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EP 0 122 577 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.07.1989 Patentblatt 1989/30 |
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Anmeldetag: 09.04.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B41J 25/30 |
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Vorrichtung zur Führung einer Druckeinrichtung
Printer carriage guide
Guide pour chariot d'impression
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
12.04.1983 DE 3313205
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.10.1984 Patentblatt 1984/43 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Schwarz, Helmut, Dipl.-Ing.
D-8060 Dachau 2 (DE)
- Stickel, Heinz, Dipl.-Ing.
D-8038 Gröbenzell (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 020 996 FR-A- 2 484 917 US-A- 4 239 402
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DE-C- 3 313 205 US-A- 4 222 673
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Führung eines Druckwerkes gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] In Schreib- oder Druckeinrichtungen ist es allgemein bekannt, einen sogenannten Druckerwagen
vorzusehen, der das eigentliche Druckwerk trägt. Der Druckerwagen stellt eine in sich
abgeschlossene Baugruppe dar und wird auf zwei Führungsschienen parallel zur Schreibwalze,
d.h. längs einer Zeile eines Aufzeichnungsträgers hin und her bewegt. Die Bewegung
erfolgt über ein Zugmittel, beispielsweise über einen Zahnriemen, der auf der Unterseite
des Druckerwagens kraft- und formschlüssig mit diesem verbunden ist. Das Druckwerk,
z.B. ein Druckkopf, kann entweder fester Bestandteil des Druckerwagens sein, oder
er kann auswechselbar mit dem Druckerwagen verbunden sein. Eine Schreibeinrichtung
dieser Art ist beispielsweise in der DE-A-2232590 und FR-A-2 484 917 beschrieben.
[0003] Ein Druckerwagen der beschriebenen Art stellt eine kompakte, konstruktiv aufwendige
und relativ schwere Baueinheit dar, die vor allem bei hohen Schreibgeschwindigkeiten
erhebliche Kräfte bei der Beschleunigung und beim Abbremsen des Druckerwagens erfordert.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Führung eines Druckwerkes zu schaffen,
die in ihrem Aufbau einfach ist, deren Gewicht und Volumen erheblich reduziert ist,
und bei der die Austauschbarkeit des eigentlichen Druckwerkes vereinfacht ist.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe gemäß den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1 angegebenen Maßnahmen.
[0006] Weitere im Rahmen der Erfindung liegende Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0007] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegen vor allem in einer besonders
aufwandsarmen, konstruktiven Gestaltung, wobei durch die damit erreichbare Reduzierung
des Volumens und des Gewichts auch deutlich geringere Beschleunigungs- und Bremskräfte
beim Bewegungsablauf der Druckeinrichtung auftreten. Diese Reduzierung kommt nicht
nur einer gewünschten Verkleinerung des Gesamtaufbaues entgegen, sondern wirkt sich
auch sehr günstig auf die Schreibgeschwindigkeiten aus.
[0008] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0009] Das Ausführungsbeispiel zeigt die zum Verständnis der Erfindung erforderlichen Teile
einer Schreibeinrichtung. Die zur Führung eines Druckwerkes 1 vorgesehene Vorrichtung
besteht aus einer Führungsbuchse 2 und einer über diese gerasteten Halterung 3. Die
Führungsbuchse 2 ist auf der der Schreibwalze 4 zugewandten Führungsschiene 5 aufgesteckt,
und bewegt sich gleitend auf dieser. Die Halterung 3 weist einen Ansatz 6 auf, an
dem das Zugmittel 7, im Beispiel ein Zahnriemen, befestigt ist. Dazu ist im Beispiel
ein Spannschloß 8 vorgesehen. Über hier nicht dargestellte Antriebselemente, beispielsweise
über Schrittmotore, wird die Führungsbuchse 2 und die Halterung 3 vor der Schreibwalze
4 in Zeilenrichtung hin und herbewegt. Die Halterung weist darüberhinaus Rastöffnungen
auf, die zusammen mit entsprechenden, am Druckwerk angeordneten Raststücken in einfacher
Weise eine exakte Positionierung des Druckwerkes sicherstellen. Einzelheiten dazu
werden unter Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert. Die Ausbildung der Führungsbuchse 2
als Bronzelaufbuchse mit zwei Gleitflächen, stellt sicher, daß die Führungsbuchse
2 mit sehr geringem Spiel auf der Führungsschiene 5 läuft, so daß auch hohe Anforderungen
an die Schreibqualität, die in ganz erheblichem Maße von einer sehr exakten Führung
des Druckwerkes abhängen, gewährleistet sind.
