[0001] Die Erfindung betrifft eine Hebevorrichtung für elektrische Tauchpumpeneinheiten,
insbesondere zur Anwendung bei tiefen Schächten, bestehend aus einem flexiblen Zugelement,
einem Antrieb zum Heben und Senken des Zugelements sowie einem am unteren Ende des
Zugelements angeordneten Kupplungsteil, das selbsttätig mit einem entsprechenden,
an der Tauchpumpeneinheit vorgesehenen Verbindungselement verbindbar und von diesem
lösbar ist.
[0002] Zum Absenken und Anheben der Tauchpumpeneinheiten werden lange Ketten oder Drahtseile
verwendet, die fest mit der Tauchpumpeneinheit verbunden sind. Wenn die Tauchpumpeneinheit
abgesenkt ist, wird die Kette bzw. das Drahtseil am oberen Rand des Schachtes befestigt
und bleibt ständig mit der Tauchpumpeneinheit in Verbindung. Zum Herausheben der Tauchpumpeneinheit
aus dem Schacht wird die Kette an einem Hebezeug befestigt und dann zusammen mit der
Tauchpumpeneinheit aus dem Schacht herausgezogen. Die fest angeordneten langen Ketten
bzw. Drahtseile stellen einerseits einen erheblichen Kostenfaktor dar, denn jede Tauchpumpeneinheit
muß mit einer Kette bzw. einem Drahtseil verbunden sein, und zum anderen lassen sich
die Ketten bzw. Drahtseile schwer handhaben. In der Regel stehen nur Hebezeuge mit
einem Hub von bis zu 3 m zur Verfügung, so daß beim Heraufziehen von Tauchpumpeneinheiten
aus tiefen Schächten ein häufiges Umsetzen erforderlich ist. Ferner sind die üblichen
Stahlketten bzw. Drahtseile, die man normalerweise für Tauchpumpen einsetzt, korrosionsempfindlich.
[0003] Aus der DE-OS 28 49 887 ist eine Hebevorrichtung der eingangs genannten Art bekannt,
bei der das Zugelement nach dem Herablassen der Tauchpumpeneinheit in einen Schacht
von dieser lösbar ist und zum Heraufholen einer Tauchpumpeneinheit selbsttätig mit
dieser kuppelbar ist. Eine derartige Hebevorrichtung, die nicht mit der Tauchpumpeneinheit
in Verbindung zu bleiben braucht, kann zwar zur Bedienung mehrerer Tauchpumpeneinheiten
verwendet werden, jedoch ist ein erheblicher Aufwand erforderlich, um das Kupplungsteil
der Hebevorrichtung gezielt zu der Tauchpumpeneinheit hinabzuführen. Zur Führung des
Kupplungsteils müssen gesonderte Rohrführungen vorgesehen sein.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hebevorrichtung zu schaffen, deren
Kupplungsteil sich leicht und selbsttätig an dem an der Tauchpumpeneinheit vorgesehenen
Verbindungselement befestigen und sich ebenso leicht von diesem wieder lösen läßt
und das ohne größeren Aufwand gezielt zu dem Verbindungselement hinabgeführt werden
kann.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das an dem Zugelement angeordnete
Kupplungsteil eine Öse aufweist, die das zu dem Elektromotor der Tauchpumpeneinheit
hinabgeführte Elektrokabel mit Spiel umgreift, und daß das an der Tauchpumpeneinheit
vorgesehene Verbindungselement in unmittelbarer Nähe des Elektrokabels angeordnet
ist.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Hebevorrichtung ist keine gesonderte Führung erforderlich,
denn zur Führung des Kupplungsteils wird das ohnehin vorhandene, zu der Tauchpumpeneinheit
hinabführende Elektrokabel verwendet. Da das Verbindungselement in unmittelbarer Nähe
des Elektrokabels an dem Tauchpumpengehäuse angeordnet ist, wird das an dem Zugelement
vorhandene Kupplungsteil automatisch zu dem Verbindungselement geführt und kann mit
diesem auf verschiedene Weise automatisch gekuppelt werden.
[0007] Vorzugsweise umgibt das an der Tauchpumpeneinheit vorgesehene Verbindungselement
das Elektrokabel und weist an seinem Außenrand eine umlaufende Hinterschneidung auf.
