackwalzen (12, 13, 14) aufweisen, welche mittels des Vorwahlzählers (5)
abstellbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwahlzähler
(5) von einem Anleger (21) ansteuerbar ist, wobei an Zylindern (15, 16, 17) der Drucktürme
(19, 20) bei Druckabstellung des Druckturmes (4) mindestens drei Druckbögen (4.1)
vorbeiführbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackauftragwalzen
(12, 13, 14) pneumatisch mittels einer Schützschaltung und dem Vorwahlzähler (5) von
den Zylindern (15, 16, 17) abstellbar sind.
1. Arrangement on printing presses with a lacquering device for lacquering printed
sheets, particularly on multi-colour printing presses, in which tha lacquer can be
fed from a lacquer container via rollers to a lacquer application cylinder, characterised
in that on throwing off the print or on the basis of an interrupt signal from one
of the printing units upstream of the lacquering device (1, 2, 3) an adjustable pre-selector
counter (5) is controllable, by means of which, after an adjustable time or an adjustable
number of machine cycles, a device for the throwing off of the lacquer transport from
the lacquer container (6, 7, 8) to the lacquer application cylinder (9, 10, 11) can
be interposed in such a fashion that at each case after interruption of the lacquer
feed there are still fed a certain pre-selected number of printed sheets (4.1) to
the lacquering device (1, 2, 3).
2. Arrangement according to claim 1 characterised in that the lacquering devices (1,
2, 3) have lacquering rollers (12, 13, 14) which can be thrown off by means of the
pre-selecting counter (5).
3. Device according to claim 1 and 2 characterised in that the pre-selector counter
(5) is controllable from a feeder (21), wherein at cylinders (15, 16, 17) of the printing
units (19, 20), on throwing off the print of the printing unit (4), at least three
printed sheets (4.1) can be fed past.
4. Device according to claims 1 to 3 characterised in that the lacquer application
rollers (12, 13, 14) can be throwm off from the cylinders (15, 16, 17) pneumatically
by means of a protective circuit and the pre-selector counter (5).
1. Dispositif pour machines imprimantes comportant un dispositif de laquage pour laquer
des feuilles, en particulier pour des machines imprimantes polychromes dans lesquelles
la laque peut être fournie, d'un conteneur de laque, à un cylindre d'application de
laque par l'intermédiaire de rouleaux, caractérisé en ce que, lors de l'arrêt de l'impression
ou en raison d'un signal de dérangement d'une des machines imprimantes associées au
dispositif de laquage (1, 2, 3), un compteur de présélection réglable (5) peut être
excité, grâce auquel, après une durée réglable ou un cycle de machine réglable, un
dispositif peut être coupé pour l'arrêt du transfert de laque du conteneur de laque
(6, 7, 8) au cylindre d'application de laque (9, 10, 11) de façon que, à chaque fois,
après l'interruption de l'alimentation en laque, un nombre, pouvant être présélectionné,
déterminé de feuilles (4.1) peut être encore fourni au dispositif de laquage (1, 2,
3).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dispositifs de laquage
(1, 2, 3) comportent des rouleaux de laquage (12, 13, 14) lesquels peuvent être arrêtés
au moyen du compteur de présélection (5).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le compteur de
présélection (5) peut être excité par un margeur (21), par quoi au moins trois feuilles
(4. 1) peuvent être amenées aux cylindres (15, 16, 17) des tours d'impression (19,
20) lors d'un arrêt de la tour d'impression (4).
4. Dispositif selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les rouleaux d'application
de laque (12,13,14) peuvent être écartés pneuma- tiquement au moyen d'un système protecteur
et du compteur de présélection (5) des cylindres (15, 16, 17).