[0010] Zur Befestigung des Druckwerkes 1 an der Führungsbuchse 2 dient ein Rastelement in
Form eines Schnappbügels 9. Der Schnappbügel 9 wird mit seinem Quersteg im Druckwerk
1 formschlüssig gehalten, während seine beiden Schenkel beidseits des Druckwerkes
frei zugänglich sind. Um das Druckwerk 1 mit der Führungsvorrichtung zu verbinden,
wird das mit einem gabelförmigen Führungsansatz 10 versehene Druckwerk 1 zunächst
auf die zweite Führungsschiene 11 aufgesteckt und in Bezug auf die Halterung 3 positioniert.
Dazu weist, wie in Fig. 2 dargestellt, die Halterung 3 Rastöffnungen 13 und das Druckwerk
1 entsprechend geformte Raststücke 14 auf. Um eine besonders sichere Positionierung
zu gewährleisten, sind jeweils mindestens zwei Rastöffnungen und zwei Raststücke vorgesehen.
Wird das auf die zweite Führungsschiene 11 aufgesetzte Druckwerk 1 nach unten geschwenkt,
so greifen die Raststücke 14 in die Rastöffnungen 13 ein und werden bis zum Aufliegen
der an die Form der Führungsbuchse 2 angepaßten Ausformung der Raststücke 14 sicher
geführt. Das Druckwerk 1 ist damit einerseits durch den auf die zweite Führungsschiene
11 aufgesteckten Führungsansatz 10 und andererseits durch die in die Rastöffnungen
13 eingeführten und dort verrasteten Raststücke 14 sicher und genau positioniert.
[0011] Der am Druckwerk 1 befestigte Schnappbügel 9 wird dann über die Führungsbuchse 2
geschnappt. Durch diese Verrastung besteht ein unterstützender Kraftschluß zwischen
dem Druckwerk 1 und der Führungsbuchse 2. Durch die beidseitig wirkende kraftschlüssige
Rastverbindung mittels des Schnappbügels 9 links und rechts von der Positionierung
ist eine sichere Fixierung des Druckwerkes 1 in der vorher eingestellten Sollposition
gewährleistet. Das Druckwerk 1 folgt somit exakt den Bewegungen der Führungsbuchse
3.
[0012] Das überstehende Ende 12 des Schnappbügels 9 ermöglicht ein einfaches und rasches
Schließen und Lösen dieser Verbindung und erleichtert dadurch den Austausch des Druckwerkes.
Das geschieht in einfacher Weise durch manuelles Entfernen des Schnappbügels 9. Nach
Lösen des Schnappbügels 9 kann das Druckwerk 1 nach oben geschwenkt und aus der zweiten
Führungsschiene 11 herausgezogen werden. Da die elektrische Verbindung zwischen den
Steuerungsteilen der Schreibeinrichtung und dem Druckwerk 1 mittels eines steckbaren
flexiblen Kabels erfolgt, bedarf es weiterhin lediglich eines Lösens der Steckverbindung.
Diese sehr einfache und sehr schnell durchführbare Auswechslung des Druckwerkes, gestattet
es beispielsweise, anstelle eines Nadeldruckkopfes einen Tintendruckkopf einzusetzen.
1. Vorrichtung zur Führung eines auf zwei Führungsschienen (5, 11) längs beweglich
gelagerten Druckwerkes (1), bei der die Bewegung des Druckwerkes längs einer Zeile
eines Aufzeichnungsträgers (4) mittels eines angetriebenen Zugmittels (7) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß eine auf der, dem Aufzeichnungsträger (4) zugewandten
Führungsschiene (5) gleitend bewegliche Führungsbuchse (2) mit einer darüber einrastbaren
Halterung (3) vorgesehen ist, daß die Halterung (3) einen Ansatz (6) zur Befestigung
des Zugmittels (7) und Rastöffnungen (13) aufweist, die zusammen mit Raststücken (14)
am Druckwerk (1) das Druckwerk (1) positionieren, daß das Druckwerk (1) einen gabelförmigen,
auf die zweite Führungsschiene (11) aufsteckbaren Führungsansatz (10) aufweist, und
daß das Druckwerk (1) mittels eines Rastelementes (9) an der Führungsbuchse (2) lösbar
befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement (9) äls
federnder Schnappbügel ausgebildet ist, der im Druckwerk (1) formschlüssig gehalten
wird, und dessen seitliche Arme nach dem Aufstecken des Druckwerkes (1) auf die zweite
Führungsschiene (11) und dessen Positionierung die Führungsbuchse (2) teilweise umfassen,
und daß die Enden (12) des Schnappbügels (9) frei zugänglich sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbuchse
(2) als Bronzelaufbuchse mit zwei Gleitflächen ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die auf
die Führungsbuchse (2) aufrastbare Halterung (3) ein Kunststoffteil ist, an dem das
Zugmittel (7) mittels einer lösbaren Verbindung vorzugsweise mittels eines Spannschlosses
(8) befestigt ist.