Auf diese Weise ist ein leichtes und gezieltes Kuppeln und Lösen möglich.
[0008] Das an der Tauchpumpeneinheit vorgesehene Verbindungselement kann dabei pilzkopfförmig
ausgebildet sein und eine zentrische Durchgangsöffnung für das Elektrokabel aufweisen.
Darüber hinaus kann das Verbindungselement an seiner Oberseite kegelstumpfförmig abgeschrägt
sein, wodurch der Einrastmechanismus noch verbessert wird.
[0009] Das an dem Zugelement vorgesehene Kupplungsteil kann ein Tragteil mit einer mittigen
Öffnung als Öse zur Durchführung des Elektrokabels aufweisen, wobei an dem Tragteil
mindestens zwei Kupplungshaken angelenkt sind, die hinter der an dem Verbindungselement
vorgesehenen Hinterschneidung einrasten.
[0010] Zur Erleichterung des Einrastens und Lösens der Kupplungshaken können diese wahlweise
in die Öffnungs-oder Schließlage vorspannbar sein. Die Vorspannung kann dabei durch
verstellbare Gegengewichte auf sehr einfache Weise aufgebracht werden.
[0011] Alternativ kann das an dem Zugelement vorgesehene Kupplungsteil auch als geschlossener
Bügel ausgebildet sein, der das Elektrokabel umgreift und einseitig hinter die Hinterschneidung
des an der Tauchpumpeneinheit vorgesehenen Verbindungsteils einrasten kann.
[0012] Auch dieser Bügel kann mit einem verstellbaren Gegengewicht versehen sein, mit dem
er in eine Kupplungs-und eine Öffnungslage vorspannbar ist.
[0013] Bei sämtlichen Ausführungsformen kann das an der Tauchpumpeneinheit vorgesehene Verbindungselement
mit einer Zugentlastung für das Elektrokabel versehen sein.
[0014] Um die an dem Kupplungsteil vorgesehene Öse leicht um das Elektrokabel herumlegen
zu können, ist diese vorzugsweise mit einem seitlichen verschließbaren Durchgang zum
Einstecken des Elektrokabels versehen, so daß die Öse ohne weiteres mit dem Elektrokabel
verbunden und von diesem wieder gelöst werden kann.
[0015] Um die Führung der Öse auf dem Elektrokabel zu erleichtern, sollte dieses zumindest
beim Heraufziehen bzw. Herablassen des Kupplungsteil straff nach oben gespannt sein.
Zu diesem Zweck kann im Bereich des oberen Schachtendes ein Spannelement zum Haltern
und gleichzeitigen Vorspannen des Elektrokabels vorgesehen sein.
[0016] Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht und im nachstehenden
im einzelnen anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine zum Teil aufgebrochen dargestellte Seitenansicht des Kupplungsteils der
erfindungsgemäßen Hebevorrichtung und des Elektromotors der Tauchpumpeneinheit;
Fig. 2 eine Ansicht aus Richtung des Pfeiles 2 auf den Kupplungsteil nach Fig. 1;
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende, jedoch nicht aufgebrochen dargestellte Teilseitenansicht
des in Fig. 1 veranschaulichten Kupplungsteils;
Fig. 4 eine zum Teil aufgebrochen dargestellte Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform
des Kupplungsteils in Verbindung mit einem Elektromotor einer Tauchpumpeneinheit und
Fig. 5 eine Ansicht aus Richtung des Pfeiles 5 in Fig. 4.
[0017] Ein als Ganzes mit 1 bezeichnetes Kupplungsteil umfaßt ein Tragteil 2 , das ein zum
Elektromotor 3 der Tauchpumpeneinheit 4 hinabgeführtes Elektrokabel 5 mit Spiel umgreift.
Das Tragteil 2 besteht zu diesem Zweck aus zwei U-förmig ausgebildeten Hälften 6 und
7, die eine Öse bilden und das Elektrokabel umschließen. Um das Elektrokabel 5 während
des Hinabführens des Kupplungsteils zur abgesenkten Tauchpumpeneinheit 4 bzw. beim
Heraufziehen nicht zu beschädigen, sind sowohl die Innenseiten der Schenkel der U-förmigen
Hälften 6 und 7 als auch deren Stege mit einem Polster 8 ausgekleidet. Durch Bohrungen
in den Stegen der U-förmigen Hälften 6 und 7 erstrecken sich Achsen 9 und 10, auf
denen je ein Kupplungshaken 11 bzw. 12 in der Aussparung zwischen den U-Schenkeln
sitzt. Jede der Achsen 9 und 10 überragt einen Schenkel der U-förmigen Hälfte 6 bzw.
7 und trägt einen Anschlagstift 20. Ringe 13 und 14 sind an gegenüberliegenden Seiten
des Tragteils 2 auf den Achsen 9 bzw. 10 angeordnet. Von den Ringen erstrecken sich
in radialer Richtung Stäbe 15 bzw. 16, auf denen Gegengewichte 17 bzw. 18 angeordnet
sind. Durch Verschwenken der die Gegengewichte tragenden Stäbe 15 und 16 aus der in
Fig. 1 in ausgezogenen Linien dargestellten Lage in jene, die strichpunktiert veranschaulicht
ist, werden die zugeordneten Kupplungshaken über die Achsen 9, 10 vorgespannt. Die
Schwenkbewegung der Stäbe ist dabei durch eine Aussparung 19 in den Ringen 13 bzw.
14, in die der jeweilige Anschlagstift 20 eingreift, begrenzt. Durch die Gegengewichte
können die Kupplungshaken 11, 12 in die Öffnungs- oder in die Schließlage vorgespannt
werden, wie dies später näher erläutert werden wird.
[0018] Zum Anbringen des Tragteils 2 an einem flexiblen Zugelement ist das Tragteil 2 an
der den Kupplungshaken 11 und 12 abgewandten Seite mit zwei Laschen 21 und 22 versehen,
die sich von den gegenüberliegenden Enden der U-förmigen Hälften 6, 7 aus schräg aufwärts
zur Mitte des Tragteils hin erstrecken. Die freien Enden der Laschen 21 und 22 sind
durch einen Bolzen 23 miteinander verbunden, der eine den Eingriff eines Hakens des
flexiblen Zugelementes ermöglichende Tragöse 24 trägt. Um das durch das Tragteil 2
verlaufende Elektrokabel 5 reibungslos zu führen, ist auf dem die Laschen 21, 22 verbindenden
Bolzen 23 eine Walze 25 drehbar gelagert.
[0019] Das Kupplungsteil 1 wirkt mit einem an der Tauchpumpeneinheit 4, nämlich am oberen
Ende des Elektromotors 3,angeordneten Verbindungselement 26 zusammen. Das Verbindungselement
26, das mit einer mittigen Durchgangsöffnung 26' versehen ist, umgibt das Elektrokabel
5, so daß das Kupplungsteil 1, wenn es an dem Elektrokabel 5 zu der Tauchpumpeneinheit
4 in einen in der Zeichnung nicht dargestellten Schacht hinabgleitet, selbsttätig
zu dem Verbindungselement 26 hingeführt wird. Das Verbindungselement 26 weist eine
pilzkopfförmige Gestalt auf und ist an seinem nach oben weisenden Ende kegelstumpfförmig
ausgebildet. Dabei ist an dem unteren Ende des kegelstumpfförmigen Teiles des Verbindungselementes
26 eine Hinterschneidung 27 ausgebildet, hinter die die Kupplungshaken 11 und 12 einrasten
können, damit die Tauchpumpeneinheit über das flexible Zugelement und das von diesem
getragene Kupplungsteil 1 mit Hilfe eines nicht dargestellten Hebezeuges aus dem Schacht
herausgehoben bzw. in den Schacht abgesenkt werden kann.