1. Guide for a printer carriage (1) mounted movably along two guide rails (5, 11),
wherein the movement of the printer carriage along a line of a record support (4)
occurs by means of a driven traction means (7), characterized in that a guide bushing
(2) slidable on the guide rail (5) facing the record support (4) is provided with
a bracket (3) engageable over it, and the bracket (3) exhibits a lug (6) for fastening
the traction means (7) and catch orifices (13) which position the printer carriage
(1) conjointly with catch pieces (14) on the printer carriage (1), that the printer
carriage (1) exhibits a bifurcate guide lug (10) pluggable onto -the second guide
rail (11), and that the printer carriage (1) is fastened to the guide bushing (2)
detachably by means of a catch element (9).
2. Guide according to Claim 1, characterized in that the catch element (9) is constructed
as a resilient snap clip which is retained positively in the printer carriage (1)
and the side arms of which partly embrace the guide bushing (2) after the printer
carriage (1) has been plugged onto the second guide rail (11) and positioned, and
that the ends (12) of the snap clip (9) are freely accessible.
3. Guide according to Claim 1 and 2, characterized in that the guide bushing (2) is
constructed as a bronze sleeve with two sliding surfaces.
4. Guide according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the bracket (3)
which is engageable on the guide bushing (2) is a plastic component to which the traction
means (7) is fastened by means of a detachable connection, preferably by means of
a tightener (8).
1. Dispositif pour guider un mécanisme d'impression (1) monté de manière à être déplaçable
longitudinalement sur deux rails de guidage (5, 11), et dans lequel le déplacement
du mécanisme d'impression le long d'une ligne d'un support d'enregistrement (4) est
réalisé à l'aide d'un moyen de traction entraîné (7), caractérisé par le fait qu'il
est prévu une douille de guidage mobile par glissement sur le rail de guidage (5),
tourné vers le support d'enregistrement (4), et comportant un élément de support (3)
pouvant être encliqueté par-dessus la douille, que l'élément de support (3) comporte
un appendice saillant (6) servant à fixer le moyen de traction (7), et des ouvertures
d'encliquetage (16), qui, conjointement avec les organes d'encliquetage (14) disposées
sur le mécanisme d'impression (1), positionnent ce mécanisme, que le mécanisme d'impression
(1) possède une partie saillante de guidage (10) en forme de fourche, pouvant être
guidée sur le second rail de guidage (11), et que le mécanisme d'impression (1) est
fixé de façon amovible à la douille de guidage (2) au moyen d'un élément d'encliquetage
(9).
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que l'organe d'encliquetage
(9) est réalisé sous la forme d'un étrier élastique à encliquetage brusque, qui est
maintenu dans le mécanisme d'impression (1) selon une liaison par formes complémentaires
et dont les bras latéraux entourent partiellement la douille de guidage (2) après
la mise en place du mécanisme d'impression (1) sur le second rail de guidage (11)
et son positionnement, et que les extrémités (12) de l'étrier à encliquetage brusque
(9) sont librement accessibles.
3. Dispositif suivant les revendications 1 et 2, caractérisé par le fait que la douille
de guidage (2) est réalisée sous la forme d'une douille coulissante en bronze (2)
comportant deux surfaces de glissement.
4. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que
l'élément de support (3) pouvant être fixé par encliquetage sur la douille de guidage
(2), est une pièce en matière plastique, à laquelle le moyen de traction (7) est fixé
au moyen d'une liaison amovible, de préférence au moyen d'un tendeur (8).