[0020] Um ein Abgleiten der Kupplungshaken 11 und 12 von dem Verbindungselement 26 zu verhindern,
sind Sicherungsstege 31 und 32 vorgesehen, die um 90
0 zu den Kupplungshaken versetzt angeordnet sind. Die Sicherungs
- stege sitzen an Blechen 28 bzw. 29, die die gegeneinander gerichteten Schenkel der
U-förmig gestalteten Hälften 6, 7 des Tragteils 2 miteinander verbinden. Die Bleche
28 bzw. 29 sind durch Befestigungselemente 30 mit den zugeordneten Enden der Schenkel
der Hälften 6 und 7 verbunden. Die Sicherungsstege 31 und 32 bewirken beim Hinunterführen
des Kupplungsteils 1 längs des Elektrokabels 5 ein weiteres Zentrieren des Tragteils
und ein Ausrichten gegenüber dem Verbindungselement 26. Nach dem Einrasten der Kupplungshaken
11 und 12 hinter die Hinterschneidung verhindern die Sicherungsstege 31 und 32 eine
seitliche Bewegung des Kupplungsteils 1 relativ zum Verbindungselement 26.
[0021] Darüber hinaus wird durch eine lösbare Befestigung von mindestens einem der Bleche
28 bzw. 29 ein seitlich verschließbarer Durchgang geschaffen, der in einfachster Weise
das Einführen des Elektrokabels 5 in das Tragteil 2 ermöglicht.
[0022] Fig. 4 und 5 zeigen eine andere Ausführungsform des Kupplungsteils. In dieser Ausführungsform
ist das als Ganzes mit 33 bezeichnete Kupplungsteil als geschlossener Bügel ausgebildet,
der das Elektrokabel 5 umgreift und einseitig hinter die Hinterschneidung 27 des Verbindungselementes
26 der Tauchpumpeneinheit 4 einrastbar sind. Das Kupplungsteil 33 umfaßt ein mit einer
Tragschlaufe 34 versehenes Tragelement 35, das, wie Fig. 5 zeigt, etwa T-förmig gestaltet
ist. Durch den Balken des T-förmigen Tragelementes 35 erstreckt sich ein Bolzen 36,
der zur Befestigung der freien Enden des eine geschlossene Öse bildenden Bügels 37
dient. Von dem die Tragschlaufe 34 tragenden Steg des U-förmigen Tragelementes 35
aus erstreckt sich ein Stab 38, auf dem ein Gegengewicht 39 angeordnet ist. Zum Anbringen
eines von einem flexiblen Zugelement getragenen Hakens ist durch die Tragschlaufe
34 ein größerer Tragring 40 hindurchgeführt. Um die auf das Tragelement wirkende Vorspannung
ändern zu können, kann entweder der Stab 38 einschließlich Gegengewicht 39 von dem
Tragelement abnehmbar, oder das Gegengewicht auf dem Stab verschiebbar sein.
[0023] Soll eine Tauchpumpeneinheit in einen tiefen Schacht hinabgelassen werden, wird bei
Verwendung des in Fig. 1 bis 3 veranschaulichten Ausführungsbeispiels eines der Bleche
28, 29 entfernt bzw. einseitig gelöst und das zum Motor 3 der Tauchpumpeneinheit führende
Elektrokabel 5 in den zwischen den Schenkeln des Tragteils entstandenen Schlitz in
das Tragteil eingeführt. Danach wird das gelöste Blech wieder mittels der Befestigungselemente
angebracht. Nunmehr kann ein an einem flexiblen Zugelement befestigter Haken in die
Tragöse 24 des Kupplungsteils 1 eingehakt werden. Das Kupplungsteil wird dann auf
das Verbindungselement 26 der Tauchpumpeneinheit abgesenkt, und die Kupplungshaken
11 und 12 werden hinter die Hinterschneidung 27 des Verbindungselementes 26 eingerastet.
[0024] Nach dem Einrasten der Kupplungshaken 11 und 12 werden die Gegengewichte in die in
Fig. 1 mit strichpunktierten Linien dargestellte Lage, also einwärts, geschwenkt,
wobei sich das andere Ende der,Aussparurig 19 gegen den Anschlagstift 20 legt. Damit
spannen die Gegengewichte die beiden Kupplungshaken 11 und 12 in die Öffnungsrichtung
vor.
[0025] Nunmehr kann die Tauchpumpeneinheit an die gewünschte Stelle in den Schacht abgesenkt
werden. Ist die Tauchpumpeneinheit auf dem Boden des Schachtes abgesetzt, und wird
das Kupplungsteil 1 weiter abgesenkt, so können die in Öffnungsrichtung vorgespannten
Kupplungshaken aus der Hinterschneidung ausrasten, so daß das Kupplungsteil 1 mit
Hilfe des flexiblen Zugelementes längs des Elektrokabels 5 wieder aufwärts bewegt
werden kann. Danach wird das Elektrokabel 5 wieder nach dem Lösen eines Bleches aus
dem Tragteil 2 entfernt und das Kupplungsteil ist für einen neuen Arbeitsgang bereit.
[0026] Soll eine auf dem Boden eines tiefen Schachtes stehende Tauchpumpeneinheit mittels
des in Fig. 1 bis 3 dargestellten Kupplungsteils aus dem Schacht herausgehoben werden,
so werden die Kupplungshaken 11 und 12 des Kupplungsteiles in SchLießrichtung vorgespannt,
indem beide Gegengewichte auswärts in die in Fig. 1 in ausgezogenen Linien dargestellte
Lage verschwenkt werden. Danach wird das Kupplungsteil entlang dem Elektrokabel 5
durch Absenken des flexiblen Zugelementes in den Schacht zur Tauchpumpeneinheit hinabgeführt.
Erreichen die Kupplungshaken 11 und 12 das kegelstumpfförmig geformte obere Ende des
Verbindungselementes 26 der Tauchpumpeneinheit, gleiten die freien Enden der Kupplungshaken
über den konischen Bereich des Verbindungselementes und rasten nach dem überschreiten
des unteren Randes in die Hinterschneidung ein. Nach dem Einrasten der Kupplungshaken
sichern die Führungs- und Sicherungsstege 31 und 32 das Kupplungsteil gegen ein seitliches
Abgleiten. Sind die Kupplungshaken fest in die Hinterschneidung eingerastet, so kann
durch Heben des flexiblen Zugelementes das Kupplungsteil und die mit diesem verbundene
Tauchpumpeneinheit aus dem Schacht herausgehoben werden.
[0027] Soll eine Tauchpumpeneinheit unter Verwendung der in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform
des Kupplungsteils in einen Schacht abgesenkt werden, wird der Bügel 37 durch Herausziehen
des Bolzens 36 aus dem Tragelement 35 von diesem gelöst und um das Elektrokabel der
abzusenkenden Tauchpumpeneinheit herumgelegt und wieder durch Einbringen des Bolzens
36 in das Tragelement 35 mit dem Kupplungsteil 33 verbunden. In den Ring 40 des Kupplungsteils
wird ein Haken eines flexiblen Zugelementes eingesetzt und der Bügel 37 hinter die
Hinterschneidung des Verbindungselementes an der Tauchpumpeneinheit eingerastet. Dabei
stützt sich der Balken des T-förmig gestalteten Tragelementes 35 an der der Einrastung
des Bügels 37 entgegengesetzten Seite des kegelstumpfartigen oberen Endes des Verbindungselementes
26 ab.
[0028] Zum Vorspannen des Kupplungsteils in die Öffnungsrichtung muß die Stange 38 in das
Tragelement 35 eingeschoben werden, so daß das Gegengewicht 39 bestrebt ist, den Bügel
37 aus der Hinterschneidung des Verbindungselementes auszurasten, sobald kein Zug
am Tragelement 35 mehr ausgeübt wird.
[0029] Nunmehr kann die Tauchpumpeneinheit durch Herablassen des flexiblen Zugelementes
in den Schacht abgesenkt werden. Hat die Tauchpumpeneinheit den Boden des Schachtes
erreicht und senkt sich das flexible Zugelement etwas weiter ab, hebt das Gegengewicht
39 den Bügel 37 aus der Hinterschneidung heraus, da das Gegengewicht das Kupplungsteil
33 um den Ring 40 in der Tragschlaufe 34 verschwenkt. Nunmehr kann das flexible Zugelement
gehoben werden, wobei sich der das Elektrokabel umgreifende Bügel längs des Kabels
aufwärts bewegt.
[0030] Soll eine Tauchpumpeneinheit vom Boden eines Schachtes heraufgezogen werden, wird
das Kupplungsteil 33 nach dem Einbringen des Elektrokabels in den eine Öse bildenden
Bügel 37und nach dem Entfernen der Stange 38 mit dem Gegengewicht 39 vom Tragelement
35 längs des Elektrokabels in den Schacht abgesenkt, bis der Bügel 37 über den konischen
Bereich des Verbindungselementes gleitet, dessen unteren Rand überschreitet und in
die Hinterschneidung einrastet. Da das Gewicht des Bügels 37 das Kupplungsteil 33
so zu verschwenken trachtet, daß der untere Teil des Bügels 37 fest am Verbindungselement
26 anliegt, kann sich der Bügel 37 auch beim Anheben, also beim Herausziehen der Tauchpumpeneinheit
aus dem Schacht, nicht vom Verbindungselement lösen. Die Tauchpumpeneinheit kann somit
sicher aus dem tiefen Schacht heraufbewegt werden.
1. Hebevorrichtung für elektrische Tauchpumpeneinheiten, insbesondere zur Anwendung
bei tiefen Schächten, bestehend aus einem flexiblen Zugelement, einem Antrieb zum
Heben und Senken des Zugelementes sowie einem am unteren Ende des Zugelementes angeordneten
Kupplungsteil, das selbsttätig mit einem entsprechenden, an der Tauchpumpeneinheit
vorgesehenen Verbindungselement verbindbar und von diesem lösbar ist, dadurch gekennzeichnet
, daß das an dem Zugelement angeordnete Kupplungsteil (1; 33) eine Öse (2; 37) aufweist,
die das zu dem Elektromotor (3) der Tauchpumpeneinheit (4) hinabgeführte Elektrokabel
(5) mit Spiel umgreift, und daß das an der Tauchpumpeneinheit (4) vorgesehene Verbindungselement
(26) in-unmittelbarer Nähe des Elektrokabels (5) angeordnet ist.
2. Hebevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das an der Tauchpumpeneinheit
(4) vorgesehene Verbindungselement (26) das Elektrokabel (5) umgibt und an seinem
Außenrand eine umlaufende Hinterschneidung (27) aufweist.
3. Hebevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das an der Tauchpumpeneinheit
(4) vorgesehene Verbindungselement (26) pilzkopfförmig ausgebildet ist und eine zentrische
Durchgangsöffnung (26') für das Elektrokabel (5) aufweist.
4. Hebevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß das Verbindungselement
(26) an seiner Oberseite kegelstumpfförmig abgeschrägt ist.
5. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß
das an dem Zugelement vorgesehene Kupplungsteil (1) ein Tragteil (2) mit einer mittigen
Öffnung als Öse zur Durchführung des Elektrokabels (5) aufweist und daß an dem Tragteil
(2) mindestens zwei Kupplungshaken (11, 12) angelenkt sind, die hinter die an dem
Verbindungselement (26) vorgesehene Hinterschneidung (27) einrasten.
6. Hebevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Kupplungs- haken
(11, 12) wahlweise in die Öffnungs- oder in die Schließlage vorspannbar sind.
7. Hebevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß an den Kupplungshaken
(11, 12) verstellbare Gegengewichte (17; 18) vorgesehen sind.
8. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß
das an dem Zugelement vorgesehene Kupplungsteil (33) als geschlossener Bügel (37)
ausgebildet ist, der das Elektrokabel (5) umgreift und einseitig hinter die Hinterschneidung
(27) des Verbindungselementes (26) der Tauchpumpeneinheit (4) einrastbar ist.
9. Hebevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , daß an dem Bügel (37)
ein verstellbares Gegengewicht (39) vorgesehen ist, mit dem der Bügel in eine Kupplungs-
und eine Öffnungslage vorspannbar ist.
10. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß
das an der Tauchpumpeneinheit (4) vorgesehene Verbindungselement (26) mit einer Zugentlastung
für das Elektrokabel (.5) versehen ist.
11. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß
die an dem Kupplungsteil (1; 33) vorgesehene Öse (2, 37) einen seitlichen verschließbaren
Durchgang zum Einstecken des Elektrokabels (5) aufweist.
12. Hebevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
im Bereich des oberen Schachtendes ein Spannelement zum Haltern und gleichzeitigen
Vorspannen des Elektrokabels vorgesehen ist.